Anwendungsunterstützung für Active Directory-Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung und Umbenennung von Domänen

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Zusammenfassung

Dieser Artikel bietet Informationen zu Bereitstellung und Betrieb von Active Directory-Domänen, die mithilfe von DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung konfiguriert wurden.
Aus den folgenden Gründen ist es empfehlenswert, neue Active Directory-Domänen mit vollqualifizierten DNS-Namen zu erstellen:
  • DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung können nicht über eine Internetregistrierungsstelle registriert werden.
  • Clientcomputer und Domänencontroller, die Domänen mit einfacher Bezeichnung beitreten, benötigen eine zusätzliche Konfiguration, damit DNS-Einträge dynamisch in DNS-Zonen mit einfacher Bezeichnung registriert werden können.
  • Clientcomputer und Domänencontroller benötigen ggf. eine zusätzliche Konfiguration, um DNS-Abfragen in DNS-Zonen mit einfacher Bezeichnung aufzulösen.
  • Verschiedene serverbasierte Anwendungen sind mit Domänennamen mit einfacher Bezeichnung nicht kompatibel. Bei der ersten Version einer Anwendung wird ggf. kein Anwendungssupport geboten, oder der Support wird bei einer künftigen Version eingestellt.
  • Der Übergang von einem DNS-Domänennamen mit einfacher Bezeichnung zu einem vollqualifizierten DNS-Namen ist komplex und kann auf zwei Weisen erfolgen. Sie können entweder Benutzer, Computer, Gruppen usw. in eine neue Gesamtstruktur migrieren. Oder Sie können die vorhandene Domäne umbenennen. Einige serverbasierte Anwendungen sind mit der Domänenumbenennungsfunktion, die von Windows Server 2003 und neueren Domänencontroller unterstützt wird, nicht kompatibel. Diese Inkompatibilitäten blockieren entweder die Domänenumbenennungsfunktion oder machen die Nutzung der Domänenumbenennungsfunktion schwieriger, wenn Sie versuchen, einen DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung in einen vollqualifizierten Domänennamen zu ändern.
  • Der Active Directory-Installations-Assistent ("Dcpromo.exe") unter Windows Server 2008 zeigt beim Erstellen neuer Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung eine Warnung an. Da es keine geschäftlichen oder technischen Gründe zum Erstellen neuer Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung gibt, blockiert der Active Directory-Installations-Assistent unter Windows Server 2008 R2 explizit das Erstellen solcher Domänen.

Die folgenden Produkte sind u. a. mit der Domänenumbenennungsfunktion nicht kompatibel:

  • Microsoft Exchange 2000 Server
  • Microsoft Exchange Server 2007
  • Microsoft Exchange Server 2010
  • Microsoft Exchange Server 2013
  • Microsoft Internet Security and Acceleration (ISA) Server 2004
  • Microsoft Live Communications Server 2005
  • Microsoft Operations Manager 2005
  • Microsoft SharePoint Portal Server 2003
  • Microsoft Systems Management Server (SMS) 2003
  • Microsoft Office Communications Server 2007
  • Microsoft Office Communications Server 2007 R2
  • Microsoft System Center Operations Manager 2007 SP1
  • Microsoft System Center Operations Manager 2007 R2
  • Microsoft Lync Server 2010
  • Microsoft Lync Server 2013

Weitere Informationen

Bewährte Active Directory-Domänennamen bestehen aus einer oder mehreren Unterdomänen, die mit einer Domäne oberster Ebene kombiniert werden, die durch ein Punktzeichen (".") getrennt ist. Es folgen einige Beispiele:
  • contoso.com
  • corp.contoso.com
Namen mit einfacher Bezeichnung bestehen nur aus einem einzelnen Wort wie "contoso".

Die Domäne der obersten Ebene nimmt im Domänennamen die Bezeichnung ganz rechts ein. Es folgen gängige Domänen der obersten Ebene:
  • .com
  • .net
  • .org
  • Domänen der obersten Ebene mit einem Ländercode aus zwei Buchstaben, z. B. ".de".
Active Directory-Domänennamen müssen für das aktuelle und das künftige Betriebssystem sowie für die Anwendungsumgebung und aus Zuverlässigkeitsgründen aus zwei oder mehr Bezeichnungen bestehen.

Vom ICANN Security and Stablity Advisory Committee gemeldete ungültige Abfragen von Domänen der obersten Ebene finden Sie im Dokument http://www.icann.org/de/groups/ssac/documents/sac-045-en.pdf

DNS-Namensregistrierung bei einer Internetregistrierungsstelle

Wir empfehlen, dass Sie DNS-Namen für interne und externe DNS-Namespaces der obersten Ebene bei einer Internetregistrierungsstelle registrieren. Dies umfasst die Stammdomäne der Gesamtstruktur von Active Directory-Gesamtstrukturen, falls diese Namen nicht Subdomänen von DNS-Namen sind, die von Ihrem Organisationsnamen registriert wurden. (Die Stammdomäne der Gesamtstruktur "firma.beispiel.com" ist beispielsweise eine Unterdomäne des internen Namespaces "beispiel.com".) Wenn Sie Ihre DNS-Namen bei einer Internetregistrierungsstelle registrieren lassen, können DNS-Server im Internet Ihre Domäne jetzt oder zu einem bestimmten Zeitpunkt der Nutzungsdauer Ihrer Active Directory-Gesamtstruktur auflösen. Diese Registrierung dient auch zum Verhindern möglicher Namenskonflikte mit anderen Organisationen.

Mögliche Symptome, wenn Clients DNS-Einträge in einer Forward-Lookupzone mit einfacher Bezeichnung nicht dynamisch registrieren können

Wenn Sie in Ihrer Umgebung einen DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung verwenden, können Clients möglicherweise DNS-Einträge in einer Forward-Lookupzone mit einfacher Bezeichnung nicht dynamisch registrieren. Die spezifischen Symptome variieren in Abhängigkeit von der jeweils installierten Microsoft Windows-Version.

Die folgende Liste beschreibt Symptome, die auftreten können:
  • Nachdem Sie Microsoft Windows für einen Domänennamen mit einfacher Bezeichnung konfiguriert haben, können alle Server, die als Domänencontroller fungieren, möglicherweise keine DNS-Einträge mehr registrieren. Im Systemprotokoll des Domänencontrollers werden eventuell ständig NETLOGON 5781-Warnungen protokolliert, die der Folgenden ähneln:

    Ereignistyp: Warnung
    Ereignisquelle: NETLOGON
    Ereigniskategorie: Keine
    Ereignis-ID: 5781
    Beschreibung:

    Die dynamische Registrierung oder die Aufhebung der Registrierung eines oder mehrerer DNS-Einträge ist fehlgeschlagen, da keine DNS-Server verfügbar sind.

    Daten: 0000: 0000232a

    Hinweis Der Statuscode 0000232a ist dem folgenden Fehlercode zugeordnet:
    DNS_ERROR_RCODE_SERVER_FAILURE
  • Die folgenden Status- und Fehlercodes sind möglicherweise in Protokolldateien wie "Netdiag.log" zu finden:
    DNS-Fehlercode 0x0000251D = DNS_INFO_NO_RECORDS

    DNS_ERROR_RCODE_ERROR

    RCODE_SERVER_FAILURE
  • Computer mit Windows, die für dynamische DNS-Aktualisierungen konfiguriert sind, können in einer Domäne mit einfacher Bezeichnung nicht registriert werden. Im Systemprotokoll des Computers wird in diesem Fall eine Warnung etwa folgenden Inhalts protokolliert:

    Ereignistyp: Warnung
    Ereignisquelle: DnsApi
    Ereignis
    Kategorie: Keine
    Ereignis-ID: 11151
    Beschreibung: Der Netzwerkadapter konnte mit folgenden Einstellungen nicht registriert werden:
    Adaptername: (Netzwerkadapter-GUID}
    Hostname: <Hostname>
    Adapterspezifisches Domänensuffix: lokal
    DNS-Serverliste: <DNS-Server IP-Adresse 1>.<DNS-Server IP-Adresse 2>,<DNS-Server IP-Adresse 3>
    Server, an den das Update gesendet wurde: Keine
    IP-Adresse(n): <IP-Adresse>
    Diese DNS-Registrierung ist aufgrund eines DNS-Serverfehlers fehlgeschlagen. Mögliche Ursache ist eine Zonenübertragung, die den DNS-Server für die anwendbare Zone, die der Computer zum Registrieren benötigt, blockiert.
    (Die anwendbare Zone sollte mit dem oben angegebenen adapterspezifischen Domänensuffix übereinstimmen.)
    Sie können versuchen, den Netzwerkadapter und seine Einstellungen manuell zu konfigurieren, indem Sie in der Befehlszeile "ipconfig /registerdns" eingeben. Wenden Sie sich bezüglich des Netzwerkzustands an den Netzwerksystemadministrator, falls das Problem weiterhin besteht.

    Ereignistyp: Warnung
    Ereignis-ID: 11165
    Quelle: DnsApi
    Beschreibung: Die Ressourceneinträge für Host (A) konnten für den Netzwerkadapter mit folgenden Einstellungen nicht registriert werden:
    Adaptername: (Netzwerkadapter-GUID}
    Hostname: <Hostname>
    Primäres Domänensuffix: <Domäne mit einfacher Bezeichnung>
    DNS-Serverliste: <DNS-Server IP-Adresse 1>.<DNS-Server IP-Adresse 2>,<DNS-Server IP-Adresse 3>
    Server, an den das Update gesendet wurde:
    IP-Adresse(n): <IP-Adresse>

    Diese Ressourceneinträge konnten nicht registriert werden, weil der DNS-Server die Updateanforderung verweigert hat.
    Mögliche Ursachen sind: (a) Sie sind nicht dazu berechtigt den adapterspezifischen DNS-Domänennamen zu aktualisieren. (b) Der autorisierende DNS-Server unterstützt das Protokoll für das dynamische DNS-Update nicht.

    Wenden Sie sich an den DNS-Server- oder Netzwerksystemadministrator, um die Ressourceneinträge für den DNS-Host (A) mit dem spezifischen DNS-Domänennamen und IP-Adressen für diesen Adapter zu registrieren.

Aktivieren von Windows-Clients für das Ausführen dynamischer Aktualisierungen für DNS-Zonen mit einfacher Bezeichnung

Standardmäßig sendet Windows keine Aktualisierungen an Domänen auf oberster Ebene. Sie können dieses Verhalten jedoch ändern, indem Sie eine der in diesem Abschnitt beschriebenen Methoden verwenden. Aktivieren Sie Windows-Clients für das Ausführen dynamischer Aktualisierungen für DNS-Zonen mit einfacher Bezeichnung mithilfe einer der folgenden Methoden.

Auch ohne Änderung verwendet ein Active Directory-Domänenmitglied in einer Gesamtstruktur, die keine Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung enthält, den DNS-Serverdienst nicht zum Suchen nach Domänencontrollern in Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung in anderen Gesamtstrukturen. Der Clientzugriff auf die Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung hat keinen Erfolg, wenn die NetBIOS-Namensauflösung nicht richtig konfiguriert ist.

Methode 1: Verwenden des Registrierungs-Editors

Domänencontroller-Locator-Konfiguration für Windows XP Professional und neuere Versionen von Windows
Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie sie bearbeiten. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756 Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows
Auf Windows-Computern sind für Active Directory-Domänenmitglieder zusätzliche Einstellungen erforderlich, damit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung für Domänen unterstützt werden. Insbesondere verwendet der Domänencontroller-Locator für solche Active Directory-Domänenmitglieder den DNS-Serverdienst nicht für die Suche nach Domänencontrollern in einer Domäne mit einem DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung, es sei denn, dass Active Directory-Domänenmitglied ist einer Gesamtstruktur beigetreten, die mindestens eine Domäne mit einem DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung enthält.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um einem Active Directory-Domänenmitglied die Verwendung von DNS zum Suchen nach Domänencontrollern in Domänen mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung in anderen Gesamtstrukturen zu erlauben:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Suchen Sie den folgenden Registrierungsunterschlüssel, und klicken Sie darauf:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters
  3. Suchen Sie im Detailbereich den Eintrag AllowSingleLabelDnsDomain. Wenn der Eintrag AllowSingleLabelDnsDomain nicht vorhanden ist, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1. Zeigen Sie im Menü Bearbeiten auf Neu, und klicken Sie anschließend auf DWORD-Wert.
    2. Geben Sie AllowSingleLabelDnsDomain als Namen des Eintrags ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.
  4. Doppelklicken Sie auf den Eintrag AllowSingleLabelDnsDomain.
  5. Geben Sie in das Feld Wert den Wert 1 ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  6. Beenden Sie den Registrierungs-Editor.
DNS-Clientkonfiguration
Wichtig Dieser Abschnitt bzw. die Methoden- oder Aufgabenbeschreibung enthält Hinweise zum Bearbeiten der Registrierung. Durch die falsche Bearbeitung der Registrierung können schwerwiegende Probleme verursacht werden. Daher ist es wichtig, bei der Ausführung der folgenden Schritte sorgfältig vorzugehen. Als Schutzmaßnahme sollten Sie eine Sicherungskopie der Registrierung erstellen, bevor Sie sie bearbeiten. So ist gewährleistet, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen der Registrierung finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
322756 Sichern und Wiederherstellen der Registrierung in Windows
Die Active Directory-Domänenmitglieder und Domänencontroller in einer Domäne mit einem DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung müssen üblicherweise DNS-Datensätze dynamisch in einer DNS-Zone mit einfacher Bezeichnung, die dem DNS-Namen der Domäne entspricht, registrieren. Wenn eine Active Directory-Stammdomäne der Gesamtstruktur einen DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung aufweist, müssen alle Domänencontroller in dieser Gesamtstruktur DNS-Einträge dynamisch in einer DNS-Zone mit einfacher Bezeichnung registrieren, die dem DNS-Namen des Stamms der Gesamtstruktur entspricht.

Standardmäßig versuchen DNS-Clientcomputer mit Windows nicht, dynamische Aktualisierungen für die Stammzone "." oder für DNS-Zonen mit einfacher Bezeichnung durchzuführen. Gehen Sie folgendermaßen vor, um DNS-Clientcomputern mit Windows zu erlauben, dynamische Aktualisierungen für DNS-Zonen mit einfacher Bezeichnung durchzuführen:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie regedit ein, und klicken Sie auf OK.
  2. Suchen Sie den folgenden Registrierungsunterschlüssel, und klicken Sie darauf:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\DnsCache\Parameters
  3. Suchen Sie im Detailbereich den Eintrag UpdateTopLevelDomainZones. Wenn der Eintrag UpdateTopLevelDomainZones nicht vorhanden ist, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1. Zeigen Sie im Menü Bearbeiten auf Neu, und klicken Sie anschließend auf DWORD-Wert.
    2. Geben Sie UpdateTopLevelDomainZones als Namen des Eintrags ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.
  4. Doppelklicken Sie auf den Eintrag UpdateTopLevelDomainZones.
  5. Geben Sie in das Feld Wert den Wert 1 ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  6. Beenden Sie den Registrierungs-Editor.
Diese Konfigurationsänderungen müssen auf alle Domänencontroller und Mitglieder einer Domäne mit DNS-Namen mit einfacher Bezeichnung angewendet werden. Wenn es sich bei einer Domäne mit einem einfachen Domänennamen um den Stamm einer Gesamtstruktur handelt, müssen diese Konfigurationsänderungen auf alle Domänencontroller in der Gesamtstruktur angewendet werden, es sei denn, die separaten Zonen "_msdcs.Gesamtstrukturname", "_sites.Gesamtstrukturname", "_tcp.Gesamtstrukturname" und "_udp.Gesamtstrukturname" werden von der Zone Gesamtstrukturname delegiert.

Damit diese Änderungen wirksam werden, müssen Sie die Computer neu starten, auf denen Sie die Registrierungseinträge geändert haben.

Hinweise:
  • Unter Windows Server 2003 und späteren Versionen wurde der Wert UpdateTopLevelDomainZones unter folgenden Registrierungsschlüssel verschoben:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows NT\DNSClient
  • Ein Domänencontroller mit Microsoft Windows 2000 SP4 meldet im Ereignisprotokoll System folgenden Namensregistrierungsfehler, wenn UpdateTopLevelDomainZones nicht aktiviert ist:

    Ereignistyp: Warnung
    Ereignisquelle: NETLOGON
    Ereigniskategorie: Keine
    Ereignis-ID: 5781
    Benutzer: Nicht zutreffend
    Beschreibung: Die dynamische Registrierung oder die Aufhebung der Registrierung eines oder mehrerer DNS-Einträge ist fehlgeschlagen, da keine DNS-Server verfügbar sind.
    Daten: 0000: 0000232a

  • Sie müssen Ihren Computer neu starten, nachdem Sie auf Domänencontrollern mit Windows 2000 SP4 die Registrierungseinstellung "UpdateTopLevelDomainZones" geändert haben.

Methode 2: Verwenden von Gruppenrichtlinien

Aktivieren Sie mithilfe von Gruppenrichtlinien die Richtlinie Domänenzonen der obersten Ebene aktualisieren und die Richtlinie Standort der Domänencontroller, auf denen sich eine Domäne mit einem DNS-Namen mit einer einzigen Bezeichnung befindet entsprechend der folgenden Tabelle unter dem Ordnerspeicherort für den Stammdomänencontainer in "Benutzer und Computer" oder für alle Organisationseinheiten, die Computerkonten für Mitgliedscomputer und für Domänencontroller in der Domäne hosten.
Tabelle minimierenTabelle vergrößern
RichtlinieOrdnerspeicherort
Domänenzonen der obersten Ebene aktualisierenComputerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Netzwerk\DNS-Client
Standort der Domänencontroller, auf denen sich eine Domäne mit einem DNS-Namen mit einer einzigen Bezeichnung befindetComputerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Net Logon\Domänencontrollerlocator-DNS-Einträge
Hinweis Diese Richtlinien werden nur auf Computern mit Windows Server 2003 und Windows XP unterstützt.

Gehen Sie für den Stammdomänencontainer folgendermaßen vor, um diese Richtlinien zu aktivieren:
  1. Klicken Sie auf Start und auf Ausführen, geben Sie in das Feld Öffnen die Zeichenfolge gpedit.msc ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
  2. Erweitern Sie in der Konsole unter Richtlinien für "Lokaler Computer" die Option Computerkonfiguration.
  3. Erweitern Sie Administrative Vorlagen.
  4. Aktivieren Sie die Richtlinie Domänenzonen der obersten Ebene aktualisieren. Gehen Sie hierzu wie folgt vor: 
    1. Erweitern Sie Netzwerk.
    2. Klicken Sie auf DNS-Client.
    3. Doppelklicken Sie im Detailbereich auf Domänenzonen der obersten Ebene aktualisieren.
    4. Klicken Sie auf Aktiviert.
    5. Klicken Sie auf Übernehmen und anschließend auf OK.
  5. Aktivieren Sie die Richtlinie Standort der Domänencontroller, auf denen sich eine Domäne mit einem DNS-Namen mit einer einzigen Bezeichnung befindet. Gehen Sie hierzu wie folgt vor: 
    1. Erweitern Sie System.
    2. Erweitern Sie Net Logon.
    3. Klicken Sie auf Domänencontrollerlocator-DNS-Einträge.
    4. Doppelklicken Sie im Detailbereich auf Standort der Domänencontroller, auf denen sich eine Domäne mit einem DNS-Namen mit einer einzigen Bezeichnung befindet.
    5. Klicken Sie auf Aktiviert.
    6. Klicken Sie auf Übernehmen und anschließend auf OK.
  6. Beenden Sie Gruppenrichtlinien.
Weitere Informationen zum Verwenden des Gruppenrichtlinien-Editors zum Verwalten von Richtlinien für den lokalen Computer finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
307882 Verwenden des Gruppenrichtlinien-Editors zum Verwalten von Richtlinien für den lokalen Computer in Windows XP
Vergewissern Sie sich, dass auf DNS-Servern mit Windows Server 2003 und neueren Versionen nicht unabsichtlich Stammserver erstellt werden.

Auf DNS-Servern mit Windows 2000 müssen Sie eventuell die Stammzone "." löschen, damit DNS-Einträge ordnungsgemäß deklariert werden. Die Stammzone wird automatisch bei der Installation des DNS-Serverdiensts erstellt, weil der DNS-Serverdienst nicht auf die Stammhinweise zugreifen kann. Dieses Problem wurde in späteren Windows-Versionen behoben.

Stammserver können durch den DCpromo-Assistenten erstellt werden. Falls die Zone "." vorhanden ist, wurde ein Stammserver erstellt. Sie müssen diese Zone eventuell löschen, damit die Namensauflösung einwandfrei funktioniert.
Neue und modifizierte DNS-Richtlinieneinstellungen für Windows Server 2003 und neuere Versionen
  • Die Richtlinie Domänenzonen der obersten Ebene aktualisieren

    Wenn diese Richtlinie festgelegt ist, erstellt sie den Eintrag REG_DWORD UpdateTopLevelDomainZones unter dem folgenden Registrierungsunterschlüssel:
    HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows NT\DNSClient
    Die folgenden Werte können für UpdateTopLevelDomainZones eingegeben werden:
    • Aktiviert (0x1). Die Einstellung 0x1 bedeutet, dass Computer versuchen können, Domänenzonen der obersten Ebene (TopLevelDomain) zu aktualisieren. Wenn die Einstellung UpdateTopLevelDomainZones aktiviert ist, senden Computer, für die diese Richtlinie gilt, dynamische Aktualisierungen an jede Zone, die für die Ressourceneinträge autoritativ ist, die der Computer aktualisieren muss, mit Ausnahme der Stammzone.
    • Deaktiviert (0x0). Die Einstellung 0x0 bedeutet, dass Computer nicht versuchen dürfen, Domänenzonen der obersten Ebene (TopLevelDomain) zu aktualisieren. Wenn diese Einstellung deaktiviert ist, senden Computer, für die diese Richtlinie gilt, keine dynamischen Aktualisierungen an die Stammzone und/oder die Domänenzone der obersten Ebene, die für die Ressourceneinträge autoritativ sind, die der Computer aktualisieren muss. Ist diese Einstellung gar nicht konfiguriert, wird sie auf keinen der beteiligten Computer angewendet. Die Computer verwenden in diesem Fall ihre lokale Konfiguration.
  • Die Richtlinie PTR-Einträge registrieren

    Ein neuer möglicher Wert (0x2) wurde für den Eintrag REG_DWORD RegisterReverseLookup unter dem folgenden Registrierungsunterschlüssel hinzugefügt:
    HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows NT\DNSClient
    Die folgenden Werte können für RegisterReverseLookup eingegeben werden:
    • 0x2. Nur registrieren, wenn die Registrierung eines "A"-Eintrags erfolgreich ist. Computer versuchen nur dann eine Registrierung von PTR-Ressourceneinträgen zu implementieren, wenn die entsprechenden "A"-Ressourceneinträge erfolgreich registriert wurden.
    • 0x1. Registrieren. Computer versuchen unabhängig davon, ob die Registrierung von "A"-Einträgen erfolgreich war, eine Registrierung von PTR-Ressourceneinträgen zu implementieren.
    • 0x0. Nicht registrieren. Computer versuchen in keinem Fall, eine Registrierung von PTR-Ressourceneinträgen zu implementieren.

Informationsquellen

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
254680 DNS-Namespaceplanung

294785 Neue Gruppenrichtlinien für DNS in Windows Server 2003

2002584:

2992634:Beim Hinzufügen eines Domänencontrollers zu einer vorhandenen Active Directory-Domäne kann die DNS-Serverrolle nicht ausgewählt werde

Handbuch zu ADMT: Handbuch zum Active Directory-Migrationsprogramm (ADMTool): Migrieren und Neustrukturieren von Active Directory-Domänen

Handbuch zu ADMT: Migrieren und Neustrukturieren von Active Directory-Domänen Handbuch zum Active Directory-Migrationsprogramm (ADMTool): Migrieren und Neustrukturieren von Active Directory-Domänen

Active Directory-Migrationsprogramm, Version 3.1

Active Directory-Migrationsprogramm, Version 3.2

Seite "Produktkompatibilität" im Solution Center für die DNS-Namespaceplanung



Eigenschaften

Artikel-ID: 300684 - Geändert am: Freitag, 31. Januar 2014 - Version: 6.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Windows Server 2012 Standard
  • Windows Server 2012 Essentials
  • Windows Server 2008 R2 Standard
  • Windows Server 2008 Standard
  • Microsoft Windows Server 2003 R2 Standard x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003 R2 Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Windows Server 2008 R2 Service Pack 1
  • Windows Server 2012 R2 Datacenter
  • Windows Server 2012 R2 Essentials
  • Windows Server 2012 R2 Foundation
  • Windows Server 2012 R2 Preview
  • Windows Server 2012 R2 Standard
Keywords: 
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