Artikel-ID: 300415 - Geändert am: Samstag, 1. Dezember 2007 - Version: 1.2 Beschreibung des Befehlszeilenprogramms "Diskpart"Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D300415 Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 300415 (http://support.microsoft.com/kb/300415/en-us/ ) A Description of the Diskpart Command-Line Utility Auf dieser SeiteZusammenfassung
Dieser Artikel beschreibt das Dienstprogramm "Diskpart". Mithilfe dieses Programms können Sie Speichermedien über ein Skript, eine Remotesitzung oder eine andere Eingabeaufforderung konfigurieren. Diskpart verbessert die grafische Benutzeroberfläche des Festplatten-Managers.
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Diskpart unterscheidet sich insofern von vielen anderen Befehlszeilenprogrammen, als es nicht im Einzelzeilenmodus arbeitet. Stattdessen wird das Programm zunächst gestartet und anschließend werden die Befehle über die Standardeingabe/-ausgabe (E/A) gelesen. Diese Befehle können auf jeden Datenträger, jede Partition oder jedes Volume verweisen.
Vergleich mit der DatenträgerverwaltungDiskpart bietet Möglichkeiten, die vom Snap-In "Datenträgerverwaltung" nicht unterstützt werden. Das Snap-In beugt vielen unbeabsichtigten Aktionen des Benutzers, die Datenverluste zur Folge haben könnten, vor. Es wird empfohlen, Diskpart nur mit äußerster Vorsicht zu verwenden, da Diskpart die explizite Steuerung von Partitionen und Volumes ermöglicht.Mit Diskpart können Sie einen Basisdatenträger in einen dynamischen Datenträger konvertieren. Der Basisdatenträger kann dabei leer sein oder primäre Partitionen und/oder logische Laufwerke enthalten. Bei einem Basisdatenträger kann es sich um einen reinen Datenträger oder um ein System-/Startlaufwerk handeln. Der Basisdatenträger darf keine fehlertoleranten Datenträger-Treibersets (FtDisk-Treibersets) wie z.B. Stripes oder Spiegelungen enthalten. Verwenden Sie die Datenträgerverwaltung in Windows 2000 oder konvertieren Sie den Datenträger vor dem Update auf Windows XP, um Basisdatenträger, die FtDisk-Treiber-Sets enthalten, zu konvertieren. Mit Diskpart können Sie einen dynamischen Datenträger in einen Basisdatenträger konvertieren. Sie müssen vor der Konvertierung alle dynamischen Volumes löschen. Das Löschen von Partitionen auf einem dynamischen Datenträger ist jedoch nur in Notfällen zu empfehlen. Es wird empfohlen, alle Volumes auf dem Laufwerk zu löschen und den Datenträger dann in einen Basisdatenträger zu konvertieren. Sie müssen alle dynamischen Datenpartitionen löschen. Bringen Sie außerdem niemals primäre Basispartitionen und dynamische Partitionen auf demselben Laufwerk zusammen. Anderenfalls kann der Computer möglicherweise nicht mehr gestartet werden. Diskpart ermöglicht die Erstellung einer Partition bei einem explizit angegebenen Datenträger-Offset. Das Snap-In "Datenträgerverwaltung" platziert die Partition an das Ende eines belegten Bereichs oder in den ersten Bereich ausreichender Größe. Auf Festplatten mit Master-Boot-Datensatz (MBR) werden der Partitions-Offset und die Größe gerundet, um die erforderliche Zylinderausrichtung zu bewahren. Offsetwerte werden auf den nächsten gültigen Wert auf- oder abgerundet, während die Größe immer auf den nächsten gültigen Wert aufgerundet wird. Diskpart weist einer neu erstellten Partition keinen Laufwerkbuchstaben zu. Mit dem Befehl assign können Sie einen Bereitstellungspunkt oder einen Laufwerkbuchstaben zuweisen. Für Diskpart gelten dieselben Richtlinien wie für das Snap-In. Dynamische Datenträger dürfen nur auf Festplatten erstellt werden. Wechseldatenträger wie zum Beispiel 1394- oder USB-Laufwerke (USB = Universal Serial Bus) können nicht in dynamische Datenträger konvertiert werden. Diskpart lässt bestimmte Löschoperationen bei Partitionen zu, die vom Snap-In gesperrt werden. Mit "Diskpart" können Sie z.B. MBR-OEM-Partitionen löschen. Diese Partitionen enthalten jedoch häufig Dateien, die für die Funktion des Systems von entscheidender Bedeutung sind. Diskpart blockiert das Löschen von aktuellen System-, Start- und Auslagerungsdatenträgern und -partitionen. Außerdem lässt Diskpart das Löschen von Partitionen, die dynamischen Datenträgern zu Grunde liegen, nicht zu. Mit Diskpart kann keine Partition auf Wechselmedien erstellt werden. Windows unterstützt höchstens eine MBR-Partition auf Wechselmedien. Falls das Speichermedium mit einem Master-Boot-Datensatz (MBR) hergestellt wurde, kann dieser MBR nicht geändert werden und wird auch dann befolgt, wenn man mehrere Partitionen oder logische Laufwerke erstellt. Falls das Speichermedium ohne Master-Boot-Datensatz hergestellt wurde, wird es wie ein "Superfloppy" behandelt, und es wird keine Partitionsstruktur auf das Medium geschrieben. Der Laufwerkbuchstabe für ein Wechselmedium wird dem Laufwerk zugewiesen, nicht dem Medium. Mit Diskpart können Sie den Laufwerkbuchstaben ändern. Diskpart bewirkt die Erstellung von Datenträgersignaturen, GUID-Partitionstabellen (GPT), Globally Unique Identifiers (GUIDs) für Datenträger und GUIDs für GPT-Partitionen. Sie können diese Elemente mit Diskpart nicht explizit erstellen. In ähnlicher Weise wie das Snap-In unterstützt auch Diskpart das neue Itanium-Datenträgerpartitionsschema mit dem Namen GPT. GPT-Datenträger können nicht auf x86-basierten Windows XP- oder Windows 2000-Computern eingesetzt werden. Diskpart erlaubt die Konvertierung von einer GPT-Partitionierung in eine MBR-Partitionierung nur bei leeren Datenträgern. Diskpart kann verwendet werden, um fehlende dynamische Datenträger zu löschen. Dynamische Datenträger enthalten eine gemeinsam genutzte Datenbank; alle dynamischen Datenträger auf einem Computer haben so Kenntnis von allen weiteren dynamischen Datenträgern auf dem jeweiligen Computer. Wenn dynamische Datenträger auf einen anderen Computer verschoben werden, betrachtet der ursprüngliche Computer diese als "fehlend". Laufwerkbuchstaben werden bei Verwendung von Diskpart nicht automatisch zugewiesen. Um sicherzustellen, dass eine bestimmte Partition oder ein bestimmtes Volume einen Laufwerkbuchstaben hat, müssen Sie diesen Laufwerkbuchstaben explizit zuweisen. Sie können den Laufwerkbuchstaben entweder zuweisen oder den nächsten verfügbaren Laufwerkbuchstaben zuweisen lassen. Fokus setzenDie meisten Diskpart-Befehle beziehen sich auf bestimmte Zieldatenträger, -partitionen oder -volumes. Das Zielobjekt besitzt den "Fokus". Ein solcher Fokus vereinfacht die häufig durchzuführende Konfigurationsaufgabe des Erstellens mehrerer Partitionen auf einem Datenträger. Ein Objekt erhält den Fokus über den Befehl select. Alle Befehle außer list, help, rem oder exit erfordern den Fokus.Mit dem Befehl select können Sie den Fokus explizit ändern. Wenn Sie den Fokus implizit ändern möchten, verwenden Sie einen Befehl wie create. Der Datenträgerfokus muss immer gesetzt werden, bevor Sie einen Basisdatenträger verwalten. Auf Basisdatenträgern sind Partitionsfokus und Vokumefokus identisch: Wenn Sie den Fokus für ein Element ändern, ändert sich auch der Fokus für das andere Element. Auf dynamischen Volumes ist nur der Volumefokus von Bedeutung, weil der vorherige Partitionsfokus immer verloren geht und der Datenträgerfokus nur für einfache Volumes wichtig ist. Bei den folgenden Beispielen wird von einem Computer mit zwei Datenträgern ausgegangen:
SkripteDiskpart unterstützt Skript-Operationen. Verwenden Sie den Befehl diskpart /s script.txt, um ein Diskpart-Skript aufzurufen. Diskpart-Skritpe können unter Windows XP, Windows 2000, Remote-Installationsdiensten (RIS) unbeaufsichtigten RIS-Installationsumgebungen (RIS = Remote Installation Services) oder in Windows-Vorinstallationsumgebungen (Windows Preinstall Environment = PE) für OEMs ausgeführt werden.Standardmäßig kann Diskpart die Befehlsverarbeitung beenden und einen Fehlercode zurückmelden, wenn das Skript fehlerhaft ist. Nehmen Sie den Parameter noerr in den Befehl auf, um ein Skript auch unter diesen Umständen weiter ausführen zu können. Dieser Parameter gestattet die Verwendung eines einzigen Skripts zum Löschen aller Partitionen auf allen Datenlaufwerken unabhängig von deren Gesamtzahl. Nicht alle Befehle unterstützen jedoch den Parameter noerr. Unabhängig vom Parameter noerr wird bei Fehlern in der Befehlssyntax immer ein Fehler zurückgemeldet. Die folgende Liste beschreibt die Fehlercodes für Diskpart:
Übersicht der BefehleBefehle zum Setzen des FokusselectDer Befehl select setzt den Fokus auf das angegebene Ziel. Eine Liste der Fokustypen erhalten Sie, indem Sie das Feld Typ leer lassen. Wenn Sie keine Kennung (ID) angeben, wird das aktuelle Fokusobjekt angezeigt. select disk[=n] Der Befehl select disk setzt den Fokus auf den Datenträger mit der angegebenen Windows NT-Datenträgernummer. Wird keine Datenträgernummer angegeben, wird durch den Befehl der Datenträger angezeigt, der momentan den Fokus hat. select partition[=n/l ] Der Befehl select partition setzt den Fokus auf die angegebene Partition. Wird keine Partition angegeben, wird die Partition angezeigt, die momentan den Fokus hat. Auf Basisdatenträgern kann die Partition durch Index, Laufwerkbuchstaben oder Bereitstellungspunkt angegeben werden. Die Angabe der Partition über Index ist nur für dynamische Datenträger möglich. select volume[=n/l] Der Befehl select volume setzt den Fokus auf das angegebene Volume. Wird kein Volume angegeben, wird durch den Befehl das Volume angezeigt, das momentan den Fokus hat. Das Volume kann durch Index, Laufwerkbuchstaben oder Bereitstellungspunkt angegeben werden. Bei einem Basisdatenträger erhält durch Auswahl eines Volume die entsprechende Partition den Fokus. Befehle zum Anzeigen der DatenträgerkonfigurationMit dem Befehl list können Sie eine Übersicht anzeigen. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, setzen Sie den Fokus und verwenden Sie den Befehl detail.detail disk Der Befehl detail disk liefert ausführliche Informationen zu dem Datenträger, der momentan den Fokus hat. Beispiel: Diskpart> select disk 3 Datenträger 3 ist der derzeit gewählte Datenträger. Diskpart> detail disk Maxtor 90432D2 Datenträgerkennung: F549D151 Typ : IDE Bus : 0 Ziel : 0 LUN ID : 0 Volume ### Bst Bezeichnung Ds Typ Größe Status Info ---------- --- ----------- ----- ---------------- ------- --------- -------- Volume 0 F My RAID Set NTFS RAID-5 4096 MB OK Volume 1 G FATSTRIPE FAT32 Stripe 6144 MB OK Volume 2 H My Mirror NTFS Spiegel 2048 MB OK Volume 3 I My Span NTFS Übergreifend 9 GB OK Der Befehl detail partition liefert ausführliche Informationen zur Partition, die momentan den Fokus hat. Diskpart> select disk 0 Datenträger 0 ist der derzeit gewählte Datenträger. Diskpart> select partition 1 Partition 1 ist die derzeit gewählte Partition. Diskpart> detail partition Partition 0 Typ: 07 Versteckt: Nein Aktiv: Ja Volume ### Bst Bezeichnung Ds Typ Größe Status Info ---------- --- ----------- ----- ---------- ------- --------- -------- * Volume 2 C NTFS Partition 4110 MB OK System Der Befehl detail volume liefert Detailinformationen zum Volume, das momentan den Fokus hat. Beispiel: Diskpart> select volume 1 Volume 1 ist das derzeit gewählte Volume. Diskpart> detail volume DatTr ### Status Größe Frei Dyn Gpt -------- ---------- ------- ------- --- --- Disk 1 Online 8 GB 0 B * Disk 2 Online 8 GB 0 B * Disk 3 Online 8 GB 0 B * Der Befehl list disk liefert Übersichtsinformationen zu jedem Datenträger des Computers. Der Datenträger mit dem Sternchen (*) verfügt momentan über den Fokus. Es werden nur Festplatten aufgelistet (zum Beispiel IDE-Festplatten, SCSI-Festplatten oder Wechseldatenträger wie 1394- oder USB-Datenträger). Die austauschbaren Laufwerke werden nicht angezeigt. Diskpart> select disk 3 Datenträger 3 ist der derzeit gewählte Datenträger. Diskpart> list disk DatTr ### Status Größe Frei Dyn Gpt -------- ---------- ------- ------- --- --- Disk 0 Online 4118 MB 0 B Disk 1 Online 8 GB 4002 MB * Disk 2 Online 8 GB 0 B * * Disk 3 Online 8 GB 0 B * Disk M0 Fehlt 8 GB 0 B * Der Befehl list partition liefert Informationen zu den einzelnen Partitionen auf dem Datenträger, der momentan den Fokus hat. Diskpart> select disk 4 Datenträger 4 ist der derzeit gewählte Datenträger. Diskpart> list partition Partition ### Typ Größe Offset ------------- ---------------- ------- ------- Partition 1 Primär 4094 MB 31 KB Partition 2 Erweitert 4581 MB 4094 MB Partition 3 Logisch 2047 MB 4094 MB Partition 4 Logisch 2533 MB 6142 MB Alle Partitionen (unabhängig vom Typ) werden angezeigt. Der Befehl list volume liefert Informationen zu den einzelnen Volumes auf dem Computer. Beispiel: Diskpart> list volume Volume ### Bst Bezeichnung Ds Typ Größe Status Info ---------- --- ----------- ----- ---------------- ------- ---------- -------- Volume 0 F My RAID Set NTFS RAID-5 4096 MB OK Volume 1 G FATSTRIPE FAT32 Stripe 6144 MB OK Volume 2 H My Mirror NTFS Spiegel 2048 MB OK Volume 3 I My Span NTFS Übergreifend 9 GB OK Volume 4 D CDFS CD-ROM 0 B Volume 5 C NTFS Partition 2047 MB OK System Volume 6 E NTFS Partition 2063 MB OK System Volume 7 J My Mirror NTFS Spiegel 4095 MB OK Volume 8 K My Mirror NTFS Spiegel 2047 MB OK Volume 9 L My Next Log NTFS Partition 2534 MB OK Befehle zur Verwaltung von BasisdatenträgernDieser Abschnitt beschreibt Befehle zum Erstellen und Löschen von Partitionen und Zuweisen von Laufwerkbuchstaben und Bereitstellungspunkten. Die Befehle in diesem Abschnitt sind nur auf Basisdatenträger anwendbar. Befehle, die für dynamische Datenträger oder die Konvertierung zwischen dynamischen Datenträgern und Basisdatenträgern gelten, finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten.Auf allen MBR-Datenträgern werden die Parameter size oder offset auf die Zylinderausrichtung aufgerundet. Auf allen GPT-Datenträgern werden die Parameter size oder offset auf die Sektorenausrichtung gerundet. Wird der Parameter offset nicht angegeben, wird die Partition in die erste freie, fortlaufende Datenträgererweiterung ausreichender Größe platziert. Ist der Parameter size nicht aufgeführt, kann die Partition so erweitert werden, dass sie die jeweilige Datenträgererweiterung bis zur Größe des gesamten Datenträgers belegt. Bei der ersten Erkennung wird von allen Datenträgern angenommen, dass es sich um MBR-Datenträger handelt. Ein Datenträger muss explizit in einen GPT-Datenträger konvertiert werden, bevor Sie versuchen können, eine GPT-Partition zu erstellen. Es wird empfohlen, dass Sie den MSR als erste Partition auf jedem Datenträger erstellen und die zweite Partition (nach der ESP) auf einem beliebigen System- oder Startdatenträger einrichten. Nach der Konvertierung von MBR in GPT wird automatisch die MSR-Partition auf dem Datenträger erstellt. Nach der Erstellung einer neuen Partition erhält diese immer den Partitionsfokus. Nach dem Löschen einer Partition geht der Partitionsfokus verloren. Der Datenträgerfokus bleibt dabei immer unverändert. active Der Befehl active setzt die Partition, die momentan den Fokus hat, auf "aktiv". Diese Einstellung informiert die Firmware, dass es sich bei der Partition um eine gültige Systempartition handelt. Diskpart überprüft die Inhalte der Partition nicht. Hinweis: Wenn Sie diesen Befehl verwenden, kann der Computer möglicherweise nicht mehr gestartet werden. assign [[letter=l]/[mount=Pfad]] [noerr] Der Befehl assign weist dem Datenträger, der momentan den Fokus hat, einen Laufwerkbuchstaben oder Bereitstellungspunkt zu. Wird kein Laufwerkbuchstabe angegeben, wird der nächste verfügbare Laufwerkbuchstabe zugewiesen. Falls der Laufwerkbuchstabe bzw. der Bereitstellungspunkt bereits belegt ist, wird (sofern nicht der Parameter noerr verwendet wurde )eine Fehlermeldung generiert. Dieser Befehl kann dazu verwendet werden, den Laufwerkbuchstaben zu ändern, der einem austauschbaren Laufwerk zugeordnet ist. Die Laufwerkbuchstaben-Zuordnung ist auf System-, Start- und Auslagerungsdatenträgern gesperrt. Dieser Befehl kann nicht dazu verwendet werden, einer OEM- oder GPT-Partition (mit Ausnahme von "Msdata") einen Laufwerkbuchstaben zuzuweisen. create partition primary [size=n] [offset=n] [id=Byte/Guid] [noerr] Der Befehl create partition primary erstellt eine primäre Partition der angegebenen Länge und mit dem angegebenen Adressen-Offset auf dem aktuellen Laufwerk. Wird auf einem MBR-Datenträger kein ID-Byte angegeben, wird durch diesen Befehl eine Partition des Typs "0x6" erstellt. Mit dem Parameter ID können Sie den Partitionstyp angeben. Es findet keine Gültigkeitsprüfung oder sonstige Prüfung des ID-Bytes statt. Wenn Sie auf einer GPT-Festplatte keinen ID-GUID angegeben, wird durch diesen Befehl eine Msdata-Partition erstellt. Mit dem Parameter ID können Sie eine beliebige GUID angeben. Es findet keine Gültigkeitsprüfung, keine Prüfung auf doppeltes Vorhandensein oder sonstige Prüfung für die GUID statt. Die GUID für die Partitionsinstanz wird automatisch erstellt. MBR- und GPT-Partitionen werden so erstellt, dass keine automatische Zuweisung der Laufwerkbuchstaben durch Windows erfolgt. Sie müssen einen Laufwerkbuchstaben explizit zuweisen. create partition extended [size=n] [offset=n] [noerr] Der Befehl create partition extended erstellt eine erweiterte Partition der angegebenen Länge und mit dem angegebenen Adressen-Offset auf dem aktuellen Laufwerk. Bei dem Laufwerk muss es sich um einen MBR-Datenträger handeln. Nach der Erstellung der Partition erhält diese neue erweiterte Partition den Fokus. Sie können nur eine erweiterte Partition erstellen. Sie können logische Laufwerke erst nach dem Erstellen einer erweiterten Partition erstellen. create partition logical [size=n] [offset=n] [noerr] Der Befehl create partition logical erstellt ein logisches Laufwerk der angegebenen Länge und mit dem angegebenen Adressen-Offset in einer vorhandenen erweiterten Partition des aktuellen Datenträgers. Bei dem Laufwerk muss es sich um einen MBR-Datenträger handeln. Wird kein Offset-Wert angegeben, wird das logische Laufwerk in die erste freie, fortlaufende Datenträgererweiterung in der erweiterten Partition platziert, die ausreichend groß ist. Ist keine Größe angegeben, kann die Partition so erweitert werden, dass sie die gesamte erweiterte Partition belegt. Nach der Erstellung der Partition erhält das logische Laufwerk den Fokus. create partition msr [size=n] [offset=n] [noerr] Der Befehl create partition msr entspricht der Erstellung der Partition mit dem MSR-GUID E3C9E316-0B5C-4DB8-817D-F92DF00215AE. create partition esp [size=n] [offset=n] [noerr] Der Befehl create partition esp entspricht der Erstellung der Partition mit dem ESP-GUID C12A7328-F81F-11D2-BA4B-00A0C93EC93B. delete partition [noerr] [override] Der Befehl delete partition löscht die Partition, die momentan den Fokus hat. Diskpart blockiert das Löschen von aktuellen System-, Start- und Auslagerungsdatenträgern. Um eine ESP-, MSR- oder bekannte OEM-Partition zu löschen, muss der Parameter override verwendet werden. extend [size=n][noerr] Der Befehl extend bewirkt, dass das Volume, das momentan den Fokus hat, in fortlaufenden nicht zugewiesenen Speicherbereich erweitert wird. Der noch nicht zugeordnete Speicherbereich muss auf die Partition mit dem Fokus folgen (einen höheren Sektoren-Offset haben als diese Partition). Dieser Befehl ist dazu vorgesehen, eine existierende Basisdatenpartition in einen neu erstellten Speicherbereich auf einem erweiterten Hardware-Raid-LUN zu erweitern. Wurde die Partition zuvor mit dem NTFS-Dateisystem formatiert, wird das Dateisystem automatisch so erweitert, dass es die größere Partition belegt und Datenverluste verhindert werden. Wurde die Partition zuvor mit einem anderen Dateisystem als NTFS formatiert, schlägt der Befehl fehl, und die Partition wird nicht geändert. Diskpart verhindert nur das Löschen der aktuellen System- oder Startpartition. remove [[letter=l]/[mount=path]/[all]] [noerr] Der Befehl remove entfernt einen Laufwerkbuchstaben oder Bereitstellungspunkt von der Partition, die momentan den Fokus hat. Bei Angabe des Parameters all werden alle aktuellen Laufwerkbuchstaben und Bereitstellungspunkte entfernt. Wird kein Laufwerkbuchstabe oder Bereitstellungspunkt angegeben, wird der Laufwerkbuchstabe entfernt. Mit diesem Befehl kann der Laufwerkbuchstaben geändert werden, der einem austauschbaren Laufwerk zugeordnet ist. Das Entfernen des Laufwerkbuchstabens ist auf System-, Start- und Auslagerungsdatenträgern gesperrt. Dieser Befehl kann nicht dazu verwendet werden, den Laufwerkbuchstaben von OEM-Partitionen, GPT-Partitionen mit nicht erkanntem GUID oder speziellen GPT-Partitionen ohne Daten (zum Beispiel den einer ESP-Partition) zu entfernen. Befehle zur Verwaltung von dynamischen DatenträgernMit den in diesem Abschnitt beschriebenen Befehlen können Sie Volumes erstellen und löschen, fehlertolerante Volumes reparieren und Datenträger importieren.Der Parameter size wird immer auf einen MB-Wert aufgerundet. Sie können keinen expliziten Offset angeben. Das Volume wird immer in die erste freie und fortlaufende Datenträgererweiterung ausreichender Größe platziert. Wird keine bestimmte Größe angegeben, wird das größtmögliche Volume erstellt. Nach der Erstellung eines Volume erhält das neu erstellte Volume den Volumefokus. Der aktuelle Datenträgerfokus geht verloren, wenn sich das Volume über mehrere Datenträger erstreckt. Beim Löschen eines Volumes geht der Volumefokus verloren. Gab es vor dem Löschen des Volumes einen gültigen Datenträgerfokus, bleibt dieser Fokus erhalten. Hinweis: Diskpart erzwingt die Erstellung einer MSR-Partition auf einem leeren Datenträger, wenn dieser Datenträger in einen dynamischen Datenträger oder GPT-Datenträger konvertiert wird. active Der Befehl active setzt die Partition, die momentan den Fokus hat, auf "aktiv". Diese Einstellung informiert die Firmware, dass es sich bei der Partition um eine gültige Systempartition handelt. Diskpart überprüft nur, ob das Volume ein startbares Abbild des Betriebssystems aufnehmen kann, prüft die Inhalte der Partition jedoch nicht. Wenn Sie diesen Befehl verwenden, kann der Computer möglicherweise nicht mehr gestartet werden. add disk=n [noerr] Der Befehl add fügt einen Spiegel zum Volume auf dem angegebenen Datenträger hinzu, das momentan den Fokus hat. Es werden nur zwei Spiegelplexe unterstützt. Bei dem Volume, das den Fokus hat, muss es sich um ein einfaches Volume handeln. assign [[letter=l]/[mount=path]] [noerr] Der Befehl assign weist dem Volume, das momentan den Fokus hat, einen Laufwerkbuchstaben oder Bereitstellungspunkt zu. Wird kein Laufwerkbuchstabe angegeben, wird der nächste verfügbare Laufwerkbuchstabe zugewiesen. Falls der Laufwerkbuchstabe bzw. der Bereitstellungspunkt bereits belegt ist, wird eine Fehlermeldung generiert, sofern nicht der Parameter noerr verwendet wurde. Die Laufwerkbuchstaben-Zuordnung ist auf System-, Start- und Auslagerungsdatenträgern gesperrt. break disk=n [nokeep] [noerr] Der Befehl break teilt den Spiegel auf, der momentan den Fokus hat. Standardmäßig werden die Inhalte beider Spiegelplexe bewahrt, da beide zu einfachen Volumes werden. Bei Angabe des Parameters nokeep wird nur der spezifizierte Plex beibehalten und der andere in freien Speicherplatz umgewandelt. Auf dem ursprünglichen Volume bleiben sämtliche Laufwerkbuchstaben und Bereitstellungspunkte erhalten. Wird der Plex nicht beibehalten, verbleibt der Fokus auf dem beibehaltenen einfachen Volume auf der angegebenen Festplatte. Andernfalls wird der Fokus auf den beibehaltenen Plex auf dem angegebenen Datenträger übertragen. Der Plex wird zu einem einfachen Volume, jedoch wird dem neuen Volume kein Laufwerkbuchstabe zugewiesen. create volume simple [size=n] [disk=n] [noerr] Der Befehl create volume simple erstellt ein einfaches Volume der angegebenen Länge auf dem angegebenen Datenträger. Wird keine Angabe zur Größe gemacht, kann das neue Volume den verbleibenden freien, fortlaufenden Speicherplatz auf dem Datenträger einnehmen. Wird kein Datenträger angegeben, wird der Datenträger angezeigt, der momentan den Fokus hat. Nachdem das Volume erstellt wurde, erhält der Zieldatenträger den Datenträgerfokus. create volume stripe [size=n] disk=n[,n[,...]] [noerr] Der Befehl create volume stripe erstellt ein Stripeset-Volume auf den angegebenen Datenträgern. Die Gesamtgröße des Stripeset-Volumes ergibt sich aus der Größe multipliziert mit (*) der Anzahl der Datenträger. Wird keine bestimmte Größe angegeben, wird das größtmögliche Stripeset-Volume erstellt. Es wird der Datenträger mit der kleinsten Menge an fortlaufendem, freiem Speicherplatz ermittelt. Die Menge dieses freien Speichers bestimmt die Größe des Stripeset-Volumes. Auf jedem Datenträger wird dieselbe Größe zugewiesen. create volume raid [size=n] disk=n[,n[,...]] [noerr] Der Befehl create volume raid erstellt ein Raid-5-Set-Volume auf den angegebenen Datenträgern. Die Größe des zugeordneten Speicherplatzes pro Datenträger entspricht dem Wert "size". Wird keine bestimmte Größe angegeben, wird das größtmögliche Raid-5-Volume erstellt. Es wird der Datenträger mit der kleinsten Menge an fortlaufendem, freiem Speicherplatz ermittelt. Die Größe des freien Speicherplatzes bestimmt die Größe des Raid5-Volumes. Von jedem Datenträger wird dieselbe Speichergröße zugeordnet. Die tatsächlich nutzbare Volumegröße ist geringer als die mit der Anzahl der Datenträger multiplizierte Größe, da ein Teil des Speicherplatzes für die Parität verwendet wird. delete disk [noerr][override] Der Befehl delete disk löscht einen fehlenden dynamischen Datenträger aus der Datenträgerliste. Wird der Parameter override nicht angegeben, werden alle einfachen Volumes auf dem Datenträger gelöscht und alle Spiegelplexe entfernt. Wenn der Datenträger an einem Raid-5-Volume beteiligt ist, scheitert der Befehl. delete partition [noerr] [override] Der Befehl delete partition löscht die Partition, die momentan den Fokus hat. Diskpart blockiert das Löschen von Partitionen, auf denen sich existierende dynamische Online-Volumes befinden. Diese Volumes müssen gelöscht werden; der Datenträger muss in einen Basisdatenträger konvertiert werden. Um eine ESP-, MSR- oder bekannte OEM-Partition zu löschen, muss der Parameter override verwendet werden. Partitionen können von dynamischen Datenträgern gelöscht, aber nicht auf diesen erstellt werden. So können Sie zum Beispiel eine nicht erkannte GPT-Partition auf einem dynamischen GPT-Datenträger löschen. Wenn Sie eine Partition löschen, wird der freie Speicherplatz dadurch nicht verfügbar. Mit diesem Befehl können Sie in einer Notfallsituation, in der Sie den Befehl clean nicht verwenden können, den Speicherplatz auf einem beschädigten dynamischen Offline-Datenträger wieder verfügbar machen. delete volume [noerr] Der Befehl delete volume löscht das Volume, das momentan den Fokus hat. Durch die Verwendung dieses Befehls gehen alle Daten verloren. extend disk=n [size=n] [noerr] Der Befehl extend erweitert das aktuelle einfachen oder erweiterte Volume auf den angegebenen Datenträger. Der Befehl extend funktioniert nur bei NTFS-Volumes. Wird keine Angabe zur Größe gemacht, kann das Volume den gesamten freien Speicherplatz auf dem angegebenen Datenträger einnehmen. Ein vorhandener Datenträgerfokus geht verloren. import [noerr] Der Befehl import importiert alle Datenträger aus einer fremden Datenträgergruppe. Wenn Sie den Fokus auf einen beliebigen Datenträger in der fremden Datenträgergruppe setzen, können Sie alle Datenträger aus dieser Gruppe importieren. Durch das Ausführen dieses Befehls geht ein vorhandener Volume- oder Datenträgerfokus verloren. online [noerr] Der Befehl online stellt ein Volume, das zuvor auf "offline" geändert wurde, wieder auf "online" um. Dieser Befehl ändert den Fokus nicht. remove [[letter=l]/[mount=path]/[all]] [noerr] Der Befehl remove entfernt einen Laufwerkbuchstaben oder Bereitstellungspunkt von dem Volume, das momentan den Fokus hat. Bei Angabe des Parameters all werden alle aktuellen Laufwerkbuchstaben und Bereitstellungspunkte entfernt. Wird kein Laufwerkbuchstabe oder Bereitstellungspunkt angegeben, wird der zuerst gefundene Pfad entfernt. Das Entfernen des Laufwerkbuchstabens ist auf System-, Start- und Auslagerungsdatenträgern gesperrt. retain Der Befehl retain bereitet ein einfaches dynamisches Volume für die Verwendung als Start- oder Systemvolume vor. Auf einem x86-Computer wird durch den Befehl retain eine MBR-Partition auf dem einfachen dynamischen Volume mit Fokus erstellt. Um eine MBR-Partition zu erstellen, muss das einfache dynamische Volume mit einem auf einen Zylinder ausgerichteten Offset beginnen, und bei der Anzahl an Zylindern, aus der sich das dynamische Volume zusammensetzt, muss es sich um eine ganze Zahl handeln. Auf einem Itanium-Computer wird durch den Befehl retain eine GPT-Partition auf dem einfachen dynamischen Volume mit Fokus erstellt. Befehle zur Konvertierung von Datenträgernconvert mbr [noerr]Der Befehl convert mbr setzt den Partitionierungstyp des aktuellen Datenträgers auf "MBR". Es kann sich um einen Basisdatenträger oder einen dynamischen Datenträger handeln, dieser darf jedoch keine gültigen Datenpartitionen oder Volumes enthalten. convert gpt [noerr] Der Befehl convert gpt setzt den Partitionierungstyp des aktuellen Datenträgers auf "GPT". Es kann sich um einen Basisdatenträger oder einen dynamischen Datenträger handeln, dieser darf jedoch keine gültigen Datenpartitionen oder Volumes enthalten. Dieser Befehl gilt nur für Itanium-basierte Computer; auf X-86-Computern kann er fehlschlagen. convert dynamic [noerr] Der Befehl convert dynamic konvertiert einen Basisdatenträger in einen dynamischen Datenträger. Der Datenträger kann gültige Datenpartitionen enthalten. convert basic [noerr] Der Befehl convert basic konvertiert einen leeren dynamischen Datenträger in einen Basisdatenträger. Sonstige BefehleexitDer Befehl exit beendet Diskpart und gibt die Kontrolle an das Betriebssystem zurück. clean [all] Der Befehl clean entfernt die Partitions- oder Volumeformatierung von dem Datenträger, der momentan den Fokus hat, indem Sektoren genullt werden. Standardmäßig werden nur MBR- oder GPT-Partitionierungsinformationen und (auf MBR-Datenträgern) Informationen zu versteckten Sektoren überschrieben. Bei Angabe des Parameters all können alle Sektoren genullt werden, und alle Daten auf dem Laufwerk können gelöscht werden. rem [...] Der Befehl rem führt keine Aktion aus. Sie können ihn zur Kommentierung von Skriptdateien verwenden. rescan Der Befehl rescan durchsucht jeden E/A-Bus zur Erkennung aller neuen Datenträger, die zum Computer hinzugefügt wurden. HilfebefehlehelpDer Befehl help zeigt eine Liste aller Befehle an. Weitere Informationen zum Dienstprogramm "Diskpart" erhalten Sie, indem Sie im Hilfe- und Supportcenter in Windows XP nach Diskpart suchen. Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. 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