Überblick über Optionen für Speicherabbilddateien in Windows Server 2003, Windows XP und Windows 2000

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Artikel-ID: 254649 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
254649 Overview of memory dump file options for Windows Server 2003, Windows XP, and Windows 2000
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Sie können Microsoft Windows Server 2003, Microsoft Windows XP und Microsoft Windows 2000 darauf konfigurieren, Debuginformationen in drei verschiedene Dateiformate (auch als "Speicherabbild"-Dateien bezeichnet) zu schreiben, wenn es infolge eines STOP-Fehlers (blauer Bildschirm, Systemabsturz oder Bug Check) zu einem unerwarteten Systemabbruch kommt. Sie können Windows auch darauf konfigurieren, keine Debuginformationen in eine Speicherabbilddatei zu schreiben. Windows kann jede der folgenden drei Typen von Speicherabbilddateien generieren:
  • Vollständiges Speicherabbild
  • Kernelspeicherabbild
  • Kleines Speicherabbild (64 KB)

Weitere Informationen

Vollständiges Speicherabbild

Ein vollständiges Speicherabbild zeichnet den gesamten Inhalt des Systemspeichers auf, wenn Ihr Computer unerwarteterweise nicht mehr reagiert. Wenn Sie die Option Vollständiges Speicherabbild auswählen, benötigen Sie eine Auslagerungsdatei auf dem Startvolume, deren Größe ausreicht, den gesamten physischen RAM zuzüglich ein MB aufzunehmen. Das vollständige Speicherabbild wird standardmäßig in die Datei "%SystemRoot%\Memory.dmp" geschrieben.

Wenn erneut ein Problem auftritt und ein weiteres vollständiges Speicherabbild (oder Kernelspeicherabbild) erstellt wird, wird die vorherige Datei überschrieben.

Hinweis: Die Option Vollständiges Speicherabbild ist auf Computern mit 32-Bit-Betriebssystemen und 2 Gigabyte (GB) RAM oder mehr nicht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
274598 Vollständige Speicherabbilder sind auf Computern, die über RAM 2 oder mehrerer Gigabyte verfügen, nicht verfügbar

Kernelspeicherabbild

Ein Kernelspeicherabbild bildet nur den Kernelspeicher ab. Dadurch wird der Prozess der Datenaufzeichnung in einem Protokoll beschleunigt, wenn Ihr Computer unerwarteterweise nicht mehr reagiert. Je nachdem, wie viel RAM auf Ihrem Computer vorhanden ist, müssen zwischen 150 MB und 2 GB Auslagerungsdateispeicher verfügbar sein, abhängig von der Serverlast und der Größe des physischen RAM, der für den Auslagerungsdateispeicher auf dem Startvolume verfügbar ist.

Diese Abbilddatei enthält keinen nicht zugewiesenen Speicher oder Speicher, der Benutzermodusprogrammen zugewiesen wurde. Sie enthält nur Speicher, der dem Windows 2000-Kernel, der Windows 2000-Hardwareabstraktionsschicht (HAL), Kernelmodustreibern oder weiteren Kernelmodusprogrammen zugewiesen wurde. In den meisten Fällen hat diese Speicherabbilddatei den größten Nutzen. Sie ist erheblich kleiner als das vollständige Speicherabbild, lässt aber nur die Speicherbereiche weg, die wahrscheinlich nichts mit dem Problem zu tun haben. Das Kernelspeicherabbild wird standardmäßig in die Datei "%SystemRoot%\Memory.dmp" geschrieben.

Wenn erneut ein Problem auftritt und ein weiteres Kernelspeicherabbild (oder ein vollständiges Speicherabbild) erstellt wird, wird die vorherige Datei überschrieben.

Kleines Speicherabbild

Ein kleines Speicherabbild zeichnet den kleinsten Satz nützlicher Informationen auf, der dazu beitragen kann, die Ursache zu ermitteln, warum Ihr Computer nicht mehr reagiert. Diese Option erfordert eine Auslagerungsdatei von mindestens 2 MB auf dem Startvolume und definiert, dass Windows 2000 und spätere Versionen bei jedem unerwarteten Systemabbruch eine neue Datei erstellen. Eine Verlaufsliste dieser Dateien wird in einem Ordner gespeichert.

Dieser Typ einer Speicherabbilddatei enthält folgende Informationen:
  • Die Stop-Meldung, deren Parameter und weitere Daten
  • Eine Liste der geladenen Treiber
  • Den Prozessorkontext (PRCB) für den Prozessor, der angehalten wurde
  • Die Prozessdaten und den Kernelkontext (EPROCESS) für den Prozess, der beendet wurde
  • Die Prozessdaten und den Kernelkontext (ETHREAD) für den Thread, der beendet wurde
  • Die Kernelmodus-Aufrufliste für den Thread, der beendet wurde
Dieser Abbilddateityp kann von Nutzen sein, wenn der Speicherplatz begrenzt ist. Allerdings können aufgrund der begrenzten Informationen in dieser Abbilddatei Fehler, die nicht direkt durch den zum Zeitpunkt des Problems ausgeführten Thread verursacht wurden, durch eine Analyse dieser Datei möglicherweise nicht identifiziert werden.

Wenn ein zweites Problem auftritt und ein weiteres kleines Speicherabbild erstellt wird, bleibt die vorherige Datei erhalten. Jede weitere Datei erhält einen speziellen Namen. Die Datei enthält in ihrem Dateinamen das codierte Datum. Beispielsweise ist "Mini022900-01.dmp" das erste am 29. Februar 2000 erstellte Speicherabbild. Eine Liste der Dateien mit kleinen Speicherabbildern wird im Ordner "%SystemRoot%\Minidump" abgelegt.

Konfigurieren des Abbildtyps

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Start- und Wiederherstellungsoptionen (einschließlich Abbildtyp) zu konfigurieren:

Hinweis: Da es verschiedene Microsoft Windows-Versionen gibt, können die folgenden Schritte auf Ihrem Computer anders aussehen. Lesen Sie in diesem Fall in Ihrer Produktdokumentation nach, wie diese Schritte auszuführen sind.
  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Einstellungen, und klicken Sie anschließend auf Systemsteuerung.
  2. Doppelklicken Sie auf System.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Erweitert auf Starten und Wiederherstellen.

Hilfsprogramme für die verschiedenen Abbildtypen

Sie können vollständige Speicherabbilder und Kernelspeicherabbilder mit Standard-Symboldebuggern wie I386kd.exe laden. "I386kd.exe" ist auf der Windows 2000-Support-CD-ROM enthalten.

Kleine Speicherabbilder können Sie mithilfe von "Dumpchk.exe" laden. "Dumpchk.exe" ist Bestandteil der Supporttools für Windows 2000 und Windows XP. Sie können mithilfe von "Dumpchk.exe" auch überprüfen, ob eine Speicherabbilddatei korrekt erstellt wurde. Weitere Informationen zur Verwendung von "Dumpchk.exe" in Windows XP finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
315271 Verwendung von "Dumpchk.exe" zur Überprüfung einer Speicherabbilddatei
Weitere Informationen zur Verwendung von "Dumpchk.exe" in Windows 2000 finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
156280 Verwendung von "Dumpchk.exe" zur Überprüfung einer Speicherabbilddatei
Weitere Informationen zu Windows-Debugprogrammen finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/whdc/devtools/debugging/default.mspx

Begriffsklärungen

  • Startdatenträger/Startvolume: Das Volume, das das Windows-Betriebssystem und seine Supportdateien enthält. Das Startvolume kann, muss jedoch nicht, mit dem Systemvolume identisch sein.
  • Systemdatenträger/Systemvolume: Das Volume, das die hardwarespezifischen Dateien enthält, die Sie zum Laden von Windows benötigen. Das Systemvolume kann, muss jedoch nicht, auch das Startvolume sein. Auf dem Systemvolume befinden sich zum Beispiel die Dateien "Boot.ini", "Ntdetect.com" und "Ntbootdd.sys".

Registrierungswerte zum Starten und Wiederherstellen

Die folgenden Registrierungswerte werden verwendet:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\CrashControl


CrashDumpEnabled REG_DWORD 0x0 = Kein Speicherabbild
CrashDumpEnabled REG_DWORD 0x1 = Vollständiges Speicherabbild
CrashDumpEnabled REG_DWORD 0x2 = Kernelspeicherabbild
CrashDumpEnabled REG_DWORD 0x3 = Kleines Speicherabbild (64KB)
Weitere Registrierungswerte für CrashControl:
0x0 = Deaktiviert
0x1 = Aktiviert

AutoReboot REG_DWORD 0x1
DumpFile REG_EXPAND_SZ %SystemRoot%\Memory.dmp
LogEvent REG_DWORD 0x1
MinidumpDir REG_EXPAND_SZ %SystemRoot%\Minidump
Overwrite REG_DWORD 0x1
SendAlert REG_DWORD 0x1

Testen, ob eine Abbilddatei erstellt werden kann

Weitere Informationen dazu, wie Sie Ihren Computer darauf konfigurieren, eine Abbilddatei zu Testzwecken zu erstellen, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
244139 Windows-Feature ermöglicht das Erzeugen einer Speicherabbilddatei mit der Tastatur

Standardoptionen für Abbildtypen

  • Windows 2000 Professional: Kleines Speicherabbild (64 KB)
  • Windows 2000 Server: Vollständiges Speicherabbild
  • Windows 2000 Advanced Server: Vollständiges Speicherabbild
  • Windows XP (Professional und Home Edition): Kleines Speicherabbild (64 KB)
  • Windows Server 2003 (Alle Versionen): Vollständiges Speicherabbild

Maximale Größe der Auslagerungsdatei

Für die Größe der Auslagerungsdatei gelten die folgenden Obergrenzen:
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
x86x64IA-64
Maximale Größe der Auslagerungsdatei4 Gigabyte16 Terabyte32 Terabyte
Maximale Anzahl der Auslagerungsdateien161616
Gesamtgröße der Auslagerungsdateien64 Gigabyte256 Terabyte512 Terabyte
Hinweis: Wenn die PAE-Option (Physical Address Extension) für einen x86-Prozessor aktiviert ist, können Sie die Größe der Auslagerungsdatei auf maximal 16 Terabyte (TB) setzen. Microsoft empfiehlt jedoch, die Größe der Auslagerungsdatei auf das 1,5-fache des installierten physischen Speichers zu setzen.

Technischer Support für x64-Versionen von Microsoft Windows

Ihr Hardwarehersteller bietet technischen Support und Unterstützung für x64-Versionen von Microsoft Windows. Da eine x64-Version von Windows zusammen mit Ihrer Hardware geliefert wurde, ist der Hersteller der Hardware für den technischen Support zuständig. Möglicherweise hat der Hersteller der Hardware die x64-Version von Windows durch einzelne Komponenten verändert. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Gerätetreiber oder optionale Einstellungen zur Leistungsoptimierung der Hardware. Wenn Sie technische Hilfe zu Ihrer x64-Version von Windows benötigen, bietet Microsoft in diesem Fall Unterstützung in angemessenem Rahmen. Sie müssen sich jedoch möglicherweise direkt an den Hersteller wenden. Der Hersteller kann Ihnen den besten Support für die von ihm auf der Hardware installierte Software bieten.

Produktinformationen zur Microsoft Windows XP Professional x64-Edition finden Sie auf der folgenden Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/windowsxp/64bit/default.mspx
Weitere Produktinformationen zu den x64-Versionen von Windows Server 2003 finden Sie auf folgender Microsoft-Website:
http://www.microsoft.com/windowsserver2003/64bit/x64/default.mspx

Eigenschaften

Artikel-ID: 254649 - Geändert am: Montag, 14. Januar 2008 - Version: 12.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition for Itanium-Based Systems
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition for Itanium-based Systems
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows XP Professional x64 Edition
  • Microsoft Windows XP for Itanium-based Systems Version 2003
  • Microsoft Windows XP Professional 64-Bit Edition (Itanium)
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Media Center Edition
  • Microsoft Windows XP Tablet PC Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
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