Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 278339
(http://support.microsoft.com/kb/278339/EN-US/
)
TCP/UDP ports used by Exchange 2000 Server
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Beim Konfigurieren von Firewalls oder bei der Behandlung von Kommunikationsproblemen ist es möglicherweise hilfreich zu wissen, welche TCP/UDP-Ports von Exchange 2000 Server und Exchange 2000 Conferencing Server verwendet werden. Dieser Artikel enthält eine Übersicht der wichtigsten Ports, Protokolle und Dienste. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Protokoll: LDAP Port (TCP/UDP): 389 (TCP) Beschreibung: LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) wird von Active Directory, Active Directory Connector und dem Verzeichnisdienst von Microsoft Exchange Server 5.5 verwendet.
Protokoll: LDAP/SSL Port (TCP/UDP): 636 (TCP) Beschreibung: LDAP über SSL (Secure Sockets Layer ). Wenn SSL aktiviert ist, werden versendete und empfangene LDAP-Daten verschlüsselt. Um SSL zu aktivieren, muss ein Computerzertifikat auf dem Domänencontroller oder auf dem Computer mit Exchange Server 5.5 installiert werden.
Protokoll: LDAP Port (TCP/UDP): 379 (TCP) Beschreibung: Der Standortreplikationsdienst (SRS) verwendet den TCP-Port 379.
Protokoll: LDAP Port (TCP/UDP): 390 (TCP) Beschreibung: Es handelt sich zwar nicht um einen Standard-LDAP-Port, jedoch ist der TCP-Port 390 der empfohlene Alternativport zum Konfigurieren des LDAP-Protokolls von Exchange Server 5.5, wenn Exchange Server 5.5 auf einem Domänencontroller mit Microsoft Windows 2000 Active Directory ausgeführt wird.
Protokoll: LDAP Port (TCP/UDP): 3268 (TCP) Beschreibung: Globaler Katalog. Der globale Katalog von Windows 2000 Active Directory (eigentlich eine "Rolle" des Domänencontrollers) nimmt an Port 3268 Verbindungsanforderungen entgegen. Stellen Sie bei der Behandlung von Problemen, die möglicherweise den globalen Katalog betreffen, eine Verbindung mit Port 3268 in LDP her.
Protokoll: LDAP/SSL Port (TCP/UDP): 3269 (TCP) Beschreibung: Globaler Katalog über SSL. Anwendungen, die mit TCP-Port 3269 eines globalen Katalogservers eine Verbindung herstellen, können die Daten auch mit SSL-Verschlüsselung senden und empfangen. Um einen Katalogserver für SSL-Unterstützung zu konfigurieren, müssen Sie auf dem Katalogserver ein Computerzertifikat installieren.
Protokoll: IMAP4 Port (TCP/UDP): 143 (TCP) Beschreibung: IMAP4 (Internet Message Access Protocol Version 4) kann mit standardgemäßen Clients (z. B. Microsoft Outlook Express oder Netscape Communicator) für den Zugriff auf den E-Mail-Server verwendet werden. IMAP4 wird basierend auf dem IIS-Verwaltungsdienst ("Inetinfo.exe") ausgeführt, und ermöglicht Clients den Zugriff auf den Informationsspeicher von Exchange 2000.
Protokoll: IMAP4/SSL Port (TCP/UDP): 993 (TCP) Beschreibung: IMAP4 über SSL verwendet TCP-Port 993. Damit ein Server mit Exchange 2000 IMAP4 (oder andere Protokolle) über SSL unterstützt, müssen Sie auf dem Server mit Exchange 2000 ein Computerzertifikat installieren.
Protokoll: POP3 Port (TCP/UDP): 110 (TCP) Beschreibung: POP3 (Post Office Protocol Version 3) ermöglicht standardgemäßen Clients (z. B. Outlook Express oder Netscape Communicator) den Zugriff auf den E-Mail-Server. POP3 wird - genau wie IMAP4 - basierend auf dem IIS-Verwaltungsdienst ausgeführt und ermöglicht Clients den Zugriff auf den Informationsspeicher von Exchange 2000.
Protokoll: POP3/SSL Port (TCP/UDP): 995 (TCP) Beschreibung: POP3 über SSL. Um POP3 über SSL zu aktivieren, müssen Sie auf dem Server mit Exchange 2000 ein Computerzertifikat installieren.
Protokoll: NNTP Port (TCP/UDP): 119 (TCP) Beschreibung: NNTP (Network News Transport Protocol), manchmal bezeichnet als "Usenet-Protokoll", ermöglicht standardgemäßen Clients Zugriff auf öffentliche Ordner im Informationsspeicher. NNTP ist - wie IMAP4 und POP3 - vom IIS-Verwaltungsdienst abhängig.
Protokoll: NNTP/SSL Port (TCP/UDP): 563 (TCP) Beschreibung: NNTP über SSL. Um NNTP über SSL zu aktivieren, müssen Sie auf dem Server mit Exchange 2000 ein Computerzertifikat installieren.
Protokoll: HTTP Port (TCP/UDP): 80 (TCP) Beschreibung: HTTP (Hyper-Text Transfer Protocol) wird primär von OWA (Outlook Web Access) verwendet, ermöglicht aber auch bestimmte Verwaltungsvorgänge im Exchange System-Manager. HTTP ist in Form des Dienstes "W3Svc" (World Wide Web Publishing Service) implementiert und wird basierend auf dem IIS-Verwaltungsdienst ausgeführt.
Protokoll: HTTP/SSL Port (TCP/UDP): 443 (TCP) Beschreibung: HTTP über SSL. Um HTTP über SSL zu aktivieren, müssen Sie auf dem Server mit Exchange 2000 ein Computerzertifikat installieren.
Protokoll: SMTP Port (TCP/UDP): 25 (TCP) Beschreibung: SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) ist die Basis aller E-Mail-Transportvorgänge in Exchange 2000. Der SMTP-Dienst (SMTPSvc) wird basierend auf dem IIS-Verwaltungsdienst ausgeführt. Anders als bei IMAP4, POP3, NNTP und HTTP wird bei SMTP in Exchange 2000 für sichere Verbindungen (SSL) kein separater Port verwendet, sondern ein Sicherheitssubsystem innerhalb der bestehenden Verbindung mit der Bezeichnung "TLS" (Transport Layer Security).
Protokoll: SMTP/SSL Port (TCP/UDP): 465 (TCP) Beschreibung: SMTP über SSL. TCP-Port 465 ist in der gängigen Praxis reserviert für sichere SMTP-Verbindungen mit SSL. Allerdings wird in Exchange 2000 bei SMTP im Gegensatz zu IMAP4, POP3, NNTP und HTTP für sichere Verbindungen (SSL) kein separater Port verwendet, sondern ein Sicherheitssubsystem innerhalb der bestehenden Verbindung mit der Bezeichnung "TLS" (Transport Layer Security). Um TLS in Exchange 2000 zu aktivieren, müssen Sie auf dem Server mit Exchange 2000 ein Computerzertifikat installieren.
Protokoll: SMTP/LSA Port (TCP/UDP): 691 (TCP) Beschreibung: Das Microsoft Exchange-Routingmodul (RESvc, Microsoft Exchange Routing Engine) wartet an TCP-Port 691 auf Informationen über den Status der Routingverbindung. Exchange 2000 verwendet die Informationen über den Status der Routingverbindung zum Routen von Nachrichten. Die Routingtabelle wird laufend aktualisiert. Der Verbindungsstatus-Algorithmus (Link State Algorithm, LSA) verteilt Informationen über den Routingstatus unter verschiedenen Servern mit Exchange 2000. Dieser Algorithmus basiert auf dem aus der Netzwerktechnik bekannten OSPF-Protokoll (Open Shortest Path First) und transportiert Informationen über den Verbindungsstatus zwischen Routinggruppen. Er macht dabei vom SMTP-Befehl "X-LSA-2" und einer TCP-Verbindung zu Port 691 innerhalb der Routinggruppe Gebrauch.
Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
260995
(http://support.microsoft.com/kb/260995/DE/
)
Definitionen der Schlüsseltransportkomponenten in Exchange 2000 Server
Protokoll: RVP Port (TCP/UDP): 80 (TCP) Beschreibung: RVP bildet in Exchange 2000 die Basis für Instant Messaging. RVP-Verbindungen werden zwar über TCP-Port 80 initiiert, jedoch stellt der Server sofort eine neue Verbindung zum Client an einem der unprivilegierten Ports jenseits von Port 1024 her. Da dieser Port nicht von vornherein feststeht, stellt diese Verbindung beim Einsatz von Instant Messaging durch eine Firewall hindurch ein Problem dar.
Protokoll: IRC/IRCX Port (TCP/UDP): 6667 (TCP) Beschreibung: IRC (Internet Relay Chat) ist das Protokoll für internetbasierten Chat. Bei IRCX handelt es sich um eine erweiterte Version von IRC von Microsoft. TCP-Port 6777 ist der gebräuchlichste Port für IRC, allerdings wird auch TCP-Port 7000 häufig verwendet.
Protokoll: IRC/SSL Port (TCP/UDP): 994 (TCP) Beschreibung: IRC (Chat) über SSL. IRC oder IRXC über SSL wird von Exchange 2000 nicht unterstützt.
Protokoll: X.400 Port (TCP/UDP): 102 (TCP) Beschreibung: Bei der ITU-T-Empfehlung mit der Bezeichnung X.400 handelt es sich eigentlich um eine Reihe von Empfehlungen hinsichtlich der Funktionsweise eines Nachrichtenverarbeitungssystems. TCP-Port 102 wird in RFC-1006 der IETF (Internet Engineering Task Force) definiert. In diesem RFC werden OSI-Verbindungen über ein TCP/IP-Netzwerk beschrieben. Knapp formuliert wird TCP-Port 102 von der MTA-Komponente (Message Transfer Agent) von Exchange für die Kommunikation mit anderen X.400-konformen MTAs verwendet.
Protokoll: MS-RPC Port (TCP/UDP): 135 (TCP) Beschreibung: MS-RPC (Microsoft Remote Procedure Call) ist die RPC-Implementierung von Microsoft. TCP-Port 135 wird nur vom RPC-Locator-Dienst verwendet, der praktisch als Verwalter aller RPC-Dienste fungiert, die auf einem Server ausgeführt werden. In Exchange 2000 verwendet der Routinggruppenconnector RPC anstelle von SMTP, wenn auf dem Bridgeheadserver des Verbindungsziels Exchange 5.5 ausgeführt wird. Bestimmte Verwaltungsvorgänge erfordern ebenfalls RPC. Beim Konfigurieren einer Firewall für RPC-Kommunikation müssen neben Port 135 eine Vielzahl weiterer Ports aktiviert werden.
Protokoll: T.120 Port (TCP/UDP): 1503 (TCP) Beschreibung: Bei der ITU-T-Empfehlung mit der Bezeichnung T.120 handelt es sich um eine Reihe von Empfehlungen für Datenkonferenzen. Die Funktionalität für Datenkonferenzen wird serverseitig als sog. CTP (Conferencing Technology Provider, Datenkonferenztechnologieprovider) in der MCU (Multipoint Control Unit) implementiert, einer Komponente der Konferenzdienste von Exchange. Clientseitig ist die Funktionalität für Datenkonferenzen als Chat, Anwendungsfreigabe, Whiteboard und Dateiübertragung in Microsoft NetMeeting implementiert.
Protokoll: ULS Port (TCP/UDP): 522 (TCP) Beschreibung: ULS (User Locator Service) ist eine Art Internet-Verzeichnisdienst für Konferenzclients, z. B. für NetMeeting. Exchange 2000 Server und Exchange 2000 bieten ULS nicht an, sondern nutzen als Verzeichnisdienst Active Directory (über TCP-Port 389).
Protokoll: H.323 (Video) Port (TCP/UDP): 1720 (TCP) Beschreibung: Die ITU-T-Empfehlung mit der Bezeichnung H.323 definiert Multimediakonferenzen. TCP-Port 1720 wird von H.323 (Video) als Port zum Einrichten von Verbindungen verwendet. Sobald ein Client eine Verbindung hergestellt hat, vereinbart der H.323-Server einen neuen, dynamischen UDP-Port, der dann für Streamingdaten verwendet wird.
161931
(http://support.microsoft.com/kb/161931/DE/
)
TCP/IP MTA zu dem Konfigurieren von TCP/IP portiert für X. 400 und RPC-Listen #
Die Funktionalität für H.323-Videokonferenzen ist serverseitig als CTP auf der MCU in den Konferenzdiensten von Exchange implementiert. Clientseitig ist sie als Videoanzeige in NetMeeting implementiert.
Protokoll: Audio Port (TCP/UDP): 1731 (TCP) Beschreibung: Verbindungen für Audiokonferenzen werden in Exchange 2000 Server praktisch auf die gleiche Weise aufgebaut wie H.323-Videokonferenzen. Sobald ein Client eine Verbindung mit TCP-Port 1731 hergestellt hat, wird ein neuer, dynamischer Port für nachfolgende Streamingdaten vereinbart.
Protokoll: DNS Port (TCP/UDP): 53 (TCP) Beschreibung: DNS (Domain Name System) ist ein essentieller Bestandteil aller Dienste und Funktionen von Windows 2000 Active Directory und Exchange 2000 Server. Ein DNS-Problem kann tiefgreifende Auswirkungen auf das gesamte System haben. Wenn also Probleme mit Netzwerkdiensten auftreten, sollte immer überprüft werden, ob die Namensauflösung noch korrekt arbeitet.
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