Artikel-ID: 300216 - Geändert am: Mittwoch, 18. April 2007 - Version: 5.0

Optimale Pflege einer Jet 4.0-Datenbank in Access 2000

Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
300216  (http://support.microsoft.com/kb/300216/EN-US/ ) How to keep a Jet 4.0 database in top working condition in Access 2000
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

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Zusammenfassung

Microsoft Jet ist eine Datenbank-Engine, die standardmäßig von Microsoft Access verwendet wird. Dieser Artikel erläutert gängige Vorgehensweisen, die Sie bei der optimalen Pflege Ihrer Jet-Datenbank unterstützen können. Der Artikel bezieht sich hierbei auf Datenbanken in Einzelbenutzer- und in Mehrbenutzerumgebungen.

Empfohlene Verfahrensweisen

Dieser Abschnitt trifft auf alle Jet-Datenbanken zu, unabhängig davon, ob Sie der alleinige Benutzer der Datenbank sind, oder ob die Datenbank von mehreren Benutzern über ein Netzwerk benutzt wird.

Prüfen, ob das neueste Service Pack für das Betriebssystem installiert ist

Installieren Sie das neueste Service Pack für Ihr Betriebssystem. Damit stellen Sie sicher, dass Sie über die neuesten Updates verfügen.

Besuchen Sie die folgende Website von Microsoft, um festzustellen, ob auf Ihrem Computer die neuesten Service Packs für Ihr Betriebssystem installiert sind:
http://windowsupdate.microsoft.com (http://windowsupdate.microsoft.com)
Wenn Sie sich in einer Netzwerkumgebung befinden, sollten Sie überprüfen, ob der Netzwerk-Dateiserver über das neueste Service Pack für das Betriebssystem verfügt, um sicherzustellen, dass auf dem Server die neuesten Updates für den Netzwerk-Redirector und das Dateisystem installiert sind.

Microsoft stellt regelmäßig Service Packs und Updates für Office 2000 zur Verfügung, um optimale Leistung und Interoperabilität mit anderen Programmen sicherzustellen. Diese Updates stehen zum kostenlosen Download auf der Office Update Site zur Verfügunghttp://office.microsoft.com (http://office.microsoft.com) . Verwenden Sie die Option Suche nach Updates, um Ihren Computer nach fehlende Updates zu scannen.

Prüfen, ob das neueste Service Pack für Microsoft Jet installiert ist

Installieren Sie das neueste Service Pack für Microsoft Jet. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie über die neuesten Updates für Microsoft Jet verfügen. Informationen zum Herunterladen des neuesten Service Packs für Microsoft Jet 4.0 finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
239114  (http://support.microsoft.com/kb/239114/DE/ ) So erhalten Sie das aktuelle Service Pack für die Microsoft Jet 4.0-Datenbank-Engine
Wenn Sie in einer Netzwerkumgebung arbeiten, müssen Sie das neueste Service Pack für Microsoft Jet auf allen Client-Computern installieren. Sie müssen das Microsoft Jet Service Pack nicht auf dem Netzwerk-Dateiserver installieren, wenn auf diesem Server auch eine oder mehrere Anwendungen ausgeführt werden, die Microsoft Jet verwenden.

Verwenden einer effizienten Datenbankgestaltung

Eine effiziente Gestaltung steigert die Leistungsfähigkeit der Datenbank. Sie trägt außerdem dazu bei, mögliche Beschädigungen der Datei zu verhindern. Weitere Informationen zu den empfohlenen Verfahrensweisen für die Gestaltung von Datenbanken finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
288947  (http://support.microsoft.com/kb/288947/DE/ ) Wie Finden von Information zu dem Entwerfen einer Datenbank in Access 2000

Verwenden des entsprechenden Jet-Datenbank-Dateiformats für die jeweilige Version der verwendeten Jet-Engine

Bei der Nutzung von Microsoft Jet 4.0-Clients sollten Sie eine Datenbank im Microsoft Jet 4.0-Format verwenden, um die optimale Leistungsfähigkeit und Stabilität sicherzustellen. Verwenden Sie dementsprechend eine Datenbank im Microsoft Jet 3.0-Format, wenn Sie Microsoft Jet 3.5-Clients nutzen, usw.

Im Folgenden finden Sie eine Tabelle mit den derzeit verfügbaren Jet-Formaten und der dazugehörigen Konverter-DLL (sofern vorhanden) für die Konvertierung in das entsprechende Format bei Verwendung eines Microsoft Jet 4.0-Clients:

    Access-Version	Jet-Format    Verwendete Konverter-DLL
    --------------	----------    -------------------
    Access 2.0    	Jet 2.0       msrd2x40.dll
    Access 95     	Jet 3.0       msrd3x40.dll
    Access 97     	Jet 3.0       msrd3x40.dll
    Access 2000   	Jet 4.0       Keine
    Access 2002 	Jet 4.0       Keine
				
Diese Tabelle zeigt, dass Microsoft Access 95 und Access 97 eine Datenbankdatei im Microsoft Jet 3.0-Format erstellen. Access 2000 und Access 2002 erstellen eine Datenbankdatei im Microsoft Jet 4.0-Format. Wenn Sie einen Microsoft Jet 4.0-Client nutzen, sollten Sie eine Datenbankdatei im Microsoft Jet 4.0-Format verwenden, um den Einsatz einer Konverter-DLL zu vermeiden. Falls Sie einen Microsoft Jet 3.5-Client verwenden, sollten Sie eine Datenbank im Microsoft Jet 3.0-Format nutzen.

Im Folgenden finden Sie eine Liste häufig verwendeter Datenbank-Engine-Clients für Microsoft Jet und die dazugehörige Version der Jet-Engine:

    Client-Anwendung 	             Jet-Engine          Empf. Format der Jet DB
    -------------------------        ---------------     -------------------------
    Access 2.0                       Jet 2.0             Jet 2.0
    Access 95                        Jet 3.0             Jet 3.0
    Access 97                        Jet 3.5             Jet 3.0
    Access 2000                      Jet 4.0             Jet 4.0
    Access 2002                      Jet 4.0             Jet 4.0
    DAO 3.0                          Jet 3.0             Jet 3.0
    DAO 3.5                          Jet 3.5             Jet 3.0
    DA0 3.6                          Jet 4.0             Jet 4.0
    Microsoft.JET.OLEDB.3.51         Jet 3.5             Jet 3.0
    Microsoft.Jet.OLEDB.4.0          Jet 4.0             Jet 4.0
    Access ODBC-Treiber*             Jet 4.0             Jet 4.0
				
Hinweis: Der Microsoft Access ODBC-Treiber, der in MDAC 2.0 oder früher enthalten ist, verwendet Microsoft Jet 3.5. Der Microsoft Access ODBC-Treiber, der in MDAC 2.1 und MDAC 2.5 enthalten ist, verwendet Microsoft Jet 4.0. MDAC 2.6 und spätere Versionen beinhalten den Microsoft Access ODBC-Treiber überhaupt nicht.

In bestimmten Situationen (beispielsweise wenn ältere und neuere Jet-Anwendungen dieselbe Datenbankdatei gemeinsam nutzen) können Sie möglicherweise nicht das neueste Jet-Datenbank-Dateiformat verwenden. Der Grund hierfür besteht darin, dass ältere Jet-Engines keine neueren Jet-Datenbankformate lesen oder schreiben können. In diesem Fall müssen Sie das ältere Format verwenden und die Konverter-DLLs nutzen.

Vermeiden von reservierten Wörtern und Zeichen in Objekt- und Feldnamen

Vermeiden Sie die Verwendung reservierter Wörter und Zeichen beim Benennen von Objekten und Feldern in Ihrer Datenbank. In einigen Situationen kann die Verwendung reservierter Wörter oder Zeichen, die einzeln oder in Kombination mit anderen Wörtern verwendet werden, wobei diese Wörter bzw. Zeichen in Leerstellen eingeschlossen sind, zu einer Beschädigung der Datenbank führen. Weitere Informationen zu reservierten Wörtern und Zeichen in Microsoft Access finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
209187  (http://support.microsoft.com/kb/209187/DE/ ) Liste von reservierten Worten in Access 2000
296857  (http://support.microsoft.com/kb/296857/DE/ ) ACC2000: kann Visual Basic-Umgebung von Entwurfsansicht eines Datenbank-Objekts nicht öffnen
Weitere Informationen zu reservierten Wörtern und Zeichen finden Sie in der integrierten Hilfe von Microsoft Access. Klicken Sie im Menü ? auf Microsoft Access-Hilfe, und geben Sie Datenbank-Engine für Microsoft Jet SQL reservierte Wörter in den Office- oder Antwort-Assistenten ein. Klicken Sie danach auf Suchen, um das Thema anzuzeigen.

Regelmäßiges Komprimieren der Microsoft Jet-Datenbank

Wenn Sie häufig Änderungen an einer Datenbank vornehmen, können Teile der Datenbank fragmentiert werden. Daher sollten Sie regelmäßig das Hilfsprogramm "Datenbank komprimieren" in Microsoft Access ausführen. Falls Sie nicht über Microsoft Access verfügen, können Sie die Datenbank mithilfe des Dienstprogramms "JetComp" komprimieren.

Weitere Informationen dazu, wie Sie das Dienstprogramm "JetComp" für Microsoft Jet 4.0 beziehen können, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
273956  (http://support.microsoft.com/kb/273956/DE/ ) ACC2000: Jet-Komprimierungsprogramm im Download Center verfügbar
Planen Sie die Komprimierung der Datenbank in Abhängigkeit davon ein, wie sehr sich die Daten verändert haben. Wenn die Daten nicht so häufig geändert werden, müssen Sie die Komprimierung weniger häufig vornehmen. Falls Sie häufige und umfangreiche Aktualisierungen, Einfügungen und Löschungen vornehmen, sollten Sie die Datenbank öfter komprimieren. Es gibt zwar keine feste Regel für die Komprimierungshäufigkeit, jedoch empfiehlt Microsoft, die Komprimierung regelmäßig durchzuführen.

In den folgenden Abschnitten wird das von Microsoft Jet verwendete Komprimierungsverfahren ausführlicher beschrieben. Allgemeine Informationen zur Komprimierung von Datenbanken finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
209769  (http://support.microsoft.com/kb/209769/DE/ ) Defragmentieren/Komprimieren von Datenbanken für mehr Leistung
Die Microsoft Jet-Engine behandelt eine Microsoft Access-Datenbankdatei als eine Folge von 4096-Byte-Blöcken. Dies ähnelt der Art und Weise, wie ein typisches Dateisystem die Daten auf einer Festplatte behandelt. Die Datensätze in einer Microsoft Jet-Tabelle werden in aufeinanderfolgenden Blöcken gespeichert, wobei jeder Block auf den nächsten Block verweist. Jeder Block kann einen oder mehrere Datensätze enthalten. Dies ist davon abhängig, wie viele Felder und Daten sich in den einzelnen Datensätzen befinden. Im Laufe der Zeit werden Datensätze zur Tabelle hinzugefügt und daraus gelöscht, wodurch die Tabellenblöcke in der Datenbankdatei fragmentiert werden.

Durch das Komprimieren der Microsoft Jet-Datenbank werden diese Blöcke "defragmentiert". Hierbei werden die einzelnen Tabellen in jeweils aufeinanderfolgenden Blöcken platziert. Dadurch kann die Tabelle leichter gelesen und geschrieben werden.

Die Indizes einer Microsoft Access-Datenbank werden ebenfalls in 4096-Byte-Blöcken gespeichert. Es kann ebenso wie bei Tabellen-Datensätzen zu einer Fragmentierung kommen.

Bei der Komprimierung der Microsoft Jet-Datenbank aktualisiert Jet die in der Datenbank gespeicherte Tabellenstatistik. Eine wichtige Tabellenstatistik ist die Anzahl der Datensätze in einer Tabelle. Wenn die Anzahl der Datensätze in der Tabellenstatistik wesentlich von der tatsächlichen Anzahl der Datensätze in der Tabelle abweicht, kann die Leistungsfähigkeit vermindert sein. Falls die Tabellenstatistik beispielsweise angibt, dass nur eine geringe Anzahl von Datensätzen in der Tabelle enthalten ist, verwendet die Optimierung der Jet-Datenbank-Engine beim Durchführen von Suchvorgängen oder Verknüpfungen keine Indizes für die Tabelle. Wenn tatsächlich nur eine geringe Anzahl von Datensätzen existiert, ist dieses Verfahren effizienter. Ist jedoch eine große Anzahl von Datensätzen vorhanden, dann ist dieses Verfahren äußerst ineffizient. Die wichtigste Regel besteht darin, die Datenbank häufiger zu komprimieren, wenn eine große Anzahl von Datensätzen hinzugefügt, gelöscht und aktualisiert wird.

Microsoft Jet optimiert während der Komprimierung auch die gespeicherten Abfragen in der Datenbank, um die aktualisierte Tabellenstatistik zu berücksichtigen. Daher lässt sich auch die Leistungsfähigkeit gespeicherter Abfragen durch häufiges Komprimieren verbessern.

Regelmäßiges Sichern der Microsoft Jet-Datenbankdatei

Wählen Sie einen Sicherungszeitplan entsprechend der Datenmenge, deren möglichen Verlust Sie verkraften können. Wenn Sie es sich nicht leisten können, mehr als die Daten eines ganzen Tages zu verlieren, sollten Sie eine tägliche Sicherung durchführen. Wenn Sie es sich leisten können, die Daten einer ganzen Woche zu verlieren, sollten Sie eine wöchentliche Sicherung durchführen, usw. Eine vollständige Datenbanksicherung ist die beste Möglichkeit, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Microsoft Jet-Datenbankdatei wiederherstellen können, falls sie beschädigt wird.

Wichtig: Wenn Sie in einer Netzwerkumgebung arbeiten, müssen Sie zunächst alle Microsoft Jet-Clients beenden, bevor Sie die Microsoft Access-Datenbankdatei sichern. Anderenfalls wird möglicherweise eine Sicherungsdatei mit unvollständigen oder inkonsistenten Daten erstellt. Testen Sie Ihre Sicherungskopien regelmäßig, um ihre ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

Zusätzliche Hinweise zur Datenbankpflege in Netzwerkumgebungen

Microsoft Jet ist ein Datenbanksystem mit gemeinsamem Dateizugriff. Bei einer Datenbank mit gemeinsamem Dateizugriff erfolgt die Verarbeitung der Datei auf dem Client. Wenn eine Datenbank mit gemeinsamem Dateizugriff, wie beispielsweise Microsoft Jet, in einer Mehrbenutzerumgebung verwendet wird, führen mehrere Clientprozesse Lese-, Schreib- und Sperrvorgänge für die gleiche freigegebene Datei in einem Netzwerk aus. Falls ein Prozess aus einem bestimmten Grund nicht abgeschlossen werden kann, besteht die Möglichkeit, dass die Datei in einem unvollständigen oder beschädigten Zustand verbleibt. Dies ist möglicherweise der Fall, wenn ein Client unerwartet beendet oder eine Netzwerkverbindung zu einem Server unterbrochen wird.

Microsoft Jet eignet sich nicht für die Verwendung mit hochbeanspruchten, parallelen Serveranwendungen, wie beispielsweise Web-, E-Commerce-, Transaktions- und Messaging-Servern, die 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche verfügbar sein müssen. Für diese Anwendungstypen besteht die beste Lösung darin, zu einem echten Client/Server-basierten Datenbanksystem wie Microsoft Data Engine (MSDE) oder Microsoft SQL Server zu wechseln. Bei Verwendung von Microsoft Jet in hochbeanspruchten Anwendungen, wie Microsoft Internet Information Server (IIS), sind bei einigen Kunden Probleme wie Datenbankbeschädigungen, Stabilitätsprobleme, wie beispielsweise der Absturz von IIS, und ein plötzliches dauerhaftes Versagen des Treibers für die Verbindungsherstellung mit einer gültigen Datenbank aufgetreten, die einen Neustart des IIS-Dienstes erfordern.

Im Folgenden sind einige Empfehlungen aufgeführt, die für die Freigabe einer Microsoft Jet- (Microsoft Access-)Datenbankdatei auf einem Netzwerk-Dateiserver beachtet werden sollten.


Opportunistic Locking-Funktion (oplocks) auf dem Netzwerk-Dateiserver

Microsoft hat ein Problem festgestellt, bei dem die Opportunistic Locking-Funktion das Risiko einer Beschädigung der Jet-Datenbank erhöhen kann, wenn die Datei von zwei oder mehreren Clients auf einem Netzwerk-Dateiserver gemeinsam verwendet wird. Dieses Problem betrifft Microsoft Windows NT 4.0, Microsoft Windows 2000 und Novell-Dateiserver, die Opportunistic Locking unterstützen. Dieses Problem betrifft auch Clients, auf denen Microsoft Windows NT 4.0, Microsoft Windows 2000 oder Microsoft Windows XP ausgeführt wird und die mit einem Dateiserver verbunden sind, der Opportunistic Locking unterstützt.

Windows 2000

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Gefahr dieses Problems auf Computern zu verringern, auf denen Windows 2000 ausgeführt wird: Installieren Sie Windows 2000 Service Pack 4 (SP4) auf dem Windows 2000-Dateiserver, auf dem sich die Access-Datenbankdatei befindet, und anschließend auf jedem Windows 2000-Client-Computer, der mit dem Windows 2000-Dateiserver verbunden ist. Weitere Information dazu, wie Sie Windows 2000 SP4 erhalten und installieren können, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
260910  (http://support.microsoft.com/kb/260910/DE/ ) Wie Sie das neueste Service Pack für Windows 2000 erhalten
Wenn Sie Clients mit Microsoft Windows 95, Microsoft Windows 98, Microsoft Windows Millennium Edition (Me) oder Microsoft Windows NT 4.0 verwenden, müssen Sie das in Artikel 260910 der Microsoft Knowledge Base erwähnte Update nicht auf diesen Clients installieren.

Windows XP

Gehen Sie folgendermaßen vor, um das Problem auf Computern zu vermeiden, auf denen Windows XP ausgeführt wird: Installieren Sie das im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base erwähnte Sicherheits-Update auf jedem Windows XP-Clientcomputer, der mit dem Dateiserver verbunden ist, auf dem sich die Access-Datenbank befindet.
329170  (http://support.microsoft.com/kb/329170/DE/ ) MS02-070: Schwachstelle bei SMB-Signierung ermöglicht Änderung von Gruppenrichtlinie
Wenn Sie Clients mit Microsoft Windows 95, Microsoft Windows 98, Microsoft Windows Millennium Edition (Me) oder Microsoft Windows NT 4.0 verwenden, müssen Sie das in Artikel 309376 der Microsoft Knowledge Base erwähnte Sicherheits-Update nicht auf diesen Clients installieren.

Deaktivieren von Opportunistic Locking

Wenn Sie Windows NT 4.0 verwenden und weder Windows 2000 SP4 noch das Sicherheits-Update für Windows XP installieren können, oder wenn Sie Windows 2000 SP4 und das Sicherheits-Update für Windows XP zwar installiert haben, aber noch häufige Beschädigungen der Datenbank feststellen, können Sie die Opportunistic Locking-Funktion deaktivieren, um dieses Problem zu vermeiden.

WICHTIG: Wenn Sie Opportunistic Locking deaktivieren, kann die Leistung anderer Anwendungen möglicherweise beeinträchtigt werden. Setzen Sie sich mit Microsoft Product Support Services in Verbindung, wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben.

Weitere Informationen dazu, wie Sie Opportunistic Locking unter Windows NT 4.0 deaktivieren, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
129202  (http://support.microsoft.com/kb/129202/DE/ ) PC Ext: Erklärung des Opportunistic Locking-Funktion unter Windows NT
Weitere Informationen dazu, wie Sie Opportunistic Locking unter Windows 2000 deaktivieren, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
296264  (http://support.microsoft.com/kb/296264/DE/ ) Konfigurieren von opportunistischem Sperren in Windows
Wenn Sie die Opportunistic Locking-Funktion auf einem Novell-Dateiserver deaktivieren möchten, sollten Sie sich an den technischen Support von Novell wenden. Weitere Informationen zur Kontaktaufnahme mit Novell finden Sie in einem der folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
65416  (http://support.microsoft.com/kb/65416/DE/ ) Hardware- A-K und Software-Kreditor-Kontaktinformation A-K

60781  (http://support.microsoft.com/kb/60781/DE/ ) Hardware- L-P und Software-Kreditor-Kontaktinformation L-P

60782  (http://support.microsoft.com/kb/60782/DE/ ) Hardware- Q-Z und Software-Kreditor-Kontaktinformation Q-Z
Die Kontaktinformationen bezüglich der in diesem Artikel erwähnten Fremdanbieter sollen Ihnen helfen, den benötigten technischen Support zu finden. Diese Kontaktinformationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Sie werden von Microsoft ohne jede Gewähr weitergegeben.


Überlegungen beim Freigeben einer Microsoft Jet-Datenbank

Wenn dies möglich ist, sollten Sie eine Microsoft Jet-Datenbankdatei, die auf einer Microsoft Windows 95-, einer Microsoft Windows 98- oder einer Microsoft Windows Millennium Edition (Me)-Dateifreigabe gespeichert ist, nicht gemeinsam mit Windows NT- oder Windows 2000-Clients verwenden. Wenn in Ihrem Netzwerk verschiedene Computer genutzt werden, wobei auf einigen Computern Windows 95, Windows 98 oder Windows Me und auf anderen Computern Windows NT oder Windows 2000 ausgeführt wird, und die Datenbank für andere Netzwerkbenutzer freigegeben werden soll, empfiehlt es sich, die Datenbankdatei auf einem Windows NT- oder Windows 2000-Server zu speichern, auf dem Opportunistic Locking deaktiviert ist. Es kann zu einer Beschädigung der Datenbank kommen, wenn Windows NT- oder Windows 2000-Client-Computer eine Datei gemeinsam verwenden, die auf einer Microsoft Windows 95-, einer Microsoft Windows 98- oder einer Microsoft Windows ME-Dateifreigabe gespeichert ist. Hierzu kann es auch kommen, wenn auf dem Windows NT- oder Windows 2000-Client die Opportunistic Locking-Funktion deaktiviert ist. Dieses Problem wird derzeit noch untersucht. Microsoft stellt weitere Informationen zu diesem Artikel bereit, sobald diese verfügbar sind.

Verwenden eines robusten Dateiservers

Verwenden Sie einen robusten Dateiserver, der die jeweilige Anzahl der Benutzer und der Anfragen an die Microsoft Jet-Datenbank verarbeiten kann. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Dateiserver nicht mit der Verarbeitung zu vieler anderer Prozesse, wie beispielsweise durch die Funktion als Windows-Domänencontroller, Exchange Server oder SQL Server, überlastet wird. Der Grund für diese Empfehlung ist, dass ein Netzwerkadministrator oder der Eigentümer des Servers den Computer möglicherweise neu starten muss, um ein Problem mit einem anderen wichtigen Dienst (z. B. dem E-Mail-Server) zu beheben, oder um die Änderungen am System wirksam zu machen, die beim Anwenden von neuer Software, eines Service Packs oder eines Updates vorgenommen werden, und hierbei vergessen kann, dass die Microsoft Jet-Datenbank gegenwärtig auf dem Server freigegeben ist. Der Neustart des Dateiservers bewirkt eine unerwartete Unterbrechung der Client-Verbindungen zur Datenbank und kann zu einer Beschädigung der Datenbank führen. Eine solche Unterbrechung der Client-Verbindungen lässt sich dadurch verhindern, dass alle Clients die Datenbank schließen, bevor der Dateiserver neu gestartet wird oder bevor Software-Updates auf dem Dateiserver angewendet werden.

Ein robuster Dateiserver muss außerdem an einem sicheren Standort platziert werden, an dem er nicht unbeabsichtigt ausgeschaltet werden kann. Der Server muss über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (Uninterrupted Power Supply, UPS) verfügen, um den Server vor Stromausfällen oder Stromschwankungen zu schützen. Der Netzwerk-Dateiserver muss außerdem über hochleistungsfähige Festplattenlaufwerke, eine gute Netzwerkkarte und ausreichend Arbeitsspeicher verfügen, damit er der Belastung gerecht werden kann.

Überprüfen der Netzwerkkonnektivität

Stellen Sie sicher, dass Sie über ein stabiles und schnelles Netzwerk mit einer störungsfreien Netzwerkkonnektivität zum Netzwerk-Dateiserver verfügen. Vermeiden Sie die Verwendung von Microsoft Jet über ein WAN, eine Modemverbindung oder FTP (bzw. andere weniger zuverlässige Netzwerkübertragungsverfahren). Da Microsoft Jet ein Datenbanksystem mit gemeinsamem Dateizugriff ist, würde ein weniger zuverlässiges Netzwerkübertragungsverfahren die Wahrscheinlichkeit von unterbrochenen Client-Verbindungen erhöhen. Dies kann wiederum zu einer Datenbankbeschädigung führen.

Minimieren der Anzahl der Client-Verbindungen

Wenn dies möglich ist, sollten Sie die Clients so konzipieren, dass nur jeweils eine Verbindung zur Microsoft Jet-Datenbank hergestellt werden kann. Jede Verbindung mit der Jet-Datenbank stellt für die Datenbank einen unabhängigen Client dar, selbst wenn diese Verbindungen vom gleichen Client-Prozess hergestellt werden. Um die Leistungsfähigkeit sowie die Netzwerk-E/A zu optimieren und die Belastung der Backend-Datenbank durch eine Vielzahl von Benutzern zu verringern, sollten Sie die Client-Anwendung so konzipieren, dass nur eine Verbindung zur Jet-Datenbank hergestellt werden kann. Geben Sie diese Verbindung anschließend für so viele Recordsets wie nötig frei. Dies hat den Vorteil, dass Verzögerungen durch das Lesen/Schreiben in der Client-Anwendung verhindert werden. Es gibt standardmäßig eine Verzögerung von 5 Sekunden zwischen dem Schreiben eines Wertes in die Datenbank und dem Lesen dieses aktualisierten Wertes, wenn über zwei verschiedene Jet-Verbindungen Schreib- und Lesevorgänge ausgeführt werden. Dies gilt selbst dann, wenn die beiden Verbindungen vom gleichen Client-Prozess hergestellt werden. Wenn Sie nur eine Verbindung verwenden, können Sie dieses Problem vermeiden.

Verwenden von ADO für den Zugriff auf die Microsoft Jet-Datenbank

Wenn Sie über ADO auf eine Microsoft Jet-Datenbank zugreifen, empfiehlt es sich, statt des Microsoft Access ODBC-Treibers den Microsoft Jet OLEDB-Provider zu verwenden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
299973  (http://support.microsoft.com/kb/299973/DE/ ) Verwenden von Microsoft Jet mit IIS

Wechseln zu einer Transaktionsdatenbank-Engine zur Steigerung der Integrität

Im Gegensatz zu einer Datei-basierten Datenbank-Engine verarbeitet eine Server-basierte Datenbank-Engine wie der Microsoft SQL Server sämtliche Client-Anfragen in einer Datenbank auf dem Server. Der Server verfolgt diese Anfragen in einem Transaktionsprotokoll. Falls eine Anfrage aus einem bestimmten Grund nicht verarbeitet werden kann, führt der Server ein Rollback aus oder verarbeitet die Anfrage nicht. Hierdurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Datenbank in einen unvollständigen oder beschädigten Zustand versetzt wird.

Bevor Sie von einer Datei-basierten Datenbank-Engine zu einer Server-basierten Datenbank-Engine wechseln, sollten Sie jedoch die Vor- und Nachteile dieser Vorgehensweise abwägen. Weitere Informationen zur Auswahl des für Ihre Zwecke bestmöglich geeigneten Datenbankmoduls finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
168549  (http://support.microsoft.com/kb/168549/DE/ ) ACC97: Auswählen des entsprechenden Datenbank-White-Papers in verfügbarem Download Center
Hinweis: Dieses Whitepaper wurde zwar für Access 97 erstellt, jedoch trifft es auch auf Jet 4.0 und Access 2000 zu.

Informationsquellen

Weitere Informationen dazu, wie Sie vorgehen müssen, wenn Ihre Datenbank bereits beschädigt ist, finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
306204  (http://support.microsoft.com/kb/306204/DE/ ) Kann wie Problem mit Beschädigung einer in einer Microsoft Access-Datenbank behandeln
Ausführliche Informationen zu anderen Themen dieses Artikels finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
200300  (http://support.microsoft.com/kb/200300/DE/ ) Wie synchronisiert wird, schreibt und liest mit dem OLE DB Provider Jet und ADO
209137  (http://support.microsoft.com/kb/209137/DE/ ) Problembehandlung und Reparatur einer beschädigten Jet 4.0-Datenbank in Access 2000
299973  (http://support.microsoft.com/kb/299973/DE/ ) Verwenden von Microsoft Jet mit II
296264  (http://support.microsoft.com/kb/296264/DE/ ) Konfigurieren von opportunistischem Sperren in Windows
129202  (http://support.microsoft.com/kb/129202/DE/ ) PC Ext: Erklärung des Opportunistic Locking-Funktion unter Windows NT

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Access 2000 Standard Edition
  • Microsoft Open Database Connectivity-Treiber für Access 4.0
  • Microsoft OLE DB Provider for Jet 4.0
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