NTFS-Beschädigung bei Laufwerken mit mehr als 4 GB durch "ExtendOEMPartition"

SPRACHE AUSWÄHLEN SPRACHE AUSWÄHLEN
Artikel-ID: 185773 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D43432
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
185773 NTFS Corruption on Drives > 4 GB Using ExtendOEMPartition
Alles erweitern | Alles schließen

Problembeschreibung

Wenn Sie mit "Winnt.exe" von einer MS-DOS FAT-Partition aus eine unbeaufsichtigte Installation auf einem Laufwerk mit mehr als 4 GB ausführen, kommt es zu einer Beschädigung des NTFS-Dateisystems. Die Parameter für eine unbeaufsichtigte Installation werden in der Datei "Unattend.txt" wie folgt angegeben:
      [Unattended]
      OemPreinstall = yes
      FileSystem = ConvertNTFS
      ExtendOemPartition = 1
Wenn Sie den Computer nach abgeschlossener Windows NT-Installation erstmals starten, äußert sich die NTFS-Beschädigung entweder dadurch, dass ein erfolgreicher Start aufgrund fehlender oder beschädigter Dateien nicht möglich ist, oder dadurch, dass die folgenden CHKDSK-Meldungen angezeigt werden:
   CHKDSK überprüft Indizes...
   Fehler im Index %I30 für Datei 100 werden berichtigt
   Fehler im Index %I30 für Datei 100 werden berichtigt
   Indexüberprüfung beendet.
   CHKDSK hat minimale Inkonsistenzen auf diesem Laufwerk gefunden.
   Fehler gefunden. CHKDSK kann im schreibgeschützten Modus nicht fortgesetzt werden.
Bei schweren Beschädigungen reagiert der Computer möglicherweise während der im GUI-Modus ausgeführten Teile des Setupprogramms nicht mehr (hängt) oder es können diverse weitere Fehlermeldungen angezeigt werden. Welche Fehlermeldungen dies sind, ist von Computer zu Computer unterschiedlich, sie betreffen jedoch in der Regel beschädigte oder fehlende Dateien auf Systemen, auf denen diese Dateien tatsächlich existieren. Die Dateien werden als fehlend oder beschädigt gemeldet, da die Indizes für NTFS nicht ordnungsgemäß erstellt wurden.

Ursache

Die Ursache des Problems ist die Laufwerksgröße von mehr als 4 GB. Wenn eine Konvertierung zum NTFS-Dateisystem erfolgt, sollte der Boot-Sektor des Spiegels eigentlich an das Ende des Datenträgers geschrieben werden, der Speicherort für das Offset-Byte wurde jedoch aufgrund einer 32-Bit-Berechnung innerhalb der 4 GB Festplattenspeicher maskiert. Diese fehlerhafte Berechnung hat zur Folge, dass der NTFS-Indexpuffer überschrieben wird.

Lösung

Intstallieren Sie bitte das aktuellste Service Pack für Windows NT 4.0 oder Windows NT Server 4.0 Terminal Server Edition, um dieses Problem zu beheben. Weitere Informationen hierzu finden Sie im folgenden Artikel der deutschen Microsoft Knowledge Base:
152734 How to Obtain the Latest Windows NT 4.0 Service Pack

HINWEIS: Sie benötigen die Datei "Fastfat.sys" aus Service Pack 4. Zusätzlich zu der Datei "Fastfat.sys" benötigen Sie die nachstehend genannten weiteren Dateien aus dem neuesten Windows NT 4.0 Service Pack (SP4 oder höher). Das Service Pack sollte dieselbe Sprachversion aufweisen wie die installierte Windows NT-Version.

Für eine I386-Plattform:
   Atapi.sys
   Basesrv.dll
   Hal.dll
   Hal486c.dll
   Halapic.dll
   Halast.dll
   Halcbus.dll
   Halcbusm.dll
   Halmca.dll
   Halmps.dll
   Halmpsm.dll
   Haloli.dll
   Halsp.dll
   Halwyse7.dll
   Ntdll.dll
   Ntoskrnl.exe
   Ntkrnlmp.exe
   Win32k.sys
   User32.dll
   Kernel32.dll
   Gdi32.dll
   Winsrv.dll
Für eine Alpha-Plattform:
   halgammp.dll
   halpinna.dll
   halrawmp.dll
   halsabmp.dll
   Ntdll.dll
   Ntoskrnl.exe
   Ntkrnlmp.exe
   Win32k.sys
   User32.dll
   Kernel32.dll
   Gdi32.dll
   Winsrv.dll
Installationsanweisungen:
  1. Starten Sie den Computer im MS-DOS-Modus und bereiten Sie das Laufwerk wie gewohnt auf eine unbeaufsichtigte Windows NT-Installation vor. Hierzu müssen Sie unter anderem das Verzeichnis ".\I386" bzw. ".\Alpha" von der Windows NT-CD in das Installationsverzeichnis auf dem Laufwerk C: kopieren.
  2. Kopieren Sie die Update-Dateien in ein temporäres Verzeichnis.
  3. Wenden Sie die Update-Dateien sowie die ebenfalls benötigten Dateien (Abhängigkeitsdateien) aus Service Pack 3+ auf das Installationsverzeichnis auf dem Laufwerk C: an. Die Sprachversion der Service Pack-CD sollte der bei Ihnen installierten Sprachversion entsprechen. Da die Service Pack-CDs im Windows NT-Unicode-Format verfasst sind, können sie nicht direkt aus MS-DOS heraus gelesen werden. Die Service Pack-Dateien müssen möglicherweise von einem Windows NT-System übertragen werden, das die Service Pack-CD lesen kann. Die SP-Dateien können jedoch auch direkt mit MS-DOS von der Enterprise Server-CD gelesen werden, wo sie sich im Verzeichnis "\SP3\i386" bzw. "\SP3\Alpha" befinden. Die sonstigen Service Pack-Dateien, die Sie benötigen, sind vorstehend aufgelistet. Dieser Schritt kann unter Verwendung der Batchdatei OEMSETUP.BAT automatisch ausgeführt werden, falls Ihnen die Abhängigkeitsdateien in einem DOS-lesbaren Format vorliegen. Andernfalls müssen Sie diesen Schritt manuell durchführen.
Intel-Plattform: Anweisungen zu Schritt 3
Batchdateioption:
Führen Sie OEMSETUP.BAT aus dem temporären Verzeichnis heraus aus, wobei Sie sowohl das Quellverzeichnis für das Service Pack als auch das Zielverzeichnis für die Installation angeben. Zum Beispiel: (Nehmen Sie an, dass "D:" das Quellverzeichnis des Service Packs ist und "C:\I386" das Installationsverzeichnis)
   OEMSETUP D:\SP3\I386 C:\I386
Durch diesen Befehl werden die benötigten Dateien in die Verzeichnisse "I386" und "C:\I386\SYSTEM32" auf dem Laufwerk "C" kopiert, auf dem sich das Installationsverzeichnis befindet.

Manuelle Option:
Sie können diesen Schritt auch manuell ausführen. Kopieren Sie hierzu zunächst die Datei FASTFAT.SYS aus dem Update in das Installationsverzeichnis "C:\I386". Kopieren Sie dann die nachstehend aufgelisteten Dateien aus dem neuesten NT 4.0 Service Pack in die Verzeichnisse "C:\I386" und "C:\I386\SYSTEM32":
     Atapi.sys       -> ..\I386
     Basesrv.dll     -> ..\I386
     Fastfat.sys     -> ..\I386
     Hal.dll         -> ..\I386
     Hal486c.dll     -> ..\I386
     Halapic.dll     -> ..\I386
     Halast.dll      -> ..\I386
     Halcbus.dll     -> ..\I386
     Halcbusm.dll    -> ..\I386
     Halmca.dll      -> ..\I386
     Halmps.dll      -> ..\I386
     Halmpsm.dll     -> ..\I386
     Haloli.dll      -> ..\I386
     Halsp.dll       -> ..\I386
     Halwyse7.dll    -> ..\I386
     Ntdll.dll       -> ..\I386 und  -> ..\I386\SYSTEM32
     Ntoskrnl.exe    -> ..\I386
     Ntkrnlmp.exe    -> ..\I386
     Win32k.sys      -> ..\I386
     User32.dll      -> ..\I386
     Kernel32.dll    -> ..\I386
     Gdi32.dll       -> ..\I386
     Winsrv.dll      -> ..\I386
Entfernen Sie dann die komprimierten Versionen dieser Dateien aus den Verzeichnissen C:\I386 und C:\I386\SYSTEM32. Komprimierte Dateien erkennen Sie daran, dass das letzte Zeichen der Dateinamenerweiterung ein Unterstrich ("_") ist. Löschen Sie also zum Beispiel FASTFAT.SY_, HAL.DL_, NTDLL.DL_, NTOSKRNL.EX_, etc.

Alpha-Plattform: Anweisungen zu Schritt 3
Batchdateioption:
Führen Sie OEMSETUP.BAT aus dem temporären Verzeichnis heraus aus, wobei Sie sowohl das Quellverzeichnis für das Service Pack als auch das Zielverzeichnis für die Installation angeben. Zum Beispiel: (Nehmen Sie an, dass "D:" das Quellverzeichnis des Service Packs ist und "C:\Alpha" das Installationsverzeichnis):
   OEMSETUP D:\SP3\Alpha C:\Alpha
Durch diesen Befehl werden die benötigten Dateien in die Verzeichnisse "Alpha" und "C:\Alpha\SYSTEM32" auf dem Laufwerk "C" kopiert, auf dem sich das Installationsverzeichnis befindet.

Manuelle Option:
Sie können diesen Schritt auch manuell ausführen. Kopieren Sie hierzu zunächst die Datei FASTFAT.SYS aus dem Update in das Installationsverzeichnis "C:\Alpha". Kopieren Sie dann die nachstehend aufgelisteten Dateien aus dem neuesten NT 4.0 Service Pack in die Verzeichnisse "C:\Alpha" und "C:\Alpha\SYSTEM32":
      Fastfat.sys     -> ..\Alpha
      Halgammp.dll    -> ..\Alpha
      Halpinna.dll    -> ..\Alpha
      Halrawmp.dll    -> ..\Alpha
      Halsabmp.dll    -> ..\Alpha
      Ntdll.dll       -> ..\Alpha and  -> ..\Alpha\SYSTEM32
      Ntoskrnl.exe    -> ..\Alpha
      Ntkrnlmp.exe    -> ..\Alpha
      Win32k.sys      -> ..\Alpha
      User32.dll      -> ..\Alpha
      Kernel32.dll    -> ..\Alpha
      Gdi32.dll       -> ..\Alpha
      Winsrv.dll      -> ..\Alpha

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich dabei um ein Problem bei den Microsoft-Produkten handelt, die zu Beginn dieses Artikels aufgeführt sind. Dieses Problem wurde in Windows NT 4.0 Service Pack 4.0 und Windows NT Server 4.0 Terminal Server Edition, Service Pack 4, erstmals korrigiert.

Weitere Suchbegriffe: große Laufwerke limitierung limit 4 Gig 4GB Grenze

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 185773 - Geändert am: Freitag, 7. April 2006 - Version: 2.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Terminal Server
Keywords: 
kbqfe kbhotfixserver kbwinnt400sp4fix kbhowto kbtshoot KB185773
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.

Ihr Feedback an uns

 

Contact us for more help

Contact us for more help
Connect with Answer Desk for expert help.
Get more support from smallbusiness.support.microsoft.com