Erstellen eines virtuellen Verzeichnisses in Internet Information Services (IIS)

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
172138 How To Create a Virtual Directory in Internet Information Services (IIS)
Microsoft empfiehlt ausdrücklich, Microsoft Internet Information Services (IIS) Version 6.0 zu aktualisieren, das auf Microsoft Windows Server 2003 ausgeführt wird. IIS 6.0 erhöht die Web-Sicherheitsinfrastruktur signifikant. Weitere Informationen zu Sicherheitsfragen in Verbindung mit IIS finden Sie auf folgender Microsoft-Website:
http://www.microsoft.com/technet/security/prodtech/IIS.mspx
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie in Internet Information Server (IIS) 3.0 und 4.0 sowie in Internet Information Services (IIS) 5.0 und 5.1 ein virtuelles Verzeichnis erstellen.

Einführung

Jeder der Internetdienste kann Veröffentlichungen aus mehreren Verzeichnissen vornehmen. Jedes dieser Verzeichnisse kann sich auf einem lokalen Laufwerk oder im Netzwerk befinden. Das Verzeichnis wird dabei durch einen UNC (Universal Naming Convention)-Namen angegeben und durch einen Benutzernamen und ein Kennwort ergänzt, die für die Zugriffsberechtigung verwendet werden. Ein virtueller Server kann über ein Basisverzeichnis sowie über eine beliebige Anzahl weiterer Veröffentlichungsverzeichnisse verfügen. Diese anderen Veröffentlichungsverzeichnisse werden als virtuelle Verzeichnisse bezeichnet.

Um URL-Clientadressen zu vereinfachen, stellen die Dienste Clients die Gesamtmenge der Veröffentlichungsverzeichnisse in einer Verzeichnisstruktur bereit. Das Basisverzeichnis ist das Stammverzeichnis dieser virtuellen Verzeichnisstruktur, und jedes virtuelle Verzeichnis wird so angesprochen, als handele es sich um ein Unterverzeichnis des Basisverzeichnisses. Tatsächliche Unterverzeichnisse der virtuellen Verzeichnisse stehen Clients ebenfalls zur Verfügung. Nur der WWW-Dienst unterstützt virtuelle Server; aus diesem Grund können der FTP- und Gopher-Dienst nur ein Basisverzeichnis besitzen.

Wenn im Internetdienste-Manager ein virtuelles Verzeichnis definiert wird, wird dem virtuellen Verzeichnis ein Alias zugeordnet. Der Alias ist der Unterverzeichnisname, der von Clients für den Zugriff auf Informationen im virtuellen Verzeichnis verwendet wird. Wenn keine Aliasnamen für virtuelle Verzeichnisse vom Administrator angegeben werden, wird ein Aliasname automatisch von Internetdienste-Manager generiert.

Ein Administrator kann z. B. folgendermaßen zwei virtuelle Verzeichnisse für den WWW-Dienst definieren:
   C:\Wwwroot

   D:\Webdata Alias = data
				

Wenn die Site den Namen MyWeb hat, greifen Clients folgendermaßen auf diese virtuellen Verzeichnisse zu:
   http://MyWeb/WWWRoot

   http://MyWeb/data
				

Virtuelle Verzeichnisse in IIS 3.0 erstellen

  1. Doppelklicken Sie in Internetdienste-Manager auf den Dienst, für den Sie ein virtuelles Verzeichnis hinzufügen möchten, um seine Eigenschaftenseiten anzuzeigen.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Verzeichnisse.
  3. Klicken Sie auf Hinzufügen.
  4. Klicken Sie auf Durchsuchen, um ein Verzeichnis im Feld Verzeichnis auszuwählen.
  5. Klicken Sie auf Virtuelles Verzeichnis, und geben Sie dann den Namen des virtuellen Verzeichnisses im Feld Alias ein
  6. Legen Sie die Zugriffsberechtigungen fest.
  7. Klicken Sie auf OK.
  8. Klicken Sie auf Übernehmen und anschließend auf OK.
Weitere Informationen finden Sie in der Onlinedokumentation zu Internet Information Server sowie im Microsoft Windows NT Server Resource Kit.

Virtuelle Verzeichnisse in IIS 4.0 erstellen

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Programme, wählen Sie Windows NT 4.0 Option Pack aus, zeigen Sie auf Microsoft Internet Information Services, und klicken Sie dann auf Internetdienste-Manager.

    Hinweis: Klicken Sie in diesen Schritten nicht auf Internet-Dienst-Manager (HTML).
  2. Erweitern Sie Internet Information Server.
  3. Erweitern Sie den Namen des Servers.
  4. Klicken Sie im linken Bereich mit der rechten Maustaste auf Standardwebsite, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Virtuelles Verzeichnis.
  5. Geben Sie auf dem ersten Bildschirm des Assistenten zum Erstellen eines neuen virtuellen Verzeichnisses einen Alias oder einen Namen (wie beispielsweise MyWebData) für das virtuelle Verzeichnis ein, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  6. Klicken Sie im zweiten Dialogfeld auf Durchsuchen. Suchen Sie den Inhaltsordner, den Sie für die Webinhalte erstellt haben. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Aktivieren Sie im dritten Dialogfeld die Kontrollkästchen Lesen und Skripts ausführen(z. B. ASP). Stellen Sie sicher, dass die anderen Kontrollkästchen deaktiviert sind. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Assistenten zu beenden.
  8. Für ASP-Inhalte möchten Sie eventuell bestätigen, dass eine Anwendung erstellt wurde. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf das neue virtuelle Verzeichnis, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  9. Klicken Sie auf Virtuelles Verzeichnis, und stellen Sie sicher, dass der Name des virtuellen Verzeichnisses im Bearbeitungsfeld Anwendungsname unter Anwendungseinstellungen aufgelistet wird. Wenn dies nicht der Fall ist, klicken Sie auf Erstellen.
  10. Schließen Sie das Dialogfeld Eigenschaften, und schließen Sie dann IIS.

Virtuelle Verzeichnisse in IIS 5.0 erstellen

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Programme, klicken Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Internetdienst-Manager.
  2. Erweitern Sie den Namen des Servers.
  3. Klicken Sie im linken Bereich mit der rechten Maustaste auf Standardwebsite, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Virtuelles Verzeichnis.
  4. Geben Sie im ersten Dialogfeld des Assistenten zum Erstellen virtueller Verzeichnisse einen Namen für die Site ein (z. B. MeineWebsite), und klicken Sie dann auf Weiter.
  5. Klicken Sie im zweiten Dialogfeld auf Durchsuchen. Suchen Sie den Inhaltsordner, den Sie für die Inhalte erstellt haben. Klicken Sie auf Weiter.
  6. Aktivieren Sie im dritten Dialogfeld die Kontrollkästchen Lesen und Skripts ausführen(z. B. ASP). Stellen Sie sicher, dass die anderen Kontrollkästchen deaktiviert sind. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Assistenten zu beenden.
  7. Für ASP-Inhalte möchten Sie eventuell bestätigen, dass eine Anwendung erstellt wurde. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf das neue virtuelle Verzeichnis, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  8. Stellen Sie auf der Registerkarte Virtuelles Verzeichnis sicher, dass der Name des virtuellen Verzeichnisses im Bearbeitungsfeld Anwendungsname unter Anwendungseinstellungen aufgelistet wird. Wenn dies nicht der Fall ist, klicken Sie auf Erstellen. Bedenken Sie, dass der Anwendungsname nicht mit dem Alias des virtuellen Verzeichnisses übereinstimmten muss.
  9. Schließen Sie das Dialogfeld Eigenschaften.

Virtuelle Verzeichnisse in IIS 5.1 erstellen

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Programme, klicken Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Internetdienst-Manager.
  2. Erweitern Sie den Namen des Servers.
  3. Klicken Sie im linken Bereich mit der rechten Maustaste auf Standardwebsite, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf Virtuelles Verzeichnis.
  4. Geben Sie im ersten Dialogfeld des Assistenten zum Erstellen virtueller Verzeichnisse einen Namen für die Site ein (z. B. MeineWebsite), und klicken Sie dann auf Weiter.
  5. Klicken Sie im zweiten Dialogfeld auf Durchsuchen. Suchen Sie den Inhaltsordner, den Sie für die Inhalte erstellt haben. Klicken Sie auf Weiter.
  6. Aktivieren Sie im dritten Dialogfeld die Kontrollkästchen Lesen und Skripts ausführen(z. B. ASP). Stellen Sie sicher, dass die anderen Kontrollkästchen deaktiviert sind. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Assistenten zu beenden.
  7. Für ASP-Inhalte möchten Sie eventuell bestätigen, dass eine Anwendung erstellt wurde. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf das neue virtuelle Verzeichnis, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  8. Stellen Sie auf der Registerkarte Virtuelles Verzeichnis sicher, dass der Name des virtuellen Verzeichnisses im Bearbeitungsfeld Anwendungsname unter Anwendungseinstellungen aufgelistet wird. Wenn dies nicht der Fall ist, klicken Sie auf Erstellen. Bedenken Sie, dass der Anwendungsname nicht mit dem Alias des virtuellen Verzeichnisses übereinstimmten muss.
  9. Schließen Sie das Dialogfeld Eigenschaften.

Weitere Faktoren, die zu beachten sind:

  • Sie können eine beinahe unbegrenzte Anzahl virtueller Verzeichnisse für Ihren Dienst erstellen; die Leistung kann sich jedoch verschlechtern, wenn zu viele dieser Verzeichnisse vorhanden sind.
  • Damit virtuelle Verzeichnisse durchsucht werden können, muss der URL für das virtuelle Verzeichnis angeben werden. Sie können zu diesem Zweck entweder auf einen Hypertextlink klicken, der den URL enthält, oder Sie können den URL im Browser eingeben. Für den Gopher-Dienst können Sie ausdrückliche Hyperlinks in Tagdateien erstellen, damit Benutzer auf virtuelle Verzeichnisse zugreifen können. Für den FTP-Dienst können Sie virtuelle Verzeichnisse mithilfe von Verzeichnis-Anmerkungen oder durch das Erstellen von Unterordnern mit dem gleichen Namen wie dem virtuellen Verzeichnis auflisten.Weitere Informationen zur Verwendung von FTP-Verzeichnis-Anmerkungen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    141705 Welche Verfahrensweise zu dem Einrichten von Verzeichnis-Anmerkung für Internetserver FTP
  • Wenn Sie das NTFS-Dateisystem verwenden, können Sie virtuelle Verzeichnisse auch folgendermaßen erstellen:
    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Verzeichnis in Windows Explorer.
    2. Klicken Sie auf Freigabe.
    3. Aktivieren Sie das Eigenschaftenfenster Webfreigabe.
  • In IIS 3.0 kann auf jedes virtuelle Verzeichnis, das keiner spezifischen IP-Adresse zugeordnet ist, von allen Websites aus, für die der Server als Host fungiert, zugegriffen werden. In IIS 4.0 und höher wurde dieses Verhalten geändert, damit der Zugriff auf ein virtuelles Verzeichnis von mehreren Websites, die mehrere IP-Adressen verwenden, aus möglich ist. Damit auf ein virtuelles Verzeichnis von mehreren Websites, die mehrere IP-Adressen verwenden, aus zugegriffen werden kann, müssen Sie nun das virtuelle Verzeichnis zu jeder Site hinzufügen.
  • Durch das Löschen eines virtuellen Verzeichnisses wird das zugehörige physische Verzeichnis bzw. werden die zugehörigen Dateien nicht gelöscht.

Verweise

Weitere Informationen zum Erstellen und Löschen virtueller Verzeichnisse mithilfe eines Programms finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
188954 Erstellen Sie und löschen Sie virtuelle Verzeichnisse in IIS 4.0
Weitere Informationen zum Erstellen virtueller Verzeichnisse in IIS 4.0, 5.0 und 5.1 finden Sie in den IIS-Hilfethemen. Wenn diese installiert sind, können Sie sie aufrufen, indem Sie in den Webserver http://Servername/iisHelp/ eingeben. (Hierbei steht Servername für den Namen des Servers, auf dem IIS ausgeführt wird). Die Dateien der Dokumentation finden Sie unter %SystemRoot%\Help.

Eigenschaften

Artikel-ID: 172138 - Geändert am: Samstag, 21. Januar 2006 - Version: 4.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Internet Information Server 3.0
  • Microsoft Internet Information Server 4.0
  • Microsoft Internet Information Services 5.0
  • Microsoft Internet Information Services 5.1
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