Verwendung von NSlookup.exe

SPRACHE AUSWÄHLEN SPRACHE AUSWÄHLEN
Artikel-ID: 200525 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Alles erweitern | Alles schließen

Auf dieser Seite

Zusammenfassung

"Nslookup.exe" ist ein Befehlszeilen-Verwaltungstool für das Testen und die Problembehandlung bei DNS-Servern. Das Tool wird zusammen mit dem TCP/IP-Protokoll über die Systemsteuerung installiert. Dieser Artikel enthält einige Hinweise zur Verwendung von "Nslookup.exe".

Weitere Informationen

Bitte beachten Sie bei der Verwendung von "Nslookup.exe" folgendes:
  • Das TCP/IP-Protokoll muss auf dem Computer installiert sein, auf dem "Nslookup.exe" ausgeführt wird.
  • Mindestens ein DNS-Server muss angegeben werden, wenn Sie den Befehl IPCONFIG /ALL von der Eingabeaufforderung aus ausführen.
  • Nslookup leitet den Namen immer aus dem aktuellen Kontext ab. Wenn Sie eine Namensabfrage nicht voll qualifiziert angeben (d. h., mit einem Punkt am Ende), wird die Abfrage an den aktuellen Kontext angehängt. Angenommen, die aktuellen DNS-Einstellungen sind "att.com", und eine Abfrage wird auf "www.microsoft.com" durchgeführt. Dann wird die erste Abfrage als "www.microsoft.com.att.com" abgeschickt, da sie nicht voll qualifiziert ist. Dieses Verhalten weicht möglicherweise von den Nslookup-Versionen anderer Hersteller ab. Dieser Artikel soll das Verhalten von "Nslookup.exe" von Microsoft Windows NT erläutern.
  • Wenn Sie die Verwendung der Suchliste über die "Suchreihenfolge für Domänensuffix" aktiviert haben, die unter der der Registerkarte DNS auf der Seite Eigenschaften von Microsoft TCP/IP definiert ist, findet die Ableitung nicht statt. Die Abfrage wird an die in der Liste angegebenen Domänensuffixe angehängt. Um die Verwendung der Suchliste zu vermeiden, benutzen Sie immer einen voll qualifizierten Domänennamen (d. h., fügen Sie den Punkt am Ende des Namens hinzu).

"Nslookup.exe" kann in zwei Modi ausgeführt werden: interaktiv und nicht interaktiv. Der nicht interaktive Modus ist sinnvoll, wenn nur eine Dateneinheit zurückgegeben werden soll. Syntax für den nicht interaktiven Modus:

   nslookup [-option] [hostname] [server]
				

Um "Nslookup.exe" im interaktiven Modus zu starten, geben Sie einfach nslookup an der Eingabeaufforderung ein:

   C:\> nslookup
   Default Server:  nameserver1.domain.com
   Address:  10.0.0.1
   >
				

Durch Eingabe von help oder ? an der Eingabeaufforderung erhalten Sie eine Liste der verfügbaren Befehle. Alle Angaben in der Eingabeaufforderung, die nicht als gültiger Befehl erkannt werden, werden als Hostname interpretiert, und das System versucht, den Namen über den Standardserver aufzulösen. Interaktive Befehle können Sie mit STRG+C unterbrechen. Geben Sie an der Eingabeaufforderung exit ein, um den interaktiven Modus zu verlassen und zur Eingabeaufforderung zurückzukehren.

Die folgende Liste wird als Hilfe ausgegeben und enthält eine Übersicht über alle Optionen:

Commands:   (identifiers are shown in uppercase, [] means optional)

 NAME            - print info about the host/domain NAME using default 
                   server
 NAME1 NAME2     - as above, but use NAME2 as server
 help or ?       - print info on common commands
 set OPTION      - set an option

    all                 - print options, current server and host
    [no]debug           - print debugging information
    [no]d2              - print exhaustive debugging information
    [no]defname         - append domain name to each query
    [no]recurse         - ask for recursive answer to query
    [no]search          - use domain search list
    [no]vc              - always use a virtual circuit
    domain=NAME         - set default domain name to NAME
    srchlist=N1[/N2/.../N6] - set domain to N1 and search list to N1, N2, 
                          and so on
    root=NAME           - set root server to NAME
    retry=X             - set number of retries to X
    timeout=X           - set initial time-out interval to X seconds
    type=X              - set query type (for example, A, ANY, CNAME, MX, 
                          NS, PTR, SOA, SRV)
    querytype=X         - same as type
    class=X             - set query class (for example, IN (Internet), ANY)
    [no]msxfr           - use MS fast zone transfer
    ixfrver=X           - current version to use in IXFR transfer request

 server NAME     - set default server to NAME, using current default server
 lserver NAME    - set default server to NAME, using initial server
 finger [USER]   - finger the optional NAME at the current default host
 root            - set current default server to the root
 ls [opt] DOMAIN [> FILE] - list addresses in DOMAIN (optional: output to 
                  FILE)

    -a          -  list canonical names and aliases
    -d          -  list all records
    -t TYPE     -  list records of the given type (for example, A, CNAME, 
                   MX, NS, PTR, and so on)

 view FILE       - sort an 'ls' output file and view it with pg
 exit            - exit the program
				

Sie können in "Nslookup.exe" verschiedene Optionen verwenden, indem Sie den Befehl set in der Eingabeaufforderung angeben. Sie erhalten eine vollständige Liste dieser Optionen, indem Sie set all (ohne Anführungszeichen) eingeben. In der oben stehenden Liste finden Sie die verfügbaren Optionen unter dem set-Befehl.


Suche nach verschiedenen Datentypen

Geben Sie an der Eingabeaufforderung den Befehl set type oder set q[uerytype] ein, um verschiedene Datentypen im Domänennamespace anzuzeigen. Um z. B. nach den Mail Exchanger-Daten zu suchen, geben Sie Folgendes ein:
   C:\> nslookup
   Default Server:  ns1.domain.com
   Address:  10.0.0.1

   > set q=mx
   > mailhost
   Server:  ns1.domain.com
   Address:  10.0.0.1

   mailhost.domain.com     MX preference = 0, mail exchanger =
                           mailhost.domain.com
   mailhost.domain.com     internet address = 10.0.0.5
   >
				

Bei der ersten Abfrage nach einem Remotenamen ist die Antwort autorisierend, Folgeabfragen sind jedoch nicht-autorisierend. Wenn ein Remotehost zum ersten Mal abgefragt wird, schickt der lokale DNS-Server die Abfrage an den DNS-Server, der für die Domäne autorisierend ist. Der lokale DNS-Server legt diese Informationen dann in einem Zwischenspeicher ab, sodass Folgeabfragen nicht-autorisierend aus dem Cache des lokalen Servers beantwortet werden.


Direkte Abfrage von einem anderen Namenserver

Um einen anderen Namenserver direkt abzufragen, wechseln Sie mit den Befehlen server oder lserver zu diesem Namenserver. Der Befehl lserver nutzt den lokalen Server, um die Adresse des Servers zu ermitteln, auf den gewechselt werden soll, während der Befehl server den aktuellen Standardserver zur Ermittlung der Adresse nutzt.

Beispiel:
   C:\> nslookup

   Default Server:  nameserver1.domain.com
   Address:  10.0.0.1

   > server 10.0.0.2

   Default Server:  nameserver2.domain.com
   Address:  10.0.0.2
   >
				

Übertragen einer vollständigen Zone mit Nslookup.exe

Nslookup kann zur Übertragung einer vollständigen Zone verwendet werden (Befehl ls). Dadurch können alle Hosts innerhalb einer Remotedomäne angezeigt werden. Syntax für den Befehl ls:

   ls [- a | d | t type] domain [> filename]
				

Wird ls ohne Argumente verwendet, wird eine Liste aller Adress- und Namenserverdaten ausgegeben. Die Option -a gibt Aliasnamen und kanonische Namen zurück, -d gibt alle Daten zurück, und -t filtert nach Typ.

Beispiel:

   >ls domain.com
   [nameserver1.domain.com]
    nameserver1.domain.com.    NS     server = ns1.domain.com
    nameserver2.domain.com                 NS     server = ns2.domain.com
    nameserver1                            A      10.0.0.1
    nameserver2                            A      10.0.0.2

   >
				

Zonenübertragungen können auf dem DNS-Server blockiert werden, sodass nur autorisierte Adressen oder Netzwerke diese Funktion ausführen können. Wenn eine Zonensicherheitsstufe eingestellt wurde, tritt der folgende Fehler auf:
*** Domäne beispiel.com kann nicht aufgeführt werden: Abfrage zurückgewiesen

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. in folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
193837 Standardeinstellungen für Zonensicherheit für Windows NT 4.0-DNS-Server

Nslookup.exe-Fehlerbehandlung

Zeitüberschreitung bei Standardserver

Bei Starten von Nslookup.exe können folgende Fehler auftreten:
*** Der Servername für die Adresse w.x.y.z konnte nicht gefunden werden: Timeout

HINWEIS: w.x.y.z ist der erste DNS-Server in der Suchreihenfolge des DNS-Diensts.

*** Der Servername für die Adresse 127.0.0.1 konnte nicht gefunden werden: Timeout

Der erste Fehler zeigt an, dass der DNS-Server nicht erreichbar ist oder der Dienst auf diesem Computer nicht ausgeführt wird. Um dieses Problem zu beheben, starten Sie entweder den DNS-Dienst auf diesem Computer, oder überprüfen Sie, ob Verbindungsprobleme bestehen.

Der zweite Fehler zeigt an, dass in der Suchreihenfolgeliste des DNS-Diensts keine Dienste definiert wurden. Um dieses Problem zu beheben, fügen Sie die IP-Adresse eines gültigen DNS-Servers zur Liste hinzu.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. in folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
172060 NSLOOKUP: Servername für die Adresse 127.0.0.1 konnte nicht gefunden werden

Servername kann beim Starten von Nslookup.exe nicht gefunden werden

Beim Starten von Nslookup.exe kann der folgende Fehler auftreten:

*** Der Servername für die Adresse w.x.y.z konnte nicht gefunden werden: Domäne nicht vorhanden


Dieser Fehler tritt auf, wenn es keinen PTR-Satz für die IP-Adresse des Namenservers gibt. Wenn "Nslookup.exe" gestartet wird, führt es ein Reverse-Lookup durch, um den Namen des Standardservers zu finden. Wenn keine PTR-Daten vorhanden sind, wird diese Fehlermeldung ausgegeben. Um dieses Problem zu beheben, vergewissern Sie sich, dass eine Reverse-Lookupzone existiert und PTR-Sätze für die Namenserver enthält.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. in folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base:
172953 So installieren und konfigurieren Sie Microsoft DNS-Server

Nslookup auf untergeordnete Domäne scheitert

Bei einer Abfrage oder Zonenübertragung auf eine untergeordnete Domäne kann Nslookup die folgenden Fehlermeldungen ausgeben:

*** child.domain.com. wurde von ns.domain.com nicht gefunden: Domäne nicht vorhanden
*** Domäne child.domain.com. kann nicht aufgeführt werden: Domäne nicht vorhanden


Im DNS-Manager kann eine neue Domäne unter der Primärzone angelegt werden; dadurch entsteht eine untergeordnete Domäne. Wird eine untergeordnete Domäne auf diese Art und Weise angelegt, wird keine separate DB-Datei für die Domäne erstellt. Deshalb erzeugt eine Abfrage oder Zonenübertragung auf diese Domäne die obengenannten Fehler. Eine Zonenübertragung auf die übergeordnete Domäne gibt die Daten für die übergeordnete und alle untergeordneten Domänen zurück. Um dieses Problem zu umgehen, legen Sie auf dem DNS-Server eine neue Primärzone für die untergeordnete Domäne an.

Eigenschaften

Artikel-ID: 200525 - Geändert am: Freitag, 31. Januar 2014 - Version: 3.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
Keywords: 
kbinfo KB200525
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.

Ihr Feedback an uns

 

Contact us for more help

Contact us for more help
Connect with Answer Desk for expert help.
Get more support from smallbusiness.support.microsoft.com