SO WIRD'S GEMACHT: Microsoft Windows Services für UNIX 3.0 auf Microsoft Windows 2000 installieren

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Dieser Artikel ist eine Übersetzung des folgenden englischsprachigen Artikels der Microsoft Knowledge Base:
321712 HOW TO: Install Microsoft Windows Services for UNIX 3.0 on Microsoft Windows 2000
Bitte beachten Sie: Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen. Es ist möglich, dass nachträgliche Änderungen bzw. Ergänzungen im englischen Originalartikel in dieser Übersetzung nicht berücksichtigt sind. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf der/den englischsprachigen Produktversion(en). Die Richtigkeit dieser Informationen in Zusammenhang mit anderssprachigen Produktversionen wurde im Rahmen dieser Übersetzung nicht getestet. Microsoft stellt diese Informationen ohne Gewähr für Richtigkeit bzw. Funktionalität zur Verfügung und übernimmt auch keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit oder Richtigkeit der Übersetzung.
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Zusammenfassung

Dieser Artikel beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie Microsoft Windows Services für UNIX (SFU) 3.0 auf einem Computer mit Microsoft Windows 2000 als Betriebssystem installieren.

Überblick über Windows Services für UNIX 3.0

Windows Services für UNIX 3.0 stellt eine breite Palette an Verbindungstools und Interoperabilitätsfeatures zur Verfügung, die Ihnen bei folgenden Problemstellungen behilflich sind:
  • Integrieren eines heterogen Netzwerks, das aus Microsoft Windows- und UNIX-basierten Computern besteht.
  • Freigaben von Netzwerkressourcen für diese Computer.
Windows Services für UNIX 3.0 beinhaltet Komponenten für Dateifreigabe, Remotezugriff und Verwaltung, Kennwortsynchronisierung, gemeinsame Ordnerverwaltung, gemeinsame Dienstprogramme und eine Shell.

Anmerkung: Obwohl sich dieser Artikel hauptsächlich mit der Installation von Windows Services für UNIX 3.0 auf Windows 2000 beschäftigt, wird Windows Services für UNIX 3.0 auch auf folgenden Plattformen unterstützt:
  • Microsoft Windows XP Professional
  • Microsoft Windows NT 4.0 Server Service Pack 6a oder höher
  • Microsoft Windows NT 4.0 Workstation Service Pack 6a oder höher
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional
Windows Services für UNIX 3.0 umfasst die folgenden Komponenten:
  • Dienstprogramme: Gängige UNIX-Dienstprogramme
    • Basisdienstprogramme Stellen das Interix-Subsystem zur Verfügung, eine leistungsstarke, komplette UNIX-Umgebung, die als separates Subsystem auf dem Windows-Computer ausgeführt wird. Beinhaltet die C- und Korn-Shell, plus 350 weitere Dienstprogramme, die auf dem Interix-Subsystem laufen. Diese Komponente umfasst auch Windows-basierte Administratordienstprogramme und typische UNIX-Kommandos, den Windows-basierten Cron-Dienst, der zum Planen von Tasks verwendet wird, sowie den Windows-basierten Telnet-Client. Bei der Installation der Basisdienstprogramme wird das Interix-Subsystem mit installiert.
    • UNIX-Perl: Ermöglicht das Ausführen von Perlskripten auf dem Interix-Subsystem. Bei der Installation von UNIX-Perl werden die Basisdienstprogramme mit installiert.
  • Interix GNU-Komponenten: Interix-Dienstprogramme und Software Development Kit (SDK)-Tools, die unter der GNU General Public License (GPL) verteilt werden.
    • Interix GNU-Dienstprogramme: Ergänzen die Basisdienstprogramme. Bei der Installation der GNU-Dienstprogramme werden die Basisdienstprogramme mit installiert.
    • Interix GNU-SDK: Software Development Kit (SDK)-Tools, die den Interix-SDK ergänzen. Bei der Installation der GNU SDK-Tools werden die GNU-Dienstprogramme und der Interix-SDK mit installiert.
  • NFS-Komponenten (Network File System): Unterstützt Datei- und Verzeichnisinteroperabilität zwischen Windows- und UNIX-Systemen.
    • Server für NFS: Erlaubt es einem Windows 2000-basierten Computer, als NFS-Server zu fungieren. Exportiert Windows-Ordner als NFS-Dateisysteme und ermöglicht dadurch die Verwendung durch UNIX-basierte NFS-Clients.
    • Gateway für NFS: Erlaubt es einem Windows 2000 Server-basierten Computer, als NFS-Gateway zu fungieren. Gibt Verzeichnisse frei, die von UNIX NFS-Servern als in Windows freigegebene Ordner exportiert werden, so dass diese von Windows-Benutzern verwendet werden können, ohne dass die NFS-Clientsoftware installiert werden muss.
    • Client für NFS: Ermöglicht die Verwendung von Dateien auf UNIX-basierten NFS-Servern von Windows-Computern.

      Anmerkung: Gateway für NFS und Client für NFS können nicht auf demselben Computer installiert werden.
  • Server für NIS: Erlaubt es einem Windows 2000-basierten Domänencontroller, als Network Information Service (NIS)-Server zu fungieren. Dadurch können Windows und NIS-Domänen gemeinsam verwaltet werden.
  • Kennwortsynchronisation: Ermöglicht die automatische Synchronisation von Kennwörtern in beide Richtungen zwischen Windows- und UNIX-basierten Computern. Mithilfe der Kennwortsynchronisation wird es dem Benutzer erleichtert, ein einziges Kennwort für Windows-Domänen und UNIX-Systeme zu nutzen; die Synchronisation erfolgt, wenn eines der beiden Kennwörter geändert wird.
  • Komponenten für Remoteverbindungen: Benutzer können eine Remoteverbindung mit dem Computer aufbauen und ihn so benutzen.
    • Telnetserver: Remotebenutzer können sich mit dem Server über eine beliebige Telnet-Clientsoftware verbinden.
    • Windows Remote Shell-Dienst: Befehle von Remotecomputern können auf dem Server ausgeführt werden.
  • Authentifzierungstools für NFS: Ermöglichen die Authentifizierung von Benutzers mit NFS-Komponenten.
    • Benutzernamenzuordnung: Stellt eine Verbindung zwischen Windows- und UNIX-Benutzernamen her, sodass der Dateizugriff über Interix oder die Verbindung mit NFS-Ressourcen ermöglicht wird, ohne dass sich die Benutzer separat auf den Windows- und UNIX-Computern anmelden müssen.
    • Server für NFS-Authentifizierung: Arbeitet mit Benutzernamenzuordnung und Server für NFS zusammen, damit UNIX-Benutzer einen transparenten Zugriff auf Dateien erhalten, die auf Server für NFS freigegeben sind. Server für NFS-Authentifizierung muss auf allen Domänencontrollern bzw. auf dem Computer installiert sein, auf dem Server für NFS ausgeführt wird.
    • Server für PCNFS: Einem PCNFS-Dämon (PCNFSD), der auf einem UNIX-Server ausgeführt wird.
  • Interix SDK: Ein Software Development Kit (SDK), das das Erstellen von Programmen, die auf dem Interix-Subsystem ausgeführt werden, vereinfacht. Bei der Installation dieser Komponente werden die Basisdienstprogramme mit installiert.
  • ActiveState ActivePerl 5.6: Erlaubt die Ausführung von Windows-basierten Perlskripten auf dem Server.

Systemvoraussetzungen für Windows Services für UNIX 3.0

Eine Liste der Systemvoraussetzungen für Windows Services für UNIX 3.0 ist auf der folgenden Microsoft-Website erhältlich:
http://www.microsoft.com/windows2000/sfu/sfusysreq.asp

Installieren von Windows Services für UNIX 3.0

  1. Legen Sie die Windows Services für UNIX-CD-ROM in das CD-ROM- bzw. DVD-ROM-Laufwerk Ihres Computers ein.
  2. Klicken Sie auf der Seite Welcome to the Windows Services for UNIX Setup Wizard auf Weiter.
  3. Geben Sie Ihren Namen und Ihre Organisation in die Felder Benutzer und Organisation ein, geben Sie den Product Key in die entsprechenden Felder ein und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  4. Klicken Sie auf Ich stimme dem Lizenzvertrag zu und anschließend auf Weiter, nachdem Sie den Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) gelesen haben.
  5. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    Durchführen einer Standardinstallation

    1. Klicken Sie auf Standardinstallation und anschließend auf Weiter, wenn Sie die Standardkomponenten im Standardinstallationsverzeichnis (C:\SFU) installieren möchten.
    2. Geben Sie auf der Seite "Sicherheitseinstellungen" an, ob Sie das "Setuid"-Verhalten für Interix-Programme aktivieren möchten und klicken dann auf Weiter.

      Anmerkung: Das Aktivieren dieser Option hat Konsequenzen für die Sicherheit. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datei Install.htm im Abschnitt "Enabling setuid behavior for Interix programs". Diese Datei befindet sich im Stammverzeichnis der Windows Services für UNIX 3.0-CD-ROM.
    3. Geben Sie auf der Seite "User Name Mapping" den Namen des User Name Mapping-Servers an oder lassen Sie dieses Feld leer (Sie können den Namen des Servers nach Abschluss der Installation konfigurieren). Klicken sie anschließend auf Weiter.

    Durchführen einer benutzerdefinierten Installation

    1. Klicken Sie erst auf Benutzerdefinierte Installation und anschließend auf Weiter, wenn Sie die zu installierenden Komponenten angeben oder einen anderen Installationsort festlegen möchten.
    2. Legen Sie im Feld Komponenten die zu installierenden Komponenten fest. Klicken Sie hierzu auf das + (Pluszeichen) neben der gewünschten Komponente, um die Struktur zu erweitern, klicken Sie neben der/den gewünschten Komponente/n auf die Pfeil-nach-unten-Taste und klicken Sie anschließend auf die gewünschte Installationsoption. Klicken Sie auf Weiter.

      Die Seiten, die als nächstes im Assistenten angezeigt werden, sind von der/den ausgewählte/n Komponente/n abhängig. Folgen Sie den nun Anweisungen des Assistenten, um Windows Services für UNIX 3.0 zu installieren.
    3. Wenn Sie das GNU Software Development Kit (SDK) installieren möchten, wird die Seite "Interix GNU SDK" angezeigt. Klicken Sie auf Weiter.
    4. Wenn Sie Active State Perl installieren möchten, wird die Seite "ActiveState Perl License and Support Information" angezeigt. Klicken Sie auf Ich stimme den Lizenzvereinbarungen zu, nachdem Sie die Active State Perl-Endbenutzerlizenzvereinbarung gelesen haben, und klicken Sie dann auf Weiter.
    5. Geben Sie auf der Seite "Sicherheitseinstellungen" an, ob Sie Setuid-Funktionalität für Interix-Programme aktivieren möchten, und klicken Sie anschließend auf Weiter.

      Anmerkung: Das Aktivieren dieser Option hat Konsequenzen für die Sicherheit. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datei Install.htm im Abschnitt "Enabling setuid behavior for Interix programs". Diese Datei befindet sich im Stammverzeichnis der Windows Services für UNIX 3.0-CD-ROM.
    6. Geben Sie den Namen des User Name Mapping-Servers ein oder lassen Sie dieses Feld leer (Sie können den Namen des Servers nach Abschluss der Installation konfigurieren), wenn die Seite "User Name Mapping" angezeigt wird. Klicken sie anschließend auf Weiter.
    7. Geben Sie auf der Seite "Installationsverzeichnis" das gewünschte Installationsverzeichnis an und klicken Sie anschließend auf Weiter.

      Anmerkung: Bei der Angabe des Pfads sind lediglich alphanumerische Zeichen und der Unterstrich "_" zulässig.
  6. Klicken Sie auf der Seite "Completing the Microsoft Windows Services for UNIX Setup Wizard" auf Fertig stellen.
  7. Ändern Sie vor dem Neustart des Computers (falls erforderlich) den Starttyp für jeden Dienst, der durch Windows Services für UNIX-Setup abgeschaltet wurde, in automatisch um. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor: Anmerkung: Bearbeiten Sie die Datei /etc/inted.conf, um den Interix-Dienst (Dämon) zu aktivieren.

    1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Einstellungen und klicken Sie auf Systemsteuerung.
    2. Doppelklicken Sie auf Verwaltung und doppelklicken Sie anschließend auf Dienste.
    3. Klicken Sie in der rechten Fensterhälfte auf den Dienst, den Sie konfigurieren möchten, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
    4. Klicken Sie auf die Registerkarte Allgemein.
    5. Klicken Sie unter Starttyp auf Automatisch und anschließend auf OK.
Anmerkung: Sie können Windows Services für UNIX 3.0 auch von einer Befehlszeile aus installieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datei Install.htm, welche sich im Stammverzeichnis der Windows Services für UNIX 3.0-CD-ROM befindet.

Hinzufügen bzw. Entfernen von Windows Services für UNIX 3.0-Komponenten

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Einstellungen und klicken Sie auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie doppelt auf Software.
  3. Klicken Sie in der Liste Zurzeit installierte Programme auf Microsoft Windows Services für UNIX und anschließend auf Ändern.
  4. Klicken Sie auf der Seite "Welcome to the Microsoft Windows Services for UNIX Setup Wizard" auf Weiter.
  5. Klicken Sie auf Hinzufügen oder entfernen und klicken Sie anschließend auf Weiter.
  6. Legen Sie im Feld Komponenten die Komponenten fest, die Sie installieren oder entfernen möchten. Klicken Sie dazu zum Erweitern auf das + (Pluszeichen) neben der gewünschten Komponente, klicken Sie auf die Pfeil-nach-unten-Taste neben der/den gewünschten Komponente/n und klicken Sie anschließend auf die gewünschte Installationsoption. Klicken Sie auf Weiter.
  7. Abhängig von den gewählten Komponenten werden möglicherweise weitere Seiten des Assistenten angezeigt, auf denen Sie zusätzliche Optionen angeben müssen. Folgen Sie den Anweisungen auf den zusätzlichen Seiten des Assistenten (falls welche angezeigt werden) und klicken Sie anschließend auf der Seite "Completing the Microsoft Windows Services for UNIX Setup Wizard" auf Fertig stellen.

Entfernen der Windows Services für UNIX 3.0

  1. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Einstellungen und klicken Sie auf Systemsteuerung.
  2. Klicken Sie doppelt auf Software.
  3. Klicken Sie im Feld Zurzeit installierte Programme auf Microsoft Windows Services für UNIX und anschließend auf Entfernen.
  4. Klicken Sie auf Ja, um das Entfernen zu bestätigen.

Verweise

Weitere Informationen zum Installieren von Windows Service für Unix 3.0 finden Sie in den Dateien Install.htm und Readme.txt, welche sich im Stammverzeichnis der Windows Services für UNIX 3.0-CD-ROM befinden.

Weitere Informationen zu Windows Services für UNIX 3.0 finden Sie im White Paper "Introduction to Services for UNIX", das auf folgender Website von Microsoft erhältlich ist:
http://www.microsoft.com/windows/sfu/techinfo/overview/sfuwp.asp
Weitere Informationen zu den neuen Features in Windows Services für UNIX 3.0 finden Sie im New Features Guide Microsoft Windows Services for UNIX 3.0 auf den folgenden Websites von Microsoft:
http://www.microsoft.com/windows/sfu/techinfo/overview/newfeatures.asp
Einen Überblick über Windows Services für UNIX 3.0 mit Interix finden Sie auf folgender Website von Microsoft:
http://www.microsoft.com/technet/treeview/default.asp?url=/technet/prodtechnol/windows2000serv/deploy/sfu/sfu3ovw.asp

Eigenschaften

Artikel-ID: 321712 - Geändert am: Dienstag, 23. September 2003 - Version: 2.1
Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
  • Microsoft Windows 2000 Server
  • Microsoft Windows 2000 Advanced Server
  • Microsoft Windows 2000 Professional Edition
Keywords: 
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