Aktualisierte TCP/IP-Druckoptionen für Windows NT 4.0 SP3 und höher

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
179156 Updated TCP/IP printing options for Windows NT 4.0 SP3 and later
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Sie müssen wissen, wie die Registrierung wiederhergestellt werden kann, wenn ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986 Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

In diesem Artikel werden die aktualisierten TCP/IP-Druckkomponenten beschrieben, die Teil von Windows NT 4.0 Service Pack 3 (SP3) sind. Es stehen zwei neue Registrierungseinträge zur Verfügung, die LPR (Line Printer Remote) die Verwendung von verfügbaren Ports oberhalb von 1.023 ermöglichen. Mit diesen Einträgen ist LPR nicht länger auf die Verwendung der 11 TCP-Ports (721 bis 731) beschränkt und vermeidet so selbst bei Druckservern mit hoher Auslastung Konflikte mit reservierten Ports.

Weitere Informationen

Beim Drucken über TCP/IP (LPR) unter Windows NT 4.0 Service Pack 2 (SP2) und früher werden standardmäßig die TCP-Ports 512-1.023 verwendet. In Windows NT 4.0 Service Pack 3 verwendet LPR standardmäßig die TCP-Ports 721-731, wie in RFC 1179 (Windows NT 3.51 Service Pack 4 und frühere Versionen) beschrieben. Darüber hinaus ist LPR in Service Pack 3 nun über zwei Registrierungseinträge konfigurierbar, die die Verwendung der TCP-Ports 1.024 und höher ermöglichen. Weitere Informationen über das Einrichten von LPR-Druckern als RFC-kompatible Geräte finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
141708 Drucken an LPD-Drucker unter Windows NT sehr langsam/geht nicht

Methode 1

Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungs-Editors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungs-Editor auf eigene Verantwortung.
In Service Pack 3 wird automatisch ein neuer Registrierungseintrag generiert, wenn ein neuer LPR-Port erstellt wird. Diese Einstellung ist abhängig vom Druckerport definiert und weist die RFC-kompatible Standardeinstellung 0 auf. Um einzelnen IP-Adressports die Verwendung der TCP-Ports 1024 und höher zu ermöglichen, müssen Sie Service Pack 3 anwenden und anschließend die folgenden Schritte ausführen:
  1. Starten Sie den Registrierungs-Editor (Regedt32.exe), und gehen Sie zum folgenden Unterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\LPDSVC\lpr
  2. Wenn der folgende Wert vorhanden ist, doppelklicken Sie auf den Eintrag. Wenn der Wert nicht bereits vorhanden ist, klicken Sie im Menü Bearbeiten auf Wert hinzufügen, und geben Sie die folgenden Informationen ein:
    Name: <IP-Adresse des LPR-Druckerports>
    Typ: REG_DWORD
    Wert: 0 oder 1
    Werttyp: Binär
    0 = verwendet 721-731 (Standardeinstellung)
    1 = verwendet jeden beliebigen Port >1024
  3. Starten Sie den Spooler-Dienst neu, damit die Änderungen wirksam werden. Geben Sie den folgenden Befehl an der MS-DOS-Eingabeaufforderung ein: net stop spooler. Geben Sie den folgenden Befehl an einer MS-DOS-Eingabeaufforderung ein, um den Dienst Spooler neu zu starten: net start spooler.

Methode 2

Windows NT 4.0 Service Pack 4 (SP4) und höhere Versionen ermöglichen es, mit einem neuen Registrierungswert namens "UseNonRFCSourcePorts" LPR-Drucker für die Verwendung von TCP-Ports oberhalb von 1.024 mithilfe eines einzigen Registrierungseintrags zu konfigurieren, der eine globale Änderung ermöglicht. Verwenden Sie diese Methode bei Druckservern, die zahlreiche LPR-Ports aufweisen.

Hinweis: Falls alle LPR-Ports vor Installation von SP4 oder einer höheren Version erstellt wurden, ist ein einzelner Porteintrag in der Registrierung für alle LPR-Ports vorhanden. Diese einzelnen Ports haben Vorrang vor dem globalen Eintrag "UseNonRFCSourcePorts". Somit müssen diese einzelnen Ports aus der Registrierung gelöscht werden, ehe der globale Eintrag "UseNonRFCSourcePorts" für alle LPR-Ports funktioniert. In den nachfolgenden Anleitungen wird das Entfernen der einzelnen Einträge bzw. das Hinzufügen des neuen Eintrags in einzelnen Schritten beschrieben. Beachten Sie außerdem, dass der Registrierungsunterschlüssel
UseNonRFCSourePorts
auf dem Computer gesetzt sein muss, der die LPR-Jobs an einen LPD-Server senden wird.

Installieren Sie SP4 oder eine höhere Version, und gehen Sie dann folgendermaßen vor, um den neuen Registrierungsschlüssel zu aktivieren:
  1. Starten Sie den Registrierungs-Editor (Regedt32.exe), und gehen Sie zum folgenden Unterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\LPDSVC\lpr
  2. Klicken Sie im Menü Registrierung auf Schlüssel speichern, und geben Sie einen Dateinamen ein.
  3. Löschen Sie den Schlüssel Lpr, um alle einzelnen IP-Adresseinträge zu entfernen.
  4. Markieren Sie den Schlüssel LPDSVC.
  5. Klicken Sie im Menü Bearbeiten auf Schlüssel hinzufügen, und geben Sie lpr im Feld Schlüsselname ein.
  6. Markieren Sie den neu erstellten Schlüssel Lpr.
  7. Klicken Sie im Menü Bearbeiten auf Wert hinzufügen, und geben Sie die folgenden Informationen ein:
    Name: UseNonRFCSourcePorts
    Typ: REG_DWORD
    Wert: 0 oder 1
    Werttyp: Binär
    0 = verwendet 721-731 (Standardeinstellung)
    1 = verwendet jeden beliebigen Port >1024
Hinweis: SP4 oder eine höhere Version muss installiert werden, bevor der Spooler-Dienst in Schritt 8 neu gestartet werden kann. Wenn Sie SP4 oder eine höhere Version nicht vor dem Neustart des Spooler-Dienstes installieren, werden die einzelnen Porteinträge automatisch neu erstellt.
  1. Starten Sie den Spooler-Dienst neu, damit die Änderungen wirksam werden. Geben Sie den folgenden Befehl an der MS-DOS-Eingabeaufforderung ein: net stop spooler. Wenn Sie den Spooler-Dienst neu starten möchten, geben Sie den Befehl net start spooler an der MS-DOS-Eingabeaufforderung ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE].
Sie können darüber hinaus "UseNonRFCSourcePorts" zusammen mit den einzelnen Portschlüsseln verwenden, um ein Ausnahmeszenario anzugeben, in dem ein bestimmter LPR-Port RFC-kompatibel sein muss. Erstellen Sie nach dem Hinzufügen des Eintrags "UseNonRFCSourcePorts" einen einzelnen IP-Adressport unter Verwendung von Methode 1, und legen Sie dabei die Standardeinstellung für diesen Port wieder auf 0 fest.

Wenn Sie LPR-Ports haben oder erstellen und den Spooler-Dienst mit SP3 starten, wird für jeden LPR-Port mit Standardwert 0 ein Registrierungseintrag erstellt. Dieser ist kompatibel mit RFC 1179. Wenn dieser Wert auf 1 geändert wird, ist er nicht mehr mit RFC 1179 kompatibel und lässt die Verwendung von Port 1024 oder höher zu.

Wenn Sie anschließend SP4 oder eine höhere Version installieren, wurden die Registrierungseinträge bereits erstellt und müssen für den Fall, dass Sie sie löschen und serverweite Einstellungen verwenden, überprüft werden. Durch das Hinzufügen neuer Ports nach Installation von SP4 oder einer höheren Version werden nicht automatisch portspezifische Einträge erstellt.

Ist SP4 oder eine höhere Version installiert, stellt der Eintrag "UseNonRFCSourcePorts" mit dem Wert 0 RFC 1179-Kompatibilität her (721-731). Durch den Wert 1 (>1023) wird diese deaktiviert. Einträge für einzelne Drucker sind jedoch von dieser Regel ausgenommen.

Windows 2000

Windows 2000 enthält einen verbesserten Portmonitor, mit dem dieselben Ergebnisse erzielt werden können wie durch die zuvor beschriebenen Registrierungsänderungen. Der Microsoft Standard Port Monitor (SPM) ermöglicht ein dynamischeres IP-Drucken. SPM verwendet standardmäßig Port 9100, verwendet jedoch LPR-Quellports (Nicht-RFC-Ports; Ports oberhalb von 1024) als Ausweichmöglichkeit.

Wenn Sie einen Upgrade von einer früheren Version von Windows NT auf Windows 2000 durchgeführt haben, können Sie Ihre vorhandenen LPR-Ports nach SPM konvertieren, indem Sie das Programm "Portconv.vbs" ausführen. Sie finden dieses Programm im Windows 2000 Resource Kit. Die Dokumentation dazu finden Sie in der Datei "Prnadmin.doc". Weitere Informationen zu SPM finden Sie in der Windows 2000-Hilfe sowie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
246868 Neue TCP/IP-Druckoptionen im Standard-Portmonitor von Windows
LPR: LPR-Ports können auf einem Windows 2000-Server konfiguriert werden, nachdem Print Services for Unix im Abschnitt "Weitere Datei- und Druckdienste für das Netzwerk" des Assistenten für Windows-Komponenten unter der Option "Software" installiert wurde. Wenn Sie einen LPR-Port konfigurieren (keinen Standard-TCP/IP-Port), werden für diesen Port standardmäßig die LPR-RFC-Quell- und Zielports verwendet (TCP:721-731, TCP:515). Beide Registrierungsschlüssel, die in diesem Artikel beschrieben werden, funktionieren in Windows 2000 und können einzeln oder zusammen dazu verwendet werden, LPR-Ports für die Verwendung von RFC- oder Nicht-RFC-Quellports für den gesamten Spooler-Dienst oder nur einzelne LPR-Ports einzustellen.

Standard-TCP/IP-Port: Windows 2000 enthält einen verbesserten Portmonitor, der mit einem Druckservergerät wie z. B. einer JetDirect-Karte über Quellports >1024 und den Zielport 9100 kommuniziert. Der Microsoft Standard Port Monitor (SPM) ermöglicht ein dynamischeres IP-Drucken. Zwar verwendet SPM standardmäßig den Zielport 9100, jedoch ist ein Wechsel auf Zielport 515 möglich, wenn die Konfiguration entsprechend geändert wird oder das Zielgerät den Zielport 9100 nicht unterstützt.

Wenn Sie einen Upgrade von einer früheren Version von Windows NT auf Windows 2000 durchgeführt haben, können Sie Ihre vorhandenen LPR-Ports nach SPM konvertieren, indem Sie das Programm "Portconv.vbs" ausführen. Sie finden dieses Programm im Windows 2000 Resource Kit. Die Dokumentation dazu finden Sie in der Datei "Prnadmin.doc". Weitere Informationen zu SPM finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
246868 Neue TCP/IP-Druckoptionen im Standard-Portmonitor von Windows
Hinweis: Es kann vorkommen, dass das Drucken von AIX zu Windows 2000 Line Printer Daemon (LPD) nicht mehr funktioniert. Dieses Problem tritt auf, da AIX 4.3.3 Patch Level 8 nicht mit RFC1179 kompatibel ist. Erstellen Sie den folgenden Registrierungswert, um aus AIX zu Windows 2000 LPD zu drucken:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\LPDSVC\lpr

Name: UseNonRFCSourcePorts
Wertdaten: 1
Weitere Informationen zum AIX-Drucken zu Windows 2000 über ein WAN (Wide Area Network) finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
280344 Große Druckauftragzeitüberschreitung nach 60 Sekunden in Windows Server 2003 und Windows 2000 Server
283014 Windows 2000 Lprmon Does Not Restart Job If It empfängt ein "Nack" nach eine Datendatei senden

Lösung

Installieren Sie das neueste Service Pack für Windows NT 4.0 oder Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition, um dieses Problem zu beheben. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
152734 Bezugsquellen für das aktuelle Windows NT 4.0 Service Pack

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich dabei um ein Problem in Windows NT 4.0 und Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition, handelt. Dieses Problem wurde erstmals in Windows NT 4.0, Service Pack 4 und Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition, Service Pack 4 behoben.

Eigenschaften

Artikel-ID: 179156 - Geändert am: Dienstag, 5. Juni 2007 - Version: 4.4
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Enterprise Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
Keywords: 
kbbug kbfix kbprint KB179156
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