Erweiterungen und Verhalten von QoS in Windows XP

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Artikel-ID: 316666 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
316666 Windows XP Quality of Service (QoS) enhancements and behavior
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

QoS (Quality of Service) im Netzwerk bezieht sich auf eine Vielzahl von Techniken, die eine Art von Datenverkehr oder Programmen beim Betrieb über eine Netzwerkverbindung bevorzugt behandeln, anstatt sich auf die "bestmögliche" Konnektivität zu verlassen. QoS-Mechanismen sind sowohl in Microsoft Windows 2000 als auch in Windows XP integriert. Dieser Artikel beschreibt die in Windows XP verfügbaren Verbesserungen von QoS. Es wird hier auch auf die QoS-Features Bezug genommen, die erstmals in Windows 2000 integriert wurden.

QoS bei der gemeinsamen Nutzung der Internetverbindung (ICS)

Wenn ein Netzwerk über eine langsame Verbindung (z. B eine DFÜ-Verbindung) mit einem anderen Netzwerk verbunden ist, tritt möglicherweise eine zunehmende Verzögerung der Datenübermittlung auf. Diese Verzögerung tritt möglicherweise auf, weil die Endstationen in der Kommunikation andere Geschwindigkeiten zugrunde legen, als über die langsame Verbindung erzielt werden kann: es kommt zu einem Engpass im Netzwerk. Dies trifft nur bei verbindungsorientierter Kommunikation über TCP zu.

Dieser Konflikt tritt auf, wenn sich der Empfangsclient in einem relativ schnellen Netzwerk (z. B. 100 MBit/s Ethernet) hinter einem Computer mit Windows XP und ICS befindet und der Server, mit dem kommuniziert wird, hinter einem Remotezugriff in einem schnellen Netzwerk positioniert ist. In diesem Szenario ist das Empfangsfenster des Empfängers auf einen zu hohen Wert eingestellt. Dieser Wert basiert auf der Geschwindigkeit der Verbindung, mit der er verbunden ist. Der Sender beginnt zunächst mit einer niedrigen Übertragungsrate. Wenn die Pakete jedoch nicht verloren gehen, setzt er die Übertragungsrate schließlich so hoch, bis Pakete mit fast einer gesamten Fenstergröße gesendet werden.

Dadurch kann die Leistung anderer TCP-Verbindungen im gleichen Netzwerk beeinflusst werden, da deren Pakete in einer potenziell langen Warteschlange auf die Übertragung über das langsame Netzwerk warten. Falls Pakete verloren gehen, müssen die Daten erneut gesendet werden, und die Leitung wird dadurch weiterhin belastet.

Das Problem lässt sich dadurch lösen, dass man das Empfangsfenster des Computers mit ICS am Rande des Netzwerks automatisch auf eine kleinere Größe entsprechend der langsamen Leitung einstellt und so die Angaben des Empfängers überschreibt. Diese Einstellung hat keine negative Auswirkung auf den Datenverkehr, da die Fenstergröße so eingestellt wird, als wäre der Empfänger direkt mit der langsamen Leitung verbunden. Diese Fensteranpassung wird durch den QoS-Paketplaner auf dem ICS-Computer durchgeführt.

QoS für Modems und Remotezugriff

Mit Stand von Januar 2000 verbinden sich noch viele Benutzer über langsame Verbindungen mit dem Internet (z. B. Verbindungen mit 56 KB/s). Trotz der eingeschränkten Geschwindigkeit der Verbindung führen viele Benutzer mehrere Programme, die auf das Netzwerk zugreifen, gleichzeitig aus. Dies können beispielsweise Downloads, E-Mail, Chats und sogar Audio- bzw. Video-Streaming-Anwendungen sein. Die meisten dieser Programme verwenden TCP als Übertragungsprotokoll, wobei jedes seine eigene Verbindung bzw. eigenen Verbindungen nutzt.

Dem ersten Programm, das auf die Verbindung zugreift, wird anfänglich die exklusive Nutzung gewährt. So wird allmählich ein stabiler Zustand erreicht, der dazu führen kann, dass ein ganzes TCP-Datenfenster übertragen wird. Wenn das nächste Programm nun mit der Datenübertragung beginnt, unterliegt die benutzte Verbindung einem langsamen Startalgorithmus, der die Anzahl der nicht bestätigten Daten begrenzt, die unterwegs sein dürfen. Wegen der Datenmenge, die von dem bereits laufenden Programm übertragen wird, braucht das zweite Programm viel länger, bis ein stabiler Zustand erreicht wird. Die Übertragung für ähnliche Datenmengen geht darüber hinaus viel langsamer vonstatten.

Um mehr Fairness bei langsamen Verbindungen zu gewährleisten, ist in Windows XP das so genannte Deficit Round Robin (DRR) implementiert. DRR war bereits in Windows 2000 verfügbar, in Windows XP wird es jedoch standardmäßig aktiviert, sobald eine langsame Verbindung erkannt wird. DRR allokiert mehrere Datenströme und weist diesen Datenströmen neue Datenströme für die Anwendungen zu. Diese Datenströme werden automatisch rundum zugewiesen, so dass die Netzwerkkommunikation besser reagiert und leistungsfähiger ist, ohne dass der Benutzer dabei von Hand konfigurieren muss.

Erläuternde Hinweise zu QoS bei Windows XP-Computern

Wie in Windows 2000 erfolgt die Nutzung von QoS in Windows XP auch über die QoS-API (Application Programming Interface). Hundert Prozent der Netzwerkbandbreite stehen für die gemeinsame Nutzung durch alle Programme zur Verfügung, sofern kein Programm explizit eine höhere Bandbreitenpriorität anfordert. Diese "reservierte" Bandbreite ist weiterhin für andere Programme verfügbar, wenn das anfragende Programm nicht gleichzeitig Daten sendet. Standardmäßig können Programme bis zu 20 Prozent der Bandbreite der verwendeten Verbindungsgeschwindigkeit auf jeder Schnittstelle eines Endgeräts reservieren. Wird die reservierte Bandbreite nicht durch das Programm ausgeschöpft, so steht der nicht benutzte Teil der reservierten Bandbreite für andere Datenströme auf demselben Host zur Verfügung.

Weitere Informationen zum QoS-Paketplaner finden Sie in der Hilfe von Windows XP. Zusätzliche Informationen zu QoS unter Windows 2000 finden Sie auf den technischen Informationsseiten zu Windows 2000.

Richtigstellung einiger falscher Behauptungen zur QoS-Unterstützung unter Windows XP

In diversen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Newsgroups wurde die Behauptung aufgestellt, dass Windows XP immer 20 Prozent der verfügbaren Bandbreite für QoS reserviert. Dies ist nicht der Fall. Die Angaben im Abschnitt "Erläuternde Hinweise zu QoS bei Windows XP-Computern" spiegeln das Verhalten von Windows XP-Systemen korrekt wider.

Eigenschaften

Artikel-ID: 316666 - Geändert am: Montag, 27. März 2006 - Version: 4.0
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows XP Home Edition
  • Microsoft Windows XP Professional Edition
Keywords: 
kbenv kbinfo kbnetwork KB316666
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