Langsame Verbindungen bei der Verarbeitung von Benutzerprofilen und Gruppenrichtlinien erkennen

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Artikel-ID: 227260 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
227260 How a slow link is detected for processing user profiles and Group Policy
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt, wie langsame Verbindungen in Windows 2000 bei der Verarbeitung von Benutzerprofilen und Gruppenrichtlinien erkannt werden.

Weitere Informationen

Windows 2000 enthält eine neue Methode, um zu ermitteln, ob ein Clientcomputer über eine langsame Verbindung auf einen Domänencontroller zugreift, um eine Gruppenrichtlinie anzuwenden oder ein servergespeichertes Benutzerprofil herunterzuladen. Das geschieht über eine Folge von TCP/IP-Ping-Anforderungen an den Zielserver. Die Erkennung langsamer Verbindungen hat in Windows 2000 eine größere Bedeutung, da sie dazu verwendet wird, die angewendeten Gruppenrichtlinientypen zu ermitteln.

Bei diesem neuen Verfahren wird die Antwortzeit bei einer Folge von TCP/IP-Pings vom Clientcomputer an den Server gemessen, um die durchschnittliche Übertragungsrate in KBit/s (Kilobits pro Sekunde) zu ermitteln. Der Client sendet dem Server drei Mal mit 0 Byte und drei Mal mit 2048 Byte ein Ping-Signal. Wenn die Antwortzeit bei einem der Pings kürzer als 10 Millisekunden (ms) ist, wird die Verbindung automatisch als schnell betrachtet. Andernfalls wird die durchschnittliche Übertragungsrate durch Berechnung der durchschnittlichen Unterschiede zwischen den ersten (0 Byte) und zweiten (2048 Byte) Pings kalkuliert. Wenn die Übertragungsrate langsamer als der Standard oder ein vom Administrator festgelegter Wert ist, wird die Verbindung als langsam eingestuft.

Windows 2000 verwendet folgende Formel:
LinkSpeed=32000/ulTotal
Bei dieser Formel ist ulTotal der durchschnittliche Unterschied zwischen den ersten und zweiten Pings.

Beispiel:
 USERENV(20c.210) 09:52:23:621 PingComputer: Adapter speed 10000000 bps  USERENV(20c.210) 09:52:23:851 PingComputer: First time: 236  USERENV(20c.210) 09:52:24:097 PingComputer: Second time: 245  USERENV(20c.210) 09:52:24:328 PingComputer: First time: 240  USERENV(20c.210) 09:52:24:574 PingComputer: Second time: 247  USERENV(20c.210) 09:52:24:804 PingComputer: First time: 237  USERENV(20c.210) 09:52:25:050 PingComputer: Second time: 245  USERENV(20c.210) 09:52:25:050 PingComputer: Transfer rate: 4000 Kbps Loop count: 3  
In diesem Beispiel kann der Unterschied zwischen jedem Ping folgendermaßen berechnet werden:

Erster Unterschied: 245-236=9
Zweiter Unterschied: 247-240=7
Dritter Unterschied: 245-237=8

Daher wäre ulTotal in diesem Fall (9+7+8)/3 = 24/3 = 8. Die geschätzte Verbindungsgeschwindigkeit wäre 32000/ulTotal = 32000/8 = 4000.

Auswirkungen auf die Gruppenrichtlinie

Wenn Gruppenrichtlinien auf den Computer oder Benutzer angewendet werden, wird der Mechanismus zur Erkennung langsamer IP-Verbindungen immer eingesetzt. Wenn eine langsame Verbindung erkannt wird, werden manche Gruppenrichtlinien standardmäßig nicht angewendet. Weitere Informationen darüber, welche Gruppenrichtlinienkomponenten nicht angewendet werden und wie man dieses Verhalten ändern kann, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
227369 Standardverhalten für Gruppenrichtlinienerweiterung mit langsamer Verbindung
Der Administrator kann die Verbindungsgeschwindigkeit für die Anwendung von Gruppenrichtlinien auf Computer und Benutzer unabhängig angeben:
  1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer mit der rechten Maustaste auf die Site, die Domäne oder die Organisationseinheit, wo sich das Gruppenrichtlinienobjekt befindet, das die Richtlinie für die Verbindungsgeschwindigkeit enthält, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Gruppenrichtlinie, klicken Sie auf das entsprechende Gruppenrichtlinienobjekt und dann auf Bearbeiten.
  3. Um die Geschwindigkeit für die Erkennung langsamer Verbindungen in Windows 2000 bei Anwendung von Computergruppenrichtlinien zu ändern, erweitern Sie den Knoten Computerkonfiguration, und gehen Sie zum Ordner Administrative Vorlagen\System\Gruppenrichtlinie. Ändern Sie die Richtlinie Gruppenrichtlinien zur Erkennung von langsamen Verbindungen.

    Um die Geschwindigkeit für die Erkennung langsamer Verbindungen in Windows 2000 bei Anwendung von Benutzergruppenrichtlinien zu ändern, erweitern Sie den Knoten Benutzerkonfiguration, und gehen Sie zur Richtlinie Gruppenrichtlinien zur Erkennung von langsamen Verbindungen.

    In beiden Fällen ist der Wert in KBit/s anzugeben. Geben Sie 0 (Null) für diesen Wert an, wenn Sie die Erkennung langsamer Verbindungen deaktivieren möchten. Standardmäßig ist die Verbindungsgeschwindigkeit auf 500 KBit/s gesetzt.
  4. Beenden Sie Active Directory-Benutzer und -Computer.

Auswirkungen auf servergespeicherte Benutzerprofile

Servergespeicherte Benutzerprofile müssen auf einem Server, auf dem TCP/IP als Protokoll installiert ist, nicht gespeichert werden. Wenn ein Benutzer jedoch versucht, ein servergespeichertes Benutzerprofil herunterzuladen, wird zunächst der Erkennungsmechanismus für langsame IP-Verbindungen eingesetzt. Wenn Windows 2000 erkennt, dass der Server, auf dem sich das servergespeicherte Benutzerprofil befindet, TCP/IP nicht unterstützt, verwendet es die Methode, die von Microsoft Windows NT 4.0 und früheren Versionen verwendet wird. Bei dieser Methode wird die Zeit gemessen, die der Server benötigt, um auf eine Anfrage nach den Dateiattributen des Profils zu reagieren, und dann mit dem Wert verglichen, der eine langsame Netzwerkverbindung definiert.

Der Administrator kann die Verbindungsgeschwindigkeit angeben, die eine langsame Netzwerkverbindung beim Herunterladen von Benutzerprofilen definiert:
  1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer mit der rechten Maustaste auf die Site, die Domäne oder die Organisationseinheit, wo sich das Gruppenrichtlinienobjekt befindet, das die Richtlinie für die Verbindungsgeschwindigkeit enthält, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Gruppenrichtlinie, klicken Sie auf das entsprechende Gruppenrichtlinienobjekt und dann auf Bearbeiten.
  3. Um die Geschwindigkeit für die Erkennung langsamer Verbindungen in Windows 2000 beim Herunterladen servergespeicherter Benutzerprofile zu ändern, erweitern Sie den Knoten Computerkonfiguration, und gehen Sie zum Ordner Administrative Vorlagen\System\Anmeldung. Ändern Sie die Richtlinie Zeitlimit für langsame Verbindungen für Benutzerprofile. Diese Richtlinie verwendet zwei Werte, einen in KBit/s für den Mechanismus zur Erkennung langsamer TCP/IP-Netzwerkverbindungen und einen in ms (Millisekunden) für die zur Herstellung der Verbindung zum Server benötigte Zeit. Geben Sie 0 (Null) für diese Werte an, wenn Sie die Erkennung langsamer Verbindungen deaktivieren möchten. Standardmäßig ist die Verbindungsgeschwindigkeit auf 500 (KBit/s) und die Zeit auf 120 (Millisekunden) eingestellt.
  4. Beenden Sie Active Directory-Benutzer und -Computer.

Anzeigen der Daten zur langsamen Netzwerkverbindung im Debugprotokoll

Wenn die Debugprotokollierung auf einem Windows 2000-Computer aktiviert ist, wird das Ergebnis der Erkennung langsamer Netzwerkverbindungen in der Datei Userenv.log aufgezeichnet. Ein Beispiel für die Einträge, die aufgezeichnet werden, wenn bei einem Client eine schnelle Verbindung erkannt wird (wobei die Zeiten bei den TCP/IP-Pings weniger als 10 ms betrugen), könnte so aussehen:
USERENV(ac.150) 10:00:04:554 PingComputer: First time: 0
USERENV(ac.150) 10:00:04:554 PingComputer: Fast link. Exiting.
Weitere Informationen zum Aktivieren der Debugprotokollierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
221833 Aktivierung der Debugprotokollierung für die Benutzerumgebung in Verkaufsversionen von Windows

Eigenschaften

Artikel-ID: 227260 - Geändert am: Dienstag, 5. Juni 2007 - Version: 4.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
Keywords: 
kbenv kbinfo KB227260
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