Beschreibung der Richtlinien zum Auswählen geeigneter Bildformate in Office-Programmen
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base: 320314 (http://support.microsoft.com/kb/320314/EN-US/) Description of the guidelines for selecting the appropriate picture format in an Office program In Artikel 272399 (http://support.microsoft.com/kb/272399/DE/) wird dieses Thema für Microsoft PowerPoint 2000 behandelt. Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung. Auf dieser SeiteZusammenfassung In diesem Artikel werden die folgenden Themen behandelt:
Weitere Informationen zu den Grafikdateitypen, die Ihr Microsoft Office 2003-Produkt nutzen kann, finden Sie in der integrierten Hilfe des jeweiligen Microsoft-Produkts. Klicken Sie im Menü ? auf Microsoft Produkt-Hilfe, und geben Sie Grafikdateitypen in den Office- oder Hilfeassistenten ein. Klicken Sie danach auf Suchen, um die Themen anzuzeigen. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Microsoft Office Produkt-Hilfe", um weitere Informationen zu den für Ihr Microsoft Office 2007-Produkt geeigneten Grafikdateitypen zu erhalten. Geben Sie Grafikdateitypen in das Suchfeld ein, und klicken Sie dann auf Suchen, um die Themen anzuzeigen. Der Artikel ist in die folgenden Abschnitte aufgeteilt:
Weitere InformationenGrafikformate ? RastergrafikenBMP ? Windows-BitmapWindows-Bitmaps speichern eine einzelne Rastergrafik mit beliebiger Farbtiefe von Schwarzweiß bis zu 24-Bit-Farbe. Das Windows-Bitmapdateiformat ist mit anderen Microsoft Windows-Programmen kompatibel. Es unterstützt keine Dateikomprimierung und ist nicht für Webseiten geeignet.Insgesamt überwiegen die Nachteile des Windows-Bitmap-Dateiformats gegenüber den Vorteilen. Bei Bildern in Fotoqualität sind PNG-, JPEG- oder TIFF-Dateien häufig besser geeignet. BMP-Dateien eignen sich für Windows-Hintergrundbilder. Vorteile:
PCX ? PC PaintbrushPC Paintbrush-Bilder, auch als Z-Soft-Bitmaps bezeichnet, speichern eine einzelne Rastergrafik mit beliebiger Farbtiefe. Paintbrush-Grafiken werden eher in älteren Windows- und MS-DOS-basierten Programmen verwendet. Sie sind jedoch auch mit vielen neueren Programmen kompatibel. PCX-Bilder unterstützen die interne RLE-Komprimierung (Run Length Encoded, RLE).Vorteile:
PNG ? Portable Network GraphicsPNG-Bilder speichern eine einzelne Rastergrafik mit beliebiger Farbtiefe. PNG ist ein plattformunabhängiges Format.Vorteile:
JPEG ? Joint Photographic Experts Group (JPEG)JPEG-Grafiken speichern eine einzelne Rastergrafik in 24-Bit-Farbe. JPEG ist ein plattformunabhängiges Format, das eine größtmögliche Komprimierung unterstützt. Die Komprimierung ist jedoch sehr verlustreich. Optimierte JPEG-Dateien unterstützen das Zeilensprungverfahren (Interlacing).Der Komprimierungsgrad von JPEG-Dateien kann herauf- oder herabgesetzt werden, wobei jedoch zugunsten der Dateigröße die Bildqualität leidet. Das Komprimierungsverhältnis kann maximal 100:1 betragen. (Das JPEG-Format komprimiert Dateien in einem Verhältnis von 10:1 bis 20:1 mit einer geringen Bildbeeinträchtigung.) Die JPEG-Komprimierung führt bei fotorealistischem Bildmaterial zu guten Ergebnissen. Bei einfacherem Bildmaterial mit weniger Farben, scharfen Kontrasten, festen Rahmen oder großen, einfarbigen Bereichen liefert die JPEG-Komprimierung jedoch keine hervorragenden Resultate. Manchmal beträgt das Komprimierungsverhältnis lediglich 5:1 und ist dabei mit einem hohen Bildintegritätsverlust verbunden. Das geschieht, weil das JPEG-Komprimierungsschema ähnliche Farbtöne gut komprimiert, diese Leistung jedoch nicht bei großen Helligkeitsunterschieden oder einfarbigen Bereichen aufweist. Vorteile:
GIF ? Graphics Interchange FormatGIF-Grafiken speichern Grafikdaten mit einem oder mehreren Rastern in 8-Bit oder 256 Farben. GIF-Grafiken unterstützen Transparenz, Komprimierung, Zeilensprungverfahren (Interlacing) und Grafiken mit mehreren Bildern (animierte GIFs).Die GIF-Transparenz ist keine Alphakanaltransparenz und kann keine halbtransparenten Effekte unterstützen. Bei der GIF-Komprimierung handelt es sich um eine LZW-Komprimierung mit einem ungefähren Verhältnis von 3:1. Animierte GIFs werden in der GIF89a-Version der GIF-Dateispezifikation unterstützt. Vorteile:
TIFF ? Tagged Image File FormatTIFF-Grafiken speichern ein einzelnes Rasterbild mit beliebiger Farbtiefe. TIFF ist wohl das am häufigsten unterstützte Grafikdateiformat in der Druckindustrie. Es unterstützt optionale Komprimierung und ist nicht für die Darstellung in Webbrowsern geeignet.Das TIFF-Format ist ein erweiterbares Format, sodass ein Programmierer die Originalspezifikation ändern kann, damit weitere Funktionen hinzugefügt oder bestimmte Anforderungen erfüllt werden können. Dies kann zur Inkompatibilität zwischen verschiedenen TIFF-Grafiktypen führen. Vorteile:
Grafikformate ? VektorgrafikenDXF ? AutoCAD Drawing Interchange FileDas DXF-Format ist ein vektorbasiertes ASCII-Format, das von dem Autodesk-Programm AutoCAD verwendet wird. AutoCAD ermöglicht sehr detaillierte Schemadarstellungen, die vollständig skalierbar sind.Vorteile:
CGM ? Computer Graphics MetafileDie CGM-Metadatei kann Vektor- und Bitmapinformationen enthalten. Es ist ein international standardisiertes Dateiformat, das von vielen Organisationen und Verwaltungen verwendet wird, darunter auch das British Standards Institute (BSI), das American National Standards Institute (ANSI) und das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten (United States Department of Defense).Hinweis: In Office 2007 erfordert das CGM-Grafikdateiformat einen Grafikfilter. Vorteile:
CDR ? CorelDRAW!Die CorelDRAW!-Metadatei kann sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen enthalten.Hinweis: In Office 2007 erfordert das CDR-Grafikdateiformat einen Grafikfilter. Vorteile:
WMF ? Windows MetafileWindows Metafile ist ein 16-Bit-Metadateiformat, das sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen enthalten kann. Es wurde für das Betriebssystem Windows optimiert.Vorteile:
EPS ? Encapsulated PostScriptDas EPS-Format ist eine proprietäre Druckerbeschreibungssprache, die sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen beschreiben kann.Hinweis: In Office 2007 erfordert das EPS-Grafikdateiformat einen Grafikfilter. Vorteile:
EMF ? Enhanced MetafileDas Enhanced Metafile-Format ist ein 32-Bit-Format, das sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen enthalten kann. Es stellt eine Verbesserung gegenüber dem Windows Metadatei-Format dar und enthält beispielsweise folgende erweiterte Funktionen:
Vorteile:
PICT ? Macintosh PictureBei der PICT-Datei handelt es sich um ein 32-Bit-Metadateiformat für den Macintosh. PICT-Dateien verwenden interne RLE-Komprimierung (Run Length Encoded). Auf diese Weise werden zufrieden stellende Ergebnisse erzielt. PICT-Dateien unterstützen JPEG-Komprimierung, wenn QuickTime installiert ist (nur Macintosh).Hinweis: In Office 2007 erfordert das PICT-Grafikdateiformat einen Grafikfilter. Vorteile:
Auflösung und FarbtiefeIn diesem Abschnitt werden die geeignete Farbtiefe und Auflösung für Rastergrafiken besprochen. Wenn Sie Grafiken mit richtigen Auflösungs- und Farbeinstellungen speichern, werden kleinere Dateien erstellt. Kleinere Dateien bedeuten gleichzeitig kleinere, schnellere Dokumente und Präsentationen. Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, Grafiken, unter Berücksichtigung der Anwendungsanforderungen, so klein wie möglich zu erstellen.Bildschirmanzeige
Hinweis: Microsoft empfiehlt eine Auflösung von 72 ppi, da die meisten Monitore zwischen 60 und 80 ppi verwenden. Das Speichern mit einer höheren Auflösung bewirkt keine qualitativ hochwertigere Anzeige, da der Monitor nicht mehr Pixel anzeigen kann, als in physikalischer Hinsicht zur Verfügung stehen. Sie sollten den Wert entsprechend der fertigen Größe und nicht der Ausgangsgröße berechnen. Wenn Sie beispielsweise einen Briefkopf mit der Größe 8,5 mal 2 Zoll für die Verwendung auf einer Website mit einer Endbreite von 2 Zoll scannen, verwenden Sie als Einstellung 72 ppi für 2 Zoll, insgesamt 144 Pixel. Wenn Sie die Größe auf 2 Zoll einstellen, liefert die Anzeige der Datei auf einem Monitor ein gutes Ergebnis. *Hinweis: Bei 256 Farben können JPEG-Dateien stärker komprimiert werden als GIF-Dateien. Bei der JPEG-Komprimierung werden jedoch einige einfache Dateien nicht so stark komprimiert wie bei der GIF-Komprimierung.
AusdruckDie Art und Weise wie man einen guten Ausdruck erstellt ist ein komplexes Thema, da es eine Vielzahl von Druckern gibt, die alle unterschiedliche Fähigkeiten zum Erstellen von farbigen oder graustufigen Ausdrucken haben. Hauptfaktor beim Erstellen eines qualitativ hochwertigen Ausdrucks ist der LPI-Wert (Lines Per Inch), der die Anzahl der möglichen Druckzeilen pro Zoll für Ihren Drucker angibt.Um in Farbe oder Graustufen zu drucken, muss ein Drucker Halbtöne drucken können. Halbtöne sind Arrays mit Punkten, die in einem Raster angeordnet sind und jeden einzelnen Bildpixel als Grauschattierung darstellen. Bei einem dunklen Grau sind die meisten Punkte in einem Raster ausgefüllt. Bei einem hellen Grau hingegen sind nur wenige Punkte im Raster ausgefüllt. Die Größe dieses Rasters wird durch die LPI-Einstellung für den Drucker bestimmt. Je höher der LPI-Wert ist, desto kleiner ist das Raster und desto weniger Grauschattierungen kann der Drucker rendern. Um Farbausdrucke zu erstellen, muss der Drucker überlappende Zeilen farbiger Punkte drucken, wobei jeder in einem anderen Winkel und leicht versetzt angeordnet ist, sodass sie sich nicht vollständig überdecken. Dieses Maß wird als Bildschirmfrequenz bezeichnet und wird durch den Rotationsgrad der Zeilen mit den Punkten dargestellt, die diese Farbe bilden. Mithilfe der folgenden Tabelle können Sie die optimale Scanauflösung in dpi (Dots Per Inch) auswählen.
Eine gute Methode ist es, den LPI-Wert für den Drucker mit zwei zu multiplizieren, um die gewünschte Scanauflösung zu berechnen. Informieren Sie sich über den LPI-Wert Ihres Druckers in der Druckerdokumentation. Hinweis: Beim Anwenden dieser allgemeinen Regel (LPI-Wert mit zwei multiplizieren) müssen Sie etwas experimentieren. Einige Drucker unterstützen sehr hohe Auflösungen. Wenn Sie eine Grafik mit mehr als 300 ppi speichern, benötigen umfangreiche Grafiken viel Speicherplatz, wodurch andere Operationen beeinträchtigt werden können. Bei mehreren großen Grafiken in einem Dokument besteht die Möglichkeit, dass ein Programm oder Windows nicht mehr reagiert. Die einzige Ausnahme von dieser Regel sind reine Schwarzweiß- oder S/W-Grafikbilder. Diese Grafiken verwenden 1 Bit zum Speichern von Farbinformationen. Bei diesen Grafiken sollten Sie im Verhältnis 1:1 scannen. Wenn Sie einen 600 dpi-Drucker haben, scannen Sie im S/W-Grafikmodus mit 600 ppi. Wenn die Grafik in Graustufen angezeigt werden soll oder weniger als 256 Farben verwenden soll, benutzen Sie entweder das TIFF- oder das GIF-Format. Das TIFF-Format ist der Druckindustriestandard für Grafiken, da es, im Gegensatz zu anderen Formaten wie JPEG, kein verlustreiches Komprimierungsschema verwendet. Darüber hinaus unterstützt es mehrere Transparenzebenen, eine Funktion, die nur in wenigen anderen Formaten zur Verfügung steht. Wenn die Grafik mehr als 256 Farben enthält, speichern Sie sie im TIFF- oder PNG-Format. Microsoft empfiehlt das PNG-Format, wenn Transparenz erforderlich ist; andernfalls sollten Sie das TIFF-Format verwenden. Microsoft empfiehlt, die Grafik weiterhin mit der entsprechenden Druckerauflösung für die fertige Grafikgröße zu speichern. Nehmen wir an, ein Briefkopf hat die Größe 8,5 mal 2 Zoll und Sie möchten den Briefkopf in 2 Zoll drucken. Wenn Ihr Drucker 600 dpi und einen LPI-Wert von 85 unterstützt, legen Sie die Grafikauflösung auf 150 ppi bei 2 Zoll, bei einer Größe von 300 x 71 Pixel. Glossar
Informationsquellen Weitere Informationen zu den im vorliegenden Artikel beschriebenen Grafikdateitypen finden Sie auf folgenden Websites verschiedener Fremdanbieter: http://www.landfield.com/faqs/graphics/fileformats-faq/part3/ (http://www.landfield.com/faqs/graphics/fileformats-faq/part3/) Die Kontaktinformationen bezüglich der in diesem Artikel erwähnten Fremdanbieter sollen Ihnen helfen, den benötigten technischen Support zu finden. Diese Kontaktinformationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Sie werden von Microsoft ohne jede Gewähr weitergegeben.http://scantips.com (http://scantips.com) http://www.libpng.org/pub/png/ (http://www.libpng.org/pub/png/) http://www.jpeg.org/public/jpeghomepage.htm (http://www.jpeg.org/public/jpeghomepage.htm) http://partners.adobe.com/asn/developer/technotes.html#postscript (http://partners.adobe.com/asn/developer/technotes.html#postscript) Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
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