Verwenden der Befehlszeilenoption /userva und der Befehlszeilenoption /3GB, um den Speicherbereich für den Benutzermodus auf einen Wert zwischen 2 GB und 3 GB festzulegen

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Artikel-ID: 316739 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
316739 How to use the /userva switch with the /3GB switch to tune the User-mode space to a value between 2 GB and 3 GB
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Sie können die Befehlszeilenoption /userva=xxxx verwenden, um den virtuellen Speicher von Benutzer und Kernel in der Windows Server 2003-Produktfamilie genauer festzulegen. Verwenden Sie diese neue Befehlszeilenoption zusammen mit der Befehlszeilenoption /3GB in der Datei Boot.ini, um den Speicher für den Benutzermodus auf einen Wert zwischen 2 und 3 Gigabytes (GB) festzulegen, wobei die Differenz (3.072 minus xxxx) wieder dem Kernelmodus zugewiesen wird. Beachten Sie, dass xxxx in Megabytes (MB) angegeben wird.

Die folgende Beispieldatei Boot.ini zeigt, wie Sie die neue Befehlszeilenoption verwenden können, um einem Computer 2.900 MB virtuellen Speicher für den Betrieb im Benutzermodus sowie 1.196 MB virtuellen Speicher für den Kernelmodus zuzuweisen. Dadurch wird der verfügbare Kernelspeicherplatz um 172 MB vergrößert.
[Boot Loader]
Timeout=30
Default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT
[Operating Systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINNT="Microsoft Windows Server 2003" /fastdetect /3GB /Userva=2900

Weitere Informationen

Die Befehlszeilenoption /userva=xxxx wurde so konzipiert, dass sie eine genauere Festlegung des Adressraums für Hersteller von Programmen ermöglicht, deren Programme zwar mehr als 2 GB Speicherplatz für den Benutzermodus benötigen, jedoch nicht den gesamten Speicherplatz in Anspruch nehmen, der allein von der Befehlszeilenoption /3GB bereitgestellt wird.

Hinweis: Wenn Sie nur die Befehlszeilenoption /3GB verwenden, wird dem Kernel 1 GB Speicherplatz zugewiesen und dem Benutzermodus werden 3 GB zugewiesen.

Die Verwendung der Befehlszeilenoption verringert den verfügbaren Speicher in den folgenden Systempools:
  • nicht ausgelagerter Poolspeicher
  • ausgelagerter Poolspeicher
  • Seitentabelleneinträge (System Page Table Entries = PTEs)
Wenn die Reduzierung des Poolspeichers in einer bestimmten Server-Installation zu hoch ist, erzeugen der Server oder die Anwendung möglicherweise einen Fehler oder reagieren scheinbar nicht mehr.

In Windows Server 2003 können Sie einen kleinen Teil des zusätzlichen Speichers von 1 GB wieder dem Betriebssystem zuweisen. Durch die Reduzierung des Speichers für den Benutzermodus, der üblicherweise durch die Befehlszeilenoption /3GB zugewiesen wird, erhöht Windows Server 2003 den verfügbaren Adressraum des Kernelspeichers. Dieser zusätzliche Adressraum des Kernelspeichers wird als Reserve zurückgehalten und als zusätzlicher Adressraum für Seitentabelleneinträge verwendet, falls das System nicht über ausreichend freien PTE-Speicher verfügt. Der Adressraum wird den Seitentabelleneinträgen erst dann zugewiesen, wenn das System nicht mehr über ausreichend freien PTE-Speicher verfügt.

Um sich den genauen PTE-Speicherplatz anzeigen zu lassen, verwenden Sie den Befehl !VM im Debugger.

Hinweis: In Microsoft Windows XP und Windows Server 2003 können Sie diesen Befehl interaktiv mit den aktuellen Debuggern der Microsoft-Download-Website verwenden.

Hinweis: Die Microsoft Support Services empfehlen dringend, einen Speicherbereich zwischen 2900 und 3000 für die Befehlszeilenoption /userva=xxxx zu verwenden. Dieser Bereich ist umfangreich genug, um einen ausreichenden Pool für PTEs darzustellen, die sich auf aktuell festgestellte Probleme beziehen. In der Regel ist ein Wert von 2800 für den Platzhalter xxxx der Wert, der der maximal verfügbaren Anzahl an System-PTEs am ehesten entspricht. Werte, die in Zusammenhang mit der Einstellung 2800 für den Speicherbereich beobachtet wurden, bieten in der Regel 50.000 - 70.000 freie Systemseiten. Das ist mehr als genug für sämtliche Installationen. Wenn der Wert unter 24.000 liegt, erhöhen Sie den Wert in 64-MB-Schritten bis Werte über 24.000 bis 26.000 festgestellt werden. Niedrigere Zahlen in der Befehlszeilenoption userva führen zu größeren Zuweisungen von Systemseiten. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Artikel der Microsoft Knowledge Base:
894067 In dem Leistungsüberwachungstool sind nicht in Windows Server 2003 genau die verfügbaren Einträge Free System Page Table dargestellt


Um die Stabilität von Programmen und Windows zu gewährleisten, müssen die Programmhersteller ihre Programme sorgfältig testen, indem Sie die beschriebenen Einstellungstechniken verwenden und den Wert /userva=xxxx für ihre Programme angeben. Bei der Überwachung der Nutzung des virtuellen Adressraums kann die Verwendung des Tools System Monitor für die Hersteller hilfreich sein. Fügen Sie hierzu den Indikator "Virtuelle Größe" für den Prozess des Programms hinzu, um die genaue Größe des virtuellen Adressraums zu ermitteln.

Hinweis: Microsoft Support Services unterstützt keine willkürlichen /userva-Einstellungen. Kunden sollten diese Einstellung nur aufgrund einer Herstellerempfehlung zu der Datei Boot.ini hinzufügen.

Weitere Informationen zu der Befehlszeilenoption /3GB finden Sie in den folgenden Artikeln der Microsoft Knowledge Base:
171793 Informationen zu Verwendung von 4GT RAM Tuning
189293 XADM: Aktivieren von 4GT RAM Tuning, wenn Sie Windows NT Server Enterprise Edition verwenden
Auf Computern mit sehr großem Arbeitsspeicher sorgt Windows Server 2003 nicht mehr für eine Beschränkung des ausgelagerten Poolspeichers auf 160 MB. Da keine Größenbeschränkung für den ausgelagerten Poolspeicher vorliegt, können Sie durch eine entsprechende Beschränkung möglicherweise zusätzlichen Adressraum für den Kernelspeicher freigeben, den Sie dann als PTE-Speicher verwenden, falls der Computer mit der Befehlszeilenoption /3GB ausgeführt wird.

Eigenschaften

Artikel-ID: 316739 - Geändert am: Montag, 7. August 2006 - Version: 14.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows Server 2003, Enterprise Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Datacenter Edition (32-bit x86)
  • Microsoft Windows Server 2003, Standard Edition
Keywords: 
kbinfo kbenv kbwinxpsp1fix KB316739
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