Artikel-ID: 314067 - Geändert am: Donnerstag, 16. Dezember 2004 - Version: 4.0 Problembehandlung bei TCP/IP-Verbindungen in Windows XPDieser Artikel wurde zuvor veröffentlicht unter D314067 Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 314067 (http://support.microsoft.com/kb/314067/EN-US/ ) How to troubleshoot TCP/IP connectivity with Windows XP In Artikel 102908
(http://support.microsoft.com/kb/102908/DE/
)
wird dieses Thema für Microsoft Windows 2000 behandelt. Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung. Auf dieser SeiteEinführung Es stehen verschiedene Programme zur Verfügung, die nützliche Informationen bereitstellen, wenn Sie versuchen, die Ursache von TCP/IP-Netzwerkproblemen unter Windows XP zu bestimmen. Dieser Artikel enthält Empfehlungen dazu, wie Sie diese Programme zur Diagnose von Netzwerkproblemen verwenden können. Diese Liste ist zwar nicht vollständig, enthält jedoch Beispiele für die Verwendung dieser Programme zum Erkennen von Problemen im Netzwerk.
Weitere InformationenProgramme für die TCP/IP-ProblembehandlungIn der folgenden Liste sind einige der TCP/IP-Diagnoseprogramme aufgeführt, die in Windows XP enthalten sind.Basisprogramme
Erweiterte Programme
Windows XP Professional-DiagnoseprogrammeWindows XP Professional beinhaltet die folgenden zusätzlichen Programme:
ProblembehandlungDas für die Behandlung von TCP/IP-Problemen verwendete Verfahren ist abhängig von der verwendeten Netzwerkverbindung und vom jeweiligen Verbindungsproblem.Automatische ProblembehandlungBei den meisten Problemen im Zusammenhang mit Internetverbindungen sollten Sie zunächst das Netzwerkdiagnoseprogramm ausführen, um die Ursache des Problems zu identifizieren. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Netzwerkdiagnose zu verwenden:
Sie können die Schnittstelle der Netzwerkdiagnose auch direkt über den folgenden Befehl starten: netsh diag gui Manuelle ProblembehandlungWenden Sie die folgenden Methoden in der angegebenen Reihenfolge an, um das Problem mit der TCP/IP-Verbindung zu finden und zu beheben:Methode 1: Überprüfen der Konfiguration mit dem Programm IPConfigUm das Programm IPConfig zum Überprüfen der TCP/IP-Konfiguration zu verwenden, klicken Sie auf Start und dann auf Ausführen, und geben Sie cmd ein. Verwenden Sie nun den Befehl ipconfig, um die Konfigurationsinformationen für den Hostcomputer einschließlich IP-Adresse, Subnetzmaske und Standardgateway zu erhalten. Mit dem Parameter /all für IPConfig wird ein detaillierter Konfigurationsbericht für alle Schnittstellen einschließlich RAS-Adapter erstellt. Sie können die IPConfig-Ausgabe in eine Datei umleiten, um die Ausgabe in andere Dokumente einfügen zu können. Geben Sie hierzu folgende Zeile ein: ipconfig >\Ordnername\Dateiname
Die Ausgabe erhält den angegebenen Dateinamen und wird in dem angegebenen Ordner gespeichert.
Durch Überprüfen der IPConfig-Ausgabe können Sie Probleme mit der Netzwerkkonfiguration des Computers identifizieren. Wenn für Ihren Computer beispielsweise eine IP-Adresse manuell konfiguriert wurde, die mit einer vorhandenen, bereits erkannten IP-Adresse übereinstimmt, erscheint die Subnetzmaske als 0.0.0.0. Wenn Ihre lokale IP-Adresse als 169.254.y.z mit der Subnetzmaske 255.255.0.0 zurückgegeben wird, wurde die IP-Adresse von der Windows XP Professional-Funktion APIPA (Automatic Private IP Addressing) zugewiesen. Dies bedeutet, dass TCP/IP für automatische Konfiguration konfiguriert ist, dass kein DHCP-Server gefunden wurde und dass keine alternative Konfiguration angegeben ist. Diese Konfiguration verfügt nicht über ein Standardgateway für die Schnittstelle. Wenn Ihre lokale IP-Adresse als 0.0.0.0 zurückgegeben wird, wurde die DHCP-Funktion zur Medienerkennung (Media Sensing) überschrieben, weil entweder der Netzwerkadapter erkannt hat, dass er nicht mit einem Netzwerk verbunden ist, oder weil TCP/IP eine IP-Adresse erkannt hat, die mit einer manuell konfigurierten IP-Adresse übereinstimmt. Wenn Sie keine Probleme mit der TCP/IP-Konfiguration feststellen, fahren Sie mit Methode 2 fort. Methode 2: Testen der Konnektivität mit dem Programm PingWenn Sie bei der TCP/IP-Konfiguration keine Probleme identifizieren können, überprüfen Sie als Nächstes, ob der Computer eine Verbindung zu anderen Hostcomputern auf dem Netzwerk herstellen kann. Verwenden Sie dazu das Programm Ping. Mit dem Programm Ping können Sie die Verbindung auf IP-Ebene überprüfen. Der Befehl ping sendet eine ICMP-Echoanforderungsmeldung an einen Zielhost. Verwenden Sie Ping zum Überprüfen, ob ein Hostcomputer IP-Pakete an einen Zielhost senden kann. Mithilfe dieses Programms lassen sich auch Hardwareprobleme auf dem Netzwerk und inkompatible Konfigurationen identifizieren. Hinweis: Wenn Sie den Befehl ipconfig /all ausgeführt haben und die IP-Konfiguration angezeigt wird, brauchen Sie nicht die Loopbackadresse und Ihre eigene IP-Adresse mit Ping abzufragen. Dies hat IPConfig bereits durchgeführt, um die Konfiguration anzuzeigen. Prüfen Sie bei der Problembehandlung, ob eine Verbindung zwischen dem lokalen Computer und einem Netzwerkhost besteht. Verwenden Sie hierzu den folgenden Befehl: ping IP-Adresse Hinweis:IP-Adresse ist hierbei die IP-Adresse des Netzwerkhosts, zu dem Sie die Verbindung herstellen möchten.
So verwenden Sie den Befehl ping:
Methode 3: Überprüfen einer Route mit dem Programm PathPingPathPing erkennt Paketverluste über Routen mit mehreren Hops. Führen Sie eine PathPing-Analyse zu einem Remotehost durch, um sicherzustellen, dass die Router auf dem Weg zu dem Ziel korrekt funktionieren. Verwenden Sie hierzu den folgenden Befehl: pathping IP-Adresse des Remotehosts Methode 4: Löschen des ARP-Cache mit dem Programm ArpWenn Sie die Loopbackadresse (127.0.0.1) und Ihre eigene IP-Adresse, aber keine anderen IP-Adressen pingen können, versuchen Sie, den ARP-Cache (ARP - Address Resolution Protocol) mit dem Programm Arp zu leeren. Verwenden Sie einen der folgenden Befehle, um die Cache-Einträge anzuzeigen: arp -a
Verwenden Sie den folgenden Befehl, um die Cache-Einträge zu löschen:
arp -g arp -d IP-Adresse
Verwenden Sie den folgenden Befehl, um den ARP-Cache zu leeren:
netsh interface ip delete arpcache Methode 5: Überprüfen des StandardgatewaysDie Gatewayadresse muss sich im selben Netzwerk wie der lokale Host befinden, da sonst keine Nachrichten vom Hostcomputer an ein Ziel außerhalb des lokalen Netzwerks weitergeleitet werden können. Wenn sich die Gatewayadresse im selben Netzwerk wie der lokale Host befindet, stellen Sie sicher, dass die Standardgatewayadresse korrekt eingegeben wurde. Stellen Sie abschließend sicher, dass das Standardgateway nicht nur ein Host, sondern ein Router ist, und dass der Router IP-Datagramme weiterleiten kann. Methode 6: Überprüfen der Kommunikation mit dem Programm Tracert oder dem Programm RouteWenn das Standardgateway korrekt antwortet, pingen Sie einen Remotehost, um sicherzustellen, dass Netzwerk-Netzwerk-Verbindungen wie erwartet funktionieren. Wenn die Kommunikation nicht wie erwartet funktioniert, verwenden Sie das Programm Tracert, um den Pfad zu dem Ziel nachzuverfolgen. Bei IP-Routern, die Microsoft Windows 2000- oder Microsoft Windows NT-Computer sind, untersuchen Sie die IP-Routingtabelle mithilfe des Programms Route oder des RRAS-Snap-Ins auf diesen Computern. Bei IP-Routern, die mit anderen Betriebssystemen arbeiten, verwenden Sie das vom Hersteller vorgesehene Programm oder eine entsprechende Einrichtung, um die IP-Routingtabelle zu untersuchen. Beim Pingen während der Problembehandlung werden häufig die folgenden vier Fehlermeldungen angezeigt:
Die Gültigkeitsdauer wurde bei der Übertragung überschritten Zielhost ist nicht erreichbar Zeitüberschreitung der Anforderung Ping-Anforderung konnte Host nicht ermitteln Methode 7: Überprüfen der IP-Sicherheit (IPSec)Die Verwendung von IPSec kann zwar die Sicherheit eines Netzwerks erhöhen, kann aber auch die Änderung von Netzwerkkonfigurationen oder die Behebung von Problemen erschweren. In einigen Fällen erfordern IPSec-Richtlinien gesicherte Kommunikationsverbindungen auf einem Windows XP Professional-Computer. Diese Anforderung kann die Herstellung der Verbindung zu einem Remotehost erschweren. Wenn IPSec lokal implementiert wurde, können Sie den IPSec-Dienst im Dienste-Snap-In deaktivieren. Wenn die Probleme nach dem Deaktivieren der IPSec-Dienste nicht mehr bestehen, blockieren IPSec-Richtlinien entweder den notwendigen Verkehr oder fordern Sicherheit für diesen. Wenden Sie sich an den Sicherheitsadministrator, damit dieser die IPSec-Richtlinie ändert. Methode 8: Überprüfen der PaketfilterungFehler bei der Paketfilterung können ein Funktionieren der Namensauflösung oder der Verbindung verhindern. Deaktivieren Sie die TCP/IP-Paketfilterung, um festzustellen, ob diese ein Netzwerkproblem verursacht. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
Methode 9: Überprüfen der Verbindung zu einem bestimmten ServerVerwenden Sie zum Ermitteln der Ursache von Problemen bei der Verbindungsherstellung zu einem bestimmten Server über NetBIOS-basierte Verbindungen den Befehl nbtstat -n auf dem Server, um festzustellen, welchen Namen der Server auf dem Netzwerk registriert hat. Der Befehl nbtstat -n output listet mehrere Namen auf, die der Computer registriert hat. Darunter sollte sich ein Name befinden, der dem Namen des Computers ähnelt, der in der Systemsteuerung unter System auf der Registerkarte Computername konfiguriert ist. Wenn dies nicht der Fall ist, versuchen Sie es mit einem anderen der von nbtstat angezeigten eindeutigen Namen. Das Programm Nbtstat kann auch die zwischengespeicherten Einträge für Remotecomputer von #PRE-Einträgen in der Datei LMHOSTS oder von kürzlich aufgelösten Namen anzeigen. Wenn die Remotecomputer denselben Namen für den Server verwenden und die anderen Computer sich auf einem Remotesubnetz befinden, stellen Sie sicher, dass die anderen Computer die Zuordnung Name zu Adresse des Computers in ihrer Datei LMHOSTS oder ihrem WINS-Server haben. Methode 10: Überprüfen von RemoteverbindungenVerwenden Sie zum Bestimmen der Ursache, warum eine TCP/IP-Verbindung zu einem Remotecomputer nicht korrekt funktioniert, den Befehl netstat -a, um den Status aller Aktivitäten für TCP- und UDP-Ports auf dem lokalen Computer anzuzeigen. Eine funktionierende TCP-Verbindung zeigt normalerweise 0 Bytes in der Gesendet- und Empfangen-Warteschlange an. Wenn in einer der Warteschlangen Daten blockiert werden oder der Zustand der Warteschlangen unkorrekt ist, deutet dies auf eine fehlerhafte Verbindung hin. Wenn keine Daten blockiert werden und der Zustand der Warteschlangen normal ist, bestehen wahrscheinlich Netzwerk- oder Programmverzögerungen. Methode 11: Überprüfen der Routingtabelle mit dem Programm RouteDamit zwei Hosts IP-Datagramme austauschen können, müssen beide eine Route zueinander aufweisen oder Standardgateways verwenden, die eine Route kennen. Zeigen Sie die Routingtabelle auf einem Windows XP-Host an, indem Sie den folgenden Befehl eingeben: route print Methode 12: Überprüfen von Pfaden mit dem Programm TracertDas Programm Tracert sendet ICMP-Echoanforderungsmeldungen mit zunehmend höheren Werten im Feld TTL (Gültigkeitsdauer) des IP-Headers, um den Pfad von einem Host zu einem anderen durch ein Netzwerk zu ermitteln. Anschließend analysiert Tracert die zurückgegebenen ICMP-Meldungen. Mit Tracert können Sie den Pfad von Router zu Router über bis zu 30 Hops nachverfolgen. Wenn ein Router nicht funktioniert oder das Paket in eine Schleife geleitet wird, erkennt Tracert das Problem und zeigt es an. Nachdem Sie den problematischen Router identifiziert haben, können Sie sich an den Routeradministrator wenden (wenn der Router zu einem anderen Standort gehört) oder den voll funktionsfähigen Status des Routers selbst wiederherstellen (wenn Sie die Kontrolle über den Router haben). Methode 13: Problembehandlung bei GatewaysStellen Sie fest, ob das Standardgateway sich im gleichen logischen Netzwerk wie der Netzwerkadapter des Computers befindet, wenn während der Konfiguration die folgende Fehlermeldung angezeigt wird: Das Standardgateway gehört zu keiner konfigurierten Schnittstelle Beispielsweise benötigt ein Computer mit einem einzelnen Netzwerkadapter, der mit der IP-Adresse 172.16.27.139 und der Subnetzmaske 255.255.0.0 konfiguriert ist, ein Standardgateway der Form 172.16.y.z. Die Netzwerkkennung für diese IP-Schnittstelle ist 172.16.0.0. Zusätzliche InformationsquellenDie folgenden Informationsquellen enthalten zusätzliche Informationen für die Problembehandlung bei Microsoft TCP/IP:Thema "Configuring TCP/IP" in der Dokumentation für den Microsoft Windows XP Professional Resource Kit. Thema "Introduction to TCP/IP" im TCP/IP Core Networking Guide des Microsoft Windows 2000 Server Resource Kit für allgemeine Informationen zum TCP/IP-Protokollstapel. Thema "Unicast Routing Overview" im Internetworking Guide des Microsoft Windows 2000 Server Resource Kit für weitere Informationen zu grundlegenden Routingaspekten. Thema "TCP/IP Troubleshooting" im TCP/IP Core Networking Guide des Microsoft Windows 2000 Server Resource Kit für weitere Informationen zur IP-Paketfilterung. Verweise
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
308007
(http://support.microsoft.com/kb/308007/DE/
)
Behebung von Problemen mit Heimnetzwerken in Windows XP 325487
(http://support.microsoft.com/kb/325487/DE/
)
Behandlung von Problemen mit der Netzwerkverbindung 299357
(http://support.microsoft.com/kb/299357/DE/
)
Zurücksetzen von "Internetprotokoll (TCP/IP)" in Windows XP 307874
(http://support.microsoft.com/kb/307874/DE/
)
Deaktivieren der einfachen Freigabe und Setzen von Berechtigungen für einen freigegebenen Ordner in Windows XP 810881
(http://support.microsoft.com/kb/810881/DE/
)
Fehlermeldung "Zugriff verweigert" bei dem Versuch, einen Ordner zu öffnen 308418
(http://support.microsoft.com/kb/308418/DE/
)
SO WIRD'S GEMACHT: Festlegen, Einsehen, Ändern und Löschen von Datei- und Ordnerberechtigungen in Windows XP 214759
(http://support.microsoft.com/kb/214759/DE/
)
Fehler "Zugriff verweigert" bei Verbindung mit Netzwerkfreigabe Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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