Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 1)

SPRACHE AUSWÄHLEN SPRACHE AUSWÄHLEN
Artikel-ID: 161334 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D42304
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
161334 Guide To Windows NT 4.0 Profiles and Policies (Part 1 of x)
Alles erweitern | Alles schließen

Zusammenfassung

Achtung: Dieser Artikel wurde aufgrund seiner Länge in mehrere Teile aufgeteilt. Um sich die anderen Teile anzusehen, lassen Sie sich aus der Microsoft Knowledge Base folgende Artikel anzeigen:
   ARTIKEL-ID: D42305
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 2)
ARTIKEL-ID: D42307
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 3)
ARTIKEL-ID: D42308
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 4)
ARTIKEL-ID: D42309
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 5)
ARTIKEL-ID: D42310
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 6)
ARTIKEL-ID: D42311
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 7)
ARTIKEL-ID: D42312
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 8)
ARTIKEL-ID: D42313
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 9)
ARTIKEL-ID: D42318
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 10)
ARTIKEL-ID: D42319
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 11)
ARTIKEL-ID: D42320
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 12)
WARNUNG: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, erstellen Sie eine Sicherungskopie der Dateien System.dat und User.dat. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, wenn ein Problem auftritt. Informationen hierzu finden Sie unter dem Hilfethema "Wiederherstellen der Registrierung" in Regedit.exe oder unter "Wiederherstellen von Registrierungsschlüsseln" in Regedit32.exe. Wenn Sie mit Windows NT oder Windows 2000 arbeiten, sollten Sie zudem Ihre Notfalldiskette (ERD) aktualisieren.

Zusammenfassung

Dieser Artikel ist der erste einer Reihe von Artikeln, die Informationen und Prozeduren zum Implementieren von Microsoft Windows NT 4.0-Profilen und -Richtlinien auf Clientarbeitsstationen und Servern zur Verfügung stellen.

Ein englischsprachiges Whitepaper steht zur Verfügung, das alle diese Informationen sowie zusätzliche Flussdiagramme, Diagramme und Beispiele enthält. Es kann von folgender Webseite gedownloadet werden:
   http://www.microsoft.com/NTServer/management/deployment/planguide/prof_policies.asp
Hinweis: Oben stehender Link ist eine zusammenhängende Pfadangabe; eventuell vorhandene Textumbrüche dienen der besseren Lesbarkeit.

Weitere Informationen

Betriebssystem Windows NT Server
                             Whitepaper
         Leitfaden für Microsoft Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien
Copyright 1997 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Die im vorliegenden Dokument enthaltenen Informationen geben die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuelle Meinung der Microsoft Corporation zu den behandelten Themen wieder. Da Microsoft auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens Microsoft dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht garantieren.

Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI SIE AUSDRÜCKLICH ODER KONKLUDENT.

Microsoft, das BackOffice-Logo, MS-DOS, Windows und Windows NT sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation.

Sonstige Produkt- oder Firmenbezeichnungen, die in diesem Dokument verwendet werden, können eine Marke der jeweiligen Inhaber sein.

Microsoft Corporation
One Microsoft Way
Redmond, WA 98052-6399
USA
0997

Zusammenfassung

Dieser Leitfaden bietet Informationen und Prozeduren zum Implementieren von Microsoft Windows NT 4.0-Profilen und -Richtlinien auf Clientarbeitsstationen und Servern. Ein Microsoft Windows NT 4.0-Benutzerprofil beschreibt die Windows NT-Konfiguration eines bestimmten Benutzers, darunter die Benutzerumgebung und festgelegte Einstellungen. Eine Systemrichtlinie ist ein Satz von Registrierungseinstellungen, die zusammen die einer Benutzergruppe oder einem einzelnen Benutzer zur Verfügung stehenden Computerressourcen definieren. Durch das Hinzufügen von Systemrichtlinien und der neuen Benutzerprofilstruktur unter Windows NT 4.0 haben Netzwerkadministratoren bessere Möglichkeiten, Benutzerumgebungen zu steuern als je zuvor. Dieses Dokument stellt die Details zur Verfügung, die Administratoren kennen müssen, um ein Rollout der Benutzerprofile und Systemrichtlinien unter Windows NT 4.0 zu implementieren. Die größte Bedeutung im Rahmen dieses Dokuments kommt zwar Windows NT zu, aber es wird auch beschrieben, wie Sie mit Benutzerprofilen auf Windows 95-Clients verfahren und wie sich die beiden Plattformen unterscheiden. Sie sollten diesen Leitfaden in Verbindung mit Ihrer Windows NT 4.0-Dokumentation und den technischen Referenzen (Resource Kits) verwenden.

Inhalt:
Einführung
TCO und der Benutzer
Profile, Richtlinien und das Zero Administration Kit
Was sind Benutzerprofile und Systemrichtlinien?
Bevor Sie anfangen
Schlüsselterminologie
Technische Anmerkungen
Einrichten von Benutzerprofilen - Ein Überblick
Erstellen und Verwalten von Benutzerprofilen
Struktur der Benutzerprofile
In der Registrierungsstruktur gespeicherte Konfigurationseinstellungen
In den Profilverzeichnissen gespeicherte Konfigurationseinstellungen
Unterschiede der Benutzerprofile unter Windows NT 4.0 und Windows 95
Umgang mit Benutzerprofilen unter Windows 95
Planen und Implementieren von Benutzerprofilen
Festlegen von Berechtigungen für Benutzerprofile
Codieren von Berechtigungen für Benutzerprofile
Auswählen eines Standortes zum Speichern von Benutzerprofilen
Einrichten persistenter Verbindungen
Problemumgehung bei Verbindungen mit niedrigen Übertragungsraten
Erstellen und Warten von Benutzerprofilen
Erstellen eines neuen Roamingbenutzerprofils für Windows NT 4.0
Erstellen eines neuen verbindlichen Benutzerprofils für Windows NT 4.0
Ändern eines Roamingprofils in ein verbindliches Roamingprofil unter Windows NT 4.0
Ändern der Benutzerfähigkeit, ein Profil zu bearbeiten
Erzwingen der Verwendung serverbasierter Profile
Erstellen eines neuen Roamingbenutzerprofils für einen Windows 95-Benutzer
Erstellen eines neuen verbindlichen Benutzerprofils für Windows 95
Beibehalten von Benutzerprofilen in den SYSTEMEIGENSCHAFTEN der Systemsteuerung
Löschen von Profilen
Ändern des Profiltyps von Roamingprofil in lokales Profil
Bestimmen des angezeigten Profils
Kopieren von Profilen
Anzeigen des Inhaltes des Profilverzeichnisses auf einem lokalen Computer
Von Profilen verwendete Protokolldateien
Das gemeinsam verwendete Profil All Users (Alle Benutzer)
Profile mit Default User-Vorlage (Standardbenutzer)
Profilnamen und Speicherung in der Registrierung
Manuelles Verwalten einer Benutzerprofils über die Registrierung
Ändern des Default User-Profils (Standardbenutzer)
Aktualisieren serverbasierter Profile unter Windows NT 3.5x in Roamingprofile unter Windows NT 4.0
Aktualisieren verbindlicher Profile unter Windows NT 3.5x in verbindliche Profile unter Windows NT 4.0
Extrahieren eines Benutzerprofils zur Verwendung in einer anderen Domäne oder auf einem anderen Computer
Erstellen von Profilen ohne benutzerspezifische Verbindungen
Beheben von Benutzerprofilproblemen mit der Datei UserEnv.log
Systemrichtlinie - Eine Einführung
Systemrichtliniendateien
Richtlinienreplikation
Zuweisen von Richtlinien
Zusätzliche Erwägungen beim Implementieren
Der Systemrichtlinien-Editor
Installieren des Systemrichtlinien-Editors auf einer Windows NT-Arbeitsstation
Installieren des Systemrichtlinien-Editors auf einem Windows 95-Computer
Aktualisieren der Registrierung mit dem Systemrichtlinien-Editor
Vorlagendateien des Systemrichtlinien-Editors (ADM)
Konfigurieren der Richtlinieneinstellungen
Erneutes Festlegen des Standardpfades für Ordnerpfade
Erstellen einer Systemrichtlinie
Erstellen anderer Ordnerpfade
Festlegen von Verknüpfungen für serverbasierte Profile
Bereitstellen von Richtlinien für Windows NT 4.0-Computer
Bereitstellen von Richtlinien für Windows 95-Computer
Bearbeiten von Richtlinieneinstellungen auf eigenständigen Arbeitsstationen
Erstellen einer benutzerdefinierten ADM-Datei
Konfigurieren von Systemrichtlinien, die auf geografischen Standorten basieren
Löschen der Liste verfügbarer Dokumente
Erstellen von Fehlertoleranz für benutzerdefinierte freigegebene Ordner
Durch die Standardvorlagen des Systemrichtlinien-Editors bearbeitete Registrierungsschlüssel
Standardbenutzereinstellungen
Anwendung ANZEIGE in der Systemsteuerung
Hintergrundbild
Farbschema
Befehl AUSFÜHREN im Startmenü
ORDNEROPTIONEN unter EINSTELLUNGEN
TASK-LEISTE unter EINSTELLUNGEN
Befehl SUCHEN im Startmenü
Laufwerksymbole unter ARBEITSPLATZ
Symbol NETZWERKUMGEBUNG
Anzeigen der NETZWERKUMGEBUNG
Arbeitsgruppeninhalte der NETZWERKUMGEBUNG
Desktopanzeige
Befehl BEENDEN im Startmenü
Gespeicherte Einstellungen
Tools zum Bearbeiten der Registrierung
Anwendungsbeschränkungen unter Windows
Programme des Benutzers
Desktopsymbole des Benutzers
Untergeordnete Ordner im Startmenü
Benutzerdefinierter Ordner "Autostart"
Benutzerdefinierte Netzwerkumgebung
Benutzerdefiniertes Startmenü
Shellerweiterungen
Menü DATEI in Explorer
Gemeinsame Programmgruppen im Startmenü
Kontextmenüs in der Task-Leiste
Kontextmenü in Explorer
Netzwerkverbindungen
Kontextmenü in Explorer
Autoexec.bat
Anmeldeskripts
Task-Manager
Begrüßungstipps
Einstellungen für Standard-Computer (Default Computer)
Remoteaktualisierung
Communities
Zugelassene Manager
Traps für Community "Public"
Befehl AUSFÜHREN
Laufwerkfreigaben - Arbeitsstation
Laufwerkfreigaben - Server
Browse-Threads der Drucker
Serverplaner
Fehlersignalton
Authentifizierungswiederholungen
Authentifizierungszeitlimit
RAS-Rückrufintervall
Automatische Trennung der RAS-Verbindung
Ordnerpfad der freigegebenen Programme
Pfad der gemeinsam verwendeten Desktopsymbole
Pfad des freigegebenen Startmenüs
Pfad des freigegebenen Ordners "Autostart"
Anmeldenachricht
Schaltfläche BEENDEN des Anmeldedialogs
Namensanzeige der Anmeldung
Anmeldeskripts
Lange Dateinamen
Erweiterte Zeichen in 8.3-Dateinamen
Schreibgeschützte Dateien - Zeit des letzten Zugriffs
Zwischengespeicherte Roamingprofile
Langsame Netzwerkerkennung
Langsames Netzwerktimeout
Dialogfeldzeitüberschreitung
Nicht im Systemrichtlinien-Editor enthaltene Registrierungseinträge
AutoAusführen
Startbanner
Anhang A - Flussdiagramme
Anhang B - Implementieren von Benutzerprofilen
Vorhandenes Roamingprofil unter Windows NT 3.5x
Vorhandenes verbindliches Profil unter Windows NT 3.5x
Migrieren eines Roamingprofils unter Windows NT 3.5x in ein Roamingrofil unter Windows NT 4.0
Migrieren eines verbindlichen Profils unter Windows NT 3.5x in ein verbindliches Profil unter Windows NT 4.0
Migrieren eines verbindlichen Profils unter Windows NT 3.5x in ein Roamingprofil unter Windows NT 4.0
Erstellen eines neuen Roamingprofils unter Windows NT 4.0
Erstellen eines neuen verbindlichen Profils unter Windows NT 4.0
Aktualisieren und Ändern eines Roamingprofils in ein verbindliches Profil
Ändern eines Roamingprofils in ein verbindliches Profil
Anhang C - Anmerkungen zur Verwendung
Wichtige Informationen für Administratoren zu Benutzeranmeldungen und Benutzerabmeldungen
Neue Aktualisierungen zu Profilen seit der Einzelhandelsversion
Neue Aktualisierungen zu Richtlinien seit der Einzelhandelsversion
Anhang D - Weitere Artikel
Profile
Richtlinien

Einführung:
Noch vor einigen Jahren bedeutete das Steuern der steigenden Kosten, die bei der Verwendung von Mainframes entstanden, eine ernste Herausforderung für IT-Spezialisten. Es schien, dass jeder - Angestellte, Autoren, Entwickler und Systemadministratoren - über ein Terminal verfügte und das System für sämtliche Tätigkeiten verwendete, von der Zahlenverarbeitung zum Briefeschreiben. Die Netzwerke erstickten nahezu in diesen Aufgaben, und den IT-Spezialisten kam die Aufgabe zu, "nicht essenzielle Operationen" von den Mainframes zu verlagern. Sie entschieden, Personalcomputer in den Unternehmen bereitzustellen - mit Emulationssoftware für den Mainframezugriff und lokaler Software für Aufgaben, für die zentrales Bearbeiten oder Datenfreigabe nicht erforderlich waren.
Als die Leistung der PCs zunahm, wurden nach und nach immer mehr Aufgaben auf den Desktop verlagert. Und mit zunehmender Optimierung von PC-Netzwerken entschieden zahlreiche Unternehmen, dass PC-basierte Netzwerke, die mit bedarfsgerechter Hardware und Standardsoftware erstellt wurden, die beste Lösung für ihr Unternehmen waren.

Inzwischen sind wir jedoch wieder beim Ausgangspunkt angelangt. Offenbar sind die Anschaffungs- und Folgekosten (Total Cost of Ownership, TCO) - die tatsächlichen Kosten für das Bereitstellen eines verteilten PC-Netzwerkes - keineswegs niedrig. In den TCO sind die ursprünglichen Kapitalkosten für Hardware und Software, Bereitstellungs- und Konfigurationskosten sowie die Kosten enthalten, die mit dem Bereitstellen von Hardware- und Softwareaktualisierungen, Schulungen und Umschulungen, tagtäglicher Wartung und Verwaltung sowie telefonischem und Support vor Ort verbunden sind. Unter Berücksichtigung dieser steigenden Kosten arbeitet Microsoft gemeinsam mit anderen Unternehmen an mehreren Initiativen, um die Anschaffungs- und Folgekosten für Personalcomputer zu senken.

TCO und der Benutzer
Zu den höchsten Kostenfaktoren, die in den jüngsten Berichten zu TCO hervorgehoben wurden, gehören Produktivitätsverluste am Desktop, die durch Benutzerfehler wie das Ändern der Systemkonfiguration verursacht wurden, so dass der Computer nicht mehr funktionsfähig ist. Auch unnötiges und zu komplexes Beschäftigen des Systems, beispielsweise durch zu viele Features oder nicht notwendige Anwendungen, die auf dem Desktop installiert sind, können zu Produktivitätsverlusten führen. Zum Lösen dieser Probleme benötigen Systemadminstratoren eine Möglichkeit, den Zugriff eines Benutzers auf Schlüsseldateien der Konfiguration und auf Features und Anwendungen, die für die jeweiligen Aufgaben eines Benutzers nicht erforderlich sind, zu steuern. Damit es erfolgreich ist, muss dieses Steuerungsmittel flexibel und anpassbar sein: Der Systemadministrator muss die Computerkonfigurationen von einzelnen Benutzern und Benutzergruppen anhand der Verantwortung, die der Benutzer im Beruf trägt, und der jeweiligen Computerfähigkeiten steuern können.

Profile, Richtlinien und das Zero Administration Kit
Das Zero Administration Kit (ZAK) für das Betriebssystem Microsoft Windows NT, Version 4.0, wurde entwickelt, um Unternehmensadministratoren beim Beheben einiger Probleme zu helfen, die aus Benutzeroperationen resultieren. ZAK ist ein Satz von Bereitstellungsmethoden für Microsoft Windows NT 4.0, mit deren Hilfe Benutzer, die an bestimmten Aufgaben arbeiten, weniger durch individuelle Desktopverwaltung belastet werden. Mit ZAK können Systemadministratoren Benutzerprofile, Systemrichtlinien und Sicherheit einrichten, um einige der Verwaltungskosten zu reduzieren, die mit der Endbenutzerverwaltung in einem Unternehmensnetzwerk verbunden sind.

Die ZAK-Methoden basieren auf Windows NT 4.0 zugrundeliegenden Technologien und Fähigkeiten. Diese Techniken können daher einfach angepasst werden, um die speziellen Datenverarbeitungsanforderungen eines Unternehmens zu erfüllen. In Kürze werden Sie feststellen, dass Microsoft Windows 98, Windows 2000 und Microsoft Systems Management Server weitere Features zum Reduzieren der TCO hinzugefügt wurden. Zentrale Idee dieser Features ist die zentralisierte Desktopsteuerung. Diese wird mittels Benutzerprofilen und Systemrichtlinien erreicht - das Thema dieses Dokuments.

Was sind Benutzerprofile und Systemrichtlinien?
Ein Microsoft Windows NT 4.0-Benutzerprofil beschreibt die Windows NT-Konfiguration eines bestimmten Benutzers, darunter die Benutzerumgebung und festgelegte Einstellungen. Diese benutzerspezifischen Einstellungen und Konfigurationsoptionen - wie installierte Anwendungen, Desktopsymbole, Farboptionen usw. - sind beispielsweise in einem Benutzerprofil enthalten. Das Profil wird zum Teil aus Informationen der Systemrichtlinien erstellt (z.B. Umfang des Benutzerzugriffes und vom Benutzer durchführbare Änderungen) und zum Teil aus zugelassenen gespeicherten Änderungen, die ein Benutzer zum Anpassen des eigenen Desktops vornimmt.

Eine Systemrichtlinie ist ein Satz von Registrierungseinstellungen, die zusammen die einer Benutzergruppe oder einem einzelnen Benutzer zur Verfügung stehenden Computerressourcen definieren. Richtlinien bestimmen die unterschiedlichen Aspekte der Desktopumgebung, die ein Systemadministrator steuern muss, z.B. verfügbare Anwendungen, auf dem Benutzerdesktop angezeigte Anwendungen, im Startmenü angezeigte Anwendungen und Optionen sowie Personen, die Attribute auf dem eigenen Desktop steuern können usw. Durch das Hinzufügen von Systemrichtlinien und der neuen Benutzerprofilstruktur unter Windows NT 4.0 haben Netzwerkadministratoren bessere Möglichkeiten, Benutzerumgebungen zu steuern als je zuvor. Viele der von Kunden genannten Anforderungen wurden hinzugefügt. Beispielsweise wurden weitere Optionen zum Steuern des Benutzerdesktops und zum Zugreifen auf Anwendungen und Systemtools bereitgestellt, Verwaltungsgemeinkosten minimiert und die Skalierbarkeit verbessert. Und wie bei jeder neuen Version fordert Microsoft Kunden auf, Feedback zu den Verbesserungen des Betriebssystems Windows NT zu geben.

Dieses Dokument stellt die Details zur Verfügung, die Administratoren kennen müssen, um ein Rollout der Benutzerprofile und Systemrichtlinien unter Windows NT 4.0 zu implementieren. Die größte Bedeutung im Rahmen dieses Dokuments kommt zwar Windows NT zu, aber es wird auch beschrieben, wie Sie mit Benutzerprofilen auf Windows 95-Clients verfahren und wie sich die beiden Plattformen unterscheiden.

Bevor Sie anfangen
Bevor Sie mit diesem Dokument fortfahren, empfehlen wir Ihnen, die Kapitel 3 und 4 im Windows NT 4.0 Entwurfs- und Planungshandbuch zu lesen. Darüber hinaus sollten Sie mit folgenden Begriffen und Konzepten vertraut sein.

Schlüsselterminologie
Verzeichnisreplikation
Das Kopieren eines Masterverzeichnissatzes von einem Server (sog. Exportserver) auf bestimmte Server oder Arbeitsstationen (sog. Importcomputer) in derselben oder anderen Domänen. Replikation vereinfacht die Aufgabe, identische Verzeichnis- und Dateisätze auf mehreren Computern zu erhalten, da nur eine Masterkopie der Datei beibehalten wird. Dateien werden repliziert, wenn sie zu einem Exportverzeichnis hinzugefügt werden, und jedes Mal wird eine Änderung in einer der exportierten Dateien gespeichert.

Domänenstruktur
Unter Windows NT ist eine Domäne eine Zusammenstellung von Computern, die vom Administrator eines Windows NT Server-Netzwerkes bestimmt werden und eine gemeinsame Verzeichnisdatenbank verwenden. Eine Domäne stellt Zugriff auf die vom Domänenadministrator gewarteten zentralisierten Benutzerkonten und Gruppenkonten zur Verfügung. Jede Domäne hat einen eindeutigen Namen.

Basisverzeichnis
Ein Basisverzeichnis ist ein Verzeichnis, auf das der Benutzer zugreifen kann; es enthält Dateien und Programme für diesen Benutzer. Ein Basisverzeichnis kann einem einzelnen Benutzer oder einer Benutzergruppe zugewiesen werden.

Lokales Profil
Ein lokales Profil ist ein spezifisches Profil für einen Computer. Ein Benutzer, der ein lokales Profil auf einem bestimmten Computer hat, kann nur Zugriff auf dieses Profil erhalten, während er an diesem Computer angemeldet ist.

Verbindliches Profil
Ein verbindliches Profil ist ein vorkonfiguriertes Roamingprofil, das vom Benutzer nicht geändert werden kann. In den meisten Fällen sind diese Profile einer Person oder einer Gruppe von Personen zugewiesen, wenn für diese eine gemeinsame Oberfläche und eine Standardkonfiguration erforderlich ist.

Anmeldedienst (NetLogon Service)
Der Anmeldedienst authentifiziert Domänenanmeldungen für Windows NT Server und synchronisiert die Verzeichnisdatenbank der Domäne beständig mit dem primären Domänencontroller (Primary Domain Controller, PDC) und den Sicherungsdomänencontrollern (Backup Domain Controllers, BDCs).

Regedt32.exe
Die 32-Bit-Version des Registrierungseditors.

Registrierung
Die Registrierung ist eine Datenbank, in der interne Konfigurationsinformationen von Windows NT sowie computer- und benutzerspezifische Einstellungen gespeichert werden.

Registrierungsstruktur
Eine Struktur ist ein Abschnitt der Registrierung, der als Datei gespeichert wird. Die Unterstruktur (subtree) der Registrierung ist in Strukturen unterteilt (hives; diese englische Bezeichnung wurde aufgrund der Ähnlichkeit mit der Zellenstruktur eines Bienenstocks gewählt). Eine Struktur ist ein diskreter Körper aus Schlüsseln, Unterschlüsseln und Werten.

Roamingprofil
Ein Roamingprofil wird auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert, und es kann von jedem Computer darauf zugegriffen werden. Ein Benutzer mit einem Roamingprofil kann sich an jedem Computer anmelden, für den das Profil gültig ist, und auf das Profil zugreifen. (Beachten Sie, dass ein Profil nur auf der Plattform gültig ist, für die es erstellt wurde. Beispielsweise kann ein Windows NT 4.0-Profil nicht auf einem Windows 95-Computer verwendet werden.)

Roamingbenutzer
Ein Roamingbenutzer ist ein Benutzer, der sich zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Computern im Netzwerk anmeldet. Dieser Benutzertyp verwendet möglicherweise einen Kiosk oder eine Computerbank gemeinsam mit anderen Benutzern. Roamingbenutzer speichern ihre Benutzerprofile auf einer Netzwerkfreigabe und können sich so an jedem Netzwerkcomputer anmelden und auf das Profil zugreifen.

Systemrichtlinie
Eine Systemrichtlinie ist ein Satz von Registrierungseinstellungen, die zusammen die einer Benutzergruppe oder einem einzelnen Benutzer zur Verfügung stehenden Computerressourcen definieren. Sie können Systemrichtlinien mit dem Systemrichtlinien-Editor erstellen. Systemrichtlinien ermöglichen einem Administrator, die Arbeitsumgebungen und Aktionen von Benutzern zu steuern und Systemkonfigurationen zu erzwingen.

%Systemroot%
Eine Umgebungsvariable, die erweitert wird und so zum Stammverzeichnis wird, das Windows NT-Dateien enthält. Der Verzeichnisname wird beim Installieren von Windows NT angegeben (normalerweise lautet der Verzeichnisname c:\winnt).

%Systemroot%\Profiles
Ein Ordner im Stammverzeichnis, der die Benutzerprofile für jeden Benutzer des Computers enthält.

%Username%
Eine Umgebungsvariable, die erweitert wird und so zur Benutzerkontenkennung für den derzeit angemeldeten Benutzer wird. Die Kennung bezeichnet das Benutzerkonto für Windows NT.

Technische Anmerkungen
Mehrere Abschnitte dieses Leitfadens beziehen sich auf die Registrierungsstandorte, die Ihnen das Ändern bestimmter Verhaltensweisen von Windows NT und das Bearbeiten von Einstellungen ermöglichen. Daher ist die zu Beginn des Artikels beschriebene Warnung enthalten.

Darüber hinaus beziehen sich Abschnitte dieses Leitfadens auf eine Registrierungsstruktur namens NTuser.xxx. In diesen Abschnitten kann .xxx durch DAT oder MAN ersetzt werden.

Erstellen von Benutzerprofilen - ein Überblick
Ein Microsoft Windows NT 4.0-Benutzerprofil beschreibt die Windows NT-Konfiguration eines bestimmten Benutzers, darunter die Benutzerumgebung und festgelegte Einstellungen. Ein Benutzerprofil kann ein lokales, ein verbindliches oder ein Roamingprofil sein. Ein lokales Profil ist ein spezielles Profil für einen bestimmten Computer. Ein Benutzer, der ein lokales Profil auf einem bestimmten Computer erstellt, kann nur Zugriff auf dieses Profil erhalten, während er an diesem Computer angemeldet ist. Ein Roamingprofil wird im Gegensatz dazu auf einer Netzwerkfreigabe gespeichert, und es kann von jedem Computer darauf zugegriffen werden. Ein Benutzer mit einem Roamingprofil kann sich an jedem Netzwerkcomputer anmelden, für den das Profil gültig ist, und auf das Profil zugreifen. Ein verbindliches Profil ist ein vorkonfiguriertes Roamingprofil, das vom Benutzer nicht geändert werden kann. Ein Systemadministrator möchte möglicherweise verbindliche Profile für eine Gruppe von Personen verwenden, für die eine gemeinsame Oberfläche und eine Standardkonfiguration erforderlich ist.

Eines der Hauptziele von Benutzerprofilen ist zu ermöglichen, dass das System und der benutzerdefinierte Desktop eines Benutzers diesem von Computer zu Computer folgen, ohne dass der Benutzer Einstellungen erneut konfigurieren muss. Wenn ein Benutzer sich an einem Computer anmeldet, der das Roamingprofil des Benutzers unterstützt, wird der so Desktop angezeigt wie der Benutzer ihn beim letzen Abmelden hinterlassen hat. Durch die Unterstützung für Roamingbenutzer können Benutzer Computer gemeinsam verwenden, wobei jeder Benutzer an jedem Computer im Netzwerk über einen persönlichen Desktop verfügt (sowohl Roamingprofile als auch verbindliche Profile unterstützen diese Funktionalität).

Erstellen und Verwalten von Benutzerprofilen
Benutzerprofile können auf unterschiedliche Arten erstellt und verwaltet werden, wie im folgenden Teil beschrieben wird. Beachten Sie, dass Sie als Systemadministrator festlegen, ob Benutzer ihre Profile ändern können.
  • Sie erstellen für einen bestimmten Benutzer oder eine Gruppe ein Benutzerprofil, das nicht geändert werden kann (dies ist ein verbindliches Profil).
  • Sie richten ein Default User-Profil (Standardbenutzerprofil) im Netzwerk ein, das für alle neuen Benutzer auf Windows NT 4.0-Computern übernommen wird. Nach dem Downloaden dieses Standardprofils und dem Anmelden kann der Benutzer das Profil anpassen (wenn es nicht verbindlich ist).
  • Sie ermöglichen einem neuen Benutzer, das lokale Standardbenutzerprofil auf dem Windows NT 4.0-Computer zu verwenden, an dem der Benutzer sich anmeldet. Nach dem Anmelden kann der Benutzer das Profil anpassen (wenn es nicht verbindlich ist).
  • Sie kopieren eine Benutzerprofilvorlage und weisen die Kopie einem Benutzer zu. Der Benutzer kann das Profil anschließend anpassen (wenn es nicht verbindlich ist).
Profile können auf einem Netzwerkserver gespeichert oder auf dem lokalen Computer zwischengespeichert werden. (Zwischengespeicherte Profile befinden sich im Verzeichnis \%systemroot%\Profiles.) Das Zwischenspeichern von Profilen reduziert die Gesamtdauer der Anmeldens und des Ladens von Profilen; in einer Roamingbenutzer- oder Kioskumgebung ist diese Vorgehensweise jedoch möglicherweise nicht optimal. Diese Option wird vom Administrator gesteuert.

Struktur der Benutzerprofile
Ein Benutzerprofil umfasst eine Windows NT-Registrierungsstruktur und einen Satz Profilverzeichnisse. Die Registrierung ist eine Datenbank, die zum Speichern computer- und benutzerspezifischer Einstellungen verwendet wird. Teile der Registrierung können als Dateien gespeichert werden, die Strukturen. Diese Strukturen können dann bei Bedarf für die Verwendung erneut geladen werden. Benutzerprofile können das Strukturfeature nutzen, um Roamingprofilfunktionalität zur Verfügung zu stellen.

Die Registrierungsstruktur des Benutzerprofils ist NTuser.dat im Dateiformat und wird dem Abschnitt HKEY_CURRENT_USER der Registrierung zugeordnet, wenn der Benutzer sich anmeldet. Die Struktur NTuser.dat behält die Einstellungen der Benutzerumgebung bei, wenn der Benutzer angemeldet ist. Sie speichert solche Einstellungen, die Netzwerkverbindungen, eindeutige Systemsteuerungskonfigurationen des Benutzers (z.B. Desktopfarbe und Maus) und anwendungsspezifische Einstellungen warten. Die Reihe der Profilverzeichnisse speichert Verknüpfungen, Desktopsymbole, Autostartanwendungen usw. Zusammen zeichnen diese beiden Komponenten alle vom Benutzer konfigurierbaren Einstellungen auf, die von Computer zu Computer migrieren können. Details sind nachfolgend angegeben.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 161334 - Geändert am: Dienstag, 9. November 2004 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows 95
Keywords: 
kbhowto kbenv KB161334
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.

Ihr Feedback an uns

 

Contact us for more help

Contact us for more help
Connect with Answer Desk for expert help.
Get more support from smallbusiness.support.microsoft.com