So konfigurieren Sie Windows Server 2003- und Windows XP-Computer zum Empfangen von Remoteunterstützungs-Angeboten

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
301527 How to configure a computer to receive Remote Assistance offers in Windows Server 2003 and in Windows XP
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Einführung

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie Windows XP- oder Windows Server 2003-Computer darauf konfigurieren, Remoteunterstützungs-Angebote zu empfangen.

Das Remoteunterstützungs-Tool kann dahin gehend konfiguriert werden, dass ein fortgeschrittener Benutzer mithilfe des Features "Remoteunterstützung anbieten" eine Remoteunterstützungs-Sitzung initiieren kann. Über die Remoteunterstützungs-Sitzung kann ein fortgeschrittener Benutzer einem unerfahrenen Benutzer helfen.

Dieses Feature setzt voraus, dass der Computer des fortgeschrittenen Benutzers und der Computer des unerfahrenen Benutzers Mitglied derselben Domäne oder Mitglieder vertrauenswürdiger Domänen sind. In Firmennetzwerken werden Domänen aus Gründen der Sicherheit verwendet; in der Regel werden Sie von einem Netzwerkadministrator verwaltet. Für die meisten Heimnetzwerke stellt das Feature "Remoteunterstützung anbieten" keine sinnvolle Option dar.

Weitere Informationen zur Remoteunterstützung finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
300546 Übersicht über die Remoteunterstützung in Windows XP
308013 Verwenden der Richtlinieneinstellung "Remoteunterstützung anbieten"

Voraussetzungen

Damit der Computer eines unerfahrenen Benutzers darauf konfiguriert werden kann, Remoteunterstützungs-Angebote zu akzeptieren, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
  • Auf dem Computer des unerfahrenen Benutzers muss die Gruppenrichtlinie so eingerichtet sein, dass Remoteunterstützungs-Angebote zugelassen werden.
  • Die Computer des unerfahrenen und des fortgeschrittenen Benutzers müssen Mitglieder derselben Domäne oder einer vertrauenswürdigen Domäne sein.
  • Auf beiden Computern muss Windows XP oder Windows Server 2003 installiert sein.
Um die Gruppenrichtlinie für das Remoteunterstützungs-Tool zu konfigurieren, benötigen Sie eine Liste erfahrener Benutzer, deren Angebote für eine Remoteunterstützung vom Computer des unerfahrenen Benutzers akzeptiert werden können. Diese Liste muss die Benutzergruppen und die Benutzerkonten der Domäne enthalten.

Hinweis: Erfahrene Benutzer, die Remoteunterstützungs-Angebote verwenden, können keine Verbindung zu dem Computer eines unerfahrenen Benutzers herstellen, wenn die angeforderte Remoteunterstützung auf dem Computer des unerfahrenen Benutzers deaktiviert ist. (Dieses Problem tritt bei Computern, auf denen Microsoft Windows XP mit Service Pack 2 ausgeführt wird, nicht auf.)

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
826088 Wenn die Angeforderte Remoteunterstützung-Richtlinie deaktiviert ist, können Sie Unterstützung auf einem Computer des unerfahrenen Benutzers nicht anbieten

In einer Domänenumgebung wird die Gruppenrichtlinie, die zum Konfigurieren der Remoteunterstützung verwendet wird, normalerweise vom Verzeichnisdienst Active Directory bereitgestellt. Verknüpfen Sie hierzu ein Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) mit einer Organisationseinheit (OE), in der sich der Computer des unerfahrenen Benutzers befindet.

Die folgenden Schritte beschreiben diese Konfiguration. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Organisationseinheitenstruktur bereits vorhanden ist. Alternativ können Sie auch die lokale Richtlinie auf dem Computer jedes einzelnen unerfahrenen Benutzers verwenden. Diese Richtlinie ist über "GPEdit.msc" verfügbar. Dieser Vorgang erfordert jedoch einen viel höheren Administrationsaufwand und wird daher nicht empfohlen.

Konfigurieren der Richtlinieneinstellung "Remoteunterstützung anbieten"

  1. Melden Sie sich als Administrator der Domäne an einem Domänencontroller oder an einer Administrator-Workstation an, und öffnen Sie das Snap-In Active Directory-Benutzer und -Computer.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Organisationseinheit, in der sich der Computer des unerfahrenen Benutzers befindet, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie auf Neu, und geben Sie anschließend einen Namen für das neu erstellte Gruppenrichtlinienobjekt ein.
  4. Wählen Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie das neu erstellte Gruppenrichtlinienobjekt aus, und klicken Sie anschließend auf Bearbeiten.
  5. Erweitern Sie im Navigationsbereich des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors zuerst Computerkonfiguration, dann Administrative Vorlagen, dann System, und klicken Sie anschließend auf Remoteunterstützung.
  6. Klicken Sie im Detailfenster des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors bei der Richtlinie Remoteunterstützung anbieten auf Aktiviert.
  7. Klicken Sie unter Remoteüberwachung dieses Computers zulassen auf eine der folgenden Optionen:
    • Helfer dürfen den Computer nur ansehen
    • Helfer dürfen den Computer remote steuern.
    Diese Optionen legen fest, welche Vorgänge fortgeschrittene Benutzer ausführen können.
  8. Klicken Sie auf Anzeigen.
  9. Klicken Sie auf Hinzufügen, um Benutzerkonten und Benutzergruppen der Domäne hinzuzufügen.

    Hinweis: Diese Einträge sollten eines der folgenden Formate aufweisen:
    • Domänenname\Benutzername
    • Domänenname\Gruppenname
    So könnte der Eintrag beispielsweise "contoso\Domain Admins" lauten.
  10. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Inhalt anzeigen zu schließen, und klicken Sie anschließend auf OK, um das Dialogfeld Eigenschaften von Remoteunterstützung anbieten zu schließen.
  11. Schließen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor.
Wichtig: Beim Festlegen der Eigenschaften der Gruppenrichtlinie für die Remoteunterstützungs-Angebote sollten Sie vorsichtig vorgehen, da Sie die eingetragenen Domänenkonten nicht überprüfen können. Sie sollten diese Richtlinieneinstellung ausgiebig testen, bevor Sie die Richtlinie in größerem Umfang anwenden.

Hinweis: Die Richtlinie "Remoteunterstützung anbieten" ist in Windows XP Home Edition nicht verfügbar.

Hinweis: Für die Remoteunterstützung wird DCOM verwendet. In Windows XP und in Windows Server 2003 befindet sich der DCOM-Eintrag im folgenden Registrierungsunterschlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Ole
Der Zeichenfolgenwert des DCOM-Eintrags lautet "EnableDCOM = Y". Wenn dieser Wert auf "N" gesetzt ist oder fehlt, funktioniert die Remoteunterstützung nicht.

Konfigurieren der Windows-Firewall für angebotsbasierte Remoteunterstützung

  1. Melden Sie sich als Administrator der Domäne an einem Domänencontroller oder an einer Administrator-Workstation an, und öffnen Sie das Snap-In Active Directory-Benutzer und -Computer.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Organisationseinheit, in der sich der Computer des unerfahrenen Benutzers befindet, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie auf Neu, und geben Sie anschließend einen Namen für das erstellte Gruppenrichtlinienobjekt ein.

    Sie können diesen Schritt auch überspringen und mit Schritt 4 fortfahren. Verwenden Sie in diesem Fall die Richtlinie, die Sie im Abschnitt "Konfigurieren der Richtlinieneinstellung "Remoteunterstützung anbieten" erstellt haben.
  4. Wählen Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie das Gruppenrichtlinienobjekt aus, und klicken Sie anschließend auf Bearbeiten.
  5. Erweitern Sie im Navigationsbereich des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors zuerst Computerkonfiguration, dann Administrative Vorlagen, dann System, dann Netzwerk, dann Netzwerkverbindungen, dann Windows-Firewall, und klicken Sie anschließend auf Domänenprofil.
  6. Klicken Sie im Detailfenster des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors bei der Richtlinie Windows-Firewall: Programmausnahmen festlegen auf Aktiviert.
  7. Klicken Sie auf Anzeigen, um das Dialogfeld Inhalt anzeigen anzuzeigen.
  8. Klicken Sie auf Hinzufügen, um die folgenden Ausnahmen hinzuzufügen:
    • %WINDIR%\SYSTEM32\Sessmgr.exe:*:Enabled:Remoteunterstützung
    • %WINDIR%\PCHealth\HelpCtr\Binaries\Helpsvc.exe:*:Enabled:Remoteunterstützung anbieten
    • %WINDIR%\PCHealth\HelpCtr\Binaries\Helpctr.exe:*:Enabled:Remoteunterstützung ? Windows Messenger und Voice
  9. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Inhalt anzeigen zu schließen, und klicken Sie anschließend auf OK, um das Dialogfeld Eigenschaften von Windows-Firewall: Programmausnahmen festlegen zu schließen.
  10. Klicken Sie im Detailfenster des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors bei der Richtlinie Windows-Firewall: Portausnahmen festlegen auf Aktiviert.
  11. Klicken Sie auf Anzeigen, um das Dialogfeld Inhalt anzeigen anzuzeigen.
  12. Klicken Sie auf Hinzufügen, um die folgende Ausnahme hinzuzufügen:
    "135:TCP:*:Enabled:Remoteunterstützung anbieten"
  13. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Inhalt anzeigen zu schließen, und klicken Sie anschließend auf OK, um das Dialogfeld Eigenschaften von Windows-Firewall: Programmausnahmen festlegen zu schließen.
  14. Schließen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor.

Konfigurieren der Richtlinie zum Aktivieren von Remoteverbindungen

  1. Melden Sie sich als Administrator der Domäne an einem Domänencontroller oder an einer Administrator-Workstation an, und öffnen Sie das Snap-In Active Directory-Benutzer und -Computer.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Organisationseinheit, in der sich der Computer des unerfahrenen Benutzers befindet, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie auf Neu, und geben Sie anschließend einen Namen für das erstellte Gruppenrichtlinienobjekt ein.

    Sie können diesen Schritt auch überspringen und mit Schritt 4 fortfahren. Verwenden Sie in diesem Fall die Richtlinie, die Sie im Abschnitt "Konfigurieren der Richtlinieneinstellung 'Remoteunterstützung anbieten'" erstellt haben.
  4. Wählen Sie auf der Registerkarte Gruppenrichtlinie das Gruppenrichtlinienobjekt aus, und klicken Sie anschließend auf Bearbeiten.
  5. Erweitern Sie im Navigationsbereich des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors zuerst Computerkonfiguration, dann Administrative Vorlagen, dann Windows-Komponenten, und klicken Sie anschließend auf Terminaldienste.
  6. Klicken Sie im Detailfenster des Gruppenrichtlinienobjekt-Editors bei der Richtlinie Remoteverbindungen für Benutzer mit Hilfe der Terminaldienste zulassen auf Aktiviert.
  7. Klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld Eigenschaften von Remoteverbindungen für Benutzer mit Hilfe der Terminaldienste zulassen zu schließen.
  8. Schließen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor.

Weitere zu beachtende Faktoren

Die Remoteunterstützung funktioniert nur bei vollständiger Netzwerkverbindung zwischen dem Computer des erfahrenen Benutzers und dem Computer des unerfahrenen Benutzers über folgende Netzwerkanschlüsse:
  • TCP-Port 135
  • TCP-Port 3389
  • Alle TCP-Ports oberhalb von 1024
Wenn für einen dieser Anschlüsse zwischen den beiden Computern eine Portfilterung vorliegt, funktioniert die Remoteunterstützung nicht.

Weitere Informationen zum Eingrenzen der für RPC (Remote Procedure Calls) verwendeten Ports finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
300083 Wie Beschränken von TCP/IP Ports unter Windows 2000 und Windows XP

Eigenschaften

Artikel-ID: 301527 - Geändert am: Montag, 26. Mai 2008 - Version: 6.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows XP Professional
Keywords: 
kbhowtomaster kbenv KB301527
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