Parameter für Unattend.txt zur unbeaufsichtigten Install.: Teil 1

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155197 Unattended Setup Parameters for Unattend.txt File
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Zusammenfassung

Teil I
Fortsetzung in Artikel D34835

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Workstation, Version 4.0
  • Microsoft Windows NT Server, Version 4.0

Zusammenfassung

Die unbeaufsichtigte Installation ist die Methode, mit der OEMs (Original Equipment Manufacturers), Firmen und andere Benutzer Windows NT im unbeaufsichtigten Modus starten. Um Windows NT Setup im unbeaufsichtigten Modus zu starten, müssen Sie den folgenden Befehl angeben:
   winnt[32] /u:<Antwortdatei> /s:<Installationsquelle>
wobei <Antwortdatei> eine Datei mit Informationen ist, die den Installationsprozeß automatisieren, und <Installationsquelle> der Standort der Installationsdateien von Windows NT. In diesem Artikel wird die <Antwortdatei> als Unattend.txt -Datei bezeichnet.

Weitere Informationen

Das Dateiformat "Unattend.txt"

Im allgemeinen besteht eine Antwortdatei aus Abschnittüberschriften,Parametern und Werten für diese Parameter. Die meisten Abschnittüberschriften sind vordefiniert (einige können jedoch benutzerdefiniert sein). Es ist nicht notwendig, alle möglichen Parameter und Schlüssel in der Datei Unattend.txt anzugeben, wenn diese für die Installation nicht benötigt werden. Das Dateiformat lautet wie folgt:
   [section1]
   ;
   ; Section enthält Schlüssel und die entsprechenden 
   ; Werte für diese Schlüssel/Parameter.
   ; Schlüssel und Werte werden durch "="-Zeichen getrennt
   ; Werte müssen gewöhnlich in doppelte Anführungszeichen gesetzt werden
   ;
   Schlüssel = Wert
   .
   .
[section2]
   Schlüssel = Wert
   .
   .
Beschreibung der Parameter für die Datei "Unattend.txt"

[Unattended]

Diese Abschnittüberschrift gibt an, ob eine unbeaufsichtigte Installation durchgeführt wird oder nicht. Fehlt diese Überschrift, wird die Datei Unattend.txt ignoriert. Die in diesem Abschnitt möglichen Parameter werden unten beschrieben.

OemPreinstall
Wert: Ja | Nein
Gibt an, ob eine OEM-Vorinstallation durchgeführt wird oder nicht. Ist der Wert "Ja", werden andere Unterverzeichnisse, falls vorhanden, kopiert. Ist der Wert "Nein", wird eine reguläre unbeaufsichtigte Installation durchgeführt, bei der nur die Unterverzeichnisse Inetsrv, System32 und Drvlib.nic kopiert werden. Wenn Sie "sysdiff" verwenden und "sysdiff /inf" durchführen, muß dieser Wert auf "Ja" gesetzt werden.

NoWaitAfterTextMode
Wert: 0 | 1
Dieser Schlüssel gibt an, ob der Textmodusteil von Setup automatisch in den GUI-Modus booten soll oder nicht. Er ist nur gültig, wenn OemPreinstall = Ja. Standardmäßig wird während einer Vorinstallation nach dem Textmodus unterbrochen. 0 zeigt an, daß Setup nach dem Textmodus unterbrechen soll, und 1 bedeutet, daß Setup automatisch einen Neustart in den GUI-Modus durchführen soll, wenn der Textmodus vollständig ist.

NoWaitAfterGuiMode
Wert: 0 | 1
Dieser Schlüssel gibt an, ob der GUI-Modus-Teil von Setup automatisch in den Anmeldebildschirm booten soll oder nicht. Er ist nur gültig, wenn OemPreinstall = Ja. Standardmäßig wird am Ende des GUI-Modus-Setups unterbrochen. 0 zeigt an, daß Setup nach dem GUI-Modus unterbrechen soll, und 1 bedeutet, daß Setup automatisch einen Neustart durchführen soll, sobald der GUI-Modus beendet ist.

FileSystem
Wert: NTFSkonvertieren | LeaveAlone
Dieser Schlüssel gibt an, ob die primäre Partition in NTFS konvertiert werden soll oder nicht. Im allgemeinen sollten Partitionen mit mehr als 512 MB in NTFS konvertiert werden. Wird der Wert auf "NTFSkonvertieren" gesetzt, so wird die Konvertierung nach dem ersten Neustart der unbeaufsichtigten Installation durchgeführt.

ExtendOemPartition
Wert: 0 | 1
Der Schlüssel ExtendOemPartition wird verwendet, um Windows NT auf eine Festplatte zu installieren, die größer ist als 2 GB. Dieser Schlüssel sorgt dafür, daß das Textmodus-Setup die Partition, auf der die temporären Windows NT-Quellen sich befinden, auf den verfügbaren, nicht partitionierten Platz erweitert, der diesem auf der Festplatte physisch folgt. Bei der temporären Installationsquelle muß es sich um eine primäre Partition handeln, die auf 1.024 Zylinder beschränkt ist. Wird über den 1.024. Zylinder hinaus geschrieben, schlägt die Installation fehl. 0 bedeutet, daß die Partition nicht erweitert wird, und 1 gibt an, daß sie erweitert werden soll. Ist der Wert gleich 1, muß der FileSystem-Schlüssel auf "NTFSkonvertieren" gesetzt werden.

Wenn Sie beispielsweise eine Festplatte mit 4 GB haben, verwenden die meisten DOS-basierten Partitions-Tools eine Übersetzung von 1.024 Zylindern, die etwa 2 GB nutzt. Dies entspricht einer Beschränkung von 1.024 Zylindern. Wenn Sie diesen Wert auf "1" setzen, wird das Laufwerk bis zum Maximum von 4 GB oder dem verbleibenden Festplattenplatz erweitert.

ConfirmHardware
Wert: Ja | Nein
Dieser Schlüssel gibt an, ob ein Benutzer Hardware und Massenspeicher, die vom Setup-Programm entdeckt wurden, manuell bestätigen soll. "Ja" gibt an, daß ein Benutzer die erkannte Hardware manuell bestätigen soll, und "Nein" bedeutet, daß Setup die erkannten Geräte installieren soll. Für eine vollständig unbeaufsichtigte Installation sollte dieser Schlüssel auf "Nein" gesetzt werden.

NtUpgrade
Werte: Ja | Nein | Manuell | Einfach
Dieser Schlüssel gibt an, ob eine vorherige Version von Windows NT Workstation oder Server aktualisiert werden soll oder nicht. Er sollte eingestellt werden, um eine Aktualisierung durchzuführen. "Ja" gibt an, daß die erkannte Windows NT-Installation aktualisiert werden soll. Falls mehrere Installationen erkannt werden, wird die zuerst gefundene Installation aktualisiert. "Nein" bedeutet, daß die Aktualisierung abgebrochen werden soll, falls eine Windows NT-Installation entdeckt wird. Dies ist der entsprechende Wert, wenn OEMPreinstall = Ja. "Manuell" heißt, daß der Benutzer angeben muß, welche der vorherigen Installationen aktualisiert werden soll. "Einfach" bedeutet, daß die Aktualisierung nur dann fortgesetzt werden soll, wenn eine einzelne Windows NT-Installation erkannt wird. Wenn mehrere Installationen gefunden werden, muß der Benutzer manuell auswählen, welche Installation aktualisiert werden soll.

Win31Upgrade
Werte: Ja | Nein
Der Schlüssel Win31Upgrade gibt an, ob vorherige Installationen von Windows für Workgroups 3.x auf Windows NT aktualisiert werden sollen. "Ja" bedeutet, daß die Windows-Installation aktualisiert werden soll, "Nein" bedeutet, daß eine gegebenenfalls entdeckte Installation nicht aktualisiert werden soll.

OverwriteOemFilesOnUpgrade
Werte: Ja | Nein
Dieser Schlüssel legt fest, ob von OEMs bereitgestellte Dateien, die denselben Namen wie Windows NT-Systemdateien haben, während einer unbeaufsichtigten Installation überschrieben werden sollen. "Ja" bedeutet, daß die Dateien überschrieben werden sollen, "Nein" heißt, daß die Dateien nicht überschrieben werden sollen. Standardmäßig werden von OEMs bereitgestellte Dateien überschrieben.

TargetPath
Werte: * | <Pfadname> | Manuell
Dieser Schlüssel gibt das Installationsverzeichnis an, in dem Windows NT installiert werden soll und impliziert, daß Setup ein eindeutiges Verzeichnis für die Installation erstellen soll. Dabei handelt es sich normalerweise um WINNT.x, wobei x gleich 0,1 usw. ist. <Pfadname> ist das benutzerdefinierte Installationsverzeichnis. "Manuell" gibt an, daß Setup den Benutzer auffordern soll, einen Installationspfad einzugeben. Bitte beachten Sie, daß für diesen Wert keine Laufwerkbuchstaben verwendet werden. Wenn Sie beispielsweise NT in WINNT40 installieren möchten, sollte Ihre Datei Unattend.txt folgenden Wert haben:

TargetPath = \winnt40

ANMERKUNG: Verwenden Sie keine Laufwerkbuchstaben wie c:\winnt oder d:\winntws. Wenn Sie ein anderes Laufwerk als die Boot-Partition angeben möchten, müssen Sie die Befehlszeilenoption /t: mit Ihrem Setup-Befehl verwenden. Geben Sie beispielsweise "winnt32.exe /t:d:" an (ohne die Anführungszeichen), um Windows NT auf Laufwerk D zu installieren.

ComputerType
Werte: <HAL-Beschreibung> [, RETAIL | OEM]
Dieser Schlüssel gibt den HAL (Hardware Abstraction Layer)-Typ an, der vom Setup-Lader geladen und vom Textmodus-Setup installiert werden soll. Fehlt dieser Schlüssel, versucht Setup, den Typ des Computers zu erkennen und die entsprechende HAL-Verkaufsversion zu installieren. Er ist nur dann gültig, wenn OemPreinstall = Ja. Die Zeichenfolge <HAL-Beschreibung> gibt die zu installierende HAL an. Sie muß einer der Zeichenfolgen im Abschnitt [Computer] der Datei Txtsetup.sif (bei einer HAL-Verkaufsversion) oder der Datei Txtsetup.oem (bei einer OEM-HAL) entsprechen. "RETAIL" gibt an, daß die zu installierende HAL Teil eines Windows NT-Produkts ist. "OEM" bedeutet, daß die zu ladende HAL OEM-bereitgestellt ist. Ist die HAL OEM-bereitgestellt, muß der Treibername auch im Abschnitt [OemBootFiles] der Datei Unattend.txt aufgelistet sein. In der folgenden Liste finden Sie einige Beispiele für diese Werte:
   Beschreibungen aus dem Abschnitt COMPUTER der Datei TXTSETUP.SIF
   
ComputerType = "AST Manhattan SMP","RETAIL"
   ComputerType = "Compaq SystemPro Multiprocessor or 100%
   Compatible","RETAIL"
   ComputerType = "Corollary C-bus Architecture","RETAIL"
   ComputerType = "Corollary C-bus Micro Channel Architecture","RETAIL"
   ComputerType = "IBM PS/2 or other Micro Channel-based PC","RETAIL"
   ComputerType = "MPS Uniprocessor PC","RETAIL"
   ComputerType = "MPS Multiprocessor PC","RETAIL"
   ComputerType = "MPS Multiprocessor Micro Channel PC","RETAIL"
   ComputerType = "NCR System 3000 Model 3360/3450/3550","RETAIL"
   ComputerType = "Olivetti LSX5030/40","RETAIL"
   ComputerType = "Standard PC","RETAIL"
   ComputerType = "Standard PC with C-Step i486","RETAIL"
   ComputerType = "Wyse Series 7000i Model 740MP/760MP","RETAIL"
Wenn Sie eine eigene, spezielle HAL besitzen, sollte Ihre Befehlszeile wie folgt lauten:
   ComputerType = "Dies ist meine eigene HAL","OEM"
Bitte denken Sie daran, daß bei einer OEM-bereitgestellten HAL der Treibername auch im Abschnitt [OemBootFiles] aufgeführt sein muß.

KeyboardLayout
Wert: <Layout-Beschreibung>
Dieser Schlüssel gibt die Art des Tastatur-Layouts an, das installiert werden soll. Fehlt dieser Schlüssel, sucht Setup ein Tastatur-Layout und installiert es. <Layout-Beschreibung> muß einer der Zeichenfolgen (in "") auf der rechten Seite des Abschnitts ["Keyboard Layout"] der Datei Txtsetup.sif entsprechen.

Beispiel:

KeyBoardLayout = "US-International"

--------------------------------------------------------------------

[MassStorageDrivers]

Dieser Abschnitt enthält eine Liste mit SCSI-Treibern, die vom Setup-Lader geladen und während des Textmodus-Setups installiert werden sollen. Fehlt dieser Abschnitt oder ist er leer, versucht Setup, die SCSI-Geräte auf dem Computer zu erkennen und die entsprechenden Verkaufstreiber zu installieren.

<Massenspeichertreiber-Beschreibung>
Wert: RETAIL | OEM
Hierbei handelt es sich um eine Zeichenfolge, die den zu installierenden Treiber identifiziert. Sie muß einer der Zeichenfolgen auf der rechten Seite des Abschnitts [SCSI] in der Datei Txtsetup.sif (bei einer Verkaufsversion) oder in der Datei Txtsetup.oem (bei einem OEM-Teiber) entsprechen. Es können mehrere <Massenspeichertreiber-Beschreibung>en angegeben werden. "RETAIL" bedeutet, daß der Treiber Teil des Windows NT-Verkaufsprodukts ist. "OEM" bedeutet, daß der Treiber OEM-bereitgestellt ist. Ist der Wert gleich "OEM", muß der Treiber auch im Abschnitt [OemBootFiles] der Datei Unattend.txt aufgeführt sein. In der folgenden Liste finden Sie einige Beispiele für diese Werte:
   Beschreibungen aus dem Abschnitt SCSI der Datei TXTSETUP.SIF
"Adaptec AHA-151X/AHA-152X or AIC-6260/AIC-6360 SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
   "Adaptec AHA-154X/AHA-164X SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
   "Adaptec AHA-174X EISA SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
   "Adaptec AHA-274X/AHA-284X/AIC-777X SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
   "Adaptec AHA-294X/AHA-394X or AIC-78XX PCI SCSI Controller" = "RETAIL"
   "Adaptec AHA-2920 or Future Domain 16XX/PCI/SCSI2Go SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
   "AMD PCI SCSI Controller/Ethernet Adapter" = "RETAIL"
   "AMIscsi SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
   "BusLogic SCSI Host Adapter" = "RETAIL"
[DisplayDrivers]

Dieser Abschnitt enthält eine Liste mit Bildschirmtreibern, die vom Setup-Lader geladen und während des Textmodus-Setups installiert werden sollen. Er ist nur gültig, wenn OemPreinstall = Ja. Fehlt dieser Abschnitt oder ist er leer, versucht Setup, die Anzeigegeräte auf dem Computer zu erkennen und die entsprechenden Verkaufstreiber zu installieren. Beachten Sie, daß Ihnen dieselbe Funktionalität in den Einstellungen im weiter unten beschriebenen Abschnitt [Display] zur Verfügung steht.

<Bildschirmtreiber-Beschreibung>
Wert: RETAIL | OEM
Dies ist eine Zeichenfolge, die den zu installierenden Treiber identifiziert. Sie muß einer Zeichenfolge auf der rechten Seite des Abschnitts [Display] der Datei Txtsetup.sif (bei einer Verkaufsversion) oder der Datei Txtsetup.oem (bei einem OEM-bereitgestellten Treiber) entsprechen. Es können mehrere <Bildschirmtreiber-Beschreibung>en angegeben werden. "RETAIL" bedeutet, daß der Treiber Teil des Windows NT-Verkaufsprodukts ist. "OEM" bedeutet, daß der Treiber OEM-bereitgestellt ist.

[KeyboardDrivers]

Dieser Abschnitt enthält eine Liste der Tastaturtreiber, die vom Setup-Lader geladen und während des Textmodus-Setups installiert werden. Er ist nur gültig, wenn OemPreinstall = Ja. Fehlt dieser Abschnitt oder ist er leer, versucht Setup, die Tastaturgeräte auf dem Computer zu erkennen und installiert die entsprechenden Verkaufstreiber.

<Tastaturtreiber-Beschreibung>
Wert: RETAIL | OEM
Diese Zeichenfolge identifiziert den zu installierenden Treiber. Sie muß einer der in der rechten Hälfte des Abschnitts [Keyboard] definierten Zeichenfolgen der Datei Txtsetup.sif (bei einer Verkaufsversion) oder der Datei Txtsetup.oem (bei einem OEM-Treiber) entsprechen. Es können mehrere <Tastaturtreiber-Beschreibung>en angegeben werden. "RETAIL" bedeutet, daß der Treiber Teil des Windows NT-Verkaufsprodukts ist. "OEM" bedeutet, daß der Treiber OEM-bereitgestellt ist. Im folgenden finden Sie ein Beispiel:
   [KeyBoardDrivers]
   "XT, AT, or Enhanced Keyboard (83-104 keys)" = "RETAIL"
--------------------------------------------------------------------

[PointingDeviceDrivers]

Dieser Abschnitt enthält eine Liste der Treiber für Zeigegeräte, die vom Setup-Loader geladen und während des Textmodus-Setups installiert werden sollen. Er ist nur gültig, wenn OemPreinstall = Ja. Fehlt dieser Abschnitt oder ist er leer, versucht Setup, die Zeigegeräte auf dem Computer zu erkennen und die entsprechenden Verkaufstreiber zu installieren.

<Zeigegerätetreiber-Beschreibung>
Wert: RETAIL | OEM
Diese Zeichenfolge identifiziert den zu installierenden Treiber. Sie muß einer auf der rechten Seite des Abschnitts [Mouse] definierten Zeichenfolgen in der Datei Txtsetup.sif (bei einer Verkaufsversion) oder in der Datei Txtsetup.oem (bei einem OEM-Treiber) entsprechen. Es können mehrere <Zeigegerätetreiber-Beschreibung>en angegeben werden. "RETAIL" bedeutet, daß der Treiber Teil des Windows NT-Verkaufsprodukts ist. "OEM " bedeutet, daß der Treiber OEM-bereitgestellt ist. In der folgenden Liste finden Sie einige Beispiele für diese Werte:
   Beschreibungen aus dem Abschnitt MOUSE der Datei TXTSETUP.SIF
   
"Microsoft Mouse Port Mouse (includes BallPoint)" = "RETAIL"
   "Logitech Mouse Port Mouse" = "RETAIL"
   "Microsoft InPort Bus Mouse" = "RETAIL"
   "Microsoft Serial Mouse" = "RETAIL"
   "Microsoft BallPoint Serial Mouse" = "RETAIL"
   "Logitech Serial Mouse" = "RETAIL"
   "Microsoft (Green Buttons) or Logitech Bus Mouse" = "RETAIL"
   "No Mouse or Other Pointing Device" = "RETAIL"
   "Microsoft Mouse Port Mouse (includes BallPoint)" = "RETAIL"
[OEMBootFiles]

Dieser Abschnitt dient dazu, die OEM-bereitgestellten Boot-Dateien anzugeben. Er ist nur gültig, wenn OemPreinstall = Ja und wenn die hier aufgeführten Dateien im Verzeichnis $OEM$\Textmode des OEM-Installationsverzeichnis gespeichert wurden.

Txtsetup.oem
Diese Datei enthält Beschreibungen aller OEM-bereitgestellten Treiber, die in diesem Abschnitt aufgeführt sind. Sie enthält außerdem Anweisungen, wie die in diesem Abschnitt aufgeführten Treiber installiert werden. Sie muß vorhanden sein, wenn dieser Abschnitt aufgeführt ist.

<HAL-Dateiname>
<HAL-Dateiname> weist eine HAL-Beschreibung zu, die durch den Schlüssel ComputerType im Abschnitt [Unattended] der Datei Unattend.txt definiert ist.

<SCSI-Treiber-Dateiname>
<SCSI-Treiber-Dateiname> weist eine Massenspeichertreiber-Beschreibung zu, die im Abschnitt [MassStorageDriver] der Datei Unattend.txt file definiert ist. Es können mehrere <SCSI-Treiber-Dateiname>n im Abschnitt [OemBootFiles] aufgeführt sein.

[OEM_Ads]
Dieser Abschnitt teilt Setup mit, daß die Standard-Endbenutzerschnittstelle durch die unten stehenden Schlüssel modifiziert wird.

Banner
Werte: <Zeichenfolge>
Dieser Schlüssel gibt eine Zeichenfolge an, die in der oberen linken Ecke des Bildschirm angezeigt wird. Der Text muß die untergeordnete Zeichenfolge "Windows NT" enthalten, oder er wird ignoriert. Wenn Sie mehr als eine Zeile eingeben möchten, können Sie die verschiedenen Zeilen durch das Zeichen * trennen. Beispiel:
   Banner = "Mein eigenes Windows NT-Setup"
Logo
Werte: <Dateiname> [,<Ressourcen-ID>]
Dieser Schlüssel gibt eine Bitmap an, die in der oberen rechten Ecke des Bildschirms angezeigt wird. Wenn diese Zeile nur ein Feld hat, so wird vorausgesetzt, daß es sich um eine .bmp-Datei handelt, die sich im Verzeichnis $OEM$ des Installationsverzeichnisses befindet. Wenn jedoch zwei Felder angegeben sind, so ist das erste Feld der Name einer DLL und der zweite eine zehnstellige Zahl, die die Ressourcen-ID der Bitmap in der DLL darstellt. Die angegebene DLL sollte sich im Verzeichnis $OEM$ befinden. Beispiel:
   Logo = Myown.bmp
Background
Werte: <Dateiname> [,<Ressourcen-ID>]
Dieser Schlüssel gibt eine Bitmap an, die im Hintergrund angezeigt werden soll. Wenn diese Zeile nur ein Feld hat, so wird vorausgesetzt, daß es sich um eine .bmp-Datei handelt, die sich im Verzeichnis $OEM$ des Installationsverzeichnisses befindet. Wenn jedoch zwei Felder angegeben sind, so ist das erste Feld der Name einer DLL und der zweite eine zehnstellige Zahl, die die Ressourcen-ID der Bitmap in der DLL darstellt. Die angegebene DLL sollte sich im Verzeichnis $OEM$ befinden. Beispiel:
   Background = Mybackground.bmp
[GuiUnattended]

OemSkipWelcome
Wert: 0 | 1
Dieser Schlüssel gibt an, ob die Willkommensseite von Windows NT Setup übersprungen werden soll. Standardmäßig wird die Seite mit dem Setup-Assistenten angezeigt.

OEMBlankAdminPassword
Wert: 0 | 1
Dieser Schlüssel gibt an, ob der Benutzer die Seite mit dem Assistenten für das Administratorkennwort angezeigt bekommen soll. Standardmäßig wird die Kennwortseite angezeigt. Bei NT 4.0 können Sie das Setup des Administratorkennworts nicht automatisieren, es sei denn, Sie definieren es als leer (OEMBlankAdminPassword = 1). Sie können es einstellen, wenn Sie von NT während des GUI-Modus dazu aufgefordert werden oder nachdem die Installation beendet wurde.

TimeZone
Wert: <Zeichenfolge>
Der Schlüssel TimeZone legt die Zeitzone des Computers fest. Ist der Schlüssel leer, wird der Benutzer aufgefordert, eine Zeitzone anzugeben. Im folgenden finden Sie eine Liste der gültigen TimeZone-Zeichenfolgen:
   ; (GMT) Greenwich Mean Time; Dublin, Edinburgh, London
   ; (GMT+01:00) Lissabon, Warschau
   ; (GMT+01:00) Paris, Madrid
   ; (GMT+01:00) Berlin, Stockholm, Rom, Bern, Brüssel, Wien
   ; (GMT+02:00) Osteuropa
   ; (GMT+01:00) Prag
   ; (GMT+02:00) Athen, Helsinki, Istanbul
   ; (GMT-03:00) Rio de Janeiro
   ; (GMT-04:00) Atlantic Time (Kanada)
   ; (GMT-05:00) Eastern Time (USA & Kanada)
   ; (GMT-06:00) Central Time (USA & Kanada)
   ; (GMT-07:00) Mountain Time (USA & Kanada)
   ; (GMT-08:00) Pacific Time (USA & Kanada); Tijuana
   ; (GMT-09:00) Alaska
   ; (GMT-10:00) Hawaii
   ; (GMT-11:00) Midway-Inseln, Samoa
   ; (GMT+12:00) Wellington
   ; (GMT+10:00) Brisbane, Melbourne, Sydney
   ; (GMT+09:30) Adelaide
   ; (GMT+09:00) Tokio, Osaka, Sapporo, Seoul, Jakutsk
   ; (GMT+08:00) Hongkong, Perth, Singapur, Taipeh
   ; (GMT+07:00) Bangkok, Jakarta, Hanoi
   ; (GMT+05:30) Bombay, Kalkutta, Madras, Neu Delhi, Colombo
   ; (GMT+04:00) Abu Dhabi, Muskat, Tbilisi, Kazan, Wolgograd
   ; (GMT+03:30) Teheran
   ; (GMT+03:00) Bagdad, Kuwait, Nairobi, Riad
   ; (GMT+02:00) Israel
   ; (GMT-03:30) Neufundland
   ; (GMT-01:00) Azoren, Kapverdische Inseln
   ; (GMT-02:00) Mittelatlantik
   ; (GMT) Monrovia, Casablanca
   ; (GMT-03:00) Buenos Aires, Georgetown
   ; (GMT-04:00) Caracas, La Paz
   ; (GMT-05:00) Indiana (Ost)
   ; (GMT-05:00) Bogota, Lima
   ; (GMT-06:00) Saskatchewan
   ; (GMT-06:00) Mexiko Stadt, Tegucigalpa
   ; (GMT-07:00) Arizona
   ; (GMT-12:00) Enewetak, Kwajalein
   ; (GMT+12:00) Fidschi, Kamtschatka, Marshall-Inseln
   ; (GMT+11:00) Magadan, Salomon-Inseln, Neukaledonien
   ; (GMT+10:00) Hobart
   ; (GMT+10:00) Guam, Port Moresby, Wladiwostok
   ; (GMT+09:30) Darwin
   ; (GMT+08:00) Peking, Chongqing, Urumqi
   ; (GMT+06:00) Alma Ata, Dakar
   ; (GMT+05:00) Islamabad, Karatschi, Swerdlowsk, Taschkent
   ; (GMT+04:30) Kabul
   ; (GMT+02:00) Kairo
   ; (GMT+02:00) Harare, Prätoria
   ; (GMT+03:00) Moskau, St. Petersburg
AdvServerType
Wert: SERVERNT | LANMANNT | LANSECNT
Dieser Schlüssel ist nur dann gültig, wenn Sie Windows NT Server installieren. SERVERNT gibt an, daß der Computer ein eigenständiger Server ist. LANMANNT bedeutet, daß der Computer als primärer DomänenController verwendet wird. LANSECNT gibt an, daß der Computer als Sicherungs-Domänen-Controller dient.

DetachedProgram
Wert: <freibewegliche Programmzeichenfolge>
Der Schlüssel "DetachedProgram" dient zur Angabe des Pfades des benutzerdefinierten Programms, das gleichzeitig mit dem Setup-Programm ausgeführt werden soll. Falls das Programm Argumente benötigt, so muß der Schlüssel "Arguments" angegeben werden.

Arguments
Wert: <Argumentenzeichenfolge>
Der Schlüssel "Arguments" zeigt, daß das benutzerdefinierte Programm, das gleichzeitig mit dem Setup-Programm ausgeführt werden soll, mit Argumenten oder Parametern verbunden ist.

[UserData]

FullName
Wert: <Zeichenfolge>
Der Schlüssel "FullName" dient zur Angabe des vollen Benutzernamens. Fehlt der Schlüssel oder ist er leer, wird der Benutzer aufgefordert, einen Namen einzugeben. Dabei handelt es sich nicht um den Namen des Benutzers, der den Rechner oder das Benutzerkonto verwendet. Es sollte sich dabei um den Namen der Person oder Firma handeln, auf die die Software registriert ist.

OrgName
Wert: <Zeichenfolge>
Dieser Schlüssel dient der Angabe des Namens der Organisation. Fehlt der Schlüssel oder ist er leer, wird der Benutzer aufgefordert, den Namen einer Organisation einzugeben.

ComputerName
Wert: <Zeichenfolge>
Dieser Schlüssel wird zu Angabe des Computernamens verwendet. Fehlt dieser Schlüssel oder ist er leer, wird der Benutzer aufgefordert, einen Computernamen einzugeben.

ProductID
Wert: <Zeichenfolge>
Die Produktnummer gibt die Microsoft-Produktnummer (ProductID) an. Diese Nummer befindet sich auf der CD-Hülle.
[LicenseFilePrintData]

Dieser Abschnitt ist nur dann gültig, wenn Sie Windows NT Server installieren.

AutoMode
Werte: PROARBEITSPLATZ | PROSERVER
Dieser Schlüssel bestimmt, ob Windows NT Server pro Arbeitsplatz oder pro Server installiert wird. Ist AutoMode = PERSERVER, muß der Schlüssel AutoUsers ebenfalls angegeben werden. PERSEAT bedeutet, daß für jeden Computer, der auf den Server zugreift, eine Client-Zugriffslizenz erworben wurde. PERSERVER gibt an, daß die Client-Zugriffslizenzen für den Server erworben wurden, um eine bestimmte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen mit den Server zu ermöglichen. Fehlt der Schlüssel "AutoMode" oder ist er leer, wird der Benutzer aufgefordert, den Lizenzmodus auszuwählen.

AutoUsers
Wert: <Dezimalzahl>
Dieser Schlüssel ist nur gültig, wenn AutoMode = PerServer. <Dezimalzahl> gibt die Anzahl der Client-Zugriffslizenzen an, die für den installierten Server erworben wurden. Unten finden Sie ein Beispiel für diesen Abschnitt:
   [LicenseFilePrintData]
   AutoMode = PerServer oder PerSeat
   AutoUser = xxxx oder PerServer  (wobei XXXX die Anzahl der erworbenen Lizenzen ist)
[Display]

Dieser Abschnitt dient der Angabe von Anzeigeeinstellungen für das installierte Grafikgerät. Damit dies einwandfrei funktionieren kann, muß der Benutzer die für die Anzeige gültigen Einstellungen kennen. Sind die vorgegebenen Einstellungen nicht gültig, wird der Benutzer aufgefordert, diese auszuwählen.

ConfigureAtLogon
Wert: 0 | 1
Dieser Schlüssel gibt an, wann die Grafikgeräte konfiguriert werden: während der Installation oder nachdem die erste Anmeldung eines Benutzers erfolgt ist. 0 heißt, daß die Konfiguration während der Installation und 1 heißt, daß sie nach der ersten Benutzeranmeldung erfolgen soll. Bei einer vollständigen Automatisierung sollte dieser Schlüssel überhaupt nicht verwendet werden.

BitsPerPel
Wert: <Gültige Bits pro Pixel>
Dieser Schlüssel gibt die gültigen Bits pro Pixel für das installierte Grafikgerät an.

Xresolution
Wert: <Gültige x-Auflösung>
Dieser Schlüssel gibt eine gültige x-Auflösung für das installierte Grafikgerät an.

Yresolution
Wert: <gültige y-Auflösung >
Dieser Schlüssel gibt eine gültige y-Auflösung für das installierte Grafikgerät an.

Vrefresh
Wert: <Gültige Aktualisierungsrate >
Dieser Schlüssel gibt eine gültige Aktualisierungsrate für das installierte Grafikgerät an.

Flags
Wert: <Gültige Flags>
Dieser Schlüssel gibt gültige Flags für das installierte Grafikgerät an.

AutoConfirm
Wert: 0 | 1
Der Schlüssel "AutoConfirm" gibt an, ob das Grafikgerät unter Verwendung der vorgegebenen Anzeigeeinstellungen konfiguriert werden soll. 0 bedeutet, daß die vorgegebenen Einstellungen nicht verwendet und 1 bedeutet, daß die vorgegebenen Einstellungen verwendet werden sollen. Bei AutoConfirm = 1 müssen alle benötigten Parameter in der Datei Unattend.txt vorgegeben sein. Unten finden Sie ein Beispiel der Einstellungen im Abschnitt [Display]:
   [Display]
   BitsPerPel = 8
   XResolution = 1024
   YResolution = 768
   VRefresh = 70
   Flags = 0
   AutoConfirm = 1
Wenn die installierte Grafikkarte die angegebenen Einstellungen nicht verwenden kann oder diese ungültig sind, werden bei der Installation die Standardeinstellungen verwendet. Sie können Grafiktreiber von Drittanbietern verwenden, wenn Ihre Grafikkarte von NT nicht erkannt wird und es sich um eine OEM-Grafikkarte handelt. Informationen dazu finden Sie im folgenden Artikel der Knowledge Base:
166028 Installing 3rd-Party Video drivers with Txtsetup.oem Unattended

Ende Teil I
Fortsetzung in Artikel D34835

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, daß nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachige(n) Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 155197 - Geändert am: Dienstag, 9. November 2004 - Version: 1.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 3.51
Keywords: 
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