Verhindern der Überlastung des primären Windows 2000- oder Windows XP-basierten Domänencontrollers bei der Domänenaktualisierung

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Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D298713
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
298713 How to Prevent Overloading on the First Windows 2000- or Windows XP-Based DC During Domain Upgrade
WICHTIG: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Erstellen Sie eine Sicherungskopie der Dateien System.dat und User.dat, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Informationen hierzu finden Sie in der integrierten Hilfe der Registrierungseditoren "Regedit.exe" oder "Regedt32.exe". Suchen Sie hier im Index nach "Wiederherstellen der Registrierung" oder nach "Wiederherstellen eines Registrierungsschlüssels".
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Zusammenfassung

In diesem Artikel werden die Situationen beschrieben, in denen bei einem Domänencontroller eine Überlastung auftreten kann, und es wird eine Lösungsmöglichkeit erläutert, die eine solche Überlastung verhindert. Außerdem werden Empfehlungen für die Bereitstellung der Lösung gegeben.

Weitere Informationen

Bedingungen für das Auftreten der Überlastung

Der Überlastungseffekt tritt unter den folgenden Bedingungen auf:
  • Sie besitzen eine Microsoft Windows NT 4.0-basierte Domäne.
  • Sie rüsten verschiedene Computer in der Domäne auf Windows 2000 oder Windows XP auf, bevor Sie einen primären Domänencontroller (PDC) auf Windows 2000 oder Windows XP aufrüsten.
  • Sie rüsten anschließend den PDC auf Windows 2000 oder Windows XP auf und wandeln die Windows NT 4.0-basierte Domäne in eine Active Directory-Domäne um.
Nachdem die Windows 2000- und Windows XP-basierten Computer einer Active Directory-Domäne beigetreten sind, verwenden sie keinen Windows NT 4.0-basierten Domänencontroller (DC) für Vorgänge, die das Herstellen einer Verbindung zum DC erfordern. Daher stellen alle Computer, auf denen Windows 2000 oder Windows XP ausgeführt wird, nur eine Verbindung zu dem Windows 2000- oder Windows XP-basierten DC her.

Der Überlastungseffekt auf dem DC führt zu einem Einzelpunkt-Versagen. Wenn dieser Windows 2000- oder Windows XP-basierte DC nicht mehr verfügbar ist, können die Computer und Benutzer keine Verbindung zu den anderen Domänencontrollern (Nicht-Windows 2000- und Nicht-Windows XP-basierte DC) in der Domäne herstellen.

Es gibt ein Szenario, bei dem der Überlastungseffekt auch dann auftreten kann, wenn Sie den primären Domänencontroller aufrüsten, bevor Sie die Domänenmitglieder aufrüsten. In diesem Szenario wird zwar eine große Anzahl von Domänenmitgliedscomputern aufgerüstet, jedoch werden keine zusätzlichen Domänencontroller auf Windows 2000 oder Windows XP aufgerüstet. Dieses Szenario tritt jedoch nicht häufig auf, da Sie nach dem Aufrüsten des PDC wahrscheinlich planen, genügend Domänencontroller aufzurüsten, bevor Sie die Mehrzahl der Nicht-DC-Computer oder Domänenmitglieder aufrüsten.

Verhindern des Überlastungseffekts

Diese Lösung ist in Windows 2000 Service Pack 2 (SP2) und in Windows XP implementiert.

Diese Lösung erlaubt eine spezielle Konfiguration, die den DC dazu zwingt, das Verhalten eines Windows NT 4.0-basierten Domänencontrollers zu emulieren. Die Domänenmitgliedscomputer, auf denen Windows 2000 oder Windows XP ausgeführt wird, unterscheiden nicht zwischen einem DC, der sich im Windows NT 4.0 (NT4)-Emulationsmodus befindet, und einem DC, der Windows NT 4.0 ausführt. Diese Konfiguration verhindert die Überlastung des primären Domänencontrollers, den Sie auf Windows 2000 SP2 oder Windows XP aufrüsten. Sie erlaubt es den Administratoren außerdem, eine schrittweise Aufrüstung der Domänencontroller in der Domäne vorzunehmen.

Der NT4-Emulationsmodus ist nur für die vorübergehende Verwendung während des Aufrüstens einer kleinen Anzahl primärer Domänencontroller von Windows NT 4.0 auf Windows 2000 und Windows XP in einer Domäne konzipiert, die eine große Anzahl von Computern umfasst, auf denen Windows 2000 oder Windows XP ausgeführt wird. Wenn Sie ausreichend Domänencontroller für die Verarbeitung der Anforderungen von Computern und Benutzern aufgerüstet haben, sollten Sie die NT4-Emulationskonfiguration von den Domänencontrollern entfernen.

Konfigurieren der Windows NT 4.0-Emulation

ACHTUNG: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallierung des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung.

Informationen hierzu finden Sie in der integrierten Hilfe der Registrierungseditoren "Regedit.exe" oder "Regedt32.exe". Suchen Sie hier im Index nach "Ändern von Schlüsseln und Werten", "Hinzufügen und Entfernen von Informationen in der Registrierung" oder "Bearbeiten von Registrierungsinformationen". Beachten Sie bitte, dass Sie eine Sicherungskopie der Registrierungsdateien System.dat und User.dat erstellen sollten, bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Wenn Sie mit Windows NT oder Windows 2000 arbeiten, sollten Sie zudem Ihre Notfalldiskette (Emergency Recovery Disk - ERD) aktualisieren.
  1. Starten Sie den Registrierungseditor (Regedt32.exe).
  2. Suchen Sie den Wert NT4Emulator im folgenden Registrierungsschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE/System/CCS/Services/Netlogon/Parameters
  3. Klicken Sie im Menü Bearbeiten auf REG_DWORD, und geben Sie 0x1 ein. Klicken Sie anschließend auf OK.
  4. Beenden Sie den Registrierungseditor.
Wenn in Ihrer Domäne Mitgliedscomputer existieren, auf denen Windows 2000 und Windows XP ausgeführt wird, die Domäne jedoch nicht über mindestens einen Windows 2000- oder Windows XP-basierten DC verfügt, der im NT4-Emulationsmodus konfiguriert ist, müssen Sie einen DC für den NT4-Emulationsmodus konfigurieren, um den Überlastungseffekt zu verhindern. Sie müssen außerdem alle Windows 2000- und Windows XP-basierten Domänenmitglieder wieder mit der Domäne verbinden. Geben Sie beim Verbinden einen NetBIOS-Namen für die Domäne an. Die Domänenmitglieder können erst dann wieder eine Verbindung zu einem DC in der Domäne herstellen, wenn sie wieder mit der Domäne verbunden sind.

Neutralisieren der Windows NT 4.0-Emulation für einige Computer

Sie können Computer, auf denen Windows 2000 SP2 oder Windows XP ausgeführt wird, so konfigurieren, dass sie die Windows 2000- und Windows XP-basierten Domänencontroller, die über den NT4-Emulationsmodus verfügen, dazu anweisen, die NT4-Emulation nicht zu verwenden, wenn sie auf Anforderungen von diesen Computern antworten. Dies bedeutet, dass Sie die NT4-Emulation neutralisieren können:
  1. Starten Sie den Registrierungseditor (Regedt32.exe).
  2. Suchen Sie den Wert NeutralizeNT4Emulator im folgenden Registrierungsschlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE/System/CCS/Services/Netlogon/Parameters
  3. Klicken Sie im Menü Bearbeiten auf REG_DWORD, und geben Sie 0x1 ein. Klicken Sie anschließend auf OK.
  4. Beenden Sie den Registrierungseditor.
Beachten Sie, dass Sie diesen Registrierungswert nicht auf den Domänencontrollern konfigurieren müssen, da die Domänencontroller sich immer so verhalten, als ob sie mit diesem Schlüssel konfiguriert wären.

Aufrüsten von Domänencontrollern in einer Windows NT 4.0-Domäne mit Windows 2000- oder Windows XP-basierten Mitgliedern

Rüsten Sie den ersten Domänencontroller von Windows NT 4.0 auf Windows 2000 oder Windows XP Advanced Server auf. Bevor Sie den Assistenten zum Installieren von Active Directory ausführen, konfigurieren Sie den DC für die NT4-Emulation, indem Sie die in diesem Artikel beschriebene Vorgehensweise befolgen. Rüsten Sie anschließend unter Anwendung des gleichen Verfahrens einen oder mehrere der anderen Domänencontroller auf.

Wenn Sie eine ausreichende Anzahl von Domänencontrollern zur Bewältigung der Anforderungen aller Computer in der Domäne aufgerüstet haben, müssen Sie den NT4-Emulationsmodus von den Domänencontrollern entfernen, indem Sie den Wert NT4Emulator auf allen Computern aus der Registrierung löschen, auf denen Windows 2000 oder Windows XP ausgeführt wird.

Wenn Sie
einen Remote-Computer, der kein Windows 2000 SP2- oder Windows XP-basierter DC ist, für die Verwaltung der aufgerüsteten Domänencontroller verwenden, die für die NT4-Emulation konfiguriert sind

oder

zulassen, dass Domänencontroller, die für den NT4-Emulationsmodus konfiguriert sind, einer gewissen Anzahl der Windows 2000 SP2- und Windows XP-basierten Computer antworten, ohne das Windows NT 4.0-Verhalten zu emulieren,
müssen Sie den Registrierungswert "NeutralizeNT4Emulator" in der Registrierung dieser Computer auf "0x1" setzen.

HINWEIS: Wenn mindestens ein Windows 2000- oder Windows XP-basierter DC nicht für die NT4-Emulation konfiguriert ist, während alle anderen aufgerüsteten Domänencontroller für die NT4-Emulation konfiguriert sind, führt dies auf dem Domänencontroller ohne NT4-Emulation zu einem Einzelpunkt-Versagen. Dieser DC wird möglicherweise durch Anforderungen der aufgerüsteten Domänenmitglieder überlastet, die keine Domänencontroller sind.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base:
284937 Windows 2000-Based Clients Connect Only to First-Upgraded Domain Controller in Mixed-Mode Domain


Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 298713 - Geändert am: Donnerstag, 24. April 2003 - Version: 2.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows XP Professional Edition
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