Häufig gestellte Fragen zu Microsoft Online Services Support Lifecycle

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Online Services für Unternehmen und Entwickler

1. Was ist ein Microsoft Online Service?

Ein Microsoft Online Service ist ein cloudbasierter Dienst, der von Microsoft gehostet wird und möglicherweise lokale Computerressourcen erfordert. Beispiele für Online Services für Unternehmen und Entwickler sind Office 365, Microsoft Azure, CRM Online und Intune. Für die Microsoft Azure-Clouddienste gilt eine spezielle Richtlinie zum Lebenszyklus von Microsoft Azure.  

2. Was versteht Microsoft unter ?cloudbasiert??

Mit cloudbasiertem Dienst ist in der Regel eine EDV-Infrastruktur gemeint, die sich in einem großen Rechenzentrum außerhalb des Standorts des Kunden befindet und Dienste für Kunden erbringt, die lokale Computerressourcen nutzen. Beachten Sie, dass Microsoft verschiedene Produkte ausdrücklich als kommerzielle Online Services lizenziert. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Ansprechpartner bei Microsoft.

3. Um was geht es bei der Online Services Support Lifecycle-Richtlinie?

Die Support Lifecycle-Richtlinie für Online Services für Unternehmen und Entwickler umfasst drei wichtige Features:

Supportverfügbarkeit

  • Microsoft Support-Dienstleistungen sind über die gesamte Laufzeit des Vertrags verfügbar, den der Kunde mit Microsoft geschlossen hat.

Benachrichtigung

  • Sofern nicht anders angegeben, gilt für alle Microsoft Online Services, dass Microsoft Kunden mindestens 12 Monate vor dem Zeitpunkt benachrichtigt, an dem sie eine Änderung akzeptieren müssen, die als ?disruptive Änderung" betrachtet wird.
    • Microsoft bietet CRM Online-Kunden einen sechsmonatigen Benachrichtigungszeitraum, ausgenommen, wenn Support für eine zugrundeliegende Systemanforderung entfernt wird. In diesem Fall hält sich Microsoft an die Standardrichtlinie zur Benachrichtigung innerhalb von mindestens 12 Monaten. In den häufig gestellten Fragen zu Microsoft Online Services Support Lifecycle finden Sie nähere Informationen zur CRM Online-Ausnahme (http://support.microsoft.com/gp/OsslFaq/de).
  • Unter ?disruptiven Änderungen? werden Änderungen verstanden, die es notwendig machen, dass ein Kunde oder Administrator Maßnahmen ergreift, um eine deutliche Beeinträchtigung des normalen Betriebs des Online Service zu vermeiden.
  • Der Benachrichtigungszeitraum gilt nicht für sicherheitsrelevante Änderungen oder Updates.

Dienstkontinutität und -migration

  • Microsoft benachrichtigt Kunden von Online Services für Unternehmen und Entwickler mindestens 12 Monate vor der Beendigung des Dienstes.

Microsoft speichert Kundendaten mindestens 30 Tage lang, um Migrationsaktivitäten oder Vertragsverlängerungen von Kunden zu erleichtern, bevor die Bereitstellung des Online Service aufgehoben wird.

4. Was beinhaltet die Ausnahme zur CRM Online Lifecycle-Richtlinie im Einzelnen?

Per 1. Januar 2014 ändert Microsoft Dynamics CRM Online seine Lifecycle-Richtlinie, um Kunden einen sechsmonatigen Benachrichtigungszeitraum zu bieten, bevor Kunden Änderungen akzeptieren müssen, die als ?disruptive Änderung? betrachtet werden. Dieser sechsmonatiger Zeitraum umfasst eine Vorabbenachrichtigung 90 Tage vor jedem Dienstupdate im Herbst und Frühjahr, um die Planung zu erleichtern, sowie eine weitere Benachrichtigung 90 Tage nach der Freigabe des Updates, um dem Kunden Zeit zur Annahme des Updates zu geben.  Microsoft Dynamics CRM Online stellt zudem Versionhinweise vor der Freigabe bereit, um die Einzelheiten des Diensupdates zu erläutern.

Microsoft Dynamics CRM Online benachrichtigt die Kunden auch mindestens 12 Monate vor einer disruptiven Änderung, die sich auf den Wegfall des Supports einer zugrundeliegenden Systemanforderung bezieht, z. B. Internet Explorer oder die unterstützte Windows-Version.

5. Ich kenne die herkömmlichen Microsoft Support Lifecycle-Richtlinien, z. B. die Richtlinien für die Phasen Mainstream Support und Extended Support. In welcher Hinsicht ähneln die Online Services Support Lifecycle-Richtlinien diesen oder unterscheiden sie sich davon?


Die Online Services Support Lifecycle-Richtlinien unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht von den herkömmlichen Support Lifecycle-Richtlinien, basieren aber auf ähnlichen Grundsätzen. Es folgen einige wichtige Beispiele hierzu:

Ähnlichkeiten

  • Beide Richtlinien dienen dazu, ein Framework zur Sicherung von Konsistenz und Planbarkeit der Softwarepakete und Online Services von Microsoft zu schaffen.
  • Wie die Service Pack-Richtlinie, die für vor Ort genutzter Software gilt, bietet die Online Services Support Lifecycle-Richtlinie von Microsoft Kunden einen zwölfmonatigen Zeitraum, den sie zur Planung und Implementierung von Änderungen in ihrer Umgebung nutzen können. Änderungen müssen implementiert werden, da der Dienst sonst beeinträchtigt oder unterbrochen werden kann.
  • Wie bei der vor Ort verwendeten Software werden Sicherheitsupdates für öffentlich unterstützte Online Services kostenlos zur Verfügung gestellt. Einige Sicherheitsupdates werden auf die von Microsoft gehosteten Online Service angewendet. Andere Updates erfordern möglicherweise, dass der Kunde die Updates auf Clientsoftware anwendet.

Unterschiede

  • Support basiert auf der Laufzeit des mit Microsoft geschlossenen Vertrags des Kunden. Folglich gibt es kein Datum für die allgemeine Verfügbarkeit, an dem ein Supportzeitraum wie Mainstream Support beginnt. Zudem ist auch das Konzept des Extended Support nicht anwendbar, da ein Online Service stets über die gesamte Laufzeit des Vertrags, den der Kunde mit Microsoft geschlossen hat, uneingeschränkt unterstützt wird.
  • Benachrichtigungen über disruptive Änderungen werden an den administrativen Kontakt des Microsoft Online Service oder die MSL-Website übermittelt. Das heißt, dass die Kommunikation von Dienst zu Dienst variieren und eine MSL-Website beinhalten kann. Die Tage, an denen diese Änderungen tatsächlich implementiert werden, können sich wegen der Zeitplanung der Änderungen im Rechenzentrum von Kunde zu Kunde unterscheiden.
  • Bei Online Services kann eine schnellere Versionsfolge als bei lokal installierter Software gegeben sein. Es wird in der Regel zwar empfohlen, immer die neuesten Updates zu installieren, für einige kommerzielle Kunden kann sich dies jedoch als schwierig erweisen. Folglich sind Updates, die weiterhin rückwärtskompatible Funktionen bereitstellen, eine Haupteigenschaft aller Online Services. Microsoft verpflichtet sich, keine disruptive Änderung notwendig zu machen, ohne den administrativen Kontakt mindestens 12 Monate vorher davon zu benachrichtigen.

6. Ich besuche häufig die Microsoft Support Lifecycle-Website unter der Adresse support.microsoft.com/lifecycle, um herauszufinden, wann der Support für meine vor Ort genutzten Software ? z. B. Microsoft Windows ? endet. Wie kann ich dafür sorgen, dass ich über disruptive Änderungen an meinem Microsoft Online Service informiert bin?

Den IT-Profis der Kunden wird dringend empfohlen, die von Ihren Microsoft Online Service bereitgestellten Benachrichtigungen frühzeitig in ihre Planungs- und Wartungsprozesse einzubeziehen. Diese Benachrichtigungen werden an den administrativen Kontakt gesendet, der bei der Schließung des Online Service-Vertrags angegeben wurde.

Hinweis: Microsoft benachrichtigt Kunden zwar mindestens 12 Monate vor dem Zeitpunkt, an dem sie Maßnahmen ergreifen müssen, um der Änderung Rechnung zu tragen, der Dienst kann jedoch beeinträchtigt oder unterbrochen werden, wenn der Kunde nicht stets die aktuelle kompatible Clientsoftware verwendet. Weitere Informationen dazu, wie ein Microsoft Online Service Benachrichtigungen bereitstellt, finden Sie auf der Website des betreffenden Online Service.

7. Gelten Sicherheitsupdates nach dieser Richtlinie als ?disruptive Änderungen??

Nein. In den Support Lifecycle-Richtlinien für Online Services für Unternehmen und Entwickler sind disruptive Änderungen definiert als nicht sicherheitsrelevante Änderungen, die es notwendig machen, dass ein Kunde oder Administrator Maßnahmen ergreift, um eine deutliche Beeinträchtigung des normalen Betriebs des Online Service zu vermeiden. Die schnelle Bereitstellung von Sicherheitsupdates ist eine wichtige und zeitkritische Aktivität zum Schutz der Sicherheit Ihrer IT-Infrastruktur und der Unternehmensdaten.

8. Was sind Beispiele für eine ?disruptive Änderung??

Beispiele für eine disruptive Änderung:

  • Der Kunde oder Administrator muss auf den Clientcomputern Internet Explorer von einer Version auf eine andere Version aktualisieren (oder einen anderen unterstützten Webbrowser).
  • Der Kunde oder Administrator muss Tools oder Branchenanwendungen wegen einer Änderung der dokumentierten Schnittstellen ändern.
  • Der Kunde oder Administrator muss reagieren, weil Microsoft vorhandene Dienstfunktionen entfernt oder einschränkt.
  • Der Kunde oder Administrator muss auf eine Änderung der Systemanforderungen reagieren.
  • Der Kunde oder Administrator muss auf eine deutliche Änderung der Benutzererfahrung (die von Microsoft bestimmt wurde, z. B. eine erhebliche Änderung der Benutzeroberfläche, eine deutliche Änderung der Benutzerinteraktion oder des Arbeitsablaufs) reagieren, indem er Schulungen, Dokumentation oder andere Unterstützung für Endbenutzer bereitstellt.

Beispiele für eine nicht disruptive Änderung:

  • Microsoft wendet Bugfixes oder Sicherheitsupdates auf den Dienst an.
  • Microsoft veröffentlicht öffentliche Updates für Office-Clientanwendungen. (Empfohlen wird die Verwendung des automatischen Updatediensts zur Installation.)
  • Microsoft fügt dem Dienst neue Funktionalität hinzu. (Dies kann zu kleinen Änderungen in der Benutzererfahrung führen, die jedoch keine Umschulung der normalen Benutzer erfordern.)
  • Microsoft nimmt Verbesserungen an der vorhandenen Funktionalität vor. (Dies kann zu kleinen Änderungen in der Benutzererfahrung führen, die jedoch keine Umschulung der normalen Benutzer erfordern.)

9. Woher weiß ich, wer mein administrativer Kontakt für meinen Microsoft Online Service ist?

Diese Kontaktinformationen werden bereitgestellt, wenn der Online Services-Vertrag zwischen dem Kunden und Microsoft geschlossen wird. Wenn Sie zusätzliche Unterstützung benötigen, wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner bei Microsoft.

Die Microsoft Support Lifecycle- (MSL)-Richtlinie stellt transparente, planbare Informationen zum Supportlebenszyklus der Microsoft-Produkte bereit. Weitere Informationen sind auf der MSL-Website http://support.microsoft.com/gp/lifecycle/de verfügbar.

Zuletzt geändert am : Montag, 16. Juni 2014