Optimieren der Performance von Internet Information Services 5.0

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
305313 Optimizing Internet Information Services 5.0
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Zusammenfassung

Die Informationen in diesem Artikel werden bereitgestellt von: Microsoft Press.

Dieser Artikel erläutert, wie Sie die Performance von Microsoft Internet Information Services 5.0 optimieren können. Die hier enthaltenen Informationen basieren auf einem Artikel, in dem Informationen aus dem Internet Information Services Resource Guide zusammengefasst werden, der Bestandteil des Microsoft Windows 2000 Server Resource Kit ist. Die Informationen wurden dem Kapitel 4: "Capacity Planning" (Kapazitätsplanung) und dem Kapitel 5: "Monitoring and Tuning Your Server" (Überwachung und Optimierung von Servern) entnommen. Weitere Informationen finden Sie im Windows 2000 Server Resource Kit.

Weitere Informationen

Wie erzielen Sie eine bestmögliche Performance für Ihre Website? Wenn Sie Ihre Websites und Anwendungen mit Microsoft Windows 2000 Server und Internet Information Services 5.0 verwalten, verfügen Sie bereits über die wichtigsten Zutaten für eine hochleistungsfähige Site, die tausende gleichzeitiger Transaktionen verarbeiten kann. Jedoch bedeutet der Besitz einer großartigen Plattform nicht notwendigerweise, dass auch eine hohe Performance erzielt werden kann. Wenn eines der im Folgenden bechriebenen Probleme auch bei Ihnen auftritt, wenn Ihre Benutzer über langsame Verbindungen mit Ihrer Site klagen, wenn Ihre Rechner sich endlos mit der Verarbeitung von Seitenanforderungen beschäftigen oder wenn Sie mit Angeboten für Server mit mehr Prozessorleistung und Speicher liebäugeln, müssen Sie zunächst wissen, welche Faktoren sich auf die Performance Ihrer Site auswirken, und wie Sie IIS 5.0 optimieren können, um einen maximalen Durchsatz zu erzielen.

In diesem Artikel wird erläutert, wie IIS 5.0 die Systemressourcen nutzt, und wie IIS 5.0 optimiert werden kann, um eine bessere Performance zu erreichen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Microsoft Press-Publikation Microsoft Internet Information Services 5.0 Resource Guide, einem Band aus dem Microsoft Windows 2000 Server Resource Kit. In diesem Band wird ausführlich beschrieben, wie Sie die erforderlichen Anpassungen vornehmen müssen, um Ihre Website zu einem Performanceprimus zu machen. Dieser Artikel stattet Sie jedoch bereits mit dem notwendigen Rüstzeug für diese Maßnahmen aus.

Ursachen für eine schlechte Website-Performance

Was macht die Website langsam? Sie erhalten sicherlich eine Vielzahl von Antworten auf diese Frage, die sich jedoch im Grunde genommen auf einige wenige potentielle Ursachen reduzieren lassen:
  • Die Konfiguration der Hardware, auf der Ihre Website ausgeführt wird
  • Die Konfiguration Ihrer Webserver-Software
  • Die Bandbreite Ihrer Internetverbindung
  • Der Aufbau und die Konfiguration Ihrer Webanwendungen
  • Die Eigenschaften der Computer Ihrer Benutzer und der von ihnen genutzten Verbindungen
Wenn Sie der Webadministrator sind, können Sie unter Umständen nicht alle dieser Faktoren kontrollieren. Die Bandbreite Ihrer Internetverbindung wird wahrscheinlich durch das Budget bestimmt. Darüber hinaus können Sie wahrscheinlich nur geringen Einfluß auf die Gestaltung Ihrer Webanwendungen nehmen, selbst wenn diese firmenintern entwickelt werden. Außerdem können Sie natürlich keinen Einfluß auf die Benutzer nehmen. Obwohl diese Tatsachen feststehen, können Sie noch eine Vielzahl von Maßnahmen ergreifen. Beginnen Sie bei Ihrem Server.

Optimieren der Serverperformance

Um die Performance Ihres Webservers zu optimieren, müssen Sie zunächst die optimale Konfiguration für Arbeitsspeicher, Prozessor, Festplatte und Netzwerk-E/A ermitteln. Auch wenn Sie denken, "je größer die Prozessorleistung und der Arbeitspeicher, desto besser", stellt sich die tatsächliche Lage tatsächlich jedoch viel komplexer dar.

Arbeitsspeicher

Sie möchten Ihren Server optimieren? Vergrößern Sie einfach den Arbeitsspeicher! Sagt Ihnen das nicht jeder? Wenn Sie ein Performanceproblem haben, müsste eine Vergrößerung des Arbeitsspeichers dieses Problem beheben, oder? Wenn das der Fall wäre, würde dieser Artikel hier enden. Bis zu einem gewissen Punkt ist die Vergrößerung des Arbeitsspeichers hilfreich, da einige Fälle von scheinbaren Prozessor- oder Festplattenengpässen tatsächlich Arbeitsspeicherengpässe sind. Über diese Fälle hinaus ist das Vergrößern des Arbeitsspeichers jedoch keine sinnvolle Maßnahme. Die Optimierung des Arbeitsspeichers ist jedoch die erste und oftmals auch einfachste Möglichkeit zur Steigerung der Performance von IIS.

Sie sollten jedoch daran denken, dass IIS auf Windows 2000 Server ausgeführt wird und folglich auch dessen Speicherverwaltung erbt. Dies bedeutet, dass eine gewisse Speicheroptimierung bereits automatisch erfolgt. Windows 2000 Server passt die für Prozesse und Threads verfügbare Größe des Arbeitsspeichers an. Außerdem wird die Größe des Cache-, des Auslagerungs- und des Nicht-Auslagerungsspeichers sowie die Größe der Auslagerungsdateien angepasst, um eine optimale Performance zu erzielen. Wenn Sie Ihren Arbeitsspeicher für IIS optimieren möchten, haben Sie nicht die Absicht, die Größe des Arbeitsspeichers festzulegen, der jedem einzelnen Prozess, Thread oder Cache zugewiesen werden soll, sondern Sie möchten feststellen, ob Windows 2000 über ausreichend Arbeitsspeicher verfügt, um die automatische Anpassung vorzunehmen, zu der das Betriebssystem in der Lage ist.

Wie stellen Sie fest, ob der Server über ausreichend Arbeitsspeicher verfügt? Dazu müssen Sie zunächst wissen, wofür ein IIS 5.0-Webserver den Arbeitsspeicher verwendet. Windows 2000 Server steuert den Arbeitsspeicher, indem jedem Prozess ein entsprechendes Stück des Arbeitsspeichers, die sogenannten Arbeitsseiten, zugewiesen wird. In nahezu allen Fällen nutzen einzelne Threads eines Prozesses Teile des Arbeitsspeichers, der für diese Arbeitsseiten zugewiesen wurde. Mit zunehmendem Wachstum des Prozesses weist Windows 2000 den Arbeitsseiten mehr Arbeitsspeicher zu, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ein Großteil des zugewiesenen Arbeitsspeichers ist auslagerungsfähig. Dies bedeutet, dass die Daten im Arbeitsspeicher temporär auf der Festplatte gespeichert und in den RAM-Speicher zurückgerufen werden können, wenn dies erforderlich ist. Einige Threads, wie beispielsweise TCP/IP-Verbindungen, erfordern jedoch einen Nicht-Auslagerungsspeicher, d.h. die Speicherung muss "live" im RAM erfolgen. Es darf sich dabei nicht um eine Datei auf der Festplatte handeln. Mit wachsender Anzahl von Verbindungen und steigendem Bedarf an Nicht-Auslagerungsspeicher verfügt das System möglicherweise nicht mehr über genügend freien Arbeitsspeicher und kann keinen Arbeitsspeicher mehr zuweisen. Dies kann zu einem Systemabsturz führen. Auf diese Weise funktionieren auch einige "Denial of Service"-Angriffe.

IIS 5.0 ist, wie andere Anwendungen, die auf Windows 2000 Server ausgeführt werden, ein Prozess: inetinfo.exe. Daher verfügt IIS 5.0 auch über Arbeitsseiten. Die Arbeitsseiten für IIS beinhalten Speicherplatz für den Programmcode, für aktive TCP/IP-Verbindungen, den IIS-Objectcache, die IIS-Protokolldateien und die Datenstrukturen für HTTP-Verbindungen. Der Programmcode kann bis zu 2,5 MB Arbeitsspeicher belegen. Die anderen Elemente der Arbeitsseiten können in der Größe variieren. Dies ist von der Anzahl der gleichzeitig verbundenen Benutzer (ca. 10 KB für jede TCP/IP-Verbindung plus weiterer Speicher für die HTTP-Daten) und von der Anzahl der Websites abhängig, die auf dem Server gespeichert sind (mindestens 64 KB zugewiesener Speicher pro Protokolldatei und Site). Neben den Arbeitsseiten für "inetinfo.exe" verwendet IIS den IIS-Vorlagen-Cache, den IIS-Skriptmodul-Cache und den IIS-Dateisystem-Cache. Dabei handelt es sich um drei Cache-Speicher, die sich standardmäßig außerhalb von "inetinfo.exe" befinden, die jedoch so konfiguriert werden können, dass eine gleichzeitige Ausführung erfolgt. IIS verwendet außerdem die TCP-(Transmission Control Block-)Hash-Tabelle und einen Thread-Pool für die Ausführung von Code. Diese Elemente, die sich außerhalb von "inetinfo.exe" befinden, müssen im Nicht-Auslagerungsspeicher abgelegt werden. Daher benötigen Sie unbedingt ausreichend RAM für ihre Unterbringung.

Sie können mithilfe der im Systemmonitor verfügbaren Indikatoren den vom System sowie den von "inetinfo.exe" verwendeten Arbeitsspeicher überwachen. Das Kapitel 5 "Monitoring and Tuning Your Server" (Überwachung und Optimierung von Servern) im IIS 5.0 Resource Guide enthält eine ausführliche Liste von Indikatoren. Einige der wichtigsten Indikatoren werden im Folgenden genannt:
  • Computername\Arbeitsspeicher\Verfügbare Bytes - Dieser Indikator überwacht die Gesamtgröße des verfügbaren Arbeitsspeichers im System. Das Betriebssystem versucht, diesen Wert über 4 MB zu halten. Ein besseres Maß für eine optimale Performance sind 5 Prozent des insgesamt verfügbaren RAM-Speichers.
  • Computername\Prozess\Arbeitsseiten: Inetinfo - Dieser Indikator überwacht die Größe des Arbeitsspeichers, der von "inetinfo.exe" genutzt wird. Es wird nur der jeweils aktuellste Wert angezeigt. Wenn Sie den Wert jedoch über einen gewissen Zeitraum beobachten, können Sie sich ein Bild über den von IIS benötigten Arbeitsspeicher machen.
  • Computername\Prozess\Seitenfehler/Sek.: Inetinfo - Dieser Indikator überwacht, wie oft pro Sekunde der Server Teile von "inetinfo.exe" auf die Festplatte auslagern muss. Dieser Wert sollte so niedrig wie möglich sein.
Sie müssen sich also ein Bild darüber verschaffen, wieviel Arbeitsspeicher der gesamte Server und wieviel Arbeitsspeicher IIS verwendet. Sie müssen zumindest über so viel Arbeitsspeicher verfügen, dass "inetinfo.exe" vollständig im RAM-Speicher abgelegt und nicht auf die Festplatte ausgelagert werden muss. Außerdem muss ausreichend RAM zum Ausführen der Cache-Speicherung und anderer nicht auslagerungsfähiger Elemente außerhalb der Arbeitsseiten verfügbar sein. Darüber hinaus müssen Sie eine Vorhersage über die Speicheranforderungen der Webanwendungen treffen, die Sie ausführen. (Beispielsweise verfügen die meisten Microsoft-Webserver über mindestens 512 MB RAM für ihre Webanwendungen.) Schließlich sollten Sie das System so planen, dass genügend RAM zur Verfügung steht, um alle statischen Seiten Ihrer Website zu speichern und den Abruf und die Bereitstellung dieser Seiten zu beschleunigen. Durch eine langfristige Überwachung der Speichernutzung Ihres Computers unter Last werden Sie bestimmen können, über wieviel RAM Ihr System verfügen sollte.

Prozessor

Nach der Optimierung des Arbeitsspeichers werden Sie wahrscheinlich bereits feststellen, dass die Verarbeitung beträchtlich schneller erfolgt. Sie können jedoch noch mehr erreichen, denn der Prozessor ist ein weiterer potentieller Engpass. Der Grund dafür, dass die Optimierung des Arbeitsspeichers zuerst erfolgt, besteht darin, dass Sie hierdurch vermeiden, durch mangelnden Arbeitsspeicher verursachte Probleme mit Prozessorproblemen zu verwechseln. Wenn Ihr Server beispielsweise nicht über ausreichend Arbeitsspeicher verfügt, würde viel Zeit durch die Auslagerung von Threads auf die Festplatte vergehen, dies würde die Prozessorlast vergrößern und zu der Annahme führen, dass ein überlasteter Prozessor die Ursache Ihrer Probleme ist.

Der Systemmonitor kann Ihnen auch in diesem Fall aussagekräftige Informationen bereitstellen. Es existieren verschiedene Indikatoren, deren Überwachung sehr aufschlussreich sein kann (siehe Kapitel 5 im Resource Guide), jedoch ist der wichtigste Indikator in diesem Fall "System\Prozessor-Warteschlangenlänge". Anhand dieses Indikators können Sie feststellen, wieviele Threads auf die Verarbeitung durch den Prozessor warten. Wenn dieser Indikator während einer längeren Zeitspanne über 2 liegt, gibt es eventuell einen Engpass bei Ihrem Prozessor.

Bei Mehrprozessorservern, die zunehmend die Regel sind, ist eine weitere Dimension zu beachten: der Prozessorlastausgleich. Ein System, in dem ein Prozessor zu 100 Prozent ausgelastet ist, während sich andere Prozessoren im Leerlauf befinden, verursacht trotzdem einen Engpass, selbst wenn der Indikator "System\% Prozessorzeit" einen niedrigeren Wert aufweist, weil der Indikator standardmäßig den Durchschnittswert für alle Prozessoren im System aufzeichnet. Um sich ein richtiges Bild zu machen, müssen Sie den Indikator "System\% Prozessorzeit" für jeden einzelnen Prozessor überwachen.

Wenn Sie bei dieser Prüfung feststellen, dass in Ihrem Fall ein Prozessorproblem vorliegt, besteht die erste Möglichkeit natürlich darin, Ihren Prozessor aufzurüsten oder zu einem Mehrprozessorsystem zu wechseln. Wenn Sie Ihren Prozessor aufrüsten, müssen Sie sicherstellen, dass dieser über maximalen L2-Cache verfügt. IIS profitiert hiervon, da viele der IIS-Anweisungspfade mehrere Komponenten beinhalten, die im Cache-Speicher viel schneller ausgeführt werden. Im IIS 5.0 Resource Guide finden Sie weitere Indikatoren für die Optimierung Ihres Prozessors.

Festplatte

Sie können eine Reihe von Einstellungen an der Festplattenkonfiguration Ihres Servers vornehmen, um die Festplattennutzung effizienter zu gestalten. Da die Festplatte das Repository für den Auslagerungsspeicher ist, stellt die Art und Weise, wie der Server Auslagerungsdateien behandelt, einen wichtigen Ausgangspunkt für diese Maßnahmen dar. Im Folgenden werden dies sowie weitere Indikatoren ausführlich beschrieben:
  • Vergrößern Sie die Auslagerungsdateien. Idealerweise sollten Sie über eine primäre Auslagerungsdatei verfügen, die mindestens zweimal so groß ist wie der RAM-Speicher Ihres Systems plus 1 MB. Ihr Computer benötigt diesen Speicherumfang, um ein Speicherabbild zu erstellen, falls es zu einem Systemabsturz kommt.
  • Erhöhen Sie die Anzahl der Auslagerungsdateien. Standardmäßig existiert eine Auslagerungsdatei. Sie können und sollten jedoch eine Auslagerungsdatei auf jeder Festplatte einrichten, die mit dem System verbunden ist.
  • Verbessern Sie die Performance der Auslagerungsdatei mithilfe des Festplatten-Stripings. Wenn Sie die primäre Auslagerungsdatei auf einem Stripe Set (RAID 0) oder einem Stripe Set mit Parität (RAID 5) ablegen, werden Sie feststellen, dass sich die Perforamance der Auslagerungsdatei beträchtlich erhöht.
  • Speichern Sie Ihre Protokolldateien nicht auf der Festplatte, auf der sich die Webseiten befinden, sondern auf einer anderen Festplatte. Hierdurch wird verhindert, dass der Protokoll-Thread mit Threads in Konflikt gerät, die Webseiten abrufen.
  • Optimieren Sie die Speicherung Ihrer Webseiten. Alle zusammengehörigen Webseiten Ihrer Site sollten gemeinsam auf derselben logischen Partition gespeichert werden. Hierdurch wird die Performance des Dateisystem-Caches verbessert. Sie sollten die Webseitendateien außerdem defragmentieren. Dies beschleunigt zusätzlich die Lesegeschwindigkeit einzelner Dateien.

Optionen für die Serverkonfiguration

Neben den Maßnahmen zur Optimierung der Hardware kann die Konfiguration der Serversoftware dramatische Auswirkungen auf die Performance haben. Die Devise lautet hier "Abspecken für mehr Geschwindigkeit". Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Microsoft Windows 2000 Server and IIS 5.0 Administrator's Pocket Consultant, dem attraktiven und überaus beliebten Nachschlagewerk von Microsoft Press. Wird auf Ihrem Webserver ausschließlich IIS ausgeführt? Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie dies ändern. Es ist nicht ratsam, den Webserver auch für andere Netzwerkdienste zu verwenden. Stellen Sie diese Dienste auf einem anderen Rechner bereit und widmen Sie den IIS-Server nur dem Web. Wenn Sie dies tun, können Sie außerdem auf eine Reihe von Diensten auf diesem Computer verzichten. Darunter Folgende:
  • Warndienst
  • Ablagemappe
  • Computerbrowser
  • DHCP-Client
  • DHCP-Server
  • Faxdienst
  • Dateireplikation
  • Infrarotmonitor
  • Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung
  • Nachrichtendienst
  • NetMeeting-Remotedesktop-Freigabe
  • Netzwerk-DDE-Dienst
  • Netzwerk-DDE-Serverdienst
  • NWLink NetBIOS
  • NWLink IPX/SPX
  • Druckerwarteschlange
  • TCP/IP-NetBIOS-Hilfsprogramm
  • Telefonie
  • Telnet
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Bevor Sie einen dieser Dienste beenden, sollten Sie selbstverständlich sicherstellen, dass der Dienst tatsächlich nicht benötigt wird.

Sie können auch weitere Maßnahmen ergreifen, um die Konfiguration Ihres Servers zu optimieren. IIS 5.0 verwendet beispielsweise standardmäßig bis zu 50 Prozent des Arbeitsspeichers Ihres Servers. Diese Standardeinstellung erlaubt es Ihnen, genügend Speicher für andere Anwendungen bereitzustellen, die eventuell auf dem Server ausgeführt werden sollen. Wenn Sie den Server jedoch vollständig IIS widmen und unnötige Dienste beenden, können Sie diesen Prozentsatz steigern, indem Sie den Eintrag "MemCacheSize" in der Windows-Registrierung erstellen und einen Wert hierfür festlegen. Weitere Einstellungen, die Sie anpassen können, sind die Eigenschaften für die Serveroptimierung in der Datei- und Druckerfreigabe. Legen Sie für diese Eigenschaften die Option "Durchsatz für Dateifreigabe maximieren" fest, damit der Server nicht eine Auslagerung auf die Festplatte erstellt, sondern "inetinfo.exe" stattdessen bevorzugt im RAM-Speicher ablegt, , wenn der Dateisystem-Cache mehr Speicherplatz benötigt. Außerdem können Sie die maximale Verbindungs-Warteschlangenlänge für HTTP-Keep-Alives anpassen. Durch Überschreiten der Standardeinstellung von 15 können Sie die Anzahl der Clients erhöhen, die zwischen den Sitzungen geöffnete HTTP-Verbindungen auf dem Server beibehalten können. Hiermit wird die Anzahl der neuen Verbindungen verringert, die erzeugt werden müssen. Sowohl im Resource Guide als auch im Administrator's Pocket Consultant finden Sie weitere Systemeinstellungen, die Sie anpassen können, um Ihre Konfiguration zu optimieren.

HINWEIS: Falls der IIS-Server Mitglied einer Domäne ist, benötigen Sie das TCP/IP-NetBIOS-Hilfsprogramm, um die Gruppenrichtlinien ordnungsgemäß auf den Computer anzuwenden.

Optimieren der Netzwerkbandbreite

Es erfolgt hier keine ausführliche Beschreibung der Möglichkeiten zur Optimierung der Netzwerkbandbreite, da die Bandbreite bei den meisten Unternehmen eng an das jeweilge Budget geknüpft ist. Natürlich ist offensichtlich, dass bei steigender Bandbreite auch die Anzahl der Clients steigt, die Ihre Website bedienen kann. Meistens ist die Bandbreite ein variabler fortlaufender Posten im Budget, der außerhalb Ihrer Kontrolle liegt. Diesbezüglich ist wissenswert, dass der Resource Guide wichtige Informationen darüber enthält, wie Sie mithilfe des Systemmonitors die von Ihrer Website genutzte Netzwerkbandbreite überwachen können. Wenn Sie analysieren, wie gut Ihr Server die verfügbare Bandbreite ausnutzt, können Sie feststellen, ob Sie mehr Bandbreite erwerben müssen.

Optimieren von Webanwendungen und Webseiten

Was können Sie noch tun, nachdem Sie das Maximum aus Ihrer Hardware herausgeholt, die Software verschlankt und die gesamte finanziell machbare Bandbreite erworben haben? Viel ist davon abhängig, wieviel Einfluss Sie auf die Gestaltung Ihrer Website haben. Wenn Sie selbst entscheiden, wie Ihre Website gestaltet wird, können Sie die folgenden Empfehlungen selbst in die Tat umsetzen. Anderenfalls sollten Sie diese Vorschläge den Entwicklern Ihrer Website sowie dem Managementteam unterbreiten.

Zunächst sollten Sie den Inhalt Ihrer Website analysieren und so viel wie möglich davon in statischen HTML-Code umwandeln. Auch wenn Sie eine dynamische Interaktion mit Ihren Nutzern wünschen, werden Sie oftmals feststellen, dass viele Seiten unnötigerweise aus Skripts erstellt werden, obgleich den verschiedenen Anforderungen Ihrer Nutzer ebenso genüge getan wäre, wenn die wenigen statischen Abweichungen herkömmlich gespeichert würden. Statischer HTML-Code wird schneller und einfacher bereitgestellt als andere Inhalte, da er keine Serververarbeitung erfordert.

Nachdem Sie die Serververarbeitung optimiert haben, sollten Sie die Zeitspanne verkürzen, die der Server mit der Verarbeitung von Skripts und Daten verbringt, um dynamische Seiten zu erzeugen. Bei dieser Maßnahme ist CGI der größte Verbraucher von Serververarbeitungsleistung. CGI-Skripts verbrauchen mehr Prozessorressourcen als ASP. ASP verbraucht wiederum mehr Verarbeitungsleistung als ISAPI. Versuchen Sie daher, so viele CGI-Skripts wie möglich in ASP umzuwandeln. Überall dort, wo dies realisierbar ist, sollten Sie zudem ASP in ISAPI konvertieren.

Weitere Tipps:
  • Deaktivieren Sie das Anwendungs-Debugging! Durch das Debugging wird die Website-Verarbeitung beträchtlich verlangsamt.
  • Legen Sie Expire-Header für alle statischen Webseiten und Bilder fest. Diese Einstellung erlaubt es Clients und Proxy-Servern, den Inhalt zwischenzuspeichern. Dies bedeutet eine geringere Anzahl erneuter Anforderungen an Ihren Server.
  • Aktivieren Sie die Zwischenspeicherung von ISAPI-Anwendungen. Bei dieser Strategie werden häufig verwendete ISAPI-Anwendungen im Arbeitsspeicher abgelegt. Dort kann schneller auf sie zugegriffen werden.
  • Aktivieren Sie die Zwischenspeicherung der ASP-Ausgabe, sofern dies möglich ist.
  • Deaktivieren Sie die Sitzungsverwaltung und aktivieren Sie sie nur für jene Dienste, die tatsächlich Sitzungen nutzen. Die Sitzungsverwaltung ist standardmäßig für alle Komponenten aktiviert. Wenn Ihre Anwendungen nicht damit arbeiten, vergeuden Sie Ressourcen. Legen Sie außerdem einen entsprechenden Wert für das Zeitlimit fest.
  • Legen Sie entsprechende Werte für das Zeitlimit von Skripts und Verbindungen fest, um sicherzustellen, dass Ihre Serverressourcen nicht durch Zombie-Skripts und geöffnete Verbindungen aufgebraucht werden.
  • Veringern Sie den Umfang Ihrer Inhalte. Stellen Sie sicher, dass Ihr HTML- und ASP-Code einfach und sauber ist. Entfernen Sie überflüssige Kommentare und redundante Tags. Komprimieren Sie Video-, Audio- und Bilddateien. Je weniger Byte eine Seite besitzt, desto schneller kann sie bereitgestellt werden.
  • Gestalten Sie Ihre ASP- bzw. ISAPI-Anwendungen so, dass die Verarbeitung in größtmöglichem Umfang auf der Clientseite erfolgt. Hierdurch wird der Verbrauch von Serverressourcen verringert.
  • Gestalten Sie die Interaktion mit dem Client so, dass nur eine geringstmögliche Anzahl von Datenlese- und -schreibvorgängen zwischen Client und Server erfolgt. Beispielsweise ist eine umfangreiche Abfrage eines ganzen Recordsets günstiger als mehrere kleinere Abfragen für wenige Datensätze oder Felder. In ähnlicher Form sollten auch die vom Benutzer eingegebenen Daten in nur einem Push-Vorgang übertragen werden, sofern dies möglich ist. Es sollte nicht jedes Datenelement einzeln an den Server übertragen werden.

Microsoft Press-Lösungen

Wie Sie sehen können, gibt es viele Möglichkeiten zum Optimieren der Performance Ihres IIS 5.0-Webservers. In diesem Zusammenhang steht Ihnen eine Reihe von Microsoft Press-Publikationen unterstützend zur Verfügung. Die Microsoft Press-Publikationen werden Ihnen dabei helfen, die Parameter der Systemperformance zu verstehen und die Performance Ihres Servers größtmöglich zu steigern. Folgende Titel stehen zur Auswahl:
  • Microsoft Internet Information Services 5.0 Resource Guide. Dieser Band aus dem Microsoft Windows 2000 Resource Kit (siehe unten) enthält alles, was Sie über die Überwachung und Optimierung der Performance Ihres Systems wissen müssen. Lesen Sie Kapitel 5 "Monitoring and Tuning Your Server" (Überwachung und Optimierung von Servern) und Kapitel 4 "Capacity Planning" (Kapazitätsplanung).
  • Microsoft Windows 2000 and IIS 5.0 Administrator's Pocket Consultant - Dies ist ein großartiger Leitfaden für Systemadministratoren. Nutzen Sie den Pocket Consultant, um Anleitungen zum Ausführen von Systemverwaltungsaufgaben zu erhalten. Tipps zur Optimierung der Webserverperformance finden Sie in Kapitel 12 "IIS Optimization and the Metabase" (IIS-Optimierung und die Metabasis).
  • Microsoft Windows 2000 Performance Tuning Technical Reference - Dieses Handbuch enthält ausführliche Informationen zur Performanceoptimierung in Windows 2000. Lesen Sie insbesondere Kapitel 14, um weitere Informationen zur Optimierung von Windows 2000 Server für das Internet zu erhalten.
Systemadministratoren, die mit IIS 5.0 und Windows 2000 arbeiten, sollten zu Referenzzwecken unbedingt über Informationsmaterial und Lernprogramme für Windows 2000 verfügen:
  • Microsoft Windows 2000 Server Administrator's Companion - Diese Publikation beschreibt detailliert, wie Sie Windows 2000 Server, einschließlich Virtual Private Networking (VPN), installieren, konfigurieren, verwalten und unterstützen. (Lesen Sie Kapitel 31.)
  • MCSE Training Kit: Microsoft Windows 2000 Server - Dies ist das offizielle Handbuch von Microsoft Press für die Vorbereitung auf das Windows 2000 Server Exam (70-215). In diesem Buch wird erläutert, wie Sie Windows 2000 Server einrichten und unterstützen. Informationen zu VPN finden Sie im Kapitel 10 "Routing and Remote Access Service".
  • Microsoft Windows 2000 Server Resource Kit - Diese Publikation umfasst das vollständige Microsoft-Referenzmaterial zu Windows 2000 Server. Dieses siebenbändige Set besteht aus folgenden Handbüchern:
    • Server Operations Guide (Serverbetrieb)
    • Distributed Systems Guide (Verteilte Systeme)
    • TCP/IP Core Networking Guide (TCP/IP-Netzwerke)
    • Internetworking Guide (Vernetzung)
    • Deployment Planning Guide (Bereitstellungsplanung)
    • Internet Information Services 5.0 Resource Guide (IIS-Ressourcen)
    • Internet Explorer 5 Resource Kit

Eine vollständige Liste der bei Microsoft Press verfügbaren Windows 2000-Titel finden Sie im Bereich Windows 2000. Weitere Informationen zu .NET Enterprise Servern finden Sie im Bereich .NET.

Informationsquellen

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Auszug aus der Publikation Windows 2000 Server Resource Kit, die bei Microsoft Press erschienen ist.

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Bild des Windows 2000
		  Server Resource Kit


Weitere Informationen zum Windows 2000 Server Resource Kit.

Weitere Informationen zu dieser Publikation und anderen Microsoft Press-Titeln erhalten Sie unter http://mspress.microsoft.com.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Eigenschaften

Artikel-ID: 305313 - Geändert am: Dienstag, 26. September 2006 - Version: 3.0
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