Sammeln von Bluescreen-Informationen nach einem Speicherabbild in Windows 2000 oder Windows NT

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Artikel-ID: 192463 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
192463 Gathering Blue Screen Information After Memory Dump in Windows 2000 or Windows NT
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie zusätzliche Informationen zu einer Fehlermeldung auf blauem Bildschirm sammeln können. Durch diese Schritte werden Sie nicht in jedem Fall schlüssige Antworten erhalten. Möglicherweise weisen die Informationen nur auf ein anderes Problem hin.

Weitere Informationen

Ereignisprotokollmeldungen

  • Konfigurieren Sie Windows darauf, Ereignisprotokollmeldungen mit Fehlerüberprüfungsinformationen zu schreiben. Windows NT Server 4.0 ist standardmäßig darauf eingerichtet, Ereignisprotokollmeldungen zu schreiben. Bei Windows NT Workstation ist dies nicht der Fall. Wenn Sie Ihr System darauf einrichten möchten, Ereignisprotokollmeldungen zu schreiben, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Eintrag im Systemprotokoll vornehmen, das sich in den Systemeigenschaften auf der Registerkarte Starten/Herunterfahren im Abschnitt Wiederherstellung befindet. Dadurch legen Sie fest, dass Ereignisprotokollmeldungen in das Systemprotokoll geschrieben werden.
  • Beschreibung und Format des Ereignisprotokolls sind zwar anders als bei der Erstellung der Datei "Memory.dmp" durch den Computer, die meisten darin enthaltenen Informationen sind jedoch identisch. Das folgende Beispiel zeigt den Inhalt eines Ereignisprotokolls:
    Ereignis-ID: 1001
    Quelle: Save Dump (Sicherung eines Abbilds)
    Beschreibung:
    Der Computer wurde von einer Fehlerüberprüfung aus neu gestartet. Die Fehlerüberprüfung war: 0xc000021a (0xe1270188, 0x00000001, 0x00000000, 0x00000000). Microsoft Windows NT (v15.1381). Ein Speicherabbild wurde gespeichert in: C:\WINNT\MEMORY.DMP.
    Diese Informationen enthalten den STOP-Code 0xc000021a und vier Parameter. Diese können bei der Problembehandlung für bestimmte Typen von STOP-Codes sehr nützlich sein. Die Bedeutung dieser Parameter ist je nach Typ des STOP-Codes unterschiedlich. Suchen Sie in der Microsoft Knowledge Base nach dem speziellen STOP-Code, um Informationen zur Bedeutung dieser Parameter zu erhalten. Es werden nicht alle Parameter für STOP-Codes in der Microsoft Knowledge Base behandelt.

    Besuchen Sie die folgende Website von Microsoft, um die Microsoft Knowledge Base zu durchsuchen:
    http://support.microsoft.com/support

Verwenden von "Dumpchk.exe" zum Ermitteln von Speicherabbildinformationen

Mithilfe der Datei "Dumpchk.exe" von der Service Pack 3-CD können Sie alle vorstehend beschriebenen Informationen abrufen sowie die Adresse des Treibers erfahren, der die STOP-Meldung generiert hat. Diese Informationen können in vielen Fällen einen Hinweis darauf geben, wo Sie mit der Problembehandlung beginnen sollten. Bevor Sie "Dumpchk.exe" ausführen, passen Sie die Eigenschaften der Eingabeaufforderung so an, dass die Höhe für die Fensterpuffergröße auf 999 eingestellt ist. Bei dieser Höhe haben Sie die Möglichkeit zurückzublättern, um die Ausgabe zu sehen. Geben Sie an der Eingabeaufforderung die folgende Syntax ein, um "Dumpchk.exe" auszuführen:
dumpchk.exe Memory.dmp
Das folgende Beispiel enthält die Teile der Ausgabe, die die nützlichsten Informationen enthalten:
MachineImageType i386
NumberProcessors 1
BugCheckCode 0xc000021a
BugCheckParameter1 0xe1270188
BugCheckParameter2 0x00000001
BugCheckParameter3 0x00000000
BugCheckParameter4 0x00000000

ExceptionCode 0x80000003
ExceptionFlags 0x00000001
ExceptionAddress 0x8014fb84
Beachten Sie, dass nicht alle Abschnitte dieselben Informationen enthalten. Welche Informationen angegeben werden, ist vom Typ des STOP-Codes abhängig. Den vorstehenden Informationen können Sie den STOP-Code (0xc000021a) und die Parameter (0xe1270188, 0x00000001, 0x00000000, 0x00000000) sowie die Adresse des Treibers entnehmen, der die Ausnahme aufgerufen hat (0x8014fb84). Anhand dieser Adresse können Sie den Treibernamen identifizieren, indem Sie die Ausgabe der Datei "Pstat.exe" analysieren, die im Resource Kit enthalten ist.

"Dumpchk.exe" überprüft außerdem, ob das Abbild gültig ist.

Verwenden von "Pstat.exe" zum Ermitteln von Informationen über den Treiber

Durch die Ausführung des im Resource Kit enthaltenen Dienstprogramms "Pstat.exe" können Sie sich einen Überblick über die Prozesse und Treiber verschaffen, die gegenwärtig auf Ihrem System ausgeführt werden. Die für Diagnosezwecke wichtigste Information stellt die Liste der geladenen Treiber am Ende der Ausgabe dar. Hierzu müssen Sie "Pstat.exe" nur aus der Befehlszeile ausführen. Die durch "Pstat.exe" ermittelten Informationen können Sie unter Verwendung der folgenden Syntax in einer Datei zusammenfassen lassen:
pstat.exe > Dateiname
Das folgende Beispiel zeigt die Treiberliste am Ende der Ausgabe:
   MODULENAME	Load Addr  Code	   Data	 Paged  LinkDate
   ----------------------------------------------------------------------
   Ntoskrnl.exe	80100000   270272  40064 434816	Sun May 11 00:10:39 1997
   Hal.dll 	80010000   20384   2720	 9344	Mon Mar 10 16:39:20 1997
   Aic78xx.sys	80001000   20512   2272	 0	Sat Apr 05 21:16:21 1997
   Scsiport.sys	801d7000   9824	   32	 15552	Mon Mar 10 16:42:27 1997
   Disk.sys	80008000   3328	   0	 7072	Thu Apr 24 22:27:46 1997
   Class2.sys	8000c000   7040	   0	 1632	Thu Apr 24 22:23:43 1997
   Ino_flpy.sys	801df000   9152	   1472	 2080	Tue May 26 18:21:40 1998
   Ntfs.sys	801e3000   68160   5408	 269632	Thu Apr 17 22:02:31 1997
   Floppy.sys	f7290000   1088	   672	 7968	Wed Jul 17 00:31:09 1996
   Cdrom.sys	f72a0000   12608   32	 3072	Wed Jul 17 00:31:29 1996
   Cdaudio.sys	f72b8000   960	   0	 14912	Mon Mar 17 18:21:15 1997
   Null.sys	f75c9000   0	   0	 288	Wed Jul 17 00:31:21 1996
   Ksecdd.sys	f7464000   1280	   224	 3456	Wed Jul 17 20:34:19 1996
   Beep.sys	f75ca000   1184	   0	 0	Wed Apr 23 15:19:43 1997
   Cs32ba11.sys	fcd1a000   52384   45344 14592	Wed Mar 12 17:22:33 1997
   Msi8042.sys	f7000000   20192   1536	 0	Mon Mar 23 22:46:22 1998
   Mouclass.sys	f7470000   1984	   0	 0	Mon Mar 10 16:43:11 1997
   Kbdclass.sys	f7478000   1952	   0	 0	Wed Jul 17 00:31:16 1996
   Videoprt.sys	f72d8000   2080	   128	 11296	Mon Mar 10 16:41:37 1997
   Ati.sys 	f7010000   960	   9824	 48768	Fri Dec 12 15:20:37 1997
   Vga.sys 	f7488000   128	   32	 10784	Wed Jul 17 00:30:37 1996
   Msfs.sys	f7308000   864	   32	 15328	Mon Mar 10 16:45:01 1997
   Npfs.sys	f7020000   6560	   192	 22624	Mon Mar 10 16:44:48 1997
   Ndis.sys	fccda000   11744   704	 96768	Thu Apr 17 22:19:45 1997
   Win32k.sys	a0000000   1162624 40064 0	Fri Apr 25 21:17:32 1997
   Ati.dll 	fccba000   106176  17024 0	Fri Dec 12 15:20:08 1997
   Cdfs.sys	f7050000   5088	   608   45984	Mon Mar 10 16:57:04 1997
   Ino_fltr.sys	fc42f000   29120   38176 1888	Tue Jun 02 16:33:05 1998
   Tdi.sys 	fc4a2000   4480    96	 288	Wed Jul 17 00:39:08 1996
   Tcpip.sys	fc40b000   108128  7008	 10176	Fri May 09 17:02:39 1997
   Netbt.sys	fc3ee000   79808   1216	 23872	Sat Apr 26 21:00:42 1997
   El90x.sys	f7320000   24576   1536	 0	Wed Jun 26 20:04:31 1996
   Afd.sys 	f70d0000   1696    928	 48672	Thu Apr 10 15:09:17 1997
   Netbios.sys	f7280000   13280   224	 10720	Mon Mar 10 16:56:01 1997
   Parport.sys	f7460000   3424    32	 0	Wed Jul 17 00:31:23 1996
   Parallel.sys	f746c000   7904    32	 0	Wed Jul 17 00:31:23 1996
   Parvdm.sys	f7552000   1312    32	 0	Wed Jul 17 00:31:25 1996
   Serial.sys	f7120000   2560    0	 18784	Mon Mar 10 16:44:11 1997
   Rdr.sys 	fc385000   13472   1984	 219104	Wed Mar 26 14:22:36 1997
   Mup.sys 	fc374000   2208    6752	 48864	Mon Mar 10 16:57:09 1997
   Srv.sys 	fc24a000   42848   7488	 163680	Fri Apr 25 13:59:31 1997
   Pscript.dll	f9ec3000   0       0	 0
   Fastfat.sys	f9e00000   6720    672	 114368	Mon Apr 21 16:50:22 1997
   Ntdll.dll	77f60000   237568  20480 0	Fri Apr 11 16:38:50 1997
   ---------------------------------------------------------------------
   Total   	2377632    255040  1696384
				
Anhand der Startadresse in der Spalte "LoadAddr" können Sie die Ausnahmeadresse dem Treibernamen zuordnen. Wenn Sie 8014fb84 als Beispiel heranziehen, können Sie feststellen, dass "Ntoskrnl.exe" die nächstgelegene Ladeadresse unterhalb der Ausnahmeadresse aufweist und somit wahrscheinlich der Treiber ist, der die Ausnahme aufgerufen hat. Mit dieser Information können Sie in der Microsoft Knowledge Base nach bekannten Problemen suchen, die auf Ihre Situation zutreffen.

Weitere Informationen finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
129845 Vorbereitung: Kontaktaufnahme mit Microsoft bei BlueScreen

Eigenschaften

Artikel-ID: 192463 - Geändert am: Dienstag, 10. Mai 2011 - Version: 5.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
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