Fehlerbehebung für MS-DOS-Kompatibilitätsmodus auf Festplatten

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Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D35090
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
130179 Troubleshooting MS-DOS Compatibility Mode on Hard Disks
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Problembeschreibung

Die Registerkarte LEISTUNGSMERKMALE unter SYSTEMEIGENSCHAFTEN zeigt, daß eine oder mehrere Festplatten Ihres Computers den MS-DOS-Kompatibilitätsmodus verwenden. Der MS-DOS-Kompatibilitätsmodus kann entweder für das Dateisystem oder für den virtuellen Speicher genutzt werden. Sie erhalten möglicherweise die folgende Meldung:
"Paging im Kompatibilitätsmodus reduziert die Gesamtleistung des Systems"

Ursache

Der MS-DOS-Kompatibilitätsmodus kann aus einem der folgenden Gründe im Einsatz sein:
  • Ein "unsicherer" Gerätetreiber, ein speicherresidentes Programm, oder ein Virus haben sich in die INT21h- oder INT13h-Kette eingeklinkt, bevor Windows 95 geladen wurde.
  • Der Festplattencontroller in Ihrem Computer konnte von Windows 95 nicht gefunden werden.
  • Der Festplattencontroller wurde im Gerätemanager aus der gegenwärtigen Konfiguration entfernt.
  • Es liegt ein Ressourcenkonflikt zwischen Festplattencontroller und einer anderen Hardwarekomponente vor.
  • Der Treiber für den abgesicherten Modus von Windows 95 fehlt oder ist beschädigt.
  • Die 32-Bit-Festplattentreiber für den abgesicherten Modus von Windows 95 haben eine nicht unterstützte Konfiguration oder eine inkompatible Hardwarekomponente entdeckt.

Lösung

Um das Problem zu beheben, führen Sie folgende Schritte durch:
  • Stellen Sie mit Hilfe der Registerkarte LEISTUNGSMERKMALE unter SYSTEMEIGENSCHAFTEN fest, welches Laufwerk mit dem MS-DOS-Kompatibilitätsmodus arbeitet und warum es dies tut.
Hinweis: Arbeiten Disketten- und CD-ROM-Laufwerke im MS-DOS-Kompatibilitätsmodus, führt dies dazu, daß in der Registerkarte für das Dateisystem die Meldung erscheint "Einige Laufwerke benutzen MS-DOS-Kompatibilität"; dieser Artikel bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Fehlerbehebung für Festplatten, die im MS-DOS-Kompatibilitätsmodus arbeiten.

Lautet der Name des Treibers, der laut Liste den MS-DOS-Kompatibilitätsmodus verursacht, MBRINT13.SYS, ist Ihr Computer möglicherweise mit einem Boot-Sektor-Virus infiziert oder Sie arbeiten mit Realmodus-Geometrieübersetzungssoftware (für eine IDE-Festplatte mit mehr als 1024 Zylindern), die nicht mit den Windows 95-Festplattentreibern für den abgesicherten Modus kompatibel ist.

Für Information zu Realmodus-Geometrieübersetzungssoftware, die mit Windows 95-Festplattentreibern für den abgesicherten Modus kompatibel ist, siehe den folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base:
   ARTIKEL-ID: Q126855
   TITEL     : Windows 95 Support for Large IDE Hard Disks 
               (Windows 95-Unterstützung für große IDE-Festplatten)
Disk Manager 6.03 wird im abgesicherten Modus für Festplatten auf dem Primär IDE-Kanal unterstützt, wenn die DriveSpace-Festplattenkomprimierung nicht installiert ist. Für Laufwerke auf dem sekundären IDE-Kanal wird Disk Manager 7.0 oder eine spätere Version benötigt. Bei Benutzung der in Microsoft Windows 95 und Microsoft Plus! enthaltenen DriveSpace-Komprimierungssoftware muß Disk Manager 7.04 oder eine spätere Version eingesetzt werden. Für weitere Informationen siehe den folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base:
   ARTIKEL-ID: Q126855
   TITEL     : Windows 95 Support for Large IDE Hard Disks 
               (Windows 95-Unterstützung für große IDE-Festplatten)
Für Informationen zum Entdecken und Entfernen von Boot-Sektor-Viren siehe die folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base:
   ARTIKEL-ID: Q82923
   TITEL     : Methods to Detect a Boot-Sector Virus 
               (Methoden zum Entdecken eines Boot-Sektor-Virus)
ARTIKEL-ID: Q129972
   TITEL     : Description of Computer Viruses 
               (Beschreibung von Computerviren)
ARTIKEL-ID: Q49500
   TITEL     : List of Anti-Virus Software Vendors 
               (Liste der Anbieter von Antiviren-Software)
Wird ein in der Datei CONFIG.SYS aufgelisteter Treiber genannt, wenden Sie sich an den Hersteller des Treibers, um zu ermitteln, ob es eine Version dieses Treibers gibt, die den Zugriff auf Windows 95 im abgesicherten Modus ermöglicht.
  • Ist in der Registerkarte LEISTUNGSMERKMALE kein Treiber aufgelistet, weiter mit dem nächsten Schritt.
  • Stellen Sie sicher, daß der Festplattencontroller im Gerätemanager aufgelistet ist. Ist dies nicht der Fall, installieren Sie ihn mit dem Assistenten HARDWARE. Kann der Assistent den Controller nicht finden, führen Sie den Assistenten erneut aus, lassen Sie den Assistenten jedoch nicht in Ihrem Computer nach der Hardware suchen. Wählen Sie stattdessen den Controller aus der Hardwareliste aus. Ist der Controller dort nicht aufgeführt, wenden Sie sich bitte an den Hersteller des Festplattencontrollers, um zu ermitteln, ob ein Festplattentreiber für den abgesicherten Modus von Windows 95 oder ein Windows 3.1-32-Bit-Festplattenzugriffstreiber (FastDisk) erhältlich ist.
    HINWEIS: Ist der Festplattencontroller im Gerätemanager zwar aufgelistet, aber mit einem X markiert, wurde er aus dem gegenwärtig gültigen Hardwareprofil entfernt. Klicken Sie im Gerätemanager EIGENSCHAFTEN für den Controller an und klicken Sie dann unter Gerätenutzung das Ankreuzfeld für das gegenwärtige Hardwareprofil an.
  • Ist der Festplattencontroller im Gerätemanager zwar aufgelistet, aber mit einem gelben Ausrufungszeichen versehen, liegt ein IRQ-, E/A-, DMA- oder RAM-Adressenkonflikt mit einem anderen Gerät vor, ist der Treiber für den abgesicherten Modus nicht vorhanden oder beschädigt, oder ist das Ankreuzfeld 32-BIT-DATENTRÄGERTREIBER FÜR DEN PROTECTED-MODUS DEAKTIVIEREN im Dateisystem unter EIGENSCHAFTEN ausgewählt.
    Sicherstellen, daß das Ankreuzfeld 32-BIT-DATENTRÄGERTREIBER FÜR DEN PROTECTED-MODUS DEAKTIVIEREN in der Registerkarte FEHLERBEHEBUNG unter EIGENSCHAFTEN des Dateisystems nicht ausgewählt ist. Um auf diese Registerkarte zuzugreifen, klicken Sie SYSTEM in der Systemsteuerung doppelt an und klicken dann auf die Registerkarte LEISTUNGSMERKMALE und danach auf DATEISYSTEM.
    Beheben Sie etwaige Ressourcenkonflikte (IRQ-, E/A-, DMA- oder RAM-Adressen) mit anderen Geräten. Informationen zur Ressourcennutzung und zur Änderung der Ressourcennutzung entnehmen Sie der Dokumentation zu Ihrem Controller.
    Überprüfen Sie, ob sich der Treiber für den abgesicherten Modus im Verzeichnis Windows\SYSTEM\IOSUBSYS befindet und ordnungsgemäß geladen wird. Um festzustellen, welcher Treiber den 32-Bit-Festplattenzugriff ermöglicht, klicken Sie im Gerätemanager auf EIGENSCHAFTEN für den Controller und klicken Sie dann die Registerkarte TREIBER an, um zu sehen, welche Treiberdateien mit dem Controller verknüpft sind.
Hinweis: Falls Sie einen IDE-, EIDE- oder ESDI-Festplattencontroller verwenden, ist die Registerkarte TREIBER möglicherweise nicht vorhanden, wenn Sie im Gerätemanager EIGENSCHAFTEN für den Controller anklicken. Falls Sie nicht einen von Drittanbietern gelieferten Treiber verwenden, ist Esdi_506.pdr der Treiber für den abgesicherten Modus, der benutzt wird, um den 32-Bit-Festplattenzugriff für diese Controller zu ermöglichen.

Starten Sie Windows 95 neu und drücken Sie F8 wenn Sie die Meldung "Windows 95 wird gestartet" sehen und wählen Sie dann im Windows 95-Startmenü PROTOKOLLIERT (/BOOTLOG.TXT). Überprüfen Sie die gerade erstellte Datei Bootlog.txt, um zu prüfen, ob der vorstehend genannte Treiber ordnungsgemäß geladen wird.

Zeigt die Datei Bootlog.txt die Meldung "Init Failure" oder "Load Failure" für den vorstehend genannten Treiber, setzen Sie mit Schritt x fort. Zeigt die Datei Bootlog.txt die Meldung "INITCOMPLETESUCCESS" für den vorstehend genannten Treiber, überprüfen Sie die Datei Ios.log.
Windows 95 erstellt die Datei Ios.log im Windows-Verzeichnis, wenn irgendwelche Laufwerke im MS-DOS-Kompatibilitätsmodus arbeiten. Die ersten Zeilen der Datei Ios.log können Informationen dazu enthalten, warum der Festplattentreiber für den abgesicherten Modus nicht geladen werden konnte. Haben Sie diese Informationen bitte zur Hand, wenn Sie sich wegen dieses Problems an den Microsoft-Produktunterstützungsservice wenden.

x. Stellen Sie sicher, daß der Treiber für den abgesicherten Modus nicht beschädigt ist.

Für alle ESDI- und IDE-Laufwerke verwendet Windows 95 ESDI_506.PDR im Verzeichnis IOSUBSYS zur Ermöglichung des 32-Bit-Festplattenzugriffs. Für SCSI-Controller verwendet Windows 95 Scsiport.pdr und einen "Mini-port-" (.MPD)-Treiber, um den 32-Bit-Festplattenzugriff zu ermöglichen.

Extrahieren Sie manuell die entsprechenden .PDR- oder .MPD-Dateien aus den Windows 95-Disketten oder der CD-ROM, oder führen Sie SETUP aus und wählen Sie die Option BESTÄTIGEN.
  • Überprüfen Sie, ob der Mh32bit.386-Treiber in die Datei System.ini geladen wird. Suchen Sie nach einer Zeile, die wie folgt lautet: "device=mh32bit.386." Dieser Treiber wird durch MicroHouse EZ-Treibersoftware installiert und ist nicht mit Windows 95-Festplattentreibern für den abgesicherten Modus kompatibel. Dieser Treiber wird durch Windows 95-Setup nicht entfernt.
  • Für Informationen zur Windows 95-Kompatibilität wenden Sie sich bitte an den Hersteller des Festplattencontrollers. Durch die Anwendung eines der folgenden Verfahren können Sie möglicherweise den 32-Bit-Festplattenzugriff im abgesicherten Modus von Windows 95 erreichen:
  • Deaktivieren Sie erweiterte Funktionen (wie z.B. Caching oder Turbomodus, reduzierte Datenübertragungsraten usw.) auf dem Controller (SCSI, IDE oder ESDI) oder im System-BIOS (nur IDE).
  • besorgen Sie sich einen Windows 95-Festplattentreiber für den abgesicherten Modus oder einen Windows 3.1-FastDisk-Treiber für den Controller.

Weitere Informationen

Ein Real-Modus-Treiber ist "sicher", wenn seine Funktionalität nicht die Funktionalität des entsprechenden Windows 95-Treibers für den abgesicherten Modus übersteigt. Für den Fall, daß ein Real-Modus-Treiber sicher ist, kann der Treiber für den abgesicherten Modus alle Eingabe-/Ausgabeoperationen für das betreffende Gerät übernehmen. Andernfalls leitet Windows 95 alle Eingabe-/Ausgabeoperationen über den Real-Modus-Treiber.

Ein Beispiel für einen unsicheren Treiber ist ein Real-Modus-IDE/ESDI-Treiber, bei dem aus Sicherheitsgründen die dynamische Verschlüsselung eingesetzt wird. Da Windows 95 keine Verschlüsselung unterstützt, verhindert Windows 95, daß der IDE/ESDI-Treiber für den abgesicherten Modus die Aufgaben des Real-Modus-Treibers übernimmt. Alle Real-Modus-Treiber mit einer der nachstehend aufgeführten Funktionen sind als unsicher einzustufen:
  • Nicht mit DoubleSpace kompatible Datenkomprimierung
  • Datenverschlüsselung
  • Festplattenspiegelung
  • Auflistung fehlerhafter Sektoren
  • Fehlertoleranz (zum Beispiel Pflege von ECC-Korrekturen auf einer separaten Platte)
  • Herstellerspezifische IOCTLs
  • Von Microsoft benannte IOCTLs mit vom Hersteller erweiterten Funktionen
Die Liste der sicheren Treiber (die Datei Ios.ini) ist eine von Windows 95 verwaltete Liste mit sicheren Treibern. Jeder Eintrag in der Liste identifiziert einen Treiber oder speicherresidentes Programm (TSR), den/das Windows 95 mit dem entsprechenden Treiber für den abgesicherten Modus übernehmen kann. Die Liste der sicheren Treiber beinhaltet auch die Namen dieser Treiber oder TSRs. Dieser Name sollte dem Namen in den Dateien Config.sys oder Autoexec.bat entsprechen.

Windows 95 speichert die Versionsnummer solcher Treiber oder TSRs nicht in der Liste, so daß der Hersteller für die Änderung des Namens eines Treibers verantwortlich ist, falls eine spätere Version eines Treibers so erweitert wird, daß er dadurch unsicher wird.

Standardmäßig gelten die folgenden Treiber als sicher:
  • MS-DOS 5.0-kompatible Real-Modus-Blockgerätetreiber
  • INT 13-Monitore (schaltet INT 13 für Überwachung der INT 13-Eingabe/-Ausgabe, aber greift nicht direkt auf die Hardware zu oder ändert den E/A-Puffer)
  • INT 13-Hooker (schaltet INT 13 zwecks Änderung von INT 13-EI/A, aber greift nicht direkt auf die Hardware zu)
  • INT 13-Treiber (bietet INT 13-Funktionalität und greift direkt auf die Hardware zu)
  • ASPI-Manager (implementiert ASPI für MS-DOS-Spezifikation)
  • CAM-Manager (implementiert MS-DOS CAM-Spezifikation)
Hinweis: Falls der von Ihnen verwendete Real-Modus-Treiber leistungsfähiger ist als der Windows 95-Treiber für den abgesicherten Modus oder Funktionen bietet, über die dieser nicht verfügt, muß der Hersteller des Treibers diesen von der Liste der sicheren Treiber streichen. Das System verwendet den Real-Modus, um auf den Treiber zuzugreifen. Kann der von Ihnen verwendete Real-Modus-Treiber sicher von Treibern für den abgesicherten Modus übernommen werden, kann der Hersteller des Treibers diesen auf die Liste der sicheren Treiber setzen lassen.

Disk Manager wird von der Firma OnTrack Computer Systems hergestellt, die nicht zu Microsoft gehört. Für die Leistung oder Zuverlässigkeit dieses Produktes übernimmt Microsoft keine implizite oder sonstige Gewährleistungspflicht.

EZ-Drive wird von der von Microsoft unabhängigen Firma Micro House hergestellt. Für die Leistung oder Zuverlässigkeit dieses Produktes übernimmt Microsoft keine implizite oder sonstige Gewährleistungspflicht.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, daß nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachige(n) Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Microsoft, MS und MS-DOS sind eingetragene Warenzeichen.
Windows und Windows NT sind Warenzeichen der Microsoft Corporation.

Eigenschaften

Artikel-ID: 130179 - Geändert am: Montag, 27. Dezember 2004 - Version: 1.4
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 95
  • Microsoft Windows 98 Standard Edition
  • Microsoft Windows 98 Second Edition
  • Microsoft Windows Millennium Edition
Keywords: 
kbhowto kbtshoot kbenv KB130179
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