Automatische TCP/IP-Adressierung ohne einen DHCP-Server

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie die automatische TCP/IP-Adressierung (TCP/IP = Transmission Control Protocol/Internet Protocol) verwendet wird, ohne dass ein DHCP-Server (DHCP = Dynamic Host Configuration Protocol) im Netzwerk vorhanden ist. In den Betriebssystemen, die im Abschnitt "Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:" aufgeführt sind, ist ein Feature für die automatische Zuweisung privater IP-Adressen (Automatic Private IP Addressing, APIPA) verfügbar. Mithilfe dieses Features kann sich ein Windows-Computer selbst eine IP-Adresse zuweisen, wenn ein DHCP-Server nicht verfügbar oder im Netzwerk nicht vorhanden ist. Dieses Feature vereinfacht die Konfiguration und den Support eines kleinen lokalen Netzwerks (LAN), auf dem TCP/IP ausgeführt wird.

Weitere Informationen

Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756 Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows


Ein Windows-Computer, der für DHCP konfiguriert ist, kann sich selbst automatisch eine IP-Adresse zuweisen, wenn kein DHCP-Server verfügbar ist. Dieser Fall könnte zum Beispiel in einem Netzwerk ohne DHCP-Server auftreten, oder in einem Netzwerk, in dem ein DHCP-Server gerade aufgrund von Wartungsarbeiten vorübergehend ausfällt.

Die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) hat den Bereich 169.254.0.0 - 169.254.255.255 für automatische Zuweisung privater IP-Adressen (APIPA) reserviert. Deshalb liefert die automatische Zuweisung privater IP-Adressen (APIPA) eine Adresse, die garantiert keine Konflikte mit routingfähigen Adressen verursacht.



Nachdem dem Netzwerkadapter eine IP-Adresse zugewiesen wurde, kann der Computer TCP/IP verwenden, um mit jedem anderen Computer zu kommunizieren, der Verbindung zu demselben LAN hat und auch für die automatische Zuweisung privater IP-Adressen konfiguriert ist oder dessen IP-Adresse manuell auf den Adressbereich 169.254.x.y (wobei x.y für die eindeutige Kennung des Clients steht) mit einer Subnetzmaske 255.255.0.0. eingestellt ist. Beachten Sie, dass der Computer nicht mit Computern auf anderen Subnetzen oder mit Computern, die nicht die automatische Zuweisung privater IP-Adressen verwenden, kommunizieren kann. Automatische Zuweisung privater IP-Adressen ist standardmäßig aktiviert.

In folgenden Fällen können Sie dieses Feature deaktivieren:

? Ihr Netzwerk verwendet Router.

? Ihr Netzwerk stellt ohne einen NAT-Server oder Proxyserver die Verbindung zum Internet her.

Wenn Sie DHCP-Meldungen nicht deaktiviert haben, werden Sie mithilfe von DHCP-Meldungen benachrichtigt, wenn Sie zwischen DHCP-Adresszuweisung und automatischer Zuweisung privater IP-Adressen wechseln. Wenn DHCP-Meldungen versehentlich deaktiviert sind, können Sie sie wieder aktivieren, indem Sie den Wert des Wertes "PopupFlag" im folgenden Registrierungsschlüssel von 00 auf 01 ändern:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\VxD\DHCP


Beachten Sie, dass Sie Ihren Computer neu starten müssen, damit die Änderung wirksam wird. Sie können außerdem mithilfe des Tools "Winipcfg" in Windows Millennium Edition, Windows 98 oder Windows 98 Second Edition feststellen, ob Ihr Computer die automatische Zuweisung privater IP-Adressen verwendet:
Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Ausführen, geben Sie "winipcfg" (ohne Anführungszeichen) ein, und klicken Sie anschließend auf OK. Klicken Sie auf Weitere Info. Wenn das Feld IP-Adresse eine IP-Adresse innerhalb des Bereichs 169.254.x.x enthält, ist die automatische Zuweisung privater IP-Adressen aktiviert. Wenn das Feld IP-Adresse vorhanden ist, ist die automatische Zuweisung privater IP-Adressen derzeit nicht aktiviert.
In Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 können Sie durch Eingabe des Befehls "IPconfig" in einer Eingabeaufforderung feststellen, ob Ihr Computer die automatische Zuweisung privater IP-Adressen verwendet:

Klicken Sie auf Start, auf Ausführen, geben Sie "cmd" ein (ohne Anführungszeichen), und klicken Sie anschließend auf OK, um ein MS-DOS-Befehlszeilenfenster zu öffnen. Geben Sie "ipconfig /all" ein (ohne Anführungszeichen), und drücken Sie die [EINGABETASTE]. Wenn in der Zeile "Autokonfiguration aktiviert" "Ja" steht und die "IP-Adresse (Autokonfiguration)" 169.254.x.y lautet (wobei x.y für die eindeutige Kennung des Clients steht), dann verwendet der Computer die automatische Zuweisung privater IP-Adressen. Wenn in der Zeile ''Autokonfiguration aktiviert' "Nein" steht, dann verwendet der Computer die automatische Zuweisung privater IP-Adressen derzeit nicht.
Sie können die automatische Zuweisung privater IP-Adressen mithilfe der folgenden Methoden deaktivieren.

Sie können die TCP/IP-Informationen manuell konfigurieren, wodurch DHCP insgesamt deaktiviert wird. Sie können die automatische Zuweisung privater IP-Adressen (aber nicht DHCP) deaktivieren, indem Sie die Registrierung bearbeiten. Sie können dies für Windows Millennium Edition, Windows 98 oder Windows 98 Second Edition durchführen, indem Sie den DWORD-Registrierungseintrag "IPAutoconfigurationEnabled" mit einem Wert von 0x0 zu folgendem Registrierungsschlüssel hinzufügen:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\VxD\DHCP
In Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 können Sie die automatische Zuweisung privater IP-Adressen deaktivieren, indem Sie den DWORD-Registrierungseintrag "IPAutoconfigurationEnabled" mit einem Wert von 0x0 zum folgenden Registrierungsschlüssel hinzufügen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\Interfaces\<Adapter GUID>
Hinweis Der Unterschlüssel Adapter GUID ist ein GUID (Globally Unique Identifier) für den LAN-Adapter des Computers.

Durch das Festlegen des Wertes 1 für den DWORD-Eintrag "IPAutoconfigurationEnabled" wird die automatische Zuweisung privater IP-Adressen aktiviert, was dem standardmäßigen Status entspricht, wenn dieser Wert in der Registrierung nicht berücksichtigt wird.

Beispiele von Fällen, in denen die automatische Zuweisung privater IP-Adressen sinnvoll sein kann

Beispiel 1: Keine vorherige IP-Adresse und kein DHCP-Server vorhanden

Bei der Initialisierung Ihres Windows-Computers (konfiguriert für DHCP) übermittelt er drei oder mehr "Erkennungsmeldungen". Wenn kein DHCP-Server reagiert, nachdem mehrere "Erkennungsmeldungen" übermittelt werden, weist sich der Windows-Computer selbst eine Adresse der Klasse B (automatische Zuweisung privater IP-Adressen, APIPA) zu. Anschließend zeigt der Windows-Computer dem Benutzer eine Fehlermeldung an (vorausgesetzt, ihm wurde in der Vergangenheit nie eine IP-Adresse von einem DHCP-Server zugewiesen). Der Windows-Computer zeigt dann beim Versuch, die Kommunikation zu einem DHCP-Server herzustellen, alle drei Minuten eine "Erkennungsmeldung" an.

Beispiel 2: Frühere IP-Adresse und kein DHCP-Server vorhanden

Der Computer sucht nach dem DHCP-Server und versucht, wenn keiner gefunden wurde, den Standardgateway zu kontaktieren. Wenn der Standard-Gateway antwortet, behält der Windows-Computer die zuvor geleaste IP-Adresse bei. Wenn der Computer jedoch keine Antwort von dem Standard-Gateway empfängt oder ihm keine Standard-Gateways zugewiesen sind, verwendet er das Feature für die automatische Zuweisung privater IP-Adressen, um sich selbst eine IP-Adresse zuzuweisen. Eine Fehlermeldung wird angezeigt, und alle drei Minuten werden "Erkennungsmeldungen" angezeigt. Sobald ein DHCP-Server vorhanden ist, wird eine Meldung erzeugt, die besagt, dass die Kommunikation mit einem DHCP-Server neu hergestellt wurde.

Beispiel 3: Lease läuft ab und kein DHCP-Server vorhanden

Der Windows-Computer versucht, die Lease der IP-Adresse wiederherzustellen. Wenn der Windows-Computer keinen DCHP-Server findet, weist er sich selbst eine IP-Adresse zu, nachdem eine Fehlermeldung erzeugt wurde. Der Computer übermittelt anschließend vier "Erkennungsmeldungen" und wiederholt die gesamte Prozedur alle 5 Minuten, bis ein DHCP-Server vorhanden ist. Dann wird eine Meldung erzeugt, die anzeigt, dass die Kommunikation mit dem DHCP-Server neu hergestellt wurde.
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Eigenschaften

Artikel-ID: 220874 - Geändert am: Mittwoch, 8. Januar 2014 - Version: 1.0
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  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
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