Entfernen von Exchange Server-Transaktionsprotokolldateien

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
240145 How to remove Exchange Server transaction log files
Dieser Artikel fasst die folgenden früher verfügbaren Artikel zusammen: 259751, 315196
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Bevor Sie die Registrierung bearbeiten, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986 Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung


Dieser Artikel enthält außerdem Informationen über das Löschen der Transaktionsprotokolldateien. Ohne die Protokolldateien können Sie im schlimmsten Fehlerszenario möglicherweise nicht alle Ihre Daten wiederherstellen, wenn die Datenbank beschädigt wird. Transaktionsprotokolldateien bieten einen hohen Grad der Wiederherstellbarkeit. Daher sollten Sie die in diesem Artikel beschriebene Prozedur nur als letztes Mittel in Notfallsituationen durchführen, wenn Sie keine vollständige Sicherung durchführen können. Bei einer vollständigen Sicherung werden die übergebenen Protokolle automatisch nach dem Sichern gelöscht.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

In Transaktionsprotokollen der Exchange Server-Datenbank werden alle Änderungen an einer Exchange Server-Datenbank aufgezeichnet. Mit der Zeit nimmt die Anzahl dieser Protokolldateien zu und beansprucht den gesamten verfügbaren Speicherplatz, wenn die Protokolldateien nicht regelmäßig von der Festplatte entfernt werden.

Exchange-Transaktionsprotokolldateien haben eine feste Größe. Bei Microsoft Exchange Server 2003 und allen früheren Versionen von Exchange Server beträgt diese Größe genau 5 MB. Wenn ein Transaktionsprotokoll voll ist, wird es umbenannt und erhält eine numerische Sequenznummer, worauf ein neues aktuelles Protokoll generiert wird.

Das aktuelle Transaktionsprotokoll ist dasjenige, das zuletzt durch Exchange Server erstellt wurde. In Microsoft Exchange Server 5.5 hat das aktuelle Transaktionsprotokoll immer den Namen Edb.log. In Microsoft Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 erhält das aktuelle Protokoll als Namen das Präfix der Speichergruppe. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Speichergruppen".

Exchange entfernt automatisch nicht mehr benötigte Protokolldateien, wobei es eine der folgenden Methoden anwendet:
  • Wenn Umlaufprotokollierung aktiviert ist, entfernt Exchange Server Transaktionsprotokolle, kurz nachdem sie in die Datenbankdatei geschrieben wurden. Dieser Prozess kann auf manchen leer laufenden Systemen eine Verzögerung verursachen, bis die aktuelle Datei "Exx.log" der betreffenden Speichergruppe oder die Datei "Edb.log" in Exchange Server 5.5 voll ist und umbenannt werden muss. Wenn Sie die Erstellung einer neuen Protokolldatei und den automatischen Löschvorgang beschleunigen möchten, können Sie sich selbst eine E-Mail-Nachricht mit einer Anlage von 5 MB Größe senden.

    Hinweis: In Exchange Server 5.5 ist Umlaufprotokollierung standardmäßig aktiviert. In Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 ist Umlaufprotokollierung standardmäßig nicht aktiviert.
  • Wenn Umlaufprotokollierung deaktiviert ist, entfernt Exchange Server nicht mehr benötigte Protokolle, nachdem eine vollständige oder inkrementelle Onlinesicherung aller Datenbanken in einer Speichergruppe durchgeführt wurde.
Weitere Informationen zur Funktionsweise des Exchange-Protokollierungsmechanismus und zum Ändern desselben finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
147524 XADM: Zirkelprotokollierungsauswirkungen die Verwendung von Transaktionsprotokoll
258470 XADM: Ändern der Protokollierungseinstellung von zirkulären
Wenn eine der folgenden Bedingungen vorliegt, nimmt die Anzahl der Transaktionsprotokolldateien immer mehr zu, bis der Speicherplatz auf dem Festplattenlaufwerk aufgebraucht ist:
  • Das Sicherungsprogramm entfernt die Transaktionsprotokolldateien nicht.
  • Das Sicherungsprogramm wird nicht mehr ausgeführt.
  • Die Transaktionsprotokolldateien werden nicht mit einer anderen Methode bereinigt.
Wenn der Festplattenspeicher aufgebraucht ist, müssen Sie möglicherweise von Zeit zu Zeit die Transaktionsprotokolldateien manuell entfernen. Die manuelle Entfernung der Transaktionsprotokolldateien kann auch erforderlich werden, wenn Sie damit rechnen, dass der Festplattenspeicher aufgebraucht sein wird, bevor Sie eine vollständige oder inkrementelle Onlinesicherung aller Datenbanken in einer bestimmten Speichergruppe durchführen können. Wenn Sie ein Protokoll entfernen, das Daten enthält, die noch nicht in die Datenbankdateien geschrieben wurden, können die Datenbanken nach einem fehlerbedingten Herunterfahren nicht mehr bereitgestellt werden. Daher müssen Sie ermitteln, welche Protokolle gefahrlos entfernt werden können, bevor Sie Exchange Server-Transaktionsprotokolldateien manuell entfernen.

Hinweis: In diesem Artikel bedeutet "Entfernen" einer Transaktionsprotokolldatei das Verschieben der Transaktionsprotokolldatei an einen anderen Ort, wo sie je nach Ihren Anforderungen gesichert, gespeichert oder gelöscht werden kann. In diesem Artikel bedeutet "Löschen" einer Transaktionsprotokolldatei die permanente Entfernung der Transaktionsprotokolldatei, sodass sie weder gesichert noch wiederhergestellt werden kann.

Weitere Informationen

Manuelle Entfernung von nicht benötigten Transaktionsprotokolldateien

Gehen Sie folgendermaßen vor, um nicht benötigte Transaktionsprotokolldateien korrekt zu entfernen:
  1. Fahren Sie alle Datenbanken in der Speichergruppe herunter.
  2. Überprüfen Sie den Status jeder Datenbankdatei in der jeweiligen Speichergruppe. Informationen zum Überprüfen des Status jeder Datenbankdatei finden Sie im Abschnitt "Datenbankstatus".
  3. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:
    • Wenn eine oder mehrere der Datenbanken den Status Fehlerhaftes Herunterfahren (Dirty Shutdown) oder Inkonsistent (Inconsistent) aufweisen, ermitteln Sie, welche Transaktionsprotokolldateien entfernt werden können, ohne die Konsistenz der Datenbanken zu beeinträchtigen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Protokolldateien".
    • Wenn alle Datenbanken den Status Ordnungsgemäßes Herunterfahren (Clean Shutdown) oder Konsistent (Consistent) aufweisen, können Sie alle Transaktionsprotokolldateien außer der aktuellen Transaktionsprotokolldatei entfernen. Das Entfernen der aktuellen Protokolldatei, wenn alle Datenbanken den Status Ordnungsgemäßes Herunterfahren aufweisen, führt zu einem Zurücksetzen der Protokolldateisequenz. Dies verhindert nicht, dass Datenbanken gestartet werden. Ein Zurücksetzen der Protokolldateisequenz wirkt sich jedoch auf die Fähigkeit aus, ein Rollforward von einer früheren Sicherung durchzuführen, sollte diese Situation eintreten.
  4. Kopieren Sie alle Transaktionsprotokolldateien, die Sie entfernen möchten, in einen anderen Speicherort, bevor Sie sie permanent von der Transaktionsprotokoll-Festplatte entfernen. Löschen Sie die Transaktionsprotokolldateien erst dann permanent, wenn Sie erfolgreich eine vollständige Onlinesicherung aller Datenbanken in der Speichergruppe durchgeführt haben.
In den folgenden Abschnitten wird die Beziehung zwischen Transaktionsprotokolldateien und der Exchange Server-Datenbank beschrieben. Die Abschnitte enthalten außerdem Anleitungen dazu, wie Sie ermitteln können, welche Protokolldateien gefahrlos entfernt werden können.

Datenbankstatus

Wenn eine Exchange Server-Datenbank nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wird, bleibt sie mit ihrem Transaktionsprotokoll-Datenstrom "verbunden". Dies bedeutet, dass nicht alle Daten aus der Transaktionsprotokolldatei in die Datenbankdateien geschrieben wurden. Beim nächsten Start der Datenbank erkennt Exchange Server diesen Zustand, und fügt die fehlenden Daten zu den Datenbankdateien hinzu. Wenn die Protokolldateien, die diese Daten enthalten, nicht verfügbar sind, kann die Datenbank nicht gestartet werden.

Wenn eine Exchange Server-Datenbank ordnungsgemäß heruntergefahren wird, wird sie von ihrem Transaktionsprotokoll-Datenstrom "getrennt". In dieser Situation benötigt die Datenbank die früheren Transaktionsprotokolldateien nicht mehr, wenn sie das nächste Mal gestartet wird. Allerdings könnten diese Protokolldateien nützlich sein, wenn eine Sicherung einer früheren Version der Datenbank wiederhergestellt werden soll. Die Protokolldateien werden für ein Rollforward der Datenbank vom Zeitpunkt der Sicherung verwendet. Daher sollten Transaktionsprotokolldateien erst dann permanent gelöscht werden, wenn Sie sicher sind, dass sie nicht in einer älteren Version der Datenbank wiedergegeben werden sollen.

Bevor Sie Transaktionsprotokolldateien manuell entfernen, sollten Sie den Status der Datenbank ermitteln, die die jeweiligen Transaktionsprotokolldateien verwendet hat. Dies bedeutet, dass Sie in dieser Situation ermitteln müssen, ob die Datenbank, die die jeweiligen Transaktionsprotokolldateien verwendet hat, den Status "Verbunden" oder "Getrennt" aufweist. Sie können ermitteln, ob eine Datenbank verbunden oder getrennt ist, indem Sie mithilfe der Befehlszeilenoption /MH des Dienstprogramms Eseutil den Datenbankdatei-Header untersuchen. Führen Sie zum Beispiel den folgenden Befehl an einer Eingabeaufforderung aus, wobei Datenbankname der Name der Datenbank ist, die Sie untersuchen möchten:
eseutil /MH Datenbankname
Führen Sie beispielsweise zum Untersuchen der Datenbank Postfachspeicher (Server1) den folgenden Befehl aus:
eseutil /MH "Postfachspeicher (Server1).edb"
Hinweis: Zum Untersuchen des Headers einer Datenbank mit dem Befehl Eseutil muss die Datenbank heruntergefahren sein.

Nachdem Sie diesen Befehl ausgeführt haben, untersuchen Sie den Wert State (Status) in den angezeigten Header-Informationen. Der Wert State liefert die folgenden Informationen darüber, ob die Datenbank korrekt getrennt wurde:
  • Wenn die Datenbank korrekt getrennt wurde, ist der Statuswert abhängig von der ausgeführten Version von Exchange Server entweder Ordnungsgemäßes Herunterfahren oder Konsistent.
  • Wenn die Datenbank nicht korrekt getrennt wurde, ist der Statuswert entweder Fehlerhaftes Herunterfahren oder Inkonsistent. Dies bedeutet, dass einige der vorhandenen Transaktionsprotokolldateien ausstehende Transaktionen enthalten, die von der Datenbank benötigt werden. Wenn Sie in dieser Situation die Transaktionsprotokolldateien entfernen, kann die Datenbank nicht wieder gestartet werden, es sei denn, Sie stellen die Datenbank von einer Sicherung wieder her oder reparieren sie mithilfe der Befehle Eseutil und Isinteg.

    Weitere Informationen zum Reparieren einer Exchange Server-Datenbank finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    812357 Inwiefern Tool ihre Exchange-Datenbank, nachdem Sie reparieren, indem Sie das Eseutil-P verwenden, um beizubehalten, in der Exchange Exchange Server 5.5 in Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003
Es stehen auch zwei Reserve-Transaktionsprotokolldateien zur Verfügung, die als Platzhalter fungieren und Festplattenspeicher reservieren, falls die Festplatte, auf der die Transaktionsprotokolldateien gespeichert sind, voll wird. Diese Reserve-Transaktionsprotokolldateien haben die Namen Res1.log und Res2.log. Wenn die Festplatte, auf der sich die Transaktionsprotokolldateien befinden, voll wird, verwendet Exchange Server diese zwei Reserve-Transaktionsprotokolldateien, um die Protokollierung lange genug fortzusetzen, um die Datenbank ordnungsgemäß herunterzufahren. Wenn Exchange Server keine zusätzliche Transaktionsprotokolldatei erstellen kann, weil der Protokollierungsdatenträger voll ist, wird Res2.log umbenannt und als nächste Protokolldatei verwendet. Falls erforderlich, wird auch Res1.log verwendet.

Manchmal kommt es vor, dass die Kapazität von beiden Reserve-Transaktionsprotokolldateien überschritten wird. Dies hat zur Folge, dass alle Datenbanken in der Speichergruppe mit dem Status Fehlerhaftes Herunterfahren oder Inkonsistent beendet werden.

Warnung: Wenn auf dem Transaktionsprotokoll-Laufwerk der Speicherplatz ausgeht, können die Datenbanken möglicherweise nicht ordnungsgemäß heruntergefahren werden. Wenn eine oder mehrere der Datenbanken den Status Fehlerhaftes Herunterfahren oder Inkonsistent aufweisen, und Sie löschen alle Transaktionsprotokolldateien, um Speicherplatz freizumachen, kann keine der Datenbanken in den betroffenen Speichergruppen mehr neu bereitgestellt werden, ohne dass sie repariert oder wiederhergestellt wird. Sie dürfen die Protokolldateien nicht löschen, die noch von einer oder mehreren der Datenbanken benötigt werden.

Speichergruppen

Exchange Server-Datenbanken sind in Speichergruppen organisiert. Eine Speichergruppe besteht aus einer Reihe von Datenbanken, die gemeinsam einen einzelnen Transaktionsprotokolldatei-Datenstrom verwenden. In Exchange Server 5.5 gibt es eine einzelne Informationsspeicher-Speichergruppe, die bis zu zwei Datenbankdateien enthält. Diese zwei Datenbankdateien haben die Namen Priv.edb bzw. Pub.edb. Zusätzlich gibt es in Exchange Server 5.5 eine einzelne Verzeichnisdienst-Speichergruppe, die eine einzelne Datenbankdatei mit dem Namen Dir.edb enthält.

In Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 gibt es keine Verzeichnisdienst-Speichergruppe. In Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 kann es bis zu vier Informationsspeicher-Speichergruppen pro Server geben. Jede dieser Speichergruppen kann maximal fünf Datenbanken enthalten. Die Namen dieser Datenbanken können vom Administrator konfiguriert werden.

Wenn das Transaktionsprotokoll-Laufwerk voll wird, werden alle Datenbanken in der Speichergruppe sofort heruntergefahren. Wenn Sie eine Datenbank in einer Speichergruppe starten, wird der Status aller Datenbanken in der Speichergruppe überprüft. Die Wiedergabe aller erforderlichen Transaktionsprotokolldateien wird zusammen für alle Datenbanken ausgeführt, bevor die erste Datenbank gestartet werden kann. Vorgänge und Ereignisse im Zusammenhang mit der Wiedergabe von Transaktionsprotokolldateien beziehen sich immer auf alle Datenbanken in einer Speichergruppe, nicht auf eine einzelne Datenbank.

Wichtig: Sie sollten sicherstellen, dass alle Datenbankdateien den Status Ordnungsgemäßes Herunterfahren oder Konsistent aufweisen. Auch wenn eine oder mehrere Datenbanken in einer bestimmten Speichergruppe korrekt getrennt sind, kann es sein, dass eine andere Datenbank in derselben Speichergruppe nicht korrekt getrennt ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass alle Datenbanken in einer Speichergruppe den Status Ordnungsgemäßes Herunterfahren haben, nur weil die erste von Ihnen untersuchte Datenbank diesen Status hat.

Hinweis: Bei Exchange Server 5.5 müssen Sie jede in einer einzelnen .edb-Datei enthaltene Datenbank mithilfe des Befehls Eseutil untersuchen. Bei Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 ist jede Datenbank in zwei Dateien unterteilt. Es handelt sich bei diesen zwei Dateien um eine .stm-Datei und eine .edb-Datei. Untersuchen Sie den Status sowohl der .stm-Datei als auch der .edb-Datei mit dem Befehl Eseutil.

Protokolldateien

Gehen Sie folgendermaßen vor, um zu ermitteln, welche Transaktionsprotokolldateien von den Datenbanken in einer bestimmten Speichergruppe benötigt werden.

Bei Exchange Server 5.5

Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung.
  1. Zeigen Sie im Exchange Server-Verwaltungsprogramm den Arbeitspfad für die Datenbank an.

    Verzeichnispfade finden Sie auf der Eigenschaftenseite Datenbankpfade des Objekts Server. Die Prüfpunktdatei (Edb.chk) befindet sich unter diesem Pfad. Wenn das Verwaltungsprogramm nicht verfügbar ist, können Sie den Arbeitspfad in der Systemregistrierung anzeigen. Erweitern Sie dazu im Registrierungseditor die folgenden Registrierungsunterschlüssel.

    Für den Informationsspeicher:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem\Working Directory
    Für das Verzeichnis:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeDS\Parameters\DSA Working Directory
  2. Wechseln Sie an einer Eingabeaufforderung zum Arbeitspfad-Ordner. Zeigen Sie den Header der Datei Edb.chk mithilfe des folgenden Eseutil-Befehls an:
    eseutil /mk edb.chk
    Die Bildschirmausgabe sieht in etwa wie folgt aus:
    Microsoft(R) Windows NT(TM) Server Database Utilities
    Version 5.5
    Copyright (C) Microsoft Corporation 1991-1998. All Rights Reserved.
    
    Initiating FILE DUMP mode...
    Checkpoint file: edb.chk
    
    LastFullBackupCheckpoint (0,0,0)
    Checkpoint (157,2860,500)    comment: Checkpoint is in log 157 decimal
    FullBackup (90,8,10)
    FullBackup time:1/15/1999 18:18:36
    IncBackup (0,0,0)
    IncBackup time:0/0/1900 0:0:0
    . . .
    						
    Die drei Zahlen in der Zeile Checkpoint stehen für die Versionsnummer der Protokolldatei, einen Sektoroffset in die Protokolldatei und einen Byteoffset in den Sektor. Notieren Sie sich die Versionsnummer.
  3. Konvertieren Sie die Versionsnummer in das Hexadezimalformat. In diesem Beispiel wird die Dezimalzahl 157 in die Hexadezimalzahl 9d übersetzt. Die Nummerierung von Exchange Server-Protokolldateien setzt sich aus fünf Hexadezimalstellen zusammen. Eine Protokolldatei kann zum Beispiel den Namen Edb12345.log haben. Hat die Protokollnummer keine fünf Stellen, werden führende Nullen vorangestellt. Daher hat die Prüfpunkt-Protokolldatei aus dem obigen Beispiel den Namen Edb0009d.log.

    Hinweis: Sie können den Modus Wissenschaftlich des Windows Rechners verwenden, um Dezimalzahlen in Hexadezimalzahlen zu konvertieren. Starten Sie den Rechner. Klicken Sie im Menü Ansicht auf Wissenschaftlich. Geben Sie die Dezimalzahl ein, und klicken Sie auf Hex.
  4. Das Prüfpunktprotokoll und alle nach dem Prüfpunktprotokoll generierten Protokolle werden benötigt, um eine Datenbank zu starten, die den Status Inkonsistent aufweist. Sie finden möglicherweise keine Protokolldatei, die dem von Ihnen berechneten Prüfpunktwert entspricht. Dies kann auftreten, wenn sich der Prüfpunkt in der jüngsten Protokolldatei befindet, die immer den Namen Edb.log hat. Bis dieses Protokoll voll ist und bis ein neues Protokoll generiert wird, enthält der Dateiname des aktuellen Protokolls nicht die Protokoll-Sequenznummer.

    Sie können die tatsächliche interne Sequenznummer der Datei Edb.log ermitteln, indem Sie den Protokolldatei-Header mit dem folgenden Eseutil-Befehl anzeigen:
    eseutil /ML Edb.log
    Das Feld lGeneration des Protokolldatei-Headers zeigt die tatsächliche Sequenznummer der Protokolldatei an. Sie müssen den Wert von lGeneration in das Hexadezimalformat konvertieren.
  5. Sie können gefahrlos alle nummerierten Protokolle entfernen, die älter als das Prüfpunktprotokoll sind. Entfernen Sie aber keinesfalls das Prüfpunktprotokoll selbst. In diesem Beispiel können Sie Edb0009c.log, Edb0009b.log etc., aber nicht "Edb0009d.log" oder das aktuelle Protokoll entfernen.
    Denken Sie daran, die Protokolldateien zu verschieben und nicht zu löschen. Sie müssen den Datenbankdienst nicht beenden, um Protokolldateien zu entfernen, die älter als der Prüfpunkt sind.
Beim Wiederherstellen einer Sicherung müssen Sie auch alle Protokolldateien wiederherstellen, die nach dieser Sicherung erstellt wurden, wenn Sie einen vollständigen Rollforward der Datenbank wünschen. Wenn die Sequenz der Protokolle unterbrochen ist, ist der Rollforward nur bis zu der Unterbrechung möglich.

Bei Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003

  1. Verwenden Sie den Exchange System-Manager, um den Pfad und Dateinamen der .edb- und .stm-Dateien für eine Datenbank zu ermitteln. Zeigen Sie hierzu die Registerkarte Datenbank des Dialogfelds Eigenschaften für jedes Datenbankobjekt an.
  2. Wechseln Sie an einer Eingabeaufforderung zum Pfad einer Datenbankdatei.
  3. Führen Sie den folgenden Eseutil-Befehl aus, um den Header der Datenbankdatei anzuzeigen:
    eseutil /mh Datenbankdatei
  4. Untersuchen Sie das Feld Log Required (Benötigtes Protokoll) im Header der Datenbankdatei. Im Feld Log Required ist der Bereich der nummerierten Protokolldateien aufgeführt, die zum Starten der Datenbank benötigt werden. Wenn der Bereich 0 - 0 ist, werden keine Protokolldateien zum Starten dieser Datenbank benötigt. Dies bedeutet, dass die Datenbank den Status Ordnungsgemäßes Herunterfahren oder Konsistent aufweist.

    Hinweis: Zum Untersuchen des Headers einer Datenbank mit dem Befehl Eseutil muss die Datenbank heruntergefahren sein. Sie können jedoch in allen Versionen von Exchange Server den Header der Prüfpunktdatei untersuchen, während Datenbanken ausgeführt werden. Die Prozedur zum Untersuchen der Prüfpunktdatei ist bei allen Versionen von Exchange Server gleich und wird im Abschnitt "Bei Exchange Server 5.5" beschrieben. Durch Anzeigen des Prüfpunktwerts können Sie ermitteln, welche Protokolldateien entfernt werden können, ohne dass die Datenbanken heruntergefahren werden müssen. Es können Protokolldateien entfernt werden, die älter als das Prüfpunktprotokoll sind und das Prüfpunktprotokoll nicht enthalten.
  5. Wenn Sie eine Version von Exchange Server vor Exchange Server 2003 Service Pack 1 (SP1) ausführen, müssen Sie den im Feld Log Required aufgelisteten Dezimalbereich in Hexadezimalwerte konvertieren. Wenn beispielsweise das Feld Log Required den Bereich 28217 ? 28221 enthält, werden von dieser Datenbank die Protokolldateien von 06E39 bis 06E3D benötigt. In Exchange Server 2003 SP1 wurde das Feld Log Required erweitert, um sowohl Dezimal- als auch Hexadezimalwerte anzuzeigen.

    Hinweis: Sie können den Modus Wissenschaftlich des Windows Rechners verwenden, um Dezimalzahlen in Hexadezimalzahlen zu konvertieren. Starten Sie den Rechner, und klicken Sie im Menü Ansicht auf Wissenschaftlich. Geben Sie die Dezimalzahl ein, und klicken Sie auf Hex.

    Hinweis: In Exchange Server 5.5 haben Protokolldateien den Namen Edbxxxxx.log, wobei "xxxxx" eine fünfstellige Hexadezimalzahl ist. Da es in Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 bis zu vier Speichergruppen geben kann, von denen jede einen bestimmten Satz von Protokolldateien enthält, erscheint das Präfix "Edb" nicht im Namen der Transaktionsprotokolldateien. In Exchange 2000 Server und Exchange Server 2003 wird das Präfix "Edb" durch "E00", "E01", "E02" und "E03" ersetzt. Bei einer Speichergruppe für die Wiederherstellung wird das Präfix "Edb" durch "R00" ersetzt. Das Präfix für den Speichergruppen-Protokolldateinamen wird im Exchange System-Manager auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds Eigenschaften für ein bestimmtes Speichergruppenobjekt angezeigt. Daher werden, wenn das Präfix für die Speichergruppe "E01" ist und der Log Required-Eintrag 28217 ? 28221 (0x06E39 ? 0x06E3D) lautet, die Protokolle E0106E39.log bis E0106E3D.log benötigt.

    Sie sollten die in Log Required angezeigten Werte für jede Datenbank in einer Speichergruppe überprüfen, bevor Sie Protokolle für diese Speichergruppe entfernen.
Sie können gefahrlos alle nummerierten Protokolldateien entfernen, die niedriger als der niedrigste Eintrag in einem Log Required-Feld für eine Datenbank in der Speichergruppe sind. Denken Sie daran, die Protokolldateien zu verschieben und nicht zu löschen.

Hinweis: Das Feld Log Required meldet möglicherweise einen Bereich, der ein einziges Protokoll umfasst, aber die entsprechend nummerierte Protokolldatei kann nicht gefunden werden. Zum Beispiel meldet das Feld Log Required den Bereich 28221-28221, aber die Protokolldatei mit der Nummer 28221 kann nicht gefunden werden. Dies kann auftreten, wenn der Prüfpunkt sich in der jüngsten Protokolldatei befindet. Die jüngste Protokolldatei erhält immer nur das Präfix der Speichergruppe als Namen. Zum Beispiel kann die jüngste Protokolldatei den Namen "E01.log" haben. Bis dieses Protokoll voll ist und bis ein neues Protokoll generiert wird, enthält der Dateiname des aktuellen Protokolls nicht die Protokoll-Sequenznummer.

Sie können die tatsächliche interne Sequenznummer der aktuellen Protokolldatei ermitteln, indem Sie den Protokolldatei-Header mit dem folgenden Eseutil-Befehl anzeigen:
eseutil /ML Protokollpräfix.log
Wenn beispielsweise das Protokollpräfix E01 ist, lautet dieser Befehl eseutil /ML E01.log. Das Feld lGeneration des Protokolldatei-Headers zeigt die tatsächliche Sequenznummer der Protokolldatei an.

Wenn Sie eine Exchange Server-Datenbank von einer Sicherung wiederherstellen müssen und dies ohne Datenverlust geschehen soll, müssen Sie auch alle Transaktionsprotokolldateien wiederherstellen, die nach der Durchführung dieser Sicherung erstellt wurden. Wenn die Sequenz der Transaktionsprotokolle unterbrochen ist, ist der Rollforward nur bis zu der Unterbrechung möglich. In dieser Situation müssen Sie alle höher nummerierten Protokolle nach der Unterbrechung entfernen, die aktuelle Protokolldatei eingeschlossen.

Hinweis: Selbst wenn alle Datenbanken in einer Speichergruppe den Status Ordnungsgemäßes Herunterfahren oder Konsistent aufweisen, sollten Sie die jüngste Protokolldatei nicht entfernen. Wenn Sie die jüngste Protokolldatei entfernen, wird ein neuer Satz von Protokolldateien generiert, der mit der Sequenznummer 0x000001 beginnt. Dieser neue Satz von Protokolldateien verhindert die Durchführung eines Rollforward für eine Exchange Server-Datenbank von einer früheren Sicherung.

Weitere Informationen zum Reparieren einer Exchange Server-Datenbank finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
893083 Obere Supportprobleme für den Exchange-Informationsspeicher

Eigenschaften

Artikel-ID: 240145 - Geändert am: Montag, 26. November 2007 - Version: 6.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Exchange Server 2003 Enterprise Edition
  • Microsoft Exchange Server 2003 Standard Edition
  • Microsoft Exchange 2000 Enterprise Server
  • Microsoft Exchange 2000 Server Standard Edition
  • Microsoft Exchange Server 5.5 Standard Edition
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