Artikel-ID: 200525 - Geändert am: Donnerstag, 3. Dezember 2009 - Version: 2.2 Verwendung von NSlookup.exeDieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D41889 Auf dieser SeiteZusammenfassung
"Nslookup.exe" ist ein Befehlszeilen-Verwaltungstool für das Testen und die Problembehandlung bei DNS-Servern. Das Tool wird zusammen mit dem TCP/IP-Protokoll über die Systemsteuerung installiert. Dieser Artikel enthält einige Hinweise zur Verwendung von "Nslookup.exe".
Weitere Informationen
Bitte beachten Sie bei der Verwendung von "Nslookup.exe" folgendes:
"Nslookup.exe" kann in zwei Modi ausgeführt werden: interaktiv und nicht interaktiv. Der nicht interaktive Modus ist sinnvoll, wenn nur eine Dateneinheit zurückgegeben werden soll. Syntax für den nicht interaktiven Modus: nslookup [-option] [hostname] [server] Um "Nslookup.exe" im interaktiven Modus zu starten, geben Sie einfach nslookup an der Eingabeaufforderung ein: C:\> nslookup Standardserver: nameserver1.domain.com Adresse: 10.0.0.1 > Durch Eingabe von help oder ? an der Eingabeaufforderung erhalten Sie eine Liste der verfügbaren Befehle. Alle Angaben in der Eingabeaufforderung, die nicht als gültiger Befehl erkannt werden, werden als Hostname interpretiert, und das System versucht, den Namen über den Standardserver aufzulösen. Interaktive Befehle können Sie mit STRG+C unterbrechen. Um den interaktiven Modus zu verlassen und zur Eingabeaufforderung zurückzukehren, geben Sie exit an der Eingabeaufforderung ein. Die folgende Liste wird als Hilfe ausgegeben und enthält eine Übersicht über alle Optionen:
Befehle: (IDs werden in Großbuchstaben angezeigt, [] steht für "optional")
NAME - Informationen zum Host bzw. zur Domäne NAME unter Verwendung des Standardservers anzeigen
NAME1 NAME2 - wie oben, aber unter Verwendung von NAME2 als Server
help oder ? - Informationen zu häufigen Befehlen anzeigen
set OPTION - eine Option festlegen
all - Optionen, aktuelle Server und Hosts anzeigen
[no]debug - Debuginformationen anzeigen
[no]d2 - umfassende Debuginformationen anzeigen
[no]defname - Domänennamen an jede Abfrage anhängen
[no]recurse - rekursive Antwort auf die Abfrage anfordern
[no]search - Domänensuchliste verwenden
[no]vc - immer einen virtuellen Kreis verwenden
domain=NAME - Standarddomänennamen auf NAME festlegen
srchlist=N1[/N2/.../N6] - Domäne auf N1 und Suchliste auf N1, N2 usw. festlegen
root=NAME - Stammserver auf NAME festlegen
retry=X - Anzahl der Versuche auf X festlegen
timeout=X - anfängliches Timeoutintervall auf X Sekunden festlegen
type=X - Abfragetyp festlegen (z. B., A, ANY, CNAME, MX, NS, PTR, SOA, SRV)
querytype=X - entspricht "type"
class=X - Abfrageklasse festlegen (z. B., IN (Internet), ANY)
[no]msxfr - schnelle MS-Zonenübertragung verwenden
ixfrver=X - aktuelle, bei IXFR-Übertragungsanforderungen zu verwendende Version
server NAME - unter Verwendung des aktuellen Standardservers den Standardserver auf NAME festlegen
lserver NAME - unter Verwendung des anfänglichen Servers den Standardserver auf NAME festlegen
finger [USER] - Finger-Zugriff auf den optionalen NAME auf dem aktuellen Standardhost
root - aktuellen Standardserver auf den Stammserver festlegen
ls [opt] DOMAIN [> FILE] - Adressen in DOMAIN auflisten (optional: an FILE ausgeben)
-a - kanonische Namen und Aliasnamen auflisten
-d - Alle Datensätze auflisten
-t TYPE - Datensätze des angegebenen Typs auflisten (z. B., A, CNAME, MX, NS, PTR usw.)
view FILE - eine 'ls'-Ausgabedatei sortieren und mit "pg" anzeigen
exit - Programm beenden
Sie können in "Nslookup.exe" verschiedene Optionen verwenden, indem Sie den Befehl set in der Eingabeaufforderung angeben. Sie erhalten eine vollständige Liste dieser Optionen, indem Sie set all (ohne Anführungszeichen) eingeben. In der oben stehenden Liste finden Sie die verfügbaren Optionen unter dem set-Befehl. Suche nach verschiedenen DatentypenUm verschiedene Datentypen im Domänennamespace anzuzeigen, geben Sie den Befehl set type oder set q[uerytype] an der Eingabeaufforderung ein. Um z. B. nach den Mail Exchanger-Daten zu suchen, geben Sie Folgendes ein:
C:\> nslookup
Standardserver: ns1.domain.com
Adresse: 10.0.0.1
> set q=mx
> mailhost
Server: ns1.domain.com
Adresse: 10.0.0.1
mailhost.domain.com MX preference = 0, mail exchanger =
mailhost.domain.com
mailhost.domain.com internet address = 10.0.0.5
>
Bei der ersten Abfrage nach einem Remotenamen ist die Antwort autorisierend, Folgeabfragen sind jedoch nicht-autorisierend. Wenn ein Remotehost zum ersten Mal abgefragt wird, schickt der lokale DNS-Server die Abfrage an den DNS-Server, der für die Domäne autorisierend ist. Der lokale DNS-Server legt diese Informationen dann in einem Zwischenspeicher ab, sodass Folgeabfragen nicht-autorisierend aus dem Cache des lokalen Servers beantwortet werden. Direkte Abfrage von einem anderen NamenserverUm einen anderen Namenserver direkt abzufragen, wechseln Sie mit den Befehlen server oder lserver zu diesem Namenserver. Der Befehl lserver nutzt den lokalen Server, um die Adresse des Servers zu ermitteln, auf den gewechselt werden soll, während der Befehl server den aktuellen Standardserver zur Ermittlung der Adresse nutzt.Beispiel: C:\> nslookup Standardserver: nameserver1.domain.com Adresse: 10.0.0.1 > server 10.0.0.2 Standardserver: nameserver2.domain.com Adresse: 10.0.0.2 > Übertragen einer vollständigen Zone mit "Nslookup.exe"Nslookup kann zur Übertragung einer vollständigen Zone verwendet werden (Befehl ls). Dadurch können alle Hosts innerhalb einer Remotedomäne angezeigt werden. Syntax für den Befehl ls:ls [- a | d | t type] Domäne[> Dateiname] Wird ls ohne Argumente verwendet, wird eine Liste aller Adress- und Namenserverdaten ausgegeben. Die Option -a gibt Aliasnamen und kanonische Namen zurück, -d gibt alle Daten zurück, und -t filtert nach Typ. Beispiel:
>ls domain.com
[nameserver1.domain.com]
nameserver1.domain.com. NS server = ns1.domain.com
nameserver2.domain.com NS server = ns2.domain.com
nameserver1 A 10.0.0.1
nameserver2 A 10.0.0.2
>
Zonenübertragungen können auf dem DNS-Server blockiert werden, sodass nur autorisierte Adressen oder Netzwerke diese Funktion ausführen können. Wenn eine Zonensicherheitsstufe eingestellt wurde, tritt der folgende Fehler auf:
*** Domäne beispiel.com. kann nicht aufgeführt werden: Abfrage zurückgewiesen
Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. in folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base: 193837
(http://support.microsoft.com/kb/193837/DE/
)
Standardeinstellungen für Zonensicherheit für Windows NT 4.0-DNS-Server "Nslookup.exe"-FehlerbehandlungZeitüberschreitung bei Standardserver:Beim Starten von "Nslookup.exe" können folgende Fehler auftreten:
*** Der Servername für die Adresse w.x.y.z konnte nicht gefunden werden: Timeout
HINWEIS: w.x.y.z ist der erste DNS-Server in der Suchreihenfolge des DNS-Diensts.
*** Der Servername für die Adresse 127.0.0.1 konnte nicht gefunden werden: Timeout
Der erste Fehler zeigt an, dass der DNS-Server nicht erreichbar ist oder der Dienst auf diesem Computer nicht ausgeführt wird. Um dieses Problem zu beheben, starten Sie entweder den DNS-Dienst auf diesem Computer, oder überprüfen Sie, ob Verbindungsprobleme bestehen. Der zweite Fehler zeigt an, dass in der Suchreihenfolgeliste des DNS-Diensts keine Dienste definiert wurden. Um dieses Problem zu beheben, fügen Sie die IP-Adresse eines gültigen DNS-Servers zur Liste hinzu. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. in folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base: 172060
(http://support.microsoft.com/kb/172060/DE/
)
NSLOOKUP: Servername für die Adresse 127.0.0.1 konnte nicht gefunden werden Servername kann beim Starten von "Nslookup.exe" nicht gefunden werden:Beim Starten von "Nslookup.exe" kann der folgende Fehler auftreten:
*** Der Servername für die Adresse w.x.y.z konnte nicht gefunden werden: Domäne nicht vorhanden
Dieser Fehler tritt auf, wenn es keinen PTR-Satz für die IP-Adresse des Namenservers gibt. Wenn "Nslookup.exe" gestartet wird, führt es ein Reverse-Lookup durch, um den Namen des Standardservers zu finden. Wenn keine PTR-Daten vorhanden sind, wird diese Fehlermeldung ausgegeben. Um dieses Problem zu beheben, vergewissern Sie sich, dass eine Reverse-Lookupzone existiert und PTR-Sätze für die Namenserver enthält. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel bzw. in folgenden Artikeln in der Microsoft Knowledge Base: 172953
(http://support.microsoft.com/kb/172953/DE/
)
So installieren und konfigurieren Sie Microsoft DNS Server
Nslookup auf untergeordnete Domäne scheitert:Bei einer Abfrage oder Zonenübertragung auf eine untergeordnete Domäne kann Nslookup die folgenden Fehlermeldungen ausgeben:
*** child.domain.com. wurde von ns.domain.com nicht gefunden: Domäne nicht vorhanden
*** Domäne child.domain.com. kann nicht aufgeführt werden: Domäne nicht vorhanden
Im DNS-Manager kann eine neue Domäne unter der Primärzone angelegt werden; dadurch entsteht eine untergeordnete Domäne. Wird eine untergeordnete Domäne auf diese Art und Weise angelegt, wird keine separate DB-Datei für die Domäne erstellt. Deshalb erzeugt eine Abfrage oder Zonenübertragung auf diese Domäne die obengenannten Fehler. Eine Zonenübertragung auf die übergeordnete Domäne gibt die Daten für die übergeordnete und alle untergeordneten Domänen zurück. Um dieses Problem zu umgehen, legen Sie auf dem DNS-Server eine neue Primärzone für die untergeordnete Domäne an. Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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