Ihr Computer wird neu gestartet, und eine kritische Fehlermeldung wird im Ereignisprotokoll protokolliert:
Protokollname: System
Quelle: Microsoft-Windows-Kernel-Power
Ereigniskennung: 41
Stufe: Kritisch
Beschreibung:
Das System wurde neu gestartet, ohne dass es zuvor ordnungsgemäß heruntergefahren wurde. Dieser Fehler wurde eventuell verursacht, wenn das System plötzlich nicht mehr reagiert, abstürzt oder die Stromzufuhr unterbrochen wurde.
Die Registerkarte
Details enthält die folgenden Informationen:
EventData
BugcheckCode 0
BugcheckParameter1 0x0
BugcheckParameter2 0x0
BugcheckParameter3 0x0
BugcheckParameter4 0x0
SleepInProgress true
PowerButtonTimestamp 129165039139928187
Hinweis Die Werte für den Abbruchfehler-BugcheckCode und die BugcheckParameters können sich unterscheiden.
Die Kernelenergie-Ereigniskennung: Fehler 41 wird in verschiedenen Situationen ausgegeben, wenn der Computer heruntergefahren wird oder unerwartet neu startet. Wenn ein Computer mit Windows gestartet wird, erfolgt eine Prüfung, mit der ermittelt wird, ob der Computer sauber heruntergefahren wurde. Falls das nicht der Fall ist, wird eine Kernelenergie-Ereignismeldung 41 ausgegeben. In den folgenden drei Situationen wird eventuell ein Ereignis 41 ausgegeben.
Szenario 1
Ein Abbruchfehler wird ausgegeben, und der Computer wird neu gestartet. Wenn ein Abbruchfehler auftritt, werden die Abbruchfehlerdaten in die Ereigniskennung 41 als Teil der zusätzlichen Ereignisdaten geschrieben. Es kann vorkommen, dass die Abbruchfehlercodedaten nicht gespeichert werden, bevor der Computer neu startet oder herunterfährt. In solchen Fällen hilft Ihnen das Szenario 3 weiter.
Hinweis Die BugcheckCode-Daten im Ereignis werden im Dezimalformat statt im gängigeren Hexadezimalformat gespeichert. Daher sollte der Dezimalwert in einen Hexadezimalwert umgewandelt werden. Dieser Vorgang wird im Abschnitt "Lösung" genauer beschrieben.
Szenario 2
Der Netzschalter am Computer wird mindestens vier Sekunden lang gedrückt gehalten. Diese Aktion wird in den Ereignisdaten als PowerButtonTimestamp-Eintrag festgehalten, der einen anderen Wert als 0 (Null) hat. Es kann vorkommen, dass die PowerButtonTimestamp-Daten vor dem Neustart oder Herunterfahren des Computers nicht gespeichert werden können. In solchen Fällen hilft Ihnen das Szenario 3 weiter.
Szenario 3
Der Abbruchfehlercode und der PowerButtonTimestamp werden als Null aufgeführt. Sehen Sie sich beispielsweise die folgenden Szenarios an:
- Der BugcheckCode-Wert des Abbruchfehlers wird als Null aufgeführt. Es kann vorkommen, dass die BugcheckCode-Daten des Abbruchfehlers vor dem Neustart oder Herunterfahren des Computers nicht gespeichert werden. In diesem Fall wird ein BugcheckCode-Wert von Null protokolliert. Eventuell ist kein Abbruchfehler aufgetreten und das Herunterfahren wurde durch eine unterbrochene Stromzufuhr verursacht. Bei einem Notebook-Computer könnte das beispielsweise passieren, wenn der Akku entfernt wird oder komplett leer ist. Bei einem Desktop-Computer könnte das bedeuten, dass der Computer von der Netzsteckdose getrennt wurde oder dass der Strom ausgefallen ist.
- Der PowerButtonTimestamp wird als Null aufgeführt. Es kann vorkommen, dass die PowerButtonTimestamp-Daten vor dem Neustart oder Herunterfahren des Computers nicht gespeichert werden. In diesem Fall wird ein Wert von Null protokolliert. Das kann auftreten, wenn der Netzschalter mindestens vier Sekunden lang gedrückt wird während Windows einen Vorgang ausführt, der verhindert, dass das Ereignis auf der Festplatte gespeichert wird. Dieses Szenario tritt ebenfalls auf, wenn der Computer "hing", auf Eingaben nicht reagierte und daher ausgeschaltet werden musste. Wenn Sie feststellen möchten, ob der Computer nicht mehr reagiert, können Sie die FESTSTELLTASTE drücken, um zu sehen, ob die LED auf der Tastatur aufleuchtet.
Das Ereignis 41 wird verwendet, um zu berichten, dass ein unerwartetes Problem aufgetreten ist, das ein korrektes Herunterfahren von Windows verhindert hat. Daher gibt es eventuell nicht genügend Informationen, mit deren Hilfe man herausfinden kann, was passiert ist. Um eine mögliche Problemlösung zu finden, müssen Sie wissen, welche Vorgänge im Computer ausgeführt wurden, als das Ereignis aufgetreten ist.
Wurde das Ereignis 41 protokolliert, weil die Stromversorgung des Computers unterbrochen wurde, könnten Sie sich beispielsweise eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (UPS) zulegen, z. B. eine zusätzliche Stromversorgung per Akku. Eventuell ist das Problem aufgrund eines geringen oder mangelhaften Stromflusses aufgetreten. Wenn Sie beispielsweise Arbeitsspeicher (RAM), zusätzliche Geräte oder Festplatten hinzugefügt haben, als das Problem aufgetreten ist, könnte deren Stromversorgung die Ursache des Problems sein.
Szenario 1 Der Computer wurde neu gestartet und in den Ereignisdaten befindet sich ein Abbruchfehler-BugcheckCode
Wenn der BugcheckCode-Eintrag für den Abbruchfehler in den Ereigniskennungsdaten nicht Null ist, sollten Sie den BugcheckCode-Wert von dezimal in hexadezimal konvertieren. In den meisten Beschreibungen zu Abbruchfehlercodes werden diese als Hexadezimalwerte statt als Dezimalwerte angegeben. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
- Klicken Sie auf Start, und geben Sie dann in das Feld Suche den Befehl calc ein.
- Klicken Sie auf Ansicht und anschließend auf Programmierer.
- Vergewissern Sie sich, dass das Optionsfeld Dec auf der linken Seite des Rechners aktiviert ist.
- Geben Sie den Dezimalwert des BugcheckCode-Werts über die Tastatur ein.
- Klicken Sie auf das Optionsfeld Hex auf der linken Seite des Rechners.
HinweisDer Rechner zeigt nun den Wert im Hexadezimalcode an. Wiederholen Sie diese Schritte für andere Werte, die nicht Null sind.
Das folgende Beispiel enthält einen BugcheckCode-Eintrag eines Abbruchfehlers mit einer Ereigniskennung 41:
EventData
BugcheckCode 159
BugcheckParameter1 0x3
BugcheckParameter2 0xfffffa80029c5060
BugcheckParameter3 0xfffff8000403d518
BugcheckParameter4 0xfffffa800208c010
SleepInProgress false
PowerButtonTimestamp 0
Converts to 0x9f (0x3, 0xfffffa80029c5060, 0xfffff8000403d518, 0xfffffa800208c010)
HinweisDie Nullen vor dem Code werden für gewöhnlich nicht angezeigt. Wenn ein BugcheckCode-Eintrag in ein Hexadezimalformat umgewandelt wird, sollte er aus 8 Zeichen bestehen. Der Eintrag 0x9F wird für gewöhnlich als 0x0000009f dargestellt und 0xA als 0x0000000A. Nachdem Sie den Hexadezimalwert ermittelt haben, besuchen Sie support.microsoft.com, und suchen Sie nach dem konvertierten Hexadezimalcode (0x0000009f) und dem Wort "Bugcheck".
Genauere Informationen zur "Fehlersuche bei Kernel-Modus-Systemabstürzen mit blauen Bildschirmen (für Anfänger)" finden Sie im folgenden TechNet-Blog:
Szenario 2: Fahren Sie den Computer herunter, indem Sie den Netzschalter gedrückt halten
Wenn möglich, ist es empfehlenswert Windows herunterzufahren, indem Sie auf die Schaltfläche
Start und anschließend auf eine Option zum Ausschalten oder Herunterfahren des Computers klicken. In diesem Fall schließt das Betriebssystem alle Dateien und benachrichtigt alle ausgeführten Dienste und Anwendungen, damit diese Daten speichern und Cache-Speicher leeren können.
Wenn Sie auf den Netzschalter drücken müssen, um ein Problem zu beheben, das die normale Funktion des Computers stört, sollten Sie eine Abfrage zu den gezeigten Symptomen ausführen, damit Sie Hilfe bei der Fehlersuche erhalten. Einige Schlüsselwörter, die Ihnen bei der Suche helfen, lauten "hängen", "reagieren" oder eventuell "leerer Bildschirm".
Genauere Informationen zu einer bestimmten Situation, in der ein Computer nicht mehr reagiert erhalten Sie, indem Sie auf eine der folgenden Artikelnummern klicken. Sie gelangen damit zu den entsprechenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
974476
(http://support.microsoft.com/kb/974476 /
)
Der Computer reagiert nicht mehr, wenn ein USB-Gerät vom USB-Selective Suspend Zustand in Windows 7 oder in Windows Server 2008 R2 fortgesetzt wird
(http://support.microsoft.com/ph/14019#tab6)
Weitere Hilfe zur Fehlersuche erhalten Sie auch vom Windows 7 Solution Center. Rufen Sie dazu die folgende Microsoft-Website auf:
Szenario 3: Das System wird willkürlich neu gestartet und kein Abbruchfehler-BugcheckCode wird aufgeführt, oder der Computer reagiert überhaupt nicht mehr (völliger Systemstillstand).
Sie können überprüfen, ob das der Fall ist, indem Sie auf die FESTSTELLTASTE auf der Tastatur drücken. Wenn dabei die LED für die FESTSTELLTASTE auf der Tastatur nicht aufleuchtet, befindet sich der Computer eventuell in einem völligen Systemstillstand.
Dieses Szenario verweist für gewöhnlich auf ein Hardwareproblem. Eventuell ist auch ein Treiber für dieses Problem verantwortlich. Sie isolieren das Problem, indem Sie folgende Elemente überprüfen:
- Übertaktung: Deaktivieren Sie die Übertaktung und überprüfen Sie, ob das Problem auch auftritt, wenn das System mit der korrekten Geschwindigkeit ausgeführt wird.
- Prüfen der Speichermodule: Überprüfen Sie den Arbeitsspeicher mit einem Speicherprüfer. Vergewissern Sie sich, dass jeder Speicherchip über dieselbe Geschwindigkeit verfügt und im System korrekt konfiguriert ist.
- Netzteil: Überprüfen Sie, dass das Netzteil über eine ausreichende Stromzufuhr verfügt, um die installierten Geräte angemessen zu versorgen. Wenn Sie zusätzlichen Arbeitsspeicher, einen neueren Prozessor, zusätzliche Laufwerke oder externe Laufwerke installiert haben, brauchen diese eventuell mehr Energie als die derzeitige Stromversorgung kontinuierlich zur Verfügung stellen kann.
- Überhitzung: Überprüfen Sie, ob das System überhitzt, indem Sie die interne Temperatur der Hardware messen.
- Standardwerte: Verwenden Sie die Systemstandardwerte, und führen Sie das System aus.
Wenn Sie sehen, dass der Computer einen Abbruchfehler ausgibt, der einen BugcheckCode-Wert enthält, der nicht in einer Ereigniskennung 41 berichtet wird, sollten Sie das Neustartverhalten des Computers ändern. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
- Klicken Sie auf Erweiterte Systemeinstellungen.
- Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert.
- Klicken Sie im Abschnitt Starten und Wiederherstellen auf die Schaltfläche Einstellungen.
- Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Automatisch neu starten.
Artikel-ID: 2028504 - Geändert am: Dienstag, 1. Mai 2012 - Version: 3.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
- Windows 7 Enterprise
- Windows 7 Professional
- Windows 7 Ultimate
- Windows Web Server 2008 R2
- Windows Server 2008 R2 Foundation
- Windows Server 2008 R2 Standard
- Windows Server 2008 R2 Enterprise
- Windows Server 2008 R2 Datacenter
- Microsoft Hyper-V Server 2008 R2
- Windows HPC Server 2008 R2
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