Artikel-ID: 200525 - Geändert am: Donnerstag, 17. November 2005 - Version: 2.1

Verwendung von NSlookup.exe

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D41889
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
200525  (http://support.microsoft.com/kb/200525/EN-US/ ) Using NSlookup.exe
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Zusammenfassung

Nslookup.exe ist ein Befehlszeilen-Verwaltungsprogramm für das Testing und die Problembehandlung bei DNS-Servern. Das Dienstprogramm wird zusammen mit dem TCP/IP-Protokoll über die Systemsteuerung installiert. Dieser Artikel enthält einige Hinweise zur Verwendung von Nslookup.exe.

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie bei der Verwendung von Nslookup.exe folgendes:
  • Das TCP/IP-Protokoll muss auf dem Computer installiert sein, auf dem Nslookup.exe ausgeführt wird.
  • Mindestens ein DNS-Server muss angegeben werden, wenn Sie den Befehl "IPCONFIG /ALL" von der Eingabeaufforderung aus ausführen.
  • Nslookup leitet den Namen immer aus dem aktuellen Kontext ab. Wenn Sie eine Namensabfrage nicht voll qualifiziert angeben (d. h., mit einem Punkt am Ende), wird die Abfrage an den aktuellen Kontext angehängt. Die aktuellen DNS-Einstellungen sind z. B. att.com, und eine Abfrage wird auf www.microsoft.com durchgeführt. Dann wird die erste Abfrage als www.microsoft.com.att.com abgeschickt, da sie nicht voll qualifiziert ist. Dieses Verhalten weicht möglicherweise von den Nslookup-Versionen anderer Hersteller ab. Dieser Artikel soll das Verhalten von Microsoft Windows NT Nslookup.exe erläutern.
  • Wenn Sie die Verwendung der Suchliste über die "Suchreihenfolge für Domänensuffix" aktiviert haben, die unter der der Registerkarte DNS auf der Seite Eigenschaften von Microsoft TCP/IP definiert ist, findet die Ableitung nicht statt. Die Abfrage wird an die in der Liste angegebenen Domänensuffixe angehängt. Um die Verwendung der Suchliste zu vermeiden, benutzen Sie immer einen voll qualifizierten Domänennamen (d. h., fügen Sie den Punkt am Ende des Namens hinzu).

Nslookup.exe kann in zwei Modi ausgeführt werden: interaktiv und nicht interaktiv. Der nicht interaktive Modus ist sinnvoll, wenn nur eine Dateneinheit zurückgeliefert werden soll. Syntax für den nicht interaktiven Modus:

   nslookup [-option] [hostname] [server]
				

Um Nslookup.exe im interaktiven Modus zu starten, geben Sie einfach "nslookup" in der Eingabeaufforderung ein:

   C:\> nslookup
   Standardserver:  nameserver1.domain.com
   Adresse:  10.0.0.1
   >
				

Durch Eingabe von "help" oder "?" in der Eingabeaufforderung erhalten Sie eine Liste der verfügbaren Befehle. Alle Angaben in der Eingabeaufforderung, die nicht als gültiger Befehl erkannt werden, werden als Hostname interpretiert, und das System versucht, den Namen über den Standardserver aufzulösen. Interaktive Befehle können Sie mit STRG+C unterbrechen. Um den interaktiven Modus zu verlassen und auf die Eingabeaufforderung zurückzukehren, geben Sie exit (ohne Anführungszeichen) in der Eingabeaufforderung ein.

Die folgende Liste enthält die Hilfeinformationen und die vollständige Liste der Optionen:

Befehle: (IDs werden in Großbuchstaben angezeigt, [] steht für "optional")

    NAME            - Info über Host/Domäne NAME (verwendet Standardserver)
   NAME1 NAME2     - Wie oben; verwendet NAME2 als Server
   help oder ?     - Info über allgemeine Befehle
   set OPTION      - Legt eine Option fest

    all - Zeigt alle Optionen, aktuelle Server und Hosts an
     [no]debug           - Zeigt Debuginformationen an
     [no]d2              - Zeigt ausführliche Debuginformationen an
     [no]defname         - Fügt jeder Abfrage den Domänennamen an
     [no]recurse         - Rekursive Antwort auf Anfrage
     [no]search          - Verwendet die Domänensuchliste
     [no]vc              - Verwendet immer einen "virtual circuit"
     domain=NAME         - Legt den Standarddomänennamen mit NAME fest
     srchlist=N1[/N2/.../N6] - Legt Domäne mit N1 und Suchliste mit N1, N2 .. fest
     root=NAME           - Legt den Stammserver mit NAME fest
     retry=X             - Setzt Anzahl der Neuversuche auf X
     timeout=X           - Legt das erste Zeitüberschreitungsintervall mit X Sekunden fest
     type=X              - Legt den Abfragetyp fest, z. B. A, ANY, CNAME, MX, NS, PTR, SOA, SRV)
     querytype=X         - wie type
     class=X             - Legt die Abfrageklasse z. B. mit IN, ANY fest
     [no]msxfr           - Verwendet schnelle MS-Zonenübertragung
     ixfrver=X           - Aktuell zu verwendende Version für IXFR-Übertragungsanforderung

 server NAME - Legt mit dem aktuellen Server den Standardserver mit NAME fest
   lserver NAME    - Legt mit dem ersten Server den Standardserver mit NAME fest
   finger [USER]   - Führt den Befehl "finger" für NAME aus
   root            - Legt den aktuellen Standardserver mit "root" fest
   ls [opt] DOMAIN [> FILE] - Zeigt Adressen in DOMÄNE an (optional: Ausgabe in DATEI)

    -a - Führt kanonische Namen und Aliase auf
    -d          -  Führt alle Einträge auf
    -t TYPE     -  Führt die Einträge des Typs auf (z. B. A, CNAME,
                   MX, NS, PTR usw.)

 view FILE - Sortiert eine 'ls'-Output-Datei und zeigt sie mit "pg" an
 exit            - Beendet das Programm
				

Sie können in Nslookup.exe verschiedene Optionen verwenden, indem Sie den Befehl set in der Eingabeaufforderung angeben. Sie erhalten eine vollständige Liste dieser Optionen, indem Sie set all (ohne Anführungszeichen) eingeben. In der obigen Liste finden Sie die verfügbaren Optionen unter dem set-Befehl.


Suche nach verschiedenen Datentypen

Um verschiedene Datentypen im Domänen-Namespace anzuzeigen, geben Sie den Befehl set type oder set q[uerytype] in der Eingabeaufforderung ein. Um z. B. nach den Mail-Exchanger-Daten zu suchen, geben Sie folgendes ein:
   C:\> nslookup
   Standardserver:  ns1.domain.com
   Adresse:  10.0.0.1

   > set q=mx
   > mailhost
   Server:  ns1.domain.com
   Adresse:  10.0.0.1

   mailhost.domain.com     MX preference = 0, mail exchanger =
                           mailhost.domain.com
   mailhost.domain.com     Internet-Adresse = 10.0.0.5
   >
				

Bei der ersten Abfrage nach einem Remote-Namen ist die Antwort autorisierend, Folgeabfragen sind jedoch nicht-autorisierend. Wenn ein Remote-Host zum ersten Mal abgefragt wird, schickt der lokale DNS-Server die Abfrage an den DNS-Server, der für die Domäne autorisierend ist. Der lokale DNS-Server legt diese Informationen dann in einem Zwischenspeicher ab, so dass Folgeabfragen nicht-autorisierend aus dem Cache des lokalen Servers beantwortet werden.


Direkte Abfrage von einem anderen Namenserver

Um einen anderen Namenserver direkt abzufragen, wechseln Sie mit den Befehlen server oder lserver zu diesem Namenserver. Der Befehl lserver nutzt den lokalen Server, um die Adresse des Servers zu ermitteln, auf den gewechselt werden soll, während der Befehl server den aktuellen Standardserver zur Ermittlung der Adresse nutzt.

Beispiel:
   C:\> nslookup

   Standardserver:  nameserver1.domain.com
   Adresse:  10.0.0.1

   > server 10.0.0.2

   Standardserver:  nameserver2.domain.com
   Adresse:  10.0.0.2
   >
				

Übertragen einer vollständigen Zone mit Nslookup.exe

Nslookup kann zur Übertragung einer vollständigen Zone verwendet werden (Befehl ls). Dadurch können alle Hosts innerhalb einer Remote-Domäne angezeigt werden. Syntax für den Befehl ls:

   ls [- a | d | t type] Domäne[> Dateiname]
				

Wenn ls ohne Argumente verwendet wird, wird eine Liste aller Adress- und Namenserver-Daten ausgegeben. Die Option -a liefert Aliasnamen und kanonische Namen, -d liefert alle Daten, und -t filtert nach Typ.

Beispiel:

   >ls domain.com
   [nameserver1.domain.com]
    nameserver1.domain.com.    NS     server = ns1.domain.com
    nameserver2.domain.com                 NS     server = ns2.domain.com
    nameserver1                            A      10.0.0.1
    nameserver2                            A      10.0.0.2

   >
				

Zonenübertragungen können auf dem DNS-Server blockiert werden, so dass nur autorisierte Adressen oder Netzwerke diese Funktion ausführen können. Wenn eine Zonensicherheitsstufe eingestellt wurde, tritt der folgende Fehler auf:
*** Domäne beispiel.com. kann nicht aufgeführt werden: Abfrage zurückgewiesen

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
193837  (http://support.microsoft.com/kb/193837/DE/ ) DNS Server Default Zone Windows NT 4.0-Sicherheitseinstellung

Nslookup.exe-Fehlerbehandlung

Zeitüberschreitung bei Standardserver:

Bei Starten von Nslookup.exe können folgende Fehler auftreten:
*** Der Servername für die Adresse w.x.y.z konnte nicht gefunden werden : Zeitüberschreitung

Hinweis:: w.x.y.z ist der erste DNS-Server in der Suchreihenfolge des DNS-Dienstes.

*** Der Servername für die Adresse 127.0.0.1 konnte nicht gefunden werden : Zeitüberschreitung

Der erste Fehler zeigt an, dass der DNS-Server nicht erreichbar ist oder der Dienst auf diesem Computer nicht läuft. Um dieses Problem zu beheben, starten Sie entweder den DNS-Dienst auf diesem Computer oder überprüfen Sie, ob Verbindungsprobleme bestehen.

Der zweite Fehler zeigt an, dass in der Suchreihenfolgeliste des DNS-Dienstes keine Dienste definiert wurden. Um dieses Problem zu beheben, fügen Sie die IP-Adresse eines gültigen DNS-Servers in der Liste hinzu.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
172060  (http://support.microsoft.com/kb/172060/DE/ ) NSLOOKUP: Servername für die Adresse 127.0.0.1 konnte nicht gefunden werden

Servername kann beim Starten von Nslookup.exe nicht gefunden werden:

Beim Starten von Nslookup.exe kann der folgende Fehler auftreten:

*** Der Servername für die Adresse w.x.y.z konnte nicht gefunden werden: Domäne nicht vorhanden


Dieser Fehler tritt auf, wenn es keinen PTR-Satz für die IP-Adresse des Namenservers gibt. Wenn Nslookup.exe gestartet wird, führt es einen Reverse-Lookup durch, um den Namen des Standardservers zu finden. Wenn keine PTR-Daten vorhanden sind, wird diese Fehlermeldung ausgegeben. Um dieses Problem zu beheben, vergewissern Sie sich, dass eine Reverse-Lookup-Zone existiert und PTR-Sätze für die Namenserver enthält.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
172953  (http://support.microsoft.com/kb/172953/DE/ ) So installieren und konfigurieren Sie Microsoft DNS Server

Nslookup auf untergeordnete Domäne scheitert:

Bei einer Abfrage oder Zonenübertragung auf eine untergeordnete Domäne kann Nslookup die folgenden Fehlermeldungen ausgeben:

*** child.domain.com. wurde von ns.domain.com nicht gefunden: Domäne nicht vorhanden
*** Domäne child.domain.com. kann nicht aufgeführt werden: Domäne nicht vorhanden


Im DNS-Manager kann eine neue Domäne unter der Primärzone angelegt werden; dadurch entsteht eine untergeordnete Domäne. Wenn eine untergeordnete Domäne auf diese Art und Weise angelegt wird, so wird keine separate DB-Datei für die Domäne erstellt. Deshalb erzeugt eine Abfrage oder Zonenübertragung auf diese Domäne die obengenannten Fehler. Eine Zonenübertragung auf die übergeordnete Domäne liefert die Daten für die übergeordnete und alle untergeordneten Domänen. Um dieses Problem zu umgehen, legen Sie auf dem DNS-Server eine neue Primärzone für die untergeordnete Domäne an.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
Keywords: 
kbinfo KB200525
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