Beschreibung des FAT32-Dateisystems in Windows XP

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Artikel-ID: 310525 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
310525 Description of the FAT32 File System in Windows XP
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt das in Microsoft Windows XP enthaltene FAT32-Dateisystem.

Weitere Informationen

Windows XP enthält eine aktualisierte Version des FAT-Dateisystems. Diese aktualisierte Version wird als "FAT32" bezeichnet. Das FAT32-Dateisystem ermöglicht Standard-Clustergrößen von nur 4 KB und bietet zudem Unterstützung für EIDE-Festplatten von mehr als 2 GB (Gigabyte) Größe.

Beachten Sie Folgendes:
  • Microsoft Windows 2000, Windows Millennium Edition, Windows 98 und Windows 95 OSR2 unterstützen ebenfalls das FAT32-Dateisystem.
  • Microsoft Windows NT 4.0 unterstützt das FAT32-Dateisystem nicht.

    Weitere Informationen zu den unter Windows NT 4.0 unterstützten Dateisystemen finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
    100108 Übersicht über die Dateisysteme FAT, HPFS und NTFS

FAT32-Features

Im Vergleich zu früheren Implementierungen des FAT-Dateisystems bietet FAT32 die folgenden Verbesserungen:
  • FAT32 unterstützt Laufwerke von bis zu 2 Terabyte Größe.
  • FAT32 nutzt den vorhandenen Speicherplatz effektiver. FAT32 arbeitet mit kleineren Clustern (4-KB-Cluster bei Laufwerken bis 8 GB), was eine um 10 bis 15 effizientere Nutzung des vorhandenen Speichers im Vergleich zu FAT- oder FAT16-Laufwerken zur Folge hat.
  • FAT32 ist robuster. FAT32 kann den Stammordner verschieben und statt der standardmäßigen Kopie die Sicherungskopie aus der Dateizuordnungstabelle verwenden. Außerdem wird der Master Boot Record auf FAT32-Laufwerken so erweitert, dass er eine Sicherungskopie wichtiger Datenstrukturen enthält. Dadurch sind FAT32-Laufwerke weniger anfällig für isoliert auftretende Fehler als FAT16-Laufwerke.
  • FAT32 ist flexibler. Der Stammordner auf einem FAT32-Laufwerk ist eine einfache Clusterkette und kann daher an jeder beliebigen Stelle auf dem Laufwerk gespeichert werden. Die zuvor geltende Beschränkung für die Anzahl der Stammordnereinträge gilt nicht mehr. Außerdem kann die Spiegelung der Dateizuordnungstabelle deaktiviert werden, wodurch statt der ersten Kopie auch eine andere Kopie der Dateizuordnungstabelle aktiv sein kann. Diese Features ermöglichen eine dynamische Anpassung der Größe von FAT32-Partitionen.

FAT32-Kompatibilität

Um eine größtmögliche Kompatibilität mit existierenden Programmen, Netzwerken und Gerätetreibern zu gewährleisten, wurde bei der Implementierung von FAT32 darauf geachtet, die Windows-Architektur, interne Datenstrukturen, APIs und das Format auf der Festplatte so wenig wie möglich zu ändern. Da jetzt jedoch 4 Byte erforderlich sind, um Clusterwerte zu speichern, wurden viele interne Datenstrukturen, Festplattendatenstrukturen und veröffentlichte APIs überarbeitet oder erweitert. In manchen Fällen funktionieren bereits vorhandene APIs auf FAT32-Laufwerken nicht. Auf die meisten Programme haben die geschilderten Änderungen jedoch keinerlei Auswirkungen. Vorhandene Tools und Treiber sollten auch auf FAT32-Laufwerken weiterhin funktionieren. MS-DOS-Blockgerätetreiber (zum Beispiel "Aspidisk.sys") und Datenträgerprogramme müssen jedoch entsprechend überarbeitet werden, um FAT32-Laufwerke unterstützen zu können.

Alle von Microsoft gebündelten Datenträgerprogramme wurden so überarbeitet, dass sie in Verbindung mit FAT32 funktionieren. Außerdem kooperiert Microsoft mit führenden Herstellern von Gerätetreibern und Datenträgerprogrammen, um diese bei der Überarbeitung ihrer Produkte für die Unterstützung von FAT32 zu unterstützen.

Hinweis: Ein FAT32-Volume kann nicht mit Microsoft DriveSpace oder DriveSpace 3 komprimiert werden.

Dual-Boot-Computer

Windows XP, Windows 2000, Windows Me, Windows 98 und Windows 95 OSR2 können auf FAT32-Volumes zugreifen. MS-DOS, die ursprüngliche Version von Windows 95 und Windows NT 4.0 erkennen FAT32-Partitionen nicht und können daher auch nicht von einem FAT32-Volume gestartet werden. Außerdem kann nicht problemlos auf FAT32-Volumes zugegriffen werden, wenn der Computer unter Verwendung eines anderen Betriebssystems gestartet wird (zum Beispiel mit einer Windows 95- oder MS-DOS-Startddiskette).

Erstellen von FAT32-Volumes

Das Datenträgerverwaltungs-Snap-In in Windows XP ist ein Dienstprogramm zur Verwaltung Ihrer Festplatten und der darauf enthaltenen Volumes oder Partitionen. Mit der Datenträgerverwaltung können Sie neue FAT32-Volumes erstellen oder bereits vorhandene Volumes auf die Verwendung des FAT32-Dateisystems konfigurieren. Sie können Basisvolumes und dynamische Volumes gleichermaßen auf die Verwendung des FAT32-Dateisystems konfigurieren.

Erstellen einer FAT32-Partition oder eines logischen Laufwerks mit dem Dateisystem FAT32

Gehen Sie folgendermaßen vor, um in Windows XP eine FAT32-Partition oder ein logisches Laufwerk mit dem Dateisystem FAT32 zu erstellen:
  1. Melden Sie sich als Administrator oder als Mitglied der Gruppe Administratoren an.
  2. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie dann auf Verwalten.
  3. Klicken Sie in der Konsolenstruktur auf Datenträgerverwaltung.
  4. Führen Sie im Fenster "Datenträgerverwaltung" eine der folgenden Aktionen durch:
    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen nicht zugewiesenen Speicherbereich auf der Basisfestplatte, in dem Sie die Partition erstellen möchten, und klicken Sie dann auf Neue Partition, um eine neue Partition zu erstellen.

      -oder-
    • Klicken Sie auf einen freien Speicherbereich auf der erweiterten Partition, in dem Sie das logische Laufwerk erstellen möchten, und klicken Sie dann auf Neues logisches Laufwerk, um ein neues logisches Laufwerk zu erstellen.
  5. Klicken Sie im Assistenten zum Erstellen neuer Partitionen auf Weiter.
  6. Klicken Sie den gewünschten Partitionstyp an (Primäre Partition, Erweiterte Partition oder Logisches Laufwerk), und klicken Sie dann auf Weiter.
  7. Geben Sie die Größe der Partition in das Feld Partitionsgröße in MB ein, und klicken Sie dann auf Weiter.
  8. Weisen Sie Ihrer neuen Partition oder dem logischen Laufwerk einen Laufwerkbuchstaben oder -pfad zu, und klicken Sie dann auf Weiter.
  9. Klicken Sie auf die Registerkarte Diese Partition mit folgenden Einstellungen formatieren. Gehen Sie im Anschluss folgendermaßen vor:
    • Wählen Sie im Feld Dateisystem die Option FAT32 aus.
    • Geben Sie im Feld Volumebezeichnung einen Namen für das Volume ein.

      Falls Sie dies wünschen, können Sie auch die Größe der Zuordnungseinheiten auf der Festplatte ändern oder angeben, ob Sie eine Schnellformatierung durchführen möchten.
  10. Klicken Sie auf Weiter.
  11. Überprüfen Sie, ob die von Ihnen ausgewählten Optionen korrekt sind, und klicken Sie anschließend auf OK.
Die neue Partition oder das logische Laufwerk erscheinen auf der entsprechenden Basisfestplatte im Fenster "Datenträgerverwaltung".

Formatieren eines bereits existierenden Volumes auf die Verwendung von FAT32

Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein Volume zu formatieren:
  1. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie dann auf Verwalten.
  2. Klicken Sie in der Konsolenstruktur auf Datenträgerverwaltung.
  3. Klicken Sie im Fenster "Datenträgerverwaltung" mit der rechten Maustaste auf das Volume, das Sie formatieren (oder neu formatieren) möchten, und klicken Sie dann auf Formatieren.
  4. Führen Sie im Dialogfeld Formatieren folgende Schritte durch:
    • Wählen Sie im Feld Dateisystem die Option FAT32 aus.
    • Geben Sie im Feld Volumebezeichnung einen Namen für das Volume ein.

      Falls Sie dies wünschen, können Sie auch die Größe der Zuordnungseinheiten auf der Festplatte ändern oder angeben, ob Sie eine Schnellformatierung durchführen möchten.
    Klicken Sie auf OK.

  5. Klicken Sie auf OK, wenn Sie gefragt werden, ob das Volume wirklich formatiert werden soll.
Der Formatierungsprozess beginnt.

Grenzen der Unterstützung

Für Informationen zu älteren Programmen, die nicht auf einem FAT32-Volume installiert werden können oder deren Dateien nicht ordnungsgemäß gespeichert bzw. gelesen werden können, wenden Sie sich an den Hersteller des jeweiligen Programms.

Hinweis: Das FAT32-Dateisystem unterstützt zwar Festplatten von bis zu 2 Terabyte Größe, einige Festplatten können jedoch wegen entsprechender Beschränkungen in Bezug auf die BIOS-INT13-Schnittstelle des Computers keine startbaren Partitionen von mehr als 7,8 GB enthalten. Wenden Sie sich an Ihren Hardwarehersteller und fragen Sie, ob das BIOS Ihres Computers aktualisierte INT13-Erweiterungen unterstützt.

Verweise

Weitere Informationen zu den Dateisystemen FAT32 und FAT16 finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
184006 Für das FAT32-Dateisystem geltende Beschränkungen
310561 Maximale Partitionsgröße bei Verwendung des FAT16-Dateisystems in Windows XP
Weitere Informationen zum Umwandeln einer FAT16- oder FAT32-Partition in NTFS finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
307881 Vorgehensweise: Konvertieren eines FAT16- oder FAT32-Datenträgers nach NTFS
140365 Standard-Clustergröße für FAT und NTFS
Weitere Informationen über Basisdatenträger und dynamische Datenträger finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
175761 Vergleich von dynamischem Speicher und Basisspeicher in Windows 2000 und Windows XP
Weitere Informationen zum Thema "Datenträgerverwaltung" finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
309000 SO WIRD'S GEMACHT: Verwenden der Datenträgerverwaltung für die Konfiguration von Basisdatenträgern in Windows XP
308424 SO WIRD'S GEMACHT: Verwenden der Datenträgerverwaltung für die Konfiguration dynamischer Datenträger in Windows XP

Eigenschaften

Artikel-ID: 310525 - Geändert am: Montag, 22. März 2004 - Version: 1.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional Edition
Keywords: 
kbinfo kbfilesystems kbenv KB310525
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