Verbindungsprobleme und Fehlermeldungen in Outlook für ein Postfach auf einem Server mit Exchange Server 2010

SPRACHE AUSWÄHLEN SPRACHE AUSWÄHLEN
Artikel-ID: 2735060 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Alles erweitern | Alles schließen

Auf dieser Seite

Problembeschreibung

Wenn Sie Microsoft Office Outlook unter Verwendung eines Profils starten, das ein Postfach auf einem Server mit Microsoft Exchange Server 2010 enthält, werden u. U. die folgenden Fehlermeldungen angezeigt:

Fehlermeldung 1
Microsoft Office Outlook kann nicht gestartet werden. Das Outlook-Fenster kann nicht geöffnet werden. Die Ordnermenge konnte nicht geöffnet werden.

Fehlermeldung 2
Ihre Standard-E-Mail-Ordner können nicht geöffnet werden. Der Microsoft Exchange Server-Computer steht nicht zur Verfügung. Das Netzwerk antwortet nicht, oder der Server wurde für Wartungsarbeiten heruntergefahren.

Fehlermeldung 3
Die Verbindung mit dem Microsoft Exchange Server ist nicht verfügbar. Outlook muss im Onlinemodus oder verbunden sein, um diesen Vorgang auszuführen.

Fehlermeldung 4
Ihre Standard-E-Mail-Ordner können nicht geöffnet werden. Der Informationsspeicher konnte nicht geöffnet werden.

Fehlermeldung 5
Outlook konnte sich nicht anmelden. Überprüfen Sie Ihre Netzwerkverbindung sowie den Server- und Postfachnamen. Die Verbindung mit dem Microsoft Exchange Server ist nicht verfügbar. Outlook muss im Onlinemodus oder verbunden sein, um diesen Vorgang auszuführen.

Wenn Sie ein Profil im zwischengespeicherten Modus verwenden, zeigt Outlook keinen Fehler an. Stattdessen wird Outlook gestartet, ohne dass eine Verbindung hergestellt wird. (In der rechten unteren Ecke des Outlook-Fensters wird Getrennt angezeigt, der folgende Screenshot zeigt diesen Zustand).

Bild minimierenBild vergrößern
Der Screenshot der rechten unteren Ecke des Outlook-Fensters


Wenn Sie versuchen, ein neues Outlook-Profil für ein Postfach auf einem Server mit Exchange Server 2010 zu erstellen, werden u. U. die folgenden Fehlermeldungen angezeigt:

Fehlermeldung 1
Die Aktion konnte nicht abgeschlossen werden. Die Verbindung mit dem Microsoft Exchange Server ist nicht verfügbar. Outlook muss im Onlinemodus oder verbunden sein, um diesen Vorgang auszuführen.

Fehlermeldung 2
Der Name kann nicht aufgelöst werden. Die Verbindung mit dem Microsoft Exchange Server ist nicht verfügbar. Outlook muss im Onlinemodus oder verbunden sein, um diesen Vorgang auszuführen.

Fehlermeldung 3
Outlook konnte sich nicht anmelden. Überprüfen Sie Ihre Netzwerkverbindung sowie den Server- und Postfachnamen. Die Verbindung mit dem Microsoft Exchange Server ist nicht verfügbar. Outlook muss im Onlinemodus oder verbunden sein, um diesen Vorgang auszuführen.

Fehlermeldung 4
Der Name kann nicht aufgelöst werden. Die Aktion konnte nicht abgeschlossen werden.

Fehlermeldung 5
Der Server- oder Postfachname konnte nicht aufgelöst werden.

Ursache

Dieses Problem tritt auf, weil die Standardkonfiguration der RTM-Version (Release to Manufacturing) von Exchange Server 2010 RPC-Verschlüsselung erfordert. Allerdings verwendet Microsoft Office Outlook 2003 standardmäßig keine RPC-Verschlüsselung.

Hinweis Dieses Problem kann auch auftreten, wenn Sie Microsoft Office Outlook 2007 verwenden und die Profileinstellung Daten zwischen Microsoft Office Outlook und Microsoft Exchange verschlüsseln deaktivieren.

Hinweis Die RPC-Verschlüsselungsanforderung ist in Exchange Server 2010 Service Pack 1 standardmäßig deaktiviert. Alle neuen Clientzugriffsserver, die in der Organisation bereitgestellt werden, erfordern keine Verschlüsselung. Allerdings behalten alle Clientzugriffsserver, die vor Service Pack 1 bereitgestellt oder auf Service Pack 1 aktualisiert wurden, die vorhandene Einstellung für die RPC-Verschlüsselungsanforderung bei.

Lösung

Wenden Sie eine der folgenden Methoden an, um das Problem zu beheben.

Hinweis Stellen Sie bei Verwendung einer automatisierten Methode (Gruppenrichtlinie oder PRF-Datei) sicher, dass Sie diese Methode vollständig testen, bevor Sie sie auf breiter Basis bereitstellen.

Methode 1: Deaktivieren der Verschlüsselungsanforderung auf allen Clientzugriffsservern

Es wird dringend empfohlen, die Verschlüsselungsanforderung auf dem Server beizubehalten und eine der anderen Methoden, die in diesem Artikel beschrieben werden, zu verwenden. Methode 1 wird in diesem Artikel nur für Situationen angegeben, in denen Sie die notwendigen RPC-Verschlüsselungseinstellungen nicht sofort auf den Outlook-Clients bereitstellen können. Wenn Sie Methode 1 verwenden, um Outlook-Clients in die Lage zu versetzen, eine Verbindung ohne RPC-Verschlüsselung herzustellen, dann müssen Sie die RPC-Verschlüsselungsanforderung unbedingt so schnell wie möglich auf den Clientzugriffsservern wieder aktivieren, um ein hohes Client-Server-Kommunikationsniveau aufrechtzuerhalten.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Verschlüsselungsanforderung zwischen Outlook und Exchange zu deaktivieren:

  1. Führen Sie auf dem Server mit Exchange 2010 den folgenden Befehl in der Exchange-Verwaltungsshell aus:
    Set-RpcClientAccess ?Server <Exchange_server_name> ?EncryptionRequired $False

    Hinweis Der Platzhalter <Exchange_server_name> steht für den Namen des Exchange Server 2010-basierten Servers, der als Clientzugriffsserver fungiert.

    Sie müssen dieses Cmdlet für alle Exchange Server 2010-basierten Server ausführen, die als Clientzugriffsserver fungieren.
  2. Führen Sie diesen Befehl für jeden Exchange 2010-basierten Server aus, der als Clientzugriffsserver fungiert. Der Befehl muss auch auf jedem Server mit Postfachserverrolle, der einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner enthält, ausgeführt werden. Öffentliche Ordner-Verbindungen vom MAPI-Client werden direkt mit dem RPC-Clientzugriffsdienst auf dem Postfachserver hergestellt.
  3. Nachdem die Outlook-Clients mit den Einstellungen zum Aktivieren der verschlüsselten RPC-Kommunikation mit Exchange (siehe nachfolgende Schritte) aktualisiert worden sind, können Sie die RPC-Verschlüsselungsanforderung auf den Exchange 2010-Servern, die als Clientzugriffsserver fungieren, wieder aktivieren.

    Um die RPC-Verschlüsselungsanforderung auf den Exchange 2010-basierten Servern, die als Clientzugriffsserver fungieren, erneut zu aktivieren, führen Sie den folgenden Befehl in der Exchange-Verwaltungsshell aus:

    Set-RpcClientAccess ?Server <Exchange_server_name> ?EncryptionRequired $True
    Hinweis

    Der Platzhalter <Exchange_server_name> steht für den Namen des Exchange Server 2010-basierten Servers, der als Clientzugriffsserver fungiert.

    Dieses Cmdlet muss für alle Exchange 2010-Clientzugriffsserver ausgeführt werden.

Methode 2: Manuelles Aktualisieren oder Erstellen eines Outlook-Profils mit RPC-Verschlüsselung

Outlook 2003

Gehen Sie wie folgt vor, um ein vorhandenes Outlook 2003-Profil manuell so zu aktualisieren, dass in der Kommunikation mit Exchange 2010 die RPC-Verschlüsselung verwendet wird:

  1. Öffnen Sie in der Systemsteuerung das Element E-Mail.
  2. Klicken Sie auf Profile anzeigen.
  3. Wählen Sie Ihr Profil, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  4. Klicken Sie auf E-Mail-Konten.
  5. Wählen Sie Vorhandene E-Mail-Konten anzeigen oder bearbeiten, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  6. Wählen Sie das Microsoft Exchange Server-Konto aus, und klicken Sie dann auf Ändern.
  7. Klicken Sie in dem Dialogfeld, das Ihren Postfachserver und Benutzernamen enthält, auf Weitere Einstellungen.
  8. Klicken Sie im Dialogfeld Microsoft Exchange Server auf die Registerkarte Sicherheit.
  9. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Daten zwischen Microsoft Office Outlook und Microsoft Exchange Server verschlüsseln, und klicken Sie dann auf OK (der folgende Screenshot veranschaulicht diesen Schritt).

    Bild minimierenBild vergrößern
    Screenshot für diesen Schritt

  10. Klicken Sie auf Weiter und anschließend auf Fertig stellen.
  11. Klicken Sie auf Schließen und anschließend auf OK.

Gehen Sie wie folgt vor, um ein neues Outlook 2003-Profil manuell zu erstellen, sodass in der Kommunikation mit Exchange 2010 die RPC-Verschlüsselung verwendet wird:
  1. Öffnen Sie in der Systemsteuerung das Element E-Mail.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen, um ein neues Profil zu erstellen.
  3. Geben Sie einen Namen für das Profil ein, und klicken Sie dann auf OK.
  4. Wählen Sie im Dialogfeld E-Mail-Konten die Option Ein neues E-Mail-Konto hinzufügen, und klicken Sie dann auf Weiter.
  5. Wählen Sie im Dialogfeld E-Mail-Konten auf der Seite Servertyp die Option Microsoft Exchange Server aus, und klicken Sie dann auf Weiter.
  6. Geben Sie im Dialogfeld E-Mail-Konten auf der Seite Exchange Server-Einstellungen  den Namen des Exchange Server 2010-Servers ein, der als Clientzugriffsserver fungiert.

    Hinweis Es kann sich dabei um einen anderen Server handeln als den Server, auf dem das Postfach gehostet wird.
  7. Klicken Sie auf Weitere Einstellungen.
  8. Klicken Sie auf OK, wenn die Fehlermeldung "Die Aktion konnte nicht abgeschlossen werden" angezeigt wird.
  9. Klicken Sie in dem Dialogfeld Microsoft Exchange Server, das die Schaltfläche Namen prüfen enthält auf Abbrechen.
  10. Klicken Sie im Dialogfeld Microsoft Exchange Server auf die Registerkarte Sicherheit.
  11. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Daten zwischen Microsoft Office Outlook und Microsoft Exchange Server verschlüsseln, und klicken Sie dann auf OK.
  12. Klicken Sie auf Weiter und anschließend auf Fertig stellen.

Outlook 2007

Gehen Sie wie folgt vor, um ein vorhandenes Outlook 2007-Profil manuell so zu aktualisieren, dass in der Kommunikation mit Exchange 2010 die RPC-Verschlüsselung verwendet wird:
  1. Öffnen Sie in der Systemsteuerung das Element E-Mail.
  2. Klicken Sie auf Profile anzeigen.
  3. Wählen Sie Ihr Profil, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
  4. Klicken Sie auf E-Mail-Konten.
  5. Wählen Sie das Microsoft Exchange Server-Konto aus, und klicken Sie dann auf Ändern.
  6. Klicken Sie in dem Dialogfeld, das Ihren Postfachserver und Benutzernamen enthält, auf Weitere Einstellungen.
  7. Klicken Sie im Dialogfeld Microsoft Exchange Server auf die Registerkarte Sicherheit
  8. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Daten zwischen Microsoft Office Outlook und Microsoft Exchange Server verschlüsseln, und klicken Sie dann auf OK (der folgende Screenshot veranschaulicht diesen Schritt).

    Bild minimierenBild vergrößern
    Screenshot für diesen Schritt

  9. Klicken Sie auf Weiter und anschließend auf Fertig stellen.
  10. Klicken Sie auf Schließen, klicken Sie auf Schließen und dann auf OK.

Methode 3: Stellen Sie eine Gruppenrichtlinieneinstellung bereit, um die vorhandenen Outlook-Profile mit RPC-Verschlüsselung zu aktualisieren

Von der Clientperspektive her gesehen, ist dies wahrscheinlich die einfachste Lösung für Organisationen, die über viele Outlook-Clients verfügen. Diese Lösung erfordert nur eine Änderung an einem Server (Domänencontroller), und die Clients werden automatisch aktualisiert, nachdem die Richtlinie auf den Client heruntergeladen worden ist.

Outlook 2003

Die Standardvorlage für Gruppenrichtlinien (Outlk11.adm) für Outlook 2003 Service Pack 3 (SP3) enthält die Richtlinieneinstellung zum Verschlüsseln der Kommunikation zwischen Outlook und Exchange nicht. Sie müssen daher eine benutzerdefinierte Gruppenrichtlinienvorlage verwenden, um vorhandene Outlook 2003-Profile zu aktualisieren, sodass RPC-Verschlüsselung in der Kommunikation zwischen Outlook und Exchange verwendet wird.

Gehen Sie wie folgt vor, um vorhandene Outlook 2003-Profile mithilfe einer benutzerdefinierten Gruppenrichtlinien-Vorlagendatei und Gruppenrichtlinien zu aktualisieren: 
  1. Laden Sie folgende Datei vom Microsoft Download Center herunter:

    Download the Outlook_2003-Exchange_RPC_Encryption.adm package now. (Das Paket Outlook_2003-Exchange_RPC_Encryption.adm jetzt herunterladen.)

    Hinweis Die benutzerdefinierte ADM-Vorlage enthält folgenden Text.

    CLASS USERCATEGORY "Outlook 2003 RPC Encryption"
    CATEGORY "Exchange settings"POLICY "Enable RPC Encryption"
    KEYNAME Software\Policies\Microsoft\Office\11.0\Outlook\RPC
    PART "Encrypt data between Microsoft Office Outlook and Microsoft Exchange" CHECKBOX
    VALUENAME EnableRPCEncryption
    VALUEON NUMERIC 1 DEFCHECKED
    VALUEOFF NUMERIC 0
    END PART
    END POLICYEND CATEGORY
    END CATEGORY
  2. Fügen Sie die ADM-Datei Ihrem Gruppenrichtlinienobjekt-Editor hinzu.

    Hinweis Wie Sie genau vorgehen müssen, um die ADM-Datei dem Gruppenrichtlinienobjekt-Editor hinzuzufügen, hängt von der Windows-Version ab, die Sie verwenden. Wenn Sie die Richtlinieneinstellung auf eine Organisationseinheit statt auf die gesamte Domäne anwenden, kann es auch sein, dass andere Schritte ausgeführt werden müssen. Schlagen Sie daher in Ihrer Windows-Dokumentation die detaillierten Informationen nach.

    Fahren Sie mit Schritt 3 fort, nachdem Sie die ADM-Vorlage dem Gruppenrichtlinien-Editor hinzugefügt haben.
  3. Erweitern Sie im Gruppenrichtlinien-Editor unter Benutzerkonfiguration den Knoten Klassische administrative Vorlage (ADM), um den Richtlinienknoten für Ihre Vorlage zu finden. Wenn Sie die benutzerdefinierte ADM-Vorlage verwenden, die in Schritt 1 angegeben wurde, dann heißt dieser Knoten "Outlook 2003 RPC Encryption" (Outlook 2003 RPC-Verschlüsselung).
  4. Wählen Sie unter Outlook 2003 RPC Encryption den Knoten Exchange-Einstellungen aus (der folgende Screenshot veranschaulicht diesen Schritt).

    Bild minimierenBild vergrößern
    Screenshot für diesen Schritt

  5. Doppelklicken Sie im Detailbereich auf Enable RPC Encryption (RPC-Verschlüsselung aktivieren).
  6. Klicken Sie auf der Registerkarte Einstellungen auf Aktiviert und lassen Sie das Kontrollkästchen Daten zwischen Microsoft Office Outlook und Microsoft Exchange verschlüsseln aktiviert.
  7. Klicken Sie auf OK.

Nun wird diese Richtlinieneinstellung auf die Outlook-Clientarbeitsstationen angewendet, sobald die Gruppenrichtlinienaktualisierung repliziert wird. Führen Sie zum Testen dieser Änderung folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung einer Clientarbeitsstation aus:
gpupdate /force
Nachdem Sie diesen Befehl ausgeführt haben, starten Sie den Registrierungs-Editor auf der Clientarbeitsstation, um sicherzustellen, dass auf dem Client die folgenden Registrierungsdaten vorhanden sind: 

Schlüssel: HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Office\11.0\Outlook\RPC
DWORD: EnableRPCEncryption
Wert: 1

Wenn die Registrierung diese Registrierungsdaten enthält, wurde die Gruppenrichtlinieneinstellung auf diesen Client angewendet. Starten Sie Outlook, um sich davon zu überzeugen, dass die im Abschnitt "Symptome" beschriebenen Fehler durch diese Änderung behoben wurden. 

Outlook 2007

In Outlook 2007 ist die Einstellung für die RPC-Verschlüsselung standardmäßig aktiviert. Daher sollten Sie diese Einstellung nur aus einem der folgenden Gründe unter Verwendung einer Gruppenrichtlinie bereitstellen:
  • In der ursprünglichen Bereitstellung von Outlook 2007 wurde die RPC-Verschlüsselung zwischen Outlook und Exchange deaktiviert.
  • Sie möchten verhindern, dass Benutzer die Einstellung für die RPC-Verschlüsselung in ihrem Outlook-Profil ändern. 
Die Standardvorlage für Gruppenrichtlinien für Outlook 2007 enthält die Gruppenrichtlinieneinstellung, welche die RPC-Verschlüsselung der Kommunikation zwischen Outlook und Exchange steuert. Daher sind zum Aktualisieren von Outlook 2007-Profilen weniger Schritte als bei Outlook 2003 erforderlich.

Gehen Sie wie folgt vor, um vorhandene Outlook 2007-Profile mithilfe von Gruppenrichtlinien zu aktualisieren:
  1. Laden Sie die neueste Version der Gruppenrichtlinienvorlage Outlk12.adm herunter. Besuchen Sie hierzu die folgende Microsoft-Website:
  2. Fügen Sie die ADM-Datei dem Domänencontroller hinzu.

    Hinweis Das Vorgehen zum Hinzufügen der ADM-Datei zum Domänencontroller kann sich von Windows-Version zu Windows-Version unterscheiden. Wenn Sie die Richtlinieneinstellung auf eine Organisationseinheit statt auf die gesamte Domäne anwenden, kann es auch sein, dass andere Schritte ausgeführt werden müssen. Schlagen Sie daher in Ihrer Windows-Dokumentation die detaillierten Informationen nach.

    Fahren Sie mit Schritt 3 fort, nachdem Sie die ADM-Vorlage dem Gruppenrichtlinien-Editor hinzugefügt haben. 
  3. Erweitern Sie unter Benutzerkonfiguration den Knoten Klassische administrative Vorlage (ADM), um den Richtlinienknoten für Ihre Vorlage zu finden. Wenn Sie die Vorlage Outlk12.adm verwenden, heißt dieser Knoten "Microsoft Office Outlook 2007".
  4. Wählen Sie unter Extras | Kontoeinstellungen den Knoten Exchange aus (der folgende Screenshot veranschaulicht diesen Schritt).

    Bild minimierenBild vergrößern
    Screenshot für diesen Schritt

  5. Doppelklicken Sie auf die Richtlinieneinstellung RPC-Verschlüsselung aktivieren.
  6. Klicken Sie auf der Registerkarte Einstellung auf Aktiviert.
  7. Klicken Sie auf OK.

Nun wird diese Richtlinieneinstellung auf die Outlook-Clientarbeitsstationen angewendet, sobald die Gruppenrichtlinienaktualisierung repliziert wird. Um diese Änderung zu testen, führen Sie den folgenden Befehl auf einem Client in der Eingabeaufforderung aus:
gpupdate /force

Nachdem Sie diesen Befehl ausgeführt haben, starten Sie den Registrierungs-Editor auf der Arbeitsstation, um sicherzustellen, dass auf dem Client die folgenden Registrierungsdaten vorhanden sind:
Schlüssel: HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Office\12.0\Outlook\RPC
DWORD: EnableRPCEncryption
Wert: 1

Wenn die Registrierung diese Registrierungsdaten enthält, wurde die Gruppenrichtlinieneinstellung auf diesen Client angewendet. Starten Sie Outlook, um sich davon zu überzeugen, dass das Problem durch diese Änderung behoben wurde. 

Methode 4: Aktualisieren vorhandener Outlook 2003-Profile für die RPC-Verschlüsselung mithilfe einer benutzerdefinierten PRF-Datei

Hinweis Da die Einstellung für die RPC-Verschlüsselung im Outlook-Profil gespeichert wird, können Sie eine PRF-Datei zum Bereitstellen der Einstellung verwenden. Es gibt jedoch einige größere Probleme und Einschränkungen, die Sie vor dem Implementieren dieses Ansatzes unbedingt berücksichtigen müssen. Hierzu zählen folgende Punkte:
  • Ihre Exchange-Kontoeinstellungen im Profil werden überschrieben. Daher gehen alle Profileinstellungen verloren, die nicht den Standardeinstellungen entsprechen und derzeit auf den Registerkarten im Dialogfeld Microsoft Exchange Server konfiguriert sind.

    Beispielsweise können Sie im Dialogfeld Microsoft Exchange Server gängige Einstellungen konfigurieren, die überschrieben werden, wenn ein Outlook-Profil mit einer PRF-Datei aktualisiert wird. Folgende Einstellungen gehören hierzu:
    • Zusätzliche Postfächer im Profil 
    • Cache-Modus 
    • Öffentliche Ordner-Favoriten herunterladen
    Diese Einstellungen können im Dialogfeld Microsoft Exchange Server auf der Registerkarte Erweitert konfiguriert werden (der folgende Screenshot zeigt die Registerkarte Erweitert). 

    Bild minimierenBild vergrößern
    Der Screenshot der Registerkarte "Erweitert"

  • Sie müssen über eine PRF-Datei verfügen, die Ihrer aktuellen Profileinstellung für Cache- und Onlinemodus entspricht.

    Weil die Einstellung für den Cache-Modus auf der Registerkarte "Erweitert" im Dialogfeld "Microsoft Exchange Server" konfiguriert wird, überschreibt die in der PRF-Datei angegebene Einstellung die Konfiguration im Outlook-Profil. Stellen Sie daher sicher, dass die Einstellung für den Cache-Modus in der PRF-Datei der gewünschten Profileinstellung entspricht.

    Hinweis Wenn Sie ein vorhandenes Cache-Modeprofil ändern, bewirkt die PRF-Datei, dass Outlook eine neue OST-Datei generiert und das Postfach mit dieser Datei synchronisiert. 

Gehen Sie wie folgt vor, um vorhandene Outlook 2003-Profile mithilfe einer benutzerdefinierten PRF-Datei zu aktualisieren:
  1. Starten Sie den Custom Installation Wizard (CIW) (Assistent für benutzerdefinierte Installation).

    Weitere Informationen zum Custom Installation Wizard finden Sie auf der folgenden Microsoft-Website:
  2. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, wählen Sie eine MSI-Datei für Office 2003 aus, und klicken Sie dann auf Weiter.
  3. Wählen Sie Neue MST-Datei erstellen, und klicken Sie dann auf Weiter.
  4. Verwenden Sie den Standardpfad für die MST-Datei, und klicken Sie dann auf Weiter.
  5. Klicken Sie weiterhin auf Weiter, bis das Dialogfeld Outlook: Standardprofil anpassen angezeigt wird.
  6. Klicken Sie auf Profil ändern, und klicken Sie dann auf Weiter.
  7. Konfigurieren Sie im Dialogfeld Outlook: Specify Exchange Settings (Exchange-Einstellungen angeben) die Exchange-Einstellungen entsprechend Ihrer aktuellen Profilkonfiguration.

    Wenn Sie beispielsweise den Cache-Modus verwenden, müssen Sie die Option Exchange-Cache-Modus konfigurieren aktivieren.

    Hinweis Als Exchange Server-Namen müssen Sie den Namen eines Exchange 2010-Servers angeben, der als Clientzugriffsserver fungiert. Wenn sich das Postfach auf einem Exchange 2010-Server befindet, erfolgt die gesamte Postfachkommunikation zwischen Outlook und Exchange über den Exchange 2010-Server, der als Clientzugriffsserver fungiert (der folgende Screenshot veranschaulicht diesen Schritt).

    Bild minimierenBild vergrößern
    Screenshot für diesen Schritt

  8. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Vorhandene Exchange-Einstellungen überschreiben, wenn eine Exchange-Verbindung vorhanden ist (nur bei Änderung des Profils).

    Hinweis Wenn Sie dieses Kontrollkästchen nicht aktivieren, werden die vorhandenen Profile durch die PRF-Datei nicht mit der Einstellung für die RPC-Verschlüsselung aktualisiert.
  9. Nachdem Sie die gewünschten Änderungen im Dialogfeld Outlook: Specify Exchange Settings (Exchange-Einstellungen angeben) vorgenommen haben, klicken Sie auf Weiter.
  10. Klicken Sie im Dialogfeld Outlook: Konten hinzufügen auf "Weiter".
  11. Klicken Sie im Dialogfeld Outlook: Konten entfernen und Einstellungen exportieren auf Profileinstellungen exportieren.
  12. Geben Sie im Dialogfeld Speichern unter einen Dateinamen für die PRF-Datei an, und klicken Sie auf Speichern.
  13. Klicken Sie im Custom Installation Wizard auf Abbrechen, und klicken Sie auf Ja, wenn Sie bestätigen sollen, dass Sie den Assistenten beenden möchten.
  14. Öffnen Sie die PRF-Datei in Editor.
  15. Fügen Sie die folgende Zeile dem Abschnitt [ServiceEGS] hinzu:
    RPCEncryptData=0x00004100
    Es folgt ein Beispiel für einen entsprechend geänderten Abschnitt [ServiceEGS]:
    [ServiceEGS]
    CachedExchangeConfigFlags=0x00000100
    MailboxName=%username%
    HomeServer=e2010ch
    RPCEncryptData=0x00004100
  16. Fügen Sie dem Abschnitt [Exchange Global Section] folgende Zeile hinzu:
    RPCEncryptData=PT_LONG,0x6606
    Es folgt ein Beispiel für einen entsprechend geänderten Abschnitt [Exchange Global Section]:
    [Exchange Global Section]
    SectionGUID=13dbb0c8aa05101a9bb000aa002fc45a
    MailboxName=PT_STRING8,0x6607
    HomeServer=PT_STRING8,0x6608
    RPCoverHTTPflags=PT_LONG,0x6623
    RPCProxyServer=PT_UNICODE,0x6622
    RPCProxyPrincipalName=PT_UNICODE,0x6625
    RPCProxyAuthScheme=PT_LONG,0x6627
    CachedExchangeConfigFlags=PT_LONG,0x6629
    RPCEncryptData=PT_LONG,0x6606
  17. Hinweis Der folgende Schritt ist optional. Wenn Sie diesen Schritt überspringen möchten, fahren Sie mit Schritt 18 fort:

    Standardmäßig erstellt Outlook eine Sicherungskopie des ursprünglichen Profils und dann ein neues Profil, das auf den in der PRF-Datei angegebenen Änderungen basiert. Wenn Sie verhindern möchten, dass Outlook dieses Sicherungsprofil erstellt, fügen Sie die folgende Zeile am Ende des Abschnitts [General] der PRF-Datei hinzu:
    BackupProfile=False
    Es folgt ein Beispiel für einen entsprechend geänderten Abschnitt [General]:
    Allgemeines
    Custom=1
    ProfileName=test3
    DefaultProfile=Yes
    OverwriteProfile=Yes
    ModifyDefaultProfileIfPresent=FALSE
    BackupProfile=False
  18. Speichern Sie die Änderungen und schließen Sie die Datei.
Zum Anwenden der PRF-Datei können Sie die Benutzer anweisen, Outlook durch Doppelklicken auf die Datei zu starten und dann das Profil zu ändern. Sie können zum Bereitstellen der PRF-Datei auch die Schritte im Abschnitt "Applying Outlook user profiles by using a PRF file" (Anwenden von Outlook-Benutzerprofilen unter Verwendung einer PRF-Datei) der Office Resource Kit-Seite befolgen:
http://office.microsoft.com/de-de/ork2003/HA011402581033.aspx 
Die RPC-Verschlüsselung wird durch Aufrufen der Windows RPC-Verschlüsselungs-API implementiert. Diese Verschlüsselung erfordert keine Verwendung von Zertifikaten. Die RPC-Verschlüsselungsstufe (40 Bit oder 128 Bit) hängt von der Windows-Version ab, die auf den Client- und Servercomputern ausgeführt wird.

Weitere Informationen

Wie im Abschnitt zu den Ursachen beschrieben, tritt dieses Problem in neuen Bereitstellungen mit Exchange Server 2010 Service Pack 1 in einer Umgebung, in der nur die ursprünglichen Standardeinstellungen verwendet werden, nicht auf.

Eigenschaften

Artikel-ID: 2735060 - Geändert am: Freitag, 31. Januar 2014 - Version: 7.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Office Outlook 2007
  • Microsoft Office Outlook 2003
  • Microsoft Exchange Server 2010 Standard
  • Microsoft Exchange Server 2010 Enterprise
Keywords: 
KB2735060
Microsoft stellt Ihnen die in der Knowledge Base angebotenen Artikel und Informationen als Service-Leistung zur Verfügung. Microsoft übernimmt keinerlei Gewährleistung dafür, dass die angebotenen Artikel und Informationen auch in Ihrer Einsatzumgebung die erwünschten Ergebnisse erzielen. Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Form Sie die angebotenen Artikel und Informationen nutzen, liegt daher allein bei Ihnen. Mit Ausnahme der gesetzlichen Haftung für Vorsatz ist jede Haftung von Microsoft im Zusammenhang mit Ihrer Nutzung dieser Artikel oder Informationen ausgeschlossen.

Ihr Feedback an uns

 

Contact us for more help

Contact us for more help
Connect with Answer Desk for expert help.
Get more support from smallbusiness.support.microsoft.com