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Verwendung der Treiberüberprüfung zur Behandlung von Treiberproblemen in Windows (für fortgeschrittene Benutzer)Artikel-ID: 244617 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D244617 Der Support für Windows Vista Service Pack 1 (SP1) wird am 12.07.2011 eingestellt. Um weiterhin Sicherheitsupdates für Windows zu erhalten, müssen Sie Windows Vista mit Service Pack 2 (SP2) ausführen. Weitere Informationen finden Sie auf folgender Microsoft-Website: Auslaufender Support für einige Windows-Versionen
(http://windows.microsoft.com/de-de/windows/help/end-support)
.Auf dieser SeiteZusammenfassung
Die Treiberüberprüfung ist in Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 enthalten, um die Stabilität und die Zuverlässigkeit zu verbessern. Sie können dieses Programm zur Fehlerbehandlung bei Treiberproblemen verwenden. Windows-Kernelmoduskomponenten können aufgrund eines fehlerhaften Treibers, beispielsweise einer früheren Version eines WDM-Treibers (WDM = Windows Driver Model), zu einer Beschädigung des Systems oder zu Systemfehlern führen. Dieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise zum Isolieren und zur Problembehandlung eines fehlerhaften Treibers im System mithilfe der Treiberüberprüfung.
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In diesem Artikel werden die folgenden Themen behandelt:
Einsatzmöglichkeiten für die TreiberüberprüfungSie können die Treiberüberprüfung verwenden, indem Sie die Datei "Verifier.exe" ausführen und anschließend den Computer neu starten. Sie müssen keine weiteren Änderungen vornehmen, bevor Sie mit der Analyse der Systemtreiber beginnen.Die Treiberüberprüfung bietet folgende Funktionen: PoolzuweisungenHierbei wird versucht, alle Poolzuweisungen für einen Treiber aus dem speziellen Pool vorzunehmen, statt die Poolzuweisungen mit dem Rest des Systems zu teilen. In diesem Fall sind die Zuweisungen dieses Treibers isoliert und durch Berechtigungen des Typs "Kein Zugriff" gebunden. Diese Funktion legt fest, ob einem Treiber mehr als sein eigentlicher Anteil am Pool zugewiesen wird, und kann daher zu Beschädigungen und Instabilitäten des Systems führen. Wenn Sie diese Funktion aktivieren und der Zielcomputer über ausreichend physischen und virtuellen Speicher verfügt, werden alle Zuweisungen des Treibers in den speziellen Pool umgeleitet.Ausüben extremen SpeicherdrucksSie können auf einen bestimmten Treiber extremen Speicherdruck (Extreme Memory Pressure) ausüben, ohne dass andere Treiber davon betroffen sind (unabhängig von der Größe des Systemspeichers). Hierzu instruieren Sie die Speicherverwaltung, die gesamten auslagerungsfähigen Codes und Daten des Treibers sowie die ausgelagerten Codes, Pools und Daten des Systems ungültig zu machen. Dadurch können Sie einen Treiber erkennen, der unkorrekterweise mit Spin Locks arbeitet oder IRQL-Erhöhungen vornimmt und dann Zugriff auf ausgelagerten Code oder ausgelagerte Daten erhält. Mithilfe extremen Speicherdrucks können Sie zeitweise auftretende Probleme erkennen und deren Ursache isolieren.ParametervalidierungAlle vom Treiber getätigten Spin Lock-, IRQL- und Poolzuweisungsaufrufe verursachen automatisch eine Parametervalidierung. Dies bedeutet, dass Prüfungen durchgeführt werden, um zu gewährleisten, dass die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Fehlgeschlagene PoolzuweisungenPoolzuweisungen, die von dem Treiber nicht mit MUST_SUCCEED gekennzeichnet sind, können nach dem Zufallsprinzip fehlschlagen, um sicherzustellen, dass der Treiber Situationen bewältigen kann, in denen nur wenig Speicher zur Verfügung steht.Frei zu machender PoolJeder frei zu machende Pool wird überprüft, um sicherzustellen, dass sich in den Poolzuweisungen keine ausstehenden Zeitgeber befinden, da Systemabstürze in diesen Fällen nur sehr schwer zu verfolgen wären.Erkennung von PoolundichtigkeitenAlle Poolzuweisungen des Treibers werden automatisch verfolgt. Zum Zeitpunkt des Entladens eines Treibers erfolgt eine Fehlerprüfung, falls irgendeine der Zuweisungen nicht frei gemacht wird. Sie können dann den Kerneldebuggerbefehl !verifier 3 einsetzen, um alle nicht frei gemachten Zuweisungen anzeigen zu lassen. Sie können diesen Befehl auch vor dem Entladen verwenden, um die ausstehenden Zuweisungen für den Treiber zu jedem beliebigen Zeitpunkt anzeigen zu lassen.TreiberentladungsprüfungDie Treiberentladungsprüfung wird durchgeführt, um Treiber zu identifizieren, welche die in Anspruch genommenen Ressourcen nicht wieder freimachen (was die Wahrscheinlichkeit einer Systemfehlerprüfung kurz nach dem Entladen des Treibers erhöht). Zu den Ressourcen, die ein Treiber möglicherweise nicht freigibt, zählen Look-Aside-Listen, ausstehende Deferred Procedure Calls (DPCs), Arbeitsthreads, Warteschlangen, Zeitgeber und sonstige Ressourcen.E/A-ÜberprüfungWenn Sie das E/A-Überprüfungskennzeichen mit dem Überprüfungs-Manager oder dem Registrierungsschlüssel VerifyDriverLevel aktivieren (weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Aktivieren der Treiberüberprüfung" in diesem Artikel), werden einige E/A-Managerüberprüfungen ausgelöst. Zu diesen Methoden zählen die folgenden:
Voraussetzungen für die Verwendung der TreiberüberprüfungSie müssen nur Windows 7, Windows Server 2008 R2, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 2000, Windows XP oder Windows Server 2003 installieren. Sie können die Treiberüberprüfung sowohl in Verkaufsversionen als auch in geprüften Versionen von Windows aktivieren. Informationen darüber, was Sie beachten sollten, bevor Sie den Treiberüberprüfungs-Manager auf Produktionsservern aktivieren, finden Sie in Artikel 251233 der Microsoft Knowledge Base. Aufgrund der Empfehlungen in Artikel 325672 der Microsoft Knowledge Base sollten Sie die Deadlock-Erkennung der Treiberüberprüfung nicht aktivieren, wenn Norton Antivirus installiert ist.Aktivieren der TreiberüberprüfungSie können die Treiberüberprüfung durch Ausführen der Datei "Verifier.exe" aktivieren. Die Datei "Verifier.exe" ist in jeder Kopie von Windows enthalten und wird automatisch im Ordner "System32" installiert. Die Datei "Verifier.exe" verfügt sowohl über eine Befehlszeilen-Benutzeroberfläche als auch über eine grafische Benutzeroberfläche (GUI = Graphical User Interface). Sie können also Treiber und geeignete Überprüfungsebenen festlegen. Sie können die Statistiken der Treiberüberprüfung auch in Echtzeit anzeigen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Treiberüberprüfungs-Manager" in diesem Artikel.Fehlerbehebung für TreiberüberprüfungsverletzungenDurch den Befehl !verifier werden sowohl im Kerneldebugger als auch im Programm "Verifier.exe" die aktuelle Konfiguration und die Statistiken der Treiberüberprüfung in Echtzeit angezeigt.Alle Treiberüberprüfungsverletzungen führen zu Fehlercodes, von denen die häufigsten (jedoch nicht alle) nachstehend aufgelistet sind:
Treiberüberprüfung und GrafiktreiberWindows-Kernelmodus-Grafiktreiber (zum Beispiel Drucker- und Bildschirmtreiber-DLLs) dürfen nicht direkt auf den Pooleinstiegspunkt zugreifen. Die Poolzuweisungen erfolgen eher indirekt durch Grafiktreiber-DDI-Rückrufe an "Win32k.sys". Nehmen wir zum Beispiel an, dass EngAllocMem der Rückruf ist, den ein Grafiktreiber aufruft, um explizit Poolspeicher zuzuweisen. Auch bei anderen spezialisierten Rückrufen, zum Beispiel EngCreatePalette und EngCreateBitmap, wird Poolspeicher zugewiesen.Um dieselbe Art der automatisierten Prüfung auch für Grafiktreiber zu ermöglichen, wird die Unterstützung für einige Funktionen der Treiberüberprüfung in "Win32k.sys" integriert. Da Grafiktreiber jedoch weniger umfangreich sind als andere Kernelmodustreiber, wird für diese nur ein Teil der Funktionalität der Treiberüberprüfung benötigt. So werden zum Beispiel IRQL-Prüfung und E/A-Prüfung nicht benötigt. Die sonstigen Funktionen, insbesondere die Verwendung von speziellen Pools, das Fehlschlagen von Poolzuweisungen nach dem Zufallsprinzip und die Poolnachverfolgung werden bei den verschiedenen Grafik-DDI-Rückrufen bis zu unterschiedlichen Graden unterstützt. Fehlschläge nach dem Zufallsprinzip werden für die folgenden Grafik-DDI-Rückruffunktionen unterstützt:
Die Treiberüberprüfung für die Grafiktreiber wird auf die gleiche Art und Weise aktiviert wie die Treiberüberprüfung für andere Treiber (weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Aktivieren der Treiberüberprüfung" in diesem Artikel) Nicht unterstützte Flags, zum Beispiel die IRQL-Prüfung, werden ignoriert. Zusätzlich können Sie den Kerneldebuggerbefehl !gdikdx.verifier einsetzen, um den aktuellen Status der Treiberüberprüfung und die Poolnachverfolgungen für Grafiktreiber einzusehen. HINWEIS: Sie sollten die Einstellung für Fehlschläge von Zuweisungen nach dem Zufallsprinzip nur für Zwecke der Stabilitätsprüfung einsetzen. Die Verwendung dieser Einstellung kann das Anzeigen von Fehlermeldungen zur Folge haben. Sie sollten diese Einstellung daher nicht bei Tests verwenden, bei denen die korrekte Implementierung des Grafiktreibers geprüft werden soll (zum Beispiel beim Vergleich der Ausgabe des Grafiktreibers mit einem Referenzbild). Treiberüberprüfungs-Manager ("Verifier.exe")Die Verwendung des Treiberüberprüfungs-Managers ("Verifier.exe") ist die bevorzugte Methode zum Erstellen und Ändern von Treiberüberprüfungseinstellungen und zum Anlegen von Statistiken zur Treiberüberprüfung. Die Datei "Verifier.exe" befindet sich im Ordner "%WinDir%\System32" für jede Windows-Installation.TreiberstatusDie Eigenschaftenseite Treiberstatus vermittelt Ihnen einen Eindruck vom aktuellen Status der Treiberüberprüfung. Dort können Sie sehen, welche Treiber erkannt werden. Folgende Stati sind möglich:
Wenn Sie das Flag "Spezieller Pool" aktivieren und weniger als 95 Prozent der Poolzuweisungen in den speziellen Pool eingegangen sind, wird auf dieser Seite eine Warnung angezeigt. Dies bedeutet, dass Sie entweder eine kleinere Gruppe von Treibern für die Überprüfung auswählen müssen oder den Computer mit mehr physischem Speicher ausrüsten müssen, um eine bessere Abdeckung der Poolzuweisungsüberprüfung zu erreichen. Globale ZählerDie Eigenschaftenseite Globale Zähler zeigt den aktuellen Wert für einige Zähler an, die in der Treiberüberprüfung geführt werden. Ein Wert "Null" für einen Zähler kann ein Hinweis darauf sein, dass das entsprechende Treiberüberprüfungsflag nicht aktiviert ist. So weist zum Beispiel der Wert 0 für den Zähler "Sonstige/Fehler" darauf hin, dass das Flag "Simulation unzureichender Ressourcen" nicht aktiviert ist. Sie können die Aktivitäten der Überprüfung überwachen, weil die Werte der Zähler automatisch aktualisiert werden (standardmäßig). Sie können die Aktualisierungsrate ändern, auf manuelle Aktualisierung umschalten, oder unter Verwendung der Steuerelemente im unteren linken Bereich des Dialogfeldes eine Aktualisierung erzwingen.PoolnachverfolgungDiese Eigenschaftenseite zeigt weitere Statistiken an, die im Rahmen der Treiberüberprüfung angelegt werden. Alle auf dieser Seite angezeigten Zähler stehen in Zusammenhang mit dem Flag "Poolnachverfolgung" der Treiberüberprüfung. Die meisten dieser Zähler geben die Werte für einzelne Treiber an (zum Beispiel aktuelle Zuweisungen, gegenwärtig zugewiesene Bytezahl, und so weiter). Dies bedeutet, dass Sie aus dem Kombinationsfeld oben einen Treibernamen auswählen müssen, um die Zähler für diesen bestimmten Treiber einzusehen.EinstellungenAuf dieser Seite können Sie Treiberüberprüfungseinstellungen vornehmen und ändern. Die Einstellungen werden in der Registrierung gespeichert. Sie müssen daher den Computer neu starten, damit diese Einstellungen wirksam werden. In der Liste können Sie sehen, welche Treiber zurzeit installiert sind. Jeder Treiber kann sich in einem der folgenden Zustände befinden:
Im unteren Teil des Dialogfeldes können Sie weitere Treiber angeben (durch Leerstellen getrennt), die nach dem nächsten Neustart überprüft werden sollen. In der Regel benutzen Sie dieses Bearbeitungssteuerelement, wenn Sie einen neuen Treiber installieren möchten, der noch nicht geladen ist. Falls die Optionsfelder oben in der Liste auf Alle Treiber überprüfen eingestellt sind, sind die Liste, die Schaltflächen Überprüfen und Nicht überprüfen sowie das Bearbeitungssteuerelement nicht verfügbar. Das bedeutet, dass nach dem nächsten Neustart alle Treiber im System überprüft werden. Sie können den Überprüfungstyp über die Kontrollkästchen im oberen rechten Bereich des Dialogfeldes einstellen. Sie können die E/A-Überprüfung auf Ebene 1 oder Ebene 2 aktivieren. Die Überprüfung auf Ebene 2 ist intensiver als die auf Ebene 1. Änderungen an diesen Einstellungen müssen Sie speichern, indem Sie auf Übernehmen klicken. Auf dieser Seite gibt es noch zwei weitere Schaltflächen:
Temporäre EinstellungenSie können diese Eigenschaftenseite verwenden, um die Treiberüberprüfungsflags mit sofortiger Wirkung zu ändern. Hierzu können Sie den Status einiger der Treiberüberprüfungsflags wechseln, Sie können jedoch nicht die Liste der zu überprüfenden Treiber ändern. Nachdem Sie den Status einiger Kontrollkästchen geändert haben, müssen Sie auf Übernehmen klicken, damit die Änderungen wirksam werden. Die Änderungen werden sofort wirksam, und sie bleiben erhalten, bis Sie zusätzliche Änderungen vornehmen oder den Computer neu starten.Die BefehlszeilenschnittstelleSie können die Datei "Verifier.exe" auch von einer Befehlszeile ausführen. (Geben Sie an einer Eingabeaufforderung verifier.exe /? ein, um weitere Informationen zu erhalten). Die folgende Liste enthält die am häufigsten verwendeten Befehlszeilenflags:
Zusätzliche Informationen für TreiberentwicklerDie folgenden Abschnitte beschreiben zusätzliche Details der Einstellungen für die Treiberüberprüfung, die für Treiberentwickler interessant sein können. Diese Einstellungen sind für IT-Fachleute im Allgemeinen nicht erforderlich.Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie vor der Bearbeitung der Registrierung eine Sicherungskopie erstellen. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen und Wiederherstellen einer Sicherungskopie der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base: 322756
(http://support.microsoft.com/kb/322756/de/
)
Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in WindowsGehen Sie folgendermaßen vor, um die Treiberüberprüfung durch Bearbeiten der Registrierung zu aktivieren:
Die folgende Liste enthält Beispielwerte für den Schlüssel "REG_SZ":
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\VerifyDriverLevel
Die folgende Liste enthält die möglichen Bitfeldwerte für diesen Schlüssel. Diese Werte können frei kombiniert werden:
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.EigenschaftenArtikel-ID: 244617 - Geändert am: Mittwoch, 6. März 2013 - Version: 1.0 Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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