Artikel-ID: 155515 - Geändert am: Mittwoch, 30. Mai 2007 - Version: 4.1

Aktivieren und Interpretieren der Datei "Pop3.log"

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Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D37675
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
155515  (http://support.microsoft.com/kb/155515/EN-US/ ) How to Enable and Interpret the Pop3.log File
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Dieser Artikel erläutert die Einträge in der Datei "Pop3.log" und soll als Referenz dienen, wenn Sie alle anderen Schritte zur Problembehandlung ausprobiert haben. Die meisten POP3-Übertragungsfehler stehen im Zusammenhang mit Fehlern bei der Hardwarekonfiguration (Modem, serieller Anschluss, Initialisierungszeichenfolge), TCP/IP-Verbindungsproblemen oder Problemen mit dem Clientcomputer. Darüber hinaus liefert dieser Artikel die wichtigsten Hintergrundinformationen zu POP3.

Beachten Sie, dass die Informationen im vorliegenden Artikel auf Informationen aus Dokumenten namens 'Requests-for-Comments' (RFCs, Anforderungen von Kommentaren) basieren, die von Internet Engineering Task Force (IETF) kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Da es sich bei den RFCs um "lebende" Dokumente handelt, sind die in diesem Artikel wiedergegebenen Informationen nur so aktuell wie die zu seiner Erstellung verwendeten RFCs.

Wenn RFCs aktualisiert werden oder veralten, wird die ursprüngliche RFC-Nummer beibehalten. Jedes RFC, das aktualisiert wurde oder veraltet ist, wird so geändert, dass es die neuere RFC-Nummer enthält.

POP3 wird in RFC1939 definiert und kann im Internet unter "ds.internic.net" kostenlos bezogen werden. Diese Site akzeptiert HTTP-, anonyme FTP- und TELNET-Verbindungen.

Weitere Informationen

Der Rest dieses Artikels ist in zwei Abschnitte unterteilt: "POP3-Grundlagen" und "Interpretieren der Datei Pop3.log".

POP3-Grundlagen

Weitere Informationen dazu, wie Sie die Datei "Pop3.log" in Outlook Express aktivieren können, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
176548  (http://support.microsoft.com/kb/176548/DE/ ) OLEXP: Erstellen einer Pop3.log-Protokolldatei für Outlook Express
Dieser Abschnitt enthält eine allgemeine Einführung in Gestaltung, Verbindungen sowie Sitzungsbefehle und -syntax von POP3.

Die speziellen, in diesem Artikel verwendeten Konventionen werden weiter unten aufgeführt.

Die folgenden Abkürzungen werden in diesem Artikel häufig verwendet:
SP : SPACE (Leerzeichen) <ASCII 20h (32d)>
CRLF : CARRIAGE RETURN+LINEFEED (Wagenrücklauf+Zeilenvorschub) <ASCII 0Dh+0Ah (13d+10d)>
  • Gestaltung von POP3
POP3 (Post Office Protocol, Version 3) ist ein textbasiertes Protokoll. Es verwendet den US ASCII-Zeichensatz, eine Teilmenge des ASCII-Zeichensatzes, einschließlich der Bytewerte 00h-7Fh (0d-127d). Seine einzige Anforderung an einen Transportmechanismus auf der Netzwerkebene ist die geordnete, zuverlässige Paketübermittlung.

POP3 wurde entwickelt, um den Bedarf an einem E-Mail-Übermittlungssystem für dynamischen Zugriff zu erfüllen. In den Anfangszeiten von ARPA war das endgültige Ziel einer E-Mail-Nachricht normalerweise ein großes Hostsystem, das ständig mit dem Netzwerk verbunden war. Es bestand keine Notwendigkeit, E-Mails für späteren Abruf zu speichern, da die Nachricht beim Empfang an das Terminal des Benutzers übermittelt wurde. Mit der starken Ausbreitung des billigen DFÜ-Zugriffs auf das Internet wurde jedoch ein Speichermechanismus für E-Mails erforderlich, da Benutzer nicht immer mit ihren Dienstanbietern verbunden sind.

Das POP3-Protokoll wird nur als Übermittlungsmechanismus zwischen einem Mailclient und einem Mailhost (Postoffice) verwendet. Die Nachrichten, die sich im Maildrop des Clients befinden, werden dorthin durch das SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)-Protokoll übermittelt. Weitere Informationen zu SMTP und seiner Verwendung bei Microsoft-Produkten finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
155455  (http://support.microsoft.com/kb/155455/DE/ ) Aktivieren und Interpretieren der Datei Smtp.log
POP3-Übertragungen umfassen ein Client/Server-Modell, bei dem die Teilnehmer untereinander Nachrichten über den Sitzungszustand senden, empfangen und interpretieren können. Normalerweise wird die Verbindung zum Host vom Client gestartet und beendet.

Ein sehr wichtiger Unterschied zwischen SMTP und POP3 besteht darin, dass SMTP, das im Grunde ein Mailübertragungsprotokoll ist, keine Benutzerauthentifizierung anfordert, bevor es den Zugriff auf SMTP-Funktionen zulässt. Da es sich bei POP3 um ein 'Postofficeprotokoll' handelt und POP3-Server über mehrere Maildrops verfügen, wendet es mehrere Methoden der Clientauthentifizierung an.

Hinweis: Dieser Artikel behandelt nur die Verwendung der Schlüsselwörter USER und PASS für die POP3-Authentifizierung. Weitere Informationen zu Techniken der POP3-Authentifizierung finden Sie in der POP3-Spezifikation [1] oder in RFC 1734.

Ein zweiter wichtiger Unterschied zwischen SMTP- und POP3-Servern besteht darin, dass ein POP3-Server einen endlichen Automaten, ähnlich der Automatisierung anhand eines endlichen Automaten in PPP, verwendet, der während einer Verbindung mehrere Zustände durchläuft. Die Zustandswechsel werden durch vom Client ausgelöste Ereignisse gesteuert.

  • POP3-Verbindungen
Ein POP3-Server, der normalerweise als Dämonprozess auf einem Computer implementiert ist, der unter einem UNIX-basierten Betriebssystem läuft, überprüft an TCP-Anschluss 110, ob Nachrichtenverkehr vorliegt. Obwohl dies die Standard-Anschlussbelegung ist, enthalten viele Clientsoftwarepakete eine vom Benutzer konfigurierbare Option, über die die Anschlussnummer so geändert werden kann, dass sie Nichtstandard-Serverimplementierungen ausgleicht.

Hinweis: Gehen Sie folgendermaßen vor, um diesen Wert in Microsoft Internet Mail and News (IMN) zu ändern:

  1. Klicken Sie im Menü "Mail" auf "Optionen".
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte "Server" auf "Erweiterte Einstellungen".
  3. Geben Sie den entsprechenden Wert im Feld "Server für Posteingang (POP3)" ein.
  4. Klicken Sie auf "OK".
Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Servernamen und/oder den Benutzernamen sowie Kennwortinformationen zu ändern:

  1. Klicken Sie im Menü "Mail" auf "Optionen".
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte "Server".
  3. Geben Sie die entsprechenden Werte in die vorgesehenen Felder ein.
  4. Klicken Sie auf "OK".
  • Befehle und Syntax für eine POP3-Sitzung
Zu Diskussionszwecken werden die Peers in einer POP3-Sitzung in Client und Host eingeteilt. Der Client wird als Mailclientsoftware angenommen. Der Host ist immer ein POP3-Server.

  • POP3-Clientbefehle
Befehle bestehen aus einem Schlüsselwort, bei dem nicht nach Groß-/Kleinschreibung unterschieden wird, und allen Argumenten, die zur Vervollständigung des jeweiligen Befehls benötigt werden. Befehle haben folgendes Format:
<Schlüsselwort> SP <Argumente> CRLF
Das Feld <Argumente> kann mehrere Parameter enthalten, deren maximale Länge jeweils 40 Zeichen beträgt. Nicht alle Befehlsschlüsselwörter haben Argumente, und nicht bei allen Befehlsschlüsselwörtern, die Argumente verwenden, sind diese unbedingt erforderlich.

  • POP3-Hostrückmeldungen
Rückmeldungen bestehen aus einer Zustandsanzeige und einer implementierungsspezifischen Folge aus Schlüsselwort/zusätzlicher Informationszeichenfolge. Rückmeldungen haben folgendes Format:
<Zustandsanzeige> SP (<Schlüsselwort> / <zusätzliche Informationen>) CRLF
Im Hinblick auf Rückmeldungen muss folgende Semantik eingehalten werden:

  • Der Host muss eine Rückmeldung zu jedem Befehl senden. Hierzu gehören nicht implementierte, unbekannte und syntaktisch falsche Befehle.
  • Rückmeldungen können ein- oder mehrzeilig sein. Einzeilige Rückmeldungen können maximal 512 Byte (Oktette) umfassen, inklusive des abschließenden CRLF.
  • Mehrzeilige Rückmeldungen werden durch eine spezielle Bytefolge abgeschlossen. Diese Folge ist fünf Byte lang und besteht aus dem Abschlussbyte '.' (29h, 41d), das von CRLF-Paaren "eingerahmt" wird. Dies wird als ein Punkt in einer eigenen Zeile identifiziert.
  • Das Feld <Zustandsanzeige> ist entweder positiv (+OK) oder negativ (-ERR) und wird immer in Großbuchstaben geschrieben.
  • Das Feld <Schlüsselwort> in einer Fehlerrückmeldung wird in der Regel ? unabhängig von seiner Sendeweise ? in Großbuchstaben zurückgegeben.
Im Rahmen dieses Artikels wird die Definition der Rückmeldung (positiv oder negativ) innerhalb eines bestimmten Zustandes und als Reaktion auf ein bestimmtes Befehlsschlüsselwort in Klammern wiedergegeben. Die wichtigen Teile von Rückmeldungen werden bei Bedarf kommentiert.

Dieser Artikel befasst sich mit den Befehlen, die bei der Untersuchung der von IMN erstellten Datei "Pop3.log" höchstwahrscheinlich zu finden sind, mit Ausnahme des Befehls TOP. Eine vollständige Auflistung und Erläuterung der POP3-Befehle finden Sie in RFC 1939.

Der Rest dieses Abschnitts ist entsprechend den Befehlen aufgebaut, die in einem bestimmten POP3-Zustand erwartungsgemäß verwendet werden sollten. Nicht alle Befehle können in allen Zuständen ausgegeben werden. Die Primärbefehle, die in einem bestimmten Zustand ausgegeben werden können, werden zuerst behandelt. Daran schließen sich alle zusätzlichen Befehle, die in mehreren Zuständen verwendet werden können.

Die Reihenfolge der unten erläuterten Befehle bedeutet nicht, dass es keine anderen möglichen Befehlsfolgen gibt. Die nachstehenden Befehle und Erläuterungen geben einen Überblick über eine einfache Verbindung.

  • Verbindung wurde hergestellt
Wenn ein Client E-Mail-Nachrichten abrufen soll, stellt er zunächst eine Verbindung zum TCP-Anschluss 110 des POP3-Hosts her.

Nachdem die Verbindung hergestellt worden ist, reagiert der POP3-Host mit einer einzeiligen Begrüßung in folgendem Format:
+OK (Server bereit) CRLF
Wenn bei der Problembehandlung einer POP3-Verbindung keine Begrüßung empfangen wird, ist der Server möglicherweise gestört oder heruntergefahren.

Weitere Informationen zur Problembehandlung bei POP3-Verbindungen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
154578  (http://support.microsoft.com/kb/154578/DE/ ) Beheben von Problemen, die eine Verbindung zu Mail-Servern herstellen
Nach Ausgabe der Begrüßung wechselt der endliche Automat von POP3 in den Zustand AUTHORIZATION.

  • Zustand AUTHORIZATION
Nachdem der Client die Begrüßung des Hosts empfangen hat, muss er sich identifizieren und authentifizieren. Dies geschieht mithilfe der Befehle USER und PASS. Der Befehl USER identifiziert einen Maildrop auf dem POP3-Host und wird vor dem Befehl PASS ausgegeben.

  • Befehl USER
    Syntax : USER SP <Benutzer-ID> CRLF

    Erwartete Rückmeldungen: +OK (Name ist ein gültiges Postfach)
                         -ERR (Postfachname ist unbekannt)
				
Hinweis: Als Schutz vor Zugriffsversuchen auf der Basis von Wiederholungen geben einige POP3-Implementierungen möglicherweise keine negative Rückmeldung aus, sondern fordern stattdessen ein Kennwort an. Ein Beispiel hierzu finden Sie weiter unten.

Wenn der Befehl USER eine positive Rückmeldung erzeugt, sendet der Client den Befehl PASS.

  • Befehl PASS
    Syntax: PASS SP <Kennwort> CRLF

    Erwartete Rückmeldungen: +OK (Postfach ist gesperrt und bereit)
                         -ERR (ungültiges Kennwort)
                         -ERR (Sperren von Maildrop nicht möglich)
				
Die Rückmeldung +OK enthält normalerweise eine Meldung, die die Anzahl der wartenden Nachrichten und die Gesamtgröße des Maildrops in Byte (Oktetten) anzeigt. Da aus dieser Rückmeldung keine wichtigen Informationen abgeleitet werden können (außer der Mitteilung, dass der Benutzer sich erfolgreich angemeldet hat), wird nur der Teil +OK benötigt.

Die zweite -ERR-Rückmeldung zeigt in der Regel an, dass der Benutzer bereits auf einer anderen Verbindung angemeldet ist. Möglicherweise ist auch der Maildrop des Benutzers beschädigt, und der Host kann ihn nicht analysieren, oder die Ressource mit dem Maildrop steht vorübergehend nicht zur Verfügung. Schließlich ist die Rückmeldung, die besagt, dass der Maildrop nicht gesperrt werden kann, bei einigen POP3-Serverimplementierungen (insbesondere auf UNIX-Hosts) typisch für andere Fehlerzustände auf dem Server. Die Fehlermeldung als solche stellt das Problem eventuell nicht richtig dar. Auf jeden Fall muss der Benutzer mit derjenigen Person Kontakt aufnehmen, die für die Verwaltung des POP3-Servers zuständig ist.

  • Befehl QUIT
QUIT ist ein Mehrfachzustandsbefehl mit folgender Auswirkung, wenn er im Zustand AUTHORIZATION ausgegeben wird.
   Syntax: QUIT <keine Argumente> CRLF
   Erwartete Rückmeldung: +OK (Host schließt Verbindung)
				
Wenn der Befehl QUIT im Zustand AUTHORIZATION ausgegeben wird, wechselt der POP3-Server nicht in den Zustand UPDATE (siehe die Beschreibung weiter unten), sondern schließt einfach die aktuelle Verbindung und die miteinander kommunizierenden Geräte.

Bei erfolgreicher Authentifizierung wechselt der endliche Automat von POP3 in den Zustand TRANSACTION.

  • Zustand TRANSACTION
Nachdem der Benutzer authentifiziert worden ist, kann er auf Nachrichten in seinem Maildrop zugreifen. POP3 bietet im Hinblick auf die Nachrichtenbearbeitung nur einfache Funktionen; Nachrichten werden meistens abgerufen und dann gelöscht. Sobald der POP3-Host in den Zustand TRANSACTION gewechselt ist, akzeptiert er viele verschiedene Befehle, die vom Client mehrmals ausgegeben werden können. In diesem Zustand findet der größte Teils des Dialogs zwischen Client und Host statt. Die im Zustand TRANSACTION gültigen Befehle werden im Folgenden beschrieben.

  • Befehl STAT
STAT wird vom Client ausgegeben, um die Anzahl der Nachrichten (n) im Maildrop sowie dessen Gesamtgröße (yyyy) zu ermitteln. Dies wird als 'Dropliste' bezeichnet.
   Syntax: STAT <keine Argumente> CRLF
   Erwartete Rückmeldung: +OK n yyyy
				
+OK ist - laut Definition in der aktuellen Spezifikation für POP3 [1] - die einzig mögliche Rückmeldung.

  • Befehl LIST
LIST gibt Informationen zurück, die die Größe einer einzelnen Nachricht oder aller Nachrichten in einem Maildrop betreffen. Dies wird als 'Scanliste' bezeichnet.
   Syntax: LIST SP <Nachrichtennummer> CRLF [Argument ist optional]
   Erwartete Rückmeldungen: +OK (Scanliste folgt)
                        -ERR (Nachricht nicht vorhanden)
				
Das Format der Rückmeldung +OK ist immer gleich, unabhängig davon, ob das Argument <Nachrichtennummer> angegeben wird oder nicht:
   +OK n yyyy
				
Hierbei steht 'n' für einen Dezimalwert, der eine einzelne Nachrichtennummer oder die Gesamtzahl der Nachrichten in einem Maildrop angibt; 'yyyy' steht für einen Dezimalwert, der die Größe einer einzelnen Nachricht oder des gesamten Maildrop in Byte (Oktetten) darstellt. Die sich daran anschließende Ausgabe hängt davon ab, ob das Argument <Nachrichtennummer> verwendet wird oder nicht.

Wenn das Argument <Nachrichtennummer> verwendet wird, muss es auf eine Nachrichtennummer verweisen, die nicht mit dem Befehl DELE (siehe die Beschreibung weiter unten) zum Löschen markiert wurde. Der Host gibt die Nachrichtennummer als Echo und die Größe der Nachricht in Byte zurück. Da dies eine einzeilige Rückmeldung ist, gibt es keine Abschlussfolge. Beispiel:
   C: LIST 1
   H: +OK 1 2039
				
Wenn das Argument <Nachrichtennummer> nicht verwendet wird, gibt der Befehl LIST eine mehrzeilige Rückmeldung aus. Die Liste beginnt mit der Rückmeldung +OK, die die Maildropstatistik enthält, gefolgt von einzeiligen Auflistungen für jede Nachricht und endend mit der Folge CRLF.CRLF.

Hinweis: In "Pop3.log" wird nur die Rückmeldung +OK wiedergegeben.

Dies ist ein Beispiel für die tatsächliche Rückgabe des POP3-Hosts:
C: LIST
H: +OK 7 messages (15423 octets)
H: 1 1903
H: 2 4255
.
.
.
H: 7 2458
H: .
Dies ist die Wiedergabe in "Pop3.log":
   POP3: 10:25:43 [tx] LIST
   POP3: 10:25:43 [rx] +OK 7 messages (15423 octets)
				
  • Befehl UIDL
UIDL gibt die 'UID-Liste' (Unique ID-Liste, Liste der eindeutigen IDs) für eine einzelne Nachricht oder für alle Nachrichten in einem Maildrop zurück. Sie besteht aus einer eindeutigen Zeichenfolge von max. 70 Byte Länge, die jeweils einen Wert zwischen 21h-7Eh (33d-126d) hat. Dieser Wertebereich schließt alle nicht druckbaren Zeichen (00h-19h), SPACE (20h) und DEL (7Fh) aus.

In der POP3-Spezifikation [1] wird angegeben, dass der Wert für die eindeutige ID in einem Maildrop niemals dupliziert werden sollte. Dies ähnelt der Empfehlung, dass ein Verzeichnis keine zwei Dateien mit demselben Namen enthalten kann; selbst wenn dies möglich wäre, wie könnten die Dateien auseinandergehalten werden?

Wenn Internet Mail so konfiguriert ist, dass eine Kopie der Nachrichten auf dem POP3-Server gespeichert bleibt, werden diese Informationen in der Datei POP3UIDL.DAT zwischengespeichert. Wenn der Benutzer zu einem späteren Zeitpunkt auf E-Mails überprüft, wird der Befehl UIDL an den POP3-Server ausgegeben und die zurückgegebenen Informationen mit dem Inhalt von POP3UIDL.DAT überprüft. Wird die eindeutige ID einer Nachricht in der DAT-Datei nicht gefunden, so wird sie abgerufen. Wenn sie gefunden wird, wird sie dort belassen.

Wenn diese Datei gelöscht wird, überträgt IMN alle Nachrichten auf dem Host, unabhängig davon, ob diese zuvor abgerufen wurden oder nicht.

Falls der Benutzer die Option "Kopie aller Nachrichten auf dem Server belassen" deaktiviert, werden bei der nächsten Verbindung mit dem POP3-Server zwei Vorgänge ausgeführt:

  1. Gespeicherte E-Mails werden gelöscht.
  2. Die Informationen in der Datei POP3UIDL.DAT werden gelöscht, und die Datei wird auf ihre Standardgröße von 312 Byte zurückgesetzt.
Hinweis: Um eine geeignete Zufälligkeit sicherzustellen, sollte der Wert am besten aus einem Hash des Nachrichteninhalts berechnet werden. Die tatsächliche Vorgehensweise hängt von der Implementierung des Mailclients ab.
   Syntax: UIDL SP <Nachrichtennummer> CRLF [Argument ist optional]
   Erwartete Rückmeldungen: +OK (UID-Liste folgt)
                        -ERR (Nachricht nicht vorhanden)
				
Das Format der Rückmeldung +OK ist immer gleich, unabhängig davon, ob das Argument <Nachrichtennummer> angegeben wird oder nicht:
   +OK n yyyy
				
Hierbei steht 'n' für die Nachrichtennummer, und 'yyyy' ist die UID-Liste. Wenn das Argument <Nachrichtennummer> angegeben wird, ist die Rückmeldung einzeilig. Wird es nicht angegeben, so sind die Rückmeldungen ähnlich formatiert, folgen jedoch den Konventionen für mehrere Zeilen.

Hinweis: In "Pop3.log" wird nur die Rückmeldung +OK wiedergegeben.

Dies ist ein Beispiel für die tatsächliche Rückgabe des POP3-Hosts:
C: UIDL
H: +OK
H: 1 19960819154006293.AAA137
H: 2 19960819154010920.AAA139
.
.
.
H: 6 19960819161045578.AAA126
H: .
Dies ist die Wiedergabe in "Pop3.log":
   POP3: 10:25:43 [tx] UIDL
   POP3: 10:25:43 [rx] +OK
				
Diese gekürzte Fassung der Hostausgabe dient (wie bei der Rückmeldung auf den Befehl LIST) im Wesentlichen dazu, die Protokolldatei klein zu halten, da die tatsächlichen Informationen der Rückmeldung für den Benutzer unwichtig sind.

Hinweis: Nicht alle Server führen den Befehl UIDL aus. Falls der Server anzeigt, dass dieser Befehl nicht unterstützt wird, wechselt IMN zum Befehl TOP und verwendet die in den Kopfzeilen der Nachricht enthaltene Nachrichten-ID. Wie bei der eindeutigen ID wird angenommen, dass dieser Wert völlig eindeutig ist.

  • Befehl TOP
Mithilfe des Befehls TOP werden die Kopfzeilen einer bestimmten Nachricht und eine beliebige Anzahl Zeilen des Nachrichtentextes angezeigt.
   Syntax: TOP SP <Nachrichtennummer> SP <nn> CRLF
   Erwartete Rückmeldungen: +OK (Anfang der Nachricht folgt)
                        -ERR (Nachricht nicht vorhanden)
				
Das Argument <Nachrichtennummer> gibt an, von welcher Nachricht der Benutzer den Anfang (TOP) sehen möchte. Das Argument <nn> ist ein nicht negativer ganzzahliger Wert. Er gibt an, wie viele Zeilen der Nachricht gesendet werden sollen.

Wenn <Anzahl der Zeilen> gleich Null ist, werden nur die Kopfzeilen der Nachricht vom Host gesendet.

Wenn <Anzahl der Zeilen> größer als Null ist, werden die Kopfzeilen der Nachricht, eine Leerzeile und anschließend 'nn' Zeilen der Nachricht vom Host gesendet.

  • Befehl RETR
Mithilfe des Befehls RETR ruft der POP3-Client eine Nachricht vom Host ab.
   Syntax: RETR SP <Nachrichtennummer> CRLF
   Erwartete Rückmeldungen: +OK (Nachricht folgt)
                        -ERR (Nachricht nicht vorhanden)
				
Bei Ausgabe des Befehls RETR wird die im Argument angegebene Nachricht komplett an den Client übertragen. Beachten Sie, dass die Verwendung dieses Befehls und der nachfolgende Abruf einer Nachricht nicht das anschließende Löschen der Nachricht bedeutet. Dies ist die Aufgabe des Befehls DELE (siehe die Beschreibung im nächsten Abschnitt).

"Pop3.log" protokolliert nicht den Inhalt jeder Nachricht, sondern nur den ausgegebenen Befehl und die sofort zurückgegebene Meldung. Das folgende Beispiel zeigt, was der Host bei Ausgabe dieses Befehls sendet:
C: RETR 1
H: +OK 476 octets
H: <Kopfzeilen der Nachricht>
.
.
.
H: <Leerzeile>
H: <Nachrichtentext und Anlagen>
.
.
.
H: .
Dies ist die Wiedergabe in "Pop3.log":
   POP3: 10:25:43 [tx] RETR 1
   POP3: 10:25:43 [rx] +OK 476 octets
				
  • Befehl DELE
Mithilfe des Befehls DELE entfernt der POP3-Client eine Nachricht aus dem Maildrop.
   Syntax: DELE SP <Nachrichtennummer> CRLF
   Erwartete Rückmeldungen: +OK (Nachricht wird gelöscht)
                        -ERR (Nachricht wurde bereits gelöscht)
                        -ERR (Nachricht nicht vorhanden)
				
Bei Ausgabe des Befehls DELE wird die im Argument angegebene Nachricht zum Löschen markiert, jedoch noch nicht aus dem Maildrop entfernt. Wenn eine Nachricht zum Löschen markiert ist, bedeutet dies, dass der Client einen Befehl mit der Nummer dieser Nachricht als Argument nicht mehr ausgeben kann; jeder derartige Versuch erzeugt einen Fehler.

Der Befehl DELE kann rückgängig gemacht werden, wenn der Client den Befehl RSET (siehe die Beschreibung weiter unten) ausgibt. Die nachstehende Befehlsfolge zeigt die Verwendung und Auswirkung des Befehls DELE.
   H: +OK pop3.host.com POP3 server ready
   .
   . <Client meldet sich beim POP3-Host an>
   .
   H: +OK user's mail drop has 1 messages (476 octets)
   C: LIST 1
   H: +OK 1 476
   C: DELE 1
   H: +OK Message 1 deleted.
   C: RETR 1
   H: -ERR Message 1 was deleted.
   C: RSET
   H: +OK user's mail drop has 1 messages (476 octets)
   C: LIST 1
   H: +OK 1 476
   .
   . <Sitzung wird fortgesetzt>
   .
   C: QUIT
   H: +OK pop3.host.com closing connection. Good Night.
				
  • Befehl RSET
Wenn Nachrichten zum Löschen markiert sind, macht der Befehl RSET das Löschen rückgängig. Ein Beispiel für diesen Befehl ist in der vorhergehenden Beschreibung zu finden, und die Syntax für RSET folgt.
   Syntax : RSET CRLF
   Erwartete Rückmeldung: +OK
				
Die POP3-Spezifikation [1] fordert nicht, dass auf den Teil '+OK' der Rückmeldung irgendeine Information folgen muss. Eine Rückmeldung -ERR ist nicht vorgesehen; der Server muss die positive Antwort zurückgeben.

  • Befehl NOOP
NOOP hat die gleiche Funktion wie in SMTP und soll dem Server mitteilen, dass der Client nicht abgestürzt oder funktionsunfähig geworden ist. Falls der POP3-Client so konzipiert ist, dass er Nachrichten (Format, Decodieren von Anlagen usw.) sofort verarbeitet, ist dieser Befehl zweckmäßig, wenn es zu erheblichen Verzögerungen kommt.
   Syntax : NOOP CRLF
   Erwartete Rückmeldung: +OK
				
Eine negative Rückmeldung ist nicht vorgesehen. Dieser Befehl hat keine Auswirkung auf den endlichen Automaten des Servers oder auf Nachrichten im Maildrop des Benutzers.

  • Befehl QUIT
QUIT ist ein Mehrzustandsbefehl. Er bewirkt, dass der Server in den Zustand UPDATE wechselt, wenn QUIT im Zustand TRANSACTION ausgegeben wurde.

  • Zustand UPDATE
UPDATE bezeichnet die Zeit, während der der Server versucht, alle zum Löschen markierten Nachrichten im Maildrop des Benutzers dauerhaft zu entfernen. In diesem Zustand wird keine Eingabe vom Client verarbeitet.
   Syntax: QUIT <keine Argumente> CRLF
   Erwartete Rückmeldung: +OK (Host schließt Verbindung)
                       -ERR (einige Nachrichten wurden nicht entfernt)
				
Normalerweise wird die positive Rückmeldung an den Client ausgegeben, und der Host beendet die Sitzung. Wenn der Host während des Entfernens von Nachrichten ein Problem entdeckt, wird die negative Rückmeldung ausgegeben.

Wenn die Sitzung aufgrund eines Fehlers beendet wird (die Verbindung unterbrochen oder beendet wurde), wechselt der Host nicht in den Zustand UPDATE, und alle zum Löschen markierten Nachrichten werden zurückgesetzt.

Interpretieren der Datei "Pop3.log"

Das POP3-Protokoll ist standardmäßig nicht aktiviert. Zum Aktivieren des POP3-Protokolls in Outlook Express klicken Sie im Menü "Extras" auf "Optionen". Aktivieren Sie anschließend auf der Registerkarte "Erweitert" das Kontrollkästchen "E-Mail-Transport". Zum Aktivieren des POP3-Protokolls in Internet Mail and News müssen die folgenden Einträge in der Registrierung hinzugefügt bzw. geändert werden:
   HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Internet Mail and News\Mail

   Wertname: "Log POP3 (0/1)"  (ohne Anführungszeichen)
   Werttyp: DWORD
   Wertdaten: 00000001

   Wertname: "Log File (POP3)" (ohne Anführungszeichen)
   Werttyp: Zeichenfolge
   Wertdaten: <Pfad zur Protokolldatei>
				
Damit alle relevanten Daten für jeden Eintrag in eine Zeile passen, wurden die Marke 'POP3:' und die Zeitangabe am Anfang jeder Zeile entfernt.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Datei "Pop3.log" anzuzeigen:

  1. Klicken Sie auf "Start", zeigen Sie auf "Suchen", und klicken Sie anschließend auf "Dateien/Ordner".
  2. Geben Sie im Feld "Name" die Angabe "pop3.log" (ohne Anführungszeichen) ein, und klicken Sie anschließend auf "Jetzt suchen".
  3. Doppelklicken Sie in der Liste der gefundenen Dateien auf die Datei "Pop3.log", um sie zu öffnen.

Protokollbeispiel - Standardsitzung

 01) Microsoft(r)  Plus!  für  Windows(r)  95 4.70.1155
 02) POP3 Log started at Sun Aug 18 16:27:52
				
Die Zeilen 1 und 2 werden bei jedem Start von Internet Mail and News eingefügt.
 03) [db] Connecting to 'pop3.host.com.'
 04) [db] srv_addr = nnn.nnn.nnn.nnn
				
Die Zeilen 3 und 4 geben den Anzeigenamen und die IP-Adresse des POP3-Servers entsprechend der Festlegung in der Internet Mail and News-Konfiguration an.
 05) [rx] +OK pop3.host.com POP3 server ready Sun, 18 Aug 1996 14:28:31 -
          0700
 06) [tx] AUTH twinkie
 07) [rx] -ERR Command unknown: AUTH
 08) [tx] USER joe
 09) [rx] +OK Password required for joe
 10) [tx] PASS ********
 11) [rx] +OK joe's mail drop has 28 messages (215096 octets)
				
Zeile 5 zeigt an, dass der Kommunikationskanal zwischen Client und Host erfolgreich geöffnet wurde.

In Zeile 6 wird der Befehl AUTH [2] mit dem Dummywert 'twinkie' an den Server ausgegeben. Der Befehl AUTH ist eine Authentifizierungsmethode, die von der Postofficespezifikation Internet Message Access Protocol 4 (IMAP4) [3] verwendet wird. Wenn AUTH fehlschlägt, wird dies durch die negative Rückmeldung in Zeile 7 angezeigt. Dieser Befehl wurde in die Tests für Authentifizierungsmethoden einbezogen, die vom POP3-Server unterstützt werden. In Zeile 8 beginnt der Client mit der automatischen Authentifizierung, indem er den Befehl USER mit 'joe' als Benutzer-ID ausgibt. Zeile 9 zeigt an, dass die Benutzer-ID akzeptiert wurde, und fordert zur Eingabe eines Kennworts auf. Wie weiter oben erwähnt, zeigen POP3-Server normalerweise nicht an, dass eine Benutzer-ID ungültig ist. Eine negative Rückmeldung wird hier nur ausgegeben, wenn die Zeichenfolge ein Zeichen außerhalb des Bereichs 21h-7Eh enthält.

Zeile 10 zeigt, dass das Kennwort übertragen wurde. Da dies im Klartext geschah, wird das Kennwort in der Datei "Pop3.log" durch Sternchen dargestellt.

Die positive Rückmeldung in Zeile 11 zeigt an, dass die Authentifizierung erfolgreich war. Der Server wechselt zu diesem Zeitpunkt in den Zustand TRANSACTION.
 12) [tx] STAT
 13) [rx] +OK 28 215096
				
Der Befehl STAT wird ausgegeben, um die Anzahl der Nachrichten im Maildrop sowie dessen Größe zu erfahren.
 14) [tx] UIDL 1
 15) [rx] +OK 1 19960814211633540.AAA85@smtp.host.com
 16) [tx] UIDL
 17) [rx] +OK
				
Der Befehl UIDL wird in Zeile 14 mit dem Parameter '1' ausgegeben. Der Server gibt die eindeutige ID-Zeichenfolge der ersten Nachricht im Maildrop zurück. In Zeile 16 wird der Befehl erneut ohne Parameter ausgegeben. Daraufhin werden die eindeutigen ID-Zeichenfolgen für alle Nachrichten im Maildrop zurückgegeben.
 18) [tx] LIST
 19) [rx] +OK 28 messages (215096 octets)
				
In Zeile 18 wird der Befehl LIST ohne Parameter gesendet. Die erzeugte Rückmeldung besteht aus mehreren Zeilen; in "Pop3.log" wird dagegen nur der Rückmeldungszustand angezeigt. Dieser Befehl ist hilfreich, um die Größe jeder Nachricht im Postfach des Benutzers zu ermitteln. Wenn der Benutzer festgelegt hat, dass Nachrichten, die eine bestimmte Größe überschreiten, nicht übertragen werden sollen, wird diese Information hier überprüft.
 20) [tx] DELE 1
 21) [rx] +OK Message 1 deleted
 22) [tx] DELE 2
 23) [rx] +OK Message 2 deleted
 24) [tx] DELE 3
 25) [rx] +OK Message 3 deleted
				
Hier werden die vom Befehl UIDL erhaltenen Informationen verwendet. Diese Protokolldatei wurde nach dem Deaktivieren von "Kopie aller Nachrichten auf dem Server belassen" erstellt. Die ersten drei Nachrichten im Maildrop wurden bereits vor dem Herstellen dieser Verbindung abgerufen und werden jetzt entfernt.
 26) [tx] RETR 4
 27) [rx] +OK 8875 octets
 28) [tx] DELE 4
 29) [rx] +OK Message 4 deleted
 .
 .
 .
 30) [tx] RETR 28
 31) [rx] +OK 14288 octets
 32) [tx] DELE 28
 33) [rx] +OK Message 28 deleted
				
Zeile 26 zeigt den Anfang des Nachrichtenabrufs an. Außer wenn der Benutzer gewählt hat, dass die Nachrichten auf dem Server beibehalten werden sollen, wird jede Nachricht nach ihrer Übertragung zum Löschen markiert. Aus dem Maildrop wird sie aber tatsächlich erst entfernt, wenn der Befehl QUIT ausgegeben wird.
 34) [tx] QUIT
 35) [rx] +OK pop3.host.com POP3 server closing connection
 36) [db] Connection to 'pop3.host.com' closed.
				
Nachdem alle Nachrichten übertragen worden sind, gibt der Client den Befehl QUIT aus. Dadurch wird der Wechsel des POP3-Servers in den Zustand UPDATE ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt werden Nachrichten aus dem Maildrop entfernt. Wenn alle Nachrichten entfernt worden sind, wird die Rückmeldung +OK ausgegeben, und der Host schließt die TCP/IP-Verbindung.

Protokollbeispiel - Fehlgeschlagene Anmeldung

In diesem Beispiel ist das Benutzerkonto gültig, doch das Kennwort ist falsch.
 01) [db] Connecting to 'pop3.host.com.'
 02) [db] srv_addr = nnn.nnn.nnn.nnn
 03) [rx] +OK pop3.host.com POP3 server ready Sun, 18 Aug 1996 14:28:31 -
          0700
 04) [tx] AUTH twinkie
 05) [rx] -ERR Command unknown: AUTH
 06) [tx] USER joe
 07) [rx] +OK Password required for joe
 08) [tx] PASS ******
 09) [rx] -ERR Password failed for joe
 10) [tx] QUIT
 11) [rx] +OK pop3.host.com POP3 server closing connection
 12) [db] Connection to 'pop3.host.com' closed.
				
Im folgenden Beispiel ist das Benutzerkonto ungültig und das Kennwort folglich bedeutungslos.
 01) [db] Connecting to 'pop3.host.com.'
 02) [db] srv_addr = nnn.nnn.nnn.nnn
 03) [rx] +OK pop3.host.com POP3 server ready Sun, 18 Aug 1996 14:28:31 -
          0700
 04) [tx] AUTH twinkie
 05) [rx] -ERR Command unknown: AUTH
 06) [tx] USER jdoe
 07) [rx] +OK Password required for jdoe
 08) [tx] PASS ******
 09) [rx] -ERR jdoe unknown, or access denied from [xxx.xxx.xxx.xxx]
 10) [tx] QUIT
 11) [rx] +OK pop3.host.com POP3 server closing connection
 12) [db] Connection to 'pop3.host.com' closed.
				
Dieser Artikel soll als Referenz dienen, wenn alle anderen Maßnahmen der Problembehandlung fehlgeschlagen sind. Die meisten POP3-Übertragungsfehler stehen im Zusammenhang mit Fehlern bei der Hardwarekonfiguration (Modem, serieller Anschluss, Initialisierungszeichenfolge), TCP/IP-Verbindungsproblemen oder Störungen auf der Clientseite.

In der Regel sollten Sie immer erst alle anderen möglichen Fehlerquellen ausschließen, bevor Sie den Fehler in einem einzelnen Eintrag der Protokolldatei suchen.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Outlook Express 4.01
  • Microsoft Outlook Express 4.0
  • Microsoft Outlook Express 4.01
  • Microsoft Outlook Express 4.0
  • Microsoft Internet Mail und News 1.0
  • Microsoft Internet Mail und News 1.0
  • Microsoft Windows 98 Standard Edition
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KB155515
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