Beschreibung der Richtlinien zum Auswählen geeigneter Bildformate in Office-Programmen

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Artikel-ID: 320314 - Produkte anzeigen, auf die sich dieser Artikel bezieht
Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
320314 Description of the guidelines for selecting the appropriate picture format in an Office program
In Artikel 272399 wird dieses Thema für Microsoft PowerPoint 2000 behandelt.
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

In diesem Artikel werden die folgenden Themen behandelt:
  • Die verschiedenen Grafikdateiformate, die in Microsoft Office-Programmen eingefügt werden können
  • Die Auswahl des für einen bestimmten Zweck am besten geeigneten Formats
  • Die Auswahl der für die Grafiken geeigneten Auflösung und Farbtiefe
Der Artikel hat nicht den Anspruch, die verschiedenen Dateiformate und die Beschränkungen der einzelnen Formate in allen technischen Details zu beschreiben. Es wird lediglich ein Überblick über die hauptsächliche Verwendung der einzelnen Grafikformate, über einige Vor- und Nachteile der jeweiligen Formate sowie über Optionen wie Farbtiefe und Auflösung gegeben.

Weitere Informationen zu den Grafikdateitypen, die Ihr Microsoft Office 2003-Produkt nutzen kann, finden Sie in der integrierten Hilfe des jeweiligen Microsoft-Produkts. Klicken Sie im Menü ? auf Microsoft Produkt-Hilfe, und geben Sie Grafikdateitypen in den Office- oder Hilfeassistenten ein. Klicken Sie danach auf Suchen, um die Themen anzuzeigen.

Klicken Sie auf die Schaltfläche "Microsoft Office Produkt-Hilfe", um weitere Informationen zu den für Ihr Microsoft Office 2007-Produkt geeigneten Grafikdateitypen zu erhalten. Geben Sie Grafikdateitypen in das Suchfeld ein, und klicken Sie dann auf Suchen, um die Themen anzuzeigen.

Der Artikel ist in die folgenden Abschnitte aufgeteilt:
  • Grafikformate
    • Rastergrafiken
    • Vektorgrafiken


  • Auflösung und Farbtiefe
    • Bildschirmanzeige
    • Ausdruck


  • Glossar

Weitere Informationen

Grafikformate ? Rastergrafiken

BMP ? Windows-Bitmap

Windows-Bitmaps speichern eine einzelne Rastergrafik mit beliebiger Farbtiefe von Schwarzweiß bis zu 24-Bit-Farbe. Das Windows-Bitmapdateiformat ist mit anderen Microsoft Windows-Programmen kompatibel. Es unterstützt keine Dateikomprimierung und ist nicht für Webseiten geeignet.

Insgesamt überwiegen die Nachteile des Windows-Bitmap-Dateiformats gegenüber den Vorteilen. Bei Bildern in Fotoqualität sind PNG-, JPEG- oder TIFF-Dateien häufig besser geeignet. BMP-Dateien eignen sich für Windows-Hintergrundbilder.

Vorteile:
  • BMP unterstützt Farbtiefen von 1 bis 24 Bit.
  • Das BMP-Format ist weitgehend mit vorhandenen Windows-Programmen, insbesondere älteren Programmen, kompatibel.
Nachteile:
  • BMP unterstützt keine Komprimierung, was sehr große Dateien zur Folge hat.
  • BMP-Dateien werden von Webbrowsern nicht unterstützt.

PCX ? PC Paintbrush

PC Paintbrush-Bilder, auch als Z-Soft-Bitmaps bezeichnet, speichern eine einzelne Rastergrafik mit beliebiger Farbtiefe. Paintbrush-Grafiken werden eher in älteren Windows- und MS-DOS-basierten Programmen verwendet. Sie sind jedoch auch mit vielen neueren Programmen kompatibel. PCX-Bilder unterstützen die interne RLE-Komprimierung (Run Length Encoded, RLE).

Vorteile:
  • PCX ist ein Standardformat bei vielen Windows- und MS-DOS-basierten Programmen.
  • PCX unterstützt interne Komprimierung.
Nachteile:
  • PCX wird nicht von Webbrowsern unterstützt.

PNG ? Portable Network Graphics

PNG-Bilder speichern eine einzelne Rastergrafik mit beliebiger Farbtiefe. PNG ist ein plattformunabhängiges Format.

Vorteile:
  • PNG unterstützt die komplexe, verlustfreie Komprimierung.
  • PNG unterstützt die Alphakanaltransparenz.
  • PNG unterstützt die Gammakorrektur.
  • PNG unterstützt das Zeilensprungverfahren (Interlacing).
  • PNG wird von neueren Webbrowsern unterstützt.
Nachteile:
  • Ältere Browser und Programme unterstützen PNG-Dateien eventuell nicht.
  • Als Internetdateiformat bietet PNG eine geringere Komprimierung als die verlustreiche Komprimierung von JPEG.
  • Als Internetdateiformat bietet PNG keine Unterstützung für Dateien mit mehreren Bildern oder animierte Dateien. Das GIF-Format unterstützt Dateien mit mehreren Bildern oder animierte Dateien.

JPEG ? Joint Photographic Experts Group (JPEG)

JPEG-Grafiken speichern eine einzelne Rastergrafik in 24-Bit-Farbe. JPEG ist ein plattformunabhängiges Format, das eine größtmögliche Komprimierung unterstützt. Die Komprimierung ist jedoch sehr verlustreich. Optimierte JPEG-Dateien unterstützen das Zeilensprungverfahren (Interlacing).

Der Komprimierungsgrad von JPEG-Dateien kann herauf- oder herabgesetzt werden, wobei jedoch zugunsten der Dateigröße die Bildqualität leidet. Das Komprimierungsverhältnis kann maximal 100:1 betragen. (Das JPEG-Format komprimiert Dateien in einem Verhältnis von 10:1 bis 20:1 mit einer geringen Bildbeeinträchtigung.) Die JPEG-Komprimierung führt bei fotorealistischem Bildmaterial zu guten Ergebnissen. Bei einfacherem Bildmaterial mit weniger Farben, scharfen Kontrasten, festen Rahmen oder großen, einfarbigen Bereichen liefert die JPEG-Komprimierung jedoch keine hervorragenden Resultate. Manchmal beträgt das Komprimierungsverhältnis lediglich 5:1 und ist dabei mit einem hohen Bildintegritätsverlust verbunden. Das geschieht, weil das JPEG-Komprimierungsschema ähnliche Farbtöne gut komprimiert, diese Leistung jedoch nicht bei großen Helligkeitsunterschieden oder einfarbigen Bereichen aufweist.

Vorteile:
  • Es wird eine höhere Komprimierung bei fotografischem oder fotorealistischem Bildmaterial unterstützt.
  • Die variable Komprimierung erlaubt eine optimale Steuerung der Dateigröße.
  • Das Zeilensprungverfahren (Interlacing) (für optimierte JPEG-Dateien) wird unterstützt.
  • JPEG ist ein weitgehend unterstützter Internetstandard.
Nachteile:
  • Die verlustreiche Komprimierung führt zu einem Qualitätsverlust der Originalbilddaten.
  • Wenn Sie JPEG-Dateien bearbeiten und erneut speichern, verstärkt sich der Qualitätsverlust gegenüber den Originalbilddaten. Der Bildqualitätsverlust ist kumulativ.
  • JPEG ist nicht für einfache Grafiken mit wenigen Farben, großen, einfarbigen Bereichen oder starken Helligkeitsunterschieden geeignet.

GIF ? Graphics Interchange Format

GIF-Grafiken speichern Grafikdaten mit einem oder mehreren Rastern in 8-Bit oder 256 Farben. GIF-Grafiken unterstützen Transparenz, Komprimierung, Zeilensprungverfahren (Interlacing) und Grafiken mit mehreren Bildern (animierte GIFs).

Die GIF-Transparenz ist keine Alphakanaltransparenz und kann keine halbtransparenten Effekte unterstützen. Bei der GIF-Komprimierung handelt es sich um eine LZW-Komprimierung mit einem ungefähren Verhältnis von 3:1. Animierte GIFs werden in der GIF89a-Version der GIF-Dateispezifikation unterstützt.

Vorteile:
  • GIF ist ein weitgehend unterstützter Internetstandard.
  • GIF unterstützt die verlustfreie Komprimierung sowie Transparenz.
  • Animierte GIFs sind weit verbreitet und können mit einer Vielzahl von GIF-Animationsprogrammen auf einfache Weise erstellt werden.
Nachteile:
  • GIF unterstützt nur eine Palette mit 256 Farben, daher verlieren detaillierte Grafiken und fotorealistische Bilder Farbinformationen und sehen farbpalettenartig aus.
  • Die verlustfreie Komprimierung ist in den meisten Fällen den JPEG- oder PNG-Formaten untergeordnet.
  • GIF unterstützt begrenzte Transparenz, bietet jedoch keine Möglichkeit von halbtransparenten oder verblassten Effekten wie bei der Alphakanaltransparenz.

TIFF ? Tagged Image File Format

TIFF-Grafiken speichern ein einzelnes Rasterbild mit beliebiger Farbtiefe. TIFF ist wohl das am häufigsten unterstützte Grafikdateiformat in der Druckindustrie. Es unterstützt optionale Komprimierung und ist nicht für die Darstellung in Webbrowsern geeignet.

Das TIFF-Format ist ein erweiterbares Format, sodass ein Programmierer die Originalspezifikation ändern kann, damit weitere Funktionen hinzugefügt oder bestimmte Anforderungen erfüllt werden können. Dies kann zur Inkompatibilität zwischen verschiedenen TIFF-Grafiktypen führen.

Vorteile:
  • TIFF ist ein weitgehend unterstütztes Format, insbesondere zwischen Macintosh- und Windows-Computern.
  • Optionale Komprimierung wird unterstützt.
  • Das erweiterbare Format unterstützt zahlreiche optionale Funktionen.
Nachteile:
  • TIFF wird nicht von Webbrowsern unterstützt.
  • Die Erweiterbarkeit führt zu vielen unterschiedlichen TIFF-Grafiktypen. Nicht alle TIFF-Dateien sind kompatibel mit allen Programmen, die den Basis-TIFF-Standard unterstützen.

Grafikformate ? Vektorgrafiken

DXF ? AutoCAD Drawing Interchange File

Das DXF-Format ist ein vektorbasiertes ASCII-Format, das von dem Autodesk-Programm AutoCAD verwendet wird. AutoCAD ermöglicht sehr detaillierte Schemadarstellungen, die vollständig skalierbar sind.

Vorteile:
  • Mit AutoCAD können Sie überaus detaillierte und genaue schematische Darstellungen und Zeichnungen erstellen.
  • AutoCAD-Dateien findet man häufig im Bereich der Architektur, Konstruktion und Gravur.
Nachteile:
  • AutoCAD besitzt nur eine begrenzte Unterstützung in Office, wobei AutoCAD-Versionen bis R12 unterstützt werden.
  • AutoCAD stellt hohe Ansprüche an die Lernkapazität der Benutzer; Beachten Sie, dass andere Grafikprogramme auch DXF-Grafiken exportieren können.

CGM ? Computer Graphics Metafile

Die CGM-Metadatei kann Vektor- und Bitmapinformationen enthalten. Es ist ein international standardisiertes Dateiformat, das von vielen Organisationen und Verwaltungen verwendet wird, darunter auch das British Standards Institute (BSI), das American National Standards Institute (ANSI) und das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten (United States Department of Defense).
Hinweis: In Office 2007 erfordert das CGM-Grafikdateiformat einen Grafikfilter.

Vorteile:
  • CGM ist ein internationales Standardformat.

CDR ? CorelDRAW!

Die CorelDRAW!-Metadatei kann sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen enthalten.
Hinweis: In Office 2007 erfordert das CDR-Grafikdateiformat einen Grafikfilter.

Vorteile:
  • CDR wird häufig in der Druckvorstufen- und künstlerisch orientierten Designindustrie verwendet.
Nachteile:
  • CDR wird nur begrenzt in Office unterstützt, wobei CorelDRAW! Version 6 und frühere Versionen unterstützt werden.

WMF ? Windows Metafile

Windows Metafile ist ein 16-Bit-Metadateiformat, das sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen enthalten kann. Es wurde für das Betriebssystem Windows optimiert.

Vorteile:
  • WMF ist ein Windows-Standardformat, das gut in Office einsetzbar ist.

EPS ? Encapsulated PostScript

Das EPS-Format ist eine proprietäre Druckerbeschreibungssprache, die sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen beschreiben kann.
Hinweis: In Office 2007 erfordert das EPS-Grafikdateiformat einen Grafikfilter.

Vorteile:
  • EPS erzeugt eine genaue Darstellung auf allen PostScript-Druckern.
  • EPS ist ein Format des Industriestandards.
Nachteile:
  • Die Bildschirmdarstellung entspricht möglicherweise nicht dem gedruckten Ergebnis. Der Bildschirm zeigt unter Umständen eine niedrigere Auflösung, ein anderes Bild oder nur einen Platzhalter an.
  • EPS-Dateien sind für den Ausdruck konzipiert. Sie eignen sich nicht unbedingt für die Anzeige auf dem Bildschirm.

EMF ? Enhanced Metafile

Das Enhanced Metafile-Format ist ein 32-Bit-Format, das sowohl Vektor- als auch Bitmapinformationen enthalten kann. Es stellt eine Verbesserung gegenüber dem Windows Metadatei-Format dar und enthält beispielsweise folgende erweiterte Funktionen:

  • Integrierte Skalierungsinformationen
  • Integrierte Beschreibungen, die mit der Datei gespeichert werden
  • Verbesserungen bei Farbpaletten und Geräteunabhängigkeit
Das EMF-Format ist ein erweiterbares Format, sodass ein Programmierer die Originalspezifikation ändern kann, damit weitere Funktionen hinzugefügt oder bestimmte Anforderungen erfüllt werden können. Dies kann zur Inkompatibilität zwischen verschiedenen EMF-Grafiktypen führen.

Vorteile:
  • Erweiterbares Dateiformat
  • Verbesserte Funktionen im Vergleich zu WMF
Nachteile:
  • Die Erweiterbarkeit führt möglicherweise zu vielen unterschiedlichen EMF-Grafiktypen. Nicht alle EMF-Dateien sind kompatibel mit allen Programmen, die den EMF-Standard unterstützen.

PICT ? Macintosh Picture

Bei der PICT-Datei handelt es sich um ein 32-Bit-Metadateiformat für den Macintosh. PICT-Dateien verwenden interne RLE-Komprimierung (Run Length Encoded). Auf diese Weise werden zufrieden stellende Ergebnisse erzielt. PICT-Dateien unterstützen JPEG-Komprimierung, wenn QuickTime installiert ist (nur Macintosh).
Hinweis: In Office 2007 erfordert das PICT-Grafikdateiformat einen Grafikfilter.

Vorteile:
  • PICT ist das beste Dateiformat für die Bildschirmanzeige auf dem Macintosh.
  • PICT ist das beste Druckformat für das Drucken von einem Macintosh an einen Nicht-PostScript-Drucker.
Nachteile:
  • Schriftarten können beim Verschieben zwischen Plattformen falsch angezeigt werden.
  • Die Installation von QuickTime ist erforderlich, um einige PICT-Dateien korrekt anzuzeigen.

Auflösung und Farbtiefe

In diesem Abschnitt werden die geeignete Farbtiefe und Auflösung für Rastergrafiken besprochen. Wenn Sie Grafiken mit richtigen Auflösungs- und Farbeinstellungen speichern, werden kleinere Dateien erstellt. Kleinere Dateien bedeuten gleichzeitig kleinere, schnellere Dokumente und Präsentationen. Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, Grafiken, unter Berücksichtigung der Anwendungsanforderungen, so klein wie möglich zu erstellen.

Bildschirmanzeige

Tabelle minimierenTabelle vergrößern
Anzahl der FarbenInternetverwendungNicht-Internetverwendung
1 (schwarzweiß)GIF mit 72 ppi (Pixel Per Inch)GIF mit 72 ppi (Pixel Per Inch)
16GIF mit 72 ppiGIF mit 72 ppi
256 (einfache Grafik)*GIF mit 72 ppiGIF mit 72 ppi
256 (komplexe Grafik)*JPEG mit 72 ppiJPEG mit 72 ppi
Mehr als 256JPEG oder PNG mit 72 ppiJPEG, PNG oder TIFF mit 72 ppi


Hinweis: Microsoft empfiehlt eine Auflösung von 72 ppi, da die meisten Monitore zwischen 60 und 80 ppi verwenden. Das Speichern mit einer höheren Auflösung bewirkt keine qualitativ hochwertigere Anzeige, da der Monitor nicht mehr Pixel anzeigen kann, als in physikalischer Hinsicht zur Verfügung stehen. Sie sollten den Wert entsprechend der fertigen Größe und nicht der Ausgangsgröße berechnen. Wenn Sie beispielsweise einen Briefkopf mit der Größe 8,5 mal 2 Zoll für die Verwendung auf einer Website mit einer Endbreite von 2 Zoll scannen, verwenden Sie als Einstellung 72 ppi für 2 Zoll, insgesamt 144 Pixel. Wenn Sie die Größe auf 2 Zoll einstellen, liefert die Anzeige der Datei auf einem Monitor ein gutes Ergebnis.

*Hinweis: Bei 256 Farben können JPEG-Dateien stärker komprimiert werden als GIF-Dateien. Bei der JPEG-Komprimierung werden jedoch einige einfache Dateien nicht so stark komprimiert wie bei der GIF-Komprimierung.

  • Wenn Ihre Grafik mit Graustufen erstellt wurde oder große, einfarbige Bereiche bzw. Bereiche mit hohem Kontrast aufweist (scharfe Abgrenzungen zwischen hellen und dunklen Bereichen), sollten Sie das GIF-Format wählen.

  • Wenn Ihre Grafik farbig ist und mehrere unterschiedliche Farben (Farbtöne) enthält, die einen ähnlichen Helligkeitswert haben, wählen Sie das JPEG-Format, da dieses eine bessere Komprimierung bietet. Die JPEG-Komprimierung arbeitet nach Farbtönen und erzielt gute Ergebnisse bei unterschiedlichen Farbtönen mit ähnlichem Wert. JPEG compression does not work as well with similar hues at different values.

Ausdruck

Die Art und Weise wie man einen guten Ausdruck erstellt ist ein komplexes Thema, da es eine Vielzahl von Druckern gibt, die alle unterschiedliche Fähigkeiten zum Erstellen von farbigen oder graustufigen Ausdrucken haben. Hauptfaktor beim Erstellen eines qualitativ hochwertigen Ausdrucks ist der LPI-Wert (Lines Per Inch), der die Anzahl der möglichen Druckzeilen pro Zoll für Ihren Drucker angibt.

Um in Farbe oder Graustufen zu drucken, muss ein Drucker Halbtöne drucken können. Halbtöne sind Arrays mit Punkten, die in einem Raster angeordnet sind und jeden einzelnen Bildpixel als Grauschattierung darstellen. Bei einem dunklen Grau sind die meisten Punkte in einem Raster ausgefüllt. Bei einem hellen Grau hingegen sind nur wenige Punkte im Raster ausgefüllt. Die Größe dieses Rasters wird durch die LPI-Einstellung für den Drucker bestimmt. Je höher der LPI-Wert ist, desto kleiner ist das Raster und desto weniger Grauschattierungen kann der Drucker rendern.

Um Farbausdrucke zu erstellen, muss der Drucker überlappende Zeilen farbiger Punkte drucken, wobei jeder in einem anderen Winkel und leicht versetzt angeordnet ist, sodass sie sich nicht vollständig überdecken. Dieses Maß wird als Bildschirmfrequenz bezeichnet und wird durch den Rotationsgrad der Zeilen mit den Punkten dargestellt, die diese Farbe bilden.

Mithilfe der folgenden Tabelle können Sie die optimale Scanauflösung in dpi (Dots Per Inch) auswählen.

Tabelle minimierenTabelle vergrößern
DruckertypDPI AusgabeLPI AusgabePPI Scannen
Laserdrucker30055-65120
Laserdrucker60065-85150
Tintenstrahldrucker30050-60110
Dye-Sub-Drucker30055-70125
Satzbelichter1250+120-150300


Eine gute Methode ist es, den LPI-Wert für den Drucker mit zwei zu multiplizieren, um die gewünschte Scanauflösung zu berechnen. Informieren Sie sich über den LPI-Wert Ihres Druckers in der Druckerdokumentation.

Hinweis: Beim Anwenden dieser allgemeinen Regel (LPI-Wert mit zwei multiplizieren) müssen Sie etwas experimentieren. Einige Drucker unterstützen sehr hohe Auflösungen. Wenn Sie eine Grafik mit mehr als 300 ppi speichern, benötigen umfangreiche Grafiken viel Speicherplatz, wodurch andere Operationen beeinträchtigt werden können. Bei mehreren großen Grafiken in einem Dokument besteht die Möglichkeit, dass ein Programm oder Windows nicht mehr reagiert.

Die einzige Ausnahme von dieser Regel sind reine Schwarzweiß- oder S/W-Grafikbilder. Diese Grafiken verwenden 1 Bit zum Speichern von Farbinformationen. Bei diesen Grafiken sollten Sie im Verhältnis 1:1 scannen. Wenn Sie einen 600 dpi-Drucker haben, scannen Sie im S/W-Grafikmodus mit 600 ppi.

Wenn die Grafik in Graustufen angezeigt werden soll oder weniger als 256 Farben verwenden soll, benutzen Sie entweder das TIFF- oder das GIF-Format. Das TIFF-Format ist der Druckindustriestandard für Grafiken, da es, im Gegensatz zu anderen Formaten wie JPEG, kein verlustreiches Komprimierungsschema verwendet. Darüber hinaus unterstützt es mehrere Transparenzebenen, eine Funktion, die nur in wenigen anderen Formaten zur Verfügung steht.

Wenn die Grafik mehr als 256 Farben enthält, speichern Sie sie im TIFF- oder PNG-Format. Microsoft empfiehlt das PNG-Format, wenn Transparenz erforderlich ist; andernfalls sollten Sie das TIFF-Format verwenden.

Microsoft empfiehlt, die Grafik weiterhin mit der entsprechenden Druckerauflösung für die fertige Grafikgröße zu speichern. Nehmen wir an, ein Briefkopf hat die Größe 8,5 mal 2 Zoll und Sie möchten den Briefkopf in 2 Zoll drucken. Wenn Ihr Drucker 600 dpi und einen LPI-Wert von 85 unterstützt, legen Sie die Grafikauflösung auf 150 ppi bei 2 Zoll, bei einer Größe von 300 x 71 Pixel.

Glossar

  • Alphakanal: Ein Alphakanal beschreibt einen Transparenzbereich in einer Grafik, der den Effekt eines durchscheinenden Hintergrunds ermöglicht. Bei einem Alphakanal sind über 64.000 Transparenzebenen möglich, durch die halbtransparente und ineinander übergehende Effekte erzeugt werden können.
  • Farbtiefe: Die Anzahl der Farben in einer Grafik. Die Farbtiefe wird nach Bittiefe kategorisiert. Wenn Sie eine stärkere Farbtiefe verwenden, enthält die Grafik mehr Farben, wodurch sich allerdings auch die Dateigröße erhöht.
    • 1 Bit - Nur schwarzweiß
    • 8 Bit - 256 Grauschattierungen oder 256 Farben
    • 16 Bit - High Color, 65.536 Farben
    • 24 Bit - True Color, 16.777.216 Farben
    • 32 Bit - True Color, 4.294.967.296 Farben
  • Komprimierung: Komprimierung ist ein mathematisches Schema, über das eine Grafikdatei durch das Entfernen überflüssiger Informationen verkleinert wird. Es gibt zwei Komprimierungsarten: verlustfrei und verlustreich.
  • Komprimierung, verlustfrei: Verlustfreie Komprimierung ist ein Komprimierungsschema, dessen Schwerpunkt das Erhalten der Integrität der Originalgrafik ist. Beim Dekomprimieren der Grafik wird die Auflösung und Grafikqualität der ursprünglichen, nicht komprimierten Grafik beibehalten.
  • Komprimierung, verlustreich: Verlustreiche Komprimierung ist ein Komprimierungsschema, dessen Schwerpunkt auf dem Erzeugen kleiner Grafikdateien liegt, auch wenn die Qualität der Grafik dabei leidet. Bei einer verlustreichen Komprimierung können kleinere Grafikdateien erzeugt werden als bei der verlustfreien. Wenn die Grafik dekomprimiert wird, gehen jedoch einige der Originalgrafikinformationen verloren und können nicht wiederhergestellt werden.
  • Dateigröße: Die Dateigröße ist der hauptsächliche Einschränkungsfaktor, wenn Sie mit Grafikdateien arbeiten. Sie ist die Hauptursache für Probleme beim Arbeiten mit Grafiken in Microsoft Office. Die Dateigröße wird durch folgende Faktoren bestimmt: Grafikgröße, Auflösung, Dateiformat, Komprimierung und Farbtiefe.
  • Gammakorrektur: Eine Methode zum Korrigieren der Helligkeit von Grafiken, sodass sie auf allen Monitoren mit dem gleichen Helligkeitsgrad angezeigt werden.
  • Farbton: Der Farbton beschreibt die relative Menge des Rot-, Grün- oder Blauanteils in einer Farbe. So haben beispielsweise sowohl Pink als auch Karmin einen roten Farbton.
  • Zeilensprung: Das Zeilensprungverfahren ist eine Methode zum Senden von Grafikdaten über das Internet. Wenn bei einer Grafik Zeilensprünge möglich sind, kann man nach dem Download von 1/64 der Datenmenge bereits ungefähr erkennen, wie die Grafik aussehen wird. Je mehr von dem Bild gedownloadet wird, desto besser wird die Auflösung, bis schließlich die gesamte Grafik angezeigt wird.
  • Metadateigrafik: Eine Metadateigrafik enthält normalerweise Vektorgrafikinformationen, kann aber auch andere Grafikinformationen beinhalten wie z. B. eine Rastergrafik.
  • Palette: Eine Palette ist eine Liste von Farben, die einer bestimmten Grafik zur Verfügung stehen. Bei den unterschiedlichen Grafikdateiformaten ist auch die maximale Anzahl der Farben verschieden. Wenn eine Grafik mehr Farben enthält als in dem angegebenen Format zur Verfügung stehen, werden die übrigen Farben durch Farben in der Farbpalette ersetzt. Die Farben dieser Grafik werden dann möglicherweise verzerrt angezeigt. Der erzeugte Effekt wird auch mit dem englischen Ausdruck "Paletted Effect" bezeichnet.
  • Pixel: Ein Pixel ist eine fundamentale Maßeinheit in einer rasterbasierten Grafik oder auf einem Monitor. Sowohl Rastergrafiken als auch Monitore werden nach Zeilen mit Punkten definiert, denen Farben einzeln zugewiesen werden können. Diese Punkte werden Pixel genannt.
  • Rastergrafik: Eine Rastergrafik ist eine Grafik, deren Anzeige über das Definieren von Zeilen farbiger Punkte erfolgt, die nebeneinander angeordnet sind. Jedem Punkt wird eine einzelne Farbe zugewiesen.
  • Auflösung: Unter Auflösung versteht man die Menge der Grafikdaten in einem bestimmten Bereich einer Grafik. Sie wird normalerweise in ppi (Pixel Per Inch) definiert. Je höher die Auflösung, desto präziser und klarer ist die Grafik. Durch das Erhöhen der Auflösung wird jedoch auch die Dateigröße einer Grafik erhöht.
  • Transparenz: Transparenz ist eine Methode, mit der Grafikbereiche transparent angezeigt werden können, sodass der Hintergrund zu sehen ist. Es gibt verschiedene Transparenzmethoden, einschließlich der Alphakanaltransparenz.
  • Wert: Diese Eigenschaft beschreibt den Helligkeitsgrad einer Farbe. Pink und Hellblau haben beispielsweise einen ähnlichen Wert, obwohl es sich um unterschiedliche Farbtöne handelt.
  • Vektorgrafik: Eine Vektorgrafik besteht aus Bereichen, die durch Koordinaten und mathematische Formeln definiert werden. Dieses Dateiformat ist vielseitiger als ein Rastergrafikformat, da man Vektorgrafiken auf eine beliebige Größe skalieren und teilweise in kleinere Komponenten zerlegen kann.

Informationsquellen

Weitere Informationen zu den im vorliegenden Artikel beschriebenen Grafikdateitypen finden Sie auf folgenden Websites verschiedener Fremdanbieter:
http://www.landfield.com/faqs/graphics/fileformats-faq/part3/

http://scantips.com

http://www.libpng.org/pub/png/

http://www.jpeg.org/public/jpeghomepage.htm

http://partners.adobe.com/asn/developer/technotes.html#postscript
Die Kontaktinformationen bezüglich der in diesem Artikel erwähnten Fremdanbieter sollen Ihnen helfen, den benötigten technischen Support zu finden. Diese Kontaktinformationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Sie werden von Microsoft ohne jede Gewähr weitergegeben.

Eigenschaften

Artikel-ID: 320314 - Geändert am: Mittwoch, 21. Februar 2007 - Version: 3.2
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Office Excel 2007
  • Microsoft Office Excel 2003
  • Microsoft Excel 2002 Standard Edition
  • Microsoft Office FrontPage 2003
  • Microsoft FrontPage 2002 Standard Edition
  • Microsoft Office Outlook 2007
  • Microsoft Office Outlook 2003
  • Microsoft Outlook 2002 Standard Edition
  • Microsoft Office PowerPoint 2007
  • Microsoft Office PowerPoint 2003
  • Microsoft PowerPoint 2002 Standard Edition
  • Microsoft Office SharePoint Designer 2007
  • Microsoft Office Word 2007
  • Microsoft Office Word 2003
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