Artikel-ID: 311056 - Geändert am: Montag, 27. Oktober 2003 - Version: 3.0

WD2000: Anzeigegröße eines EMF-Bildes ändert sich beim Ändern der Bildschirmauflösung in Windows 2000

Dieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D311056
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
311056  (http://support.microsoft.com/kb/311056/en-us/ ) WD2000: Display Size of an EMF Image Changes When You Change the Screen Resolution on Windows 2000
Warnung: Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Erstellen Sie eine Sicherungskopie der Dateien System.dat und User.dat (unter Windows Millennium ebenfalls der Datei Classes.dat), bevor Sie die Registrierung bearbeiten. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Registrierung wiederherstellen können, falls ein Problem auftritt. Informationen hierzu finden Sie in der integrierten Hilfe der Registrierungseditoren "Regedit.exe" oder "Regedt32.exe". Suchen Sie hier im Index nach "Wiederherstellen der Registrierung" oder nach "Wiederherstellen eines Registrierungsschlüssels". Wenn Sie mit Windows NT oder Windows 2000 arbeiten, sollten Sie zudem Ihre Notfalldiskette (Emergency Recovery Disk - ERD) aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie in folgendem Artikel der Microsoft Knowledge Base:
256986  (http://support.microsoft.com/kb/256986/DE/ ) Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung

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Problembeschreibung

Die Größe eines EMF-Bildes (EMF = Erweiterte Metadatei) ändert sich, wenn Sie folgende Aktionen durchführen:
  1. Sie fügen auf einem Computer, der mit Windows 2000 arbeitet, ein EMF-Bild in ein Microsoft Word 2000-Dokument ein.
  2. Sie speichern das Dokument und beenden Word.
  3. Sie ändern die Bildschirmauflösung. (Dadurch wird die Fenstergröße von Microsoft Word geändert, wenn das Word-Fenster maximiert wird.)
  4. Sie öffnen das Word-Dokument erneut.
Die tatsächliche Größe des EMF-Bildes, die im Dialogfeld Eigenschaften für das Bild angezeigt wird, unterscheidet sich von der Größe des Bildes beim ersten Einfügen.

Ursache

Überblick

Dieses Problem tritt auf, weil EMF-Bilder ihre Einstellungen nur auf Basis der aktuellen Bildschirmauflösung speichern. Wenn sich die Bildschirmauflösung ändert, verwendet Microsoft Word die neue Bildschirmauflösung, um die Größe des EMF-Bildes neu zu berechnen.

Technische Details

Es folgt eine technische Beschreibung des Problems:

EMF-Bilder speichern ihre Größe, wenn sie auf dem Zielgerät angezeigt werden. Zusätzlich speichern sie die Merkmale des Zielgeräts. Auf einem Drucker entspricht die gerenderte Bildgröße der Größe des Dokuments. Auf einem Bildschirm kann es zu erheblichen Abweichungen zwischen der angezeigten Größe und der Dokumentgröße kommen, da die physischen Merkmale des Bildschirms (Auflösung) häufig nicht den von Windows verwendeten logischen Merkmalen entsprechen.

Ein EMF-Header speichert die folgenden vier Einzelinformationen (mit Beispielen):
  • Die Bereichsgrenze des Geräts, für das die erweiterte Metadatei aufgezeichnet wurde, in Pixel: 1024 x 768
  • Die Größe des Geräts, für das die erweiterte Metadatei aufgezeichnet wurde, in Millimeter: 320 mm x 240 mm
  • Die Bereichsgrenze der erweiterten Metadatei in Pixel des Zielgeräts: 224 x 179
  • Die Größe der erweiterten Metadatei in HIMETRIC-Einheiten: 7001 HIMETRIC x 8001 HIMETRIC (70 mm x 80 mm)
Daher besagen die physischen Merkmale des Geräts, dass das Gerät eine Auflösung von 81,28 dpi x 81,28 dpi (1024/320 x 25,4, 768/240 x 25,4) aufweist.

Hinweis: Die Originalgröße des Bildes war 25,4 mm x 25,4 mm.

Wenn ein EMF-Bild aufgezeichnet wird, wird die Größe entweder explizit vom erzeugenden Programm angegeben oder anhand der ersten drei Werte automatisch vom Betriebssystem berechnet.

Microsoft Office verwendet die ersten zwei Werte und den letzten Wert, um die Größe des EMF-Bildes in Pixel des Zielgeräts zu berechnen: 1024 x 70,01/320, 768 x 80,01/240 oder 225 x 257. Daher können Sie die "logische" Größe der erweiterten Metadatei anhand des logischen dpi-Werts der Bildschirmgröße berechnen, der typischerweise 96 (kleine Schriftarten) oder 120 (große Schriftarten) beträgt. Dies ergibt in diesem Fall (bezogen auf die Beispielwerte) folgendes Ergebnis:
96-dpi-Anzeige: 59,53 mm x 67,73 mm (2,34" x 2,67")
120-dpi-Anzeige: 47,63 mm x 54,19 mm (1,88" x 2,13")
Leider speichert das EMF-Bild nicht den logischen dpi-Wert des Zielgeräts. Microsoft Word muss "schätzen", dass der logische dpi-Wert mit dem des aktuellen Geräts übereinstimmt. Word verwendet die Merkmale des aktuellen Geräts anstelle der gespeicherten Merkmale, um die dadurch eventuell entstehenden Fehler zu minimieren. Wenn das aktuelle Gerät beispielsweise 1280 x 960 Pixel sowie die Standardgröße 320 mm x 240 mm aufweist, ergibt dies folgendes Ergebnis:
96-dpi-Anzeige: 74,09 mm x 84,68 mm (2,92" x 3,33")
120-dpi-Anzeige: 59,28 mm x 67,74 mm (2,33" x 2,67")
Diese Änderungen ergeben ein anderes Seitenverhältnis für das EMF-Bild. Das Betriebssystem erhält inkonsistente Zahlen (320, 240, 1280, 1024), sodass es einen inkonsistenten HIMETRIC-Wert für den Rahmen speichert.

Lösung

Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende, das gesamte System betreffende Probleme verursachen, die eine Neuinstallierung Ihres Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht dafür garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung. Microsoft kann keine Gewährleistungen oder Support für Probleme übernehmen, welche durch eine Manipulation der Windows- oder Windows NT-Registrierung verursacht wurden. Es ist Ihr eigenes Risiko, den Windows- oder Windows NT-Registrierungseditor Regedit.exe oder ähnliche Werkzeuge zur Manipulation der Windows- oder Windows NT-Registrierung zu verwenden.

Ein Update zur Behebung dieses Problems ist inzwischen von Microsoft erhältlich; dieses Update wurde jedoch ausschließlich zur Behebung des in diesem Artikel beschriebenen Problems entwickelt und sollte nur auf Systeme angewendet werden, die von einem Problem dieser Art betroffen sein könnten. Dieses Update wird unter Umständen zu einem späteren Zeitpunkt weiteren Tests unterzogen. Wenn Ihr System durch dieses Problem nicht schwerwiegend beeinträchtigt ist, empfiehlt Microsoft, auf das nächste Service Pack für Office 2000 zu warten, das dieses Update enthalten wird.

Wenden Sie sich an den Microsoft Software Service, wenn Sie dieses Problem sofort beheben und das Update anfordern wollen. Die Telefonnummern des Technischen Supports lauten:
Deutschland: 0180 567 23 30
Österreich: 01 50222 23 30
Schweiz: 0848 80 23 30
Alternativ erhalten Sie auch eine vollständige Liste mit Telefonnummern des Microsoft Software Service unter der folgenden Adresse im World Wide Web:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=fh;de;phonenumbers (http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=fh;de;phonenumbers)
Die englische Version dieses Updates sollte die folgenden Dateiattribute (oder höher) aufweisen:
   Datum       Uhrzeit  Version  Größe      Dateiname
   -------------------------------------------------------
   14.01.2002  20:22    n.zutr.  1.921.152  MSO9.msp
   15.01.2002  01:34    n.zutr.  4.031.644  MSO9_Admin.msp
   06.07.2001  11:11    n.zutr.      2.882  readme.txt
Sobald das Update installiert ist, weist die folgende Datei nachstehende Attribute (oder höher) auf:
   Datum       Uhrzeit  Version     Größe      Dateiname
   -----------------------------------------------------
   12.01.2002  11:46    9.0.0.6110  5.595.185  Mso9.dll

Hinweis: Sie müssen eine Änderung in der Registrierung vornehmen, damit dieses Update korrekt funktioniert. Sie müssen den folgenden Registrierungsschlüssel hinzufügen, um die durch das Update vorgenommene Korrektur zu aktivieren:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\9.0\Common] "AlternateSetExtentAndSizesMethod"=dword:00000001

Abhilfe

Setzen Sie die Bildschirmgröße in den Anzeigeeinstellungen von Windows 2000 auf einen Wert, bei dem das Bild in der gewünschten Größe erscheint, um dieses Problem zu umgehen.

Status

Microsoft hat bestätigt, dass es sich hierbei um ein Problem bei den in diesem Artikel genannten Microsoft-Produkten handelt.

Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.

Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Word 2000 Standard Edition, wenn verwendet mit:
    • Microsoft Windows 2000 Standard Edition
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