Hinzufügen von OEM-Plug & Play-Treibern zu Windows-Installationen

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Artikel-ID: 254078 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
254078 How to add OEM Plug and Play drivers to Windows installations
In Artikel 314479 wird dieses Thema für Microsoft Windows XP behandelt.
Wichtig: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Sie sollten eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Sie müssen wissen, wie die Registrierung wiederhergestellt werden kann, wenn ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Erstellen einer Sicherungskopie, zum Wiederherstellen und Bearbeiten der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986 Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt die Schritte, die Sie ausführen müssen, um von einem Original Equipment Manufacturer (OEM) gelieferte Treiber zu Microsoft Windows-Installationen hinzuzufügen. In diesem Artikel sind nur solche Treiber berücksichtigt, die normalerweise während der GUI-Modus-Installation oder nach der Ausführung von Setup durch Plug & Play-Auflistung installiert werden. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, OEM Plug & Play-Treiber im Voraus zu laden, die Sie dann später verwenden können, wenn die entsprechende Hardware an das System angeschlossen wird.

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie in den folgenden Situationen OEM Plug & Play-Treiber hinzufügen können:
  • Unbeaufsichtigte Installation
  • Sysprep-Installation
  • Installationen über Remoteinstallationsdienste (Remote Installation Service, RIS)
  • Riprep-Abbilder
  • Vorhandene Windows-Installationen
Weitere Informationen zum Hinzufügen von OEM-gelieferten Massenspeichergeräten während der Textmodus-Installation finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
220845 Hinzufügen während Windows Setup Anbieter oder aktualisierten Treibers

Weitere Informationen

Treiber, die während des Abschnitts "Geräteinstallation" der GUI-Modus-Installation installiert werden, müssen sich an bestimmten Speicherorten befinden. An diesem Punkt installiert Setup unter Verwendung von Plug & Play-Kennungen die Geräte, die von Windows Plug & Play aufgelistet werden. Setup durchsucht einen vordefinierten Pfad auf dem Laufwerk und sucht dabei in den INF-Dateien nach der besten Übereinstimmung mit der Plug & Play-Kennung des jeweiligen Geräts. Dieser Pfad ist an der folgenden Stelle in der Registrierung definiert und ist standardmäßig auf %SystemRoot%\Inf gesetzt:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf
Setup verwendet diesen Pfad, um INF-Dateien für die Geräteinstallation zu finden. Nach der Ausführung von Setup wird dieser Pfad auch für neue Hardware verwendet, die gefunden und installiert wird. Wenn Sie diesen Schlüssel während der Ausführung von Setup unter Verwendung der Datei "Sysprep.inf" oder der Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation ändern, wird der Wert gespeichert und auch nach der Ausführung von Setup verwendet.

Die folgenden Abschnitte erläutern Schritt für Schritt, wie Sie OEM-Treiber zu unbeaufsichtigten oder Sysprep-Installationen von Windows hinzufügen.

Für Microsoft Windows 2000

Unbeaufsichtigte Installation

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Treiber zu einer unbeaufsichtigten Installation hinzuzufügen: Wenn die OEM-Treiber nicht digital signiert sind, wird während der Ausführung von Setup eine entsprechende Meldung zu den Treibern angezeigt. Weitere Informationen dazu, wie Sie diese Meldung deaktivieren können, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
236029 Treibersignierungs-Richtlinie für unbeaufsichtigte Installation
  1. Erstellen Sie Ihre Distributionsfreigabe auf einem Server, indem Sie den Inhalt des Ordners "I386" von der Windows-Installations-CD kopieren. Sie können das Programm "Setupmgr.exe" verwenden, um diese Freigabe und die Datei "Unattended.txt" zu erstellen. Das Programm "Setupmgr.exe" ist auf der Windows-Installations-CD im Ordner "Support\Tools" in der Datei "Deploy.cab" enthalten. Dort finden Sie auch die Datei "Unattend.doc", die Informationen zu einer unbeaufsichtigten Installation von Windows enthält.

    Besuchen Sie die folgende Microsoft-Website, um die neueste Version dieser Dateien herunterzuladen:
    http://www.microsoft.com/windows2000/downloads/servicepacks/sp4/dpde.mspx
  2. Erstellen Sie einen Ordner mit dem Namen "$oem$\$1\Drivers" im Ordner "I386". Sie können auch, abhängig von der Hardware, die Sie installieren möchten (zum Beispiel Netzwerkadapter-, Modem- oder Grafikkartentreiber), weitere Ordner im Unterordner "Drivers" erstellen. Der Ordner "$1" wird in "%SystemDrive%" aufgelöst. Während der Textmodus-Installation werden diese Ordner und Dateien wie folgt in die Ordner unter "%SystemDrive%\Drivers" kopiert:
    \i386
    \$oem$
    - - \$1
    - - - \Drivers
    - - - - - \network adapter
    - - - - - \MODEM
    - - - - - \VIDEO
  3. Kopieren Sie alle OEM-Treiberdateien für das Gerät in die im vorherigen Schritt erstellten Ordner.
  4. Fügen Sie den Eintrag "OemPnPDriversPath = Driver_Paths" zu dem Abschnitt [Unattended] der Setup-Antwortdatei hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese durch ein Semikolon (;) voneinander trennen. Fügen Sie z.B. den folgenden Eintrag hinzu:
    [Unattended]
    OemPnPDriversPath = "Drivers\network adapter;Drivers\Modem;Drivers\Video"
    						
    Hinweis: Die Umgebungsvariable "%SystemDrive%" wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.
  5. Speichern Sie die Antwortdatei.
Wenn das System während der GUI-Modus-Installation die INF-Dateien nach Plug & Play-Kennungen durchsucht, sucht es auch unter den Pfaden, die im Eintrag "OemPnPDriversPath" aufgeführt sind, sowie unter dem Standardpfad "WinDir%\Inf". Der Pfad "%WinDir%\Inf" steht zwar an erster Stelle der Suchreihenfolge, wenn Sie jedoch ein Gerät installieren, das von mehr als einer INF-Datei unterstützt wird, durchsucht Setup danach auch alle Pfade, die im Eintrag "OemPnPDriversPath" angegeben sind. (Windows enthält möglicherweise einen Treiber mit generischer Funktionalität.) Dabei werden zwar eventuell mehrere Entsprechungen gefunden, Plug & Play verwendet jedoch die INF-Datei, die am besten passt, und installiert dann den zugehörigen Gerätetreiber, um das Gerät zu unterstützen.

Sysprep-Installation

Die Schritte zum Hinzufügen von OEM-Treibern zu einer Windows-Sysprep-Installation ähneln denen, die im vorstehenden Abschnitt "Unbeaufsichtigte Installation" beschrieben werden, abgesehen davon, dass Sie keine Distributionsfreigabe erstellen müssen. Gehen Sie wie nachstehend beschrieben vor, um Treiber zu dem Miniassistenten von "Sysprep" hinzuzufügen.

Hinweis: Sie benötigen mindestens die Version 1.1 von "Sysprep", um dem Sysprep-Abbild, das Sie zum Starten des Computers verwenden, OEM-Massenspeichertreiber hinzuzufügen. Für das Dienstprogramm "Sysprep" und die darin enthaltenen Bereitstellungsprogramme wurde bereits eine Vielzahl von Aktualisierungen veröffentlicht. Wir empfehlen daher, die neusten Versionen des Dienstprogramms "Sysprep" und der Bereitstellungsprogramme zu verwenden, die für das Betriebssystem entwickelt wurden, das Sie bereitstellen möchten. Besuchen Sie folgende Website von Microsoft, um das Dienstprogramm "Sysprep" und die dazu gehörende Dokumentation herunterzuladen:
http://www.microsoft.com/windows2000/downloads/servicepacks/sp4/dpde.mspx
  1. Erstellen Sie im Stammverzeichnis des Datenträgers, auf dem sich der Ordner "%WinDir%" befindet, wie folgt eine Ordnerstruktur, in der die OEM-Treiber gespeichert werden:

    \Drivers
    - - \network adapter
    - - \VIDEO
    \Sysprep
    \WINNT
  2. Kopieren Sie die OEM-Treiber in die entsprechenden Unterordner.
  3. Fügen Sie den Eintrag "OemPnPDriversPath = Driver_Paths" zu dem Abschnitt [Unattended] der Datei "Sysprep.inf" hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese (wie in dem folgenden Beispiel) durch ein Semikolon (;) voneinander trennen:
    [Unattended]
    OemPnPDriversPath = "Drivers\network adapter;Drivers\Video"
    					
    Hinweis: Die Umgebungsvariable "%SystemDrive%" wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.
Wenn Sie nicht möchten, dass die OEM-Treiber nach der abgeschlossenen Ausführung des Miniassistenten auf dem Datenträger verbleiben, können Sie die im vorherigen Schritt erstellte Ordnerstruktur unter dem Ordner "Sysprep" platzieren. Hierzu müssen Sie den Schlüssel "OemPnPDriversPath =" entsprechend anpassen. Der Ordner "Sysprep" wird nach dem Abschluss des Setupprogramms zusammen mit allen seinen Unterordnern automatisch entfernt.

Speichern Sie die Datei "Sysprep.inf" im Ordner "Sysprep", und führen Sie dann "Sysprep.exe" aus. Plug & Play-Geräte werden im Rahmen der Ausführung des Miniassistenten automatisch auf den Zielcomputern installiert. (Zu diesen Dateien zählen auch jene, die durch Verwendung der INF-Dateien für die OEM-Treiber gefunden werden.)

Hinweis: Sie müssen die Befehlszeilenoption -pnp nur dann verwenden, wenn sich auf den Zielcomputern ältere Geräte (ISA-Geräte) befinden. Wenn Sie die Befehlszeilenoption -pnp verwenden, erfolgt eine vollständige Plug & Play-Neuauflistung aller Geräte, was die Ausführung des Sysprep-Miniassistenten um ca. 5 - 10 Minuten verlängert. Wenn Sie unter Verwendung der Sysprep-Version 1.1 oder einer späteren Version zusätzliche Controller für Massenspeichergeräte angeben, kann die Befehlszeilenoption -pnp außerdem zur Folge haben, dass im Geräte-Manager weitere Festplattencontroller aufgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
253340 Wenn Sie Using Sysprep Version 1.1 haben, werden in Gerätemanager non-present SCSI-Geräte angezeigt
216937 Verwendung von Systemvorbereitungsprogramm und Antwortdateien
Hinweis: Wenn die OEM-Treiber nicht digital signiert sind, verschiebt der Miniassistent die Installation des jeweiligen Geräts, bis sich ein Administrator bei dem Computer anmeldet. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zu der serverseitigen Installation durch den Miniassistenten um eine clientseitige Installation.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256204 Treiber Eintrag Nicht installiert, ohne während Sysprep Mini-Wizard signierte nicht "- PnP" Schalter

RIS-Installationen

Grundsätzlich sind für das Hinzufügen von OEM Plug & Play-Treibern zu RIS-Installationen die gleichen Schritte erforderlich, die bereits im Abschnitt "Unbeaufsichtigte Installation" beschrieben wurden. Es gibt jedoch zwei kleine Änderungen:
  1. Platzieren Sie den Ordner "$oem$" auf derselben Ebene wie den Ordner "\I386" des RIS-Abbilds. Verwenden Sie zum Beispiel die folgende Ordnerstruktur:
    RemoteInstall\Setup\%language\Images\%dir_name%\i386
    RemoteInstall\Setup\%language\Images\%dir_name%\$oem$\$1\Drivers            
                                                            \network adapter
                                                            \MODEM
                                                            \VIDEO
    					
  2. Modifizieren Sie die Standardvorlage des RIS-Abbilds (Ristndrd.sif). Ändern Sie im Abschnitt [Unattended] den Wert "OemPreinstall = key" von No zu Yes, und fügen Sie anschließend die Einträge für "OemPnPDriversPath = Driver_Path" hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese (wie in dem folgenden Beispiel) durch ein Semikolon (;) voneinander trennen:
    [Unattended]
    OemPreinstall = Yes
    OemPnPDriversPath = "Drivers\network adapter;Drivers\Modem;Drivers\Video"
    					
    Hinweis: Die Umgebungsvariable "%SystemDrive%" wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.

    Hinweis: Wenn einer der OEM-Treiber für einen Netzwerkadapter vorgesehen ist, muss dem RIS-Server die entsprechende Datei zur Verfügung stehen, wenn in der Textmodus-Installation neu gestartet wird. Weitere Informationen zu diesem Prozess finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    246184 Hinzufügen von Netzwerkkarten zu RIS-Installationen
  3. Wenn Sie die zusätzlichen Treiber für Netzwerkadapter oder Massenspeichergeräte wie im Knowledge Base-Artikel 246184 beschrieben in den Ordner "\i386" kopieren, beenden Sie den Dienst "BINL" auf dem RIS-Server, und starten Sie ihn dann neu. Geben Sie in die Eingabeaufforderung die folgenden Befehle ein, und drücken Sie nach jeder Zeile die [EINGABETASTE], um den Dienst "BINL" zu beenden und neu zu starten:
    • net stop "boot information negotiation layer"
    • net start "boot information negotiation layer"

Riprep-Abbilder

"Riprep" und "Sysprep" weisen in Bezug auf ihre Funktionalität große Ähnlichkeiten auf. Beim Hinzufügen von OEM-Plug & Play-Treibern zu Computern, von denen Abbilder erstellt werden, sind daher ähnliche Schritte auszuführen wie bei Verwendung von "Sysprep". Führen Sie folgende Schritte durch, bevor Sie "Riprep" für den Abbildcomputer ausführen, um eine Kopie auf dem RIS-Server zu erstellen:
  1. Erstellen Sie einen Ordner mit dem Namen "Sysprep" im Ordner "%Systemlaufwerk%". (Dies ist höchstwahrscheinlich Laufwerk "C" weil "Riprep.exe" nur einen Datenträger oder eine Partition kopieren kann.)
  2. Erstellen Sie im Stammordner desselben Datenträgers wie folgt eine Ordnerstruktur, in der die OEM-Treiber gespeichert werden:
    \Drivers
    - - \network adapter
    - - \VIDEO
    \Sysprep
    \WINNT
  3. Kopieren Sie die OEM-Treiber in die entsprechenden Unterordner.
  4. Erstellen Sie im Ordner "Sysprep" eine Datei "Sysprep.inf", und fügen Sie dann die Einträge [Unattended] und OemPnPDriversPath = Driver_Path hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese durch ein Semikolon (;) voneinander trennen. Beispiel:
    [Unattended]
    OemPnPDriversPath = "Drivers\network adapter;Drivers\Video"
    Hinweis: Die Umgebungsvariable %SystemDrive% wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.

    Hinweis: Wenn das Gerät vom Betriebssystem bereits als ein bekanntes oder unbekanntes Gerät erkannt wurde, müssen Sie das Gerät vor dem Ausführen von "Sysprep" im Geräte-Manager entfernen, da sonst die aktualisierten Treiber beim Starten während der Miniinstallation nicht installiert werden.
  5. Führen Sie das Programm "Riprep.exe" aus dem Ordner \"\\RisServer\Reminst\Admin\I386" auf dem Clientcomputer aus, um das Abbild auf den ausgewählten RIS-Server zu kopieren. "Riprep" sucht im Ordner "Sysprep" nach einer Datei "Sysprep.inf", liest den Schlüssel "OemPnPDriversPath=", und aktualisiert dann den folgenden Registrierungsunterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Devicepath
    Dann kopiert "Riprep" die Registrierung auf den Server, sodass sie während der Ausführung des Miniinstallationsassistenten verwendet werden kann.

    Hinweis: Der in den vorangegangenen Schritten erstellte Eintrag in der Datei "Sysprep.inf" hat keine Auswirkungen auf die während dieses Prozesses standardmäßig erstellte Datei "Riprep.sif".

    Hinweis: Wenn einer der OEM-Treiber für den primären Netzwerkadapter vorgesehen ist, muss dem RIS-Server auch diese Datei von einem standardmäßigen flachen RIS-Abbild zur Verfügung stehen, bevor das Riprep-Abbild heruntergeladen wird. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie auch die im Abschnitt "RIS-Installationen" beschriebene Prozedur oder die im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base beschriebene Prozedur durchführen:

    246184 Hinzufügen von Netzwerkkarten zu RIS-Installationen
    Wenn das Abbild bereits erstellt wurde und Sie die von OEM-Herstellern gelieferten Plug & Play-Treiber hinzufügen möchten, empfehlen wir, das Abbild mit "RIS" auf einen Computer herunterzuladen, die Schritte aus dem vorstehenden Abschnitt "Riprep-Abbilder" auszuführen, und das Abbild dann mit "Riprep" wieder auf den RIS-Server zu übertragen.

    Hinweis: Ein Nebeneffekt dieser Methode besteht darin, dass die Treiberpfade zweifach in den Schlüssel "Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DevicePath" eingegeben werden.

    Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    258862 Riprep.exe fügt der Registrierung doppelte Pfade hinzu

Vorhandene Windows-Installationen

Sie müssen bei den jeweiligen Windows-Computern, die OEM-Treiber benötigen, möglicherweise neue Hardwaregeräte hinzufügen. Sie müssen für diesen Prozess zwar das neue Gerät installieren, dies empfiehlt sich jedoch, wenn Sie die OEM-Treiber auf kontrollierte Art und Weise verteilen oder zentral auf einem Server platzieren möchten. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Entscheiden Sie, ob Sie die Treiber lokal kopieren oder auf einem zentralen Distributionsserver speichern möchten. Wenn Sie die Treiber lokal auf der Festplatte des Computers speichern möchten, müssen Sie über eine Methode verfügen, mit der Sie die Treiber auf den Computer kopieren können. (Zum Beispiel Anmeldeskripts, Stapelverarbeitungsaufträge im Microsoft Systems Management Server oder andere Methoden).
  2. Nachdem die Distributionsmethode festgelegt ist, müssen Sie den Pfad für die Gerätetreiber ermitteln. Wenn Sie die Treiber lokal kopieren möchten, könnte der Pfad "C:\Treiber\Netzwerkadapter" lauten. Wenn Sie die Treiber zentral auf einen Server kopieren möchten, könnte der Pfad "\\Servername\Treiber\Netzwerkadapter" lauten (wobei Treiber für einen freigegebenen Ordner steht).
  3. Der Schlüssel "DevicePath" in der Registrierung des lokalen Computers muss aktualisiert werden, um die neuen Speicherorte der OEM-Treiber zu berücksichtigen. Sie benötigen eine automatisierte Methode, um eine Remoteaktualisierung des Registrierungsschlüssels durchzuführen. Sie können hierzu "Regedit"-Dateien zusammen mit den Anmeldeskripts oder einem SMS-Stapelverarbeitungsauftrag verwenden. Der Standardwert befindet sich im folgenden Registrierungsschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf
  4. Bearbeiten Sie mithilfe von "Regedt32.exe" den Schlüssel "DevicePath" so, dass der Pfad zu den Treibern im Suchpfad enthalten ist.

    Warnung: Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung mithilfe des Registrierungs-Editors oder einer anderen Methode können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Diese Probleme können eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungs-Editor auf eigene Verantwortung.
    Wenn die Treiber zum Beispiel lokal in den Stammordner des Laufwerks kopiert werden, auf dem sich der Ordner "%WinDir%" befindet (Treiber\Netzwerkadapter), sollte der endgültige Wert für "DevicePath" wie folgt lauten:
    DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf;%SystemRoot%\Drivers\network adapter
    Wenn die Treiber auf einem zentralen Server oder Distributionspunkt gespeichert werden, müssen Sie den UNC-Pfad zu den OEM-Treibern hinzufügen. Beispiel:
    DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf;\\Servername\Freigabename\Treiber\Netzwerkadapter
    Hinweis: %SystemRoot% wird nicht automatisch angehängt, da die Werte durch den Setup-Prozess nicht hinzugefügt werden. Sie müssen den Wert %SystemRoot% beim Bearbeiten der Registrierung manuell eingeben.
Wenn nach der Durchführung dieser Schritte neue Hardware installiert wird und sich anschließend ein Benutzer anmeldet, findet Plug & Play die neue Hardware und durchsucht dann die von Ihnen angegebenen Gerätepfade, um die OEM-Treiber zu finden. Beachten Sie, dass alle Regeln, die für signierte/unsignierte Treiber gelten, auch auf Geräte angewendet werden, die nach der Ausführung von Setup installiert werden. Wenn die OEM-Treiber für das neue Gerät nicht digital signiert sind und sich ein Nicht-Administrator nach der Installation der neuen Hardware bei dem Computer anmeldet, kann dieser Benutzer die Installation des Geräts erst abschließen, wenn sich ein Administrator bei dem Computer angemeldet hat. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
219435 Berechtigungen zum Laden und Entfernen von Gerätetreibern für Benutzer ohne Administratorrechte


Hinweis: Wenn das Gerät vom Betriebssystem bereits als ein bekanntes oder unbekanntes Gerät erkannt wurde, müssen Sie das Gerät vor dem Ausführen von "Sysprep" im Geräte-Manager entfernen, da sonst die aktualisierten Treiber beim Starten während der Miniinstallation nicht installiert werden.

Für Windows Server 2003

Unbeaufsichtigte Installation

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Treiber zu einer unbeaufsichtigten Installation hinzuzufügen: Wenn die OEM-Treiber nicht digital signiert sind, wird während der Ausführung von Setup eine entsprechende Meldung zu den Treibern angezeigt. Weitere Informationen dazu, wie Sie diese Meldung deaktivieren können, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
236029 Treibersignierungs-Richtlinie für unbeaufsichtigte Installation
  1. Erstellen Sie Ihre Distributionsfreigabe auf einem Server, indem Sie den Inhalt des Ordners "I386" von der Windows-Installations-CD kopieren. Sie können diese Freigabe und Ihre Datei "Unattended.txt" mithilfe von "Setupmgr.exe" erstellen. Das Programm "Setupmgr.exe" ist auf der Windows- oder Service Pack-CD-ROM im Ordner "Support\Tools" in der Datei "Deploy.cab" enthalten (zusammen mit den Hilfedateien "deploy.chm" and "ref.chm", die Informationen zu einer unbeaufsichtigten Installation von Windows enthalten). Sie können die neuesten Dateien aber auch von der Microsoft-Website herunterladen.
  2. Erstellen Sie im Ordner "I386" einen Ordner "$oem$\$1\Drivers". Sie können auch, abhängig von der Hardware, die Sie installieren möchten (zum Beispiel Netzwerkadapter-, Modem- oder Grafikkartentreiber), weitere Ordner im Unterordner "Drivers" erstellen. Der Ordner $1 wird in %SystemDrive% aufgelöst. Während der Textmodus-Installation werden diese Ordner und Dateien in die Ordner unter "%SystemDrive%\Drivers" kopiert. Beispiel:
    \i386
    \$oem$
    - - \$1
    - - - \Drivers
    - - - - - \network adapter
    - - - - - \MODEM
    - - - - - \VIDEO
  3. Kopieren Sie alle OEM-Treiberdateien für das Gerät in die im vorherigen Schritt erstellten Ordner.
  4. Fügen Sie den Eintrag OemPnPDriversPath = Driver_Paths zu dem Abschnitt [Unattended] der Setup-Antwortdatei hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese durch ein Semikolon (;) voneinander trennen. Beispiel:
    [Unattended]
    OemPnPDriversPath = Drivers\network adapter;Drivers\Modem;Drivers\Video
    UpdateInstalledDrivers = Yes | No
    						
    Hinweis: Die Umgebungsvariable "%SystemDrive%" wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.
  5. Speichern Sie die Antwortdatei.
Wenn das System während der GUI-Modus-Installation die INF-Dateien nach Plug & Play-Kennungen durchsucht, sucht es auch unter den Pfaden, die im Eintrag "OemPnPDriversPath" aufgeführt sind, sowie unter dem Standardpfad WinDir%\Inf. Der Pfad %WinDir%\Inf steht zwar an erster Stelle der Suchreihenfolge, wenn Sie jedoch ein Gerät installieren, das von mehr als einer INF-Datei unterstützt wird (Windows enthält möglicherweise einen Treiber mit generischer Funktionalität), durchsucht Setup danach auch alle Pfade, die im Eintrag "OemPnPDriversPath" angegeben sind. Dabei werden zwar eventuell mehrere Entsprechungen gefunden, Plug & Play verwendet jedoch die INF-Datei, die am besten passt, und installiert dann den zugehörigen Gerätetreiber, um das Gerät zu unterstützen.

Sysprep-Installation

Die Schritte zum Hinzufügen von OEM-Treibern zu einer Windows-Sysprep-Installation ähneln denen, die im vorstehenden Abschnitt "Unbeaufsichtigte Installation" beschrieben werden, abgesehen davon, dass Sie keine Distributionsfreigabe erstellen müssen. Gehen Sie wie nachstehend beschrieben vor, um Treiber zu dem Miniassistenten von "Sysprep" hinzuzufügen.

Hinweis: Wir empfehlen, die neueste Version von "Sysprep" zu verwenden, die für Ihr Betriebssystem erhältlich ist. Besuchen Sie folgende Website von Microsoft, um das Dienstprogramm "Sysprep" und die dazu gehörende Dokumentation herunterzuladen:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=A34EDCF2-EBFD-4F99-BBC4-E93154C332D6
  1. Erstellen Sie im Stammverzeichnis des Datenträgers, auf dem sich der Ordner "%WinDir%" befindet, eine Ordnerstruktur, in der die OEM-Treiber gespeichert werden. Beispiel:

    \Drivers
    - - \network adapter
    - - \VIDEO
    \Sysprep
    \WINNT
  2. Kopieren Sie die OEM-Treiber in die entsprechenden Unterordner.
  3. Fügen Sie den Eintrag "OemPnPDriversPath = Driver_Paths" zum Abschnitt [Unattended] der Datei "Sysprep.inf" hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese durch ein Semikolon (;) voneinander trennen. Beispiel:
    [Unattended]
    OemPnPDriversPath = Drivers\network adapter;Drivers\Video
    UpdateInstalledDrivers = Yes | No
    					
    Hinweis: Die Umgebungsvariable "%SystemDrive%" wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.
Wenn Sie nicht möchten, dass die OEM-Treiber nach dem abgeschlossenen Miniassistenten auf dem Datenträger verbleiben, können Sie die im vorherigen Schritt erstellte Ordnerstruktur unter dem Ordner "Sysprep" platzieren. Sie müssen den Schlüssel "OemPnPDriversPath =" entsprechend anpassen. Der Ordner "Sysprep" wird nach dem Abschluss des Setupprogramms zusammen mit allen seinen Unterordnern automatisch entfernt.

Speichern Sie die Datei "Sysprep.inf" im Ordner "Sysprep", und führen Sie dann "Sysprep.exe" aus. Alle Plug & Play-Geräte (einschließlich derer, die durch Verwendung der INF-Dateien für die OEM-Treiber gefunden werden) werden im Rahmen der Installation durch den Miniassistenten automatisch auf den Zielcomputern installiert. Beachten Sie, dass Sie die Befehlszeilenoption -pnp nur dann verwenden müssen, wenn sich auf den Zielcomputern ältere Geräte (ISA-Geräte) befinden. Wenn Sie die Befehlszeilenoption -pnp verwenden, erfolgt eine vollständige Plug & Play-Neuauflistung aller Geräte, was die Ausführung des Sysprep-Miniassistenten um ca. 5 - 10 Minuten verlängert. Wenn Sie zusätzliche Controller für Massenspeichergeräte angeben, kann die Befehlszeilenoption -pnp außerdem zur Folge haben, dass im Geräte-Manager weitere Festplattencontroller aufgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
892778 Aktualisiertes Systemvorbereitungsprogramm für Windows Server 2003 Service Pack 1
Hinweis: Wenn die OEM-Treiber nicht digital signiert sind, verschiebt der Miniassistent die Installation des jeweiligen Geräts, bis sich ein Administrator bei dem Computer anmeldet. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zu der serverseitigen Installation durch den Miniassistenten um eine clientseitige Installation.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256204 Treiber Eintrag Nicht installiert, ohne während Sysprep Mini-Wizard signierte nicht "- PnP" Schalter

RIS-Installationen

Grundsätzlich sind für das Hinzufügen von OEM Plug & Play-Treibern zu RIS-Installationen die gleichen Schritte erforderlich, die bereits im Abschnitt "Unbeaufsichtigte Installation" beschrieben wurden. Es gibt jedoch zwei kleine Änderungen:
  1. Platzieren Sie den Ordner "$oem$" auf derselben Ebene wie den Ordner "\I386" des RIS-Abbilds. Verwenden Sie zum Beispiel die folgende Struktur:
    RemoteInstall\Setup\%language\Images\%dir_name%\i386
    RemoteInstall\Setup\%language\Images\%dir_name%\$oem$\$1\Drivers            
                                                            \network adapter
                                                            \MODEM
                                                            \VIDEO
    					
  2. Modifizieren Sie die Standardvorlage des RIS-Abbilds (Ristndrd.sif). Ändern Sie im Abschnitt [Unattended] den Wert "OemPreinstall = key" von No zu Yes, und fügen Sie anschließend die Einträge für "OemPnPDriversPath = Driver_Path" hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese (wie in dem folgenden Beispiel) durch ein Semikolon (;) voneinander trennen:
    [Unattended]
    OemPreinstall = Yes
    OemPnPDriversPath = "Drivers\network adapter;Drivers\Modem;Drivers\Video"
    UpdateInstalledDrivers = Yes | No
    					
    Hinweis: Die Umgebungsvariable "%SystemDrive%" wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.

    Hinweis: Wenn einer der OEM-Treiber für einen Netzwerkadaprter vorgesehen ist, muss dem RIS-Server die entsprechende Datei zur Verfügung stehen, wenn in der Textmodus-Installation neu gestartet wird. Weitere Informationen zu diesem Prozess finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    246184 Hinzufügen von Netzwerkkarten zu RIS-Installationen
  3. Wenn Sie die zusätzlichen Treiber für Netzwerkadapter oder Massenspeichergeräte wie im Knowledge Base-Artikel 246184 beschrieben in den Ordner "\i386" kopieren, beenden Sie den Dienst "BINL" auf dem RIS-Server, und starten Sie ihn dann neu. Geben Sie in die Eingabeaufforderung die folgenden Befehle ein, und drücken Sie nach jeder Zeile die [EINGABETASTE], um den Dienst "BINL" zu beenden und neu zu starten:
    • net stop "boot information negotiation layer"
    • net start "boot information negotiation layer"

Riprep-Abbilder

"Riprep" und "Sysprep" weisen in Bezug auf ihre Funktionalität große Ähnlichkeiten auf. Beim Hinzufügen von OEM-Plug & Play-Treibern zu Computern, von denen Abbilder erstellt werden, sind daher ähnliche Schritte auszuführen wie bei Verwendung von "Sysprep". Führen Sie folgende Schritte durch, bevor Sie "Riprep" für den Abbildcomputer ausführen, um eine Kopie auf dem RIS-Server zu erstellen:
  1. Erstellen Sie einen Ordner mit dem Namen "Sysprep" im Ordner "%Systemlaufwerk%". (Dies ist höchstwahrscheinlich Laufwerk "C" weil "Riprep.exe" nur einen Datenträger oder eine Partition kopieren kann.)
  2. Erstellen Sie im Stammordner desselben Datenträgers wie folgt eine Ordnerstruktur, in der die OEM-Treiber gespeichert werden:
    \Drivers
    - - \network adapter
    - - \VIDEO
    \Sysprep
    \WINNT
  3. Kopieren Sie die OEM-Treiber in die entsprechenden Unterordner.
  4. Erstellen Sie eine Datei "Sysprep.inf" im Ordner "Sysprep" und fügen Sie dann die Einträge [Unattended] und "OemPnPDriversPath = Driver_Path" hinzu. Sie können in diesem Schlüssel auch mehrere Pfade definieren, indem Sie diese (wie in dem folgenden Beispiel) durch ein Semikolon (;) voneinander trennen:
    [Unattended]
    OemPnPDriversPath = Drivers\network adapter;Drivers\Video
    UpdateInstalledDrivers = Yes | No
    Hinweis: Die Umgebungsvariable %SystemDrive% wird automatisch vor jedem der aufgelisteten Suchpfade eingefügt.

    Hinweis: Wenn das Gerät vom Betriebssystem bereits als ein bekanntes oder unbekanntes Gerät erkannt wurde, müssen Sie das Gerät vor dem Ausführen von "Sysprep" im Geräte-Manager entfernen, da sonst die aktualisierten Treiber beim Starten während der Miniinstallation nicht installiert werden.
  5. Führen Sie das Programm "Riprep.exe" aus dem Ordner \"\\RisServer\Reminst\Admin\I386" auf dem Clientcomputer aus, um das Abbild auf den ausgewählten RIS-Server zu kopieren. "Riprep" sucht im Ordner "Sysprep" nach einer Datei "Sysprep.inf", liest den Schlüssel "OemPnPDriversPath=", und aktualisiert dann den folgenden Registrierungsunterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Devicepath
    Dann kopiert "Riprep" die Registrierung auf den Server, sodass sie während der Ausführung des Miniinstallationsassistenten verwendet werden kann.

    Hinweis: Der in den vorangegangenen Schritten erstellte Eintrag in der Datei "Sysprep.inf" hat keine Auswirkungen auf die während dieses Prozesses standardmäßig erstellte Datei "Riprep.sif".

Vorhandene Windows-Installationen

Sie müssen bei den jeweiligen Windows-Computern, die OEM-Treiber benötigen, möglicherweise neue Hardwaregeräte hinzufügen. Sie müssen für diesen Prozess zwar das neue Gerät installieren, dies empfiehlt sich jedoch, wenn Sie die OEM-Treiber auf kontrollierte Art und Weise verteilen oder zentral auf einem Server platzieren möchten. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
  1. Entscheiden Sie, ob Sie die Treiber lokal kopieren oder auf einem zentralen Distributionsserver speichern möchten. Wenn Sie die Treiber lokal auf der Festplatte des Computers speichern möchten, müssen Sie über eine Methode verfügen, mit der Sie die Treiber auf den Computer kopieren können. (Zum Beispiel Anmeldeskripts, Stapelverarbeitungsaufträge im Microsoft Systems Management Server oder andere Methoden).
  2. Nachdem die Distributionsmethode festgelegt ist, müssen Sie den Pfad für die Gerätetreiber ermitteln. Wenn Sie die Treiber lokal kopieren möchten, könnte der Pfad "C:\Treiber\Netzwerkadapter" lauten. Wenn Sie die Treiber auf einen zentralen Server kopieren möchten, könnte der Pfad \\Servername\Treiber\Netzwerkadapter" lauten (wobei Treiber für einen freigegebenen Ordner steht).
  3. Der Schlüssel "DevicePath" in der Registrierung des lokalen Computers muss aktualisiert werden, um die neuen Speicherorte der OEM-Treiber zu berücksichtigen. Sie benötigen eine automatisierte Methode, um eine Remoteaktualisierung des Registrierungsschlüssels durchzuführen. Sie können hierzu "Regedit"-Dateien zusammen mit den Anmeldeskripts oder einem SMS-Stapelverarbeitungsauftrag verwenden. Der Standardwert befindet sich im folgenden Registrierungsunterschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf
  4. Bearbeiten Sie mithilfe von "Regedit.exe" den Schlüssel "DevicePath" so, dass der Pfad zu den Treibern im Suchpfad enthalten ist.

    Warnung: Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung mithilfe des Registrierungs-Editors oder einer anderen Methode können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Diese Probleme können eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungs-Editors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungs-Editor auf eigene Verantwortung.
    Wenn die Treiber zum Beispiel lokal in den Stammordner des Laufwerks kopiert werden, auf dem sich der Ordner "%WinDir%" befindet (Treiber\Netzwerkadapter), sollte der endgültige Wert für "DevicePath" wie folgt lauten:
    DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf;%SystemRoot%\Drivers\network adapter
    Wenn die Treiber auf einem zentralen Server oder Distributionspunkt gespeichert werden, müssen Sie den UNC-Pfad zu den OEM-Treibern hinzufügen. Beispiel:
    DevicePath: REG_EXPAND_SZ:%SystemRoot%\Inf;\\Servername\Freigabename\Treiber\Netzwerkadapter
    Hinweis: %SystemRoot% wird nicht automatisch angehängt, da die Werte durch den Setup-Prozess nicht hinzugefügt werden. Sie müssen den Wert %SystemRoot% beim Bearbeiten der Registrierung manuell eingeben.
Nehmen Sie an, dass Sie die vorstehend beschriebenen Schritte ausgeführt haben und dass neue Hardware installiert wurde. Wenn sich ein Benutzer anmeldet, findet Plug & Play die neue Hardware und durchsucht dann die von Ihnen angegebenen Gerätepfade, um die OEM-Treiber zu finden. Beachten Sie, dass alle Regeln, die für signierte und unsignierte Treiber gelten, auch auf Geräte angewendet werden, die nach der Ausführung von Setup installiert werden. Wenn die OEM-Treiber für das neue Gerät nicht digital signiert sind und sich ein Nicht-Administrator nach der Installation der neuen Hardware bei dem Computer anmeldet, kann dieser Benutzer die Installation des Geräts erst abschließen, wenn sich ein Administrator bei dem Computer angemeldet hat. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
219435 Berechtigungen zum Laden und Entfernen von Gerätetreibern für Benutzer ohne Administratorrechte

Hinweis: Wenn das Gerät vom Betriebssystem bereits als ein bekanntes oder unbekanntes Gerät erkannt wurde, müssen Sie das Gerät vor dem Ausführen von "Sysprep" im Geräte-Manager entfernen, da sonst die aktualisierten Treiber beim Starten während der Miniinstallation installiert werden.

Eigenschaften

Artikel-ID: 254078 - Geändert am: Montag, 19. März 2007 - Version: 5.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
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