Verbindungsverzögerung wenn mehrere Redirectoren installiert sind

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Artikel-ID: 171386 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
171386 Connectivity delay with multiple redirectors installed
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986 Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Problembeschreibung

Wenn Sie versuchen von einem System, in dem mehrere Redirectoren installiert sind, eine Verbindung zu Netzwerkressourcen herzustellen, wird diese Verbindung möglicherweise erst nach einer Verzögerung aufgebaut. Diese Verzögerung tritt nur beim ersten Verbindungsaufbau auf.

Ursache

Wenn von einem System mit mehreren Redirectoren zum ersten Mal der Versuch unternommen wird, über eine Nicht-WNET-API eine UNC-Verbindung zu einer Netzwerkressource herzustellen, sendet das Windows NT-System die Anforderung an den Multi-UNC-Provider (MUP), um den Redirector zu ermitteln, über den die Anforderung weitergeleitet werden soll.

Lösung

Windows NT 4.0

Installieren Sie das neueste Service Pack für Windows NT 4.0 oder Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition, um dieses Problem zu beheben. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
152734 Bezugsquellen für das aktuelle Windows NT 4.0 Service Pack

Der MUP wurde modifiziert, so dass eine Anforderung nun folgendermaßen bearbeitet wird: wenn die Anforderung zuerst an den Redirector mit der höchsten Priorität übergeben wird und dieser eine positive Antwort zurückgibt, werden die Redirectoren mit niedrigerer Priorität umgangen, und die Verbindung wird über den Redirector mit der höchsten Priorität hergestellt.

Um diese Fähigkeit zu aktivieren, ist eine aktualisierte Version von Mup.sys erforderlich. Durch Modifizieren des Registrierungseintrags "DisableDFS" kann eine zusätzliche Steigerung der Geschwindigkeit erzielt werden.

Windows 2000 und Windows XP

Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallierung des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierung-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung.Gehen Sie folgendermaßen vor, um dieses Problem auf Windows 2000- bzw. Windows XP-Computern zu beheben:
  1. Klicken Sie auf Start und anschließend auf Ausführen.
  2. Geben Sie regedit ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  3. Klicken Sie auf folgenden Registrierungsschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\NetworkProvider\Order
  4. Doppelklicken Sie auf den Schlüssel
    ProviderOrder
    , und notieren Sie sich anschließend den Namen des Netware-Dienstanbieters von Novell. Der Netware-Dienstanbieter wird möglicherweise als "NetwareWorkstation" oder "NetwareRedirector" angezeigt.
  5. Klicken Sie auf folgenden Registrierungsschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\NetwareWorkstation\NetworkProvider
  6. Doppelklicken Sie auf den Schlüssel
    DeviceName
    , und ändern Sie danach den Wert dieses Schlüssels, sodass er mit dem Wert des Schlüssels
    NetworkProvider
    , den Sie in Schritt 4 notiert haben, übereinstimmt.

    Ändern Sie beispielsweise den Wert des Schlüssels
    DeviceName
    in "\Device\NetwareWorkstation" oder "\Device\NetwareRedirector" um.
Die Werte der Schlüssel
ProviderOrder
und
DeviceName
von Schritt 4 und 6 müssen übereinstimmen. Wenn die Werte dieser Registrierungsschlüssel nicht übereinstimmen, treten bei Ihnen möglicherweise bei dem Versuch, eine Verbindung zu einem Novell-Server herzustellen, inkonsistente Netzwerkleistungen auf.
Warnung Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallierung des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung.

Microsoft übernimmt keine Gewährleistungen oder Support für Probleme, die durch eine Manipulation der Windows- oder Windows NT-Registrierung verursacht wurden. Es ist Ihr eigenes Risiko, den Windows- oder Windows NT-Registrierungseditor oder ähnliche Werkzeuge Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten.
  1. Starten Sie den Registrierungseditor (Regedit.exe).
  2. Navigieren Sie zu folgendem Unterschlüssel:
          HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Mup
    						
  3. Erstellen Sie einen neuen Wert auf der Basis der folgenden Informationen:
          DisableDFS  REG_DWORD
          Range:  0 oder 1
          Standard:  0 (aktiviert)
    						

    Legen Sie diesen Schlüssel auf 1 fest.

    Wenn Sie den Schlüssel DisableDFS auf 1 festlegen, kann der Client auf keinen DFS (Distributed File System)-Namespace mehr zugreifen, einschließlich des SYSVOL-Namespace in Active Directory. Legen Sie diesen Schlüssel nicht auf 1 fest, wenn der Client ein Mitglied von Active Directory ist.
Hinweis: Wenn Sie den IntranetWare-Client von Novell verwenden, müssen Sie ergänzend zu dem zuvor beschriebenen Verfahren die folgenden Schritte ausführen:
  1. Führen Sie den Registrierungseditor (Regedt32.exe) aus.
  2. Gehen Sie zu dem folgenden Registrierungsschlüssel:
          	HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services	\NetwareWorkstation\NetworkProvider				
    
    						

    Hinweis: Bei dem vorstehenden Registrierungsschlüssel handelt es sich um einen einzeiligen Pfad. Er wurde umgebrochen, um die Lesbarkeit zu verbessern.
  3. Klicken Sie auf "DeviceName", klicken Sie auf BEARBEITEN und dann auf ZEICHENKETTE.
  4. Ändern Síe \Device\NetwareWorkstation zu \Device\NetwareRedirector.
  5. Klicken Sie auf OK, beenden Sie den Registrierungseditor, und starten Sie den Computer neu.

Weitere Informationen

Der MUP ermittelt zuerst, ob DFS (Distributed File System, Verteiltes Dateisystem) verwendet wird und übergibt die Anforderung dann an DFS.

Anschließend überprüft der MUP seinen internen Cache, um festzustellen, ob die Verbindung schon einmal erstellt wurde (Einträge im MUP-Cache werden für 15 Minuten beibehalten). Danach sendet der MUP die Anforderung an alle Redirectoren, die jede Anforderung synchron verarbeiten und versucht, eine Ressource im Netzwerk zu identifizieren, die der Anforderung entspricht. Nachdem die Antworten aller Redirectoren eingegangen sind, wählt der MUP (basierend auf der Antwort und der Priorität) den Redirector aus, der von der Anwendung verwendet wird.

Die Verzögerungen werden durch zwei Faktoren verursacht: zum einen durch den Versuch, über DFS auf die Ressource zuzugreifen, und zum anderen dadurch, dass der MUP die Antworten aller Redirectoren abwarten und akzeptieren muss, bevor die Anforderung abgeschlossen werden kann. Aus diesem Grund muss die Anforderung auch dann, wenn eine Ressource verfügbar ist und der Zugriff auf sie über einen Redirector möglich ist, über die anderen installieren Redirectoren gesendet werden, bevor sie abgeschlossen werden kann.

In Abhängigkeit von der Anzahl der Redirectoren, Protokolle und Zeitgeberkonfigurationen für den Verbindungsaufbau können diese Verzögerungen bei jeder erstmaligen Verbindung eine Spanne von 13 Sekunden überschreiten.

Als Beispiel soll der NetWare-Redirector dienen.

Im Folgenden wird der Versuch beschrieben, erstmalig eine UNC-Verbindung aufzubauen:
  1. Die Anwendung gibt eine UNC-Anforderung aus.
  2. DFS wird überprüft, und die Anforderung wird verarbeitet, wenn DFS aktiviert ist.
  3. Anschließend überprüft der MUP den MUP-Cache im Hinblick auf zuvor erstellte Verbindungen.
  4. Danach sendet der MUP eine Abfrage an den ersten Redirector, in diesem Beispiel NetWare, und der Redirector antwortet.

    Hinweis: Die Antwort wird sofort zurückgegeben, da NetWare nur IPX verwendet und Aufrufe sehr schnell durchgeführt werden.
  5. Der MUP sendet die Anforderung an den zweiten Redirector, in diesem Beispiel Microsoft, und der zweite Redirector antwortet.

    Hinweis: Die Verzögerung für den Microsoft-Redirector hängt von den installierten Protokollen ab. Im Falle von TCP/IP sind Verzögerungen zu verzeichnen, da der Ressourcenname über WINS, Broadcasts, die Datei Lmhosts, DNS usw. abgefragt wird. Für einen H-Knotenclient beträgt die Standardverzögerung beispielsweise 13 Sekunden.
  6. Jedem Redirector, der abgefragt wurde, wird eine Priorität zugewiesen. Wenn beide Redirectoren eine positive Rückmeldung ausgeben, wird die Priorität verwendet, um den Redirector festzulegen, über den die Anforderung gesendet wird.
  7. Die Zugriffsnummer für die Ressource wird, basierend auf der Entscheidung des MUPs, an die Anwendung zurückgegeben.
Wenn die Anwendung eine Anforderung für eine NetWare-Ressource ausgegeben hat, müsste die Anwendung so lange warten, bis ein Timeout für den Microsoft-Redirector eintritt, bevor die Zugriffsnummer für die Ressource zurückgegeben wird.

Die Priorität für die Redirectoren kann mithilfe der folgenden Schritte konfiguriert werden:
  1. Führen Sie die Netzwerkanwendung in der Systemsteuerung aus.
  2. Klicken Sie auf DIENSTE und anschließend auf ZUGRIFF AUF DAS NETZWERK IN DIESER REIHENFOLGE.

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich dabei um ein Problem in Windows NT 4.0 und Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition, handelt. Dieses Problem wurde erstmals in Windows NT 4.0, Service Pack 4.0 und Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition, Service Pack 4 behoben.

Eigenschaften

Artikel-ID: 171386 - Geändert am: Freitag, 7. April 2006 - Version: 4.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Terminal Server
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows XP Professional Edition
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