Wie Windows 2000 die ACPI-Kompatibilität bestimmt

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
216573 How Windows 2000 Determines ACPI Compatibility
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Zusammenfassung

In diesem Artikel wird der Prozess beschrieben, der von Windows 2000 zum Aktivieren und Installieren der ACPI-Funktionalität (Advanced Configuration and Power Interface) verwendet wird.

Weitere Informationen

Die Datei Txtsetup.sif

Die Datei Txtsetup.sif enthält Informationen, die während des Textmodusabschnitts des Setup-Vorgangs zum Erkennen und Installieren von Geräten verwendet werden. Falls in dieser Datei für ein Gerät kein Eintrag gefunden wird, erfolgt keine Installation des Geräts während des Textmodusabschnitts des Windows 2000-Setup.

Die Datei Txtsetup.sif enthält drei Abschnitte, mit deren Hilfe die ACPI-Erkennung und -Installation erfolgt:
  • [ACPIOptions]
  • [GoodACPIBios]
ACPI-Konfiguration im BIOS

Ein ACPI-System besteht aus einem Satz von zehn Tabellen. Diese zehn Tabellen definieren, welche Geräte im System vorhanden sind und welche Fähigkeiten diese Geräte in Bezug auf die Konfiguration und die Energieverwaltung besitzen. Die Tabellen werden beim Startvorgang vom System-BIOS erstellt. Beim Startvorgang sucht das System nach bestimmten Einträgen, die in zwei dieser Tabellen enthalten sind (in der FACP-Beschreibungstabelle [Fixed ACPI = FACP] und in der RSDT-Beschreibungstabelle [Root System-DT]). Es stellt damit fest, ob das System ACPI-kompatibel ist. Aus diesen Tabellen werden die Informationen in Form der OEM-KENNUNG (OEM ID), der OEM-TABELLENKENNUNG (OEM TABLE ID), der OEM-VERSION (OEM REVISION) und der ERSTELLERVERSION (CREATOR REVISION) entnommen. Falls diese Tabellen nicht vorhanden sind, oder wenn die in den oben genannten Beschreibungen enthaltenen Informationen ungültig sind, wird angenommen, dass das System nicht ACPI-kompatibel ist. In diesem Fall wird die Legacy-Hardwareabstraktionsschicht (HAL) installiert.

Ein Beispiel für die Fixed ACPI-Beschreibungstabelle könnte wie folgt aussehen:
   OEM ID = "COMPAQ"<BR/>
   OEM Table ID = "FACPTBL"<BR/>
   OEM Revision = "432"<BR/>
   Creator Revision = "1"<BR/>
Ein Beispiel der Root-System-Beschreibungstabelle für diesen Eintrag könnte wie folgt aussehen:
   OEM Table ID = "CPQB01B"<BR/>
Zusätzlich zu diesen Informationen wird außerdem das Datum des BIOS abgefragt.

Bestimmen der ACPI-Konfiguration

Die in diesen Tabellen gefundenen Informationen werden mit den Einträgen verglichen, die in der Datei Txtsetup.sif festgestellt werden. Auf der Grundlage dieser Informationen werden die nachstehenden Annahmen aufgestellt und es werden entsprechende Maßnahmen ausgeführt:

Falls das System-BIOS in der Liste der ungeeigneten Basic Input/Output Systeme (BIOS) enthalten ist, wird die ACPI-HAL nicht installiert. Wenn das BIOS nicht in der Liste für ungeeignete Basic Input/Output Systeme aufgeführt ist und das BIOS-Datum nach dem 1.1.99 liegt, wird angenommen, dass das BIOS geeignet ist. In diesem Fall wird die ACPI-HAL angewendet. Sollte das Datum vor dem 1.1.99 liegen, werden die Tabelleninformationen mit der Liste für geeignete Basic Input/Output Systeme verglichen. Falls das BIOS dort aufgeführt ist, wird die ACPI-HAL installiert.

Ein BIOS erscheint auf der Liste für ungeeignete Basic Input/Output Systeme, weil bekannt ist, dass dieses BIOS zu Systeminstabilität führt, wenn die ACPI-HAL verwendet wird. Der Schweregrad dieser Instabilität reicht von fehlerhaftem Verhalten der Hardware bis zur Reaktionsunfähigkeit des Systems bzw. zu Datenverlusten. Aus diesem Grund sollten die durch diese Liste getroffenen Annahmen keinesfalls überschrieben werden. Dies trifft auch auf Systeme zu, die nicht als ACPI-kompatibel erkannt werden. Wenn die Informationen im Tabellenkopf nicht korrekt sind, ist anzunehmen, dass die Informationen zur Gerätekonfiguration in diesen Tabellen ebenfalls fragwürdig sind. Falls es bei Ihrem System zu einem der Instabilitätszustände kommen sollte, die mit dem Überschreiben der standardmäßigen ACPI-Einstellungen in Zusammenhang stehen, kann Ihnen Microsoft keine weitere Unterstützung geben. In diesem Fall bleibt lediglich eine vollständige Neuinstallation des Betriebssystems zum Beheben des Problems. Durch eine Update-Installation werden die Schäden durch ein ungeeignetes oder unvollständiges ACPI-BIOS nicht behoben. Falls Sie jedoch diese Einstellungen überschreiben möchten, können Sie dies anhand der folgenden Informationen tun:

Im Abschnitt [ACPIOptions] erscheinen zwei Einträge, ein Eintrag mit dem Namen ACPIEnable sowie der Eintrag ACPIBiosDate. Der Eintrag ACPIBiosDate stellt das Datum bereit, nach dem ein BIOS als geeignet betrachtet wird. Die Standardeinstellung für diesen Eintrag ist der 1.1.1999. Der Eintrag ACPIBiosDate ist beim Erzwingen einer ACPI-Installation von keinem großen Nutzen. Die drei möglichen Werte für den Eintrag ACPIEnable bestimmen das Verhalten bei der ACPI-Erkennung und -Installation:
  • 0: ACPI ist bei der Installation deaktiviert, dies gilt unabhängig vom System-BIOS
  • 1: ACPI ist bei der Installation aktiviert, wenn ein ACPI-BIOS vorhanden ist
  • 2: ACPI wird aufgrund der GoodACPIBios-Liste und des Eintrags ACPIBiosDate aktiviert
Die Standardeinstellung ist 2.

Um die Standardeinstellung zu überschreiben und eine ACPI-Installation zu erzwingen, müssen Sie die Datei Txtsetup.sif auf der Setup-CD 1 bearbeiten. Ändern Sie in dieser Datei den Wert ACPIEnable in 1. Speichern Sie die Datei, und starten Sie die Installation anschließend erneut.

Hinweis: Die ACPI-Funktionalität ist vergleichsweise neu. Es werden ständig neue Funktionen von BIOS- und System-Herstellern hinzugefügt. Falls bestimmte Funktionen fehlen, die Ihrer Meinung nach vorhanden sein müssten, oder wenn es zu ungewöhnlichem Verhalten mit einem BIOS kommt, dessen Datum nach dem 1.1.1999 liegt (oder einem BIOS, das auf der Liste für geeignete Basic Input/Output Systeme aufgeführt ist), sollten Sie beim Hersteller Ihres Systems erfragen, ob in Ihrem System die aktuellste BIOS-Version installiert ist.

ACPI erfordert das Vorhandensein von neuer Hardware (wie beispielsweise einem SMBus oder einem I2c-kompatiblen Bus oder anderen Elementen). Sollte dies nicht der Fall sein, kann dies dazu führen, dass das System nicht ACPI-fähig ist. Falls Sie Fragen dazu haben, warum für Ihr System noch keine Aktualisierung für diese Funktionalität existiert, sollten Sie sich an den Hersteller Ihres speziellen Systems oder Ihrer Systemplatine wenden.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 216573 - Geändert am: Dienstag, 9. November 2004 - Version: 3.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
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