Fehlertoleranzsätze in Microsoft Cluster Server nicht unterstützt

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
171052 Software FT Sets Are Not Supported in Microsoft Cluster Server
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Zusammenfassung

In Microsoft Cluster Server (MSCS) 1.0 werden die mit Windows NT Server gelieferten Software-Fehlertoleranzsätze (FTDISK) nicht für Cluster-Datenträger-Ressourcen auf dem gemeinsam genutzten SCSI-Bus unterstützt. Darin eingeschlossen sind Spiegelsätze, Datenträgersätze und Stripe Sets mit und ohne Parität. FTDISK wird jedoch weiterhin für lokale Datenträgerressourcen unterstützt.

Dies beinhaltet lokale Datenträgerressourcen auf Windows NT Server Enterprise Edition-Servern mit MSCS 1.0. Beispiele für die Verwendung von FTDISK für lokale Datenträgerressourcen sind unter anderem das Erstellen eines FTDISK RAID 5-Stripe Sets, das auf einem Server nicht als Cluster verwendet wird. Ein Kunde könnte beispielsweise einen FTDISK-Datenträger für eine Anwendung auswählen, die nicht auf einem Cluster verwendet wird. Für MSCS-Datenträgerressourcen auf einem gemeinsam genutzten SCSI-Bus wird jedoch von Microsoft nur Hardware-RAID unterstützt.

Im Folgenden sind die beiden wichtigsten Fakten zu dieser Situation aufgeführt:
  • MSCS unterstützt weiterhin RAID auf allen Datenträgern in einem Cluster, damit Ihre Daten im Falle eines Datenträgerfehlers geschützt sind. Datenträger auf einem gemeinsam genutzten SCSI-Bus müssen jedoch durch Hardware-RAID geschützt werden. Datenträger, die sich jeweils lokal auf den einzelnen Servern befinden, können dagegen entweder durch Hardware- oder durch Software-RAID geschützt werden.
  • Windows NT Server-Software-RAID wird weiterhin vollständig für alle Datenträger unterstützt, die mit einem Server ohne Cluster verbunden sind. Die technischen Gründe, die Microsoft die Unterstützung von Software-RAID auf gemeinsam genutzten SCSI-Datenträgern in einem Cluster unmöglich machen, sind einzig und allein auf die Art und Weise zurückzuführen, wie MSCS den Server-Failover ausführt.

Weitere Informationen

Es gibt zwei technische Gründe dafür, warum FTDISK auf dem gemeinsam genutzten SCSI-Bus in Microsoft Cluster Server 1.0 nicht unterstützt wird.

Als erster Grund ist zu nennen, dass RAID-Metadaten nicht bei allen Server-Failover-Szenarien zuverlässig von MSCS wiederhergestellt werden können. FTDISK speichert Metadaten-Informationen über alle Datenträgermitglieder in der Registrierung des lokalen Rechners. (Der Standort dieser Informationen ist HKEY_LOCAL_MACHINE\System\Disk.) Daher besteht die einzige Möglichkeit, an die Datenträger-Metadaten zu gelangen, darin, das Dateisystem auf den Datenträgermitgliedern zu laden. Dies stellt keine Schwierigkeit bei Servern ohne Cluster dar, da diese standardmäßig ständigen Zugriff auf alle lokalen Speichergeräte besitzen. Jedoch kommt es in einem Cluster auf der Grundlage von bestimmten Fehler- und Bootsequenzen gelegentlich zu Zuständen, in denen ein Computer nicht in der Lage ist, mit allen für den FTDISK-Datenträgersatz notwendigen Datenträgern zu starten. In einem solchen Fall könnte ein Datensatz verwaist sein oder auf eine vorherige Version zurückgesetzt worden sein, weil die zum Ermitteln des Datenträgerbesitzes erforderlichen Informationen auf einem Datenträger enthalten sind, der geladen werden muss. In einem Cluster wäre es theoretisch möglich, dass Serverausfälle zu unbekannten Zuständen bei Datenträgern führen, die vom aktuellen Fehlertoleranzsatz (FTDISK) verwaltet werden. Die Tatsache, dass es keine Möglichkeit zum sicheren Wiederherstellen des RAID-Datenträgerzustandes gibt, bis die Datenträger wieder in den Online-Status versetzt werden, könnte die Datenträgermitglieder auch einer möglichen Datenbeschädigung, einem Datenverlust, dem Veralten der Daten und anderen Problemen mit bestimmten Datenträgern aussetzen.

Das zweite technische Problem, das eine Unterstützung der aktuellen Fehlertoleranzsätze (FTDISK) für gemeinsam genutzte SCSI-Datenträger in einem Cluster verhindert, ist das Fehlen einer vollständig automatisierten Wiederherstellungsmethode bei Datenträgerproblemen. Bei einem Failover müsste beispielsweise CHKDSK auf dem FT-Datenträger ausgeführt werden, um die Integrität des Datenträgers zu beurteilen. Zur Zeit steht kein automatisiertes Verfahren dafür zur Verfügung. Daher wird dem Benutzer die Verantwortung zum Ausführen von CHKDSK überlassen.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
   Artikel: Q160963
   Titel  : CHKNTFS.EXE: What You Can Use It For
Artikel: Q158675
   Titel  : How to Cancel CHKDSK After It Has Been Scheduled
Die oben aufgeführten Informationen beziehen sich nur auf die Implementierung der Software-Fehlertoleranzsätze in Microsoft Cluster Server 1.0. Das aktuelle FTDISK-Software-RAID bleibt auch zukünftig eine unterstützte, zuverlässige und ausgezeichnete Lösung für den Datenträgerschutz für Windows NT Server, wenn dieser auf nur einem Server ausgeführt wird.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 171052 - Geändert am: Samstag, 1. März 2014 - Version: 1.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Enterprise Edition
  • Microsoft Cluster Server 1.1
Keywords: 
kbnosurvey kbarchive kbsetup KB171052
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