Text des RFC1179-Standards für das Drucken über Windows NT-TCP/IP

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124734 Text of RFC1179 Standard for Windows NT TCP/IP Printing
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Zusammenfassung

Windows NT-TCP/IP-Druckdienste basieren auf dem in RFC1179 definierten Standard, der die Kommunikationsspezifikationen für das Drucken über LPR (LPR = Line Printer Remote) und LPD (LPD = Line Printer Daemon) enthält und auf dem TCP/IP-basierten Drucken mit Berkeley-Versionen von Unix beruht. Der Line Printer Daemon und seine Komponenten in RFC1179 sind als Berkeley Style Daemons (BSD) bekannt.

Dieser Artikel enthält den Text von RFC1179 zum Nachschlagen.

Arbeitsgruppe Network Printing L. McLaughlin III, Editor
Anfrage nach Kommentaren: 1179 The Wollongong Group
                                                             August 1990
LPD-Protokoll

Status dieses Memos
Dieser RFC beschreibt ein im Internet weit verbreitetes Druckserverprotokoll für die Kommunikation zwischen Line Printer Daemons (Clients und Server). Dieses Memo dient lediglich Informationszwecken und stellt keine Spezifikation eines Internet-Standards dar. Informationen zum Status der Standardisierung und dieses Protokolls finden Sie in der aktuellen Version der "IAB Official Protocol Standards". Dieses Memo kann ohne Einschränkungen verteilt werden.
  1. Einführung
    Die Berkeley-Versionen des Unix(tm)-Betriebssystems ermöglichen das Zeilendrucker-Spooling über eine Sammlung von Programmen: lpr (Warteschlangenzuordnung), lpq (Anzeige der Warteschlange), lprm (Entfernen aus der Warteschlange) und lpc (Steuerung der Warteschlange). Diese Programme interagieren mit einem autonomen Prozess, der als Line Printer Daemon bezeichnet wird. Dieser RFC beschreibt die Protokolle, über die ein LPD-Client das Drucken steuern kann.
Hinweis: Dieses Memo basiert fast vollständig auf der Arbeit von Robert Knight an der Princeton University. Ihm gilt Anerkennung und Dank für seine Bemühungen um die Entzifferung des UNIX-lpr-Protokolls und die Erstellung früherer Versionen dieses Dokuments.
  1. Modell der Druckumgebung
    Eine Gruppe von Hosts fordert Dienste von einem LPD-Prozess an, der auf einem Host läuft. Die von diesem Prozess geleisteten Dienste beziehen sich auf Druckaufträge. Ein Druckauftrag erzeugt eine Ausgabe aus einer Datei. Jeder Auftrag hat eine eindeutige Auftragsnummer, die zwischen 0 und 999 (einschl.) liegt. Die Aufträge werden von Benutzern angefordert, die Namen haben. Diese Benutzernamen dürfen nicht mit einer Ziffer anfangen.
  2. Spezifikation des Protokolls
    Die Spezifikation enthält Dateiformate für die Steuer- und Datendateien sowie die vom Protokoll verwendeten Nachrichten.
  3. Nachrichtenformate
    LPR ist ein TCP-basiertes Protokoll. Der Anschluss, an dem ein Line Printer Daemon wartet, ist 515. Der Quellanschluss muss im Bereich zwischen 721 und 731 (einschl.) liegen. Ein Line Printer Daemon reagiert auf Befehle, die an seinen Anschluss gesendet werden. Alle Befehle beginnen mit einem Byte-Code, einer binären Zahl, die die angeforderte Funktion darstellt. Auf den Code folgt direkt der ASCII-Name der Druckerwarteschlange, für die die Funktion ausgeführt werden soll. Wenn der Befehl weitere Operanden hat, werden sie durch Leerstellen (ASCII-Leerzeichen, Tabulatorzeichen, Seitenvorschubzeichen) vom Namen der Druckerwarteschlange getrennt. Das Ende des Befehls wird durch ein ASCII-Zeilenvorschubzeichen gekennzeichnet.
  4. Diagrammkonventionen
    Die Diagramme in diesem RFC orientieren sich an den folgenden Konventionen:
    Sie zeigen das Format eines Byte-Stroms, der an den Server geschickt wird. Das äußerste Kästchen stellt diesen Strom dar. Jedes Kästchen innerhalb des äußersten Kästchens zeigt einen Teil des Stroms. Wenn das Kästchen zwei Dezimalziffern enthält, so wird dadurch angezeigt, dass der binäre 8-Bit-Wert zu verwenden ist. Wenn es zwei Großbuchstaben enthält, so wird dadurch angezeigt, dass das entsprechende ASCII-Steuerzeichen zu verwenden ist. Ausnahme: Das Zeichen SP kann als Leerstelle interpretiert werden (Definition: siehe vorhergehender Abschnitt). Wenn der Inhalt ein einzelner Buchstabe ist, muss der ASCII-Code für diesen Buchstaben gesendet werden. Sonst sollen die Inhalte den Feldinhalt (eine Folge von Bytes) mnemonisch darstellen.
  5. Dämonbefehle
    Die Verben in den Befehlsnamen sind als Anweisungen an den Dämon zu interpretieren. Der Befehl "Alle wartenden Aufträge drucken" ist also als Befehl an den Line Printer Daemon zu verstehen, an den er geschickt wurde. Für jeden Befehl an den Dämon muss eine neue Verbindung hergestellt werden.
  6. 01 - Alle wartenden Aufträge drucken
          +----+-------+----+
          | 01 | Queue | LF |
          +----+-------+----+
          Befehlscode - 1
          Operand - Name der Druckerwarteschlange ("Queue")
Dieser Befehl startet den Druckprozess, sofern er nicht bereits läuft.
  1. 02 - Druckauftrag empfangen
          +----+-------+----+
          | 02 | Queue | LF |
          +----+-------+----+
          Befehlscode - 2
          Operand - Name der Druckerwarteschlange
Der Empfang eines Druckauftrags wird durch eine zweite Ebene von Befehlen gesteuert. Der Dämon erhält Befehle, indem diese über dieselbe Verbindung gesendet werden. Die Befehle werden im nächsten Abschnitt (6) beschrieben.

Nach dem Senden dieses Befehls muss der Client auf ein Bestätigungs-Byte vom Dämon warten. Eine positive Bestätigung ist ein Byte mit Null-Bits. Eine negative Bestätigung ist ein Byte mit einem anderen Muster.
  1. 03 - Warteschlangenstatus senden (kurz)
          +----+-------+----+------+----+
          | 03 | Queue | SP | Liste| LF |
          +----+-------+----+------+----+
          Befehlscode - 3
          Operand 1 - Name der Druckerwarteschlange
          Sonstige Operanden - Benutzernamen oder Auftragsnummern
Wenn Benutzernamen oder Auftragsnummern oder beide angegeben werden, werden nur Aufträge für diese Benutzer oder mit diesen Nummern gesendet.

Als Reaktion darauf wird ein ASCII-Strom erzeugt, der die Druckerwarteschlange beschreibt. Der Strom bleibt bestehen, bis die Verbindung beendet wird. Zeilenenden werden durch ASCII-LF-Steuerzeichen angezeigt. Die Zeilen können auch ASCII-HT-Steuerzeichen enthalten.
  1. 04 - Warteschlangenstatus senden (lang)
          +----+-------+----+------+----+
          | 04 | Queue | SP | Liste| LF |
          +----+-------+----+------+----+
          Befehlscode - 4
          Operand 1 - Name der Druckerwarteschlange
          Sonstige Operanden - Benutzernamen oder Auftragsnummern
Wenn Benutzernamen oder Auftragsnummern oder beide angegeben werden, werden nur Aufträge für diese Benutzer oder mit diesen Nummern gesendet.

Als Reaktion darauf wird ein ASCII-Strom erzeugt, der die Druckerwarteschlange beschreibt. Der Strom bleibt bestehen, bis die Verbindung beendet wird.

Zeilenenden werden durch ASCII-LF-Steuerzeichen angezeigt. Die Zeilen können auch ASCII-HT-Steuerzeichen enthalten.
  1. 05 - Aufträge löschen
          +----+-------+----+-------+----+------+----+
          | 05 | Queue | SP | Agent | SP | Liste| LF |
          +----+-------+----+-------+----+------+----+
          Befehlscode - 5
          Operand 1 - Name der Druckerwarteschlange
          Operand 2 - Benutzer, der die Anforderung schickt ("Agent")
          Sonstige Operanden - Benutzernamen oder Auftragsnummern 
Dieser Befehl löscht die Druckaufträge aus der angegebenen Warteschlange, die als sonstige Operanden aufgeführt sind. Wenn nur der Agent angegeben wird, soll der Befehl den aktiven Auftrag löschen. Es ist nicht möglich, einen Auftrag zu löschen, den der Benutzer nicht besitzt, es sei denn, der Agent ist "root". Das gilt auch bei Angabe von Benutzernamen anstelle von Nummern, d.h., nur der Agent "root" kann Aufträge nach Benutzernamen löschen.
  1. Sub-Befehle zum Empfangen von Druckaufträgen
Diese Befehle werden verarbeitet, wenn der Line Printer Daemon den Befehl zum Empfang von Druckaufträgen erhalten hat. Der Dämon setzt die Bearbeitung von Befehlen fort, bis die Verbindung beendet wird.

Nach dem Senden eines Sub-Befehls muss der Client auf eine Bestätigung vom Dämon warten. Eine positive Bestätigung ist ein Byte mit Null-Bits. Eine negative Bestätigung ist ein Byte mit irgendeinem anderen Muster.

LPR-Clients SOLLTEN in der Lage sein, die Sub-Befehle der Empfangsdatendatei und der Empfangssteuerdatei in jeder Reihenfolge zu empfangen. LPR-Server MÜSSEN in der Lage sein, den Sub-Befehl der Steuerdatei zuerst zu empfangen und SOLLTEN in der Lage sein, den Sub-Befehl der Datendatei zuerst zu empfangen.
  1. 01 - Auftrag abbrechen
          +----+----+
          | 01 | LF |
          +----+----+
          Befehlscode - 1
Es sollten keine Operanden angegeben werden. Dieser Sub-Befehl entfernt alle Dateien, die beim Befehl "Auftrag empfangen" erzeugt worden sind.
  1. 02 - Steuerdatei empfangen
          +----+-------+----+------+----+
          | 02 | Anzahl| SP | Name | LF |
          +----+-------+----+------+----+
          Befehlscode - 2
          Operand 1 - Anzahl der Bytes in der Steuerdatei
          Operand 2 - Name der Steuerdatei
Die Steuerdatei muss ein ASCII-Strom sein, in dem die Zeilenenden durch ASCII LF gekennzeichnet sind. Die Gesamtanzahl der Bytes im Strom wird als erster Operand geschickt. Der Name der Steuerdatei wird als zweiter Operand geschickt. Er sollte mit ASCII "cfA" beginnen, gefolgt von einer dreistelligen Auftragsnummer, gefolgt vom Namen des Host, der die Steuerdatei aufgebaut hat. Die Bestätigungsverarbeitung muss wie üblich nach dem Senden des Befehls stattfinden.

Die nächsten "Operand 1"-Bytes über dieselbe TCP-Verbindung sind die beabsichtigten Inhalte der Steuerdatei. Sobald alle Inhalte geliefert wurden, wird ein Byte mit Null-Bits gesendet, um anzuzeigen, dass die gesendete Datei vollständig ist. An diesem Punkt muss eine zweite Stufe der Bestätigungsverarbeitung stattfinden.
  1. 03 - Datendatei empfangen
          +----+-------+----+------+----+
          | 03 | Anzahl| SP | Name | LF |
          +----+-------+----+------+----+
          Befehlscode - 3
          Operand 1 - Anzahl der Bytes in der Datendatei
          Operand 2 - Name der Datendatei
Die Datendatei kann beliebige 8-Bit-Werte enthalten. Die Gesamtanzahl der Bytes im Strom kann als erster Operand gesendet werden; anderenfalls sollte das Feld auf 0 gesetzt werden. Der Name der Datendatei sollte mit ASCII "dfA" beginnen, gefolgt von einer dreistelligen Auftragsnummer. Auf die Auftragsnummer sollte der Name des Host folgen, der die Datendatei aufgebaut hat. Die Interpretation des Inhalts der Datendatei wird durch den Inhalt der entsprechenden Steuerdatei bestimmt. Wenn eine Länge für die Datendatei angegeben wurde, sind die nächsten "Operand 1"-Bytes über dieselbe TCP-Verbindung die beabsichtigten Inhalte der Datendatei. In diesem Fall wird nach Lieferung aller Inhalte ein Byte mit Null-Bits gesendet, um anzuzeigen, dass die gesendete Datei vollständig ist. An diesem Punkt muss eine zweite Stufe der Bestätigungsverarbeitung stattfinden.
  1. Zeilen der Steuerdatei
Dieser Abschnitt behandelt das Format der Zeilen in der Steuerdatei, die an den Line Printer Daemon geschickt wird.

Jede Zeile der Steuerdatei besteht aus einem einzelnen druckbaren ASCII-Zeichen, das eine beim Drucken der Datei auszuführende Funktion darstellt. Bei der Interpretation dieser Befehlszeichen wird die Groß-/Kleinschreibung beachtet. Der Rest der Zeile nach dem Befehlszeichen enthält den Befehlsoperanden. Führende Leerstellen nach dem Befehlszeichen sind nicht zulässig. Die Zeile endet mit einem ASCII-Zeilenvorschub.

Die Befehle, die einen Kleinbuchstaben als Befehlscode haben, werden verwendet, um einen Druckauftrag zu spezifizieren. Die Befehle mit Großbuchstaben werden verwendet, um Parameterwerte oder Hintergrundbedingungen zu beschreiben.

Manche Befehle müssen in jeder Steuerdatei enthalten sein. Es handelt sich dabei um 'H' (verantwortlicher Host) und 'P' (verantwortlicher Benutzer). Zusätzlich muss es mindestens einen Kleinbuchstabenbefehl geben, damit überhaupt eine Ausgabe erzeugt werden kann.
  1. C - Klasse für Bannerseite
          +---+-------+----+
          | C | Klasse| LF |
          +---+-------+----+
          Befehlscode - 'C'
          Operand - Klassenname für Bannerseiten
Dieser Befehl bestimmt den auf der Bannerseite zu druckenden Klassennamen. Der Name muss aus 31 oder weniger Bytes bestehen. Er kann weggelassen werden. Wenn er weggelassen wird, wird der Name des Host verwendet, auf dem die Datei gedruckt wird. Die Klasse wird in der Regel verwendet, um den Host anzuzeigen, von dem der Druckauftrag stammt. Sie wird ignoriert, wenn der Befehl "Bannerseite drucken" ('L') nicht auch verwendet wird.
  1. H - Host-Name
          +---+------+----+
          | H | Host | LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'H'
          Operand - Host-Name
Dieser Befehl gibt den Namen des Host an, der als Quelle des Druckauftrags zu behandeln ist. Der Befehl muss in der Steuerdatei enthalten sein. Der Host-Name muss aus 31 oder weniger Bytes bestehen.
  1. I - Druck einrücken
          +---+-------+----+
          | I | Anzahl| LF |
          +---+-------+----+
          Befehlscode - 'I'
          Operand - Anzahl der Spalten
Dieser Befehl gibt bei Dateien, die mit dem Befehl 'f' gedruckt werden, die Anzahl der Spalten an, um die der Ausdruck eingerückt werden soll. (Er wird bei anderen ausgabeerzeugenden Befehlen ignoriert). Der Operand, der die Anzahl der Spalten angibt, muss aus Dezimalziffern bestehen.
  1. J - Auftragsname für Bannerseite
          +---+----------+----+
          | J |Auft.-Name| LF |
          +---+----------+----+
          Befehlscode - 'J'
          Operand - Auftragsname
Dieser Befehl gibt den auf der Bannerseite zu druckenden Auftragsnamen an. Der Auftragsname muss aus 99 oder weniger Bytes bestehen. Er kann weggelassen werden. Der Auftragsname wird in der Regel genutzt, um den Namen der Datei anzuzeigen, die "gedruckt" wurde. Er wird ignoriert, wenn der Befehl "Bannerseite drucken" ('L') nicht auch verwendet wird.
  1. L - Bannerseite drucken
          +---+------+----+
          | L | Ben. | LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'L'
          Operand - Benutzername für Trennseiten
Dieser Befehl bewirkt, dass die Bannerseite gedruckt wird. Der Benutzername kann weggelassen werden. Damit dieser Befehl ausgeführt werden kann, müssen der Klassenname für die Bannerseite und der Auftragsname für Bannerseitenbefehle diesem Befehl in der Steuerdatei vorangestellt sein.
  1. M - Mail nach Druck
          +---+------+----+
          | M | Ben. | LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'M'
          Operand - Benutzername
Diese Angabe bewirkt, dass nach Beendigung des Druckvorgangs (erfolgreich oder nicht erfolgreich) eine Mail-Nachricht an den Benutzer gesendet wird, der als Operand auf dem durch den 'H'-Eintrag bezeichneten Host angegeben wird.
  1. N - Name der Quelldatei
          +---+------+----+
          | N | Name | LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'N'
          Operand - Dateiname
Dieser Befehl gibt den Namen der Datei an, aus der die Datendatei aufgebaut wurde. Er wird bei Abfrage zurückgeliefert und beim Drucken in Verbindung mit dem Befehl 'p' verwendet, wenn kein Titel angegeben wurde. Er muss aus 131 oder weniger Bytes bestehen.
  1. P - Benutzeridentifikation
          +---+------+----+
          | P | Name | LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'P'
          Operand - Benutzer-ID
Dieser Befehl gibt die Benutzeridentifikation der Einheit an, die den Druckauftrag angefordert hat. Dieser Befehl muss in der Steuerdatei enthalten sein. Die Benutzeridentifikation muss aus 31 oder weniger Bytes bestehen.
  1. S - Symbolische Verknüpfungsdaten
          +---+--------+----+-------+----+
          | S | Gerät  | SP | Inode | LF |
          +---+--------+----+-------+----+
          Befehlscode - 'S'
          Operand 1 - Gerätenummer
          Operand 2 - Inode-Nummer
Dieser Befehl wird verwendet, um symbolische Verknüpfungsdaten in einem UNIX-System zu erfassen, damit bei Änderung des Verzeichniseintrags einer Datei nach dem Drucken nicht die neue Datei gedruckt wird. Er wird ignoriert, wenn die Datendatei nicht symbolisch verknüpft ist.
  1. 0 T - Titel für pr
          +---+-------+----+
          | T | Titel | LF |
          +---+-------+----+
          Befehlscode - 'T'
          Operand - Titeltext
Dieser Befehl liefert einen Titel für eine Datei, die mit dem Befehl 'p' gedruckt werden soll (von allen anderen Druckbefehlen wird er ignoriert). Der Titel muss aus 79 oder weniger Bytes bestehen.
  1. 1 U - Verknüpfung für Datendatei aufheben
          +---+------+----+
          | U | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'U'
          Operand - Datei, deren Verknüpfung aufgehoben werden soll
Dieser Befehl gibt an, dass die angegebene Datei nicht mehr benötigt wird. Er sollte nur für Datendateien verwendet werden.
  1. 2 W - Ausgabebreite
          +---+-------+----+
          | W | Breite| LF |
          +---+-------+----+
          Befehlscode - 'W'
          Operand - Ausgabebreite
Dieser Befehl begrenzt die Ausgabe auf die angegebene Spaltenzahl (in Verbindung mit den Befehlen 'f', 'l' und 'p'). Er wird bei anderen ausgabeerzeugenden Befehlen ignoriert. Der Operand für die Ausgabebreite muss aus Dezimalziffern bestehen und kann auf einen niedrigeren Wert reduziert werden. Der Standardwert für die Ausgabebreite ist 132.
  1. 3 1 - Schriftart troff R
          +---+------+----+
          | 1 | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - '1'
          Operand - Dateiname
Dieser Befehl gibt den Dateinamen für die Schriftart troff R an. [1] Das ist die Schriftart, die bei Verwendung von Times Roman standardmäßig gedruckt wird.
  1. 4 2 - Schriftart troff I
          +---+------+----+
          | 2 | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - '2'
          Operand - Dateiname
Dieser Befehl gibt den Dateinamen für die Schriftart troff I an. [1] Das ist die Schriftart, die bei Verwendung von Times Italic standardmäßig gedruckt wird.
  1. 5 3 - Schriftart troff B
          +---+------+----+
          | 3 | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - '3'
          Operand - Dateiname
Dieser Befehl gibt den Dateinamen für die Schriftart troff B an. [1] Das ist die Schriftart, die bei Verwendung von Times Bold standardmäßig gedruckt wird.
  1. 6 4 - Schriftart troff S
          +---+------+----+
          | 4 | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - '4'
          Operand - Dateiname
Dieser Befehl gibt den Dateinamen für die Schriftart troff S an. [1] Das ist die Schriftart, die bei Verwendung von Special Mathematical standardmäßig gedruckt wird.
  1. 7 c - CIF-Datei plotten
          +---+------+----+
          | c | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'c'
          Operand - Zu plottende Datei
Dieser Befehl bewirkt, dass die Datendatei auf dem Plotter ausgegeben wird, wobei die Daten als CIF-Grafiksprache behandelt werden (CIF = CalTech Intermediate Form). [2]
  1. 8 d - DVI-Datei drucken
          +---+------+----+
          | d | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'd'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei, wobei die Daten als DVI (TeX-Ausgabe) behandelt werden. [3]
  1. 9 f - Formatierte Datei drucken
          +---+------+----+
          | f | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'f'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei als unformatierte Textdatei, wobei die Seitenumbrüche nach Bedarf gesetzt werden. Alle ASCII-Steuerzeichen, die nicht in der folgenden Liste enthalten sind, werden verworfen: HT, CR, FF, LF und BS.
  1. 0 g - Datei plotten
          +---+------+----+
          | g | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'g'
          Operand - Zu plottende Datei
Dieser Befehl bewirkt, dass die Datendatei geplottet wird, wobei die Daten als Ausgabe derBerkeley Unix Plot Library behandelt werden. [1]
  1. 1 k - Reserviert für Verwendung durch Kerberized LPR-Clients und Server.
  2. 2 l - Datei drucken und Steuerzeichen belassen
          +---+------+----+
          | l | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'l' (Kleinbuchstabe L)
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die angegebene Datei ohne Filterung der Steuerzeichen (wie beim Befehl 'f').
  1. 3 n - ditroff-Ausgabedatei drucken
          +---+------+----+
          | n | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'n'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei, wobei die Daten als ditroff-Ausgabe behandelt werden. [4]
  1. 4 o - Postscript-Ausgabedatei drucken
          +---+------+----+
          | o | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'o'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei, wobei die Daten als Standard-PostScript-Eingabe behandelt werden.
  1. 5 p - Datei mit Format 'pr' drucken
          +---+------+----+
          | p | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'p'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei mit Kopfzeile, Seitenzahlen und Paginierung. Die Kopfzeile sollte Datum und Zeit des Druckbeginns, Titel und eine von der Seitenzahl gefolgte Seitenzahlkennung enthalten. Der Titel ist der durch den Befehl 'N' angegebene Dateiname, es sei denn, der Befehl 'T' (Titel) wurde angegeben. Nach dem Drucken einer Textseite beginnt eine neue Seite mit einer neuen Seitennummer. (Es gibt keine Möglichkeit, die Länge der Seite anzugeben).
  1. 6 r - Datei mit FORTRAN-Vorschubsteuerung drucken
          +---+------+----+
          | r | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'r'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei gedruckt wird, wobei die erste Spalte jeder Zeile als FORTRAN-Vorschubsteuerzeichen interpretiert wird. Durch den FORTRAN-Standard werden die Vorschubsteuerzeichen auf Leerzeichen, "1", "0" und "+" eingeschränkt. Die meisten FORTRAN-Programmierer erwarten, dass auch "-" (dreifaches Leerzeichen) funktioniert.
  1. 7 t - troff-Ausgabedatei drucken
          +---+------+----+
          | t | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 't'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt die Datendatei als Fotosatzeingabe von Graphic Systems C/A/T. [5] Das ist die Standardausgabe des Unix-Befehls "troff".
  1. 8 v - Rasterdatei drucken
          +---+------+----+
          | v | Datei| LF |
          +---+------+----+
          Befehlscode - 'v'
          Operand - Zu druckende Datei
Dieser Befehl druckt eine Sun-Rasterformatdatei. [6]
  1. 9 z - Reserviert für spätere Verwendung (Palladium-Drucksystem).
Verweise und Bibliographie:

[1] Computer Science Research Group, "UNIX Programmer's Reference Manual", USENIX, 1986.
[2] Hon and Sequin, "A Guide to LSI Implementation", XEROX PARC, 1980.
[3] Knuth, D., "TeX The Program".
[4] Kernighan, B., "A Typesetter-independent TROFF".
[5] "Model C/A/T Phototypesetter", Graphic Systems, Inc. Hudson, N.H.
[6] Sun Microsystems, "Pixrect Reference Manual", Sun Microsystems, Mountain View, CA, 1988.

Sicherheitsaspekte

Sicherheitsaspekte werden in diesem Memo nicht erörtert.

Adresse des Autors
   Leo J. McLaughlin III
   The Wollongong Group
   1129 San Antonio Road
   Palo Alto, CA 94303
Tel.: 415-962-7100
   EMail: ljm@twg.com
Zusätzliche Suchbegriffe: windows2000 win2000 winnt drucken tcp/ip rfc

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 124734 - Geändert am: Dienstag, 19. August 2003 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.5
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.51
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
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  • Microsoft Windows NT Server 3.51
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  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
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