Vergleich von 32-Bit- und 64-Bit-Speicherarchitektur für die 64-Bit-Editionen von Windows XP und Windows Server 2003

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
294418 Comparison of 32-bit and 64-bit memory architecture for 64-bit editions of Windows XP and Windows Server 2003
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

In der folgenden Tabelle werden die erweiterten maximalen Ressourcen von Computern, die auf 64-Bit-Versionen von Windows und dem 64-Bit-Intel-Prozessor basieren, mit den maximalen Ressourcen bei 32-Bit-Versionen verglichen.
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Architekturkomponente64-Bit-Windows32-Bit-Windows
Virtueller Speicher16 Terabyte4 GB
Auslagerungsdateigröße 512 Terabyte16 Terabyte
Hyperspace8 GB4 MB
Ausgelagerter Pool128 GB470 MB
Nicht ausgelagerter Pool128 GB256 MB
Systemcache1 Terabyte1 GB
System-PTEs128 GB660 MB

Weitere Informationen

Virtueller Speicher

Der Einsatz von virtuellem Speicher ist eine Methode, mit der der verfügbare physische Speicher auf einem Computer erweitert werden kann. In einem System mit virtuellem Speicher erstellt das Betriebssystem eine Auslagerungsdatei und unterteilt den Speicher in Einheiten, die als "Seiten" bezeichnet werden. Zuletzt referenzierte Seiten befinden sich im physischen Speicher oder RAM. Wird auf eine Speicherseite für längere Zeit nicht zugegriffen, wird sie in die Auslagerungsdatei geschrieben. Dieser Vorgang wird als "Swapping" oder "Auslagern" von Speicher bezeichnet. Wird später durch ein Programm auf diesen bestimmten Speicherteil zugegriffen, liest das Betriebssystem die betreffende Speicherseite wieder in den physischen Speicher ein, was als "Einlagern" von Speicher bezeichnet werden könnte. Der Speicher, der Programmen insgesamt zur Verfügung steht, setzt sich zusammen aus dem physischen Speicher des Computers plus dem Speicherplatz in der Auslagerungsdatei. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist hierbei, dass auch 32-Bit-Anwendungen von einem erweiterten Adressraum im virtuellen Speicher profitieren, wenn sie unter Windows x64 Editions ausgeführt werden. Anwendungen, die mit der Option /LARGEADDRESSAWARE kompiliert werden (dies ist nötig, um die Option /3GB in 32-Bit Windows nutzen zu können), sind automatisch in der Lage, 4 GB virtuellen Speicher zu adressieren, und zwar ohne Einstellung von Boot Time-Optionen oder Umstellung auf x64 Windows. Außerdem muss das Betriebssystem die 4 GB Speicherplatz nicht freigeben und ist somit nicht eingeschränkt.

Auslagerungsdatei

Hierbei handelt es sich um eine Datei, die der Computer verwendet, um die Menge an physischem Speicher um den virtuellen Speicher zu erweitern.

Hyperspace

Der Hyperspace ist ein spezieller Bereich für die Zuordnung der Prozessverarbeitungsliste und die temporäre Zuordnung anderer physischer Seiten für Operationen wie das auf Null setzen einer Seite auf der Freiliste (wenn die Nullliste leer ist und die Nullseite benötigt wird), das Ungültigmachen von Seitentabelleneinträgen in anderen Seitentabellen (wenn zum Beispiel eine Seite aus der Standbyliste entfernt wird) und, in Bezug auf die Prozesserstellung, die Festlegung des Adressbereichs für einen neuen Prozess.

Ausgelagerter Pool

Der ausgelagerte Pool ist ein Bereich des virtuellen Speichers im Systemspeicher, der in die Arbeitsseiten des Systemprozesses eingelagert bzw. aus diesen ausgelagert werden kann. Der ausgelagerte Pool wird während der Systeminitialisierung erstellt und von Kernel-Komponenten bei der Zuweisung von Systemspeicher verwendet. Systeme mit nur einem Prozessor haben zwei ausgelagerte Pools, während es bei Systemen mit mehreren Prozessoren vier sind. Wenn es nur einen ausgelagerten Pool gibt, wird dadurch die Häufigkeit von Systemcodeblockierungen beim gleichzeitigen Aufrufen von Pool-Routinen reduziert.

Nicht ausgelagerter Pool

Hierbei handelt es sich um einen Speicherpool, der aus verschiedenen Bereichen virtueller Systemadressen besteht, für die garantiert ist, dass sie immer im physischen Speicher residieren und auf die daher von jedem Adressbereich aus ohne Auswirkungen auf die Auslagerungsdatei zugegriffen werden kann. Der nicht ausgelagerte Pool wird während der Systeminitialisierung erstellt und von Kernel-Komponenten bei der Zuweisung von Systemspeicher verwendet.

Systemcache

Dies sind Seiten, die bei der Zuordnung offener Dateien im Systemcache verwendet werden.

System-PTEs

Ein Pool von Page Table Entries (PTEs) des Systems, der der Zuordnung von Systemseiten dient, zum Beispiel E/A-Speicher, Kernel-Stacks und Memory Descriptor Lists (MDLs). 64-Bit-Programme verwenden ein 16-Terabyte-Tuningmodell (8 Terabyte für den Benutzer und 8 Terabyte für den Kernel). 32-Bit-Programme arbeiten noch mit dem 4-GB-Tuningmodell (2 GB für den Benutzer und 2 GB für den Kernel). Das bedeutet, dass 32-Bit-Prozesse, die unter 64-Bit-Versionen von Windows ausgeführt werden, in einem 4-GB-Tuningmodell ablaufen (2 GB für den Benutzer und 2 GB für den Kernel). 64-Bit-Versionen von Windows unterstützen die Verwendung der Befehlszeilenoption /3GB in den Startoptionen nicht. Theoretisch könnte ein 64-Bit-Pointer bis zu 16 Exabyte adressieren. Die 64-Bit-Versionen von Windows können aktuell auf einen Adressbereich von 16 Terabyte zugreifen.

Eigenschaften

Artikel-ID: 294418 - Geändert am: Montag, 27. März 2006 - Version: 5.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter x64 Edition
  • Microsoft Windows XP Professional x64 Edition
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