Artikel-ID: 242062 - Geändert am: Donnerstag, 3. März 2005 - Version: 3.0

Allgemeine USB-Problembehandlung in Windows 2000

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Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D41704
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
242062  (http://support.microsoft.com/kb/242062/EN-US/ ) General USB Troubleshooting in Windows 2000
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die allgemeine Problembehandlung für USB-Geräte (USB = Universal Serial Bus) in Windows 2000.

Weitere Informationen

Da es sich bei USB-Geräten um Plug & Play-Geräte handelt, haben Sie kaum die Gelegenheit, diese Geräte zu kontrollieren oder zu konfigurieren. In den meisten Fällen funktionieren diese Geräte (oder eben nicht). Die Problembehandlung für derartige Geräte beschränkt sich in der Regel darauf, die technologischen Grenzen zu kennen und nicht zu überschreiten.

Die meisten USB-Probleme können auf eine der folgenden Ursachen zurückgeführt werden:
  • Fehlerhafte Hardware
  • Fehlerhafte oder nicht vorhandene Gerätetreiber
  • Falsche Verkabelung
  • Veraltete Firmware
  • Fehlerhaft konfigurierte Root-Hubs
Sie können Ihr Problem mit einem USB-Gerät möglicherweise beheben, wenn Sie diese Punkte unter Anwendung der folgenden Problembehandlungsschritte einzeln überprüfen.

Fehlerhafte Hardware

Wird fehlerhafte Hardware an einen seriellen Bus angeschlossen, führt dies in den meisten Fällen dazu, dass das System nicht mehr reagiert (hängt). Dies ist in der Mehrzahl der Fälle auf einen Bus-Rücksetzsturm zurückzuführen. Dieses Problem kann nicht durch ein Zurücksetzen des Computers behoben werden; Sie müssen das System manuell ausschalten und dann wieder einschalten, um den Bus zurückzusetzen. Es kann sehr schwierig sein, ein fehlerhaftes Hardwaregerät zu erkennen.

Ist ein anderes einwandfrei funktionierendes System verfügbar, schließen Sie das fragliche Gerät an dieses System an, um zu sehen, ob es dort funktioniert.

Ist das Gerät an einen sekundären Hub angeschlossen, lösen Sie es bitte von diesem Hub und schließen Sie es direkt an den Root-Hub an.

Viele Hardwareprobleme (wie Stromschwankungen, Bandbreiteneinschränkungen, fehlerhafte Firmware, usw.) werden durch die Fehlerbehandlung gemäß der OHCI-Spezifikation (OHCI = Open Host Controller Interface) erkannt. Sehen Sie bitte nach, ob entsprechende Ereignisprotokollmeldungen vorliegen. Dies könnten Ihnen einen Hinweis auf die Ursache des Problems geben.

Sehen Sie im Geräte-Manager nach, um sicherzustellen, dass der Root-Hub normal funktioniert. Ist er durch ein Ausrufezeichen in einem gelben Kreis gekennzeichnet, überprüfen Sie bitte, ob das System-BIOS dem Root-USB-Controller eine IRQ zugewiesen hat. Dies ist erforderlich, damit der Gerätetreiber geladen werden kann.

Funktioniert kein Gerät, wenn es an den Root-Hub angeschlossen wird, stellen Sie sicher, dass die Maximalspannung für den Bus nicht überschritten wird. USB-Geräte können maximal 500 Milliampere (mA) pro Verbindung abnehmen. Liegt die versuchte Stromabnahme durch ein Gerät über diesem Wert, muss laut Spezifikation die Möglichkeit gegeben sein, den jeweiligen Port zu deaktivieren, bis die Systemspannung geregelt wird (dieser Vorgang wird auch als "Suspendieren" des Ports bezeichnet). Nimmt das Gerät hingegen weniger als 50 mA ab, wird der Anschluss gar nicht erst aktiviert.

Auf der Eigenschaftenseite "USB-Root-Hub" in der Registerkarte "Energie" können Sie den Stromverbrauch für den USB-Bus ermitteln.

Fehlerhafte oder nicht vorhandene Gerätetreiber

Windows 2000 enthält Gerätetreiber für eine Reihe von USB-Geräten. Wenn ein USB-Gerät angeschlossen wird, sollte es eigentlich geladen und konfiguriert werden, ohne dass ein Gerätetreiber angefordert wird (sofern es zu den definierten und mitgelieferten Treibern passt). Wenn ein Gerätetreiber verlangt wird, wenden Sie sich bitte an den Hersteller des Gerätes und fragen Sie, ob ein Treiber für dieses Gerät erhältlich ist. Die Tatsache, dass ein Gerät in Microsoft Windows 95 oder Microsoft Windows 98 funktioniert, bedeutet nicht automatisch, dass es auch in Verbindung mit Windows 2000 funktionieren muss. Wird Ihnen nach dem Laden des Gerätetreibers eine Fehlermeldung angezeigt, die besagt, dass der Treiber nicht signiert wurde, sollten Sie diesen Treiber als verdächtig betrachten. Dies heißt, dass Microsoft nicht überprüfen konnte, ob der von Ihnen gestellte Treiber mit Windows 2000 voll kompatibel ist. Aus diesem Grund hat Microsoft keine Möglichkeit, das Geräteproblem zu beheben, sofern nicht ein signierter Treiber des jeweiligen Herstellers vorliegt.

Prüfen Sie das Ereignisprotokoll auf Fehlermeldungen, die sich auf die folgenden Komponenten beziehen: Hidclass.sys, Hidusb.sys, Usbhub.sys, Usbd.sys, Uhcd.sys oder Openhci.sys. Das Gerät hat möglicherweise versucht, im Windows 2000-Gerätetreiberbestand Ersetzungen vorzunehmen, was dazu führen kann, dass der gesamte Bus instabil wird.

Falsche Verkabelung

Es gibt zwei Typen von USB-Kabeln: Hochgeschwindigkeitskabel und Kabel für niedrige Geschwindigkeiten. Kabel für niedrige Geschwindigkeiten unterscheiden sich von Hochgeschwindigkeitskabeln vor allem durch ihre Abschirmung. Schließt man ein Hochgeschwindigkeitsgerät an ein Kabel für niedrige Geschwindigkeiten an, kann dies über größere Entfernungen zu einer Signalverzerrung führen.

Überprüfen Sie die gesamte USB-Kette, um sicherzustellen, dass kein Gerät, das über den Hub mit Strom versorgt wird, nach einem nicht mit Strom versorgten Hub in der Kette platziert ist. Dies führt dazu, dass der Hub und alle nach ihm in der Kette platzierten Geräte "suspendiert" werden. Handelt es sich um einen mit Strom versorgten Hub, stellen Sie bitte sicher, dass die Stromversorgung für diesen Hub ordnungsgemäß funktioniert.

Veraltete Firmware

Der Schlüssel zu allen USB-Geräten ist die Firmware. Die Firmware enthält alle Informationen über das jeweilige Gerät. Ein Port wird erst dann zurückgesetzt, wenn alle Beschreibungen in der Firmware durch den Root-Hub geladen und verifiziert wurden. Dies ist besonders bei Druckern und Modems von entscheidender Bedeutung. Stellen Sie sicher, dass Sie sowohl für das BIOS Ihres Computers als auch für jedes einzelne Gerät die aktuellste Firmware zur Verfügung haben.

Fehlerhafte Firmware hat zuweilen ungewöhnliche Folgen. Entfernt man ein USB-Gerät und fügt es dann wieder hinzu, wird es normalerweise einfach wieder verfügbar. In einigen Fällen wird das Gerät dann jedoch als zweite Instanz des Gerätes geführt und lädt sich als solche selbst im Geräte-Manager. Wenn Sie Duplikate eines Gerätes im Geräte-Manager sehen, überprüfen Sie, ob Ihre Firmware für dieses Gerät auf dem neuesten Stand ist. Dies tritt häufig bei USB-Druckern und USB-Modems auf. Ein ähnliches Problem mit derselben Ursache tritt auf, wenn das Gerät einen Gerätetreiber lädt und dann ein zweites Gerät hinzugefügt wird, für das kein Treiber vorhanden zu sein scheint. Das zweite Gerät wird im Geräte-Manager durch ein Ausrufezeichen in einem gelben Kreis angezeigt. Das Gerät funktioniert zwar unter Umständen einwandfrei, Sie sind jedoch nicht in der Lage, das "Geistergerät" zu entfernen, ohne die Verbindung mit dem Hauptgerät zu trenen, durch das dieses Geistergerät anscheinend generiert wurde. Sie können dieses Problem möglicherweise auch damit lösen, indem Sie die Firmware oder den Gerätetreiber für dieses Gerät aktualisieren.

Fehlerhaft konfigurierter Root-Hub

Wie an früherer Stelle in diesem Artikel bereits erwähnt, muss USB-Controllern eine IRQ zugewiesen werden. Dieser Vorgang erfolgt im System-BIOS und führt in der Regel zur Zuweisung der IRQ 9.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
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