Informationen zur Datei Lmhosts und vordefinierte Schlüsselwörter

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
102725 LMHOSTS File Information and Predefined Keywords
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Zusammenfassung

WARNUNG: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, erstellen Sie eine Sicherungskopie der Dateien System.dat und User.dat (unter Windows Millennium ebenfalls der Datei Classes.dat). Vergewissern Sie sich, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, wenn ein Problem auftritt. Informationen hierzu finden Sie unter dem Hilfethema "Wiederherstellen der Registrierung" in "Regedit.exe" oder unter "Wiederherstellen eines Registrierungsschlüssels" in "Regedt32.exe". Wenn Sie mit Windows NT oder Windows 2000 arbeiten, sollten Sie zudem Ihre Notfalldiskette (ERD) aktualisieren.

Zusammenfassung

Die Datei Lmhosts ist eine lokale Textdatei, die IP-Adressen den NetBIOS-Namen von Remoteservern zuordnet, mit denen Sie über das TCP/IP-Protokoll kommunizieren können. Windows NT erkennt Namen anstelle von IP-Adressen bei Netzwerkanforderungen, und ein Namensermittlungsvorgang wird verwendet, um Netzwerkanforderungen korrekt mit TCP/IP weiterzuleiten. Da der Namensermittlungsvorgang im Allgemeinen nicht von einem IP-Router weitergeleitet wird, ermöglicht die Datei Lmhosts Windows NT-Computern die Kommunikation mithilfe von TCP/IP innerhalb eines Teilnetzes.

Dieser Artikel ist in die folgenden Abschnitte aufgeteilt:
  • Umfassende Informationen
  • c-Einträge-Cache
  • Vordefinierte Schlüsselwörter
  • Weitere Informationen über das Einschließen von Blöcken

Weitere Informationen

- Lmhosts enthält Übersetzungen von IP-Adressen zu "NetBIOS über TCP/IP"-Namen.
  • Lmhosts wird nur von der NBT-Schnittstelle ("NetBIOS over TCP/IP") verwendet.
  • Die Datei Lmhosts enthält einige wertvolle Erweiterungen für die Lmhosts-Datei von Windows für Workgroups und den LAN Manager, wie z.B. die Fähigkeit, die Überprüfung weitergeleiteter Domänenanmeldungen zu unterstützen.
  • Lmhosts enthält statische Informationen über TCP/IP-Adressen. Werden jedoch Anmeldeskripts und/oder der Verzeichnisreplikationsdienst verwendet, kann die Master-Datei transparent auf allen Arbeitsstationen verteilt werden.
  • Standardmäßig sollte sich die Datei Lmhosts im Verzeichnis %Systemroot%\System32\Drivers\Etc befinden (normalerweise C:\Winnt\System32\Drivers\Etc).
LMHOSTS-EINTRÄGE-CACHE
Standardmäßig werden Einträge, die mit dem #PRE-Schlüsselwort angegeben werden, bei der Initialisierung bis zu einem Maximum von 100 Einträgen zwischengespeichert. Weitere Einträge, die ursprünglich zwischengespeichert wurden, sind bei Änderung des folgenden Registrierungswertes zugänglich:
   HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NetBT\Parameters\MaxPreload
Der Ablauf, der bei Ermittlung der NetBIOS-zu-IP-Adressauflösung ausgeführt wird, ist folgender: Der Cache wird überprüft, eine Rundsendung an das Teilnetz (Subnet) wird durchgeführt und zusätzliche Einträge von Lmhosts werden überprüft. Wenn eine Verbindung nicht innerhalb von 15 Sekunden hergestellt wird, überschreitet TDI eine zeitliche Beschränkung, und eine Fehlermeldung wird angezeigt.

VORDEFINIERTE SCHLÜSSELWÖRTER
Alle vordefinierten Schlüsselwörter, die für Windows NT- und Windows NT Advanced Server-Computer gelten, sind nicht für Lmhosts-Dateien auf Microsoft LAN Manager-Computern oder Microsoft Windows für Workgroups-Computern gültig. Diese Computer können nicht von gerouteten Domänencontrollern auf dieselbe Art, wie dies bei Windows NT-Computern der Fall ist, überprüft werden. Damit Sie sie überprüfen können, sollten Sie den Erweiterungsdienst für LAN Manager TCP/IP verwenden, der auf allen OS/2 LAN Manager-Servern (Version 2.1a oder höher) zur Verfügung steht.
   # <Kommentarzeile>
Wird verwendet, um die Zuordnung von IP-Adresse zu NetBIOS-Namen zu kommentieren.
   #PRE
Definiert, welche Einträge anfangs in den Namen-Cache geladen werden sollten.
   #DOM:<Domänenname>
Unterscheidet Windows NT Advanced Server-Server von Windows NT-Workstations, einem LAN Manager-Server oder einem Windows für Workgroups-Computer. Dieses Schlüsselwort wird für alle Server, die Anmeldeanforderungen überprüfen, benötigt.

#NOFNR
Vermeiden von Anfragen an DNS. Einige frühere Versionen von LAN Manager können NetBIOS DNS-Anforderungen nicht bearbeiten und geben Fehler 53 zurück. Durch Angabe dieses Flags in derselben Zeile wird die Verwendung von NetBIOS-Namensabfragen an DNS vermieden.
   #BEGIN_ALTERNATE
      #INCLUDE <\\Servername01\Freigabename\LMHOSTS>
      #INCLUDE <\\Servername02\Freigabenamen\LMHOSTS>
      ...
   #END_ALTERNATE
Definiert eine redundante Liste der verschiedenen Standorte für Lmhosts-Dateien. Der empfohlene Weg, Remotedateien einzufügen (#INCLUDE), ist die Verwendung eines UNC-Pfades. Dadurch wird der Zugriff auf die Datei sichergestellt. Selbstverständlich müssen die UNC-Namen in der Datei Lmhosts über eine geeignete Übersetzung von IP-Adressen zu NetBIOS-Namen verfügen.
   #MH
Weist einen einzelnen, eindeutigen NetBios-Computernamen einer IP-Adresse zu. Sie können mehrere Einträge für denselben NetBios-Computernamen für jeden NIC im mehrfach vernetzten (multihomed) Gerät erstellen, bis zu einer Höchstzahl von 25 unterschiedlichen IP-Adressen für denselben Namen.
   #SG
Wird verwendet, um eine besondere Gruppe, wie z.B. Drucker oder Computer, die zu Gruppen im Intranet gehören, zu definieren und so das Verweisen, Durchsuchen oder Übertragen zu vereinfachen. Besondere Gruppen sind maximal auf 25 Mitglieder begrenzt.
Die ersten drei Schlüsselwörter können zusammen verwendet werden, um eine Übersetzung eines TCP/IP-Namens für NetBIOS in eine IP-Adresse anzugeben. Beispiel:
  1. 4.94.97 rhinodc #DOM:rhino #The rhino domain PDC #PRE
  2. 4.94.99 zoobdc #DOM:rhino #BDC for rhino domain #PRE
ANMERKUNG: PDC = Primärer Domänencontroller und BDC = Sicherungsdomänencontroller.
Um mit der IP-Adresse gefolgt vom NetBIOS-Namen zu starten, können die vordefinierten Einträge in unterschiedlicher Reihenfolge definiert werden. Es wird empfohlen, wichtige Einträge zuerst einzufügen, da in sequenzieller Reihenfolge auf die Datei zugegriffen wird.

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER SCHLÜSSELWÖRTER FÜR DAS EINSCHLIESSEN VON BLÖCKEN
Windows NT stellt neue Blockbefehle zur Verfügung, die einen zentralen Standort und eine zentrale Verwaltung der Datei Lmhosts ermöglichen. Darüber hinaus stehen Möglichkeiten bereit, redundante Sicherungskopien auf mehreren Servern zu ermöglichen. Die folgenden Blockbefehle der Lmhosts-Datei von Windows NT werden nachfolgend ausführlich erläutert:
  • #INCLUDE
  • #BEGIN_INCLUDE
  • #END_INCLUDE
  • #BEGIN_ALTERNATE
  • #END_ALTERNATE
    Schlüsselwörter für das Einschließen von Blöcken (#BEGIN_INCLUDE, #END_INCLUDE):
       130.20.26.169  Trustedserver  #PRE   #DOM:Testing  # Test group domain
       #BEGIN_INCLUDE
       #INCLUDE \\localsrv\public\lmhosts       # Local domain
       #INCLUDE \\Trustedserver\public\lmhosts  # Server in Testing domain
       #END_INCLUDE
Bei der oben stehenden Einschließung eines Blockes wird die angegebene Lmhosts-Datei unter den folgenden Bedingungen gescannt:
  • Während der TCP/IP-Initialisierung wird die lokale Datei Lmhosts auf #PRE-Befehle gescannt. Alle diese Einträge werden im Namen-Cache abgelegt. Darüber hinaus werden alle vom #INCLUDE-Befehl angegebenen Lmhosts-Dateien gescannt.
  • Beim Auswerten eines Computernamens (NetBIOS-Namens) in eine IP-Adresse wird auch die Datei #Include durchsucht, wenn der Name nicht in den geladenen Einträgen des Caches gefunden werden kann.
  • Die Lmhosts-Dateien werden gescannt, um die Adresse eines Domänencontrollers einer Domäne, die nicht in der Liste der geladenen Cachenamen gefunden wird, auszuwerten.
    Der Vorteil dieses Befehls liegt darin, dass er Systemadministratoren ermöglicht, eine zentral gespeicherte Lmhosts-Masterdatei zu verwalten, auf die von jedem Knoten über das Netzwerk zugegriffen werden kann. Diese Methode funktioniert auch in Teilnetzen aufgrund der Verwendung von UNC-Namen (Universal Naming Convention) und Lmhosts-Zuordnungen für diese Einträge.
Wenn die Domäne mehrere Teilnetze umfasst oder wenn auf den Domänencontroller einer Domäne über einen Router zugegriffen wird, ist ein Eintrag in der Datei Lmhosts erforderlich, um den Domänencontroller für diesen Server zu lokalisieren, der über den Präfix #DOM verfügt (so ist in unserem Beispiel "trustedserver" der Domänencontroller für die Domäne TESTING). Lesen Sie dazu die IP-Zeile oberhalb des Include-Befehls. Diese Zeile muss vor dem #INCLUDE-Befehl angezeigt werden.

Im oben genannten Fall verfügt die Domäne TESTING über eine Vertrauensstellung mit der lokalen Domäne. Dies ist für Server, die im Block enthalten, aber nicht Teil der lokalen Domäne sind, wichtig.

ANMERKUNG: Die Lmhosts-Dateien, die sich auf Servern befinden, die zu einer vertrauten Domäne gehören, sollten Leseberechtigungen für die Gruppe "Jeder" aufweisen. Dazu gehören alle lokalen Benutzer sowie die Benutzer der vertrauten Domäne.

Alternative Einschließung von Blöcken (#BEGIN_ALTERNATE, #END_ALTERNATE):
   #BEGIN_ALTERNATE
   #INCLUDE \\localsrv\public\lmhosts      # Local domain
   #INCLUDE \\Trustedserver\public\lmhosts # Server in Testing Domain
   #END_ALTERNATE
In diesem Fall wird die Bedingung für die Einschließung erfüllt, wenn einer der #INCLUDE-Befehle erfolgreich ist. Das bedeutet, dass nur eine Lmhosts-Datei gescannt wird. Der erste erfolgreiche #INCLUDE-Befehl ist die einzige Lmhosts-Datei, die gelesen wird.
Dies erweist sich vor allem dann als hilfreich, wenn mehrere Kopien derselben Datei auf verschiedenen Servern verwaltet werden. Wenn einer der Server ausfällt, versucht er, die Lmhosts-Datei auf dem alternativen Server, der in der Einschließung bezeichnet wurde, zu lesen.

Weitere Informationen, einschließlich einer vollständigen Beschreibung aller genannten Features steht Ihnen in "Windows NT - Die Technische Referenz" zur Verfügung.

Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende, das gesamte System betreffende Probleme verursachen, die eine Neuinstallierung Ihres Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht dafür garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung. Microsoft kann keine Gewährleistungen oder Support für Probleme übernehmen, welche durch eine Manipulation der Windows oder Windows NT Registrierung verursacht wurden. Es ist Ihr eigenes Risiko, den Windows oder Windows NT Registrierungseditor Regedit.exe oder ähnliche Werkzeuge zur Manipulation der Windows oder Windows NT Registrierung zu verwenden.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 102725 - Geändert am: Dienstag, 9. November 2004 - Version: 3.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Advanced Server 3.1
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.1
  • Microsoft Windows NT Advanced Server 3.1
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.5
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.51
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