Artikel-ID: 171793 - Geändert am: Freitag, 10. August 2001 - Version: 1.0 Informationen zu Verwendung von 4GT RAM TuningDieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D171793 Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 171793 (http://support.microsoft.com/kb/171793/en-us/ ) Information on Application Use of 4GT RAM Tuning Auf dieser SeiteZusammenfassung
Dieser Artikel beschreibt das Feature 4GT RAM Tuning von Windows NT Server Enterprise Edition (Windows NT Server/E), Version 4.0. Bei herkömmlichen Windows NT Server beträgt die Adressbegrenzung vor einem Prozess 2 GB RAM (Random Access Memory). Das 4GT-Feature von Windows NT Server/E erhöht diese Begrenzung auf 3 GB, ohne neue APIs einzuführen. 4GT führt dies durch, indem der potenzielle RAM, der dem Windows NT Kernel zugeordnet ist, von 2 GB auf 1 GB reduziert wird. Ein großer Teil der in diesem Artikel enthaltenen Informationen wurde den Versionsinformationen zum Produkt entnommen. Weitere Informationen
Anwendungen, die für die Windows NT Server-Plattform entwickelt wurden, nehmen weiter zu, sowohl in der Größe als auch in der Leistungsanforderung. Für Anwendungen, die Eingabe/Ausgabe-intensiv sind, wie z. B. Datenbank-Managementsysteme (DBMS), kann die Verwendung eines größeren Prozessraums erhebliche Leistungsvorteile bieten, da zeitintensive E/A-Zugriffe auf Medien reduziert werden. Beim aktuellen Windows NT Server-Produkt beträgt die Adressbegrenzung vor einem Prozess 2 GB. 4GT erhöht diese Begrenzung auf 3 GB, ohne neue APIs einzuführen. 4GT erreicht dies durch, indem der potenzielle RAM, der dem Windows NT Kernel zugeordnet ist, von 2 GB auf 1 GB reduziert wird. Dieses Leistungsmerkmal bietet Vorteile für Anwendungen, die auf leistungsstarken Computern mit mehr als 2 GB physikalischem RAM ausgeführt werden, und die einen größeren Adressbereich nutzen können. Die Auswirkungen auf Entwickler und Anwendungen sind im weiteren Verlauf des Artikels zusammengefasst. Windows NT Server/E unterstützt 4GT nur auf Servern mit Intel-Architektur. Anmerkung: 4GT funktioniert nur mit 32-Bit-Prozessoren, also wird der adressierbare Speicher von Windows NT Server nicht über die aktuelle Begrenzung von 4 GB hinaus erhöht. Anwendungen für 4GT entwickelnAuswahl von Adressen des Benutzermodus:Wenn 4GT aktiviert ist, kann das höchste Bit einer virtuellen Adresse nicht verwendet werden, um Adressen des Benutzermodus von Adressen des Kernelmodus zu unterscheiden. Speicherzuordnungsproblem: Manche DLL-Dateien (Dynamic Link Library-Dateien) werden in der Nähe der 2 GB-Grenze geladen; daher gibt es eine Region im 2 GB-Bereich, in dem mithilfe von VirtualAlloc kein zusammenhängender Speicher zugewiesen werden kann. In Kernelmodus sichtbare Effekte: Kernelmoduscode kann nicht länger annehmen, dass die Benutzer-/Kernelgrenze bei 0x80000000 bzw. bei einer anderen Nummer liegt. Ein Code, der die Makros ProbeForRead oder ProbeForWrite verwendet, muss mithilfe von neuen Headern, die nicht länger annehmen, dass der Kernelbereich bei 0x80000000 startet, neu erstellt werden. 4GT-Unterstützung in Ihren Anwendungen aktivierenDie Änderungen zur Unterstützung von 4GT werden sowohl auf Systemebene als auch auf Anwendungsebene vorgenommen.Systemänderungen: Nachdem Sie Windows NT Server/E installiert haben, müssen Sie die Datei Boot.ini ändern, um 4GT zu aktivieren. Fügen Sie zur Startzeile einfach den Parameter /3GB hinzu, um 4GT zu aktivieren. Anmerkung: Diese Änderung wirkt sich nur aus, wenn Sie Windows NT Server/E verwenden. Beim herkömmlichen Windows NT verschiebt dieses Flag den Kernel, Anwendungen können jedoch auf mehr als 2 GB zugreifen. Beispiel:
[boot loader] Anmerkung: Einige der oben aufgeführten Zeilen wurden umgebrochen, um die Lesbarkeit zu erhöhen. timeout=30 default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT [operating systems] multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT="Windows NT Server Version 4.00" /3GB multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT="Windows NT Server Version 4.00 [VGA mode]" /basevideo /sos Anwendungsänderungen: Für 4GT-Unterstützung sind keine neuen APIs erforderlich. Speicherzuordnungen bleiben hingegen unverändert, abgesehen von den im unteren Abschnitt "Tipps für effektive 4GT-Unterstützung" aufgeführten Ausnahmen. Es hätte jedoch keine Auswirkungen auf die einzelnen Anwendungen, wenn diesen automatisch ein 3-GB-Adressenbereich bereitgestellt würde. Folgender Mechanismus wurde implementiert, um eine selektive Verwendung von 4GT zu ermöglichen:
Tipps für effektive 4GT-UnterstützungFolgende Richtlinien sind als Zusammenfassung der Änderungen gedacht, die Entwickler überprüfen sollten, wenn sie in Ihren Anwendungen die 4GT-Unterstützung aktivieren möchten.
Die Größe einer Auslagerungsdatei einstellenZiehen Sie eventuell eine Änderung der Standardgröße Ihrer Auslagerungsdatei in Betracht, wenn Sie die 4GT-Option verwenden und der physikalische Speicher in Ihrem Sytem größer als 3GB ist. Beachten Sie, dass diese Änderung mithilfe der Option System in der Systemsteuerung durchgeführt wird. In Windows NT 3.51 liegt die Standardgröße der Auslagerungsdatei normalerweise 11 MB über der Größe des physikalischen Speichers. In Windows NT 4.0 sind die Standardgröße der Auslagerungsdatei und die Größe des physikalischen Speichers im System identisch. Auf einem Computer mit 4 GB physikalischem Speicher würde dies zu einer Auslagerungsdatei von 4,01 GB führen. Unter diesen Umständen könnte die Effektivität dieser Auslagerungsdatei aufgrund der Gesamtgröße von 4GB minimal sein. Folglich könnte mithilfe einer 256-MB-Auslagerungsdatei Speicherplatz effektiver verwendet werden. Eine kleinere Auslagerungsdatei wirkt sich jedoch auf die gesamte Speichergröße für Anwendungen aus. Sie sollten diese Einstellungen mit ISV (Independent Software Vendor) für die Anwendungen, die mit der 4GT-Option ausgeführt werden, besprechen.Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung. Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.
| SPRACHE AUSWÄHLEN
|
Zum Anfang
