Verschieben einer Windows-Installation auf andere Hardware

SPRACHE AUSWÄHLEN SPRACHE AUSWÄHLEN
Artikel-ID: 249694 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D249694
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
249694 How to move a Windows installation to different hardware
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
Alles erweitern | Alles schließen

Auf dieser Seite

Einführung

Im Laufe des Lebenszyklus eines Microsoft Windows-Betriebssystems müssen Sie eventuell eine Sicherungskopie des Systemstatus eines Computers auf demselben oder einem anderen physischen Computer wiederherstellen. Eine Wiederherstellung kann bei Auftreten der folgenden Ereignisse erforderlich werden:
  • Hardwarefehler
  • Softwarefehler
  • Computerdiebstahl
  • Naturkatastrophe
  • Benutzerfehler
Sie können die Sicherungskopie des Systemstatus eines physischen Computers auf demselben physischen Computer oder auf einem anderen Computer wiederherstellen, bei dem es sich um das gleiche Fabrikat und Modell handelt und der die gleiche Hardwarekonfiguration hat.

Die Wiederherstellung einer Sicherungskopie des Systemstatus eines Computers auf einem anderen Computer, bei dem es sich um ein anderes Fabrikat oder Modell handelt oder der eine andere Hardwarekonfiguration hat, wird von Microsoft nicht unterstützt. Microsoft gewährt in diesem Zusammenhang nur Unterstützung in angemessenem Rahmen. Auch wenn es sich bei dem Ausgangs- und Zielcomputer um scheinbar identische Fabrikate und Modelle handelt, können eventuell Treiber-, Hardware- oder Firmwareunterschiede bestehen.

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie eine Sicherungskopie des Systemstatus auf einem Computer erstellen und auf demselben Computer oder einem anderen physischen Computer desselben Fabrikats und Modells wiederherstellen. Wenn Sie die in diesem Artikel beschriebenen Schritte nicht befolgen, verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederherstellung auf anderer Hardware.

Die bevorzugte Wiederherstellungsmethode für Microsoft Windows Server 2003- und Microsoft Windows XP-Computer ist die automatische Systemwiederherstellung (Automated System Recovery, ASR). ASR automatisiert den Wiederherstellungsprozess und liefert die zuverlässigsten Ergebnisse.

Der Ausgangscomputer ist als der Computer definiert, auf dem die Sicherungskopie des Systemstatus erstellt wurde. Der Zielcomputer ist der Computer, auf dem die Sicherungskopie wiederhergestellt wird.

Weitere Informationen

Für eine erfolgreiche Wiederherstellung müssen die nachstehenden Richtlinien befolgt werden.

Hardwareabstraktionsschicht (HAL)

Auf dem Ausgangs- und Zielcomputer muss derselbe HAL-Typ verwendet werden. Für diese Regel gilt jedoch eine Ausnahme. Wenn einer der Computer über eine ACPI-Multiprozessor-HAL (ACPI = Advanced Configuration and Power Interface) verfügt, kann der andere Computer eine ACPI-Uniprozessor-HAL haben. Dieselbe Regel gilt für MPS-Multiprozessor- und MPS-Uniprozessor-HALs.

Wenn der Ausgangscomputer eine MPS-Multiprozessor-HAL besitzt, können Sie die Daten auch auf einem Zielcomputer mit einer MPS-Uniprozessor-HAL wiederherstellen. Sie können jedoch keine Daten auf einem Zielcomputer mit einer ACPI-Multiprozessor-HAL wiederherstellen.

Hinweis: Wenn die HAL des Zielcomputers zwar kompatibel, jedoch nicht identisch mit der HAL des Ausgangscomputers ist, müssen Sie die HAL des Zielcomputers aktualisieren, nachdem Sie die Wiederherstellung abgeschlossen haben. Wenn der Ausgangscomputer beispielsweise nur einen Prozessor besitzt und eine ACPI-Uniprozessor-HAL verwendet, können Sie eine Sicherungskopie dieses Computers auf einem Zielcomputer mit mehreren Prozessoren wiederherstellen. Der Zielcomputer verwendet in diesem Fall jedoch nur einen Prozessor, bis Sie die HAL auf eine ACPI-Multiprozessor-HAL aktualisieren.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den auf den beiden Computern verwendeten HAL-Typ zu ermitteln:
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Einstellungen, klicken Sie auf Systemsteuerung, und doppelklicken Sie auf System.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Hardware auf Geräte-Manager, und erweitern Sie die Verzweigung Computer.
    • ACPI-Multiprozessor-PC = Halmacpi.dll
    • ACPI-Uniprozessor-PC = Halaacpi.dll
    • ACPI-PC (Advanced Configuration and Power Interface) = Halacpi.dll
    • MPS-Multiprozessor-PC = Halmps.dll
    • MPS-Uniprozessor-PC Halapic.dll Standard-PC = Hal.dll
    • Compaq SystemPro Multiprozessor oder 100 % kompatibel = Halsp.dll

Betriebssystemversion

Der Ausgangs- und der Zielcomputer müssen identische Betriebssystemversionen und Windows Stock-Keeping Units (SKUs) verwenden. Sie können beispielsweise keine Sicherungskopie von Microsoft Windows 2000 Server erstellen und anschließend auf einem Computer wiederherstellen, auf dem Windows 2000 Advanced Server ausgeführt wird. Der Ausgangs- und der Zielcomputer müssen außerdem beide Verkaufsversionen von Windows bzw. beide dieselbe OEM-Version von Windows verwenden. Es empfiehlt sich daher, Windows auf dem Zielcomputer unter Verwendung derselben Installationsdatenträger zu installieren, die Sie für die Installation auf dem Ausgangscomputer verwendet haben.

Filtertreiber

Deinstallieren Sie etwaige Filtertreiber von Fremdherstellern auf dem Ausgangscomputer, bevor Sie die Sicherungskopie erstellen. Dieser Treibertyp kann Probleme bei der Wiederherstellung der Sicherungskopie auf einem anderen Computer verursachen.

Layout der Windows-Ordner und Festplatten

Der Zielcomputer muss denselben logischen Laufwerksbuchstaben (%systemdrive%) und Pfad (%systemroot%) wie der Ausgangscomputer verwenden. Bei Domänencontrollern müssen außerdem der Verzeichnisstandort der Datenbank des Active Directory-Verzeichnisdienstes, der Active Directory-Protokolldateien, der FRS-Datenbank und der FRS-Protokolldateien auf dem Ausgangs- und Zielcomputer identisch sein. Wenn die Protokolldateien der Active Directory-Datenbank auf dem Ausgangscomputer beispielsweise im Verzeichnispfad "C:\WINNT\NTDS" installiert wurden, muss der Zielcomputer ebenfalls den Pfad "C:\WINNT\NTDS" verwenden.

Hardware

Wenn Sie Hardware auf dem Zielcomputer entfernen, die nicht für die Durchführung des Wiederherstellungsvorgangs benötigt wird, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederherstellung. Entfernen oder deaktivieren Sie beispielsweise alle Netzwerkadapter bis auf einen. Installieren oder aktivieren Sie die zusätzlichen Adapter, nachdem Sie das Betriebssystem nach dem Wiederherstellungsvorgang neu gestartet haben.

Hotfix- und Service Pack-Versionen

Auf Ausgangscomputern mit Windows 2000 müssen der Hotfix 810161 oder Windows 2000 Service Pack 4 installiert sein, bevor Sie eine Datensicherung vornehmen. Diese müssen auch auf dem Zielcomputer installiert sein, bevor Sie die Sicherungskopie wiederherstellen. Für Windows Server 2003 und Windows XP gelten für diese Art der Wiederherstellung keine Anforderungen bezüglich der Hotfix- oder Service Pack-Version.

Es ist nicht erforderlich, auf einem Windows Server 2003- oder Windows XP-Zielcomputer dieselbe Service Pack- und Hotfix-Version zu installieren. Dagegen erfordert die Wiederherstellung eines Windows Server 2003 SP1-Computers, dass auch auf dem Zielcomputer Windows Server 2003 SP1 installiert ist. Andernfalls tritt der im Folgenden beschriebene Fehler auf:
Fehlermeldung bei der Wiederherstellung einer Windows Server 2003 Service Pack 1-basierten Sicherungskopie auf einem Windows Server 2003-Computer: Windows konnte aufgrund eines Software-Fehlers nicht gestartet werden
Weitere Informationen über die Fehlermeldung, die angezeigt wird, wenn Sie eine Windows Server 2003 Service Pack 1-basierte Sicherungskopie auf einem Windows Server 2003-Computer wiederherstellen, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
914049 "Fehlermeldung: wenn Sie eine Windows Server 2003 Service Pack 1-based Sicherung auf einem Windows Server 2003-Computer wiederherstellen: Windows konnte da dem Vorliegen einem Fehler in der Software nicht gestartet werden"

Verschieben einer Windows-Client- oder -Mitgliedsserverinstallation

Führen Sie auf Client- und Mitgliedsservercomputern die folgenden Schritte aus, um eine Sicherungskopie der Windows-Installation zu erstellen und auf einem anderen Computer wiederherzustellen. (Ein Mitgliedsserver ist ein Server, der kein Domänencontroller ist.)
  1. Melden Sie sich unter Verwendung des Administratorkontos auf dem Ausgangscomputer an. Beenden Sie alle nicht kritischen Dienste sowie die Dienste, die Sie in der Regel beenden, bevor Sie eine Sicherung durchführen. Hierzu gehören unter anderem Dienste, die eventuell Dateien sperren, wie etwa Antivirus-, Datenträgerüberprüfungs- und Indexdienste.
  2. Überprüfen Sie auf dem Ausgangscomputer, ob der TCP/IP-Startwert auf 1 gesetzt ist. Dieser Wert befindet sich im folgenden Registrierungsunterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip
    Tabelle minimierenTabelle vergrößern
    NameStart
    TypREG_DWORD
    Wert1
  3. Verwenden Sie Windows Backup auf dem Ausgangscomputer, um eine Sicherungskopie des Systemlaufwerks, der Unterordner des Systemlaufwerks und des Systemstatus zu erstellen.
  4. Führen Sie auf dem Zielcomputer eine Neuinstallation von Windows aus, wobei Sie dieselbe Betriebssystemversion wie auf dem Ausgangscomputer verwenden. Installieren Sie das Betriebssystem auf demselben Laufwerk und in demselben Pfad wie auf dem Ausgangscomputer. Wenn Windows auf dem Ausgangscomputer beispielsweise im Pfad "C:\WINNT" installiert ist, müssen Sie die Installation auf dem Zielcomputer ebenfalls unter dem Pfad "C:\WINNT" vornehmen.
  5. Nachdem die Neuinstallation abgeschlossen ist, melden Sie sich als Administrator bei dem Zielcomputer an. Erstellen und formatieren Sie mithilfe der Datenträgerverwaltung etwaige zusätzliche Volumes, die erforderlich sind, um Systemstatuskomponenten aufzunehmen, und weisen Sie diesen entsprechende Laufwerksbuchstaben zu. Stellen Sie sicher, dass alle Laufwerkbuchstaben denen auf dem Ausgangscomputer entsprechen. Der Festplattenspeicherplatz für die Volumes auf dem Zielcomputer muss mindestens so groß wie die entsprechenden Volumes auf dem Ausgangscomputer sein.
  6. Erstellen Sie auf dem Zielcomputer den Ordner "C:\Backup". Kopieren Sie die Datei "C:\Boot.ini" und den gesamten Ordner "%systemroot%\Repair" einschließlich seiner Unterordner in den Ordner "C:\Backup" (zur Verwendung in Schritt 8). Die Datei "Boot.ini" befindet sich im Stammordner der Systempartition (in der Regel "C:\Boot.ini"). Der Ordner "Repair" befindet sich normalerweise im Ordner "C:\WINNT\Repair" oder im Ordner "C:\WINDOWS\Repair".
  7. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Sicherungskopie auf dem Zielcomputer wiederherzustellen:
    1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie ntbackup ein, und klicken Sie auf OK.
    2. Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen, klicken Sie auf die Registerkarte Wiederherstellen und anschließend auf Datei auf meinem Computer immer ersetzen.
    3. Stellen Sie den Systemstatus aus der Sicherungskopie wieder her, die Sie zuvor erstellt haben. Achten Sie darauf, die Option zur Wiederherstellung am ursprünglichen Speicherort auszuwählen.

      Hinweis: Wenn Sie nach Abschluss der Wiederherstellung auf alle Wechselmedien (Band oder magnetooptische Datenträger) vom Ausgangscomputer zugreifen möchten, müssen Sie vor Beginn der Wiederherstellung unter Erweitert auf Datenbank des Wechselmediendienstes wiederherstellen klicken.
  8. Gehen Sie folgendermaßen vor, nachdem Sie die Wiederherstellung abgeschlossen haben und bevor Sie den Zielcomputer neu starten:
    1. Kopieren Sie die Datei "Boot.ini" aus dem Ordner "C:\Backup", den Sie in Schritt 6 erstellt haben. Kopieren Sie den Ordner "Repair" und seine Unterordner aus dem Ordner "C:\Backup" in den Ordner "%systemroot%\Repair".
    2. Installieren Sie die Festplattencontrollertreiber auf dem Zielcomputer neu, falls Treiber von Fremdanbietern verwendet werden.
    3. Stellen Sie sicher, dass der Ausgangscomputer ausgeschaltet und vom Netzwerk getrennt bzw. unter Verwendung eines anderen Computernamens und einer anderen IP-Adresse neu installiert wurde. (Wenn der Ausgangscomputer eine statische IP-Adresse besaß, besitzt der Zielcomputer nach dem Wiederherstellungsvorgang dieselbe statische IP-Adresse.)
  9. Starten Sie den Computer neu, und vergewissern Sie sich anschließend, dass er ordnungsgemäß funktioniert.

    Wenn der Computer, auf dem Sie die Wiederherstellung vornehmen, ein Mitgliedscomputer oder -server ist, testen Sie den Sicherheitskanal mithilfe des Befehls NLTEST.
    NLTEST /SC_QUERY:<DomainName>
    Wenn SC_QUERY einen Fehler meldet, setzen Sie den Sicherheitskanal mithilfe des folgenden Befehls zurück:
    NLTEST /SC_RESET:<DomainName>
    Wenn der Zielcomputer ein Mitgliedscomputer oder -server ist, müssen Sie eventuell den Sicherheitskanal mit der Domäne zurücksetzen, je nachdem, wie weit die Sicherung zurückliegt. Wenn Sie den Befehl netdiag /test:trust ausführen, schlägt der Test der Vertrauensstellung über den Sicherheitskanal fehl, wenn der Sicherheitskanal unterbrochen ist. Der Befehl netdiag ist verfügbar, wenn Sie die Supporttools installieren, die sich auf dem Windows-Installationsmedium befinden.

    Wenn der Test der Vertrauensstellung fehlschlägt und auf einen unterbrochenen Sicherheitskanal verweist, können Sie das Tool Netdom auf dem Zielcomputer ausführen, um den Kanal zurückzusetzen. Das Tool Netdom steht ebenfalls in den Supporttools zur Verfügung. Verwenden Sie den folgenden netdom-Befehl, um den Sicherheitskanal zurückzusetzen.
    netdom reset Destination computer /domain:domain_name usero:admin_user /passwordo:admin_user_password

    Hinweis: Destination computer ist der Zielcomputer. domain_name ist der Name der Domäne. admin_user ist der Benutzer, der Mitglied der Administratorgruppe ist. admin_user_password ist das Kennwort des Benutzerkontos.

Verschieben einer Windows-Domänencontrollerinstallation

Warnung: Das folgende Verfahren ist für die Wiederherstellung bei Fehlern bzw. den Hardwareaustausch in einer einzelnen Domäne vorgesehen, wenn keine weiteren Domänencontroller verfügbar sind. Wenn andere funktionsfähige Domänencontroller in der Domäne online sind, wird empfohlen, keine Wiederherstellung vorzunehmen. Führen Sie stattdessen eine Neuinstallation von Windows auf dem Zielcomputer aus, und führen Sie den Active Directory-Installationsassistenten (Dcpromo.exe) aus, um die Installation zu einem Replikat in einer vorhandenen Domäne zu machen.
  1. Melden Sie sich unter Verwendung des Administratorkontos auf dem Ausgangscomputer an. Beenden Sie alle nicht kritischen Dienste sowie die Dienste, die Sie in der Regel beenden, bevor Sie eine Sicherung durchführen. Hierzu gehören unter anderem Dienste, die eventuell Dateien sperren, wie etwa Antivirus-, Datenträgerüberprüfungs- und Indexdienste.
  2. Überprüfen Sie auf dem Ausgangscomputer, ob der TCP/IP-Startwert auf 1 gesetzt ist. Dieser Wert befindet sich im folgenden Registrierungsunterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip
    Tabelle minimierenTabelle vergrößern
    NameStart
    TypREG_DWORD
    Wert1
  3. Verwenden Sie Windows Backup, um eine Sicherungskopie des Systemlaufwerks und des Systemstatus zu erstellen. Wenn sich "Sysvol" auf einem Windows 2000-Computer auf einem anderen Laufwerk als dem Systemlaufwerk befindet, müssen Sie auch eine Sicherungskopie dieses Ordners und aller dazugehörigen Unterordner erstellen. Wenn sich "Sysvol" beispielsweise im Ordner "D:\Sysvol" befindet, müssen Sie eine Sicherungskopie des Systemlaufwerks, des Systemstatus und des Ordners "D:\Sysvol" erstellen.
  4. Führen Sie auf dem Zielcomputer eine Neuinstallation von Windows aus, wobei Sie dieselbe Version von Windows wie auf dem Ausgangscomputer verwenden. Sie müssen Windows in demselben Verzeichnispfad wie auf dem Ausgangscomputer installieren. Wenn Windows auf dem Ausgangscomputer beispielsweise im Pfad "C:\WINNT" installiert ist, müssen Sie die Installation auf dem Zielcomputer ebenfalls unter dem Pfad "C:\WINNT" vornehmen.
  5. Nachdem die Neuinstallation abgeschlossen ist, melden Sie sich als Administrator bei dem Zielcomputer an. Erstellen und formatieren Sie mithilfe der Datenträgerverwaltung etwaige zusätzliche Volumes, die erforderlich sind, um Systemstatuskomponenten oder eine Anwendung aufzunehmen, und weisen Sie diesen entsprechende Laufwerksbuchstaben zu. Stellen Sie sicher, dass alle Laufwerkbuchstaben denen auf dem Ausgangscomputer entsprechen.
  6. Erstellen Sie auf dem Zielcomputer den Ordner "C:\Backup". Speichern Sie eine Kopie der Datei "Boot.ini" in diesem Ordner, im Ordner "%systemroot%\Repair" sowie in allen Unterordnern des Ordners "Repair". Die Datei "Boot.ini" befindet sich im Stammordner der Systempartition (in der Regel "C:\Boot.ini"). Der Ordner "Repair" befindet sich in der Regel im Ordner "C:\WINNT\Repair" oder im Ordner "C:\WINDOWS\Repair".

    Wenn der Ausgangscomputer der einzige Domänencontroller der Domäne ist, installieren Sie Windows auf dem Ausgangscomputer neu, oder trennen Sie ihn vom Netzwerk, bevor Sie die Sicherungskopie auf dem Zielcomputer wiederherstellen. Microsoft empfiehlt diese Vorgehensweise, weil die Möglichkeit besteht, dass der Ausgangscomputer von einer anderen Person eingeschaltet wird. Geschieht dies, können Namenskonflikte oder andere Probleme auf dem Zielcomputer auftreten.

    Wenn der Ausgangscomputer nicht der einzige Domänencontroller der Domäne ist, verwenden Sie den Active Directory-Installationsassistenten, um Active Directory vom Ausgangscomputer zu entfernen. Installieren Sie Windows anschließend auf dem Ausgangscomputer neu, oder trennen Sie ihn vom Netzwerk.
  7. Wenn Sie sichergestellt haben, dass der Ausgangscomputer und der wiederhergestellte Zielcomputer nicht gleichzeitig online sind, stellen Sie die Sicherungskopie folgendermaßen wieder her:
    1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie ntbackup ein, und klicken Sie auf OK.
    2. Klicken Sie im Menü Extras auf Optionen, klicken Sie auf die Registerkarte Wiederherstellen und anschließend auf Datei auf meinem Computer immer ersetzen.
    3. Stellen Sie den Systemstatus und das Systemlaufwerk aus der Sicherungskopie wieder her, die Sie zuvor erstellt haben. Auf einem Windows 2000-Computer müssen Sie außerdem den Ordner "Sysvol" manuell für die Wiederherstellung auswählen. Der Systemstatus beinhaltet den Ordner "Sysvol". Es gibt jedoch ein Problem in Windows 2000, das die korrekte Wiederherstellung der Sysvol-Abzweigungspunkte verhindert, wenn Sie nur den Systemstatus wiederherstellen. Achten Sie darauf, die Option zur Wiederherstellung am ursprünglichen Speicherort auszuwählen.
  8. Gehen Sie folgendermaßen vor, nachdem Sie die Wiederherstellung abgeschlossen haben und bevor Sie den Zielcomputer neu starten:
    1. Ersetzen Sie die Datei "Boot.ini" und den Ordner "%systemroot%\Repair", in dem sich die in Schritt 6 erstellten Kopien befinden.
    2. Installieren Sie die Festplattencontrollertreiber auf dem Zielcomputer neu, falls Treiber von Fremdanbietern verwendet werden.
    3. Überprüfen Sie in den TCP/IP-Einstellungen, ob der Computer für die Verwendung eines DNS-Servers (DNS = Domain Name System) konfiguriert ist, der für die Domäne autorisierend und derzeit online ist. Konfigurieren Sie den Server jedoch nicht so, dass er sich selbst als DNS-Server verwendet, weil sonst die DNS-Datensätze in der Sicherungskopie eventuell nicht mehr gültig sind. Wenn der Wiederherstellungsvorgang abgeschlossen ist und Sie sichergestellt haben, dass der Zielcomputer ordnungsgemäß funktioniert, können Sie den Server so konfigurieren, dass er sich selbst als DNS-Server verwendet.
  9. Wenn der Zielcomputer der erste oder einzige Domänencontroller der Domäne ist, gehen Sie folgendermaßen vor, um den Dateireplikationsdienst (File Replication Service, FRS) autorisierend wiederherzustellen. Dieser Schritt muss auch vor dem ersten Neustart nach Abschluss des Wiederherstellungsvorgangs ausgeführt werden.

    Warnung: Führen Sie diese Schritte nicht aus, wenn weitere Domänencontroller in der Domäne existieren.
    1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE].
    2. Gehen Sie zum folgenden Registrierungsunterschlüssel:
      HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\NtFrs\Parameters\Replica Sets
    3. Erweitern Sie Replica Sets, und suchen Sie nach dem Unterschlüssel, der auf den Replikatsatz DOMAIN SYSTEM VOLUME (SYSVOL SHARE) verweist.
    4. Suchen Sie anschließend den Unterschlüssel des Unterschlüssels "Cumulative Replica Sets", der mit dem Namen des Unterschlüssels aus dem vorherigen Schritt übereinstimmt.
    5. Erweitern Sie Cumulative Replica Sets, klicken Sie auf den Unterschlüssel, der auf den Replikatsatz "Sysvol" verweist, und doppelklicken Sie auf BurFlags.
    6. Geben Sie im Dialogfeld DWORD-Wert bearbeiten den Wert D4 ein, und klicken Sie auf OK.
    7. Starten Sie den Computer neu.
  10. Starten Sie den Computer neu, und prüfen Sie mithilfe der Befehle dcdiag und netdiag, ob der Computer ordnungsgemäß funktioniert. Weitere Informationen zum Verwenden des Befehls "dcdiag" finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    265706 Erleichtern des Domänenbeitritts und der Domänencontroller-Erstellung in Windows 2000 mit "Dcdiag" und "NetDiag"
    Wenn andere Domänencontroller in der Domäne existieren, müssen Sie eventuell den Sicherheitskanal zurücksetzen, je nachdem wie weit die Sicherung zurückliegt. Wenn der Sicherheitskanal unterbrochen ist, ergibt der Befehl netdiag /test:trust, dass der Test der Vertrauensstellung fehlgeschlagen ist. Wenn der Test der Vertrauensstellung ergibt, dass der Test übersprungen wurde, können Sie das Ergebnis bedenkenlos ignorieren. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass der Computer, auf dem Sie den Test ausführen, die Betriebsmasterfunktion PDC-Emulator (PDC = primärer Domänencontroller) innehat.

    Wenn der Test der Vertrauensstellung fehlschlägt, ist der Sicherheitskanal unterbrochen. Führen Sie den Befehl netdom auf dem Zielcomputer aus, um den Sicherheitskanal zurückzusetzen und dieses Problem zu beheben. Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Sicherheitskanal auf einem Domänencontroller mithilfe des Befehls netdom zurückzusetzen:
    1. Beenden Sie den KDC-Dienst (Kerberos-Schlüsselverteilungscenter), und legen Sie als Starttyp "Manuell" fest.
    2. Setzen Sie den Sicherheitskanal mithilfe des folgenden Befehls zurück:
      netdom resetpwd /server:Replikationspartner_Servername /userd:Domänenname\Administrator /password:Administratorkennwort
      Hinweis: Replikationspartner_Servername ist der Name des Replikationspartnerservers. Der Befehl muss lokal auf dem Zielcomputer ausgeführt werden.
    3. Starten Sie den Computer neu, starten Sie den KDC-Dienst, und legen Sie als Starttyp wieder "Automatisch" fest.
  11. Stellen Sie sicher, dass die Replikation ordnungsgemäß ausgeführt wird, wenn weitere Domänencontroller in der Domäne existieren. Weitere Informationen zum Überprüfen der Replikation finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    232072 Einleiten der Replikation zwischen direkten Replikationspartnern

Problembehandlung

Nach dem Neustart des Zielcomputers können eventuell die folgenden Symptome auftreten:
  • Es wird eine der folgenden Abbruchfehlermeldungen (STOP) angezeigt:
    • STOP 0x0000007B Inaccessible_Boot_Device
    • STOP: 0x00000079 Hal_Mismatch
  • Der Computer reagiert beim Starten nicht mehr (das System "hängt").
  • Der Computer startet unerwartet neu, wenn die folgende Meldung auf einem schwarzen Bildschirm zu einem frühen Zeitpunkt des Neustartvorgangs angezeigt wird:
    Windows 2000 wird gestartet
  • Sie können Ihre Anzeigeeinstellungen nicht konfigurieren.
  • Der Netzwerkadapter funktioniert nicht ordnungsgemäß.
Zum Beheben von Problemen mit den Anzeigeeinstellungen oder mit einem Netzwerkadapter entfernen Sie die Grafikkarte oder den Netzwerkadapter im Geräte-Manager, und starten Sie anschließend den Computer neu. Windows erkennt das Gerät neu und fordert Sie eventuell zur Installation von Treibern auf.

Führen Sie eine direkte Aktualisierung von Windows durch, um die Abbruchfehlermeldung (STOP) bzw. Probleme mit einem nicht mehr reagierenden System zu beheben.
Weitere Informationen zum Durchführen einer direkten Aktualisierung finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
292175 So aktualisieren Sie eine bereits vorhandene Installation von Windows 2000
816579 Durchführen einer direkten Aktualisierung von Windows Server 2003
315341 Durchführen einer direkten Aktualisierung (Neuinstallation) von Windows XP
Führen Sie nach Abschluss der direkten Aktualisierung die folgenden Schritte aus, um zu überprüfen, ob der Registrierungsunterschlüssel
ClientProtocols
existiert und korrekte Daten enthält:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den folgenden Registrierungsunterschlüssel. Überprüfen Sie, ob die Werte in der folgenden Liste existieren:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Rpc\ClientProtocols
    Tabelle minimierenTabelle vergrößern
    NameTypWert
    ncacn_ip_tcpREG_SZrpcrt4.dll
    ncacn_ip_udpREG_SZrpcrt4.dll
    ncacn_nb_tcpREG_SZrpcrt4.dll
    ncacn_npREG_SZrpcrt4.dll
  3. Wenn der Unterschlüssel
    ClientProtocols
    fehlt, fügen Sie ihn unter dem Unterschlüssel
    Rpc
    hinzu.
  4. Wenn Werte im Unterschlüssel
    ClientProtocols
    fehlen, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ClientProtocols, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie auf Zeichenfolgenwert.
    2. Geben Sie den Namen des fehlenden Eintrags ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE].
    3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den in Schritt b eingegebenen Namen, und klicken Sie auf Ändern.
    4. Geben Sie die entsprechenden Werte für den in Schritt b eingegebenen Namen ein, und klicken Sie auf OK.
  5. Wiederholen Sie Schritt 4 für jeden im Unterschlüssel
    ClientProtocols
    fehlenden Wert.
  6. Starten Sie den Computer neu, wenn Änderungen an der Registrierung vorgenommen wurden.
Hinweis: Wenn der Ausgangscomputer von Windows NT 4.0 aktualisiert wurde, sind die Benutzerprofile eventuell nicht im Ordner "%systemdrive%\Dokumente und Einstellungen", sondern im Ordner "%systemroot%\Profile" gespeichert. Nachdem eine direkte Aktualisierung ausgeführt wurde, müssen Sie eventuell den folgenden Registrierungswert wieder in "%systemroot%\Profile" ändern.

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
NameProfiles directory
TypREG_EXPAND_SZ
Wert%systemroot%\Profile
Weitere Informationen zu Benutzerprofilen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
214653 Festlegen des Pfads für das Profil für alle Benutzer
228445 Speichern von Benutzerprofilen in Windows 2000
Die Kontaktinformationen bezüglich der in diesem Artikel erwähnten Fremdanbieter sollen Ihnen helfen, den benötigten technischen Support zu finden. Diese Kontaktinformationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Sie werden von Microsoft ohne jede Gewähr weitergegeben.

Eigenschaften

Artikel-ID: 249694 - Geändert am: Freitag, 26. Oktober 2007 - Version: 14.3
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows XP Professional x64 Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
Keywords: 
kbhowto kbenv kbproductlink KB249694
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.

Ihr Feedback an uns

 

Contact us for more help

Contact us for more help
Connect with Answer Desk for expert help.
Get more support from smallbusiness.support.microsoft.com