Befehlszeilendienstprogramm "DevCon" als Alternative zum Geräte-Manager

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Zusammenfassung

Verwenden Sie das Dienstprogramm "DevCon", ein Befehlszeilenprogramm, das als Alternative zum Geräte-Manager fungiert. Mit DevCon können Sie einzelne Geräte oder Gruppen von Geräten aktivieren, deaktivieren, neu starten, aktualisieren, entfernen und befragen. DevCon zeigt auch Informationen an, die für Entwickler interessant sind und die der Geräte-Manager nicht zur Verfügung stellt.

Sie können DevCon in Verbindung mit Microsoft Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 verwenden. Unter Windows 95, Windows 98 und Windows Millennium Edition ist DevCon nicht einsetzbar.

Weitere Informationen

DevCon darf nicht weitergegeben werden. Es wird als Hilfsprogramm für das Debuggen und Entwickeln von Software zur Verfügung gestellt. Für die private Nutzung kann DevCon beliebig verändert werden. Das Beispiel veranschaulicht, wie die SetupAPI-Funktion zusammen mit der CfgMgr32-Funktion zum Aufzählen der vorhandenen Geräte und für andere gerätebezogene Vorgänge verwendet wird. Die folgende Datei steht im Microsoft Download Center zum Download zur Verfügung:

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Download
Paket "DevCon" jetzt herunterladen Veröffentlichungsdatum: 23. Januar 2003

Weitere Informationen zum Herunterladen von Microsoft Support-Dateien finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
119591 So erhalten Sie Microsoft Support-Dateien im Internet
Microsoft hat diese Datei auf Viren überprüft. Microsoft hat dazu die neueste Software zur Virenerkennung verwendet, die zum Zeitpunkt der Bereitstellung verfügbar war. Die Datei befindet sich auf Servern mit verstärkter Sicherheit. Auf diese Weise werden nicht autorisierte Änderungen an der Datei weitestgehend verhindert.

Die Datei "DevCon.exe" enthält die folgenden Dateien:
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DateiBeschreibung
I386\DevCon.exeAusführbare Datei (32 Bit) des DevCon-Dienstprogramms. Diese Datei arbeitet auf 64-Bit-Versionen von Windows nicht korrekt.
Ia64\DevCon.exeAusführbare Datei (64 Bit) des DevCon-Dienstprogramms.

Hinweis Der Quellcode von DevCon ist auch als Teil des Windows DDK (das auf der Website http://www.microsoft.com/whdc/devtools/ddk/default.mspx verfügbar ist) unter DDK-Stammverzeichnis\Src\Setup\Devcon zusammen mit der Dokumentation erhältlich.

Verwenden von DevCon

DevCon ist ein Befehlszeilendienstprogramm mit integrierter Dokumentation. Beim Ausführen des Befehls devcon help wird die folgende Liste verfügbarer Befehle mit Beschreibungen angezeigt. Sie erhalten mit dem Befehl devcon help auch genauere Informationen zu den einzelnen Befehlen. Bei einigen dieser Befehle können Sie einen Remotecomputer als Ziel angeben. Diese Befehle funktionieren auch, wenn Sie die 32-Bit-Version mit WOW64 verwenden.
Device Console Help: (Hilfe zu DevCon)
devcon.exe [-r] [-m:\\<machine>] <command> [<arg>...]
-r if specified will reboot machine after command is complete, if needed. (Nach Ausführen des Befehls neu starten)
<machine> is name of target machine. (<machine> = Name des Zielcomputers)
<command> is command to perform (see below). (<command> = auszuführender Befehl)
<arg>... is one or more arguments if required by command. (<arg> = Befehlsargumente)
For help on a specific command, type: (Für Hilfe zu einem bestimmten Befehl Folgendes eingeben) devcon.exe help <command>
classfilter          Allows modification of class filters. (zum Ändern der Klassenfilter)
classes              List all device setup classes. (Anzeigen aller Setupklassen)
disable              Disable devices that match the specific hardware or 
                       instance ID. (Neustarten der Geräte mit entsprechender Hardware- oder Instanz-ID)
driverfiles          List driver files installed for devices. (Anzeigen der für Geräte installierten Treiberdateien)
drivernodes          Lists all the driver nodes of devices. (Anzeigen aller Treiberknoten der Geräte)
enable               Enable devices that match the specific hardware or 
                       instance ID. (Neustarten der Geräte mit entsprechender Hardware- oder Instanz-ID)
find                 Find devices that match the specific hardware or 
                       instance ID. (Neustarten der Geräte mit entsprechender Hardware- oder Instanz-ID)
findall              Find devices including those that are not present. (Suchen aller Geräte)
help                 Display this information. (Anzeigen dieser Informationen)
hwids                Lists hardware ID's of devices. (Anzeigen der Hardware-IDs)
install              Manually install a device. (Gerät manuell installieren)
listclass            List all devices for a setup class. (Anzeigen aller Geräte einer Setupklasse)
reboot               Reboot local machine. (Neustart)
remove               Remove devices that match the specific hardware or 
                       instance ID. (Neustarten der Geräte mit entsprechender Hardware- oder Instanz-ID)
rescan               Scan for new hardware. (Nach neuen Geräten suchen)
resources            Lists hardware resources of devices. (Anzeigen der Hardwareressourcen)
restart              Restart devices that match the specific hardware or 
                       instance ID. (Neustarten der Geräte mit entsprechender Hardware- oder Instanz-ID)
stack                Lists expected driver stack of devices. (Anzeigen des Treiberstapels)
status               List running status of devices. (Anzeigen des aktuellen Gerätestatus)
update               Manually update a device. (Manuelles Aktualisieren eines Geräts)
UpdateNI            Manually update a device without user prompt (Manuelles Aktualisieren eines Geräts ohne Benutzerinteraktion) 
SetHwID              Adds, deletes, and changes the order of hardware IDs of root-enumerated devices. (Hinzufügen, Löschen und Ändern der Reihenfolge von Hardware-IDs)
		  				

Beispiel für DevCon-Befehle

devcon -m:\\test find pci\*

Anzeigen aller bekannten PCI-Geräte auf dem Computer test. (Mit der Option -m können Sie einen Zielcomputer angeben. Der Zugriff auf den Computer muss über IPC (Inter Process Communication, prozessübergreifende Kommunikation) erfolgen.)

devcon -r install %WINDIR%\Inf\Netloop.inf *MSLOOP

Installieren einer neuen Instanz des Microsoft Loopbackadapters. Erstellt einen Geräteknoten auf der Stammebene, in dem ein "virtuelles Gerät" installiert werden kann, z. B. der Loopbackadapter. Mit diesem Befehl wird außerdem der Computer ohne weitere Benachrichtigung neu gestartet, sofern dies erforderlich ist.

devcon classes

Anzeigen aller bekannten Setupklassen. Die Ausgabe enthält die nicht lokalisierte Kurzbezeichnung (z. B. "USB") und die längere Bezeichnung (z. B. "USB-Controller").

devcon classfilter upper !filter1 !filter2

Löschen der beiden angegebenen Filter.

devcon classfilter lower !filter_alt +filter_neu

Ersetzen des Filters "filter_alt" durch den Filter "filter_neu".

devcon driverfiles =ports

Anzeigen von Dateien, die jeweils mit den in der Setupklasse ports (Anschlüsse) enthaltenen Geräten verknüpft sind.

devcon disable *MSLOOP

Deaktivieren aller Geräte, deren Hardware-ID auf "MSLOOP" endet (einschließlich "*MSLOOP").

devcon drivernodes @ROOT\PCI_HAL\PNP0A03

Anzeigen aller kompatiblen Treiber für das Gerät ROOT\PCI_HAL\PNP0A03. Mit diesem Befehl lässt sich feststellen, warum eine in Windows enthaltene Datei mit Geräteinformationen (".inf") verwendet wurde, und keine Geräteinformationsdatei eines Drittanbieters.

devcon enable '*MSLOOP

Aktivieren aller Geräte mit der Hardware-ID "*MSLOOP". Die einfache Anführungszeichen bedeuten, dass die Hardware-ID wörtlich angegeben wird, d. h. bei "*" handelt es sich tatsächlich um dieses Zeichen und nicht um ein Platzhalterzeichen.

devcon find *

Anzeigen der Geräteinstanzen aller Geräte, die auf dem lokalen Computer vorhanden sind.

devcon find pci\*

Anzeigen aller bekannten PCI-Geräte (Peripheral Component Interconnect), die auf dem lokalen Computer vorhanden sind (dieser Befehl behandelt standardmäßig alle Geräte als PCI-Geräte, deren Hardware-ID mit "PCI\" beginnt).

devcon find =ports *pnp*

Anzeigen aller vorhandenen Geräte, die zur Setupklasse ports (Anschlüsse) gehören und deren Hardware-ID die Zeichenfolge "PNP" enthält.

devcon find =ports @root\*

Anzeigen aller vorhandenen Geräte, die zur Setupklasse ports (Anschlüsse) gehören und der Stammebene im Aufzählungsbaum zugeordnet sind (d. h. deren Instanz-ID mit der Zeichenfolge "root\" beginnt). Beachten Sie, dass Sie beim Programmieren keine Annahmen darüber machen sollten, wie eine Instanz-ID formatiert ist. Zum Ermitteln von Geräten in der Stammebene können Sie die Gerätestatusbits verwenden. Dieses Feature ist in DevCon enthalten, um Ihnen beim Debuggen zu helfen.

devcon findall =ports

Anzeigen aller "nicht vorhandenen" Geräte und vorhandenen Geräte der Klasse ports (Anschlüsse). Dies schließt auch Geräte ein, die entfernt wurden, Geräte die von einem Steckplatz zu einem anderen Steckplatz versetzt wurden, und möglicherweise auch Geräte, die aufgrund einer BIOS-Änderung anders aufgezählt wurden.

devcon listclass usb 1394

Anzeigen aller vorhandenen Geräte aller angegebenen Klassen (in diesem Fall der Klassen "USB" und "1394").

devcon remove @usb\*

Entfernen aller USB-Geräte. Entfernte Geräte werden zusammen mit dem Status der Entfernung angezeigt.

devcon rescan

Erkennen neuer PnP-Geräte.

devcon resources =ports

Anzeigen der Ressourcen, die von den Geräten der Setupklasse ports (Anschlüsse) verwendet werden.

devcon restart =net @'ROOT\*MSLOOP\0000

Neustarten des Loopbackadapters ROOT\ROOT\*MSLOOP\0000. Die im Befehl verwendeten einfachen Anführungszeichen bedeuten, dass die Instanz-ID wörtlich angegeben wird.

devcon hwids=mouse

Anzeigen aller Hardware-IDs von Geräten der Klasse "Maus" im System.

devcon sethwid @ROOT\LEGACY_BEEP\0000 := beep

Zuweisen der Hardware-ID "beep" zum Legacygerät zum Ausgeben von Signaltönen.

devcon stack =ports

Anzeigen des erwarteten Treiberstapels für das Gerät. Dies schließt Geräte- und Klassenfilter ("upper/lower") ein, sowie den Dienst, der das Gerät steuert.

devcon status @pci\*

Anzeigen des Status für jedes vorhandene Gerät, dessen Instanz-ID mit "pci\" beginnt.

devcon status @ACPI\PNP0501\1

Anzeigen des Status einer bestimmten Geräteinstanz, in diesem Fall des über ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) aufgezählten Kommunikationsanschlusses (der seriellen Schnittstelle).

devcon status @root\rdp_mou\0000

Anzeigen des Status des Maustreibers von Microsoft Terminal Server bzw. der Terminaldienste.

devcon status *PNP05*

Anzeigen des Status aller Kommunikationsanschlüsse (COM).

devcon update meinger.inf *pnp0501

Aktualisieren aller Geräte, die genau der Hardware-ID *pnp0501 entsprechen, so dass der geeignetste mit der Hardware-ID *pnp0501 verknüpfte Treiber in "Meinger.inf" verwendet wird.

Hinweis Durch diese Aktualisierung wird erzwungen, dass die Geräte selbst dann den Treiber in "Meinger.inf" verwenden, wenn auf dem System ein geeigneterer Treiber vorhanden ist. Dies kann von Nutzen sein, wenn Sie während der Entwicklung eine neue Treiberversion installieren möchten, bevor eine Signatur für den Treiber verfügbar ist. Die Aktualisierung betrifft nur die Geräte, die der angegebenen Hardware-ID entsprechen. Untergeordnete Geräte sind nicht betroffen. Falls die angegebene INF-Datei nicht signiert ist, zeigt Windows möglicherweise ein Dialogfeld an, das Sie zur Bestätigung der Treiberinstallation auffordert. Falls ein Neustart erforderlich ist, wird dies angezeigt, und DevCon liefert den Fehlerstatus "1" zurück. Wenn die Option -r angegeben wurde, erfolgt der Neustart automatisch, sofern erforderlich.

Notizen

  • DevCon liefert für die Verwendung in Skripts einen Fehlerstatus zurück:
    "0" bedeutet erfolgreiche Ausführung.
    "1" bedeutet, dass ein Neustart erforderlich ist.
    "2" weist auf einen Fehler hin.
    "3" weist auf einen Syntaxfehler hin.
  • Wenn die Option -r angegeben wurde, erfolgt der Neustart nach der Bearbeitung aller Geräte ohne Vorwarnung.
  • Wenn die Option -m:\\Computer angegeben wurde und der Befehl auf einem Remotecomputer nicht ausgeführt werden kann, wird ein Fehler angezeigt.
  • DevCon erlaubt zur komfortableren Bedienung die Verwendung von Platzhalterzeichen für Instanz-IDs. Machen Sie keine Annahmen zum Format einer Instanz-ID. Sie kann von Computer zu Computer und von Betriebssystem zu Betriebssystem unterschiedlich sein.
Hinweis Dies ist ein Artikel, der im Schnellverfahren direkt von der Microsoft-Supportorganisation erstellt wurde. Die hierin enthaltenen Informationen werden als Reaktion auf neue Probleme wie besehen bereitgestellt. Da dieser Artikel im Schnellverfahren erstellt wurde, kann er Tippfehler enthalten und zu einem späteren Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung überarbeitet werden. Weitere zu berücksichtigende Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Eigenschaften

Artikel-ID: 311272 - Geändert am: Mittwoch, 6. März 2013 - Version: 1.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Driver Development Kit
Keywords: 
kbfile kbhowto KB311272
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