Windows NT 4.0 unterstützt eine Systempartition von maximal 7,8-GB

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
224526 Windows NT 4.0 supports maximum of 7.8-GB system partition
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Obwohl Windows NT 4.0 mit dem NTFS-Dateisystem theoretisch Partitionen von bis zu 16 Exabyte Größe unterstützen kann, ist die maximale Größe der Systempartition auf 7,8 Gigabyte (GB) beschränkt.

Hinweis: Wenn Sie Softwareupdates auf einem Windows NT 4.0-Computer mit einer Systempartition installieren, deren Größe 7,8 GB (Gigabyte) überschreitet, kann es sein, dass der Computer danach nicht mehr ordnungsgemäß neu gestartet werden kann. Bei einem Neustart des Computers nach der Installation eines Sicherheitsupdates kann beispielsweise die folgende Fehlermeldung angezeigt werden:
OS Loader v4.01
Disk I/O error status=00000001
Windows NT konnte nicht gestartet werden, da folgende Datei fehlt oder beschädigt ist: (Windows NT could not start because the following file is missing or corrupt:) winnt\system32\Ntoskrnl.exe
Installieren Sie ein Exemplar der oben angegebenen Datei erneut. (Please reinstall a copy of the above file.)
Systempartitionen mit einer Größe von mehr als 7,8 GB können nur mit Partitionierungsprogrammen von Fremdanbietern erstellt werden. Beim Starten kann das Betriebssystem Windows NT 4.0 nur die Dateien verwenden, die sich auf den ersten 7,8 GB der Systempartition befinden. Nach erfolgtem Start kann Windows NT 4.0 dann auf alle Dateien zugreifen, die auf dem Volume gespeichert sind. Sie können dieses Problem möglicherweise nicht dadurch beheben, dass Sie die Datei "Ntoskrnl.exe" manuell auf die Systempartition kopieren, da die Datei dabei eventuell nicht in die ersten 7,8 GB der Systempartition geschrieben wird. Die einzige Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Datei "Ntoskrnl.exe" in die ersten 7,8 GB der Systempartition geschrieben wird, besteht darin, das Laufwerk neu zu partitionieren und die Größe dabei auf 7,8 GB zu beeschränken.

Weitere Informationen

Die Systempartition ist definiert als die Partition, die die für den ersten Systemstart benötigten Dateien enthält. Bei Windows NT sind dies die Dateien "Ntdetect.com", "NTLDR", "Boot.ini" und in manchen Fällen auch die Datei "Ntbootdd.sys".

Eine Startpartition ist definiert als die Partition, die die Systemdateien enthält. Bei Windows NT ist dies die Partition, die den Ordner "%SystemRoot%\System32" enthält.

Die Systempartition und die Startpartition können sich auf der gleichen Partition oder auf verschiedenen Partitionen befinden. Da auf einem einzelnen Computer mehrere Betriebssysteme installiert sein können, kann ein Computer mehrere Startpartitionen aufweisen. Es gibt jedoch immer nur eine einzige Systempartition.

In bestimmten Fällen muss sich die Startpartition vollständig innerhalb der ersten 7,8 GB des Laufwerks befinden. Falls die Datei "Boot.ini" die Syntax "multi()" verwendet, um nach der Startpartition zu suchen, verwendet NTLDR die Schnittstelle INT13, um HAL, Kernel und Startgerätetreiber zu laden. In diesem Fall müssen die besagten Dateien im adressierbaren 7,8 GB-Speicherbereich der Schnittstelle INT13 gespeichert sein. Verwendet die Datei "Boot.ini" die Syntax "scsi()", um nach der Startpartition zu suchen, sollte auf der Systempartition eine Datei mit dem Namen "Ntbootdd.sys" vorhanden sein. Bei dieser Datei handelt es sich einfach um eine umbenannte Kopie des Treibers für den Festplattencontroller. In diesem Fall verwendet NTLDR den Treiber "Ntbootdd.sys", um beim Laden von HAL, Kernel und Startgerätetreibern auf die Festplatte zuzugreifen. Der adressierbare Bereich der Festplatte bzw. des Datenträgers wird durch diesen Treiber bestimmt.

Wenn ein Intel-basierter Computer zum ersten Mal gestartet wird, laufen verschiedene Vorgänge ab, die dazu führen, dass das Betriebssystem geladen und gestartet wird. Für diesen Prozess, der als Bootstrap-Prozess bezeichnet wird, gibt es eigene Hardware- und Softwarebeschränkungen, die auch für Windows NT gültig sind. Diese Beschränkungen verhindern, dass Windows NT 4.0 eine Partition mit einer Größe von mehr als 7,8 GB als Systempartition verwenden kann.

Während des Bootstrap-Prozesses ist der einzige Mechanismus, der Windows NT (oder anderen Betriebssystemen) zur Verfügung steht, um auf das Laufwerk zuzugreifen, ein Gruppe von Funktionen im BIOS, die als Interrupt 13 (INT13) bezeichnet wird. Die INT13-Funktionen ermöglichen das Lesen vom und das Schreiben auf das Laufwerk mittels Low-Level-Code, indem ein spezieller Sektor auf dem Laufwerk adressiert wird. Als die INT13-Architektur in den frühen 80er Jahren entwickelt wurde, waren Festplatten mit mehreren Gigabyte Speicher nicht in Betracht gezogen worden. Die INT13-Funktionen definieren 24 Bits, um einen Sektor auf der Festplatte zu beschreiben. Dies ergibt maximal 256 Köpfe (oder Seiten), 1024 Zylinder und 63 Sektoren. Ausgehend von diesen Zahlen können nur 256*1024*63 (oder 16.515.072) Sektoren mit INT13-Funktionen verwendet werden. Bei einem Standard von 512 Byte pro Sektor ergibt dies 8.455.716.864 Byte oder ca. 7,8 GB. Beachten Sie, dass bei den meisten modernen Laufwerken das BIOS des Computers irgendeine Form der Sektorenverschiebung für die BIOS-Funktionen unterstützen muss, um die ersten 7,8 GB des Festplattenspeichers zu adressieren. Das BIOS in praktisch allen modernen Computern unterstützt die "Logische Blockadressierung", die den INT13-Funktionen die Adressierung der ersten 7,8 GB des Festplattenspeichers unabhängig von der physischen Laufwerkgeometrie ermöglicht.

Die INT13-Funktionen stellen die einzige Möglichkeit für das Betriebssystem dar, um Zugriff auf das Laufwerk und die Systempartition zu erhalten, bis das Betriebssystem zusätzliche Treiber lädt, die den Zugriff auf das Laufwerk ermöglichen, ohne die INT13-Funktionen zu verwenden. Daher kann Windows NT 4.0 keine Systempartition verwenden, die größer als 7,8 GB ist. Tatsächlich muss sich die gesamte Systempartition vollständig innerhalb der ersten 7,8 GB der physischen Festplatte befinden. Windows NT kann eine 7,8-GB-Systempartition nur dann verwenden, wenn die Partition am Anfang des physischen Laufwerks beginnt.

Hinweis: Andere Partitionen als die Systempartition sind von diesen Beschränkungen nicht betroffen.

Andere Betriebssysteme, wie Microsoft Windows 95 OEM Service Release 2, Microsoft Windows 98 und Microsoft Windows 2000 können von größeren Partitionen gestartet werden, weil diese Betriebssysteme geschrieben wurden, nachdem die Computerindustrie einen neuen Standard für BIOS INT13-Funktionen (die "INT13-Erweiterungen") definiert hat und diese neue Funktionalität auf neu hergestellten Motherboards implementiert hat. Da Windows NT 4.0 vor der Einführung dieses neuen Standards geschrieben wurde, kann Windows NT 4.0 diese neue Technologie nicht erkennen und seine Funktionen nicht nutzen.

Wenn Sie Windows NT 4.0 installieren, können Sie nur eine Systempartition mit einer maximalen Größe von 4 GB erstellen. Dies liegt daran, dass Setup die Partition zunächst mit dem FAT-Dateisystem formatiert. Wenn Sie eine NTFS-Partition verwenden wollen, wird die Partition nach dem ersten Neustart in NTFS konvertiert. Für das FAT-Dateisystem gilt eine Dateisystembeschränkung (die nicht mit BIOS-Beschränkungen zusammenhängt) von 4 GB. Wenn Sie eine unbeaufsichtigte Installation durchführen, kann die Systempartition unter Verwendung der Anweisung "ExtendOEMPartition" in einer "Unattend.txt"-Datei auf maximal 7,8 GB erweitert werden.

In Zukunft können auch noch weitere Beschränkungen eine Rolle spielen. Obwohl das NTFS-Dateisystem 16 Exabyte Festplattenspeicher in einer einzelnen Partition adressieren kann, speichern derzeitige Festplatten-Partitionierungsschemas die Partitionsinformationen in Strukturen, die Partitionen auf 2^32 Sektoren oder 2 Terabyte Größe beschränken. Die ATA-Hardwareschnittstelle verwendet eine 28-Bit-Adressierung, die Laufwerke mit 2^24 Sektoren oder 137 GB Größe unterstützt. Diese Beschränkungen können auch andere Partitionen als die Systempartition betreffen.

Beachten Sie, dass Dateisystembeschränkungen und Hardwarebeschränkungen unabhängig voneinander existieren, und die jeweils strengere Beschränkung der bestimmende Faktor für die maximale Partitionsgröße ist. Ein weiterer Faktor, der bei der Behandlung von Partitionsproblemen in Betracht zu ziehen ist, ist die Tatsache, dass Festplattenhersteller häufig "dezimale Megabyte" (1 Megabyte = 1.000.000 Byte) verwenden, wohingegen Windows NT "binäre Megabyte" (1 Megabyte = 1.048.576 Byte) verwendet. "Verlorener" Speicherplatz ist häufig auf die Vermischung beider Definitionen für ein Megabyte bei Berechnungen zurückzuführen. Zudem wird in diesem Artikel bei allen Berechnungen von einer Sektorengröße von 512 Byte ausgegangen. Obwohl 512-Byte-Sektoren praktisch Industriestandard geworden sind, kann es möglich sein, dass Festplattenhersteller Laufwerke mit einer anderen Sektorengröße herstellen. Dies würde zu einer entsprechenden Änderung bei den Partitionsbeschränkungen führen. Partitionen basieren auf Zylinder-, Kopf- und Sektorberechnungen und nicht auf Byteberechnungen. Daher führt eine Änderung der Bytes pro Sektor auch zu einer Änderung der Bytes pro Partition.

Informationsquellen

Weitere Informationen zu Festplattenpartitionierung und Beschränkungen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
114841 WINNT: Einschränkungen in bezug auf Boot-Prozess und Festplatten
119497 Die Größe der Boot-Partition ist auf 4 Gigabyte begrenzt
197667 Windows NT auf einer großen IDE-Festplatte installieren
185773 NTFS-Beschädigung bei Laufwerken mit mehr als 4 GB durch "ExtendOEMPartition"
227879 Formatieren von Verwenden des Konfiguration-Compaq Array-Dienstprogramms

Eigenschaften

Artikel-ID: 224526 - Geändert am: Freitag, 12. August 2005 - Version: 4.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows NT Server 4.0, Terminal Server Edition Service Pack 4
  • Microsoft Windows NT Server 3.51
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Standard Edition
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 1
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 2
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 3
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 4
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 5
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 6
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 6a
  • Microsoft Windows NT Server 4.0 Enterprise Edition
  • Microsoft Windows NT 4.0 Service Pack 4
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.5
  • Microsoft Windows NT Workstation 3.51
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
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  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
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  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0
  • Microsoft Windows NT Workstation 4.0 Developer Edition
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