Probleme mit dem Festplattenspeicher auf NTFS-Volumes unter Windows XP identifizieren und beheben

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
315688 How to locate and correct disk space problems on NTFS volumes in Windows XP
In Artikel 303079 wird dieses Thema für Microsoft Windows 2000 behandelt.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Das NTFS-Dateisystem unterstützt eine Vielzahl von Funktionen für Volumes und Dateien. In manchen Fällen kann es dazu kommen, dass freier Speicherplatz entweder falsch angegeben bzw. als verloren gemeldet wird. Dieses Verhalten lässt sich dann beobachten, wenn ein NTFS-Volume plötzlich sehr voll ist, ohne dass ein Grund hierfür ersichtlich ist bzw. ohne dass Ordner und Dateien identifiziert werden können, die für die Belegung des Speicherplatzes auf dem NTFS-Volume verantwortlich sind. Ursache hierfür kann sein, dass sich ein Benutzer böswilligen bzw. unberechtigten Zugriff auf ein NTFS-Volume verschafft hat, auf das er insgeheim entweder sehr große oder eine beachtliche Anzahl kleiner Dateien kopiert und anschließend die NTFS-Berechtigungen für diese Dateien entfernt oder einschränkt. Dieses Verhalten kann auch nach einer Fehlfunktion des Systems oder nach einem Stromausfall, die/der eine Beschädigung der Daten zur Folge hat, auftreten.

In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie die Zuordnung des NTFS-Speicherplatzes überprüfen können, um entweder problematische Dateien bzw. Ordner oder eine Beschädigung des Volumes zu identifizieren. Dieser Artikel wendet sich an Benutzer, die Microsoft Windows XP-Betriebssysteme verwenden, die erweiterte Speicherfunktionen und Fehlerbehandlungsmethoden unterstützen.

Weitere Informationen

Mögliche Gründe für eine fehlerhafte Angabe der Speicherplatzzuordnung eines NTFS-Volumes sind:
  • Die Clustergröße des NTFS-Volumes ist zu groß für die Durchschnittsgröße der Dateien, die gespeichert werden.
  • Dateiattribute bzw. NTFS-Berechtigungen verhindern, dass bei Verwendung des Microsoft Windows Explorer oder einer Windows-Eingabeaufforderung eine Anzeige von bzw. ein Zugriff auf Dateien oder Ordner erfolgt.
  • Der Ordnerpfad besteht aus mehr als 255 Zeichen.
  • Ordner oder Dateien enthalten ungültige oder reservierte Dateinamen.
  • NTFS-Metadateien (wie z. B. die Masterdateitabelle [Master File Table, MFT]) sind angewachsen und können nicht mehr deallokiert werden.
  • Dateien oder Ordner enthalten alternative Datenströme.
  • Aufgrund einer Beschädigung des NTFS-Dateisystems meldet Windows freien Speicherplatz als benutzten Speicherplatz.
  • Andere NTFS-Funktionen verursachen eine wirre Dateizuordnung.

Zu große Clustergröße

Speicherplatz kann nur von Dateien und Ordnern belegt werden, die interne NTFS-Metadateien wie z. B. die Masterdateitabelle, Ordnerindizes, usw. beinhalten. Vielfache eines Clusters brauchen die gesamte Dateiplatzzuordnung auf. Bei einem Cluster handelt es sich um eine Sammlung von aufeinander folgenden Sektoren. Die Clustergröße wird beim Formatieren des Volumes festgelegt und hängt darüber hinaus von der Größe der Partition ab.

Weitere Informationen zu Clustern finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
140365 Standard-Clustergröße für FAT und NTFS
Beim Anlegen belegt eine Datei abhängig von der anfänglichen Dateigröße den Mindestplatz eines einzelnen Clusters. Nachdem Daten zu der Datei hinzugefügt wurden, erhöht NTFS die Zuordnung der Datei als Vielfaches der Clustergröße.

Führen Sie die folgenden Befehle an einer Eingabeaufforderung aus, wenn Sie die aktuelle Clustergröße und Statistik für das Volume feststellen möchten:
chkdsk d:
Beispiel für die Ausgabe eines chkdsk-Befehls:
4096543 KB Speicherplatz auf dem Datenträger insgesamt
(Dieser Wert gibt die Gesamtkapazität der formatierten Platte an.)

2906360 KB in 19901 Dateien
(Dieser Wert gibt den von Benutzerdaten belegten Speicherplatz an.)

6344 KB in 1301 Indizes
(Dieser Wert gibt den von NTFS-Indizes belegten Speicherplatz an.)

0 KB in beschädigten Sektoren
(Dieser Wert gibt den in beschädigten Sektoren verlorenen Speicherplatz an.)

49379 KB vom System benutzt
(Dieser Wert schließt MFT- und sonstige NTFS-Metadateien mit ein.)

22544 KB von der Protokolldatei belegt
(Bei diesem Wert handelt es sich um die NTFS-Protokolldatei; zum Einstellen dieses Wertes benutzen Sie den Befehl chkdsk /l:size.)

1134460 auf dem Datenträger verfügbar
(Dieser Wert gibt den verfügbaren FREIEN Speicherplatz an.)

4096 Bytes in jeder Zuordnungseinheit
(Dieser Wert gibt die Clustergröße [4 K] an.)

1024135 Zuordnungseinheiten auf dem Datenträger insgesamt
(Dieser Wert gibt die Gesamtzahl der Clusters auf der Festplatte an.)

283615 Zuordnungseinheiten auf dem Datenträger verfügbar (Bei diesem Wert handelt es sich um die verfügbaren freien Cluster.)
Hinweis: Zur Berechnung der exakten Bytegröße ist jeder in Kilobyte (KB) angezeigte Wert mit 1024 zu multiplizieren (z. B. 2.906.360 x 1024 = 2.976.112.640 Byte).

Anhand dieser Ausgabe können Sie die Standardclustergröße und die Belegung des Festplattenspeichers eruieren. Bestimmen Sie, wie viel Festplattenspeicher vergeudet ist, um zu überprüfen, ob das Cluster die optimale Clustergröße verwendet:
  1. Doppelklicken Sie erst auf Arbeitsplatz und anschließend auf den Laufwerksbuchstaben (beispielsweise D) des Datenträgers, den Sie überprüfen möchten.
  2. Klicken Sie auf eine beliebige Datei oder einen beliebigen Ordner. Klicken Sie dann im Menü Bearbeiten auf Alles markieren.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Datei oder einen beliebigen Ordner. Klicken Sie danach auf Eigenschaften.
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Allgemein und überprüfen Sie die Werte "Größe" und "Größe auf dem Datenträger", die die Gesamtanzahl der Dateien und Ordner auf dem Datenträger angeben.
Wenn Sie keine NTFS-Komprimierung für Dateien bzw. Ordner auf dem Datenträger benutzen, dann errechnet sich die Menge des vergeudeten Speicherplatzes aus der Differenz der "Größe" und der "Größe auf dem Datenträger", die daraus resultiert, dass die Clustergröße größer als erforderlich ist. Wählen Sie die optimale Clustergröße so aus, dass "Größe" und "Größe auf dem Datenträger" annähernd gleich sind. Eine übermäßige Diskrepanz zwischen der "Größe" und der "Größe auf dem Datenträger" ist ein Indikator dafür, dass die Standardclustergröße zu groß für die durchschnittliche Größe der Dateien ist, die auf dem Volume gespeichert werden. In diesem Fall wird empfohlen, dass Sie die Clustergröße reduzieren. Erstellen Sie dazu eine Sicherungskopie von dem Datenträger. Verwenden Sie anschließend den Befehl format mit der Befehlszeilenoption /a, um die entsprechende Zuordnungsgröße für das Umformatieren des Volumes festzulegen. Geben Sie z. B. den folgenden Befehl für eine Clustergröße von 2 KB ein:
format D: /a:2048
Alternativ dazu können Sie die NTFS-Komprimierung aktivieren, um den aufgrund inkorrekter Clustergröße verlorenen Speicherplatz wiederzugewinnen. Dies kann allerdings einen leichten Performanzverlust zur Folge haben.

Dateiattribute oder NTFS-Berechtigungen

Zur Anzeige der Datei- und Ordnerstatistik für Dateien und Ordner mit Zugriffsberechtigung können Sie entweder Windows Explorer oder den Ordnerauflistbefehl dir /a /s verwenden. Versteckte Dateien und geschützte Betriebssystemdateien werden dabei standardmäßig nicht berücksichtigt. Da einige Ordner nicht berücksichtigt werden, zeigen Windows Explorer bzw. der Befehl dir unpräzise Anzahlen und Größenstatistiken für die Dateien und Ordner an. Ändern Sie die Ordneroptionen, um diese Dateitypen in die Gesamtstatistik mit einzubeziehen:
  1. Doppelklicken Sie erst auf Arbeitsplatz und anschließend auf den Laufwerksbuchstaben des Datenträgers, den Sie überprüfen möchten.
  2. Klicken Sie im Menü Extras auf Ordneroptionen und anschließend auf die Registerkarte Ansicht.
  3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Alle Dateien und Ordner anzeigen und deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Geschützte Systemdateien ausblenden.
  4. Nach Anzeige der Warnung klicken Sie auf Anwenden.
Nachdem Sie die Dateien und Ordner sichtbar gemacht haben, können Sie entweder Windows Explorer oder den Befehl dir /a /s dazu verwenden, die Gesamtanzahl der Dateien und Ordner auf dem Volume anzuzeigen, für die der Benutzer Zugriffsrechte hat.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Ordner und Dateien bestimmen, auf die nicht zugegriffen werden kann:
  1. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung die Ausgabe des Befehls dir /a /s in einer Textdatei aus.

    Verwenden Sie dazu zum Beispiel den folgenden Befehl:
    dir d: /a /s >c:\d-dir.txt
  2. Starten Sie "NTbackup.exe", klicken Sie im Menü Extras auf Optionen und anschließend auf der Registerkarte Sicherungsprotokoll auf Details.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherung. Fertigen Sie nun eine Sicherungskopie des gesamten betroffenen Datenträgers (in diesem Beispiel Laufwerk D) an.
  4. Sehen Sie sich nach Beendigung des Sicherungsvorgangs den Sicherungsbericht an. Vergleichen Sie dann die Ordner in der Ntbackup-Protokollausgabe mit den Ordnern, die Sie in Schritt 1 in einer Textdatei gespeichert haben.
Beim Sicherungsvorgang werden alle Dateien gesichert. Daher enthält der Bericht möglicherweise Ordner und Dateien, die weder mit Windows Explorer noch mit dem Befehl dir angezeigt bzw. gezählt werden. Wenn Sie nach großen Dateien oder Ordnern suchen, auf die Sie mit Windows Explorer nicht zugreifen können, so ist es unter Umständen einfacher, die graphische Oberfläche (GUI) von NTbackup zum Durchsuchen des Datenträgers zu verwenden. Benutzen Sie die GUI von Ntbackup, um den Datenträger zu betrachten, ohne wirklich eine Sicherungskopie davon zu erstellen.

Nachdem Sie Dateien ausfindig gemacht haben, auf die Sie keinen Zugriff haben, öffnen Sie in Windows Explorer die Eigenschaften der Datei bzw. des Ordners, klicken auf die Registerkarte Sicherheit und ändern die Berechtigungen so, dass der Ordner in der Ausgabe des Befehls dir /a /s berücksichtigt wird. Standardmäßig haben Sie keinen Zugriff auf den Ordner "System Volume Information".

Hinweis: Sie werden unter Umständen feststellen, dass einige der Datei- bzw. Ordnereigenschaften keine Registerkarte Sicherheit besitzen oder dass es Ihnen nicht möglich ist, die Berechtigungen für die entsprechenden Ordner und Dateien neu zuzuweisen. Beim Versuch des Zugriffs auf diese Dateien wird Ihnen möglicherweise folgende Fehlermeldung angezeigt:
Auf D:\Ordnername\ kann nicht zugegriffen werden.

Der Zugriff wurde verweigert.
Wenden Sie sich an den Microsoft Software Service, wenn Sie auf Ordner dieser Art stoßen. Besuchen Sie dazu die folgende Website von Microsoft:
http://support.microsoft.com/germany/support/kontakt.htm

Ungültige Dateinamen

Ordner oder Dateien, die ungültige bzw. reservierte Dateinamen beinhalten, sind unter Umständen in den Datei- bzw. Ordnerstatistiken ebenfalls nicht berücksichtigt. Ordner oder Dateien, die führende bzw. endende Leerzeichen beinhalten, sind in NTFS, jedoch nicht im Win32-Subsystem zugelassen. Aus diesem Grund kann weder Windows Explorer noch eine Befehlszeile zuverlässig mit Dateien umgehen, die führende bzw. endende Leerzeichen aufweisen.

Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
120716 Entfernen von Dateien mit reservierten Namen in Windows
Üblicherweise ist es nicht möglich, Dateien oder Ordner mit führenden bzw. endenden Leerzeichen umzubenennen oder zu löschen. Wenn Sie versuchen, diese Ordner bzw. Dateien umzubenennen bzw. zu löschen, wird Ihnen möglicherweise eine der folgenden Fehlermeldungen angezeigt:
Fehler beim Umbenennen der Datei oder des Ordners

Die Datei konnte nicht umbenannt werden. Die Quelldatei oder vom Quelldatenträger kann nicht gelesen werden.
-oder-
Fehler beim Löschen der Datei oder des Ordners

Die Datei konnte nicht gelöscht werden. Die Quelldatei oder vom Quelldatenträger kann nicht gelesen werden.
Wenden Sie sich an den Microsoft Software Service, wenn Sie Ordner oder Dateien nicht löschen bzw. umbenennen können.
http://support.microsoft.com/germany/support/kontakt.htm

NTFS MFT-Expansion

Nach dem Erstellen und Formatieren eines NTFS-Volumes werden NTFS-Metadateien erstellt. Eine dieser Metadateien besitzt den Namen "Masterdateitabelle" (Master File Table = MFT). Diese Datei ist eine sehr kleine Datei (ca. 16 KB), wenn sie angelegt wird; jedoch wächst sie mit dem Anlegen weiterer Dateien und Ordner auf dem Datenträger an. Wird eine Datei angelegt, so wird ein Eintrag in der MFT als Datensatzsegment erstellt, das immer eine Größe von 1024 Bytes (1 KB) aufweist. Durch das Hinzufügen weiterer Dateien auf dem Volume vergrößert sich die MFT entsprechend. Beim Löschen von Dateien werden die entsprechenden Datensatzsegmente als zur erneuten Verwendung verfügbar markiert, aber die Gesamtanzahl der Datensatzsegmente und die zugehörige MFT-Zuordnung bleiben unverändert. Dieses Verhalten ist die Erklärung dafür, dass nach dem Löschen einer großen Anzahl von Dateien der von der MFT benutzte Speicherplatz nicht wieder verwendet werden kann.

Analysieren Sie das Volume am Besten mit dem in Windows enthaltenen Dienstprogramm "Defragmentierung", um die exakte Größe der MFT zu bestimmen. Sehen Sie sich den Defragmentierungsbericht an, um detaillierte Informationen zu Größe und Anzahl der Fragmente in der MFT zu erhalten.

Nachstehend sehen Sie ein Beispiel für einen Defragmentierungsbericht:
MFT-Fragmentierung (Master File Table)
	MFT-Größe insgesamt =     26.203 KB
	MFT-Eintragsanzahl =      21.444
	MFT belegt (%) =          81 %
	MFT-Fragmente insgesamt = 4
					
Einen besseren Eindruck des vom gesamten NTFS-Dateisystem verwendeten Speicherplatzes (Kapazität) erhalten Sie, wenn Sie den Befehl chkdsk ausführen und anschließend die Ausgabe der folgenden Zeile überprüfen:
Vom System benutzt.
Derzeit sind lediglich Defragmentierungsdienstprogramme von Fremdanbietern dazu in der Lage, unbenutzte MFT-Datensatzsegmente zu konsolidieren und unbenutzten zugeordneten MFT-Platz wieder verfügbar zu machen.

Alternative Datenströme

NTFS erlaubt es Dateien und Ordner, alternative Datenströme zu beinhalten. Dank dieser Funktion können mehrfache Datenallokierungen mit einer einzelnen Datei oder einem Ordner vorgenommen werden. Beachten Sie folgende Einschränkungen, wenn Sie alternative Datenströme für Dateien und Ordner benutzen:
  • Windows Explorer und der Befehl dir geben Daten in alternativen Datenströmen nicht als Teil der Dateigröße oder der Datenträgerstatistik an. Statt dessen zeigen sie lediglich die Gesamtanzahl der Bytes für den primären Datenstrom an.
  • Die Ausgabe des Befehls chkdsk hingegen liefert exakte Werte für die Benutzerdateien, einschließlich der alternativen Datenströme.
  • Datenträgerkontingente geben sämtliche Zuordnungen von Datenströmen an, die Teil von Benutzerdatendateien sind.
  • Ntbackup zeichnet im Sicherungsprotokoll die Anzahl der gesicherten Bytes auf. Dabei wird jedoch weder angezeigt, welche Dateien alternative Datenströme enthalten, noch wie groß die Dateien exakt sind, die Daten in alternativen Datenströmen enthalten.

Beschädigung des NTFS-Dateisystems

In seltenen Fällen werden die NTFS-Metadateien $MFT oder $BITMAP beschädigt und führen so zu verlorenem Speicherplatz. Führen Sie den Befehl chkdsk /F für das entsprechende Volume aus, um das Problem zu identifizieren und zu beheben. Gegen Ende des chkdsk-Vorgangs wird Ihnen folgende Fehlermeldung angezeigt, falls die Metadatei $BITMAP angepasst werden muss:
Fehler in MFT-Spiegelung (Master File Table) werden berichtigt. CHKDSK hat freien Speicher gefunden, der in der MFT-Bitmap (Master File Table) als zugeordnet gekennzeichnet ist. Windows hat Probleme im Dateisystem behoben.

Dateizuordnungsprobleme aufgrund anderer NTFS-Funktionen

NTFS unterstützt auch feste Verknüpfungen und Analysepunkte, die das Erstellen von Bereitstellungspunkten für Volumes oder Ordnerkreuzungen ermöglichen. Diese zusätzlichen NTFS-Funktionen können Verwirrung stiften, wenn bestimmt werden soll, wieviel Speicherplatz auf einem physikalischen Volume belegt ist.

Bei einer festen Verknüpfung handelt es sich um einen Ordnereintrag für eine Datei, der unabhängig von dem tatsächlichen Speicherort der Datei auf dem Volume ist. Jede Datei besitzt mindestens eine feste Verknüpfung. Auf NTFS-Volumes kann jede Datei mehrere feste Verknüpfungen aufweisen. Aus diesem Grund wird eine Datei unter Umständen in mehreren Ordnern (oder sogar in demselben Ordner mit unterschiedlichen Namen) angezeigt. Da alle Verknüpfungen auf dieselbe Datei verweisen, können Programme irgendeine dieser Verknüpfungen öffnen und die Datei verändern. Eine Datei wird erst aus dem Dateisystem gelöscht, nachdem alle darauf verweisenden Verknüpfungen gelöscht wurden. Nach dem Erstellen einer festen Verknüpfung können Programme die Verknüpfung wie jeden anderen Dateinamen auch verwenden. Bitte beachten Sie, dass in Windows Explorer und an der Konsole alle verlinkten Dateien als gleich groß angezeigt werden, auch wenn sie dieselben Daten beinhalten und nicht wirklich diesen Speicherplatz beanspruchen.

Bereitstellungspunkte für Volumes und Ordnerkreuzungen ermöglichen es einem leeren Ordner auf einem NTFS-Volume, auf das Stammverzeichnis oder einen Unterordner auf einem anderen Volume zu verweisen. Windows Explorer und der Befehl dir /s folgen diesen Analysepunkten, zählen die Dateien und Ordner auf dem Zielvolume und nehmen sie dann in die Statistik des Hostvolumes auf. Dieses Verhalten kann Sie zu der Annahme verleiten, dass auf dem Hostvolume mehr Speicherplatz belegt ist als tatsächlich der Fall ist. Weitere Informationen zu Kreuzungspunkten finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
205524 Erstellen und Bearbeiten von NTFS-Abzweigungspunkten
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie zur exakten Bestimmung des auf einem Datenträger belegten Speicherplatzes folgendermaßen vorgehen sollten:
  • Sehen Sie sich die Ausgabe des Befehls chkdsk an.
  • Benutzen Sie die GUI von Ntbackup bzw. sehen Sie sich die Sicherungsprotokolle an.
  • Sehen Sie sich die Datenträgerkontingente an.
Andererseits unterliegen Windows Explorer und der Befehl dir einigen Beschränkungen und weisen Nachteile auf, wenn sie dazu verwendet werden, die Art und Weise der Speicherplatzverwendung festzustellen.

Eigenschaften

Artikel-ID: 315688 - Geändert am: Donnerstag, 17. November 2005 - Version: 2.2
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