Ändern der RPC-Bindungsreihenfolge

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Artikel-ID: 163576 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D35950
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
163576 XGEN: Changing the RPC Binding Order
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Zusammenfassung

WICHTIG: Dieser Artikel enthält Informationen über die Änderung der Registrierung. Bevor Sie Änderungen an der Registrierung vornehmen, müssen Sie wissen, wie Sie sie wiederherstellen können, falls Probleme auftreten. Weitere Informationen dazu finden Sie im Online-Hilfethema "Wiederherstellen der Registrierung" in Regedit.exe bzw. im Online-Hilfethema "Wiederherstellen von Registrierungsschlüsseln" in Regedt32.exe.

Zusammenfassung

Wie Microsoft Exchange Server RPC verwendet:

Microsoft Exchange Server verwendet das in Windows integrierte RPC, um Verbindungen zwischen den Microsoft Exchange Server-Prozessen, wie Verbindungen zwischen Microsoft Exchange Server Message Transfer Agents (MTAs), herzustellen und um Microsoft Exchange-Clients und -Server mit dem Netzwerk zu verbinden. Microsoft Exchange Server kann RPC über Named Pipes, TCP/IP, NetBIOS und IPX/SPX verwenden. Wenn es versucht, RPC einzusetzen, geht Microsoft Exchange Server die Liste dieser Protokolle durch und versucht, eine RPC-Bindung herzustellen. Die Präferenzreihenfolge der Transporte wird durch die "RPC-Bindungsreihenfolge" bestimmt, die standardmäßig Lokale RPCs, TCP/IP, SPX, Named Pipes und schließlich Netbios lautet.

Ändern der RPC-Protokollbindungsreihenfolge:

Bei der Installation eines Microsoft Exchange-Clients wird die Standard-RPC-Bindungsreihenfolge für Protokolle festgelegt. Von dieser Einstellung hängt die Protokollreihenfolge ab, die für die Kommunikation mit Microsoft Exchange Server verwendet wird. Sie können die RPC-Bindungsreihenfolge vor oder nach der Clientinstallation ändern. Die Leistung kann durch eine Änderung der RPC-Bindungsreihenfolge gesteigert werden, wenn der Client mehrere Protokolle verwendet oder wenn das einzige Protokoll, das er verwendet, nicht das erste in der Bindungsreihenfolge ist. Steht das verwendete Protokoll an letzter Stelle in der Bindungsreihenfolge, versucht der Microsoft Exchange-Client, die Verbindung mit dem Server über die dafür aufgelisteten Protokolle herzustellen. Die Protokolle sind mit folgenden Einträgen in der Bindungsreihenfolge aufgeführt. Die Zeichenkette "ncacn" steht für "Network Computing Architecture Connection".
   Protokollname  RPC-Protokollsymbol
   
   Local RPC      ncalrpc
   TCP/IP         ncacn_ip_tcp
   SPX            ncacn_spx
   Named Pipes    ncacn_np
   NetBIOS        netbios
   VINES IP       ncacn_vns_spp
Mit dem folgenden Eintrag wird beispielsweise versucht, Verbindungen über SPX, TCP/IP und NetBIOS (in dieser Reihenfolge) herzustellen:
   RPC_Binding_Order=ncacn_spx,ncacn_ip_tcp,netbios
Client mit Windows 95, Windows NT Server und Windows NT Workstation:

Standardmäßig verwendet der Microsoft Exchange-Client die folgende Bindungsreihenfolge für Windows 95, Windows NT Server und Windows NT Workstation, wenn eine Verbindung mit einem Microsoft Exchange-Server hergestellt werden soll.
  1. TCP/IP
       2. SPX
       3. Named Pipes
       4. NetBIOS
       5. VINES IP (nur Windows NT Server und Windows NT Workstation)
Für diese Clients können Sie die RPC-Bindungsreihenfolge vor oder nach der Installation des Microsoft Exchange-Clients ändern.

Vor der Installation:

Wählen Sie im Setup-Editor die Eigenschaftenseite für die Bindungsreihenfolge aus.

Nach der Installation:

Ändern Sie die Bindungsreihenfolge im Registrierungseditor im Registrierungsschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Exchange\Exchange Provider.

ACHTUNG: Die unsachgemäße Verwendung des Registrierungseditors kann zu schwerwiegenden Fehlern führen, die manchmal die Neuinstallation von Windows NT erforderlich machen. Microsoft kann nicht gewährleisten, dass Probleme, die aus der unsachgemäßen Verwendung des Registrierungseditors entstehen, gelöst werden können. Die Verwendung des Registrierungseditors erfolgt auf eigene Gefahr.

Informationen über die Bearbeitung der Registrierung finden Sie im Online-Hilfethema "So benennen Sie einen Schlüssel oder Wert um" im Registrierungseditor (Regedit.exe) bzw. im Online-Hilfethema "Bearbeiten der Registrierung" in Regedt32.exe. Beachten Sie, dass Sie eine Sicherungskopie der Registrierung anlegen sollten, bevor Sie sie bearbeiten.

Der folgende Eintrag versucht, eine Verbindung über SPX, TCP/IP und NetBIOS (in dieser Reihenfolge) herzustellen:
   RPC_Binding_Order=ncacn_spx,ncacn_ip_tcp,netbios
Clients mit Windows und Windows für Workgroups:

Standardmäßig verwendet der Microsoft Exchange-Client die folgende RPC-Bindungsreihenfolge für Windows für Workgroups, wenn eine Verbindung mit einem Microsoft Exchange-Server hergestellt werden soll.
  1. Named Pipes
       2. SPX
       3. TCP/IP
       4. NetBIOS
       5. VINES IP
Für Clients mit Windows und Windows für Workgroups können Sie die RPC-Bindungsreihenfolge vor oder nach der Installation des Microsoft Exchange-Clients ändern.

Vor der Installation:

Wählen Sie im Setup-Editor die Eigenschaftenseite für die Bindungsreihenfolge aus.

Nach der Installation:

Bearbeiten Sie in der Datei Exchng.ini im Windows-Verzeichnis den Abschnitt [Exchange Provider]. Der folgende Eintrag in Exchng.ini versucht z. B., eine Verbindung über SPX, TCP/IP und NetBIOS (in dieser Reihenfolge) herzustellen:
   [Exchange Provider]
   RPC_Binding_Order=ncacn_spx,ncacn_ip_tcp,netbios
Clients mit MS-DOS:

Standardmäßig verwendet der Microsoft Exchange-Client die folgende RPC-Bindungsreihenfolge für MS-DOS, wenn eine Verbindung mit einem Microsoft Exchange-Server hergestellt werden soll.
  1. Lokale RPCs
       2. Named Pipes
       3. SPX
       4. TCP/IP
       5. NetBIOS
Sie können die RPC-Bindungsreihenfolge für MS-DOS-Clients erst nach der Installation von MS-DOS ändern. Bearbeiten Sie dazu die Zeile RPC_BINDING_ORDER in der Datei Mlsetup.ini. Diese Datei wird automatisch auf dem Client oder der Netzwerk-Freigabe installiert. Der folgende Eintrag in der Datei Mlsetup.ini versucht z. B., eine Verbindung über lokale RPCs, Named Pipes, TCP/IP und NetBIOS (in dieser Reihenfolge) herzustellen:
   RPC_Binding_Order=ncalrpc,ncacn_np,ncacn_ip_tcp,netbios

Weitere Informationen

Nach Änderung der Bindungsreihenfolge für Microsoft Exchange müssen Sie den Computer nicht neu starten. Der Microsoft Exchange-Client liest die Bindung beim nächsten Start neu ein. Ändern Sie zur Fehlerbehebung lediglich die Bindungsreihenfolge in der Registrierung (achten Sie darauf, dass der Schlüssel vollständig an die Registrierung übergeben wurde), und versuchen Sie dann, in den Eigenschaften des Microsoft Exchange Server-Dienstes (Systemsteuerung/Mail) Namen aufzulösen. Sie müssen auch zum Ausprobieren verschiedener Bindungen die Registrierung nicht schließen.

Zur Trennung der Einträge in der Bindungsreihenfolge MÜSSEN Sie Kommata verwenden, anderenfalls wird die Bindung nicht erfasst. Wenn Sie z. B. "ncacn_ip_tcp;netbios" eingeben und dann versuchen, Namen aufzulösen, wird sofort der folgende Fehler ausgegeben:

Der Name kann nicht aufgelöst werden. Das Microsoft-Adreßbuch konnte sich nicht beim Microsoft Exchange Server-Computer anmelden. Besteht das Problem weiterhin, wenden Sie sich an Ihren Administrator. <ok>

Wird der gesamte Teilschlüssel RPC_binding_Order gelöscht, verwendet der Microsoft Exchange-Client die Standardbindungsreihenfolge. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Fehler in den Einträgen der Bindungsreihenfolge vorliegen, ist dies ein einfacher Weg, den Fehler zu finden und zu beheben.

Die Informationen in diesem Artikel sind dem Exchange Server Resource Kit auf TechNet und anderen Quellen entnommen.

Weitere Informationen finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
D35928 Verbessern der Startzeiten von Windows-Clients

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, daß nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachige(n) Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 163576 - Geändert am: Mittwoch, 24. August 2005 - Version: 5.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Exchange Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Exchange Server 5.0 Standard Edition
  • Microsoft Exchange Server 5.5 Standard Edition
  • Microsoft Exchange Client 5.5
  • Microsoft Exchange Client 5.0
  • Microsoft Exchange Client 4.0
  • Microsoft Exchange Client 5.0
  • Microsoft Outlook 97 Service Pack 1
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  • Microsoft Windows 98 Standard Edition
  • Microsoft Windows 95
  • Microsoft Outlook 2000 Standard Edition
  • Microsoft Outlook 98 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT 4.0
  • Microsoft Outlook, Exchange Server Edition
  • Microsoft Windows 3.1 Standard Edition
  • Microsoft Windows 3.11 Standard Edition
  • Microsoft Outlook 8.0 Exchange Server Edition für Macintosh
  • Microsoft Outlook 8.1 Exchange Server Edition für Macintosh
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