Einleiten der Replikation zwischen direkten Replikationspartnern

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
232072 Initiating Replication Between Direct Replication Partners
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt vier Methoden zum Einleiten der Replikation zwischen direkten Replikationspartnern. Es handelt sich um die folgenden Methoden:
  • Verwenden des MMC-Snap-Ins "Active Directory-Standorte und -Dienste"
  • Verwenden des Befehlszeilenprogramms "Repadmin.exe" aus der Windows 2000-Supporttools-Suite
  • Verwenden eines COM-Objekts aus der Windows 2000-Supporttools-Suite in einem Microsoft Visual Basic-Skript
  • Verwenden von Active Directory Replication Monitor (Replmon) aus der Windows 2000-Supporttools-Suite
Jede dieser Methoden unterstützt die Verwendung einer Form der Remoteverwaltung, so dass ein Administrator diese Programme von jedem Windows 2000-basierten Computer aus verwenden kann.

Weitere Informationen

Das Active Directory besteht aus einer oder mehreren Verzeichnispartitionen oder Namenskontexten. Eine Verzeichnispartition ist eine aufeinanderfolgende Active Directory-Unterstruktur, die eine Replikationseinheit zwischen Domänencontrollern bildet.

Im Active Directory weist ein Einzelserver mindestens drei Verzeichnispartitionen auf:
  • Das Schema
  • Die Konfiguration (Replikationstopologie und dazugehörige Metadaten)
  • Eine oder mehrere domänenspezifische Verzeichnispartitionen (Unterstrukturen, die domänenspezifische Objekte in dem Verzeichnis enthalten)
Beispielsweise weist der Domänencontroller "DC1" von der Domäne "ntdev.microsoft.com" die folgenden Verzeichnispartitionen auf (vorausgesetzt, es existiert eine Domäne "microsoft.com" als Stammdomäne und DC1 ist kein Global Catalog-Server):
  • Schema (CN=Schema,CN=Configuration,DC=microsoft,DC=com)
  • Konfiguration (CN=Configuration,DC=microsoft,DC=com)
  • Domäne NTDEV (DC=ntdev,DC=microsoft,DC=com)
Der Domänencontroller "DC2" von der Domäne "support.microsoft.com" weist die folgenden Verzeichnispartitionen auf (vorausgesetzt, DC2 ist kein Global Catalog-Server):
  • Schema (CN=Schema,CN=Configuration,DC=microsoft,DC=com)
  • Konfiguration (CN=Configuration,DC=microsoft,DC=com)
  • Domäne SUPPORT (DC=support,DC=microsoft,DC=com)
Das Schema und die Konfiguration werden auf jeden Domänencontroller in einer bestimmten Gesamtstruktur repliziert. Die domänenspezifische Verzeichnispartition wird nur auf Domänencontroller für diese Domäne repliziert, es sei denn, der Zielserver ist ein Global Catalog-Server. In diesem Beispiel replizieren DC1 und DC2 die Schema- und Konfiguration-Verzeichnispartitionen untereinander, replizieren jedoch nicht die domänenspezifischen Verzeichnispartitionen, da sie von verschiedenen Domänen stammen. Domänencontroller von der gleichen Domäne replizieren alle drei Verzeichnispartitionen untereinander.

Bei jeder der unten stehenden Methoden stellt der "Quell"-Server den Domänencontroller dar, der die Änderungen auf einen Replikationspartner repliziert. Der "Ziel"-Domänencontroller empfängt die Änderungen.

Einleiten der Replikation mit dem Snap-In "Standort- und Dienstverwaltung"
  1. Klicken Sie auf START, zeigen Sie auf PROGRAMME, zeigen Sie auf VERWALTUNG und klicken Sie anschließend auf ACTIVE DIRECTORY-STANDORTE UND -DIENSTE.
  2. Erweitern Sie den Standortcontainer in dem linken Fenster. Erweitern Sie den Container mit dem Namen des Standorts, der den Zielserver enthält, der mit seinen Replikationspartnern synchronisiert werden muss.
  3. Erweitern Sie den Servercontainer und erweitern Sie anschließend den Zielserver, um das Objekt "NTDS-Einstellungen" (ein Objekt, das Einstellungen für den Domänencontroller repräsentiert) anzuzeigen.
  4. Klicken Sie auf das Objekt "NTDS-Einstellungen". Die Verbindungsobjekte in dem rechten Fenster repräsentieren die direkten Replikationspartner des Zielservers.
  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Verbindungsobjekt in dem rechten Fenster und klicken Sie anschließend auf JETZT REPLIZIEREN. Windows 2000 leitet die Replikation aller Änderungen vom Quellserver (der durch das Verbindungsobjekt repräsentierte Server) zum Zielserver für alle Verzeichnispartitionen ein, die für die Replikation vom Quellserver zum Zielserver konfiguriert worden sind.
Einleiten der Replikation mit "Repadmin.exe"

"Repadmin.exe" ist ein Befehlszeilenprogramm aus dem Windows 2000 Resource Kit, das im Ordner "Supporttools" auf der Windows 2000-CD enthalten ist.
  1. Bestimmen Sie den Namen des Zielservers, der synchronisiert werden muss.
  2. Verwenden Sie an einer Eingabeaufforderung "Repadmin.exe", um die direkten Replikationspartner des Zielservers zu bestimmen, indem Sie den folgenden Befehl eingeben:
       repadmin /showreps <Name_des_Zielservers>
       Wenn der Zielserver erreicht werden kann, zeigt er eine Ausgabe wie in dem folgenden Beispiel an. In diesem Beispiel befinden sich DC1 und DC2 nun in der gleichen Domäne, "support.microsoft.com."
       Redmond\DC1
       DSA Options : (none)
       objectGuid : 4a11d649-f9ab-11d2-b17f-00c04f5cb503
       invocationID: 45d18b0b-f9ab-11d2-98b8-0000f87a546b
       ==== INBOUND NEIGHBORS ======================================
       CN=Schema,CN=Configuration,DC=microsoft,DC=com
       Redmond\DC2 via RPC
       objectGuid: d2e3badd-e07a-11d2-b573-0000f87a546b
       Last attempt @ 1999-05-03 18:07.04 was successful.
       CN=Configuration,DC=microsoft,DC=com
       Redmond\DC2 via RPC
       objectGuid: d2e3badd-e07a-11d2-b573-0000f87a546b
       Last attempt @ 1999-05-03 18:07.05 was successful.
       DC=support,DC=microsoft,DC=com
       Redmond\DC2 via RPC
       objectGuid: d2e3badd-e07a-11d2-b573-0000f87a546b
       Last attempt @ 1999-05-03 18:07.09 was successful.
       (Weitere Daten weggelassen, weil sie sich nicht auf diesen Artikel beziehen.)
       Unter dem Abschnitt "Inbound Neighbors" der Ausgabe werden die direkten Replikationspartner für jede Verzeichnispartition zusammen mit dem Status der letzten Replikation identifiziert.
  3. Suchen Sie die Verzeichnispartition, die synchronisiert werden muss und suchen Sie den Quellserver, mit dem das Ziel synchronisiert wird. Notieren Sie sich die ObjectGuid des Quellservers.
  4. Verwenden Sie "Repadmin.exe", um die Replikation einzuleiten, indem Sie den folgenden Befehl eingeben:
       repadmin /sync <Verzeichnispartition><Name_des_Zielservers>
       <ObjectGuid_des_Quellservers>
       Um beispielsweise die Replikation auf DC1 einzuleiten, so dass Änderungen von DC2 repliziert werden, geben Sie den folgenden Befehl ein:
       repadmin /sync dc=support,dc=microsoft,dc=com DC1
       d2e3badd-e07a-11d2-b573-0000f87a546b
       Wenn die Replikation erfolgreich war, zeigt "Repadmin.exe" die folgende sinngemäße Meldung an:
       "ReplicaSync() von Quelle: d2e3badd-e07a-11d2-b573-0000f87a546b auf Ziel: DC1 ist erfolgreich."
       (ReplicaSync() from source: d2e3badd-e07a-11d2-b573-0000f87a546b, to dest: DC1 is successful.)
Wahlweise können Sie die folgenden Befehlszeilenparameter verwenden:
  • /force: Überschreibt den normalen Replikationsplan.
  • /async: Startet das Replikationsereignis. "Repadmin.exe" wartet nicht, bis das Replikationsereignis beendet ist.
  • /full: Erzwingt eine vollständige Replikation aller Objekte vom Ziel-DSA.
Einleiten der Replikation in einem Visual Basic-Skript mit IADsTools

Installieren Sie auf dem Windows 2000-basierten Computer, auf dem das Skript ausgeführt wird, den Windows 2000 Resource Kit mit den Supporttools, die Active Directory Replication Monitor und IADsTools (ein COM-Objekt, das für viele Funktionen verwendet werden kann, einschließlich der hier beschriebenen Funktion zum Synchronisieren von Replikationspartnern) enthalten. Nähere Informationen zu den Funktionsparametern finden Sie in der Dokumentation zum Windows 2000 Resource Kit.

Die ReplicaSync-Funktion kann verwendet werden, um einen Zieldomänencontroller für eine bestimmte Verzeichnispartition mit einer Quelle zu synchronisieren. Die Syntax für die ReplicaSync-Funktion lautet folgendermaßen:
   ReplicaSync
   (<Zielserver>,<Verzeichnispartition>,<Quellserver>,<Flags_verwenden>,
   <Anmeldeinformationen_verwenden>)
Wobei:
  • <Zielserver> der Domänencontroller ist, der die Änderungen empfängt und mit dem <Quellserver> synchronisiert wird.
  • <Verzeichnispartition> die zu replizierende Partition ist.
  • <Quellserver> der Domänencontroller ist, der die Änderungen auf den Zielserver repliziert.
  • <Flags_verwenden> muss nicht angegeben werden, wenn dieser Wert jedoch auf 1 gesetzt wird, achtet die Funktion auf die von SetReplicaSyncFlags (nähere Informationen finden Sie in der Dokumentation zum Windows 2000 Resource Kit) angegebenen Flags, um zu bestimmen, welche Optionen in der Anforderung gesetzt werden sollen. Um keine Flags anzugeben, verwenden Sie den Wert 0 (null).
  • <Anmeldeinformationen_verwenden> muss nicht standardmäßig verwendet werden, wenn der angemeldete Benutzer über Administrator-Anmeldeinformationen verfügt. Wenn dieser Parameter angegeben wird und der Wert 1 ist, achtet die Funktion auf die von der SetUserCredentials-Funktion definierten Anmeldeinformationen (weiter unten erklärt) und gibt diese mit der Anforderung weiter. Wenn dieser Parameter angegeben ist, muss <Flags_verwenden> auch angegeben werden.
Diese Funktion gibt 0 bei erfolgreicher und 1 bei fehlgeschlagener Replikation zurück. Wenn der angemeldete Benutzer beispielsweise über Administrator-Anmeldeinformationen für DC1 verfügt, kann das folgende Skript ausgeführt werden, um DC1 mit allen Änderungen zu synchronisieren, die auf DC2 für die Verzeichnispartition "DC=support,DC=microsoft,DC=com" eingetreten sind:
   Set comDLL=CreateObject("IADsTools.DCFunctions")
   Result=comDLL.ReplicaSync("DC1","dc=support,DC=microsoft,dc=com","DC2")
   If result=0 then MsgBox "Erfolgreich abgeschlossen" else MsgBox "Fehlgeschlagen"
Wenn andere Anmeldeinformationen angegeben werden müssen, kann die SetUserCredentials-Funktion verwendet werden, um die Informationen zusätzlich zur Angabe des Werts "1" für den letzten Parameter der ReplicaSync-Funktion anzugeben. Die SetUserCredentials-Funktion weist die folgende Syntax auf:
   SetUserCredentials
   (<Benutzername>,<Domänenname>,<Benutzer-LDAP-DN>,<Kennwort>)
Wobei:
  • <Benutzername> der kompatible Benutzername eines Kontos in der Domäne ist.
  • <Domänenname> der NetBIOS-Domänenname des Benutzerkontos ist.
  • <Benutzer-LDAP-DN> für die ReplicaSync-Funktion nicht erforderlich ist, jedoch angegeben werden kann. Dies ist der definierte Name (DN) des angegeben Benutzerkontos.
  • <Kennwort> das Kennwort für den Benutzer ist.
Beispielsweise würde das oben aufgeführte Skript nach der Änderung folgendermaßen aussehen:
   Set comDLL=Createobject("IADsTools.DCFunctions")
   comDLL.SetUserCredentials "johndoe","support","","password"
   Result=comDLL.ReplicaSync("DC1","dc=support,microsoft,dc=com","DC2",0,1)
   If result=0 then MsgBox "Erfolgreich abgeschlossen" else MsgBox "Fehlgeschlagen"
In VBScript werden alle Variablen als VARIANT-Typ angegeben. Um Variablen an eine Funktion in dem IADsTools-Objekt weiterzugeben, müssen diese Variablen explizit eingegeben werden. Beispiel:
   Set comDLL=Createobject("IADsTools.DCFunctions")
   comDLL.SetUserCredentials CStr(strUserName), CStr(strDomainName),
   CStr(strPassword)
   Result=comDLL.ReplicaSync(Cstr(strTargetServer), CStr(strDomainPartition),
   CStr(strSourceServer), CInt(iFlags), CInt(iUseCreds))
   If result=0 then MsgBox "Erfolgreich abgeschlossen" else MsgBox "Fehlgeschlagen"
Ein Sprach- und Laufzeitverzeichnis für VBScript finden Sie auf der folgenden Microsoft-Website:
   http://www.msdn.com/scripting
Einleiten der Replikation mit Active Directory Replication Monitor
  1. Installieren Sie auf dem Windows 2000-basierten Computer, auf dem das Skript ausgeführt wird, den Windows 2000 Resource Kit mit den Supporttools, die Active Directory Replication Monitor (Replmon.exe) enthalten.
  2. Starten Sie Active Directory Replication Monitor und klicken Sie im Menü BEARBEITEN auf SITE/SERVER HINZUFÜGEN (ADD SITE/SERVER). Verwenden Sie den "Assistenten zum Hinzufügen einer Site/eines Servers" ("Add Site or Server" Wizard), um den Zielserver zu der Ansicht hinzuzufügen.
  3. "Replmon.exe" identifiziert die Verzeichnispartitionen und zeigt sie als untergeordnete Knoten des Zielservers in dem linken Fenster an.
  4. Suchen und erweitern Sie die Verzeichnispartition, die synchronisiert werden muss. Alle für eine bestimmte Verzeichnispartition aufgeführten Domänencontroller sind Quellserver, aber direkte Replikationspartner werden mit einem Symbol angezeigt, das zwei über ein Netzwerk verbundene Server darstellt. Direkte Replikationspartner können auch identifiziert werden, indem Sie mit der rechten Maustaste auf einen Server und anschließend auf EIGENSCHAFTEN klicken. Das Dialogfeld "Eigenschaften" zeigt den Quellserver als Direkten Replikationspartner, Transitiven Replikationspartner oder BridgeHead-Verbindung (ebenfalls eine direkte Replikationsverbindung) an.
  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den direkten Replikationspartner und klicken Sie anschließend auf REPLIKAT SYNCHRONISIEREN. "Replmon.exe" leitet die Replikation ein und meldet den Erfolg oder das Fehlschlagen der Anforderung.
Zusätzliche Suchbegriffe: windows2000 win2000 replikation remoteverwaltung active directory

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 232072 - Geändert am: Freitag, 9. Januar 2004 - Version: 2.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
  • Microsoft Windows 2000 Server
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