Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 6)

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
185588 Guide To Windows NT 4.0 Profiles and Policies (Part 3 of 6)
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Zusammenfassung

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   ARTIKEL-ID: D42304
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 1)
ARTIKEL-ID: D42305
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   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 3)
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   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 5)
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ARTIKEL-ID: D42318
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ARTIKEL-ID: D42319
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 11)
ARTIKEL-ID: D42320
   TITEL     : Leitfaden für Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien (Teil 12)

Zusammenfassung

Dieser Artikel ist der dritte einer Reihe von Artikeln, die Informationen und Prozeduren zum Implementieren von Microsoft Windows NT 4.0-Profilen und -Richtlinien auf Clientarbeitsstationen und Servern zur Verfügung stellen.

Ein englischsprachiges Whitepaper steht zur Verfügung, das alle diese Informationen sowie zusätzliche Flussdiagramme, Diagramme und Beispiele enthält. Es kann von folgender Webseite gedownloadet werden:
   http://www.microsoft.com/NTServer/management/deployment/planguide/prof_policies.asp
Hinweis: Oben stehender Link besteht nur aus einem Pfad; eventuell vorhandene Textumbrüche dienen der besseren Lesbarkeit.

Weitere Informationen

Betriebssystem Windows NT Server
                             Whitepaper
         Leitfaden für Microsoft Windows NT 4.0-Profile und -Richtlinien
Copyright 1997 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Die im vorliegenden Dokument enthaltenen Informationen geben die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuelle Meinung der Microsoft Corporation zu den behandelten Themen wieder. Da Microsoft auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens Microsoft dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht garantieren.

Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST FÜR DIESES DOKUMENT JEDE GEWÄHRLEISTUNG AUS, SEI SIE AUSDRÜCKLICH ODER KONKLUDENT.

Microsoft, das BackOffice-Logo, MS-DOS, Windows und Windows NT sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation.

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USA
0997

Profile mit Default User-Vorlage (Standardbenutzer)
Während der Installation von Windows NT 4.0 Workstation erstellt Setup ein allgemeines Benutzerprofil, den Default User, und speichert es in einem Ordner im Profilverzeichnis. Diese Standardeinstellungen definieren eine Umgebung für neue Benutzer, die sich lokal am Computer anmelden oder sich an einer Domäne anmelden, die kein Default User-Netzwerkprofil enthält. Wenn sich ein neuer Benutzer anmeldet, wird ein Profilverzeichnis für diesen Benutzer erstellt, und die Standardeinstellungen werden in das Verzeichnis des neuen Benutzers geschrieben. (Das Profil kann anschließend möglicherweise angepasst werden, je nachdem, wie der Administrator Profile konfiguriert hat).

Unter Windows NT 4.0 haben Administratoren die Option, ein Default User-Netzwerkprofil zu erzeugen, das, sofern vorhanden, verwendet wird, bevor das lokale Default User-Profil verwendet wird. Bei der ursprünglichen Einzelhandelsversion von Windows NT 4.0 haben Arbeitsstationen das Default User-Netzwerkprofil und die neueste Version der Datei NTconfig.pol gedownloadet und diese in den lokalen Ordnern "Default User" (Netzwerk) bzw. "Policy" gespeichert. Anstatt diese automatisch bei jedem Bedarf vom Server zu downloaden, wurden im Rahmen des Anmeldevorgangs die Stempel Zeit/Datum/Größe der beiden Versionen verglichen. Wenn es sich um dieselben Stempel handelte, wurden die zwischengespeicherte Versionen ohne Durchführen eines weiteren Downloads verwendet. Mit dem Windows NT 4.0 Service Pack 2 wird jedoch die Systemrichtliniendatei NTconfig.pol während jeder Anmeldung gedownloadet. (Die Profilfunktionalität bleibt unverändert - das Profil wird nur gedownloadet, wenn die lokale Kopie veraltet ist.)

Profilnamen und -speicherung in der Registrierung
Windows NT 4.0 zeichnet auf, welches Profil von welchem Benutzer verwendet werden sollte, indem die Registrierungsschlüssel für die Sicherheits-ID des Benutzers (Security ID, SID) in die Registrierung eingefügt werden unter:
   HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList
Jeder Benutzer, der sich am lokalen Computer angemeldet hat, hat eine in diesem Unterschlüssel aufgezeichnete SID, mit einem Wert, der den Pfad zum lokalen Profil dieses Benutzers enthält, ProfileImagePath. Sollten sich mehrere Benutzer mit demselben Kontonamen am Netzwerk anmelden, wird für jeden Benutzer ein separates eigenes Profil erstellt. Wenn sich z.B. mehrere Benutzer mit dem Kontonamen John Smith am Computer anmelden, wird dem ersten John Smith ein Ordner namens "JohnSmith" zugewiesen. Nachfolgenden Benutzern mit demselben Namen werden Ordner namens John Smith zugewiesen, an die ein numerisches Suffix angehängt wird, z.B. "JohnSmith.000", "JohnSmith.002" usw.

Manuelles Verwalten eines Benutzerprofils über die Registrierung
Als Systemadministrator müssen Sie möglicherweise bestehende Einstellungen ändern, um unnötige Benutzerinteraktion zu verhindern oder um Änderungen durchzuführen, bevor das Profil als verbindlich festgelegt wird, oder um benutzerdefinierte Registrierungseinträge hinzuzufügen. Darüber hinaus müssen Sie möglicherweise das Default User-Profil auf einem Computer ändern, bevor neue Benutzer sich anmelden und das Profil als Vorlage verwenden. Sie können das Profil eines bestimmten Benutzers oder das Default User-Profil öffnen und manuell anpassen, wie in der nachfolgenden Prozedur erklärt ist.

Hinweis: Stellen Sie sicher, dass der Benutzer nicht angemeldet ist, bevor Sie die Prozedur verwenden. Wenn der Benutzer angemeldet ist, während die Änderungen durchgeführt werden, werden die Änderungen von den Einstellungen des Benutzers überschrieben, weil die Profileinstellungen beim Abmelden gespeichert werden.

Wie weiter oben bereits erläutert, enthält die Datei Ntuser.dat alle Registrierungseinstellungen, die sich unter HKEY_CURRENT_USER befinden. Als Systemadministrator können Sie die im Abschnitt Ntuser.dat des Profils enthaltenen Daten ändern, indem Sie die Struktur in die Registrierung laden.

So passen Sie ein Benutzerprofil manuell an:
  1. Suchen Sie das zu ändernde Profil.
    - Wenn das Profil ein serverbasiertes Profil ist, suchen Sie \\Server\Freigabe\Benutzername, und bestimmen Sie die Erweiterung der Datei Ntuser.xxx.
    - Wenn das Profil ein lokales Profil ist, suchen Sie das Verzeichnis %systemroot%\Profiles\<Benutzername>, und bestimmen Sie die Erweiterung der Datei Ntuser.xxx.
    - Wenn Sie das Default User-Profil bearbeiten müssen, suchen Sie das Verzeichnis %systemroot%\Profiles\Default User, und bestimmen Sie die Erweiterung der Datei Ntuser.xxx.
    - Wenn Sie das Netzwerkprofil für den Standardbenutzer (Default User) bearbeiten müssen, suchen Sie den Ordner "Default User" auf der Freigabe NETLOGON der Domänencontroller, die Benutzerauthentifizierung durchführen, und bestimmen Sie die Erweiterung der Datei Ntuser.xxx. Wenn mehr als ein Domänencontroller vorhanden ist und Verzeichnisreplikation sicherstellt, dass das Standardbenutzerprofil auf allen Domänencontrollern dasselbe ist, öffnen Sie das Profil nur auf dem Domänencontroller, der der Exportserver ist.
  2. Starten Sie Regedt32.exe, und wählen Sie das Fenster HKEY_USERS AUF LOKALEM COMPUTER aus.
       Markieren Sie den Stammschlüssel von HKEY_USERS.
  3. Wählen Sie STRUKTUR LADEN im Menü REGISTRIERUNG aus.
  4. Suchen Sie das in Schritt 1 bestimmte Verzeichnis, und wählen Sie die Datei Ntuser.xxx aus, die sich in diesem Verzeichnis befindet.
  5. Sie werden in einem Dialogfenster aufgefordert, einen SCHLÜSSELNAMEN einzugeben. Sie können jeden Wert verwenden, aber Sie müssen sich diesen Wert merken, damit Sie ihn während des Entladeprozesses auswählen können. Daher empfehlen wir Ihnen, den Benutzernamen zu verwenden.
  6. Drücken Sie die [Eingabetaste]. Auf diese Weise wird die Profilregistrierungsstruktur als Unterschlüssel zu HKEY_USERS hinzugefügt, wie nachfolgende Illustration zeigt.
  7. Bearbeiten Sie die vorhandenen Werte bei Bedarf.
  8. Nachdem die Änderungen abgeschlossen sind, markieren Sie den Registrierungsschlüsselstamm des Benutzerprofils, und wählen Sie STRUKTUR ENTFERNEN im Menü REGISTRIERUNG aus. Auf diese Weise werden die Änderungen im Profil des Benutzers gespeichert. (Als Sie zunächst STRUKTUR LADEN ausgewählt haben, wurde der Schlüssel der Datei zugeordnet, die im Dialog ÖFFNEN ausgewählt wurde. Ein Option SPEICHERN UNTER ist daher nicht notwendig.)
Ändern des Default User-Profils (Standardbenutzer)
Um die Einstellungen eines Default User-Profils auf einer Windows NT-basierten Arbeitsstation oder das Default User-Netzwerkprofil zu ändern, laden Sie die Struktur Ntuser.xxx wie oben beschrieben in die Registrierung, führen Sie die notwendigen Änderungen durch, und entladen Sie die Struktur (die Änderungen werden so automatisch gespeichert).
  • Das Default User-Profil der Arbeitsstation befindet sich im Verzeichnis \%systemroot%\Profiles\Default User.
  • Verwenden Sie zum Durchführen von Änderungen am Netzwerkprofil für den Standardbenutzer (Default User) die Datei Ntuser.xxx aus dem Skriptexportverzeichnis (%systemroot%\System32\Repl\Export\Scripts) des Domänencontrollers, der Exportserver für die Domäne ist. Alle in dieser Datei vorgenommenen Änderungen werden auf den anderen Domänencontrollern (die als Importserver fungieren) repliziert.
Um Benutzern ein Default User-Profil zur Verfügung zu stellen, das benutzerdefinierte Verknüpfungen, Ordner und Dateien enthält, die nicht zentral verwaltet werden, fügen Sie die Symbole im entsprechenden Ordner im Default User-Profil ein. Neue Benutzer empfangen Verknüpfungen, Ordner und Dateien als Teil ihres neuen Profils. Wenn Sie z.B. möchten, dass jedem neuen Benutzer, der sich an einem Computer anmeldet, ein Ordner namens "Mein Speicher" auf dem Desktop angezeigt wird, erstellen Sie diesen Ordner einfach im folgenden Pfad:
   \%systemroot%\Profiles\Default User\Desktop
Aktualisieren serverbasierter Profile unter Windows NT 3.5x in Roamingprofile unter Windows NT 4.0
Wenn Sie Windows NT 3.5x-Roamingprofile aktualisieren (USR-Profile), müssen Sie im Profilpfad, der im Benutzerkonto konfiguriert ist, keine Änderungen vornehmen. Wenn der Benutzer sich an einem Windows NT 4.0-basierten Computer anmeldet und das Profil als Windows NT 3.5x-Profil erkannt wird, sucht ein Prozess automatisch nach dem entsprechenden Windows NT 4.0-Profil. Wenn das Profil nicht gefunden wird, erstellt ein Konvertierungsprozess ein neues Windows NT 4.0-Profil mit den im Windows NT 3.5x-Profil eingerichteten Einstellungen.

Während des Konvertierungsprozesses erstellt Windows NT 4.0 am selben Ort wie das vorhandene Windows NT 3.5x-Profil ein Verzeichnis für das neue Profil. Das entstehende Profil hat statt der früheren Windows NT 3.5x-Erweiterung USR eine PDS-Erweiterung, die für Profile Directory Structure (Profilverzeichnisstruktur) steht. Wenn der Pfad des Benutzerprofils für einen Windows NT 3.5x-Benutzer namens Meinedomänebenutzer beispielsweise \\Meinserver\Meinefreigabe\Meinedomänebenutzer.usr ist und der Benutzer sich an einem Windows NT 4.0-basierten Computer anmeldet, würde das Profilverzeichnis Meinedomänebenutzer.pds in \\Meinserver\Meinefreigabe erstellt werden.

Diese Vorgehensweise ermöglicht dem Benutzer, sich sowohl an einer Windows NT 3.5x- als auch an einer 4.0-basierten Arbeitsstation am Netzwerk anzumelden. Wenn der Benutzer sich von einem Windows NT 3.5x-basierten Computer anmelden würde, würde der Profilpfad den Windows NT 3.5x-basierten Computer zu dem Benutzerprofil leiten, das vor der Windows NT 4.0-Aktualisierung verwendet wurde. Wenn der Benutzer dann an einen Windows NT 4.0-basierten Computer wechselt, würde die Windows NT-basierte Arbeitsstation des Benutzers erkennen, dass das Profil Windows NT 3.5x-Syntax enthält, würde die Erweiterung USR durch PDS ersetzen und diese Zeichenfolge dann verwenden, um das Windows NT 4.0-Profil zu finden. Die entstehende Windows NT 4.0-Struktur besteht aus dem Windows NT 3.51-Profil (jetzt Ntuser.xxx) und den Default User-Profilordnern.

Beachten Sie, dass das Windows NT 3.5x-Profil nicht gelöscht wird. Es steht dem Benutzer noch zur Verfügung, wenn er sich wieder an einem Windows NT 3.5x-basierten Computer anmelden sollte. Beachten Sie auch, dass die Einstellungen für diese beiden Profile vollkommen unabhängig voneinander sind; am Windows NT 3.5x-Profil vorgenommene Änderungen werden im Windows NT 4.0-Profil nicht wiedergegeben und umgekehrt.

Hinweis: Wenn Sie als Administrator die Verzeichnisstrukturen auf der Freigabe überprüfen, in der die Roamingprofile der Benutzer gespeichert werden, ist es normal, wenn keine PDS- oder PDM-Erweiterungen angehängt sind. An Roamingprofilverzeichnisse, die unter Windows NT 4.0 neu sind, ist keine Erweiterung angehängt. Diese Erweiterungen werden nur hinzugefügt, wenn Profile von Windows NT 3.5x zu 4.0 migrieren oder wenn der Administrator ein neues verbindliches Windows NT 4.0-Profil erstellt, für das eine erfolgreiche Anmeldung erforderlich ist.

Aktualisieren verbindlicher Profile unter Windows NT 3.5x auf verbindliche Profile unter Windows NT 4.0
Das Aktualisieren verbindlicher Profile unter Windows NT 3.5x auf Windows NT 4.0 kann nicht automatisch ausgeführt werden. Der Grund dafür ist, dass dieselben Beschränkungen, die verhindern, dass ein Benutzer Änderungen im eigenen Profil speichert, auch die Fähigkeit des Systems beschränkt, ein neues verbindliches Windows NT 4.0-Profil aus einem vorhandenen Profil zu erzeugen.

Wenn Sie ein verbindliches Windows NT 3.5x-Profil aktualisieren, muss der Profilpfad nicht geändert werden. Sie müssen jedoch ein neues verbindliches Profil mit denselben gewünschten Einstellungen erstellen. Um ein verbindliches Profil zu erstellen, können Sie die verbindliche Erweiterung des alten Profils entfernen und eine Konvertierung erzwingen, oder Sie können das neue Profil aus einer Vorlage erstellen. Beide Prozeduren sind nachfolgend erläutert.

So erstellen Sie ein verbindliches Profil aus dem alten Profil:
  1. Ersetzen Sie die Erweiterung MAN des vorhandenen verbindlichen Profils durch die Erweiterung USR.
  2. Ändern Sie die Erweiterung im Pfad des Benutzerprofils von MAN in USR.
  3. Ermöglichen Sie dem Benutzer, sich anzumelden. Auf diese Weise wird die Konvertierung ausgeführt.
  4. Fordern Sie den Benutzer auf, sich abzumelden. Auf diese Weise wird ein Verzeichnis mit dem Namen des Profils und einer PDS-Erweiterung erstellt.
  5. Ändern Sie die Ordnererweiterung PDS in PDM, und ändern Sie die Erweiterung im Pfad des Benutzerprofil wieder in MAN.
  6. Benennen Sie die Datei Ntuser.dat in Ntuser.man um.
So erstellen Sie ein Profil aus einem vorhandenen Vorlagenprofil:
  1. Erstellen Sie im Verzeichnis \\Server\Freigabe, das im Pfad des Benutzerprofils angegeben ist, einen Ordner mit dem Verzeichnisnamen des Ortes, an dem das Profil gespeichert ist. Verwenden Sie die Erweiterung PDM für diesen Verzeichnisnamen. Wenn der Benutzername z.B. Domänenbenutzer ist, wäre der Names des Verzeichnisses \\Server\Freigabe\Domänenbenutzer.pdm.
  2. Melden Sie sich als Administrator an dem Windows NT-basierten Computer an, der als Host für das Profil dient, und ordnen Sie dem Verzeichnis \\Server\Freigabe, in dem das Profil gespeichert werden soll, ein Laufwerk zu.
  3. Klicken Sie in der SYSTEMSTEUERUNG auf SYSTEM.
  4. Wählen Sie auf der Registerkarte "Benutzerprofile" das Profil aus, das kopiert werden soll. Verwenden Sie die Option KOPIEREN, um den in Schritt 1 erstellten Benutzerordner auszuwählen, ändern Sie die Berechtigungen, damit das richtige Konto wiedergegeben wird, und klicken Sie auf OK.
       Das Profil wird jetzt mit den Ordnerstrukturen und der ursprünglich im Profil enthaltenen Datei Ntuser.xxx an den bezeichneten Ort geschrieben. Die Berechtigungen werden ebenfalls verschlüsselt in die binäre Datei Ntuser.xxx geschrieben.
  5. Überprüfen Sie in dem Verzeichnis, in das das Profil kopiert wurde, ob die Datei Ntuser.xxx die Erweiterung MAN hat. Ist die Erweiterung DAT, kann das Profil noch verändert werden. Ändern Sie gegebenenfalls die Erweiterung in MAN.
Beachten Sie, dass sowohl das Windows NT 3.5x- als auch das Windows NT 4.0-Profil auf dem Server vorhanden sind, da das Benutzerprofil in einem Verzeichnis mit einer PDM-Erweiterung gespeichert wurde. Ein Benutzer kann sich an einem Windows NT 3.5x-basierten Computer oder an einem Windows NT 4.0-basierten Computer anmelden, und es wird das geeignete Profil verwendet.

Extrahieren eines Benutzerprofils zur Verwendung in einer anderen Domäne oder auf einem anderen Computer
Wie in diesem Dokument bereits erläutert wurde, erhält ein Benutzer explizite Berechtigungen zum Verwenden eines Profils. Diese Berechtigungen können von einem Administrator erstellt und gesteuert oder bei der ersten Anmeldung automatisch vom System erzeugt werden.

Wenn ein Profil andere Berechtigung hat, als ein Benutzer benötigt (wenn das Profil z.B. für einen Benutzer einer anderen Domäne erstellt wurde), müssen die Profilberechtigungen geändert werden, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Nehmen Sie beispielsweise an, Sie haben eine Windows NT-basierte Arbeitsstation und möchten, dass die Arbeitsstation Teil der Domäne wird, aber Sie möchten, dass der Benutzer oder die Benutzerin seine oder ihre Profileinstellungen beibehalten kann. Die Windows NT-basierte Arbeitsstation ist derzeit Teil der Arbeitsgruppe WORKER und wird Teil der Domäne BIGDOMAIN.

So ändern Sie das Profil:
  1. Melden Sie sich als Administrator am Computer an, und erstellen Sie ein lokales Konto, das nur temporär verwendet wird, um das Profil während des Konvertierungsprozesses unterzubringen.
  2. Melden Sie sich als temporärer Benutzer an, und melden Sie sich unmittelbar danach wieder ab. Auf diese Weise wird unter dem Verzeichnis %systemroot%\Profiles ein Unterverzeichnis mit dem Namen des Kontos erstellt, das sich angemeldet hat.
  3. Melden Sie sich als Administrator wieder an, und konfigurieren Sie die Arbeitsstation so, dass Sie mit der Domäne verknüpft ist.
  4. Starten Sie den Computer neu, nachdem die Arbeitsstation mit der Domäne verknüpft ist.
  5. Melden Sie sich nach dem Neustart des Computers als Benutzer der Domäne an, für die das konvertierte Profil erforderlich ist, und melden Sie sich anschließend ab. Auf diese Weise wird die Verzeichnisstruktur eingerichtet, die zum Abschließen des Konvertierungsprozesses erforderlich ist.
  6. Melden Sie sich als Administrator wieder an, und kopieren Sie die Profilstruktur mit der Datei Ntuser.xxx und allen Unterverzeichnissen aus dem Verzeichnis, in dem das Arbeitsgruppenbenutzerprofil gespeichert war, in das für den temporären Benutzer in Schritt 2 erstellte Unterverzeichnis.
  7. Klicken Sie in der SYSTEMSTEUERUNG auf SYSTEM.
  8. Wählen Sie auf der Registerkarte mit den Eigenschaften der "Benutzerprofile" das Profil des temporären Benutzers aus, und klicken Sie auf KOPIEREN. Durchsuchen Sie %systemroot%\Profiles, um das Unterverzeichnis zu finden, das das Profil für den Domänenbenutzer enthält, der sich in Schritt 5 angemeldet hat. Klicken Sie auf OK, und klicken Sie dann auf die Schaltfläche ÄNDERN, um die Berechtigungen zu ändern.
  9. Wählen Sie den Domänenbenutzer aus, der das Profil verwenden wird. Klicken Sie auf OK, um das Profil zu kopieren.
  10. Melden Sie sich ab, und melden Sie sich als der Domänenbenutzer wieder an. Die Profileinstellungen sollten nun für diesen Benutzer zur Verfügung stehen.
Hinweis: Sie können das Profil alternativ auch kopieren und die Anweisungen im Abschnitt CODIEREN VON BERECHTIGUNGEN FÜR BENUTZERPROFILE zum Ändern der Berechtigungen befolgen. Dazu ist jedoch das manuelle Bearbeiten der Registrierung erforderlich.

Erstellen von Profilen ohne benutzerspezifische Verbindungen
In einigen Fällen möchten Sie möglicherweise Profile erstellen, die vorkonfigurierte persistente Verbindungen enthalten. Wenn Sie jedoch beim Erstellen des Vorlagenprofils alternative Anmeldeinformationen angeben müssen, kann dies später zu Problemen für Benutzer führen, wenn das Profil verwendet wird.

Informationen zu persistenten Verbindungen sind im Registrierungsort HKEY_CURRENT_USER\Network gespeichert. Dieser Schlüssel hat Unterschlüssel, die persistente Laufwerkverbindungen nach Laufwerkbuchstaben auflisten. Für jeden dieser Unterschlüssel ist ein Wert USERNAME vorhanden. Wenn alternative Anmeldeinformationen zum Herstellen der Verbindung angegeben werden müssen, werden diese Anmeldeinformationen ebenfalls hier gespeichert. Beachten Sie, dass nur die Domäne und der Namen des Benutzerkontos enthalten sind; das Kennwort ist nicht enthalten. Wenn der Benutzer das Profil erhält und sich anmeldet, versucht Windows NT, das Laufwerk erneut zu verbinden; statt der Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers werden jedoch die alternative Anmeldeinformationen gesendet. Beachten Sie, dass die Anmeldeinformationen des angemeldeten Benutzers gesendet werden (was in diesem Fall das gewünschte Verhalten ist), wenn der Wert BENUTZERNAME eine leere Zeichenkette enthält.

Um zu vermeiden, dass ungenügende oder falsche Anmeldeinformationen gesendet werden, verwenden Sie eine der folgenden Vorgehensweisen:
  • Vermeiden Sie, dass Sie beim Erstellen der Verbindungen zu Netzwerkressourcen im gemeinsam verwendeten Profil alternative Anmeldeinformationen angeben müssen, indem Sie dem Benutzer beim Erstellen des Vorlagenprofils im Voraus ausreichende Berechtigungen erteilen.
  • Führen Sie vor dem Ändern des Profils in ein verbindliches Profil ein REGINI-Skript aus, das die Anmeldeinformationen aus dem Wert USERNAME entfernt. Löschen Sie nicht den Wert, sondern nur die Daten der Zeichenkette.
Behandeln von Benutzerprofilproblemen mit der Datei USERENV.LOG
Die Datei Userenv.log ist ein unschätzbares Tool zur Problembehandlung beim Lade- und Entladeprozess von Benutzerprofilen. Jeder Schritt des Benutzerprofilprozesses wird im Protokoll aufgezeichnet, darunter Meldungen mit Informationen und fehlerbezogene Meldungen.

Die überprüfte Version von Userenv.dll ist dieselbe DLL (Dynamic Link Library) wie die Einzelhandelsversion, außer dass sie Debugkennzeichen enthält, die Sie festlegen und mit dem Kerneldebugger verwenden können. Wenn diese Datei, die im Windows NT Device Driver Kit (DDK) und im Windows NT Software Development Kit (SDK) enthalten ist, in Verbindung mit einem Registrierungseintrag verwendet wird, erzeugt sie eine Protokolldatei, die bei der Problembehandlung und beim Debuggen von Problemen mit Roamingprofilen und Systemrichtlinien auf Windows NT 4.0-Clients verwendet werden kann.

So aktivieren Sie das Protokollieren:
  1. Benennen Sie die Datei Userenv.dll im Verzeichnis %systemroot%\SYSTEM32 in Userenv.old um, oder geben Sie ihr einen eindeutigen Namen Ihrer Wahl.
  2. Kopieren Sie die überprüfte Version von Userenv.dll in das Verzeichnis %systemroot%\SYSTEM32 des Clientcomputers, den Sie debuggen möchten. Die überprüfte Version der Datei Userenv muss mit der Version des Betriebssystems und des Service Packs übereinstimmen, die auf dem Clientcomputer installiert sind.
  3. Starten Sie REGEDT32, und suchen Sie folgenden Pfad:
          HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon
  4. Erstellen Sie einen neuen Wert namens USERENVDEBUGLEVEL vom Typ REG_DWORD. Ordnen Sie den HEX-Wert 10002 zu.
  5. Starten Sie den Computer neu.
Anmeldeinformationen werden im Stammverzeichnis des Laufwerks "C" unter Userenv.log aufgezeichnet. Sie können zum Anzeigen der Protokolldatei den Editor verwenden. Es folgt ein Beispielprotokoll.

Beispielprotokoll
   LoadUserProfile. : Entering, hToken = <0xac>, lpProfileInfo = 0x12f4f4
   LoadUserProfile: lpProfileInfo->dwFlags = <0x2>
   LoadUserProfile: lpProfileInfo->lpUserName = <administrator>
   LoadUserProfile: NULL central profile path
   LoadUserProfile: lpProfileInfo->lpDefaultPath = <\\DfsES\netlogon\Default User>
   LoadUserProfile: lpProfileInfo->lpServerName = <\\DfsES>
   LoadUserProfile: lpProfileInfo->lpPolicyPath = <\\DfsES\netlogon\ntconfig.pol>
   RestoreUserProfile: Entering
   RestoreUserProfile: Profile path = <>
   RestoreUserProfile: User is a Admin
   IsCentralProfileReachable: Entering
   IsCentralProfileReachable: Null path. Leaving
   GetLocalProfileImage: Found entry in profile list for existing local profile
   GetLocalProfileImage: Local profile image filename = <%SystemRoot%\Profiles\Administrator>
   GetLocalProfileImage: Expanded local profile image filename = <D:\WINNTDfs\Profiles\Administrator>
   GetLocalProfileImage: Found local profile image file ok <D:\WINNTDfs\Profiles\Administrator\ntuser.dat>
   Local profile is reachable
   Local profile name is <D:\WINNTDfs\Profiles\Administrator>
   RestoreUserProfile: No central profile. Attempting to load local profile.
   RestoreUserProfile: About to Leave. Final Information follows:
   Profile was successfully loaded.
   lpProfile->szCentralProfile = <>
   lpProfile->szLocalProfile = <D:\WINNTDfs\Profiles\Administrator>
   lpProfile->dwInternalFlags = 0x102
   RestoreUserProfile: Leaving.
   UpgradeProfile: Entering
   UpgradeProfile: Build numbers match
   UpgradeProfile: Leaving Successfully
   ApplyPolicy: Entering
   ApplyPolicy: Policy is turned off on this machine.
   LoadUserProfile: Leaving with a value of 1. hProfile = <0x60>
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 185588 - Geändert am: Mittwoch, 12. Februar 2014 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows 95
Keywords: 
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