Artikel-ID: 263455 - Geändert am: Freitag, 1. Oktober 2004 - Version: 1.2 Antivirenprogramme können infizierte Dateien im Ordner "_Restore" nicht bereinigen
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 263455 (http://support.microsoft.com/kb/263455/EN-US/ ) Antivirus Tools Cannot Clean Infected Files in the _Restore Folder Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung. Auf dieser SeiteProblembeschreibung
Wenn Sie ein Antivirenprogramm ausführen, erhalten Sie eventuell einen Bericht, der anzeigt, dass eine oder mehrere Dateien in den Ordnern "_Restore\Temp" oder "_Restore\Archive" einen Virus enthalten oder mit einem Virus infiziert sind. Außerdem kann Ihr Antivirenprogramm melden, dass es nicht möglich ist, den Virus aus der Datei oder den Dateien zu entfernen.
Ursache
Dieses Verhalten ist darauf zurückzuführen, dass die Systemwiederherstellungsfunktion in Windows Millennium Edition (Me) alle Ordner und Dateien im Ordner "_Restore" auf der Windows Me-Systempartition schützt. Dieser Ordner und all seine Unterordner sind der Datenspeicher, den die Systemwiederherstellung dazu nutzt, das Betriebssystem Ihres Computers auf einen früheren Stand zurückzusetzen.
Zwar können manche Antivirenprogramme mit Dateien arbeiten, die komprimiert oder im .zip- oder .cab-Dateiformat gespeichert wurden, jedoch lässt die Systemwiederherstellungsfunktion nicht zu, dass diese Programme die Dateien im Datenspeicher ändern. Der Datenspeicher ist aus Gründen der Datenintegrität geschützt, und die Systemwiederherstellungsfunktion ist die einzige Möglichkeit, Zugriff auf den Datenspeicher zu erhalten. Deshalb kann das Antivirenprogramm den Virus nicht aus der Datei oder den Dateien im Datenspeicher entfernen. Die Dateien im Datenspeicher sind inaktiv und können nur von der Systemwiederherstellung verwendet werden. Lösung
Wenden Sie das geeignete Verfahren an, um dieses Problem zu umgehen:
Verwenden der FIFO-Funktion (First In First Out)Die FIFO-Routine löscht die ältesten Wiederherstellungspunkte, damit neuere, aktuellere Wiederherstellungspunkte im Datenspeicher hinzugefügt werden können. FIFO wird automatisch gestartet, wenn die Gesamtgröße der Dateien im Datenspeicher 90 Prozent der Maximalgröße des Datenspeichers erreicht. Die Systemwiederherstellung löscht zuerst die ältesten Dateien, bis die Dateien im Datenspeicher nicht mehr als 50 Prozent der Maximalgröße des Datenspeichers in Anspruch nehmen.Wenn die Maximalgröße des Datenspeichers z.B. 400 MB beträgt, sind 90 Prozent davon 360 MB, und 50 Prozent entsprechen 200 MB. Wenn die Größe des Datenspeichers beim Anzeigen der Eigenschaften des Ordners "_Restore" 200 MB beträgt, so sind dies 50 Prozent der Maximalgröße. Bei Änderung der Größe des Datenspeichers auf die Mindestgröße von 200 MB wird die FIFO-Routine aktiv, wenn Sie auf Übernehmen klicken. Hinweis: Wenn die Größe des Datenspeichers weniger als 90 Prozent (180 MB) des Mindestwertes (200 MB) beträgt, hat das Ändern der Größe keinen Einfluss auf die Löschung von Wiederherstellungspunkten. Bei diesem Szenario muss die Anwendung der in diesem Artikel beschriebenen Methoden gut überlegt sein. Über einen bestimten Zeitraum löscht der Datenspeicher Wiederherstellungspunkte auf FIFO-Basis, wenn seine Maximalgröße erreicht wird. Es gibt ein paar Szenarien, in denen FIFO dazu verwendet werden kann, ältere Wiederherstellungspunkte zu löschen, um neuere Wiederherstellungspunkte auf dem Computer zu behalten. FIFO-Methode 1Es sind keine Maßnahmen erforderlich, wenn das System bereinigt wurde und das Antivirenprogramm nur für den Datenspeicher verdächtige Dateien meldet. Bis alle infizierten Daten durch die FIFO-Routine gelöscht sind, kann das Antivirenprogramm weiterhin melden, dass es infizierte Dateien im Datenspeicher gibt, auf die es keinen Zugriff hat.FIFO-Methode 2Sie können das Löschen älterer Wiederherstellungspunkte durch die FIFO-Funktion auslösen, indem Sie die Größe des Datenspeichers ändern. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Größe des Datenspeichers über die Systemwiederherstellungsfunktion zu ändern:
Manuelles Bereinigen des DatenspeichersWenn Sie die infizierte Datei bzw. die infizierten Dateien vollständig und sofort aus dem Datenspeicher entfernen möchten, deaktivieren Sie die Systemwiederherstellungsfunktion und aktivieren Sie sie anschließend wieder.Warnung: Durch die folgende Vorgehensweise werden alle Wiederherstellungspunkte vollständig aus dem Datenspeicher entfernt. Verwenden Sie diese Methode nicht, wenn das Probleme zur Folge hat. Wenn Sie die Systemwiederherstellungsfunktion wieder aktivieren, erstellt sie einen neuen Wiederherstellungspunkt und nimmt die Überwachung Ihres Computers wieder auf.
Status
Es handelt sich hierbei um ein beabsichtigtes Verhalten.
Weitere Informationen
Der Ordner "_Restore" ist standardmäßig geschützt und verhindert, dass Programme die Dateien in diesem Ordner verwenden oder ändern. Die Dateien im Datenspeicher sind inaktiv und werden ausschließlich von der Systemwiederherstellung genutzt.
Die Systemwiederherstellungsfunktion ist nicht darauf ausgelegt, Virusinfektionen oder Virusaktivitäten zu erkennen oder danach zu suchen. Die meisten Viren greifen Dateien mit Erweiterungen wie z.B. .exe oder .com an. Diese Dateitypen werden von der Systemwiederherstellung überwacht. Hinweis: Wenn Sie Ihren Computer auf einen älteren Stand zurücksetzen, an dem Sie kein Antivirenprogramm installiert hatten, müssen Sie ein Antivirenprogramm installieren und alle Dateien bereinigen, die wiederherstellt wurden und infiziert sind.
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