Unterstützung für das Booten von einem SAN (Storage Area Network) aus

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Artikel-ID: 305547 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
305547 Support for Booting from a Storage Area Network (SAN)
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

In diesem Artikel wird die Unterstützung für das Starten eines Windows-basierten Servers von einem SAN (Storage Area Network) aus beschrieben.

Weitere Informationen

Microsoft unterstützt das Starten ("Booten") von einem SAN (Storage Area Network) aus, wenn der Anbieter des SAN die zugehörige Hardwareplattform für das Starten eines Servers mit Windows konzipiert hat. Das SAN und der Host-Bus-Adapter (HBA) müssen gemäß den vom Hersteller des SAN vorgegebenen Richtlinien konfiguriert sein. Hauptansprechpartner für Fragen, die den Boot-Vorgang des Servers betreffen, ist unbedingt der Anbieter des SAN. Der Grund für diese Anforderung ist, dass es sich beim Starten von einem SAN aus um einen sehr komplexen Vorgang handelt. Der Anbieter des SAN leistet Unterstützung für die jeweilige Konfiguration, da er den Umfang der Unterstützung für das Booten vom SAN aus festlegt. Beachten Sie, dass die Informationen in diesem Artikel keine vollständige Liste all dessen darstellen, was zum Booten von einem SAN aus benötigt wird. Der Anbieter des SAN muss geeignete Anweisungen, Treiber, Firmwareversionen und Ressourcen zur Verfügung stellen, mit deren Hilfe die angebotene Hardware (Speichersysteme, Switches, Host-Bus-Adapter usw.) korrekt zusammenarbeitet.

Konfiguration

Die folgenden Punkte müssen beachtet werden, damit mehrere Computer korrekt von einem SAN aus booten können:
  • Das SAN muss entweder in einer Switch-basierten Umgebung konfiguriert sein, oder die Hosts müssen direkt mittels der Fiber Channel-Anschlüsse des Speicher-Subsystems mit dem SAN verbunden sein. Verwendung von FC-AL (Fiber Channel - Arbitrated Loop) wird nicht unterstützt, weil damit keine richtige Trennung der mit dem SAN verbundenen Hosts möglich ist. Eine Switch-basierte Umgebung ermöglicht voneinander getrennte Hosts.

  • Der Host muss exklusiven Zugriff auf den Datenträger haben, von dem aus er gebootet wird. Kein weiterer Host im SAN sollte denselben logischen Datenträger "sehen" können oder Zugriff darauf haben. Dies kann durch die Verwendung von LUN-Management (Logical Unit Number) erreicht werden, z. B. durch LUN-Masking, LUN-Zoning oder eine Kombination dieser beiden Verfahren. LUN-Management wird normalerweise nicht in Windows, sondern am Switch, Speicher-Subsystem und/oder Host-Bus-Adapter (HBA) konfiguriert. LUN-Zuordnungen lassen sich in Windows nicht ändern.

  • Software, die mehrere Pfade verwaltet, und mehrfach vorhandene Host-Bus-Adapter sichern gegen den Ausfall eines Pfades ab. Mehrere Host-Bus-Adapter in einem Host sorgen für Redundanz (Ausfallsicherheit) und erhöhen u. U. den Datendurchsatz. Beim Ausfall eines Pfades zum SAN sind jedoch möglicherweise die SAN-Datenträger vorübergehend nicht verfügbar. Ein solcher Pfadausfall kann zu Problemen mit dem Windows-basierten Server führen. Die Softwareprogramme der verschiedenen Hersteller setzen zum Verwalten der Pfade ganz unterschiedliche Verfahren ein. Überprüfen Sie die Hardwarekompatibilitätsliste (Hardware Compatibility List, HCL) für Speicher- und RAID-Systeme, um sicherzustellen, dass der Treiber zum Verwalten redundanter Pfade mit dem Speichersystem kompatibel ist. Wenden Sie sich an den Anbieter des SANs, wenn Sie die Pfadverwaltungssoftware nicht finden können.

    Die Hardwarekompatibilitätsliste für Speicher- und RAID-Systeme finden Sie auf der folgenden Website von Microsoft:
    http://www.microsoft.com/hcl
  • Falls die verbundenen Hosts Teil einer Clusterlösung sind, finden Sie in folgendem Artikel weitere Informationen zur Verwendung mehrerer Cluster, die mit demselben SAN verbunden sind:
    304415 Support for Multiple Clusters Attached to the Same SAN Device

Problembehandlung

In diesem Abschnitt werden mehrere Probleme beschrieben, auf Grund deren ein Windows-basierter Server nicht korrekt von einem SAN aus booten kann:
  • Ein häufiges Problem beim Konfigurieren eines SAN ist, dass mehrere Hosts Zugriff auf denselben logischen Datenträger haben. Der Grund dafür ist normalerweise unzureichendes LUN-Management. Windows stellt normalerweise jeden logischen Datenträger bereit, der beim Laden des HBA-Treibers erkannt wird. Wenn nun mehrere Hosts denselben Datenträger bereitstellen, kann das Dateisystem beschädigt werden. Es muss über die Konfiguration des SANs sichergestellt werden, dass jeweils nur ein Host auf einen bestimmten logischen Datenträger zugreifen kann. Wenn mehrere Hosts auf denselben logischen Datenträger zugreifen, äußert sich dies folgendermaßen:
    In der Datenträgerverwaltung wird auf mehreren Hosts derselbe logische Datenträger angezeigt. Auf mehreren Hosts erscheint nach dem Hinzufügen oder Konfigurieren eines neuen logischen Datenträgers möglicherweise der Hinweis, dass neue PnP-Hardware gefunden wurde. Beim Versuch, auf einen logischen Datenträger mittels des Arbeitsplatzes oder Windows Explorer zuzugreifen, wird möglicherweise die Meldung "Zugriff verweigert", "Gerät nicht bereit" oder eine ähnliche Fehlermeldung angezeigt. Sie weist darauf hin, dass weitere Hosts Zugriff auf denselben logischen Datenträger haben.
  • Der Computer reagiert nicht mehr oder sehr langsam. Dies weist darauf hin, dass beim Zugriff auf die Auslagerungsdatei hohe Latenzzeiten auftreten. Sie finden im Systemprotokoll dann möglicherweise folgende Einträge:
    Ereignis-ID: 51
    Typ: Warnung
    Quelle: Disk
    Beschreibung: Bei einem Auslagerungsvorgang wurde ein Fehler festgestellt. Betroffen ist Gerät \Device\Harddisk0\DR0.

    Ereignis-ID: 11
    Quelle: %HBA_TREIBER_NAME%
    Beschreibung: Der Treiber hat einen Controllerfehler auf Device\ScsiPort0 gefunden.

    Ereignis-ID: 9
    Quelle: %HBA_TREIBER_NAME%
    Beschreibung: Das Gerät \Device\ScsiPort0 hat innerhalb der Fehlerwartezeit nicht geantwortet.
    Falls diese Fehlermeldungen im Systemprotokoll aufgeführt sind, weist dies darauf hin, dass beim Versuch auf einen Datenträger zuzugreifen ein Problem aufgetreten ist. Falls es sich bei dem angegebenen Datenträger um einen der SAN-Datenträger handelt, weist dies möglicherweise auf ein Latenzproblem hin. Falls die Ereignis-ID 51 aufgeführt ist, weist dies darauf hin, dass der Speichermanager beim Kopieren von Daten im Speicher ein Problem festgestellt hat. Ein weiterer Hinweis für Latenzprobleme mit der Auslagerungsdatei ist die folgende in weißer Schrift auf blauem Hintergrund angezeigte Fehlermeldung:
    0x00000050 PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA

    oder

    0x0000000A IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL

    Eine Mögliche Lösung besteht darin, die Auslagerungsdatei auf dem lokalen Datenträger des Hosts anzulegen. Windows benötigt verlässlichen Zugriff auf die Auslagerungsdatei, da diese zum Auslagern von Daten aus dem Hauptspeicher verwendet wird. Indem Sie die Auslagerungsdatei lokal auf dem Host speichern, stellen Sie sicher, dass der Zugriff auf sie nicht von anderen Geräten und Hosts im SAN abhängt.

    Hinweis: Wenn sich die Auslagerungsdatei nicht auf der Boot-Partition befindet (normalerweise "C:\Windows" oder "C:\WINNT"), wird die Datei "Memory.dmp" nicht angelegt. Die Datei "Memory.dmp" wird für die Problembehandlung auf einem Windows-basierten Computer verwendet, bei dem ein STOP-Fehler aufgetreten ist. Weitere Informationen zum Konfigurieren der Absturzspeicherabbildung auf dem Computer finden Sie in der Windows-Hilfe.
Es gibt mehrere Möglichkeiten zum Lösen der hier aufgeführten Probleme. Versuchen Sie zunächst, die Zeit der Fehlermeldungen mit Ereignissen im SAN in Verbindung zu bringen. Wenn beispielsweise Host A eine große Datei kopiert hat, während auf Host B der Fehler 9 aufgetreten ist, weist dies möglicherweise auf unzureichendes LUN-Management hin. Ein weiteres Beispiel sind Fehler auf Host B, die immer dann auftreten, wenn Host A neu gestartet wird. Dies weist möglicherweise darauf hin, dass FC-AL verwendet wird, und Host B von LIP-Sequenzen (Loop Initialization Primitive) von Host A beeinflusst wird. Dieses Problem kann meist durch eine Umkonfiguration des SANs behoben werden, was die Unterstützung des Hardwareanbieters erfordert. Latenzprobleme lassen sich evtl. durch Anlegen der Auslagerungsdatei auf dem lokalen Datenträger des Windows-basierten Servers beheben, jedoch deaktiviert das wie gesagt die Absturzspeicherabbildung. Beachten Sie unbedingt, dass der Anbieter der SAN-Hardware auf jeden Fall die meisten Informationen zur korrekten Konfiguration des SANs hat und somit für alle diesbezüglichen Fragen Ihr Hauptansprechpartner ist.

Weitere Informationen zu Serverclustern mit Windows in einer SAN-Umgebung finden Sie in folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
304415 Support for Multiple Clusters Attached to the Same SAN Device
280743 Windows Clustering and Geographically Separate Sites

Eigenschaften

Artikel-ID: 305547 - Geändert am: Sonntag, 29. Juni 2003 - Version: 4.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise x64 Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, 64-Bit Datacenter Edition
  • Microsoft Windows Server 2003, Web Edition
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Datacenter Server
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